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Was ist dein Geheimnis

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„Misha?“Am frühen Abend klopfte Samantha an die Tür seines Trailers, erhielt aber keine Antwort„Mish? Bist du da?“Blöde Frage. Natürlich war er da. Die Jalousien waren zwar dicht aber da war Licht in seinem Trailer – entweder vom Laptop oder Fernseher. 
Komm schon, es ist scheißkalt. Was machst du denn?
Ihre Stirn legte sich in Falten, als ein lautes Polters von drinnen zu hören war.Besorgt klopfte die junge Frau erneut und fragte etwas lauter, ob alles in Ordnung war. Gabriel musste noch arbeiten und ihr war langweilig, so hatte sie kurzerhand beschlossen, einen ihrer besten Freunde zu besuchen, aber als sie die Türklinke drückte, war verschlossen. „Ähm … ich … Moment … fuck! Einen winzigen Moment. Ich bin gleich bei dir." Ein nervöses Rufen war zu hören.
Das hat jetzt gerade noch gefehlt ...
Hektisch beseitigte Misha die letzten Spuren, fuhr sich mit seinen Fingern noch einmal durch die Haare, klappte den Laptop zu und eilte zur Tür.Der dunkelhaarige Mann ließ seine halberfrorene Freundin eintreten, welche ihn mit zusammengekniffenen Augen von der Seite ansah.„Hey“, sagte er und rieb sich verlegen den Nacken, „was machst du hier?“„Hm … ich freue mich auch dich zusehen. Gabe ist beschäftigt und das dauert sicher noch länger und die Frage lautet vielmehr was hast du gemacht?“„Nichts“, antworte er, wurde rot und ließ seine Augen nervös umher wandern.„Ja genau“, murmelte sie und deutete mit einem Grinsen auf sein Hemd, welches falsch zugeknöpft war. Er schaute an sich herunter und fummelte an seinem Hemd herum.„Verheimlichen Sie etwas, Mr. Collins?“, fragte Samantha mit erhobenen Augenbrauen und checkte neugierig den Trailer ab. „Nein“, erwiderte er mit großen Augen, aber Sam wusste genau, dass sie ihn bei irgendetwas gestört hatte. Nur, wobei? Natürlich machte sie das neugierig.„Sag schon, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich behaupten, dass du gerade Sex hattest.“„Wie kommst du denn darauf?“, fragte er erschrocken und räusperte sich.„Komm schon“, erwiderte sie cool, während sie ihren Freund von oben bis unten musterte.Seine Pupillen waren erweitert, seine Haare zerzaust und abgesehen von seinem falsch zugeknöpften Hemd, war trotz der Dämmerung zu erkennen dass Misha’s Wangen ziemlich rot waren.„I-ich …“, stammelte er ertappt und blickte beschämt auf den Fußboden.Dass man Samantha etwas verheimlichen konnte war beinahe unmöglich. Ihr stechender Blick bohrte sich tief in sein Innerstes.„Wir kennen uns lange genug, rede mit mir“, forderte sie ihn heraus, aber er schüttelte den Kopf.„Kann ich nicht.“„Kannst du nicht oder willst du nicht?“„B- beides“, antwortete er nach kurzem Überlegen, es klang aber vielmehr wie eine Frage.„Setzen wir uns. Du benimmst dich seit Tagen schon komisch – irgendwas beschäftigt dich doch“, erwiderte Samantha und ließ sich mit einem Schmunzeln auf die Couch fallen.„Ich bin nicht komisch“, antwortete er trotzig und atmete tief durch.„Du weißt schon wie ich das meine“, erwiderte sie sanft, nahm seine Hände in ihre und zog ihn zu sich auf die Couch.„Ich kann mit dir nicht darüber reden“, seufzte er und fummelte wieder an seinem Hemd, denn die Knöpfe schienen in diesem Moment besonders interessant zu sein. Misha hätte es schön gefunden, mit jemandem darüber zu reden und Sam war eine Person, die ihm unglaublich ans Herz gewachsen war, aber dieses Thema war ihm viel zu peinlich.Aber er wusste auch, dass er in die Falle getappt war und seine Freundin nicht locker lassen würde,bis sie es wusste. Das heißt; entweder er rückte mit der Sprache heraus oder er müsste sich spontan etwas Glaubhaftes überlegen.„Bist du krank?“, fragte sie besorgt und nickte zu der Schachtel mit den Taschentüchern die am Tischstand aber Misha schüttelte den Kopf.„Ich hole uns was zu Trinken und dann erzählst du mir was du kurz vor meinem Erscheinen gemacht hast“, sagte sie mit einer Bestimmtheit, die keinen Zweifel daran ließ, dass er ihr sein Herz ausschütten musste, stand auf und ging zum Kühlschrank. Beim Zurückgehen fiel ihr Blick auf eine Tube Gleitgel, die am Boden neben der Couch stand. So ungünstig platziert, als hätte jemand vergeblich versucht, diese zu verstecken. Denn Samantha hatte nicht nur Ohren wie ein Luchs, sondern auch Augen wie ein Fuchs.„Also doch“, lachte sie und als er ihrem Blick folgte, errötete er, „ach Mish. Jeder von uns zieht sich ab und zu Pornos rein, kein Grund rot zu werden.“„Ich kann mit dir darüber nicht reden, du würdest es nicht verstehen.“Wie bitte? Was dieses Thema anging, verstand Samantha alles. Zugegeben, das hatte sie etwas gekränkt und so fragte sie nach, ob es daran lag, dass sie eine Frau war.„Nein, weil …“, murmelte er unverständlich und schloss seufzend die Augen.Verdammt, wie sollte er aus der Nummer wieder herauskommen? Natürlich; er hätte ihr sagen können, dass er sich einen 08/15 Porno angesehen und sich einen gerubbelt hatte ...Aber zum ersten wollte er seine Freundin nicht anlügen und zum anderen hatte er sich ohnehin bereits schon verraten, indem er gesagt hatte, dass sie es nicht verstehen würde. „Was? Sind es schmutzige Sachen? Wie … der Pizzamann?“, kicherte sie, „schlag mich, fessle mich?“„Ja … nein“, antwortete er und stand auf, um nervös auf und abzugehen.Dass er sich wirklich unwohl fühlte, merkte sie. Auch wenn sie es einerseits amüsant fand und es aus ihm herauskitzeln wollte, wusste sie auch, dass es manchmal besser war, langsam an die Sache heranzugehen. 
Gott, Misha, wenn du wüsstest wie versaut ich bin. Wenn du wüsstest, dass Gabe und ich ein eigenes Spielzimmer haben!
Aufmunternd sah sie ihn an und trommelte mit der flachen Hand auf die Couch. Etwas widerwillig kam er der Aufforderung nach und setzte sich mit hängendem Kopf.„Du weißt, dass du mir vertrauen und mir alles sagen kannst, oder?“Ein Nicken folgte.„Gut, und weil ich dir auch vertraue, verrate ich dir den Anfang von einem Geheimnis – den Rest musst du dir verdienen.“Er drehte sich zu ihr und Samantha legte ihre Hände auf seine Oberschenkel, atmete tief durch und sah in diese blauen Augen, in denen sie schon oft versunken war.   „Ich bin genau die richtige Ansprechperson, wenn es um sexuelle Fantasien geht.“„Ja?“, fragte er mit einem schüchternen Seitenblick, worauf Samantha den Griff verstärkte, weil er ihr in diesem Moment wie ein kleines Kind vorkam. Nackenkraulen entspannte ihn, das wusste die junge Frau und so rutschte sie noch ein Stück näher an ihn heran und wollte wissen, was er sich angesehen hatte. Samantha drängte ihn nicht, sondern gab ihm die Zeit die er brauchte.Nachdem er ohnehin nicht mehr anders konnte, öffnete er nach einigen Momenten den Laptop.„Cockyboys? Du siehst dir meine Lieblingspornos an?“„Wie meinst du das?“„Nein“, erwiderte sie mit einem Kopfschütteln. Das war jetzt sein Zug.Seufzend ließ Misha sich zurückfallen und richtete seinen Blick an die Decke. Das alles war ihm so megapeinlich, aber er konnte nicht aus seiner Haut ...„Seitdem die Geschichte mit Destiel aufgekommen ist … versteh das jetzt nicht falsch; ich liebe Jensen, aber nicht so. Ich liebe ihn als Freund und meinen Kollegen, da ist nicht mehr … er ist ein hübscher Mann, keine Frage … du weißt was ich meine. Ich würde nichts mit ihm anfangen, weil … und er würde auch nie …“ „Komm zum Punkt, Mish!“ lachte die junge Frau kopfschüttelnd. Wenn Misha zu reden angefangen hatte, musste man sich oft die wichtigsten Dinge selber heraussuchen um dem Gespräch folgen zu können. Überhaupt dann, wenn er nicht genau wusste, wie er ein Thema angehen sollte. Oft war es schwierig, ihn zu stoppen - Samantha liebte das an ihm.„Du weißt von meiner Vergangenheit; das Thema ist mir nicht fremd. Aber seitdem ich verheiratet bin, hatte ich nie … du weißt schon … und … ich frage mich … also ich würde gerne wieder …“, stammelte er und Sam nickte verstehend.„Du würdest gerne wieder mal etwas in deinem Arsch haben, um es auf den Punkt zu bringen.“„Du bist ziemlich direkt.“„Und du bist ziemlich prüde.“„Nein, bin ich nicht!“„Es gibt Hilfsmittel.“„Ich weiß, hab ich“, schmunzelte er und spätestens jetzt hatte er ihre vollste Aufmerksamkeit.„Ja? Wo ist deine Spielzeugkiste?“Samantha wollte ihn aus der Reserve locken, aber er ließ sich nicht darauf ein, stattdessen murmelte er, dass es um ganz etwas anderes ging. Erneut stand er auf, was die junge Frau wahnsinnig machte, denn immer wenn er unsicher war, machte er so viele Schritte, wie bei einem Marathon. Samantha zog ihn wieder auf die Couch und hielt ihn fest, damit er nicht wieder flüchten konnte. Misha wollte ... Die Worte herauszubringen fiel ihm wirklich schwer und nie in seinen Träumen hätte er sich vorgestellt, mit seiner Freundin darüber zu reden, die ihn mit großen Augen ansah. Erneut fuhr er sich durch seine dunklen Haare. Er wollte Sex; mit einem Mann – das hatte sich die junge Frau schon gedacht. Immer wieder geriet er ins Stocken und fühlte sich, wie ein Teenager beim ersten Date. Aber Sam blieb geduldig, streichelte über seinen Oberschenkel und mit viel Einfühlungsvermögen brachte sie ihn schlussendlich doch dazu, sein kleines Geheimnis zu verraten, obwohl das schwieriger war, als Zähne ziehen. Dabei hatte sie immer gedacht, dass man als Schauspieler das Herz auf der Zunge hatte. Normalerweise war er auch ganz anders und nachdem er ein letztes Mal tief durchgeatmet hatte, sah er sie schüchtern an und sagte geradeheraus, was ihm im Kopf herumgeisterte.„Ich möchte gerne der passive Part sein, ich will die Kontrolle abgeben und mich einfach nur fallen lassen können, ich will die Frau sein, wenn du es so sehen willst.“„Hallo?! Soll das heißen, wir Frauen wären beim Sex inaktiv?“, äußerte sie mit einem belustigten Schnauben.„Nein, so habe ich das nicht gemeint“, lachte er und trank einen Schluck Wasser, „aber …“Erneut kam er ins Stocken, aber bevor er aufstehen konnte hielt ihn seine Freundin zurück.„Aber was?“„Ich stehe in der Öffentlichkeit und ich bin verheiratet. Dass ich mir irgendeinen One-Night-Stand hole, geht nicht und das will ich auch nicht. Es müsste jemand sein, dem ich vertrauen kann.“Ohne darüber nachzudenken fragte sie, ob nicht einer von den Jungs in Frage kommen würde.„Spinnst du?!“Aus Scham wäre Misha lieber tot umgefallen, als auch nur einen Moment darüber nachzudenken.Der Gedanke, ob es vielleicht Gabriel machen würde, kam ihr kurz. Dann musste Samantha sich aber fragen, ob sie das überhaupt wollen würde? Sie musste zugeben, dass diese Vorstellung sie doch in einer gewissen Weise erregte, aber ...Nein, ihr Mann würde da ohnehin nicht mitspielen und sie wollte und konnte ihn das auch nicht fragen. „Was ist mit deiner Frau? Sie scheint doch sehr aufgeschlossen“, meinte sie nach ein paar Augenblicken des Schweigens.Er legte den Kopf in den Nacken und starrte an die Decke, denn er hatte vor einiger Zeit mit ihr darüber geredet. Der Schuss ging aber leider nach hinten los – denn sie wollte das auf keinen Fall.„Ich möchte darauf auch nicht näher eingehen“, murmelte Misha.„Ist ok, musst du auch nicht.“Über dieses Thema konnte und wollte er nicht mit Samantha sprechen. Das war noch viel peinlicher als alles andere. „Ich bin nicht schwul und möchte auch nicht als solcher abgestempelt werden“, fuhr er fort und sah sie an. Das war nichts Neues für die junge Frau und sie antwortete mit einem Schulterzucken.„Ich weiß. Nicht jeder Mann der gevögelt werden möchte, ist auch gleich schwul“, schmunzelte sie, worauf er kichern musste."Woher weiß Frau Expertin das?"Das konnte sie ihm nicht sagen. Vielleicht, wenn es nur um sie gegangen wäre, aber das bezog auch ihren Mann mit ein. Beide gingen sehr offen mit ihrer Sexualität um – aber untereinander und in den eigenen vier Wänden.„Kannst du nicht oder willst du nicht?“, bohrte er nach.„Ich … kann nicht.“In diesem Moment klingelte ihr Handy. Ihr Mann war mit der Arbeit fertig und wollte wissen, wo er sie finden konnte.„Ok Misha … da du ein helles Köpfchen bist kannst du eins und eins zusammenzählen“, zwinkerte sie ihm zu bevor sie zur Türe ging, „womit wir auch bei dem Geheimnis wären. Und jetzt mach weiter, wobei ich dich gestört habe; wir sehen uns.“Mit großen Augen und halb geöffnetem Mund schaute er sie an und mit dem Daumen klappte Sam sein Kinn wieder hoch, ehe die Türe hinter ihr ins Schloss fiel und Gabriel seine Frau schon mit einem Kuss und einem Lächeln in Empfang nahm.  Vor Erleichterung seufzend, setzte sich der dunkelhaarige Mann wieder auf die Couch und lächelte.Erleichtert darüber, dass er es endlich jemandem anvertrauen konnte.Erleichtert darüber, dass Sam nicht aufgesprungen und aus der Tür gerannt war.Erleichtert darüber, dass sie nicht so reagiert hatte wie seine Frau.

----- CHAPTER BREAK -----

„Baby?“Beim gemeinsamen Abendessen fiel ihm auf, dass Samantha nicht bei der Sache war und abwesend in ihrem Fisch herumstocherte.Ihre Gedanken kreisten um Misha. Sie wollte ihm schon gerne zur Hand gehen, aber wie sollte sie  das ihrem Mann erklären?„Mrs. Novak?!“, rief er lauter und klopfte mit seiner Gabel auf den Tisch, worauf die junge Frau erschrocken zusammenfuhr. Er wollte wissen, wo sie mit den Gedanken war und diese Reaktion machte ihn umso neugieriger, als Samantha erwiderte, dass es nicht so wichtig war.„Alles was dich betrifft ist wichtig; erzähl schon“, grinste er und mit einem Seufzen legte Samantha das Besteck zur Seite, biss sich auf die Unterlippe und überlegte, wie sie dieses Thema am besten angehen sollte.„Ich habe Misha heute gestört, als er sich Pornos angesehen hat.“„Du … hast ihn nackt gesehen?“, fragte er entsetzt und brach dann in schallendes Gelächter aus.„Nein“, lachte sie ebenfalls, „so war das nicht. Er hatte die Türe verschlossen und kam mit rotem Kopf und verkehrt zugeknöpftem Hemd heraus um mich hereinzulassen. Und mit Gleitgel, Laptop und Taschentüchern war das nicht so schwer zu erraten.„Erzähl … wie versaut ist er?“, fragte er und trank einen Schluck Wein.„Genauso versaut wie du“, erwiderte Sam und war froh, dass sie weit genug weg saß, denn Gabriel spuckte seinen Wein über den halben Tisch wieder aus.„Wow, das hätte ich nicht gedacht und vor allem dass seine Frau da mitmacht.“„Das tut sie nicht, denn das will sie nicht“, seufzte Sam, „und das belastet ihn ziemlich.“„Hm“, murmelte er und stocherte ebenfalls im Essen herum.Samantha hatte nicht das Recht, ihren Mann das zu fragen; das wäre zu weit gegangen. „Hast du ihm von uns erzählt?“, fragte er nach einer Weile des Schweigens.„Nein, nicht direkt. Vielleicht kann er sich einen winzigen Teil zusammenreimen, aber nein“, antwortete sie und fragte, ob ihn das gestört hätte.Mit ernster Miene sah Gabe ihr direkt in ihre Augen, bevor er grinsend den Kopf schüttelte. Eine Viertelstunde später saßen beide auf der geräumigen Couch und während sein Kopf auf ihrem Schoss lag, fing er erneut zu kichern an. Das hatte er nicht erwartet und nein, dieses Thema ließ ihn auch nicht mehr los.Verdammt Sam. Frag ihn doch, mehr als nein sagen kann er nicht, hörte sie den Teufel auf ihrer Schulter.Nein, frag ihn nicht, womöglich schadet das eurer Beziehung, meldete sich der Engel dazu.Ich hasse es, wenn ihr euch nicht einig werden könnt, seufzte Sam und schüttelte leicht den Kopf.„Honey?“, fragte Gabe und hob den Kopf um ihr in die Augen sehen zu können.„Gabriel?“„Ich höre deine Gedanken brodeln, rede mit mir.“„...“„Kann ich nicht.“„Du kannst mit mir über alles reden, das weißt du.“„Natürlich weiß ich das, aber ich kann dich das nicht fragen, ich will nicht … ich …“Gabe setzte sich auf und nahm ihre Hände in seine, während sich auf seinem Gesicht ein immer breiter werdendes Grinsen abzeichnete. Sie kannte diesen Gesichtsausdruck und antwortete mit einem skeptischen Blick.  „Ok, dann sag ich dir die Antwort auf deine Frage. Ja, du darfst.“Diese Worte noch nicht ganz realisiert, krabbelte sie in seinen Schoß und legte ihren Kopf schief und zog die Augenbrauen nach oben.„Ich darf? Um das richtig zu verstehen. Ich darf Misha bei seiner kleinen unerfüllten Fantasie helfen und du bist nicht sauer? Ist das nicht so etwas wie fremdgehen? Du gibst mir einen Freifahrtsschein? Wo ist der Haken? Willst du auch einen Freifahrtsschein? Ich würde nämlich nicht damit einverstanden sein, wenn du mit einer anderen Frau schlafen würdest.“ „Ziemlich viele Fragen“, lachte er, während seine Finger über ihren Rücken streichelten und nahm dann einen tiefen Atemzug, „ja du darfst ihm bei seiner kleinen Fantasie helfen und nein, ich bin nicht sauer, denn er wird ja auch nicht mit dir schlafen … hoffe ich zumindest und deswegen ist es auch kein Fremdgehen, denn wir haben vorher darüber geredet. Ja, du bekommst den Freifahrtsschein und nein, ich will mit keiner anderen schlafen, denn niemand kann mir das geben, was du mir gibst. Außerdem vertraue ich dir. Vielleicht werden wir ihn später zu unserem Sexsklaven machen.“Ihr Mann hatte die Fähigkeit, Samantha immer wieder aufs Neue zu überraschen und überwältigt von seinen Worten fiel sie ihm um den Hals.„Womit habe ich dich eigentlich verdient?“„Nein im Ernst; es ist in Ordnung für mich und ich weiß, dass du nichts tun würdest, das unserer Beziehung schadet und außerdem ist Misha in letzter Zeit komisch und unkonzentriert, vielleicht kannst du das ändern. Damit wäre uns allen geholfen.“„Niemals. Ich liebe dich, nur dich, für immer dich“, flüsterte sie und knabberte an seinem Ohrläppchen, „übrigens die Fantasie mit dem Sexsklaven hat mich gerade tierisch heiß gemacht, wie wäre es, wenn wir nach oben gehen und unsere eigenen Fantasien ausleben?“„Oh Honey“, stöhnte er in ihren Mund und die Kleidung verloren die beiden auf dem Weg ins Schlafzimmer.  Wow, dass es so einfach werden würde, damit hatte sie wirklich nicht gerechnet.Nur Misha wusste noch nichts von seinem Glück, aber Sam nahm sich vor, das gleich am nächstenTag zu ändern.   Schon von weitem sah sie ihren dunkelhaarigen Freund am nächsten Morgen vor dem Set stehen.„Sag mal Mish; findest du mich eigentlich attraktiv?“Misha verschluckte sich beinahe und sah sich um.„Du fällst aber auch gleich mit der Tür ins Haus. Warum fragst du?“Er küsste seine Freundin auf die Wange und wusste nicht genau, was sie jetzt von ihm hören wollte.„Eine einfache Frage; leicht mit ja oder nein zu beantworten.“So einfach war das nicht. Schließlich war Samantha die Frau von einem seiner besten Freunde. Aber da sie keine Anstalten machte, das als Antwort durchgehen zu lassen, zuckte er mit den Schultern und bejahte. Natürlich fand er sie anziehend.„Und du vertraust mir auch, oder?“Das war leicht zu beantworten und mit einer Handbewegung wischte er sich den imaginären Schweiß von seiner Stirn. Ob er gestern noch einen schönen Abend hatte, wollte sie dann wissen.Er hatte viel nachgedacht. Darüber was sie gesagt hatte. Dann hatten ihn diese Gedanken so geil gemacht und er hatte sich einen runtergeholt und dachte dabei an Samantha - was er ihr aber niemals in seinem Leben anvertrauen würde.Misha kratzte sich verlegen an seinem Kopf, denn es machte ihn nervös, als ihn Sam nur eine Weile stillschweigend ansah.„Eine letzte Frage noch. Würdest du das Thema gerne vertiefen?“Jetzt hatte sie es geschafft, dass Misha hektisch schluckte und errötete. Aber bevor er zu einer Antwort ansetzen konnte, kam Jared dazu und wollte wissen, warum er noch nicht in der Maske war. Verdammt; er hatte die Zeit übersehen. Immer noch etwas perplex hetzte er zu Karin’s Trailer und drehte sich am Eingang noch einmal um.„Und um auf die Frage zu antworten … ja, das würde ich sehr gerne.“„Habt ihr Geheimnisse?“Jared wurde neugieriger, aber Sam winkte ab, schüttelte den Kopf und machte sich auf den Rückweg.  Dort schnappte sie sich den Laptop und öffnete die Seite von ihrem Lieblingseinkaufscenter.
Okay ...
Ein kurzer Klick auf die Enter-Taste bestätigte ihre Bestellung und am nächsten Tag war Misha per Expresslieferung stolzer Besitzer eines Strap-on, Gleitgel und einer Intimdusche.Das Experiment konnte also starten und voller Vorfreude rieb die junge Frau ihre Hände. ‚Wenn du ein Paket bekommst, öffne es alleine‘, schrieb sie an ihren Freund und am späten Nachmittag bekam sie die zu erwartende Antwort.‚Bereit wenn du es bist‘Eine Stunde später klopfte sie an seine Tür und zugegeben, Samantha hatte verdammt schwitzige Hände.„Hey.“Ein nervöses Lächeln huschte über sein Gesicht, als er seine Freundin umarmte und eintreten ließ.Vielleicht würde es bei einem Glas Wein entspannter werden ... oder bei zwei.Daran zu denken, was auf ihn zukam, löste gemischte Gefühle in ihm aus. Die erste Frage war, ob Gabriel wirklich damit einverstanden war. Es war unfassbar.„Er vertraut uns beiden und das kann er auch“, antwortete Sam mit einer Bestimmtheit, die Misha nur stumm nicken ließ. Er war schließlich kein Teenager mehr und würde seine Hormone bestimmt unter Kontrolle halten können. Auf der anderen Seite war es schon einige Zeit her, dass er mit jemandem außer sich selber intim war und er hatte Angst, es zu vermasseln. Eine weitere Frage brannte auf seinen Lippen.„Du hast mir mal erzählt, du hattest noch niemals einen One-Night-Stand und noch nie Sex mit jemand, für den du nichts empfunden hast.“„Vielleicht bleibt es ja nicht bei einmal und um auf die zweite Frage zu antworten – ich würde so etwas auch nicht mir irgendjemanden machen. Ich habe Gefühle für dich, nicht vorrangig sexuelle, aber du bist mir sehr wichtig, du bist ein Teil meines Lebens. Wir sind uns gegenseitig attraktiv, also sind das die besten Voraussetzungen und außerdem wirst du ja auch nicht mit mir Sex haben sondern umgekehrt.“„Gute Argumente, wie sieht es mit küssen aus? Ich liebe küssen und Zärtlichkeiten“, schmunzelte er.Samantha nickte. Vergangene Nacht hatte sie sich lange den Kopf darüber zerbrochen, wie weit die beiden gehen konnten, so dass es für alle drei in Ordnung sein würde.„Wenn wir das machen, dann auch richtig. Aber du musst dir ein Safeword überlegen. Keine Sorge, ich werde dich nicht ans Bett binden und knebeln, aber du musst mir vertrauen können, dass ich sofort stoppen werde, wenn du es sagst und ich muss dir vertrauen können, es zu sagen, wenn du es brauchst und nicht irgendetwas mitzumachen, was du nicht willst.“Das fand er gut. Misha leerte sein Glas Wein in einem Zug und räusperte sich, nahm ihre Hände in seine.„Eine letzte Regel noch, oder vielmehr eine Bitte. Wenn du so laut bist wie Gabriel werde ich dich knebeln“, erwiderte sie ernst, aber war einigermaßen beruhigt, als er lachend den Kopf schüttelte.„Selbstverständlich. Es soll keiner mitbekommen, was wir hier treiben.“ Dann löschte er das Licht, zündete einige Kerzen an und schaffte eine gemütliche Atmosphäre. Das flaue Gefühl im Magen das er jetzt hatte, hatte er schon seit Jahren nicht mehr gespürt und er kam sich vor wie bei seinem ersten Date. Nach außen hin gab er sich immer cool und souverän, aber er vermisste es. Das Gefühl, berührt zu werden. Das Gefühl der Schmetterlinge im Bauch, das er jetzt bei Samantha hatte. Er fand die junge rothaarige Frau schon immer attraktiv und sie hatte sich für einen seiner besten Freunde entschieden. Und das war in Ordnung für ihn.Er war dankbar dafür, dass er ihr Freund sein durfte. Dankbar dafür, dass er jemanden gefunden hatte, mit dem er über alles reden, lachen, herumalbern aber auch weinen konnte.Als Gabe das Gedächtnis verloren hatte war es er zu dem Sam kam, um Trost zu suchen.Sie war zu einem der wichtigsten Menschen für ihn geworden. Und umgekehrt war es genauso.Oder als sie die Kampagne mit ihrem Brautkleid gestartet hatte, war es er, dem sie damit ohne zu Überlegen geholfen hatte.Das alles war für ihn mehr wert als alles andere und darum war er auch weder eifersüchtig noch besitzergreifend sondern genoss die Momente in denen er ihr nahe sein durfte; als Freund. Da beide noch ziemlich angespannt waren, zog er sie einfach zu sich und bewegte sich langsam zu leiser Musik.„Du riechst gut“, schmunzelte sie und legte den Kopf an seine Schulter.„Nice und clean für dich.“Das Kerzenlicht flackerte, als sich seine Hände hoben und sanft ihr Gesicht umfassten. Einen Moment sahen sich die beiden nur in die Augen, ohne ein Wort zu sagen, bis Misha an ihren Lippen flüsterte, wie dankbar er ihr war, dass sie das für ihn machte. Als sich ihre Lippen berührten, konnte Samantha nur daran denken, wie weich Misha’s Lippen waren.Langsam und zum Takt der Musik bewegten sich die zwei und als ihre Hand in seinen Nacken wanderte, entkam ihm ein leises Seufzen und er sah ihr noch ein letztes Mal in die Augen, bevor sich alle vier schlossen und die Lippen sich öffneten. Samantha ließ sich einfach treiben. Ihr Freund war ein fantastischer Küsser.  Es war Sam, die erneut die Initiative ergriff, denn es war wichtig, die Kontrolle zu behalten und es war schwierig, wenn er sie mit seinen Küssen schwindelig machte.Während sie ihm in die Augen sah, die trotz des spärlichen Lichtes heller leuchteten als Saphir, knöpfte sie sein Hemd auf, strich es von seinen Schultern und erforschte mit ihren Fingern seinen Oberkörper. Verdammt. Die Hitze nahm Samantha in Beschlag und ließ ihren Puls ansteigen.Misha war durchtrainiert, übersäht von Muskeln, die sich bei jeder Bewegung sichtbar abzeichneten; anders als ihr kleiner Teddybär, der überall weich war – in den sie sich hineinkuscheln konnte und sicher und geborgen fühlte.Es war nicht so, dass sie ihn noch nie oben ohne gesehen hatte; zuletzt beim gemeinsamen Grillen im Sommer vergangenen Jahres; aber sie hatte ihn noch nie so berühren dürfen.Sam hob ihre Hände, damit er ihren Pullover ausziehen konnte, öffnete dann seinen Gürtel undzog ihn aus den Schlaufen.„Das gefällt dir, oder?“, kicherte er und beide erinnerten sich kurz an die Filmszene mit Jensen.Misha schloss seine Augen erneut und biss sich auf die Unterlippe, als er Finger in seinem Schritt spürte, die auf dem Jeansstoff die Beule nachzeichneten, die von Sekunde zu Sekunde wuchs.Während Samantha Reißverschluss und Knopf öffnete musste sie still lächeln, denn sie sah es als Kompliment, dass er bereits hart war, ehe die beiden angefangen hatten. Ihre Lippen fanden sich wieder und ihre Zungen tanzten miteinander, während sich Haut gegen Haut drückte. Mit einem erwartungsvollen Blick hakte er seine Finger in ihren Hosenbund und seufzte erleichtert, als sie nickte. Nach einigen Augenblicken standen beide in Unterwäsche voreinander und nach einigen weiteren Augenblicken waren beide nackt.„Es gibt eine Gruppe in Facebook, die nennt sich Misha’s beautiful hipbones und ich muss sagen, sie haben recht“, grinste Sam und legte beide Hände an seine Seiten. Denn daran konnte man sich echt verletzen. „Nur meine Hüftknochen?“, lachte er nervös.„Ich könnte dich so fotografieren und das Bild hochladen, wenn du Bestätigung brauchst", kicherte Sam.Sie nahm einen tiefen Atemzug, der ganz langsam wieder ausgelassen wurde, als sie diesen schönen Mann von Kopf bis Fuß betrachtete. Verdammt sexy.Kann sein, dass ihr Blick ein wenig zu lange auf ihm ruhte, denn als er ihren Nacken umfasste und sie nahe zu sich zog, zuckte die junge Frau etwas erschrocken zusammen.   Dass das alles wirklich passierte war beinahe zuviel für sein kleines Herz, das so stark klopfte, dass er es im Kopf spüren konnte.„Darf ich dir ein Kompliment machen? Aber nicht falsch verstehen.“„Du kannst mir alles sagen, was du willst“, antwortete sie und legte ihre Hände auf seinen Hintern.„Du bist ziemlich sexy“, raunte er mit tiefer Stimme, während seine Lippen kleine Küsse auf ihren Hals verteilten.  
Oh mein Hals, ziemlich gefährliches Territorium
„Hmm …“ Ein genussvolles Stöhnen entkam ihr und ihre Hände vergruben sich in seinen dichten Haaren, als Sam den Kopf schief legte, um ihm besseren Zugang zu gewähren.Ehe Misha weiter gehen konnte spürte er einen leichten Schubs und landete auf dem Bett, lächelte schüchtern, als seine Freundin sich neben ihn kniete und ihn erneut mit brennenden Blicken  bombardierte.

----- CHAPTER BREAK -----

Sam leckte flach über seine Brustwarzen und erntete ein Stöhnen, bevor beide ein wenig zwischen ihren Fingern gedreht wurden; nicht genug um ihm wehzutun, sondern einen angenehmen Schmerz erzeugten, der ihn wimmern ließ. Erneut leckte und saugte sie daran und Misha bestätigte mit einem zufriedenen Knurren die Frage, ob er das mochte.Die nächste kleine Herausforderung kam dann, als er nach seiner Spielzeugkiste gefragt wurde.Mit etwas zittrigen Händen und schüchternem Blick holte er die grüne Plastikbox unter dem Bett hervor und stellte diese auf das Bett.„Bediene dich!“Sam staunte nicht schlecht, anhand der großen Auswahl.„Ich dachte nicht, dass du so versaut bist“, grinste sie und küsste ihn kurz auf die Lippen.„Ich von dir auch nicht“„Touché“, erwiderte sie und legte einige Sachen auf das Bett, fragte ihn was er am liebsten hatte und was er gar nicht mochte.„Mach mit mir was du willst, ich begebe mich in deine Hände.“Das war eine Aufforderung die Sam gefiel. Sie fragte ihn nach dem Safeword. Ein Wort, das im Rausch der Gefühle nicht leichtfertig über seine Lippen kam. Er entschied sich für das Ampelsystem.Grün für: Es geht mir gut. Gelb für: Mach weiter, aber drossle das Tempo und rot für: Reicht, hör auf. Ich kann nicht mehr. Aber dann ist es auch endgültig vorbei.“„Finde ich gut. Dreh dich um. Ich will dich auf Händen und Knien, Beine spreizen!“„Ich muss aber jetzt nicht Mistress zu dir sagen, oder?“, kicherte er und Sam platzierte kleine Küsse auf seine beiden Hinterbacken und murmelte, dass er sie doch so nennen sollte, wenn ihm danach war. Dieser Anblick erregte Sam. Misha, der vor ihr kniete – bereit, ihr sein Intimstes zu schenken.Sie wollte ihn verzweifeln und betteln sehen, wollte diejenige sein, die ihm das gab, was er brauchte. Er vertraute ihr und sie schwor sich, das zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.Langsam streichelte sie seine Wirbelsäule entlang und schmunzelte als Misha erschauderte. Jeder ihrer Berührungen folgte eine Muskelbewegung, die sie fasziniert beobachtete.Mit viel Gefühl und Hingabe knetete sie seinen Hintern, zog seine Backen auseinander und wieder zusammen – lockerte ihn.  „Entspann dich. Ich werde so langsam und vorsichtig wie möglich sein. Sag bitte sofort wenn etwas wehtut oder unangenehm ist. Ich stecke nicht in deiner Haut. Aber du bist ja keine Jungfrau mehr.Ich möchte, dass du deinen Kopf freiräumst und an nichts mehr denkst. Nur du und ich.“ Er genoss es, ihre warmen Hände auf seiner Haut zu spüren, bewegte sich leicht mit ihren Bewegungen, schloss die Augen, ließ sich treiben und sein Atem wurde ruhig und gleichmäßig.Das Klicken der Tube  brachte ihn wieder ins Hier und Jetzt und ließ ihn hart schlucken.Er spürte ihren Finger, der mit dem kalten Gel sanfte kreisende Bewegungen um seine Rosette machte und sich leicht dagegen drückte; spürte wie er eindrang und einen Schauer quer durch seinen Körper jagte.„Oh Gott, ja“, murmelte er und vergrub seine Hand in das Kissen.Als ein zweiter Finger folgte, zuckte er nicht einmal, sondern reckte sich ihr gierig entgegen. „Da hat jemand Übung“, schmunzelte sie und tätschelte seinen Hintern.Nach und nach öffnete sie ihn für sich und probierte alles aus, was ihr zwischen die Finger kam.Immer wieder berührte sie auch seine anderen erregbaren Stellen und er dankte es ihr mit unterdrückten Geräuschen, die sich in Windeseile in ihrem Körper ausbreiteten.„Alles okay?“Er sah über die Schultern und nickte. Trotz der spärlichen Beleuchtung sah sie, dass sein Gesicht eine rötliche Farbe angenommen hatte, sein Atmen tiefer und schneller war und in seinen Augen deutlich zu lesen war, wie sehr er es genoss.Es war einfach nur wundervoll und unglaublich erotisch. Ein kurzer Schrei, den er mittels des Kissens dämpfte zeigte ihr, dass sie behutsam vorgehen musste, um ihren Freund noch etwas länger in diesem Zustand treiben zu lassen.Einige Augenblicke später hatte sich sein leises Stöhnen mit ungeduldigem Keuchen gemischt und seine Hüften bewegten sich automatisch sich mit ihr.„Nein, nein, ich will dass du ganz ruhig bleibst und dich nicht bewegst“, sagte sie, entfernte ihre Finger und fragte mit einem Grinsen, ob das etwas henochisches gewesen war, da er etwas Unverständliches brummte.„Bitte mach weiter“, knurrte er mit tiefer, belegter Stimme.Seine Beine begannen zu zittern als sie über seine  Oberschenkelinnenseiten streichelte, seine Hoden sanft rollte und den Vibrator tief in ihm versenkte. Misha versuchte seine Geräusche so gut es ging zu unterdrücken, was ihm nicht immer gelang.Es fühlte sich einfach zu angenehm und intensiv an und seine Augen füllten sich mit Wasser, als er von diesen Emotionen überrollt wurde. Es war ihm ein wenig unangenehm, aber er konnte sich nicht helfen.„Dreh dich um; ich will dich sehen!“Es erfreute Samantha, ihn so zu sehen. Seine Lippen zitterten leicht, er sah so glücklich und zufrieden aus. Beinahe schon andächtig nahm sie sich eine Weile um ihn nur anzusehen, bis er sich unter ihrem brennenden Blick wand und unruhig wurde.„So sexy“, flüsterte sie und biss sich zittrig seufzend auf die Unterlippe.Für Sam wurde es immer schwieriger, ihre Beherrschung nicht zu verlieren und einige Male musste sie sich sammeln, um ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Mit ihren Händen auf seinen Knien spreizte Samantha Misha’s Beine und konnte nicht anders, als dazwischen abzutauchen, um ihn zu kosten. „Oh Gott, ja ...“Die ekstatischen Gefühle, die seine Freundin bei ihm auslöste, machten ihn atemlos und auch immer hemmungsloser. Sein Rücken wölbte sich und Misha versuchte jeder Empfindung nachzujagen. Aber das hatte nur zur Folge, dass Samantha eine erneute Pause einlegte. Dieses Spiel wurde noch zweimal wiederholt, ehe er es kapiert hatte. Sam hatte das Kommando und würde es sich auch nicht nehmen lassen und Misha genoss es, sich fallenzulassen und an nichts denken zu müssen – denn genau das war es, was er wollte. In seinem Leben herrschte Tag für Tag das Chaos und er war ausgebrannt und müde – aber in diesem Moment musste er sich über nichts Sorgen machen. Er konnte einfach nur daliegen und genießen; wieder neue Kraft schöpfen. Misha war so dankbar, dass er jemanden gefunden hatte, der das verstand. „Ich komme … gleich“, keuchte er mit glasigem Blick, seine Hände tief im Bettlaken vergraben, denn diese Gefühle, die wie kleine Feuerwerke in seinen Nerven explodierten waren so stark, dass er nicht mehr länger durchhalten konnte, auch wenn er es gewollt hätte.„Nein, tust du nicht“, schmunzelte sie. Seine Sinne schwanden; konzentrieren konnte er sich schon lange nicht mehr. Es war, als hätte sie sechs Hände, die ihn zum Beben und Vibrieren brachten. Während Samantha seine Brustwarzen mit ihrer Zunge stimulierte, packte er sie bei den Haaren und gab ihr mit einem Knurren zu verstehen, dass sie es beenden sollte, denn ansonsten würde er seinen verdammten Verstand verlieren. Einen Augenblick lang musste Sam überlegen, denn sie hatte eigentlich etwas anderes vorgehabt. Aber diesen Wunsch wollte sie ihm nicht abschlagen, nachdem er sie förmlich angebettelt hatte. Misha‘s Augen waren weit aufgerissen und starrten zur Decke als ihn eine Welle nach der anderen so weit weg trug, dass es ihm schwer fiel, sich auf Samantha zu fokussieren.Mit dem Handrücken an seinen Mund gepresst und mit der anderen Sam‘s Hand umklammert, ließ er alles los was sich in den letzten Wochen, Monaten, vielleicht sogar Jahren aufgestaut hatte.„Fuck Misha, wenn du dich jetzt sehen könntest.“Nachdem sie ihn sauber gemacht hatte und er etwas trank, gönnten sich beide ein paar Minuten Ruhe. Sam lag auf seiner Brust und lächelte sanft, während zärtliche Finger durch ihre Haare streichelten. „Das war wundervoll“, murmelte er verträumt und auch etwas müde. Seit Jahren war es das schönste sexuelle Erlebnis das er gehabt hatte. Mit seiner Freundin. Er war sich 100 Prozent sicher, dass es kein Mann geschafft hätte und diese Tatsache brachte die Tränen zurück in seine Augen.Es machte ihn schwach. Aber es war ihm egal; im Gegenteil – Misha ging in diesem Gefühl auf. Samantha liebte diese Tatsache, dass er so sensibel und empfänglich für jede Berührung war.„Nicht einschlafen, wir sind noch nicht fertig.“„Nicht?“, fragte er überrascht und schaute sie mit großen Augen an, als seine Freundin den Kopf gehoben hatte und ihm zuzwinkerte.„Hast du dein Paket nicht geöffnet?“Bei dem Gedanken daran erwachte sein bestes Stück zwischen seinen Beinen wieder zum Leben.Er hatte keine Ahnung, ob er nochmal konnte, aber er wollte es auf jeden Fall ausprobieren ...„Ok mein Lieber, wie hättest du es gerne?“Das sah verflucht rattenscharf aus, als er seine Freundin mit diesem Gummischwanz sah, den sie sich umgeschnallt hatte. Verlangend biss er sich auf die Unterlippe. Er wollte sie dabei auf jeden Fall ansehen.Sam hatte sich für ein Modell entschieden, ohne extra Dildo für die Frau. Aus dem ganz einfachen Grund, weil sie dachte sich so mehr unter Kontrolle zu haben und sich außerdem  für ihren Mann aufsparen wollte. Es war nicht das Ziel, dass sie einen Orgasmus hatte, sondern es ging alleine um Misha. Die zusammengefaltete Bettwäsche platzierte sie unter seinem Hintern, um es ihm so angenehm wie möglich zu machen. Misha winkte mit dem Zeigefinger. Er wollte sie küssen und berühren. War es anfangs noch schüchtern und vorsichtig, war dieser Kuss jetzt gierig und fordernd; brachte Sam’s Nerven zum Vibrieren.Sein Kopf sank tief in das Kissen und seine Augen schlossen sich, als er Lippen auf seinem Hals spürte, die immer weiter abwärts wanderten. Zärtliche Küsse und sanfte Bisse. Einen Moment lang wurde er traurig, denn das würde sich bestimmt nicht wiederholen. Gabriel würde das auf keinen Fall zulassen. Aber er besann sich, denn gerade deshalb wollte er das so lange wie möglich genießen, bevor ihn ihr nächstes Kommando wieder aus den Gedanken holte.„Knie an die Brust; so wie es für dich am angenehmsten ist.“ „Oh Gott!“Schmerzerfüllt stöhnte der dunkelhaarige Mann auf, als er den Eindringling spürte und automatisch verkrampfte er – bekam sogar ein klein wenig Panik. Das konnte nicht funktionieren. Verschiedenste Gedanken rasten durch seinen Kopf. Das konnte nicht funktionieren ... und ... Samantha gab sich so viel Mühe und er enttäuschte sie ...„Entspann dich Misha, lass mich rein. Weiteratmen. Sieh mich an, öffne deine Augen.“Die durch zusammengepresste Zähne eingezogene Luft war kalt und ein Schaudern ging durch seinen Körper, aber er suchte ihre Hand und drückte diese, bevor er nickte.Samantha dachte zurück an das erste Mal mit Gabriel. In dieser Position hatte es bei ihm auch nicht auf Anhieb geklappt und so fragte sie, ob er sich auf den Bauch legen wollte; bekam aber nur ein Kopfschütteln als Antwort.Warum er sich nicht entspannen konnte, wusste er selber nicht. Das war ihm alles ein wenig peinlich. „Ok, warte kurz, ich hab etwas“, schmunzelte sie und stand auf um in ihrer Tasche zu kramen.Vor nicht allzu langer Zeit hatte sie etwas im Internet gelesen und diese Idee sofort in ihrem Hinterkopf abgespeichert. Was sie dann herauszog, hatte zur Folge, dass sich Misha‘s Stirn in skeptische Falten legte. Es war eine kleine Plastikspritze, welche mit irgendetwas Durchsichtigem gefüllt war.„Ich werde dir Gleitmittel hineinspritzen. Keine Sorge, es könnte etwas kalt sein, aber es wird angenehmer – das verspreche ich.“Im Nu zeigte sein erschlaffter Penis auch wieder großes Interesse und richtete sich langsam auf.„Wie fühlt es sich an?“„Sehr angenehm; fast wie ein Einlauf. Ich hatte das Gefühl schon vergessen. Oh Baby, das ist der Wahnsinn“, flüsterte er mit verklärtem Blick und drückte ihre Hand.„Du hast Erfahrung damit?“, fragte sie und hob interessiert die Augenbrauen.„Früher, ja. Schon lange nicht mehr gemacht“, stöhnte Misha, worauf Samantha nickte.  „Halte es drinnen, sonst ist es umsonst“, kicherte die junge Frau, als die Flüssigkeit seine Schenkel entlanglief.„Ja, sorry.“Es war nicht das erste Mal für Misha und er dachte, geübt darin zu sein, Sachen verschwinden zu lassen. Aber das hier war anders. Er hatte keine Kontrolle darüber und zugegeben – der künstliche Schwanz war auch nicht unbedingt klein.Reflexartig hielt er die Luft an nickte aber Sam zu, als er erneut gefragt wurde, ob alles in Ordnung war. Der zweite Versuch brachte ein Stöhnen hervor, das alles andere als schmerzvoll klang. Er hatte keine Schmerzen; verspürte nur einen enormen Druck.Aber Samantha machte alles so langsam, mit viel Geduld und unglaublich viel Gefühl, dass er sich schnell entspannen und zu genießen anfangen konnte.  
So tief … oh Gott, so tief
Glückshormone überwältigten ihn in Sekundenschnelle und die Hitze, die seinen Körper zum Schwitzen brachte, zwang ihn, kurz seine Augen zu schließen.  Dann, ein erneuter Blitz, der ihm den Atem raubte, als zielsicher seine Prostata stimuliert wurde und mit unruhigen Bewegungen versuchte er mehr davon zu bekommen.„Halt still. Ich will dir nicht wehtun“, grinste sie und er brachte ein Kopfschütteln zustande. Das war so wunderbar. Zitternd stützte er sich auf seine Unterarme um zuzusehen, wie seine Freundin immer wieder rein und raus flutschte; verlangte es schneller und härter.   Sam musste sich auf etwas anderes konzentrieren, aber das war unmöglich. Die kleinen Muskelpakete, die eine Hügellandschaft auf seinem Bauch bildeten, hoben und senkten sich bei jeder Bewegung; die dunklen Haare, die in einem schmalen Streifen von seinem Bauchnabel abwärts führten, zitterten wie Espenlaub im Wind. Seine Brust war fest und straff und auch dort war ein leichter, dunkler Flaum zu erkennen und seine Haare, die ohnehin schwer zu bändigen waren, standen in alle Richtungen von seinem Kopf ab. Die hellen, glänzenden Perlen, die sich aus seinem Penis drückten, wurden immer mehr und mit Hingabe verrieb Samantha seinen Saft, um ein glitschiges Geräusch zu erzeugen, das Misha erneut aufstöhnen ließ, als sein Schwanz so liebevoll massiert wurde.Die nächsten Minuten gab Sam ihr Möglichstes um ihm einen wunderbaren Orgasmus zu bescheren. Selbstvergessen verschlang er ihre Hand mit seiner und ein letztes Mal sah er seiner Freundin in die Augen, ehe seine sich schlossen und sein Körper sich automatisch tiefer in die Matratze drückte. Beinahe schmerzhaft zogen seine Hoden sich zusammen und voller Verzweiflung biss er sich auf die Unterlippe, um seine Lust zu unterdrücken, als ein Erdbeben durch seinen Körper polterte.Sam hatte Mühe, sich in ihrem zuckenden und wimmernden Freund zu halten. „Ja, genau so, das ist es“, flüsterte sie, „lass dich fallen, ich hab dich, gib mir alles.“Seine Finger gruben sich stärker in ihr Fleisch, aber das war ihr egal. Als er wieder zu Atem gekommen war, Samantha sich ihres Strap-on entledigt hatte und ihren Freund saubergemacht hatte, kuschelte sie sich an ihn.„Wow“, kam es flüsternd über seine Lippen.„Das kannst du laut sagen“, grinste die Rothaarige und drückte einen Kuss auf seine Wange.„Bitte bleib noch einen Moment.“Sanft glitt seine Hand über ihre weiblichen Kurven und er hätte sich gewünscht, dass sie bei ihm geblieben wäre.Ausgepowert aber glücklich genossen die beiden die Nähe zueinander, bevor die junge Frau aufstand.„Danke, das war unglaublich geil.“„Danke, dass ich dich auf diese Weise fertigmachen durfte“, kicherte sie und wuschelte durch seine verschwitzten Haare. „Und genug trinken!“, rief Samantha noch, bevor die Türe geschlossen wurde, und die junge Frau sich auf den Heimweg zu ihrem Mann machte.Ungeduldig schaltete er durch die verschiedenen Kanäle des Fernsehers, denn konzentrieren konnte er sich ohnehin nicht. Natürlich drehten sich seine Gedanken nur um Misha und seine Frau.Zuviel wollte er sich aber auch nicht hineinsteigern, denn schließlich hatte er zugestimmt. Wenn auch – zugegeben – Samantha zuliebe. Dass sie nichts Unüberlegtes machen würde, das wusste er; er vertraute ihr. Gabriel liebte sie und deshalb gönnte er ihr das Spiel mit einem anderen Mann, aber er hätte gerne Mäuschen gespielt.„Hey Gabe“, grüßte Sam, worauf er sofort aufsprang und seine Frau in eine feste Umarmung nahm,„ja ich weiß, ich rieche komisch, komm mit duschen.“„Bist du …?“, fragte er vorsichtig, als er dabei war, ihren Arm einzuseifen.„Nein“, antwortete sie, küsste ihn zärtlich und die nächsten Worte flüsterte sie ihm ins Ohr. Nämlich, dass sie verdammt geil war.Es war eine Erleichterung für ihn, dass sie keinen Orgasmus hatte und diese Gewissheit machte sich sofort zwischen seinen Beinen bemerkbar. Das, und die liebevollen und zärtlichen Berührungen seiner Frau. ** Im nächsten Kapitel ...Wenn zu Reden dazu führt, die Hosen fallenzulassen

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