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Die Feenkaiserin Mina

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|| Erzähler Sicht ||Das Königreich Fiore, ein neutrales Land mit 17 Millionen Einwohnern und eine Welt voller Magie. Mit dieser Magie wird ganz gewöhnlicher Handel betrieben und sie ist tief im Alltag der Menschen verwurzelt. Um diese Art von Handel zu betreiben müssen sich Magier in sogenannten Gilden zusammen tun. In diesen Gilden können sie dann Geld durch Aufträge erhalten, welche mit Monsterbekämpfung, Diebstählen oder ähnlichem zu tun haben können, oder sie können einfach mit den anderen Magiern etwas Zeit verbringen.Ganz oben in einer Gilde ist der Gildenmeister. Er entscheidet wer der Gilde beitritt, welche Aufträge aushängen und welche Magier einen Rang aufsteigen dürfen.Unter dem Gildenmeister stehen die Mitglieder der Gilde, also die Magier. Hier gibt es zwei Ränge die ein Magier haben kann. Zum einen gibt es den normalen Magierrang, den jeder Magier beim Betreten einer Gilde bereits besitzt. Wenn der Magier sich als würdig genug erwiesen hat, beispielsweise durch ablegen einer Prüfung, kann er vom Gildenmeister einen höheren Rang erhalten, der sich S-Rang nennt.Soweit das. Doch diese Geschichte handelt nicht hiervon.Diese Geschichte, die ich euch nun erzählen möchte, handelt von einer Magierin einer starken und sehr berühmten Gilde in Fiore. Sie hat den S-Klasse Rang erreicht und hat die Erlaubnis ganz bestimmte Aufträge anzunehmen. Welche das sind erklärt sich noch im Laufe dieser Geschichte. Doch wollen wir nun beginnen. Es begann alles im Jahre 763, als die Magierin das Licht der Welt erblickte. Doch wir wollen hier nicht ansetzen. Nein. Die Geschichte, die ich euch erzählen möchte, setzt viel später an. Um genau zu sagen setzt die Geschichte im Jahre 784 im Land Fiore an.Der momentane Standpunkt lautet Dijonx, aber verändert sich kontinuierlich, da die beiden Personen seit fast einem Jahr ständig umherreisen. Dijonx ist ein dicht bewaldetes Dorf im Westen von Fiore ist. Eher gesagt befindet sich das Dorf in einem sehr dichten Wald. Die Baumkronen reihen sich dicht aneinander, weshalb nur relativ wenig Sonnenlicht durch die Blätter dringt. Aus diesem Grund stehen jede Menge Laternen, vor jedem Haus mindestens 2, im Dorf die dauerhaft leuchten. Doch nicht nur die Laternen spenden Licht in diesem kleinen Dorf, sondern auch Lichterketten. Diese Lichterketten leuchten dank Lacrima-Kristallen. Lacrima sind Kristalle, welche die Fähigkeiten besitzen magische Energien zu speichern und diese auch abzugeben. Sie können dabei auf verschiedene Art und Weise genutzt werden, entweder als Energiespender für magische Waffen oder um Personen den Zugang zu einer bestimmten Magie zu ermöglichen, aber das wisst ihr ja bereits, weshalb ich das nicht weiter ausführen muss.Hier in diesem Fall dienen die Lacrima-Kristalle, dank Feuer- und Blitzmagie, als wunderbare Lichtspender und erhellen somit das düstere Dorf. Durch die ganzen Lichter wirkt es auch ziemlich einladend und gemütlich, obwohl sich das Dorf inmitten eines Waldes befindet.Doch leider wird diese schöne Szenerie durch einen gewaltigen Krach gestört, dem das Zusammenfallen von Häusern folgt. Begibt man sich zu der Geräuschsquelle entdeckt man eine Menschenmenge die vor einem zertrümmerten Haus steht. Von diesem Haus, oder was davon übrig ist, aus hat man einen Blick auf eine ganze Reihe weiterer zerstörter Häuser, die alle von dem einen Haus ausgehen.Inmitten des ersten zerstörten Hauses steht eine junge Frau, die 20 Jahre alt ist. Sie hat lange, glatte schwarze Haare, die sie offen trägt. Von der Länge her gehen sie bis zur Mitte ihres Rückens.Ihr ohnehin heller Teint wirkt nun noch heller, da sie beim Anblick dieser Zerstörung kreidebleich anläuft.Ihr Blick verharrt jedoch nicht auf der Zerstörung sondern eher auf dem Mann, der völlig desinteressiert die Zerstörung hervorgerufen hat und seelenruhig weitergeht. Ihre hellblauen Augen verfinstern sich daraufhin etwas und bohren sich förmlich in den Rücken des Mannes, welcher sich mit seiner Hand durch sein längeres orangebraunes Haar fährt, welches er leicht zurückgeworfen hat.Nachdem ihre Haut wieder etwas Farbe gewonnen hat stampft sie wütend zum Mann, der diese Zerstörung verursacht hat. Dabei schwingt ihr grüner Umhang hin und her, sodass man ihre schwarze Hose, ihre schwarzen Stiefel und Teile ihres weißen T-Shirts erkennen kann. Dadurch kann man ebenfalls erkennen, dass sie eine schlanke und zierliche Statur hat.Ihre Hände ballen sich zu Fäusten, als sie den Namen des Mannes schreit: „GILDARTS!“Dieser ignoriert die Schreie der jungen Dame jedoch, was sie noch mehr zur Weißglut treibt. Sie beschleunigt also ihren Schritt und packt den Angesprochenen mit ihrem rechten bandagierten Arm am Kragen seines schwarzen Umhangs. An diesem Arm schimmert ein silbernes Armband mit vielen Anhängern. Durch den Griff bleibt Gildarts stehen und wendet sich zu ihr herum. Seine dunklen Augen treffen auf die hellblauen Augen der Frau, wobei er zu ihr hinab sehen muss, da sie ihm bloß bis zur Brust reicht. Im Vergleich zu ihr wirkt er von der Hautfarbe etwas dunkler, aber nicht sonderlich. Nun zieht Gildarts die Augenbraue hoch ehe er fragt: „Was schreist du hier so rum?“Das bringt das Fass der Frau zum Überlaufen, weshalb sie ihm mit der Faust einen über den Schädel haut. Er gibt ein kurzes ‚Au‘ von sich ehe er mit seiner Hand seine nun entstandene Beule am Kopf berührt. Dadurch hat man einen Blick auf seine dunkelblaue Hose und seine grauen Stiefel. Jedoch trägt er kein Oberteil, sodass man sein schwarzes Gildenzeichen auf der Brust erkennen kann. Gildarts muskulöse Statur kann man nun ebenfalls erkennen.„Willst du mich verarschen?! Es hat einen guten Grund warum ich hier so rumschreie!“, meint die Frau wütend.„Und der wäre?“Nun zeigt sie hinter sich und meint stinksauer: „Du hast 5 Häuser zerstört! Und warum?! Nur weil du zurück ins Hotelzimmer willst!“„Die Häuser waren mir halt im Weg.“„Dann geh halt um die herum, als durch sie hindurch! Musst ja nicht mit deiner Magie alles zerstören!“„Reg dich mal ab, Mina. Sonst kriegst du noch Falten im Gesicht.“, meint Gildarts lachend und geht unbeirrt weiter.„Ist das dein Ernst?!“, gibt Mina empört von sich. Doch dann vernimmt sie ein Räuspern hinter sich, weshalb sie sich genervt umdreht.Hinter ihr steht der Bürgermeister von Dijonx und er wirkt alles andere als glücklich. „Fräulein Dreyar, wie gedenken Sie den Schaden wieder gut zu machen?“„Ich? Entschuldigen Sie, aber wieso sollte ich den Schaden wieder gut machen? Ich hab die Häuser schließlich nicht zerstört.“, gibt die junge Magierin von sich und stemmt empört ihre Hände in die Hüften.„Allerdings war es Ihr Bekannter.“„Dann gehen Sie zu ihm!“„Dieser hat sich jedoch bereits aus dem Staub gemacht.“Verwundert dreht sich Mina um um feststellen zu müssen, dass der Bürgermeister recht hat.‚Ich bringe ihn um!‘, denkt sie sich und dreht sich wieder zum Bürgermeister um. „Und was wollen Sie jetzt von mir?“„Naja... einer muss ja den Schaden begleichen.“, meint er lächelnd und reibt sich bereits die Hände aneinander.Ihr Auge fängt nun an zu zucken, als sie ihren Geldbeutel hervorholt und bereits öffnet.„Wie viel?“, fragt sie genervt und der Bürgermeister grinst nun.*.*~.*~* Time Skip *~*.~*.*Wütend stampft Mina in das Hotelzimmer von Gildarts und ihr.„Gildarts!“, ruft sie, als sie die Zimmertür zu knallt. Dieser pfeift jedoch bloß vor sich hin anstatt Mina zu antworten. Sie geht nun zur Geräuschsquelle und findet den S-Klasse Magier auf dem Sofa liegend vor. Die junge Magierin entledigt sich zuerst ihres grünen Umhangs, der etwas mitgenommen aussieht, und legt diesen aufs Bett im Schlafzimmer. Danach geht sie zurück ins andere Zimmer, wo sich Gildarts befindet. Nun sieht man auch, dass sie über dem weißen T-Shirt eine Art schwarze Weste, jedoch ist diese aus einem dünneren Stoff. Um ihren Hals trägt sie einmal graue Kopfhörer und eine dünne goldene Kette mit einem Anhänger, der wie ihr Gildenzeichen aussieht, bloß in gold anstatt wie ihres in blau und das sich auf ihrem rechten Oberarm befindet.Gildarts sieht Mina kurz an und muss sehen wie sie ihre Arme vor der Brust verschränkt. Dadurch hört er auf zu pfeifen. „Ist was?“„Wo ist dein Geld?“, stellt sie bloß als Gegenfrage, weshalb er sie verwundert ansieht.„Wozu willst du das wissen?“, fragt Gildarts nun und setzt sich auf.„Weil ich wegen dir 5.500.000 Jewel abdrücken musste, obwohl ich nichts gemacht habe!“„Echt? Wieso das?“„Wegen den Häusern, die du zerstört hast!“, gibt Mina gereizt von sich. Dann erblickt sie Gildarts Geldbeutel und nimmt sich aus diesem den entsprechenden Betrag raus.„Hey! Das ist noch immer mein Geld!“ „Ach komm! Dein Auftrag wird das eh doppelt und dreifach reinbringen. Apropos... wann befasst du dich eigentlich wieder mit deinem Auftrag?“, will die Magierin nun wissen.„Wenn du meine Hilfe nicht mehr benötigst.“„Wie oft soll ich es noch sagen? Ich brauche deine Hilfe nicht! Ich hab dich nicht mal um Hilfe gebeten! Meinetwegen kannst du es auch gerne dem Alten sagen und dich dann wieder mit deinem Auftrag beschäftigen. Ist ohnehin wichtiger als meine Probleme.“„Makarov hat mich darum gebeten dir zu helfen, also wirst du mich solange nicht los. Und du irrst dich. Das ist wichtig und das weißt du selbst.“„Jaja, tu was du nicht lassen kannst.“, meint Mina bloß und verdreht ihre Augen, als sie das Geld wegsteckt. Dann geht sie wieder ins Schlafzimmer und steckt den Geldbeutel in ihre schwarze Tasche. Anschließend tritt sie aus dem Schlafzimmer und macht die Schiebetüren zu die die beiden Zimmer voneinander trennen.Nun wendet sich Mina Gildarts zu, der sich im Ohr herumbohrt. Sie schüttelt daraufhin ihren Kopf und geht in Richtung Tür.„Ich bin meditieren.“, sagt sie kurz und verlässt ohne auf eine Antwort zu warten das Zimmer.Anschließend begibt sie sich nach draußen um dort dann aufs Dach zu gelangen.„Mirror Walk“, murmelt sie als ein Spiegel vor ihr erscheint. Dieser ist genauso groß wie sie und lässt sich betreten. Desinteressiert geht sie durch diesen hindurch und befindet sich daraufhin auf dem Dach des Hotels. Dort lässt sie sich im Schneidersitz nieder und faltet ihre Hände zusammen. Dann atmet sie tief durch und schließt langsam ihre Augen. Langsam wird ihre Umgebung leiser und sie vernimmt nur noch das Rauschen der Blätter im Wind. Doch bald ist auch dieses Geräusch verklungen. ———————————————Nun ist nur noch das Geräusch von Wassertropfen zu hören, die auf eine Wasseroberfläche hinunter tropfen. Vorsichtig öffnet Mina ihre Augen, um ein schwarzes Nichts vor sich zu entdecken. Jedoch sitzt sie nicht im Nichts sondern sie sitzt auf Wasser, welches keinen Grund zu haben scheint. Augenblicklich weiß sie wo sie sich befindet.„Na? Wolltest du mich mal wieder besuchen kommen?“, erklingt eine weibliche Stimme aus dem Nichts.„Nein, eigentlich nicht. Ich wollte bloß meditieren.“„Aber Feenkaiserin, du bist dennoch hier.“Nun biss sich Mina auf die Unterlippe. Feenkaiserin. Wie sehr sie diesen Titel doch hasst. Einen Titel den sie eigentlich nicht verdient hat.„Ach lass mich in Ruhe.“, meint Mina nun kühl zu der Stimme, die scheinbar aus allen Richtungen kommt.„Wieso so schlecht drauf?“„Wieso so nervig?“, stellt die Feenkaiserin eine Gegenfrage.Nun kommen ihr dunkelbraune Haarsträhnen ins Blickfeld, die scheinbar von oben herunterhängen. Auch die Stimme scheint sich einigermaßen verfestigt zu haben und kommt nun vom Ausgangspunkt der Haarsträhnen.„Ach, wieso nervig? Ich bin nur überglücklich, dass du mich mal wieder besuchst, Mina-chan.“Mina-chan. Das ist der einzige Name den Mina noch schlimmer als ihren Titel Feenkaiserin findet.Sie seufzt nun etwas und richtet ihren Blick etwas weiter nach oben. Dort sieht sie eine Frau, die kopfüber vor ihr schwebt. Sie gleitet nun etwas weiter runter, sodass die Köpfe der beiden Frauen auf gleicher Höhe sind. Das bewirkt jedoch, dass die Haare der anderen Frau nun das Wasser berühren und auf der Wasseroberfläche gleiten, da ihre glatten dunkelbraunen Haare normalerweise bis über ihr Gesäß reichen.Ihre Haut ist genauso hell wie die von Mina, wenn nicht sogar noch bleicher. Dies bezweckt, dass sie beinahe so bleich wie ihre Kleidung ist. Ihre Kleidung besteht allerdings nur aus einem schneeweißen Kleid mit weißen Ärmeln. Es ist nicht enganliegend sondern relativ locker. Doch anstatt, dass es herunterhängt, so wie es die Schwerkraft verlangen würde, liegt es noch immer an ihrem Körper und bedeckt somit was es bedecken soll. An ihren Füßen trägt sie nichts und ihre Beine lässt sie locker über Minas Kopf in der Luft gleiten. Mit ihren roten Augen will sie Mina durchlöchern, was ihr allerdings nicht gelingt.„Das ist aber kein freiwilliger Besuch, Akira. Also lass mich in Ruhe.“, und damit schließt Mina ihre Augen wieder. Doch das scheint Akira nicht zu stören.„Sei doch nicht so feindselig zu mir.“, erklingt Akiras Stimme ehe Mina zwei Hände an ihren Wangen spürt.Genervt öffnet sie wieder ihre Augen und blickt erneut in Akiras rote Finsternis. Nun sitzt Akira genau vor Mina auf dem Wasser. Ihre Haare liegen über ihrem Rücken und über Minas Schultern auf.„Du weißt doch, dass es so einfach sein könnte.“, gibt Akira von sich. Nun verändert sich allmählich ihre Form. Ihre Haut und ihr Haar werden komplett schwarz und das Kleid verschwindet von ihren Leib. Doch noch etwas verändert sich mit ihrem Körper und ihrem Haar. Sie besitzen nicht mehr die Konsistenz von Körper und Haar, sondern werden allmählich zu einer dicken schwarzen Klebemaße, die sich immer mehr in Flüssigkeit auflöst.Ihre roten Augen sind nun komplett weiß, als sie sich vorbeugt um etwas in Minas Ohr zu flüstern.„Du musst mir nur freie Hand lassen.“, murmelt Akira und Mina spürt wie sich die Klebemaße weiter um sie legt. Sie atmet kurz ein und schließt ihre Augen, bevor sie Akira von sich wegstößt sodass sie als Klebemaße von ihr ablässt. Auch die Flüssigkeit ist von Mina ab. Akira taucht daraufhin lachend im Wasser unter und taucht wieder in ihren normalen Form auf.Ihre roten Augen wirken spöttisch.„Hattest du etwa Angst, Feenkaiserin?“„Vor dir? Ganz sicher nicht.“„Das solltest du aber, denn du weißt...“, fängt Akira an, als sie plötzlich hinter Mina ist und diese von hinten umarmt. Dann flüstert sie ihr ins Ohr: „... dass ich dein schlimmster Alptraum bin, oder?“———————————————Nun hört Mina Gildarts Stimme, die nach ihr ruft. Augenblicklich zuckt sie zusammen und reißt die Augen auf. Sie schaut sich um und stellt fest, dass sie wieder auf dem Dach des Hotels in Dijonx.Verwundert wendet sie ihren Kopf zur Seite um Gildarts zu sehen der neben ihr steht.„Was willst du? Ich sagte doch, dass ich meditiere.“„Das war vor 3 Stunden.“, meint Gildarts daraufhin und deutet zum Himmel. Überrascht schaut Mina hoch zu den Baumkronen um leicht zu erkennen, dass die Sonne langsam unter geht.„Oh. Achso.“„Hast du Lust mit feiern zu gehen?“„Feiern? Was verstehst du denn unter feiern? Du bist ja doppelt so alt wie ich.“, meint Mina nur und zieht verwundert ihre Augenbraue hoch.„Ach komm das wird witzig!“„Sicher nicht! Außerdem könntest du mein Vater sein! Da hab ich nicht wirklich Lust mit dir feiern zu gehen.“„Na gut. Wenn du es dir allerdings anders überlegen solltest, dann komm einfach nach.“, und damit springt Gildarts vom Dach.„Wo ist diese Party denn?“, fragt Mina nach und schaut hinunter. „Gleich da hinten.“, deutet Gildarts an, weshalb Mina nickt.„Mach aber nichts kaputt! Ich bezahle diesmal nichts.“„Dir ist aber bewusst, dass du mir noch was schuldest.“„Bitte?“, fragt Mina empört.„Wegen der Sache mit dieser kleinen Gilde, wo du so ein Theater abgezogen hast.“„Welche kleine Gilde?“, will Mina wissen, doch dann fällt es ihr selbst wieder ein, „Meinst du etwa diese Gilde namens... wie hieß sie nochmal? Ach genau! Meinst du wegen Sabertooth?“„Genau! Du kannst froh sein, dass ich Makarov nichts darüber sagen werde.“„Jaja.“, meint sie daraufhin genervt.„Vielleicht komm ich gleich nach.“, gibt sie dann von sich.„Komm spätestens in 3 Stunden, dann kannst du mich nämlich zurückschleppen.“, und damit geht Gildarts lachend weg.„So ein Trottel.“, murmelt die Feenkaiserin daraufhin und legt sich hin um hoch zu den Baumkronen blicken zu können.Sie weiß nicht mehr wie lange sie dort gelegen hat, weil es nun stockduster ist und ein paar der Sterne durch die Baumkronen schimmern.,Ich glaube das waren mehr als 3 Stunden...‘, denkt sich Mina und setzt sich auf. Dann steht sie auf, um vom Dach runter zu springen.Auf dem Boden angekommen muss sie sich erstmal strecken. „Naja... ich schulde dem Trottel schließlich was, also wollen wir mal.“, und damit macht sich Mina auf den Weg zu dieser Feier.An der Lokalität angekommen will sie diese betreten, als ein Mann sie abhält.„Kein Zutritt für Frauen. Außer sie arbeiten hier.“„Bitte? Ich gehe rein wo ich will.“„Solange du hier nicht arbeitest kommst du hier nicht rein.“, meint der Mann ernst und verschränkt seine Arme vor der Brust. So wie er dort steht wirkt er wie ein Schrank, aber das beeindruckt Mina herzlich wenig. Sie lächelt ihn an, ehe sie ihm mit voller Wucht gegen das Schienbein tritt. Der Typ kauert sich daraufhin zusammen wegen der Schmerzen, was Mina nicht interessiert.„Wie ich bereits sagte. Ich gehe rein wo ich will.“ und damit betritt sie die Lokalität was sie im Nachhinein bereut. Wieso? Die Feier findet in einer Art Stripclub statt. „Ich bringe ihn um.“, murmelt Mina immer und immer wieder vor sich hin, während sie versucht unbemerkt durch das Geschäft zu kommen und Gildarts so schnell wie möglich zu finden. Immer wenn sie jemand anspricht meint sie bloß, dass sie hier nicht arbeitet.Als sie Gildarts endlich gefunden hat ist er total betrunken und von Mädchen umgeben. Dabei lacht er bloß vor sich hin.„Gildarts...“, seufzt sie weshalb der Lachende sie ansieht.„Oh Mina! Schön, dass du hier bist! Komm setz dich!“„Nein.“„Nein?“„Nein. Wir gehen. Jetzt.“, meint sie bloß und verschränkt ihre Arme vor der Brust.„Aber er kann noch nicht gehen.“, meint die eine Dame.„Genau. Ich kann noch nicht gehen.“ „Gildarts...“ fängt Mina an, als sie plötzlich etwas am Hintern berührt. Sofort erstarrt sie und dreht langsam ihren Kopf herum. Hinter ihr steht ein Mann der ungefähr so alt ist wie Gildarts. Nur ist dieser Mann nicht so muskulös wie dieser, sondern besitzt einen sehr dicken Bauch. Auch er scheint betrunken zu sein, da er eine gewaltige Alkoholfarne von sich gibt.„Du bist eine wahre Schönheit. Eine Schande, dass du hier arbeitest.“Ihr Auge fängt an zu zucken und ihre Hände ballen sich zu Fäuste. Dann holt Mina aus und verpasst dem Typen einen Schlag auf die Wange, sodass er aus dem Lokal fliegt und gegen eine Häuserwand.Schreie erklingen von den Tänzerinnen und die Musik hat aufgehört. Nun dreht sich Mina wütend zu Gildarts und den Damen um. „Ich sagte: Wir gehen. Jetzt!“, und damit packt sie Gildarts am Kragen seines schwarzen Umhangs und zerrt ihn hinter sich her und raus aus dem Lokal.Draußen angekommen achtet Mina weder auf den Grabscher, an der Wand, noch auf den komischen Typer, der der Türsteher zu sein scheint. Nein, sie zerrt Gildarts unbeirrt weiter hinter sich her.Als sie weit genug sind bleibt Mina abrupt stehen.„Gildarts.“„Hmm~“„Ich weiß, dass du nicht betrunken bist.“, meint Mina daraufhin, weshalb Gildarts zunächst seufzt und dann erneut lachen muss. Danach steht er auf und kratzt sich am Hinterkopf.„Oh man, Mina. Du verdirbst einen echt den Spaß.“„Tu ich das?“„Schon ein wenig.“, und damit legt Gildarts seinen Arm um Minas Schultern.„Du stinkst nach einer Bar.“, meint Mina nun, während sie sich die Nase rümpft.„Echt?“„Ja und zwar nach einer sehr schlechten. Was hast du bitte getrunken, dass du so riechst?“„Das Getränk des Hauses.“Daraufhin verzieht Mina das Gesicht und meint: „Scheint nicht besonders gut gewesen zu sein.“„Doch, das war sehr lecker. Soll ich dir eins ausgeben?“„Vergiss es! Ich geh da nie wieder rein!“Nun lacht Gildarts herzlich, bevor er anfängt: „Aber sag mal Mina. Woher wusstest du, dass ich nicht betrunken bin?“Stumm sieht sie ihn an. Dann sieht sie in die Baumkronen und meint: „Ich kenne dich lang genug. Außerdem bin ich in einem Männerhaushalt groß geworden.“Nun sieht sie Gildarts wieder an und meint monoton: „Da entwickelt man ein Gespür für so etwas.“„Verstehe.“„Wozu dieses Theater?“, will Mina wissen, weshalb Gildarts sie ansieht.„Ich wollte sehen wie du dich aufregst, aber... wieso hast du den einen Typen geschlagen?“, will dieser lachend wissen.„Ich lass mich doch nicht einfach von irgendwelchen Typen am Arsch begrabschen.“, gibt Mina kalt von sich, weshalb Gildarts überrascht zurückschaut.„Achso, das hab ich gar nicht mitbekommen.“„Was ist heute nur los mit dir? Du lachst ja so viel.“, gibt Mina überrascht von sich.„Wieso soll ich denn nicht lachen? Man lebt schließlich nicht ewig und sollte deshalb jeden Tag ausleben.“„Warum so philosophisch?“Doch Gildarts antwortet nicht, sondern starrt noch weiter hinter die beiden.„Was ist denn?“, will Mina wissen, doch Gildarts antwortet noch immer nicht. Doch dann wendet er seinen Kopf zu Mina und meint dann freudestrahlend: „Sollen wir was trinken gehen?“„Nein.“„Wieso nicht?“„Ich geh mit dir nichts trinken.“„Das wird aber witzig.“„Nein.“„Aber -“„Nein!“, und damit reißt sich Mina von Gildarts los und geht in Richtung Hotel. Gildarts folgt ihr daraufhin.An diesem angekommen begibt sich Mina jedoch nicht ins Zimmer sondern aufs Dach. Dort setzt sie sich hin und starrt hoch zu den Baumkronen.Kurze Zeit später kommt Gildarts zu ihr und setzt sich neben sie.„Warum starrst du nach da oben?“, will er wissen, weshalb Mina ihn ansieht.„Ich habe nur etwas in Gedanken geschwelgt.“„Erzähl.“Verwundert sieht Mina ihn an ehe sie fragt: „Wieso sollte ich?“„Reden hilft immer und es interessiert mich.“ Nun zieht sie ihre Augenbraue hoch, ehe sie seufzt und wieder hoch zu den Baumkronen starrt.„Es ist nur... jemand hat mir mal versprochen, dass wir uns hier die Sterne zusammen ansehen. Er meinte, dass sie zwar nicht so schön sind wie im Königreich Stella, aber dennoch schön von hier zu beobachten sind.“„Etwa dein Freund?“„So etwas in der Art. Ist schon lange her.“„Wie lange?“„6 bis 7 Jahre.“„Jemand den ich kenne?“„Weiß nicht. Niemand aus der Gilde, aber ein S-Klasse Magier.“„Woran ist es gescheitert?“Nun schweigt Mina etwas, ehe sie meint: „Er hatte Angst vor mir.“„Wegen deinem Temperament?“„Nein.“, und damit sieht sie Gildarts an.„Weshalb dann?“Nun zeigt sie auf die Mitte ihrer Brust. Er scheint zunächst verwirrt zu sein, doch dann scheint er zu begreifen und sieht sie ungläubig an.„Hat er etwa..?“„Ja, er hat mich in diesem Zustand gesehen. Er hat zwar nichts gesagt, aber sein Blick hat alles gesagt. Seit dem haben wir keinen Kontakt mehr. Traurig oder nicht?“, gibt Mina mit einem traurigen Lächeln von sich.Nun kramt Gildarts in seiner Tasche herum, ehe er ein Kommunikationslacrima hervorholt. Verwundert sieht Mina ihn an, ehe er ihr den Kristall reicht.„Was soll ich damit machen?“„Kannst ihn ja kontaktieren und sagen, dass du dir die Sterne ansiehst.“Nun schiebt Mina seine Hand mit dem Lacrima weg und meint: „Nein, danke. Lass mal lieber.“Doch Gildarts drückt ihr das/den (A/N: Keine Ahnung es ist Nacht und mein Gehirn arbeitet nicht mehr xD) Lacrima in die Hand.„Kannst es dir ja noch überlegen.“Mina nickt daraufhin und steht auf.„Willst du etwa rein?“„Nein.“, meint Mina lächelnd und wendet sich komplett Gildarts zu.„Ich such mir einen besseren Platz zum Sterne gucken.“„Und was ist, wenn noch so ein Grabscher kommt?“„Ich kann gut auf mich selbst aufpassen.“„Sicher?“„Ja, das habe ich schließlich auch die letzten 7 Jahre getan. Außerdem...“, fängt Mina an und starrt erneut hoch zu den Baumkronen.„...hab ich schon einen Ritter der mich beschützen wird.“„Achja?“„Ja.“, meint sie lächelnd.„Etwa...?“„Nein. Es ist jemand dem ich letztes Jahr begegnet bin.“„Wie heißt er denn?“Mina schweigt nun. Doch dann erhebt sie erneut ihre Stimme und meint leise: „Ryouta. Ryouta Yoshida.“„Meinst du...?“„Ob aus ihm und mir mal was wird? Sicherlich nicht.“„Wieso so sicher?“„Ganz einfach. Er ist 5 Jahre jünger als ich.“„Verstehe.“„Weißt du... Ryouta ist anders als mein ‚Ex‘. Er hatte keine Angst vor mir.“Nun sieht Gildarts Mina schockiert an.„Hat er etwa..?“Mina nickt nun.„Aber ich habe keine Angst vor mir aus seinen Augen gelesen, sondern nur... Mitgefühl. Er sah mich an und meinte er hätte keine Angst vor mir, da... die Mina, die er kennt ihm niemals weh tun würde.“Dann wendet Mina ihren Blick wieder Gildarts zu.„Er meinte dann, dass er mein Ritter sein würde, wenn ich mich selbst verliere, und dass er mich sogar vor mir selbst beschützen würde.“, sagt sie lächelnd.„Anscheinend hat er ein sehr reines Herz.“, gibt Gildarts nun von sich woraufhin Mina nickt.„Ein sehr reines Herz.“„Dann verstehe ich wieso du keinen Ritter mehr brauchst.“Mina lächelt nur und wendet sich dann ab, um vom Dach zu springen.„Dennoch sicher, dass ich nicht mitkommen soll?“„Ja, sehr sicher.“, und damit hüpft Mina vom Dach.Nach kurzer Zeit des Gehens kommt sie an einer Lichtung an. Dort setzt sie sich ins Gras und starrt in den sternenklaren Himmel. Der Vollmond ist nun auch ganz deutlich zu sehen und erhellt die Lichtung allmählich.Mina ist zunächst so sehr auf die Sterne und den Mond fixiert, dass sie ihre Umgebung nicht richtig wahrnimmt. Doch dann bemerkt sie wie es um sie herum anfängt zu leuchten. Ihr Blick löst sich vom Himmel und schweift über die Lichtung. Um sie herum schweben hunderte von Glühwürmchen, die eine gewisse Leichtigkeit in die Luft bringen.Mina muss nun lächeln, als sie auf den Kristall in ihrer Hand schaut und diesen an ihre Brust herandrückt.„Du hattest recht. Es ist ein wunderschönes Bild, auch wenn die Sterne nicht so schön sind wie in Stella. Ich wünschte nur, du wärst mit mir hier, um das zu sehen.“, und bei diesen Worten tropft eine Träne auf den/das Lacrima herunter.„Oh. Hast aber einen tollen Ort gefunden.“, vernimmt Mina nun Gildarts Stimme, die sich plötzlich neben ihr befindet.Sofort wischt sich Mina die Tränen weg, aber da ist es bereits zu spät, weil sich Gildarts bereits neben sie auf die Lichtung gesetzt hat.„Warum weinst du?“„Tu ich gar nicht.“, und damit reicht sie Gildarts wieder den Kristall.„Den brauchte ich nicht. Kannst ihn gerne wiederhaben.“Seufzend nimmt Gildarts den Kristall zurück und steckt ihn sich ein.„Du wärst gerne mit ihm hier gewesen oder?“Als Antwort erhält er ein Nicken von Mina.„Das verstehe ich nur zu gut.“Daraufhin sieht Mina Gildarts an und fragt: „Etwa wegen Cornelia?“Verwundert sieht Gildarts Mina und fragt: „Woher weißt du von Cornelia?“„Mama hat mal von ihr geredet. Sie meinte sie sei die einzige Frau gewesen, die du geheiratet hast.“„Ja, stimmt. Leider habe ich sie wegen meiner Aufträge verlassen.“Traurig sieht Mina auf ihre Hände, die ihre Beine an ihre Brust heranziehen.„Also hast du sie sozusagen verloren?“, fragt Mina leise.„Ja, sowas in der Art.“„Wie ist das?“„Wie ist was?“„Jemanden zu verlieren den man vom ganzen Herzen liebt? Seine große Liebe nun mal.“, und damit sieht Mina Gildarts an der in den Himmel starrt.„Nun ja... man spürt den Schmerz alltäglich und er vergeht auch nicht. Ich würde sagen, dass man sich irgendwie leer fühlt.“„Leer...“, und damit starrt auch Mina in den Himmel.Die beiden saßen noch ziemlich lange auf der Lichtung, bis sie wieder ins Hotel gegangen sind um sich auszuruhen.Am nächsten Tag sind sie jedoch wieder aufgebrochen. Nun wandern sie über ein Feld, da sie schon lange aus dem Wald heraus sind.Doch dann bleibt Mina mitten im Feld stehen und schaut in den klaren blauen Himmel. Eine leichte Brise zieht auf und weht Minas Haar und Umhang etwas umher.„Du Gildarts.“Der S-Klasse Magier bleibt daraufhin stehen und sieht sie an.„Was ist?“„Findest du nicht, dass es für mich langsam an der Zeit ist nach Hause zu reisen?“Gildarts kann nicht mal mehr antworten, da fährt sie schon weiter fort: „Ich meine es ist schon 2 Jahre her und solange sollten meine Aufträge ja nur gehen. Außerdem...“Nun sieht sie Gildarts an und muss lächeln: „...vermisse ich sie alle sehr.“Gildarts muss nun auch lächeln, als er meint: „Dann wäre es wirklich an der Zeit, dass du mal wieder nach Hause kommst.“„Begleitest du mich noch zum Bahnhof?“„Wie? Du willst nicht mit deinem Spiegel reisen?“„Nein, ich möchte mit dem Zug reisen.“„Aber das dauert eine Woche.“„Na und?“ Nun seufzt Gildarts, da er merkt, dass eine Diskussion mit Mina keinen Sinn hat.„Na gut. Ich begleite dich nicht nur zum Bahnhof, sondern ich reise mit dir auch noch bis Magnolia.“„Aber dein Auftrag -“, fängt Mina an, doch Gildarts unterbricht sie, „Wird nicht weglaufen.“Dann geht Gildarts weiter und ruft anschließend: „Kommst du, Mina?“Lächelnd schüttelt sie den Kopf, ehe sie ihm hinterher rennt.„Was meinst du, Gildarts? Ob sich viel verändert hat?“„Ich glaube nicht, aber das wirst du noch früh genug erfahren.“

----- CHAPTER BREAK -----

|| Erzähler Sicht ||Es ist bereits eine Woche vergangen seit den Erlebnissen in Dijonx. Eine Woche seitdem Mina, zusammen mit Gildarts, aufgebrochen ist, um nach Magnolia zu reisen.Doch das wissen nicht alle. Wir befinden uns nun in Magnolia, die Stadt in der sich zu dieser Zeit die stärkste Gilde Fiores befindet. Diese Gilde heißt Fairy Tail. Jedoch ist die Gilde nicht nur für ihre Stärke, sondern auch für ihre Zerstörung bekannt.Doch das interessiert relativ wenig Leute in der Gilde, da jeder ziemlich „speziell“ ist, aber das wisst ihr ja schon. Entschuldigt ich schweife etwas vom Thema ab.Also wir befinden uns in eben dieser Gilde an einem schön ruhigen Sommertag.Allerdings verläuft dieser Tag bloß außerhalb der Gilde ruhig. Warum? Nun ja, in dem Gildengebäude herrscht ein reges Treiben in einer immensen Lautstärke, die man auch von draußen wahrnehmen kann.Erhascht man einen Blick nach innen so stellt man fest, dass innerhalb des Gildengebäudes eine Prügelei ausgebrochen ist. Dadurch herrscht ein großes Durcheinander im Innenraum, weil auch diverse Sachen durch die Gegend fliegen.Doch nicht alle in der Gilde prügeln sich. Begeben wir uns beispielsweise zum Bartresen, so sieht man dass eine junge Blondine auf einem Barhocker sitzen, die sich friedlich mit einer weißhaarigen Frau unterhält, die hinter dem Tresen steht.Als neben der Blondine ein Stuhl auf den Boden knallt wendet sie ihren Kopf in Richtung der Prügelei. Dann seufzt sie und sieht mit ihren braunen Augen die Bardame wieder an.„Warum müssen die sich immer so prügeln?“, fragt sie seufzend, woraufhin sich die Bardame mit ihren blauen Augen lächelnd umschaut. Dann schaut sie ihre Gesprächspartnerin wieder an und meint: „So sind sie nun mal alle. Du gewöhnst dich da schon dran, Lucy.“„Ob ich mich daran gewöhnen will...“, murmelt Lucy dann.„Mira hat recht. Da gewöhnt man sich dran.“, erklingt eine Stimme neben ihr, weshalb Lucy neben sich schaut. Neben ihr sitzt eine Frau mit scharlachrotem Haar, braunen Augen und einer Rüstung, was ziemlich auffällig ist, da sonst niemand in der Gilde eine Rüstung trägt. Allerdings scheint das niemanden zu stören, wie beispielsweise Mira, die Bardame, und die andere Frau es nicht zu stören scheint, dass sich alle prügeln.Anstatt sich auf die Umgebung zu konzentrieren isst die Frau in der Rüstung genüsslich ein Stück Erdbeerkuchen.„Stört es dich denn nicht, dass sie sich prügeln, Erza?“, fragt Lucy nun überrascht, da sie Erza auch ganz anders kennengelernt hat.„Solange ich meinen Kuchen essen kann bin ich zufrieden.“, meint sie lächelnd und isst weiter.„Das glaube ich nicht...“, gibt Lucy ungläubig von sich.„Was denn?“, will Mira wissen, woraufhin Lucy abwinkt.„Ach nichts!“„Master? Stört dich die Prügelei denn auch nicht?“, will Lucy nun wissen, als sie ihren Kopf zur anderen Seite dreht, um die Person angucken zu können, die auf dem Tresen neben ihr sitzt. Die Person stellt sich als kleiner Mann im Alter von 88 Jahren heraus. Er hat einen großen weißen Bart über seiner Oberlippe. Mit seinen dunklen Augen schaut er durch die Gilde, als er dann Lucy ansieht. Er kratzt sich nun etwas am Kopf, weshalb sein orange-blauer Narrenhut etwas wackelt. Dieser harmoniert gut mit seiner orangenen Jacke, unter der er ein weißes T-Shirt trägt, und seiner orangenen Hose.„Solange sie es nicht übertreiben...“, fängt der Gildenmeister an, weshalb Lucy ihn schockiert ansieht.„Wollen Sie etwa solange warten?!“, schreit sie förmlich, aber sie erhält keine Antwort.Der Master richtet seinen Blick nun auf die Gildentür. Er wirkt so fokussiert, dass man vermuten könnte, dass er jemanden dort herbei beschwören möchte.Es dauert auch nicht sonderlich lange bis die drei Frauen merken, dass er gespannt zur Tür schaut.„Master?“, fragt Mira nun leicht besorgt, doch er reagiert gar nicht.„Geht es ihm gut?“, will Lucy von den anderen Beiden wissen, als der Master seinen Blick leicht zu den Frauen wendet. Jedoch bleibt seine Konzentration auf die Tür gerichtet.„Sagt... es ist bereits zwei Jahre her, oder irre ich mich etwa?“, fragt er leiser.„Achso, verstehe... Deshalb schaust du so gespannt zur Tür, Master Makarov.“, stellt Erza etwas lächelnd fest.„Wieso denn?“, will Lucy wissen, doch sie wird ignoriert.„Es sind schon etwas mehr als zwei Jahre vergangen. Letzte Woche waren es genau zwei Jahre her.“, erklärt Mira weshalb Master Makarov sie ansieht.„Tatsächlich?“, fragt er überrascht als Mira nickt. Dann sieht er wieder zur Tür und meint: „Das hatte ich gar nicht bemerkt.“Doch dann spannt sich Master Makarov urplötzlich etwas an und seine Augen weiten sich etwas.„Was ist denn, Master?“, fragt Erza nun etwas besorgt, da sie seine Körperspannung bemerkt hat. Doch er antwortet nicht. Stattdessen verharrt er genauso und ruft nur folgendes: „Laxus!“Die drei Frauen sehen sich nun an, ehe sie herauf in den ersten Stock der Gilde sehen. Doch dort rührt sich niemand.Nun wendet sich Master Makarov in die Richtung des ersten Stocks und ruft nun lauter: „Laxus!“ Nun scheinen auch die Prügelnden zu merken, dass etwas nicht stimmt, weshalb sie inne halten. Ihr Blick ist auf den Master gerichtet, der nun scharf zum ersten Stock hochschaut.„Zwing mich nicht da rauf zukommen!“, gibt er laut von sich, weshalb ein Seufzen wahrzunehmen ist. Anschließend hört man das Quietschen eines Stuhls, ehe eine Person am Geländer des ersten Stocks auftaucht.Es ist ein großwachsener Mann mit blonden Haar. Eine kleine Strähne hängt dem Mann zur Stirn herunter. Über seinen Ohren trägt er schwarze Kopfhörer, die jeweils eine Stachel haben. Was jedoch auffällig ist ist der mit fellbesetzter schwarzer Mantel, der über seinen Schultern liegt, und die blitzförmige Narbe über seinem rechten Auge, die bis zu seiner Wange reicht.„Was willst du, alter Mann?“, fragt der Mann mit einer genervten Stimme, während seine blau-grauen Augen scharf zum Master heruntersehen.„Warum sitzt du hier noch rum, Laxus?“, will Master Makarov wissen.„Ich weiß nicht, was du von mir willst.“, meint Laxus daraufhin kühl und wendet sich daraufhin ab oder will es eher gesagt.„Du weißt genau, was ich meine.“, fängt Makarov an, als Laxus in seiner Bewegung verharrt. Aus dem Augenwinkel heraus sieht er Makarov an, als dieser weiterspricht: „Du spürst es doch auch, oder irre ich mich da?“Laxus Blick verfinstert sich nun etwas, woraufhin Makarov murmelt: „Also spürst du es auch.“„Und was ist wenn, alter Mann?“, will Laxus nun wissen, als er sich langsam zu Makarov umdreht.„Worauf wartest du dann noch?“, stellt Makarov daraufhin eine Gegenfrage, auf die Laxus mit einem einfachen „Tsk“ antwortet. Dann wendet er sich von allen ab, um sich an seinen Stammtisch in der Gilde zu setzen.„Laxus!“„Jetzt mal im Ernst. Seh ich aus wie ein Babysitter? Außerdem wird sie wohl nicht so doof sein, dass sie nicht mal mehr die Gilde findet. Wobei da wäre ich mir auch nicht so sicher.“, und damit bricht Laxus in lautes Gelächter aus, woraufhin Makarov nur seufzen kann.Mira und Erza sehen sich etwas traurig an, als Lucy sie dann fragt: „Vom wem wird denn geredet?“Doch bevor ihr auch nur jemand antworten kann öffnen sich die Türen der Gilde, weshalb alle Mitglieder der Gilde dorthin schauen.In der Tür steht eine Person in einem schwarzen Umhang. Allerdings kann man das Gesicht nicht erkennen, da dieser Person eine schwarze Kapuze bis ins Gesicht hängt. Mit leichtem Schritt nähert sich die Person nun dem Tresen. Die Mitglieder der Gilde, die vorher noch etwas verteilt vor dem Tresen standen, um den Dialog zwischen Makarov und Laxus mitzubekommen, treten nun etwas beiseite. Allerdings können sie sich keinen Reim daraus machen, wer diese Gestalt ist. Jedoch beobachten sie die Person ganz genau.Auch Laxus, der eine gewisse Vermutung hat um wen es sich handelt, beobachtet etwas interessiert das Geschehen.„Ein sehr gutes Timing. Wir hatten gerade über dich gesprochen.“, gibt Master Makarov von sich, als die Person vor ihm ankommt.„Tatsächlich?“, erklingt nun die Stimme der Person, als ein paar schwarze Haarstähnen aus der Kapuze heraushängen. Es handelt sich scheinbar um eine Frau, da ihre Stimme eine sanfte weibliche Stimme ist.„Ja, tatsächlich. Da fällt mir auf, dass du etwas spät bist.“, meint Makarov dann, als die Person mit ihrer rechten bandagierten Hand eine schwarze Tasche auf dem Tresen ablegt.„Verzeih mir, Master. Ich bin vor einer Woche mit dem Zug losgefahren, weshalb ich etwas spät dran bin.“, meint die Fremde nun.„Was ist eigentlich mit deinem alten Umhang passiert?“, will Makarov dann wissen.„Ach der Grüne? Der ist etwas mitgenommen, weshalb Gildarts meinte ich brauche einen neuen Umhang.“, erklärt sie und zieht die Kapuze herunter. Schwarzes Haar kommt zum Vorschein, als die Fremde weiterspricht: „Allerdings mag ich diesen schwarzen Umhang nicht. Ich glaube demnächst ziehe ich wieder meinen grünen Umhang an.“„Warum dann überhaupt der Schwarze?“„Ach, Gildarts dachte es wäre witzig, weil wir dann im Partnerlook herumlaufen. Aber das war eher merkwürdig als witzig.“, erklärt sie, als sie ihre hellblauen Augen schließt.Als sie sie dann wieder öffnet landet ihr Blick zunächst auf Erza, welche sie anlächelt.Die Frau erwidert das Lächeln und sagt: „Na, Titania. Du hast dich kaum verändert, seid wir uns das letzte Mal gesehen haben.“„Du hingegen schon, Feenkaiserin.“„Ach wirklich?“, fragt sie verwundert.„Ja, deine Haare sind beispielsweise etwas länger geworden.“, gibt nun Mira von sich, während die Feenkaiserin eine schwarze Haarsträhne um ihren hellen Zeigefinger wickelt.„Also so lang sind sie nun auch nicht geworden.“, murmelt sie, weshalb Mira und Erza etwas schmunzeln müssen.Nun scheint Erkenntnis durch die Gilde zu streifen.„Könnte es sein...?“„Ja, ich glaube schon...“Laxus ist der Erste der sich wieder bewegt. Allerdings verschwindet er bloß aus dem Blickfeld der Gildenmitglieder, um sich an seinen Tisch zu setzen. Makarov bekommt das mit und beobachtet ihn aus dem Augenwinkel heraus, aber er äußert sich dazu nicht.Der Nächste der etwas tut ist ein junger Mann mit pinken Haar, welches er selbst als lachsfarben beschreiben würde. Er trägt eine schwarze Weste, die einen Blick auf seinen sonst unbedeckten Oberkörper gibt. Auf seiner rechten Schulter prangt ein rotes Gildenzeichen. Über einer weißen Hose trägt er eine Art schwarzes Tuch, welches mit einem braunen Gürtel am Platz gehalten wird.Das Auffällige ist, dass er einen weißen Schal trägt.Ein breites Grinsen ziert sein Gesicht, als er freudig von sich gibt: „Diesen Geruch erkenne ich! Du bist wieder da, Mina!“Daraufhin dreht sich die Frau um, sodass sich ihre hellblauen Augen auf den jungen Mann legen. Nun lächelt sie breit, als sie ihre Hände in die Hüften stemmt.„Scheinbar ist dem so, Natsu.“, meint Mina daraufhin.Nun da jeder in der Gilde ihr Gesicht sehen kann sieht man wie sich einige Mienen aufhellen.„Tatsächlich!“„Es ist unsere Mina!“Lächelnd schüttelt Mina den Kopf, als sie sich eine ihrer schwarzen Haarsträhnen hinters Ohr streift. Danach dreht sie sich wieder zum Gildenmeister um, welcher sie anlächelt.„Du weißt gar nicht wie glücklich ich bin, dass du wieder zu Hause bist.“, gibt dieser lächelnd von sich.„Ja... ich bin wieder zu Hause.“Als nächstes verlängert Makarov seinen Arm, mithilfe seiner Magie, so dass er Mina über den Kopf streicheln kann. Zunächst wirkt sie darüber ziemlich überrascht, aber dann ziert ein warmes Lächeln ihre Lippen.Als Makarovs Arm wieder auf Normalgröße zurück schrumpft und sich Mina ihre Haare wieder richtet erhebt eine Person ihre Stimme.„MINA!“Die Angesprochene muss nun seufzen, da sie weiß wer was von ihr will, ohne dass sie sich umdrehen muss.„Was willst du, Natsu?“, fragt sie, während sie sich zu ihm umdreht. Dabei verschränkt sie ihre Arme vor der Brust unter dem Umhang.Natsu grinst sie nun an, als er seine rechte Hand zu einer Faust ballt und ihr entgegen streckt. Daraufhin bilden sich Flammen um seine Faust.„Kämpf gegen mich!“Verwunderung zeichnet sich in ihrem Gesicht ab. Doch bevor sie antworten kann erklingt eine lautes Lachen in Raum. Dem Lachen folgt ein „Oh man!“ als ein schwarzhaariger Mann neben Natsu zum Stehen kommt. Er trägt eine dunkle Hose, die an der hinteren Hosentasche eine silberne Kette hat. Was jedoch verwunderlich ist, dass er kein Oberteil trägt. Dadurch hat man einen guten Blick auf sein dunkelblaues Gildenzeichen, welches sich auf seiner rechten Brust befindet.Seine dunklen Augen legen sich auf Natsu, als dieser fragt: „Was lachst du denn so blöd, Gray?“"Wenn du Flammenhirn nicht mal eine Chance gegen Erza hast, dann kannst du es niemals mit Mina aufnehmen!", meint der Angesprochene zu Natsu."Was sagst du Eisprinzessin?""Du hast mich schon verstanden!"Daraufhin pressen die beiden Magier ihren Stirn aneinander und sehen sich böse in die Augen.Doch dann schreitet Erza ein und schiebt die beiden Streithähne auseinander.„Auseinander ihr Beiden! Ihr wollt doch nicht, dass Mina noch sauer wird, oder?“, will Erza nun wissen, wobei ihr anscheinend bei diesem Gedanken ein Schauer über den Rücken läuft.Doch nicht nur ihr scheint es so zu gehen.Gray stimmt ihr sofort zu: „N-Natürlich nicht Erza. Stimmt's Natsu?“Daraufhin schauen alle Natsu an, der sich wieder etwas gefasst hatte. Dann starrt er wieder Mina an und meint bloß: "Ich will immer noch gegen dich kämpfen!" Dadurch kassiert er von Erza eine Kopfnuss, wodurch er dann auf den Boden fliegt."Bist du bescheuert Natsu! Du hast niemals eine Chance gegen sie!", schreit Gray nun.Natsu schmollt daraufhin etwas, als eine fliegende blaue Katze, mit dem Namen Happy, auf ihn zu fliegt."Aye, Mina ist viel stärker als du, Natsu!“, meint Happy nun, weshalb er einen bösen Blick von Natsu kassiert. Doch dann vernimmt man ein leichtes Grunzen, weshalb sich die Blicke auf die Geräuschsquelle richten. Zur Verwunderung stellen alle fest, dass niemand geringeres als Mina anfangen muss zu lachen. Doch dann bricht sie in lautes Gelächter aus. Sogar Tränen bilden sich vor lauter Lachen in ihren Augen.Als sie sich beruhigt hat wischt sie ihre Tränen vorsichtig weg. Ein Lächeln ziert dennoch ihre Lippen. Mit diesem warmen Lächeln auf den Lippen sieht sie Natsu, Gray und Erza an und meint: „Ihr wisst gar nicht, wie sehr ich das vermisst habe.“"Ich will trotzdem noch gegen dich kämpfen!", meint Natsu nun schmollend, als er sich hinsetzt.Bevor noch jemand etwas sagen kann, ergreift Mina das Wort: "Warum eigentlich nicht?""WAS?!“Der Schock steht jedem ins Gesicht geschrieben. Mina Lächeln wird nun breiter, als sich auf Natsus Lippen sein typisches Grinsen abzeichnet und er aufspringt."Super! Ich brenne schon darauf!", und als Natsu das sagt steht seine Faust augenblicklich in Flammen.Mina schüttelt nun etwas ihren Kopf und sagt dann: „So gerne ich herausfinden möchte, ob du nun viel stärker geworden bist, so muss ich dich ebenfalls etwas bremsen.“Verwundert sieht Natsu seine Gegenüber nun an. Zwar ist er nicht dämlich, aber ab und zu etwas schwer von Begriff.Mina stemmt nun ihre Hände auf die Hüfte, als sie weiterspricht: „Ich bin gerade erst angekommen. Gib mir ein paar Minuten Zeit und dann können wir gerne kämpfen, ok?“„Solange wir noch kämpfen hab ich kein Problem damit.“Daraufhin nickt Mina etwas und zieht ihren Umhang aus. Zum Vorschein kommt ihr weißes T-Shirt, über dem sie eine schwarze Weste aus dünnerem Stoff trägt, ihre schwarze Hose und ihre schwarzen Stiefel. Auch kommt nun ihr gesamter bandagierter rechter Arm zum Vorschein. Doch der Verband verdeckt nicht alles vom Arm, weshalb man das blaue Gildenzeichen auf ihrem rechten Oberarm erkennt. „Du bist Mina Dreyar!“, gibt nun Lucy von sich.„Und du bist?“, will Mina wissen."Oh entschuldige! Hehe.. Ich bin Lucy. Das neue Mitglied und bin ein totaler Fan von dir.", und damit stellt sich Lucy genau vor Mina hin. Dadurch wird bewusst, dass Mina ein paar Zentimeter größer ist als Lucy."Du warst mal im Weekly Sorcerer. Du bist die stärkste Magierin in Fairy Tail. Stimmt es, dass du alleine gegen die Dunkelgilde Dark Melody gekämpft hast? Und stimmt es, dass du sie ganz alleine alle besiegt hast? Warum nennt man dich eigentlich Feenkaiserin? Und stimmt es, dass du Spiegel- und Blitzmagie beherrscht? Wie funktioniert eigentlich -", doch bevor Lucy ihre Fragen zu Ende stellen kann hält Erza ihr den Mund zu."Tut mit leid, aber sie redet nun mal sehr viel."Als Antwort nickt Mina lächelnd, ehe sie sich an Natsu wendet.„So Natsu... ich bin soweit.“

----- CHAPTER BREAK -----

|| Erzähler Sicht ||„So Natsu... ich bin soweit.“, meint Mina nun lächelnd."Gut! Ich brenne nämlich schon total auf diesen Kampf!"Die beiden Magier sehen sich nun lange an, ehe sie sich kampfbereit machen. Um Natsus Körper bilden sich nun lodernde Flammen, während um Minas Körper Blitze aufzucken und Spiegelsplitter um sie schwirren.Nun stürmt Natsu auf Mina zu. Diese macht sich bereit seinen Angriff abzuwehren.„Karyū no...“Nun, komplett in Flammen gehüllt, holt Natsu mit seinen Fäusten nach Mina aus, als er hochspringt.„... Kenkaku!“Doch bevor Natsu Mina ansatzweise treffen kann wird der Feuer Dragon Slayer von der Faust eines Riesen in den Boden geschlagen.Daraufhin wirkt Mina überrascht, aber als sie eins und eins zusammengezählt hat hört sie augenblicklich auf ihre Magie zu konzentrieren. Natsu hingegen wirkt wie ein zerquetschtes Insekt unter der riesigen Faust. Die Flammen um ihn herum sind nun auch erloschen.Mina jedoch muss sich nicht mal umdrehen um zu erfahren wer sich in den Kampf eingemischt hat. Erst als die Faust wieder auf Normalgröße schrumpft wenden sich alle, darunter auch Mina, zum Anwender dieser Magie.„Was denkt ihr was ihr hier tut?“, fragt Makarov die Beiden, aber besonders seine Enkelin, als sein Arm und seine Faust wieder normal groß sind.„Kämpfen?“, antwortet Mina, wobei sich diese Antwort eher wie eine Frage anhört. Natsu jedoch quietscht nur etwas vor sich hin.„Aber nicht hier im Gebäude!“, gibt der Meister lauter von sich und hüpft somit vom Tresen runter.Mina verfolgt ihren Großvater mit ihrem Blick, als er langsam in Richtung Tür geht. Nun seufzt sie etwas, ehe sie zu Natsu tritt. Happy steht schon neben seinem Kopf und tippt ihm im Gesicht an.„Natsu, steh auf!“, meint Happy nun, doch Natsu rührt sich nicht.„Hey Natsu. Wenn du nicht aufstehst, dann heißt das dass ich gewonnen habe, das ist dir schon bewusst oder?“, gibt Mina nun von sich, als sie ihre Hände in die Hüften stemmt.Daraufhin springt Natsu augenblicklich auf, weshalb Mina ihre Arme vor der Brust verschränkt.„Was?! Du hast nicht gewonnen! Wir haben nicht mal richtig gekämpft!“„Ich weiß. Ich wollte nur, dass du aufstehst, damit wir kämpfen können.“„Das will ich auch hoffen!“Mina verdreht nun lächelnd die Augen und klopft Natsu gegen den Arm, als sie sich auf den Weg nach draußen macht.„Na, dann komm mal, Salamander. Dann können wir auch kämpfen.“Es dauert auch nicht lange bis sich so gut wie jeder nach draußen begibt. Allerdings habt ihr vermutlich bemerkt, dass ich nur so gut wie jeder sagte, denn nicht jeder will sich diesen Kampf ansehen.Als sich jeder aus dem Erdgeschoss der Gilde, außer Mirajane, nach draußen begeben hat wendet sie ihren Blick zum ersten Stock. „Laxus?“, ruft die Bardame nun, aber sie erhält keine Antwort. Daraufhin schreitet sie zu der Treppe und ruft erneut nach dem S-Klasse Magier. Erneut erhält sie keine Antwort.Nun begibt sich die weißhaarige Bardame nach oben. Beim Erklimmen der Treppe merkt Mirajane, dass die eine oder andere Stufe der Treppe ausgetauscht werden muss, da manche Stufen nur noch quietschen. „Laxus?“Nun hört Mirajane ein Grummeln, als sie im ersten Stock angekommen ist. Der angesprochene S-Klasse Magier sitzt jedoch, mit dem Rücken zu ihr, an seinem Tisch.„Was ist mit dir? Willst du beim Kampf nicht zu schauen?“, will sie nun von ihm wissen.Der Blonde wendet seinen Kopf leicht in ihre Richtung.„Tsk.“, gibt er bloß von sich und dreht seinen Kopf erneut weg.„Vielleicht ist der Kampf ja interessant.“„Hätte ich Interesse an meiner Schwester oder diesen Idioten meiner Gilde, dann würde ich es sie schon wissen lassen. Da dies nicht der Fall ist kannst du mich auch in Ruhe lassen.“Ungläubig starrt Mirajane in Laxus Rücken. Hat er denn wirklich so wenig Interesse an seinen Kameraden und seiner kleiner Schwester? Mirajane kann es nicht verstehen, da die Gilde und vor allem ihr kleiner Bruder Elfman für sie die Welt bedeuten.„Ist noch was?“, will Laxus nun leicht gereizt wissen, da Mirajane sich noch nicht vom Fleck bewegt hat.„Nein, gar nichts...“, murmelt sie nun und begibt sich wieder auf den Weg nach unten, um anschließend raus zu gehen.Doch insgeheim interessiert sich der große Laxus Dreyar für diesen Kampf. Nicht wegen des Idioten Natsu, sondern wegen seiner kleinen Schwester Mina. Es interessiert ihn nämlich ob sie stärker geworden ist, aber je länger er darüber nachdenkt, desto wütender wird er. Niemand kann stärker sein als er. Nicht mal seine lächerliche kleine Schwester. Mina, alleine der Name macht ihn wütend. Noch immer lodert seine Wut, wie ein riesiges Feuer in seiner Brust und seinen Gedanken. Er kann ihr niemals vergeben. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb er sich nicht aufraffen kann diesem Kampf beizuwohnen.Als sich nun auch Mirajane nach draußen begeben hat, stellt sie fest, dass der Kampf noch nicht begonnen hat. Im Gegenteil, jeder schließt noch Wetten ab. Das Überraschende für manche Personen, beispielsweise Lucy, ist, dass so gut wie niemand auf Natsu setzt. Selbst Happy hält es für wahrscheinlicher, dass Mina gewinnt.„Hat nun jeder seine Wette abgegeben?“, will Master Makarov nun wissen, was jeder bestätigt.„Gut. Dann zu euch zwei.“, fängt Makarov an und dreht sich zu Natsu und Mina um, „Macht euch kampfbereit.“Das braucht man den Beiden nicht zweimal zu sagen. Beide gehen in ihre Kampfposition und fangen an ihre Magien zu konzentrieren. Erneut bilden sich um Natsus Körper Flammen und um Minas Körper zucken Blitze auf und Spiegelsplitter schwirren um sie herum.„Dann zähle ich an.“, meint Makarov.„Drei, zwei, eins... Beginnt!“Nun erlöschen Natsus Flammen, als er anfängt zu grinsen.„Karyū no Hōkō!“, und mit seinem Gebrüll des Feuerdrachen eröffnet Natsu den Kampf. Sein Strahl aus lodernden Flammen rast auf Mina zu, welche daraufhin bloß selbst anfängt zu grinsen. Warum? Weil sie nun umso mehr merkt, dass sich Natsu kaum verändert hat. Noch immer stürmt er einfach in den Kampf und greift wahllos an, ohne Sinn und Verstand.Mina schließt nun ihre Augen und hebt ihren rechten Arm.„Mirror Wall...“, murmelt sie und als sie ihre Augen öffnet bildet sich vor ihrer rechten Hand ein gewaltiger Spiegel, der wie eine Mauer vor ihr schwebt. Als Natsus Flammen auf diesen Spiegel prallen werden die Flammen aufgesaugt, bis keine Flammen mehr übrig sind.Natsu knirscht mit seinen Zähnen, während Mina nun breit grinst.„War das etwa schon alles, Natsu?“„Nein, sicherlich nicht! Ich fange gerade erst an!“„Das will ich doch hoffen.“, fängt Mina an und winkt ihn provozierend zu sich, als sie ihre Stimme erhebt, „Dann zeig mir mal was du kannst.“Währenddessen steht Lucy verwundert am Rande und beobachtet, wie die meisten in der Gilde, den Kampf. Doch scheinbar ist sie die Einzige, die sich darüber wundert, dass Natsus Gebrüll des Feuerdrachen nicht funktioniert hat.Als sie neben sich sieht erkennt sie Master Makarov, weshalb sie etwas näher an ihn herantritt.„Master?“„Was ist denn los, Lucy?“, fragt er sie daraufhin, aber sein Blick fixiert noch immer den Kampf seiner Enkelin und Natsu.„Was war das gerade für eine Attacke?“, will Lucy wissen, weshalb Makarov sie aus dem Augenwinkel heraus ansieht.„Diese Attacke heißt ‚Mirror Wall‘.“„Mirror Wall?“„Genau. Es ist eine Attacke, die andere Attacken absorbiert und sie kann diese speichern, um sie anschließend entladen zu können.“, erklärt nun Makarov.„Funktioniert etwa so auch die Spiegelmagie?“„So könnte man es sehen. Allerdings kann man die Spiegelmagie auch anders benutzen. Es ist eine sehr alte und verlorene Magie, welche auch als formende Magie gilt. Zwar beruht sie, im Prinzip, auf das Absorbieren von Magien und Attacken, um diese später wieder freizusetzen, aber man kann jeden Spiegel umformen und anderweitig benutzen. Mina beispielsweise formt gerne ihre Spiegel um, meistens aber in Speere, Sensen oder Schwerter. Diese verwendet sie dann eher. Manchmal jedoch lädt sie ihre Waffen noch mit Blitzen auf und entlädt sie anschließend wieder, was also wieder dem Prinzip der Spiegelmagie entspricht.“„Verstehe.“, und damit beobachten die Beiden weiter den Kampf.Doch dann fällt der Stellargeistmagierin noch etwas anderes auf. Nach gründlichen Beobachtungen merkt sie, dass Mina scheinbar nur ihre Spiegelmagie nutzt."Sag mal Master, warum benutzt Mina eigentlich nicht ihre Blitzmagie?", möchte die Blondine nun vom kleinen Mann wissen.„Naja, Mina konnte sich bisher immer mehr mit Spiegelmagie, als mit Blitzmagie identifizieren. Außerdem mag sie ihre Blitzmagie lange nicht so sehr wie ihre Spiegelmagie.“, erklärt Makarov daraufhin, weshalb Lucy nickt."Karyū no Hōkō!"Erneut rasen Natsus Flammen auf Mina zu. Mina schüttelt daraufhin ihren Kopf, als sie wieder einmal ihre Hand hebt."Du lernst es wohl nie, oder Natsu? Mirror Wall!"Erneut werden seine Flammen von der Spiegelwand aufgesaugt. Doch nun muss Natsu grinsen."Das denkst auch nur du! Karyū no Tekken!"Nun haben sich um Natsus Faust lodernde Flammen gebildet. Mit eben dieser Eisenfaust des Feuerdrachen rennt er nun auf Mina zu. "Na gut, Natsu. Scheinbar willst du es nicht lernen. Dann halt so: Mirror Sword." In Minas Hand bildet sich nun ein schimmerndes Spiegelschwert, mit welchem Mina Natsus Attacke abwehrt. Als Natsus Faust Minas Schwert trifft werden alle seine Flammen von diesem Schwert aufgesaugt."Siehst du, Natsu? Du hast keine Chance gegen mich.", meint Mina grinsend. Doch bevor der Angesprochene antworten kann tritt die S-Klasse Magierin ihm in den Magen, weshalb Natsu wegfliegt und nach 5 Metern auf dem Boden aufkommt.Minas Grinsen wird breiter, als sie sich wieder normal hinstellt. Das Schwert behält sie noch weiter in der Hand.„Na was ist, Natsu? Gibst du endlich auf?“Doch schnell springt der Dragon Slayer wieder auf, weshalb Minas Grinsen in Verwunderung umsteigt.Der Feuermagier ist nun derjenige der Grinsen muss, als er seine Stimme erhebt: „Ich? Aufgeben? Ha! Ich gebe niemals auf! Ich brenne schon darauf diesen Kampf zu gewinnen!“„Wer sagt denn, dass du gewinnen wirst, Natsu?“, fragt Mina nun sichtlich irritiert und sie hebt ihre Augenbraue an.„Was? Du denkst tatsächlich, dass ich gegen dich Winzling verlieren werde? Vergiss es!“Stumm sieht Mina Natsu an, ehe sich ihr Blick auf den Boden richtet und ihre Haarsträhnen somit ihr Gesicht verdecken. Minas Arme zittern nun etwas, wie auch das Schwert in Minas Hand.„Was denn?“, fragt Natsu nun verwundert, als er seine Gegnerin betrachtet. Diese antwortet ihm jedoch nicht mehr, weshalb sich der Dragon Slayer an den Rest der Gilde wendet.„Was habe ich denn gesagt?“, will er verwundert wissen.Lucy zuckt nun mit den Schultern, bevor sie sich umschaut. Jeder scheint ein wenig eingeschüchtert zu sein, bis auf Makarov, welcher nun seufzt.Als ihr Blick auf Erza fällt ist sie total schockiert, da selbst Erza eingeschüchtert wirkt.„N-Natsu...“, fängt Titania an, doch dann räuspert sie sich. Mit ernsten Blick sieht sie Salamander an und meint bloß: „... du solltest rennen.“„Was? Wieso das denn?“, fragt Lucy verwundert und nun scheint Natsu zu verstehen was los. Während er sofort zu Mina schaut und anfängt zu zittern, muss Erza Lucy erst anzeigen, dass sie zu Mina schauen soll. Als die Blondine zur Schwarzhaarigen sieht bekommt auch sie es mit der Angst zu tun.Warum? Weil sich nun um Mina eine finstere Aura gebildet hat.„Wie hast du mich genannt?“, fragt sie Natsu mit wütender Stimme, als sie ihren Blick wieder anhebt. Ihre hellblauen Augen funkeln ihren Gegenüber nun böse an, welcher nun schwer schluckt. Auch Lucy muss schwer schlucken, da sie sich die Magierin so niemals vorgestellt hätte.„W-Wie habe ich... d-dich denn... genannt?“, fragt Natsu sichtlich verängstigt.„Du nanntest mich einen Winzling.“„Echt?!“Makarov schlägt sich daraufhin mit seiner Hand gegen die Stirn.„Na super...“, murmelt er nun, was Lucy nicht ganz zu verstehen scheint.„M-Mina... ich w-wollte das echt nicht!“Doch das scheint Mina nicht zu interessieren. Ihr Auge fängt nun an zu zucken, als erneut Blitze um sie aufzucken und Spiegelsplitter um sie herumwirbeln.Wie konnte es Natsu nur wagen sie als Winzling zu bezeichnen? Etwa weil er größer ist als sie? Nun gut, Mina ist zwar klein gebaut, allerdings nicht so klein wie Levy, aber auch nicht so groß wie ihr Bruder zum Beispiel. Dies bezweckt leider auch nicht all zu gutes, da so gut wie jeder Mann viel größer als sie ist und sie somit unterschätzt, was wie ich finde ein gewaltiger Fehler ist. Doch da rede ich schon wieder zu viel von mir.Das was Mina an der Situation aufregt ist jedoch nicht ihre Größe. Nein. Es ist die Tatsache, dass Natsu glaubt sie als Winzling beschimpfen zu dürfen und zwar nur, weil sie 16 Zentimeter kleiner ist als er. Mina ist wütend und diese Wut soll Natsu nun auch spüren.Als sie jedoch sieht wie sehr Natsu zittert schleicht sich ein breites Grinsen auf ihre Lippen, ehe sie in hysterischen Gelächter ausbricht. Dieses Lachen jagt vielen einen Schauer den Rücken herunter.„Bitte nicht das...“, murmelt Makarov, weshalb Lucy ihn verwundert ansieht.„Bitte was nicht, Master?“, will sie wissen, doch dann hört sie ein paar Gildenmitglieder etwas sagen.„Oh nein! Sie hat diese Stufe der Wut erreicht!“„Sie ist verrückt geworden!“„Natsu, renn weg!“„Sie ist stocksauer!“Nun unterbricht Mina ihr Lachen und richtet ihren Blick wieder auf Natsu, der vorsichtig ein paar Schritte nach hinten geht und somit weiter weg von Mina. Das Grinsen verharrt jedoch weiter auf ihrem Gesicht, als sie ihre Stimme erhebt: „Hast du etwa Angst, Salamander?“„N-Nein! Wieso sollte ich?!“Nun zerfällt Minas Schwert in Spiegelsplitter und -staub, die auf den Boden fallen. „Mirror Spear...“, murmelt sie nun und aus den Resten ihres Schwertes bildet sich nun ein schimmernder Speer, den sie augenblicklich mit ihrer rechten Hand festhält. Nun richtet sie die Spitze der Klinge auf den Dragon Slayer und meint: „Dann zeig mir wie du mit dem Winzling fertig wirst!“Nach etwas Zögern ballt Natsu seine Hände erneut zu Fäusten und macht sich bereit Mina erneut anzugreifen."Karyū no Kenkaku!" Mit seinem von Flammen umhüllten Körper stürmt er wieder auf Mina zu. Die Feenkaiserin hingegen senkt nun den Speer, ehe sie Natsus Angriff mit Leichtigkeit ausweicht. Sie grinst nun etwas, als sie die Spitze der Klinge an Natsus Rücken legt. Augenblicklich bildet sich eine Art schwarze Schicht um Minas Spiegelspeer.„Mirror Magic: Dark Reflection!“Aus der Spitze ihrer Klinge schießt nun eine Art schwarzer Laser, welcher Natsu im Rücken trifft. Sofort danach verschwindet diese schwarze Schicht wieder.Nun fliegt Natsu nach vorn, doch er droht nach vorne zu fallen. Allerdings nicht mit Natsu Dragneel! Dieser fängt sich nun mit seiner rechten Hand ab und stößt sich vom Boden ab, um Mina erneut angreifen zu können.„Karyū no Tekken!“Erneut hüllt er seine Faust in Flammen, doch erneut weicht Mina aus. Nun leitet sie Blitze in ihren Speer, um welchen die Blitze nun immer wieder aufzucken. Nun schießt sie mit ihrem Speer Blitze auf den Dragon Slayer, welcher immer wieder ausweicht.„Was ist denn, Natsu?! Angst einen Winzling anzugreifen?!“„Ich?! Von wegen! Ich fange gerade erst an!“Während nun auch Passanten diesen Kampf beobachten, muss Lucy feststellen, dass sie von Minas Blitzmagie irgendwie angetan ist. Wieso? Weil ihre Blitze in einem hellen violett aufleuchten, anstatt der üblichen weiß-gelblichen Farbe. Doch sie scheint nicht die Einzige in der Gilde zu sein, die von diesen Blitzen angetan ist, und auch die Passanten scheinen von Minas Blitzen begeistert zu sein, auch wenn sie vom Kampf weniger begeistert sind.„Jetzt reicht es mir, Mina! Ich mach kurzen Prozess mit dir!“, schreit Natsu nun und springt hoch.„Huh? Dir reicht es?“, fragt Mina nun mit meiner eiskalten Stimme und das Grinsen von ihrem Gesicht ist nun verschwunden. Stattdessen hat ein kalter Blick ihr Grinsen abgelöst.„Oh Gott! Es ist schon die dritte Stufe der Wut!“„Natsu, gib auf! Sonst bereust du es noch!“„Ein Mann sollte wissen, wann er aufgeben sollte!“Lucy wendet ihren Blick nun zu Makarov, welcher bloß seufzt und den Kopf schüttelt.„Aufgeben? Ich?! Vergesst es! Karyū no Yokugeki!“Nun haben sich eine Art flammende Säulen um Natsus Arme gebildet, die er wie Flügel auf und ab schwingt. Diese Säulen, der Flügelschlag des Feuerdrachen, rast auf Mina zu, die kurz ihre Augen schließt. Anschließend öffnet sie ihr rechtes Auge und murmelt ohne ihre Hand zu heben: „Mirror Projection...“Sofort erscheint ein großer Spiegel vor Mina, auf welchen Natsus Flammen schlagen. Zwar saugt der Spiegel die Flammen auf, aber anstatt diese zu behalten werden sie sofort zurückgeworfen. Dies bezweckt, dass Natsu von einem lodernden Flammenmeer umhüllt wird. Als sich der Dragon Slayer von den umzingelnden Flammen befreit muss er feststellen, dass es zu spät ist. Wieso? Ganz einfach. Kaum hat er wieder freie Sicht muss er erkennen, dass Mina einen Spiegel vor ihn positioniert hat.„Mirror Cage.“, sagt sie und in dem Moment, als Natsus Fuß den Spiegel berührt, wird er in den Spiegel hineingezogen.„KYAAAA!“, schreit Lucy aus Schreck auf, doch das wird nicht wirklich beachtet.Nachdem Natsu in den Spiegel gezogen wurde fängt dieser an zu schrumpfen, bis dieser noch so groß ist wie Minas Zeigefinger. Anschließend fällt der Spiegel auf den Boden.Mina lässt ihren Speer nun zu Spiegelsplittern und -staub zerfallen, als sie ihre Hand in die Hüfte stemmt.„Und? Hab ich jetzt gewonnen?“, fragt sie leicht genervt und schaut zu ihrem Großvater.„Das kommt drauf an. Ist Natsu bewusstlos oder an sich kampfunfähig?“, will dieser von ihr wissen, als er sich mit seinen Fingern durch den Bart fährt.„Er ist in einem Spiegel. Wie soll er da noch kämpfen?“„Ich kann kämpfen!“, ertönt nun leise Natsus Stimme, weshalb Mina ihre Augen verdreht.„Dann hast du nicht gewonnen.“„Aber Opa! Er kommt da nicht raus! Er kann nicht kämpfen!“„Dennoch ist er der Ansicht, dass er weiterkämpfen kann. Also kann ich den Kampf nicht beenden.“Nun stampft Mina wütend zu dem kleinen Spiegel und hebt diesen auf. Als sie sich den Spiegel ansieht muss sie erkennen, dass Natsu nun wütend gegen den Spiegel schlägt.„Du kannst nicht weiterkämpfen. Du bist in einem Spiegel. Du kannst keine Attacken aus diesem heraus machen.“, versucht Mina ihm zu erklären, doch dieser hüllt sich nun in Flammen ein.„Ich kann nicht weiterkämpfen?! Lass mich raus, dann zeig ich dir wie gut ich noch kämpfen kann!“Stumm sieht Mina den Jungen an, ehe sie ein „Nein.“ sagt.„Wenn du mich nicht rauslässt, dann zerstöre ich eben den Spiegel!“Nun schüttelt Mina den Kopf, als sie zur Erklärung ansetzt: „Natsu, du kannst den Spiegel von innen heraus nicht zerstören...“Doch dieser hört ihr mal wieder nicht zu und holt tief Luft.„Karyū no...“„Nein, Natsu! Lass das!“„... Hōkō!“Als Natsus Gebrüll des Feuerdrachen die Innenseite des Spiegels trifft wird dieses sofort zurück auf Natsu geworfen, welcher nun herumschreit.„DAS IST DOCH NICHT WAHR!“Erneut schüttelt Mina den Kopf und sieht anschließend Makarov wieder an.„Kannst du den Kampf nicht einfach beenden?“Ihr Großvater schüttelt nun den Kopf und meint: „Ich mache keine Ausnahmen.“Seufzend murmelt Mina nun etwas davon wie ätzend doch alles ist, als Natsu grinsen muss.„Bist du etwa ein Feigling, Mina Dreyar?“Sofort sieht sie zu ihrem Gegner im Spiegel und hebt ihre Augenbraue an.„Ich? Ein Feigling?“Natsu nickt nun mit dem Kopf, während sich seine Arme vor der Brust verschränken, als Minas Auge erneut anfängt zu zucken.„Na warte, du...“, fängt Mina an, als sie den Spiegel wegschmeißt. Im Flug fängt der Spiegel wieder an zu wachsen, bis er wieder seine vorherige Größe erreicht hat. Als dies der Fall ist fällt Natsu aus dem Spiegel raus und landet auf seiner Nase.„KOMM UND SAG MIR DAS INS GESICHT, DU GROßMAUL!“, schreit Mina nun Natsu an, welcher nun aufspringt. Mit seinem Zeigefinger zeigt er nun auf die S-Klasse Magierin als er ihr an den Kopf wirft: „Es scheint als wäre die große Mina Dreyar ein Feigling!“Minas Hände ballen sich nun zu Fäusten, als Blitze um ihre rechte Faust aufzucken. Diese Faust streckt sie Natsu entgegen. Mit wütender Stimme meint sie: „Wenn du das nochmal sagst, dann poliere ich dir deine Fresse!“„Natsu, vielleicht solltest du echt auf sie hören...“„Aye!“Nun grinst Natsu, als er sagt: „Und das sagt mir ein Feigling.“„Damit du es weißt, Natsu Dragneel, ...“, fängt sie nun an, als sie anfängt ihre Magie zu konzentrieren.„... ich bin eine Dreyar. ...“Langsam fangen an Blitze neben ihr im Boden einzuschlagen, als ein leichtes Lächeln ihre Lippen ziert.„Das Wort ,feige‘ ist dementsprechend nicht mal in meinem Wortschatz.“Nun entstehen violette Funken um Natsu, als er sich verwundert umschaut. Als er jedoch merkt was los ist ist es bereits zu spät.„Lightning Impact!“Die Funken leuchten nun noch mehr auf und Donnergrollen ist zu hören, ehe sich ein gewaltiger violetter Blitz von Himmel niederstreckt und Natsu trifft. Der Dragon Slayer schreit daraufhin etwas auf, doch als der Blitz erlischt fällt Natsu um.Lange Zeit rührt sich keiner bis Makarov seine Stimme erhebt: „Tja, so wie es scheint ist der Kampf vorbei. Mina hat den Kampf gewonnen.“

----- CHAPTER BREAK -----

|| Erzähler Sicht ||„Tja, so wie es scheint ist der Kampf vorbei. Mina hat den Kampf gewonnen.“Nun richtet Makarov seinen Blick auf Natsu, der sich nicht mehr rührt. Die Passanten rühren sich nun langsam wieder und fangen an zu tuscheln. Lucy, die das Gespräch eines Pärchens mitbekommt, horcht kurz auf, als sie Worte wie Fairy Tail mitbekommt.„Das ist mal wieder total typisch für die Fairy Tail Magier.“„Ja, da sprichst du mir aus dem Mund. Und kaum kommt diese Dreyar wieder bricht noch mehr Chaos aus, als ohnehin schon.“Als Lucy die Beiden beobachtet fällt ihr Blick auf Mina. Für einen kurzen Moment hat sie das Gefühl als würde die Schwarzhaarige das Gespräch der Passanten ebenfalls hören, aber dieses Gefühl verfliegt schnell, als Mina zu Natsu tritt so als hätte sie nichts dergleichen gehört.Langsam begeben sich fast alle Mitglieder wieder rein und lassen sich ihre Gewinne auszahlen.Allerdings nicht alle Mitglieder. Erza und Makarov treten nun, wie auch Mina zuvor, zu dem am Boden liegenden Dragon Slayer, der sich nicht mehr wirklich rührt.Makarov grummelt nun etwas vor sich hin, was keine der beiden S-Klasse Magierinnen zu verstehen scheint.„Sagtest du etwas, Master?“, fragt Erza nun, während Mina ihre Hände in die Hüften stemmt.„Dass du es immer übertreiben musst, Mina.“„Ich weiß gar nicht was du meinst...“, gibt diese unschuldig von sich.„Ich frage mich bloß, ob es Natsu gut geht.“, murmelt der Angesprochene nun, als die beiden Frauen zu dem Feuermagier schauen.„Bestimmt. Er ist schließlich zäh.“, meint Mina nun, doch wirklich überzeugt davon wirkt sie nicht.„Erza.“, erhebt Makarov nun seine Stimme, weshalb die (Scharlach-)Rothaarige ihn ansieht.„Was gibt es, Master?“„Wärst du so frei und würdest Natsu in die Gilde tragen?“Lächelnd nickt Erza, ehe sie fragt: „Wohin soll ich ihn denn legen?“„Setz ihn erstmal an einen der Tische, damit er sich dort ausruhen kann.“„In Ordnung.“Nun wirft Erza Mina ein Lächeln zu, ehe sie den bewusstlosen Natsu reinträgt, oder wohl eher hinter sich herzieht.„Nun zu dir...“, fängt Makarov an, weshalb ihn seine Enkelin verwundert ansieht. Als nächstes verlängert er nun seinen Arm, um Mina einen Schlag auf den Kopf zu verpassen.„AU! Wofür war das denn?! Etwa wegen dem Kampf?!“, fragt diese nun leicht unter Schmerzen, während sie sich den Kopf festhält.„Nein, ganz und gar nicht.“„Wofür sonst?!“Nun funkelt Makarov seine Enkelin böse an, bevor er lauter zu ihr spricht: „Warum hast du dich nicht gemeldet?!“„Hä?“„Das heißt ,Wie bitte?‘.“„Deswegen schlägst du mich?!“, fragt Mina böse.„Ja, wieso auch sonst?“„Du sagtest doch, dass ich mich dann melden soll, wenn es was neues gibt!“„Tatsächlich?“, will dieser verwundert wissen.„Ja! Und es gab nichts Neues!“„Verstehe.“Nun herrscht Stille zwischen den Beiden, ehe Mina murmelt: „Irgendwie wird der Alte immer vergesslicher...“„Sagtest du was?“„Nein, gar nichts!“ „Wie lief dein Auftrag?“, fragt Makarov nun ernst, weshalb Mina ihre Hände in die Hüften stemmt.„Perfekt.“„Tatsächlich?“„Nein.“Verwundert sieht der Ältere die Jüngere an, welche nun ihre Arme vor der Brust verschränkt.„Warum hast du mir Gildarts auf den Hals gehetzt?“, will sie leicht genervt wissen.„Um dir zu helfen.“„Helfen? Helfen?! Er hat alles, außer geholfen! Nur Probleme hat er mir bereitet!“, entgegnet sie empört.„Wie darf ich das denn verstehen?“„Er hat beispielsweise nichts besseres zu tun, als in Stripclubs zu gehen und Häuser zu zerstören!“„Das glaubst du doch selbst nicht.“„Natürlich glaubst du mir nicht...“, meint Mina nun augenverdrehend.„Hat dich Gildarts etwa nach Magnolia begleitet?“, fragt Makarov nun, woraufhin Mina nickt.„Er hat darauf bestanden, weil er sich mir gegenüber verantwortlicher gefühlt hat, als gegenüber seines Auftrages.“ Makarov schüttelt nun den Kopf, bevor Mina weiterfragt: „Wieso fragst du eigentlich?“„Nur so. Mir war nämlich, als hätte ich Gildarts Magie für einen kurzen Moment gespürt und nun weiß ich auch wieso.“„Verstehe.“, meint Mina lächelnd.Nun schaut Makarov zur Tür der Gilde, was Mina nun sehr verwundert.„Was ist denn los, Opa?“„Er ist also echt nicht hergekommen...“„Wer ist nicht hergekommen?“Mina wirkt nun noch verwunderter, als sie auf eine Antwort von ihrem Großvater wartet. Makarov Blick wendet sich wieder zu seiner Enkelin, als er meint: „Dein Bruder.“„Laxus? Wieso sollte Laxus denn kommen?“„Er ist schließlich hier.“„Laxus ist hier?“, fragt Mina überrascht, weshalb Makarov derjenige ist der verwundert wirkt.„Ja, hast du ihn etwa nicht gespürt?“„Nein, habe ich nicht...“, murmelt die Angesprochene nun und schaut zum Gildengebäude.„Wo ist Laxus denn?“, fragt Mina nun etwas abwesend, weshalb Makarov sie ernst ansieht.„Was hast du vor?“„Gar nichts, Opa. ...“, fängt sie an und sieht ihn anschließend an, bevor sie fortfährt, „Wirklich.“„Im ersten Stock, wo er auch sonst ist, wenn er hier ist.“, antwortet er nun seiner Enkelin auf ihre Frage.„Verstehe...“Nun dreht sich Makarov um, um rein zu gehen, als er stehenbleibt.„Mina, ...“, fängt er an und sieht sie anschließend eindringlich an.„... ich möchte nicht, dass ihr Beiden wieder aneinander geratet, ok?“Lange sieht Mina ihn an, ehe sie nickt. Daraufhin lächelt Makarov breit und meint: „Gut. Dann komm mit. Du warst schließlich lange nicht mehr da.“„Ja, ich komme.“Als Mina im Gildengebäude steht atmet sie zunächst tief durch. Gewohnte Gerüche steigen ihr in die Nase, darunter ist Alkohol, Essen, Schweiß, Rauch und Staub. Ein Lächeln streift ihre Lippen, als sie sich umschaut. „Oi Mina!“, erklingt nun eine weibliche Stimme, weshalb Mina dorthin schaut. Sie erblickt eine Frau mit dunklerer Haut, als der ihren, braunen Haaren und blauen Augen. Sie sitzt auf einem der Tische, während ein Bierfass vor ihr steht.„Warum wundert es mich nicht, dass du jetzt schon am Trinken bist, Cana?“, gibt Mina schmunzelnd von sich.Cana hingegen ignoriert Minas Frage und grinst sie bloß an, als sie wissen will: „Trinken wir einen?“„Nicht heute, Cana. Außerdem trinke ich nicht so viel wie du.“„Wer tut das denn schon?“, entgegnet sie lachend und nimmt wieder einen Schluck von ihrem Bier.Mina schüttelt nun ihren Kopf, als sie dann erneut zum Tresen geht. Auf diesem hat sich Makarov wieder niedergelassen, während Erza erneut auf einem Barhocker, an diesem sitzt, Lucy neben ihr sitzt und Mirajane erneut hinter dem Tresen sitzt.Als die Schwarzhaarige dort ankommt steht Erza augenblicklich auf und lächelt die Ältere an. Mina muss auch lächeln, ehe Erza sie umarmt. Diese erwidert augenblicklich die Umarmung.„Es ist schön, dass du wieder hier bist.“, meint Erza nachdem sie die Umarmung löst.„Es ist auch schön wieder hier zu sein.“, gibt Mina von sich und stemmt ihre Hände in ihre Hüften. Ihr Blick gleitet nun zum ersten Stock, was keiner der Anwesenden zu übersehen scheint.„Du Mina, ...“, fängt die weißhaarige Bardame an, weshalb Mina ihren Blick zu ihr wendet.„... kannst du etwas von deinem Auftrag erzählen?“, beendet Mirajane den Satz und sieht sie mit großen Augen an.Mina und ihr Großvater tauschen nun Blicke aus, ehe sich die S-Klasse Magierin wieder an Mirajane wendet.„Bestimmt.“, meint sie schulterzuckend.Nun stemmt Mirajane ihre Hände in die Hüften, als sie ihre Stimme erhebt: „Ach komm schon, Mina!“„Was denn?“, fragt sie verwundert, weshalb Mira ihre Arme vor der Brust verschränkt.„Du warst zwei Jahre weg! Du hast dich kaum gemeldet! Und jetzt willst du nicht mal recht mit der Sprache rausrücken?“„Und?“, will Mina wissen, weshalb Makarov seufzt.„Man, Mina! Was ist auf deinem Auftrag passiert?“„Nichts besonderes.“, meint sie und geht nun langsam zur Treppe. An dieser angekommen dreht sie sich nochmal um und sagt: „Außerdem werde ich zuerst mit Opa darüber reden und anschließend kann ich mit dir darüber reden.“„Na gut.“„Du Mira, ...“, fängt Mina an, weshalb sie die Angesprochene ansieht.„... machst du mir vielleicht ein Bier?“„Natürlich.“, antwortet sie lächelnd, woraufhin Mina auch lächeln muss. Dann geht sie die Treppe hoch zum ersten Stock. Sie ignoriert jedoch das Quietschen der Treppe und kommt unbekümmert oben an. Die Schwarzhaarige schaut sich nun um und erblickt den Rücken ihres Bruders, so wie seinen blonden Haarschopf. Er sitzt mal wieder an einem Tisch, während seinen Füßen auf diesem liegen. Mit festem Schritt geht Mina zu seinem Tisch, bevor sie an seinem Rücken zum Stehen kommt.Mit fester Stimme meint sie: "Hallo Laxus. Schön dich auch mal zu sehen."Nun wendet er seinen Kopf zu ihr und betrachtet sie von unten bis oben, bevor er grinsen muss. „Ach! Du hier? Hab dich gar nicht bemerkt. Wann bist du denn angekommen?“Doch das ist gelogen. Laxus hat sehr wohl bemerkt, wann seine Schwester angekommen ist und dass sie draußen mit Natsu gekämpft hat.„Wie witzig du doch bist, Laxus! Es ist aber schon komisch, wenn mich jeder aus dir bemerkt!“, meint Mina lauter und verschränkt ihre Arme vor der Brust.„Stimmt. Wirklich komisch.“Und ohne Mina mit einem weiteren Blick zu würdigen wendet er seinen Blick von ihr ab.Mina ist nun sprachlos. Warum ist er nur so? Es ist schließlich zwei Jahre her, als sie sich das letzte Mal gesehen haben, und mehr hat er ihr nicht zu sagen? Oder ist er etwa noch immer so zu ihr, wegen dem Unfall von vor 14 Jahren?Mina wird nun traurig. Kann er ihr denn immer noch nicht verzeihen?Nun scheint Laxus zu merken, dass Mina noch immer hinter ihm steht, weshalb er sich umdreht. Ihr Blick ist auf den Boden gerichtet, während ihre Haarsträhnen ihr Gesicht verdecken.Mit genervter und gereizter Stimme fragt Laxus seine kleine Schwester: „Was?! Warum stehst du denn noch immer hier?!“Mina hebt nicht mal ihren Blick, als sie leise meint: „Du hasst mich also immer noch...“„Ha! Das merkst du auch schon?! Schade! Ich hatte gehofft, dass es noch etwas länger dauert bis in deiner Birne ein Licht aufgeht!“Vorsichtig hebt Mina ihren Blick an und sieht ihren Bruder mit ihren hellblauen Augen an. Ihre Augen spiegeln nun Traurigkeit und Flehen wieder.„Kannst du... Kannst du mir denn nicht... vergeben?“, fragt Mina mit einer ganz leisen Stimme, die jedoch noch laut genug für Laxus ist. In Laxus steigt nun die Wut auf. Nach allem was passiert ist denkt sie wirklich, dass sie ihren Bruder so einfach um Vergebung bitten kann? Das ist nun zu viel des Ganzen!Nun steht er auf und stellt sich genau vor Mina hin. Mit seiner Größe überragt er Mina um einiges, was etwas einschüchternd wirken kann, vor allem wenn er wütend ist, so wie jetzt.„Ich?! Dir vergeben?! Und wovon träumst du sonst noch?!“, fragt er mit einer lauten und wütenden Stimme, die in der gesamten Gilde zu hören ist. Minas Augen weiten sich nun leicht, als sie anschließend erneut zu Boden sieht. „Das heißt wohl nein...“, murmelt sie, weshalb Laxus sich zu ihr herunterbeugt, um ihr ins Ohr flüstern zu können.„Damit meine ich, dass ich dir niemals vergeben könnte, selbst wenn mein Leben davon abhängen würde.“Als sich Laxus wieder normal hinstellt merkt er, dass seine Schwester noch immer auf den Boden starrt. Nun kreisen einige Fragen in Laxus Kopf umher. Was ist ihr Problem? Ob sie den Boden so interessant findet? Oder doch eher ihre Füße?„Verstehe... dann lasse ich die Heulsuse, wohl lieber alleine...“, hört er Mina sagen, als sie sich abwendet um zu gehen. Doch das lässt Laxus nicht zu, da er sie nun an ihrem Handgelenk festhält.„Wie hast du mich genannt?“, fragt er mit einer finsteren Stimme. Doch davon lässt sich Mina nicht beirren. Sie reißt sich nun von Laxus los und sieht ihn mit ernsten Blick an.„Das kann dir doch egal sein, oder etwa nicht?“, fragt Mina mit leicht gereizter Stimme. Dann dreht sie sich um und geht zur Treppe.„Wann ist denn die tolle Mina Dreyar ein Feigling geworden? So kennt man unsere Feenkaiserin gar nicht!“Wütend dreht sich Mina um und marschiert zurück zu ihrem Bruder. Dann presst sie ihren Zeigefinger gegen seine Brust und erhebt ihre Stimme: „Woher nimmst du dir denn das Recht mich zu beurteilen?! Niemals hat ein Arsch wie du das Recht dazu!“„Was hast du gesagt?“, will Laxus wissen, während Mina ihre Hände in die Hüften stemmt.„Dass du ein Arsch bist, aber das solltest du eigentlich verstanden haben, wenn du nicht schon taub bist!“Nun zucken Blitze um Laxus auf, während er wütend zu seiner Schwester heruntersieht.„Jetzt wagst du dich zu viel.“„Ach, meint das der große Laxus Dreyar? Soll ich jetzt etwa Angst haben?“Nun passiert alles relativ schnell. Laxus holt nun mit seiner Hand nach Minas Wange aus, doch bevor seine Hand auch nur ansatzweise Mina treffen kann wird sie festgehalten, was die beiden Geschwister verwundert.Minas Augen sind geweitet, als sie Laxus ansieht, bevor sich ihr Blick und der ihres Bruders zu der Hand wenden, die Laxus am Handgelenk festhält.Nun wandern die Blicke der Beiden den Arm entlang und müssen feststellen, dass hinter Mina niemand geringeres als Makarov steht. Sein verlängerte Arm ist in die Richtung der Beiden ausgestreckt, um Laxus davon abzuhalten seine Schwester zu ohrfeigen.Wütend sieht er seinen Enkel an, ehe er seine Stimme erhebt: „Was denkst du was du da tust, Laxus?!“Dieser sieht ihn böse an, bevor er seinen Arm losreißt. Nun schrumpft Makarovs Arm wieder auf Normalgröße.„Ich frage dich erneut, Laxus: Was denkst du was du da tust?!“Nun herrscht Stille in der Gilde, da jeder die Auseinandersetzung zwischen den Geschwistern und Makarovs Gang in den ersten Stock mitbekommen hat. Die Blitze um Laxus lassen nun nach, bis sie komplett verschwunden. Lange sieht er seinen Großvater an, ehe sich sein typisches Grinsen auf seinen Lippen abzeichnet, welches in dieser Situation mehr als unangebracht ist, da es unter anderem Makarov nur noch wütender macht.„Ich wüsste nicht was dich das angeht, alter Mann. Schließlich ist das eine Sache zwischen mir und meiner kleinen Schwester.“Die Wut zeichnet sich noch weiter auf Makarovs Gesicht ab.„Laxus...“, fängt der Gildenmeister mit einer Stimme an, die seiner Enkelin einen Schauer über den Rücken jagt.„Opa.“, unterbricht sie ihn nun, weshalb sie ihr Großvater und ihr Bruder ansehen.„Es ist ok. Reg dich nicht auf.“Makarovs Blick wird nun traurig, als er erneut seine Stimme erhebt. Nun jedoch mit einer sanften Tonlage.„Mina, du -“„Denk an dein Herz. Du bist schließlich nicht mehr der Jüngste. Außerdem ist heute doch ein schöner Tag, oder nicht?“Daraufhin entschlüpft Laxus Kehle ein hämisches Lachen, weshalb sein Großvater und seine kleine Schwester zu ihm sehen.„Schöner Tag? Dass ich nicht lache!“Mina sieht ihn nun ernst an, als Laxus erneut seine Stimme erhebt: „Aber bei einer Sache muss ich dir recht geben, Schwesterhez.“Nun dreht er sich um und setzt sich erneut auf seinen Stuhl hin. Dann verschränkt er seine Arme hinter dem Kopf, als er sagt: „Du bist echt nicht mehr der Jüngste, alter Mann. Du solltest schnell zurücktreten, damit ich die Gilde übernehmen kann.“Daraufhin bricht Laxus in lautes Gelächter aus.Minas wütender Blick bohrt sich in Laxus Rücken, als sie weitere Schritte hört. Sofort sehen sie und Makarov in die Richtung der Schritte und sie stellen fest, dass Mirajane hinter ihnen steht, mit Minas Bier in der Hand. Traurig lächelt sie die Beiden an, ehe sie Mina ihren Krug reicht. Lächelnd nimmt sie ihn an und wendet sich wieder in Laxus Richtung. Nun tritt sie wieder an den Stuhl und erhebt wieder ihre Stimme: „Du bist ein Arsch, weißt du das?“Laxus hingegen wendet sich bloß etwas in Minas Richtung, bevor er spricht: „Und das interessiert mich, weil? Oh, warte! Das tut es nicht.“Stumm sieht seine kleine Schwester ihn an, als Laxus weiterspricht: „Warum stehst du eigentlich noch hier? Tu mir einen Gefallen und mach einen Abflug und nimm den Alten am besten wieder mit.“„Laxus!“, erhebt nun Mirajane ihre Stimme, jedoch würdigt er sie nicht mal eines Blickes. Stattdessen bricht er erneut in Gelächter aus.Nun reißt bei Mina der Geduldsfaden und ihr Körper reagiert, bevor sie überhaupt richtig nachdenkt. Was sie tut? Sie schüttet ihr Bier über Laxus Kopf, woraufhin sein Lachen augenblicklich verstummt.„Mina!“, gibt Mirajane nun schockiert, während Makarov seine Enkelin ungläubig ansieht.Laxus springt nun auf, während er Mina wütend ansieht. Die zuckt nun mit den Schultern.„Hoppla... das wollte ich glaube ich nicht...“Dann betrachtet sie ihren Bruder und wie das Bier nun allmählich seine Kleidung verfärbt und benässt.„Oder vielleicht doch...“, murmelt Mina nun grinsend und sieht Laxus, mit eben diesen Grinsen, an.„Was ist eigentlich dein Problem?!“, will Laxus nun von Mina wissen, die den Bierkrug auf den Tisch stellt.„Was mein Problem ist? Gegenfrage: Was ist dein Problem?“, stellt Mina einen Gegenfrage, während sie ihre Hände in die Hüften stemmt.„Bitte?“„Du hast mich schon verstanden. Ich sorge mich wenigstens um Opas Gesundheit. Du, im Gegenzug, jedoch nicht, was traurig genug ist.“„Und jetzt?“, fragt Laxus genervt, weshalb Mina ihn ungläubig ansieht.„Wow... und du fragst dich, warum ich dich mit Bier vollschütte. Denk mal darüber nach.“Bevor noch jemand etwas sagen kann dreht sich Mina um und geht zur Treppe, vorbei an Makarov und Mirajane. Während die Beiden ungläubig hinter Mina hersehen ist Laxus wütend. Wie kann es seine Schwester wagen ihn so doof stehen zu lassen? Aus dieser Wut heraus schlägt er Minas Bierkrug vom Tisch, der in tausend Glassplitter zerspringt, als er auf dem Boden aufkommt.Mira erschreckt sich und Makarov sieht böse zu Laxus.„Laxus!“, doch bevor er noch etwas sagen kann wird er von Mina unterbrochen, die auf der Hälfte der Treppe zum Stehen gekommen ist.„Wärst du wenigstens so nett und würdest die Gilde und ihr Inventar bitte nicht zerstören?“„Mina, mach es nicht noch schlimmer!“, meint Makarov nun lauter, doch seine Enkel ignorieren ihn scheinbar.„Ich weiß nicht seit wann kleine Geschwister ihren großen Geschwistern etwas befehlen können.“„Du hörst ja sowieso nie zu, wenn man dir was sagt! Warum auch? Der große Laxus Dreyar hört ja auf niemanden und hört auch niemanden zu!“„Leute... jetzt ist langsam genug...“, versucht sich Mira nun einzumischen, da sie merkt wie Makarov langsam der Geduldsfaden reißt. Doch vergebens...Laxus grinst nun, als er seine Hand ans Geländer legt und seine Schwester fragt: „Was meinst du, Schwesterherz? Wie viel Gewalt oder Magie muss ich anwenden, damit du richtig wütend wirst.“ Makarovs Augen weiten sich nun und auch Mina ist überrascht.„Bitte?“„Du hast mich schon verstanden.“„Das wagst du dich nicht...“„Wollen wir wetten?“, und damit schlägt ein Blitz neben Mina ein, der sie aufschrecken lässt.„Hör jetzt auf!“„Bring mich doch dazu, Mina!“„Das willst du nicht, Laxus!“„Werden wir etwa wütend?“„GENUG!“, schreit Makarov nun, weshalb seine Enkel ihn ansehen.„Vielleicht ist es nicht so gut, wenn ihr beide in der Gilde seid...“, fängt Mirajane an, aber Mina winkt ab.„Schon gut, ich wollte ohnehin jetzt gehen. Die Luft wird mir gerade ein bisschen zu dick.“Laxus sieht sie nun an, ehe er sich abwendet und ein einfaches „Tsk.“ von sich gibt.„Mina -“, fängt Makarov an, als seine Enkelin unten am Tresen angekommen ist und ihre Sachen nimmt. Diese unterbricht ihn, als sie sich ihren Umhang anzieht.„Wir können ja später oder morgen reden. Gib mir einfach bescheid, Opa.“Und ohne auf ein weiteres Wort zu warten nimmt Mina ihre Tasche und verlässt das Gildengebäude.Was jedoch so gut wie niemand weiß ist, dass Mina jetzt noch nicht nach Hause geht. Sie schlendert nun durch die Stadt bis sie etwas abseits angekommen ist. Dort geht sie durch eine Allee mit Kirschblütenbäumen, welche durch das Rosa der Kirschblüten erstrahlt wird.Jedoch verlässt Mina die Allee wieder, als sie eine Art Trampelpfad zwischen den Büschen und Bäumen entdeckt. Diesen Trampelpfad betritt sie, um an ihrem Ziel anzukommen.Sie befindet sich nun auf einer Wiese. Rechts von der Schwarzhaarigen befindet sich ein kleiner See, welchen die Magierin ignoriert. Das was sie interessiert befindet sich in Richtung Mitte der Wiese. Dort steht ein riesiger Kirschblütenbaum, dessen Blüten nur so erstrahlen. Am Fuße des Baums, an dem nun auch Mina ankommt, ragt ein Grabstein aus der Erde.Mina lässt sich nun auf ihre Knie fallen, bevor ihre Finger über die Gravierungen des Grabsteins fahren. Ein leichtes Lächeln ziert Minas Lippen, ehe sie murmelt: „Ich bin wieder zu Hause, Mama.“

----- CHAPTER BREAK -----

|| Erzähler Sicht ||„Ich bin wieder zu Hause, Mama.“Traurig sieht Mina auf den Grabstein, während eine einzelne Träne ihre Wange herunterrollt. Vorsichtig wischt sich Die Feenkaiserin die Träne weg und betrachtet den Schimmer von dieser auf ihren Fingern. Im Schein der Nachmittagssonne glitzert die Träne, wie Sternenglanz, auf ihrer Fingerkuppe. Dieser Anblick versetzt Mina in Gedanken und glücklichere Momente. Doch schnell verwirft sie diesen Gedanken und schüttelt ihren Kopf. Anschließend wischt sie das Nass, ihrer Träne, an ihrem Umhang ab.Erneut erhebt Mina ihre Stimme, diesmal jedoch nur zu einem Flüstern: „Tut mir leid, dass ich lange nicht mehr hier war. Es ist nur... ich musste einen wichtigen Auftrag erledigen. Bitte sei mir nicht böse...“Ein leichtes Lächeln ziert Minas Lippen, ehe sie erneut mit ihren Fingern die Gravuren abfährt. Diese lauten:Liliana DreyarX736 - X770Mögest du in Frieden ruhenÜber den Buchstaben prangt das Gildenzeichen von Fairy Tail, bei dessen Anblick Mina erneut weinen könnte. Doch sie reißt sich nun zusammen und atmet tief durch. Erneute Traurigkeit überkommt sie nun, als sie an die Geschehnisse des heutigen Tages denkt.„Ich hoffe du hast nicht die erneute Streitigkeit zwischen Laxus und mir mitbekommen... Das stimmt dich doch nur traurig...“Ohne es zu merken laufen nun Tränen ihre Wangen hinunter. Als Mina es merkt bricht sie bereits in Schluchzen aus.„Ach Mama...“, murmelt sie nun mit erstickender Stimme.„Ich vermisse dich so...“, kommt als leises Nuscheln aus ihrer Kehle.Nach einer längeren Pause wischt sich Mina ihre Tränen weg, um anschließend traurig zu lächeln.„Vergib mir, Mama.“, fängt sie an, als sie sich eine Haarsträhne hinters Ohr streift.„Ich weiß... ich habe nicht das Recht hier vor deinem Grab zu sein und zu weinen. Dennoch tue ich es...“Nun muss sich Mina an ihre Mutter erinnern. Sie erinnert sich einfach an alles von ihr. Sie erinnert sich an ihr Gesicht, ihre Stimme und sogar ihr Lachen. Einfach an alles.*.*~.*~* Flashback *~*.~*.*(Jahr X769)Es ist ein Frühlingsanfang. Die Blumen blühen und die Bäume sprießen wieder.Die Sonne scheint auch wieder und ihre sanften Strahlen treffen auf die Straßen der Stadt Magnolia.Durch den Frühlingsanfang kommen auch wieder alle Menschen auf die Straße, da sie die Sonne genießen wollen.Doch zwischen der Menschenmenge huscht eine kleine Gestalt umher. Es ist ein kleines Mädchen mit glatten schwarzen Haaren, die ihr gerade nur bis zur Schulter reichen. Ihre hellblauen Augen scannen die Umgebung, um niemanden zu sehen den sie nicht sehen will. Als sie keinen Störenfried entdeckt huscht sie weiter durch die Stadt.Als sie etwas abseits angekommen ist läuft sie durch eine Allee mit Kirschblütenbäumen, deren Blüten wieder in einem leuchtend hellem rosa erblühen.Bei dem Trampfelpfad zwischen den Büschen und Bäumen hält sie kurz inne, ehe die kleine 5-Jährige anfängt über den Pfad zu hüpfen. Am Ende des Weges bleibt das kleine Mädchen stehen, während sie mit geröteten Wangen über die Wiese schaut. Ihr Blick gleitet über den See bis hin zu dem riesigen Kirschblütenbaum, der sich in der Mitte der Wiese befindet und dessen Blüten nur so erstrahlen.Am Fuße des Baums sitzt eine Frau, im Alter von 32, auf welchem Schoß der Kopf des 7-jährigem Jungen liegt. Mit ihrer einen Hand streicht sie eine ihrer hellbraunen Haarsträhnen hinter ihr Ohr, während ihre andere Hand durch das blonde Haar des Jungen fährt. Ihre hellblauen Augen wirken freundlich, während die blau-grauen Augen des Jungen geschlossen sind.Das Mädchen grinst nun, bevor sie sich hüpfend zu ihnen bewegt.„Mama! Nii-san!“, schreit sie, bevor sie bei den Beiden ankommt. Der Junge schreckt nun auf und auch die Frau sieht verwundert auf. Doch als sie das kleine Mädchen entdeckt muss sie lächeln.„Wieso musst du so schreien, Mina?! Du hast mich erschreckt...“, gibt der Junge schmollend von sich.„Entschuldigung, Nii-san.“, meint sie lächelnd und kratzt sich etwas verlegen am Hinterkopf, bevor sie ihrem Bruder um den Hals fällt.„Mina, lass mich doch los! Du bist so anhänglich!“, meint nun ein kleiner Laxus, als er versucht seine Schwester loszuwerden. Vergebens.„Laxus, hör jetzt auf.“Sofort schnellen die Blicke der beiden Geschwister zu der Frau, die nun leicht lächeln muss. Dann setzt sie wieder eine ernste Miene auf, bevor sie weiterspricht: „Wie oft muss ich dir noch sagen, dass du deine Schwester nicht so anmeckern sollst?“Etwas verlegen sieht der kleine Junge nun zu Boden, als er eine Entschuldigung murmelt.„Nicht zu mir. Zu deiner Schwester.“, meint die Ältere nun streng.Der Junge sieht nun seine Schwester aus dem Augenwinkel heraus an, bevor er ein „Es tut mir leid“ murmelt. Diese grinst nun breit und reibt ihre Wange an die ihres großen Bruders.„Ach, alles gut.“„Kannst du mich vielleicht trotzdem loslassen?“„Gut. Dann wäre das geklärt.“, meint die Frau nun lächelnd. Dann sieht sie die Kinder an, bevor sie das kleine Mädchen zu sich winkt. Diese sieht ihre Gegenüber verwundert an, doch dann lässt sie ihren Bruder los und wendet sich an die Frau.„Ja, Mama?“„Sag mal, wo warst du denn gerade, mein Liebling?“, will nun ihre Mutter wissen, als sie ihrer Tochter eine Kirschblüte aus dem Haar nimmt.„Ich...“, fängt das Mädchen an, als sie sich zu Ohr ihrer Mutter beugt.„... habe ein Geschenk für Nii-san gesucht, weil er doch nächste Woche Geburtstag hat.“, beendet Klein-Mina ihren Satz, ehe sie anfängt zu kichern.„Achso, verstehe. Und?“, fragt ihre Mutter nun mit großen Augen, woraufhin Mina nun nicken muss.„Das ist gut.“„Hey! Ich will auch wissen worüber ihr redet!“, gibt Laxus nun laut von sich, als er anfängt zu schmollen.„Ach Laxus, mein Schatz, du musst nicht alles wissen.“, meint Liliana nun.„Warum nicht?“„Nun ja... das sind schließlich Mutter und Tochter Gespräche.“Nun müssen Liliana und ihre Tochter gleichermaßen lachen.„Das ist aber unfair!“, gibt Laxus nun schmollend von sich.„Aber Nii-san, das ist doch kein Grund zu schmollen.“, meint Mina nun lächelnd, weshalb Laxus sie böse ansieht.„Du bist doch mein großer Junge, das weißt du doch, oder mein Schatz?“, will Liliana nun wissen, bevor sie ihrem Sohn einen Kuss auf die Stirn gibt.Als sie jedoch merkt, dass ihr Sohn noch immer schmollt klopft sie mit ihren Händen auf ihren Schoß. Ihre Kinder verstehen das sofort und legen ihre kleine Köpfe auf den Schoß der Frau.„Singst du wieder etwas für uns?“, fragt das kleine Mädchen mit großen Augen, die nur so vor Freude funkeln. Liliana muss sich daraufhin ein Lachen verkneifen, als sie dann nickt.Nun fährt Liliana mit ihren Händen durch die Haare ihrer Kinder bevor sie ihre Stimme erhebt und anfängt zu singen. „~'Daijoubu' hitori de zenbuKakaekomu kimi no wasui kuse Itsu ni nattemo naoranai karaKyou mo shizuka ni te o tsunaidaSekai ga kimi o hajikidashitemo Watashi ga soba ni iru kanaOsorenakute ii tobira o akete Kimi no mirai ga watashi no mirai Kima ga iru nara nanimo kowakunaiFutari o tsunagu kasaneta te to teHanarenai you ni tsuyoku Nigirishimeteikou Dare yori mo yasashiku tsuyoi Dare yori mo moroku yowai hito Takusan no itami o shitte Kanashii koto mo kakushite warau Honto wa tsuyoku nanka nai koto Watashi dake wa shitteru yo Wasurenaide ne koko ni iru koto Kimi o shinjiru watashi o shinjite Kimi no tonari ni zutto isasete Mayotta toki wa yasashiku terasuHikari no you ni kimi o tsutsumikomeru you niChigau basho chigau jidai chigau sekai O mayoikondeshimattemo Kitto watashi kimi o mitsukete mata Aisuru deshou Umarekawattemo...Kimi o shinjiru watashi o shinjite Kimi no tonari ni zutto isasete Mayotta toki wa yasashiku terasuHikari no you ni kimi o tsutsumikomeru you niKimi no mirai ga watashi no mirai Kima ga iru nara nanimo kowakunaiFutari o tsunagu kasaneta te to teHanarenai you ni tsuyoku Nigirishimeteikou Ai to iu kiseki o kono te ni chikau yo ~"Als Liliana nun wieder hinab zu ihren Kindern sehen fangen diese an zu kichern. Verwundert hebt Liliana ihre Augenbraue an, als Laxus als erstes spricht.„Mama.“„Ja, mein Schatz?“„Ich hab dich lieb.“, meint der kleine Junge nun, weshalb seine Mutter nun lächeln muss.„Ich hab dich auch lieb!“, gibt Mina nun laut von sich, weshalb Liliana lachen muss.„Ich habe euch beide auch unglaublich lieb, meine Lieblinge.“, und damit gibt Liliana ihren beiden Kindern jeweils einen dicken Kuss auf ihre Stirn.*.*~.*~* Time Skip *~*.~*.*(Jahr X779)Es ist Anfang Frühling, als die beiden Dreyar-Geschwister am Grab ihrer Mutter sitzen.Während die 15-Jährige sich hingesetzt hat hat der 17-Jährige seinen Kopf auf ihren Schoß gelegt. So sitzen sie still da, während Mina mit ihrer Hand durch Laxus blondes Haar fährt, und genießen den Klang der Natur.Nach der geraumen Zeit der Stille erhebt Laxus seine Stimme, nachdem er eine von Minas schwarzen Haarsträhnen zwischen seinen Fingern dreht.„Du, Kleines...“, fängt Laxus an, weshalb Mina ihn ansieht.„Ja?“„Tust du mir einen Gefallen?“Stille herrscht nun zwischen den beiden Geschwistern, bevor Mina nun langsam anfängt zu nicken. Laxus muss nun lächeln.„Sing mir bitte etwas vor.“Verwundert sieht Mina ihren großen Bruder an.„Du willst,... dass ich dir etwas vorsinge?“, fragt Mina nun leise.Nickend meint Laxus: „Ja, denn ich liebe es, wenn du mir etwas vorsingst.“Minas Wangen nehmen nun einen leichten roten Schimmer an, wegen der lieben Worte ihres Bruders.„Hör doch auf... Ich werde noch ganz rot...“, murmelt sie nun und sieht etwas verlegen zur Seite, um Laxus nicht ansehen zu müssen.„Wieso? Das ist doch nur die Wahrheit.“, gibt dieser unschuldig von sich.„Aber... ich singe nicht so gut wie Mama...“, versucht Mina Laxus von seiner Idee abzubringen.„Ich weiß, aber trotzdem hast du eine sehr schöne Stimme.“, entgegnet Laxus nun und schließt seine Augen.Die Jüngere muss nun seufzen, bevor sie ihre Stimme zum Gesang erhebt.„ ~'Daijoubu' hitori de zenbuKakaekomu kimi no wasui kuse Itsu ni nattemo naoranai karaKyou mo shizuka ni te o tsunaidaSekai ga kimi o hajikidashitemo Watashi ga soba ni iru kanaOsorenakute ii tobira o akete Kimi no mirai ga watashi no mirai Kima ga iru nara nanimo kowakunaiFutari o tsunagu kasaneta te to teHanarenai you ni tsuyoku Nigirishimeteikou ---"Nach dem plötzlichen Abbruch von Minas Gesang öffnet Laxus seine Augen, nur um zu spüren wie Tränen auf sein Gesicht treffen. Als er in das Gesicht seiner Schwester sieht muss er feststellen, dass sie ihre Augen geschlossen hat und Tränen aus ihren geschlossenen Augenlidern quellen.Sofort setzt sich Laxus auf und legt seine Hände auf Minas Schultern. Verwunderung steigt in ihm auf, als seine Schwester total aufgelöst wirkt und ihre Hände vor ihr Gesicht hält.„Hey, Kleines? Was ist denn los?“, will Laxus nun besorgt wissen, doch Mina schüttelt bloß ihren Kopf.„Was hast du? Hab ich etwa etwas falsch gemacht? Habe ich irgendwie deine Gefühle verletzt?“Erneut erhält er bloß ein Kopfschütteln als Antwort.„Dann rede bitte mit mir. Sag mir doch bitte was los ist.“, fleht Laxus nun förmlich.„Ich... ich... ich...“, kommt nur schluchzend aus Minas Kehle, weshalb sie versucht den Satz immer wieder von vorne zu beginnen. Nun zieht Laxus seine kleine Schwester in eine Umarmung und er streicht ihr beruhigend über das Haar.„Es ist alles gut. Versuch dich erstmal zu beruhigen. Was es auch, du kannst mit mir reden.“, sagt Laxus nun und küsst ihren Kopf.Anschließend lässt er Mina los, um ihr Gesicht in seine Hände zu nehmen. Dann legt er seine Stirn vorsichtig gegen die ihre, als er fortfährt: „Du weißt doch, dass ich immer für dich da bin. Du kannst mir alles sagen. Also bitte, rede mit mir.“„Ich... ich... kann nicht...“, gibt Mina schluchzend von sich, während sie allmählich anfängt zu zittern.„Wieso?“„Du... wirst mich hassen...“„Warum sollte ich dich denn hassen? Du bist meine kleine Schwester. Ich könnte dich niemals hassen.“, meint Laxus lächelnd.Nun senkt Mina ihren Blick, sodass ihre Haare ihr Gesicht verdecken. Anschließend murmelt sie etwas unverständliches für Laxus, weshalb er sie bittet den Satz nochmal zu wiederholen.„Ich... habe Schuld...“, flüstert Mina nun, ohne ihren Bruder anzusehen.„Was meinst du? Woran?“Laxus wirkt nun sichtlich verwirrt, als Mina ihn mit rot angelaufenen Augen ansieht.„Ich habe Schuld! Ich habe Schuld an Mamas Tod! Nur... nur weil ich meine Magie nicht kontrollieren konnte... ist Mama tot!“Nun bricht Mina komplett in Tränen aus.Laxus hingegen lässt Mina nun los und steht langsam wie unter Trance auf. Als Mina dies bemerkt ist er bereits dabei wegzugehen.„Laxus..?“, erhebt sie nun ihre brüchige Stimme, doch ihr Bruder bleibt nicht stehen.„Laxus, wohin gehst du?“Erneut erhält sie keine Reaktion von ihm.Nun springt Mina auf, um ihren Bruder hinterher zu laufen.„Laxus!“, ruft sie nun, ehe sie ihn von hinten umarmt. Dadurch bleibt er abrupt stehen, doch er rührt sich sonst nicht mehr.„Bitte... bitte lass mich nicht alleine...“, murmelt sie in seinen Rücken. Doch das ist zu viel! Das ist zu viel für Laxus Nerven. Er reißt sich nun aus der Umarmung los, um sich wütend zu Mina umzudrehen. Dann tut er das Einzige, was er für richtig hält: er gibt Mina eine heftige Ohrfeige. Sofort hält sie sich ihre schmerzende Wange fest, um ihren Bruder anschließend fassungslos anzusehen.Mit wütenden Blick sieht er auf Mina herab, während sich seine Hände zu Fäusten ballen.„Du wagst es... so etwas zu sagen?! Erst gestehst du mir, dass du Schuld an Mamas Tod hast und dann besitzt du die Frechheit und bittest mich dich nicht zu verlassen?!“„Laxus...“, fängt Mina an, doch ihr Bruder unterbricht sie.„Neun Jahre! Neun verdammte Jahre, hast du mich angelogen! Denkst du das macht alles besser, wenn du es mir jetzt sagst?!“„Laxus... ich...“, versucht Mina ihn zu besänftigen, doch das bringt gar nichts.„Du konntest immer zu mir kommen und mit mir reden! Immer! Ich habe dir immer zugehört! Und du besitzt nicht mal den Mut mir das zu sagen?!“„Bitte...“, fängt Mina nun an und faltet ihre Hände zusammen, um sie vor sich zu halten, in der Hoffnung dass Laxus ihr Flehen erkennt.„Bitte, was?! Hass mich nicht?! Sei mir nicht böse?!“„Lass mir erklären...“, doch da hebt Laxus seine Hand hoch, um Mina anzudeuten, dass er nichts mehr hören will.„Aber...“„Wag es nie wieder mir unter die Augen zu treten.“, und damit geht Laxus und lässt seine Schwester alleine zurück.Unter anderen Umständen wäre Mina ihm hinterhergerannt, um ihn zu besänftigen und ihn zu erklären, dass nicht sie es war die ihre Mutter tötete. Doch nicht in dieser Situation.Wieso? Weil Laxus sie mit einem eiskalten Blick angesehen hat, welchen sonst nur er hatte. Dieser Blick machte ihr Angst.Schluchzend sackt Mina nun in sich zusammen, als sie sich ihre Hände vor den Mund hält, um nicht losschreien zu müssen.„Es tut mir leid...“, kommt aus ihrer Kehle.„Es tut mir leid, Laxus...“, murmelt sie und schließt ihre Augen, damit die Tränen aufhören zu fließen. Vergebens.„Es tut mir leid, Mama...“Ihre Stimme wird nun immer brüchiger, als sie diese Worte immer und immer wieder vor sich hin murmelt.„Aber bitte... lass mich nicht alleine...“*.*~.*~* Flashback Ende *~*.~*.*Erneute Tränen bahnen sich den Weg an Minas Wangen hinunter.Sie hätte dich denken können, dass Laxus sie noch immer hasst. Mehr noch, sie wusste es irgendwie, dass er sie noch hasst. Dennoch... dennoch hatte sie die Hoffnung, dass er sich verändert hat und ihr vergeben kann. Doch erneut werden Minas Hoffnungen zertreten und zerschlagen.Zu spät hört Mina die schweren Schritte hinter ihr, weshalb sie sich erschreckt, als eine wütende Stimme hinter ihr erklingt.„Was willst du hier?!“Mina muss sich nicht mal umdrehen, um zu wissen, dass es Laxus ist der hinter ihr steht. Dennoch wendet sie ihren Blick in seine Richtung, um ihn traurig anzulächeln.„Ich wollte ohnehin gehen.“, sagt sie nun leise und steht anschließend auf. Mit gesenktem Haupt läuft sie an ihrem Bruder vorbei, ohne auch nur einen schnellen Blick auf ihn zu erhaschen.Sie würde Laxus gerne sagen wie sehr ihr alles leid tut, doch das will er nicht hören. Deshalb bleiben ihre Gedanken unausgesprochen, wobei ein Gespräch der Beiden schon lange überfällig ist, da auch Laxus viele Gedanken hat, die ausgesprochen werden müssen.Erst als Mina weg ist kann er sich fallen lassen und sein wahres Gesicht zeigen. Vor dem Grab ihrer Mutter sackt er auf die Knie und fährt mit seinen Fingern über die Gravierungen, bevor er sich mit seiner Hand nervös durchs Haar fährt.Doch dann ziert ein kleines, unscheinbares Lächeln Laxus Lippen. Es ist nicht sein übliches Grinsen, welches alle provoziert, ein stolzes oder fröhliches Lächeln. Nein. Es ist ein trauriges Lächeln. Es ist dasselbe Lächeln, welches Mina ebenso vor dem Grab ihrer Mutter offenlegt.„Ach, Mama... Ich wünschte du wärst hier. Du wüsstest was zu tun wäre, nicht wahr? Das wusstest du schließlich immer...“, murmelt Laxus nun, bevor er wieder in Gedanken schwelgt.Er hasst seine Schwester oder so denkt er zumindest. Natürlich ist er wütend. Das ist verständlich schließlich denkt er, dass seine Schwester Schuld am Tod ihrer Mutter hat. Doch leider kennt er nicht die ganze Wahrheit, da er Mina nie ausreden lassen hat. Zu groß war seine Enttäuschung und seine Wut, die noch immer wie eine unstillbare Glut in ihm tobt.Ihm ist klar, dass es nicht für immer so zwischen Mina und ihm weitergehen kann. Er muss etwas unternehmen. Doch noch ist die Zeit nicht reif. Wohl oder übel muss er sich noch etwa länger mit seiner Schwester abgeben, bevor er seinen Plan umsetzen kann und Mina somit endgültig loswerden kann.Aber... möchte er das wirklich?

----- CHAPTER BREAK -----

|| Erzähler Sicht ||Nachdem Mina und Laxus, die beiden Dreyar-Geschwister, aus der Gilde gestürmt sind hat sich die Stimmung in der Gilde wieder etwas aufgelockert. Makarov ist jedoch noch der Einzige der angespannt ist, doch fragt mich bloß nicht wieso. Vielleicht ist es einfach, weil er die Befürchtung hat, dass seine Enkel erneut in die Gilde treten und sich dann gegenseitig an die Gurgel springen.Als er mit Mirajane wieder am Tresen ankommt und er sich auf diesem erneut niederlässt muss er seufzen. Noch immer hat er das Bild seiner lieben kleinen Enkel vor seinem geistigen Auge. Wie gerne würde er sie wieder in diesem Alter haben, damit sie sich wenigstens wieder verstehen. Doch das geht leider nicht, da die Beiden erwachsen sind und er die Zeit ja nicht zurückdrehen kann.Erza und Mirajane sehen den Master nun besorgt an, bevor sie Blicke austauschen. Lucy hingegen sitzt stumm bei ihnen und beobachtet die drei.„Also...“, fängt Erza an, doch Makarov rührt sich nicht.„... diesmal haben sie sich sehr gestritten...“, versucht Erza ein Gespräch aufzubauen und Makarov somit aus seiner Stille zu holen, doch leider vergebens. Er bleibt unbeirrt weiter still sitzen und scheint tief in Gedanken zu sein.„Master?“, fragt Mirajane nun besorgt und berührt sanft seine Schulter, weshalb Makarov nun aufschreckt. Verwundert sieht er die drei Frauen an, bevor er seinen Blick erneut abwendet und er etwas vor sich hin grummelt. Anschließend rümpft er sich die Stirn, ehe er zur Decke starrt.„Warum müssen sie sich immer streiten, Liliana..?“, fragt er nun leise. Dann hüpft er vom Tresen und geht langsam die Treppe hoch, in Richtung Büro. Als er oben angekommen ist hört man kurz das Öffnen einer Tür und er murmelt ein „Ich werde langsam zu alt für diese Streitereien...“, bevor sich die Tür wieder schließt. Die drei Frauen sehen sich nun stumm an, ehe Erza seufzt und Mirajane dann anfängt Gläser zu polieren.Lucy sieht die beiden Frauen an, als sie dann ihre Stimme erhebt.„Darf ich euch etwas fragen?“„Natürlich, Lucy.“, gibt Mira lächelnd von sich, doch die Stellargeistmagierin kann ganz klar den Kummer den Augen der Bardame erkennen.„Soweit ich das verstanden habe sind Laxus und Mina Geschwister, richtig?“, fragt die Blondine nach.„Genau. Mina ist zwei Jahre jünger als Laxus.“, erklärt Erza, woraufhin Mira nickt.„Aber warum hassen sie sich dann?“Nun scheint Stille in der Gilde zu herrschen, da jeder Lucys Frage mitbekommen hat. Verwundert sieht sich Lucy um, bevor Erza seufzen muss.„Der Hass geht eher von Laxus aus, als von Mina.“, setzt sie an. Mira nickt daraufhin und fährt fort: „Stimmt. Mina hasst Laxus nämlich gar nicht, aber durch seine Kälte ihr gegenüber wirkt sie im Gegenzug ebenso zu ihm, oder sie versucht es zumindest...“Nun wendet sich Erza zu dem Rest der Gilde und fragt laut: „Habt ihr jetzt genug gelauscht?“Daraufhin schrecken alle auf und fangen an selbst wieder Gespräche zu führen.„Früher waren sie aber anders.“, sagt Erza dann, weshalb sie und Mira etwas lächeln müssen.„Wirklich?“, fragt Lucy überrascht, woraufhin sie ein Nicken als Antwort bekommt.„Ja, das waren sie. Sie waren wie ein Herz und eine Seele. Sie standen sich sehr nahe, selbst als ihr Vater aus der Gilde verbannt wurde.“, erklärt Mira, weshalb Lucy verwunderter wirkt.„Was?! Wieso wurde denn ihr Vater verbannt?“Die Rot- und Weißhaarige sehen sich an, ehe sie sich wieder zu der Blondine wenden und mit ihren Schultern zucken.„Ach, kommt schon! Irgendetwas müsst ihr wissen!“„Master meinte bloß, dass er eine Gefahr für die Gilde sei. Das war ein schwerer Schlag für Laxus und Mina, wobei es Laxus wohl mehr mitnahm als Mina.“, meint Mira und sieht Erza an.„Und dennoch waren sie füreinander da. Doch Laxus entfernte sich durch die Verbannung ihres Vaters mehr von Master. Er merkte gar nicht wie sehr es ihn mitnahm seinen eigenen Sohn verbannen zu müssen. Mina hat versucht, dass sich die Beiden wieder annähern, aber vergebens. Laxus hat sich geweigert.“, erklärt Erza, bevor ihr Blick nach oben zum ersten Stock abdriftet.„Und was hat sich dann verändert? Wieso verhalten sie sich jetzt so, wenn sie doch immer ein Herz und eine Seele waren?“, will Lucy wissen.„Keine Ahnung.“, gibt Erza direkt von sich und sieht Mirajane an.„Weißt du was, Mira?“Die Bardame schüttelt nun ihren Kopf und sieht traurig auf den Tresen.„Weißt du, Lucy, es ging ganz plötzlich. Von heute auf morgen fing Laxus an Mina zu hassen.“, meint Mira.„Aber das geht doch nicht! Es muss doch dafür einen Grund geben!“„Wenn ich es dir doch sage! Es ging von heute auf morgen! Vor fünf Jahren hat sich alles einfach verändert. Keiner von uns weiß wieso. Laxus kam eines Tages in die Gilde und würdigte Mina keines Blickes mehr.“„Einfach so?“, hakt Lucy bei der Bardame nach, die nur nickt.„Mina wollte immer mit Laxus reden, aber er hat sie entweder angeschrien, sie ignoriert oder sie bloß böse angesehen. Dadurch hat er Mina eingeschüchtert und sie hat ihn in Ruhe gelassen.“, gibt Erza dazu.„Doch einmal ist alles zwischen ihnen ein bisschen eskaliert und Mina hat Laxus eine Ohrfeige gegeben.“, erhebt Mira nun ihre Stimme, weshalb Lucy sie ungläubig ansieht.„Aber die war auch verdient.“, sagt Erza nun.„Selbst wenn man sollte seinen Geschwistern keine Ohrfeigen geben!“, sagt Mira nun laut, woraufhin Erza mit ihren Schultern zuckt.„Was hat Laxus denn gemacht, dass Mina ihn geohrfeigt hat?“, will Lucy nun wissen.Erza und Mira sehen sich nun an, bevor Mira ihre Stimme erhebt: „Naja, das war so...“*.*~.*~* Flashback *~*.~*.*(Jahr X782)Es ist Mitte August und somit kurz vor Minas Zwei-Jahres Auftrag. Der 21-jährige Laxus sitzt wie immer an seinem Stammtisch im ersten Stock, während seine 18-jährige Schwester an seinem Tisch steht und versucht mit ihm zu reden. Das ist typisch für die Beiden, doch heute soll es anders laufen als sonst. Mina will mit Laxus reden, da sie bald zu ihrem Auftrag aufbrechen muss und sie wenigstens alles mit ihrem Bruder klären will bevor sie für zwei Jahre verschwindet.„Hör mich doch bitte an, Laxus.“, gibt Mina leiser von sich, was Laxus nur noch wütender stimmt.„Warum sollte ich?!“, fragt er wütend, in der Hoffnung dass Mina nun weggeht und ihn endlich in Ruhe lässt. Doch diesmal nicht. Heute lässt sich Mina nicht so leicht von Laxus abwimmeln. Sie bleibt standhaft.„Warum hasst du mich so sehr? Du hast mich nie zu Ende erklären lassen.“Ein gehässiges Lachen entschlüpft nun aus Laxus Kehle, ehe er aufsteht und anschließend kalt auf Mina herabsieht.„Du scheinst wohl auf den Kopf gefallen zu sein! Warum hasse ich dich wohl so sehr?! Huh?!“Mina blickt ihren Bruder nun traurig an und flüstert: „Du hast mir nie die Chance gelassen mich zu erklären...“Laxus schüttelt nun seinen Kopf und sieht Mina finster an.„Warum hätte ich?“, fragt er nun kalt.„Damit du verstehst...“„Ich verstehe schon genug. Ich will kein Wort mehr von dir hören.“Laxus will sich nun abwenden, doch Mina hält ihn an seinem Oberteil fest. Aus dem Augenwinkel heraus sieht er auf Mina herab, die ihn mit großen Augen voll Kummer ansieht.„Kannst du, Schwächling, mich mal in Ruhe lassen?“Mina presst nun ihre Lippen zusammen, bevor sie erneut ihre Stimme erhebt.„Ich... erkenne dich nicht wieder. Du hast dich verändert... und das nicht zum Guten...“„Und wessen Schuld ist das wohl?“Mina schweigt nun und sieht Laxus ungläubig an, welcher nun grinsen muss.„Was ist denn los, Schwesterherz? Warum so sprachlos?“„Ich...“, fängt Mina an und sieht auf ihre Füße.„Ich verstehe es, dass du mich hasst, ...“Nun hebt sie ihren Blick und sieht Laxus ernst an.„... aber warum hasst du auch die Gilde?“Verwundert sieht Laxus seine kleine Schwester an, bevor er breit grinst. Wieso? Wegen Minas Blick, in dem ein gewaltiges Feuer lodert.„Diesen Blick kenne ich gar nicht an dir. Irgendwie mag ich ihn.“„Antworte mir, Laxus.“, sagt Mina nun mit fester Stimme, weshalb ihr Gegenüber seine Augenbraue anhebt. Dies schüchtert die Jüngere etwas ein, weshalb sie ein leises „Bitte“ von sich gibt.„Und da habe ich mich geirrt. Du bist noch immer feige... und schwach.“Nun reißt sich Laxus von Mina los.„Du fragst warum ich die Gilde hasse? Ich hasse die Gilde nicht. Ich verachte sie für ihre Schwäche.“„Aber Laxus...“, fängt Mina an, doch Laxus unterbricht sie.„Der einzig Starke bin ich! Ich meine sieh dich an! Du kannst nicht mal auf dich selbst aufpassen! Genauso wie der Rest dieses ganzen Sauhaufens! Das ist ein Zeichen von Schwäche!“, gibt Laxus laut von sich, weshalb jeder in der Gilde allmählich aufhorcht.„Warum hast du dich nur so verändert?“, fragt Mina leise.„Ich habe mich nicht verändert! Ich habe bloß meine Augen geöffnet! Dadurch habe ich erkannt, dass ihr alle zu schwach seid, um euch Magier nennen zu dürfen!“Nun steht der Schock im Gesicht aller geschrieben, selbst in Minas Gesicht. Damit ist Laxus jedoch noch nicht fertig.„Ich frage mich sowieso warum ich noch hier, bei euch Schwächlingen, bin! Achso, genau! Weil ihr ohne mich doch komplett aufgeschmissen seid! Aber das alles wird sich ändern! Aber... wäre Vater hier gewesen, dann wären die ganzen Schwächlinge längst weg.“, zischt Laxus den letzten Satz.Nun reißt Mina der Geduldsfaden und sie reagiert, bevor sie auch nur nachdenken kann. Was sie tut? Ganz einfach! Sie gibt Laxus eine heftige Ohrfeige, deren Geräusch durch die ganze Gilde schallt. Ungläubige Gesichter beobachten die Geschwister und auch Laxus sieht seine kleine Schwester ungläubig an. Jedoch kann er ihren Blick nicht erkennen, da sie diesen auf den Boden gerichtet hat.„Hast du... mich gerade geohrfeigt?“Doch Mina ignoriert ihn und dreht sich um, um anschließend zur Treppe zu gehen.„Hörst du mir überhaupt zu?!“„Natürlich höre ich dem großen Laxus Dreyar zu! Wer denn nicht?! Aber soviel Mist wie jetzt hast du noch nie geredet!“, meint Mina wütend, aber sie sieht Laxus dennoch nicht an.„Und damit du es weißt... die Ohrfeige hast du verdient.“, und damit geht Mina die Treppe langsam runter.Doch auf der Mitte des Weges bleibt sie stehen und sie erhebt erneut ihre Stimme.„Du sagst ja jeder wäre schwach und mit Vater wäre alles anders, aber da irrst du dich! Vater gehört nicht mehr zu dieser Familie! Fairy Tail ist deine Familie! Warum erkennst du das denn nicht?! Du nennst deine Familie schwach und fragst warum du noch hier bist?! Nun gut! Dann geh doch! Fairy Tail kommt auch ohne dich zurecht!“Das überrascht nun Laxus. Seine Schwester sagt zu ihm, dass er Fairy Tail verlassen soll? Nun kocht die Wut förmlich in Laxus hoch, doch jetzt ist Mina nicht fertig.„Ich sehe hier nur eine schwache Person und weißt du wer das ist?! Das bist du!“Nun verlässt Mina unter den schockierten Blicken ihrer Kameraden die Gilde, um sich für ihren Zwei-Jahres Auftrag fertig zu machen. Was jedoch keiner merkt ist, dass Mina dieser Streit nicht kalt gelassen hat. Im Gegenteil, Mina muss weinen, als sie aus dem Gildengebäude tritt. Sie lässt nun ihren gesamten Gefühlen freien Lauf, weshalb die Tränen nur ihre Wangen herunterlaufen. In diesem Moment ist ihr Herz in tausend Stücke zerbrochen.*.*~.*~* Flashback Ende *~*.~*.*Ungläubig sieht Lucy Mira an, ehe sie schwer schlucken muss.„Kein Wunder, dass Mina ihn geohrfeigt hat...“, murmelt nun Lucy, was Erza scheinbar etwas zufrieden stimmt.„Sag ich doch. Er hat es verdient.“, meint die Rothaarige nun stolz, weshalb Mira sie missfällig ansieht.„Selbst wenn, dann hat Mina dennoch nicht das Recht ihn zu ohrfeigen.“„Das bestreite ich ja nicht, aber was ist mit ihm? Wäre es vorhin, denn in Ordnung gewesen, wenn er Mina geohrfeigt hätte? Denn das hätte er getan, wenn Master nicht dazwischen gegangen wäre.“, meint Erza etwas gereizt, weshalb die Gildenmitglieder allmählich aufhorchen.„Ehm... ihr müsst doch nicht auch noch streiten...“, versucht Lucy die Beiden zu beschwichtigen, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht.„Das habe ich nicht gesagt, Erza. Ich sage bloß, dass man seine Geschwister nicht ohrfeigen sollte.“, meint Mira nun.„Manchmal gehen die Gefühle mit einem durch und wenn wir mal ehrlich sind, jeder kann verstehen, dass bei Mina die Gefühle durchgegangen sind.“, entgegnet Erza.„Das ist dennoch keine Entschuldigung.“„Leute!“, ruft nun Lucy, weshalb die Beiden sie nun endlich ansehen und auch verstummen.„Ist das jetzt nicht egal? Ich meine ist das ein Grund noch einen weiteren Streit anzufangen? Ich... Ich glaube für heute hatten wir hier genug Streitigkeiten,... oder nicht?“, fragt Lucy nun etwas eingeschüchtert unter Erzas prüfenden Blick. Doch dann schließt Titania ihre Augen, bevor sie und Mira sich ansehen. Dann seufzen die Beiden und lächeln etwas.„Stimmt. Du hast Recht, Lucy.“, sagt Mira und sieht die Blondine an.„Genau. Wir sollten uns nicht auch noch streiten.“Lucy muss nun breit lächeln und würde sich am liebsten selbst auf die Schulter klopfen, doch das verkneift sie sich.„Aber warum hat Master denn nichts gesagt?“, will Lucy nun wissen.„Ach, hatte ich vergessen das zu erwähnen?“„Ja, hast du, Mira.“„Was denn?“, hakt Lucy nach.„Master war zu diesem Zeitpunkt nicht in der Gilde.“„Nein? Wo war er denn?“„Puh! Das weiß ich gar nicht mehr so genau... ich glaube bei irgendeinem Treffen mit dem Rat.“, überlegt Mira angestrengt.„Das ist aber auch egal. Jedenfalls war er total wütend, als er zurückgekommen ist und davon erfahren hat.“, berichtet Erza.„Er hat mit Laxus geschimpft, aber es hat ihn nicht interessiert. Mit Mina wollte er auch reden, aber sie war bereits auf ihrem Auftrag und er wollte sie wegen so etwas belanglosen nicht stören.“, erklärt Mira zu Ende, woraufhin Lucy nickt.Sie hat ja nun gemerkt, dass das Verhältnis in dieser Familie merkwürdig und schwierig ist, aber das es so schlimm ist hätte sie nicht gedacht.Doch dann kommt Lucy etwas in den Sinn. Es ist ein Wort oder eher ein Name den Makarov zuvor in den Mund genommen hatte. Aus diesem Namen wird sie einfach nicht schlau.„Ich hätte noch eine Frage.“, meint Lucy nun, weshalb ihre Gesprächspartner sie aufmerksam ansehen.„Wer ist Liliana?“Die Beiden wirken nun überrascht, als Lucy fortfährt: „Master fragte doch eben warum sie sich immer streiten müssen und er erwähnte den Namen Liliana.“„Liliana war ein Mitglied der Gilde.“, erklingt nun eine Männerstimme, weshalb sie zu der Stimme sehen. Überrascht stellen die Frauen fest, dass es sich um Wakaba handelt, der mit Macao nun zum Tresen kommt.„Aber das ist schon Ewigkeiten her.“, meint Macao nun und die beiden Männer lassen sich bei den Frauen nieder.Aufmerksam sehen die Frauen zu ihnen, weshalb Macao fortfährt: „Ihr müsst wissen, dass Liliana die Mutter von Laxus und Mina war.“„Wirklich?“, fragt Erza nach, woraufhin Macao nickt.„Und es ist relativ witzig, aber Mina ist Liliana wie aus dem Gesicht geschnitten. Wie eine jüngere Version von ihr.“, sagt Wakaba nun und er scheint daraufhin in leichten Gedanken zu schweben, wobei Macao ihn schnell aus diesen zurückholt.„Aber es gibt ja einen Unterschied.“„Welchen?“, wollen die drei Frauen gleichzeitig wissen.„Mina hat schwarze Haare, während Liliana hellbraune Haare hatte.“, erklärt Macao.„Stimmt. Die Haare hat sie eindeutig von ihrem Vater.“, gibt Wakaba von sich.„Und von wem hat Laxus dann die blonden Haare vererbt bekommen?“, fragt Lucy nun verwundert.Nun denken die beiden Männer nach, ehe sie gleichzeitig sagen: „Vermutlich von Master.“„Hatte Master etwa mal blonde Haare?“„Soweit ich weiß schon. Oder dachtest du er hatte schon immer graue Haare?“, stellt Wakaba eine Gegenfrage, während der Rauch aus seiner Pfeife aufsteigt.„Das habe ich nicht gesagt...“, murmelt die Blondine nun und fühlt sich allmählich etwas unwohl.Doch dann fällt ihr etwas ein und sie sieht die beiden Männer eindringlich an.„Warum redet ihr, aber in der Vergangenheit von ihr?“, will die Stellargeistmagierin wissen, weshalb sich die beiden Männer ansehen.„Mal eine Gegenfrage: Habt ihr jemals gehört wie Mina, Laxus, Makarov oder sonst jemand über sie redet?“Alle Frauen schütteln nun ihren Kopf.„Woran liegt das wohl?“Mira ist die Erste mit einer Idee und spricht diese aus, als sich ihre Augen weiten.„Sagt mir nicht... sie ist...“, doch bevor sie zu Ende sprechen kann erhält sie von den Männern ein Nicken als Antwort.„Liliana ist vor 14 Jahren gestorben. Mina war da noch 6 und Laxus schon 9. Seitdem redete man auch nicht mehr viel über sie, vor allem wegen Ivan.“„Stimmt. Jetzt wo ihr es sagt... Mina hatte mal so etwas mir gegenüber erwähnt, aber... das ist schon Ewigkeiten her.“, murmelt Erza nun und schaut angestrengt zur Decke.„Ivan?“, fragt Lucy nun nach.„Der Vater von Mina und Laxus.“, erklärt Erza, weshalb Lucy nickt.Die Fünf unterhalten sich noch länger und Lucy erfährt so etwas mehr über Mina, Laxus, Makarov und Ivans Beziehung zu Liliana und untereinander.Nach einem längeren Gespräch verlässt nun auch Lucy die Gilde, da sie ein wenig durch die Stadt schlendern möchte. Ihre Gedanken gleiten jedoch oft zu der Dreyar-Familie. Sie erwischt sich sogar dabei, dass sie sich wünscht ihnen helfen zu können. Doch diesen Wunsch versucht sie schnell abzuschütteln, da Erza und Mira ihr verboten haben sich einzumischen. Sie sagten, und ich zitiere bloß, streng: „In familiäre Streitigkeiten sollte sich kein Außenstehender einmischen. Also lass es, Lucy! Außerdem könnte es dann schnell passieren, dass du deinen Kopf verlierst.“Bei diesem Gedanken läuft Lucy ein Schauer den Rücken herunter und sie hofft bloß, dass das ein Scherz von den Beiden war.Doch nun kreist eine Frage immer weiter in Lucys Kopf umher. Es ist die Frage nach den Geschehnissen von vor fünf Jahren. Die Frage warum Laxus Hass auf Mina so groß ist und der Groll gegenüber seinem Großvater nicht vergeht kreisen in ihren Gedanken umher.Als sie von einem kleinen Kind angerempelt wird taucht sie wieder aus ihren Gedanken auf. Sie schaut dem Kind hinterher, um dann in weiter Entfernung zu sehen, wie Mina an Lebensmittelstand steht und sich Obst anschaut.Augenblicklich hechtet Lucy hinter die nächste Häuserecke, weshalb sie viele Passanten komisch ansehen. Doch das interessiert sie nicht wirklich. Anstatt sich darum zu kümmern schaut Lucy vorsichtig hinter der Ecke hervor, um Mina beobachten zu können.Während die Blondine die S-Klasse Magierin beobachtet denkt sie scharf nach. Wieso versteckt sie sich überhaupt vor der Älteren? Ich meine Mina sucht sie ja nicht und sie hat ja auch nichts schlimmes angestellt. Dennoch kann sich Lucy kein Herz fassen und einfach auf Mina zu gehen. Sie ist schließlich DIE Mina Dreyar! Die stärkste Magierin der Gilde Fairy Tail! Selbst wenn Mina nett wirkt hat Lucy wahnsinnigen Respekt vor ihr und ihrer Stärke.Als sich Mina vom Stand abwendet macht sich Lucy bereit ihr hinterher zu schleichen. Doch dann verschwindet Mina in Form eines violetten Blitzes von Ort und Stelle. Nur violette Funken leuchten noch dort auf, wo die Feenkaisierin bis eben noch stand. Bevor Lucy jedoch zum Stand springen kann spürt sie wie ihr jemand von hinten auf die Schulter tippt.Ein Schrei schlüpft aus Lucys Kehle, als sie vorspringt und sich schlagartig umdreht. Umso größer ist ihre Verwunderung, als sie sieht wer hinter ihr war und sie angetippt hat.Hinter ihr war niemand geringeres als die schwarzhaarige Magierin, die Lucy bis eben beobachtet hat. Mina schaut Lucy nun verwundert an, als sich ihre Augenbraue hebt, und sie verschränkt ihre Arme vor der Brust unter ihrem schwarzen Umhang.„I-Ich... Ich habe dich nicht beobachtet!“, gibt Lucy nun laut von sich.„So?“, fragt Mina sichtlich irritiert.„Ja! Wirklich nicht!“„Warum warst du dann hinter dieser Ecke und hast zu mir geguckt?“, will Mina nun ruhig wissen, während ein kleines Funkeln in ihren Augen aufleuchtet.Nun fehlen der Stellargeistmagierin die Worte. Sie muss feststellen, dass ihre Aussage nicht wirklich sinnvoll war. Ich meine Mina hat sie ja auch in ihrem Versteck entdeckt. Ausreden sind also sinnlos.„Lucy, richtig?“, fragt Mina nun, während sie ihren Kopf etwas neigt.Lucy nickt nun etwas unsicher, bevor ein leichtes Lächeln Minas Lippen ziert.„Möchtest du etwas von mir?“Nun ist Lucy sichtlich irritiert. Die Blondine versteht nicht recht wieso so viele Angst vor Mina haben. Schließlich ist sie freundlich und hat ein nettes Lächeln. Wenn jemand so nett lächelt kann diese Person nicht böse sein, so denkt sich das die Jüngere. Allerdings ist sie sich dabei auch nicht so sicher.„Hallo?“, erklingt nun Minas Stimme und Lucy sieht wie die Schwarzhaarige mit ihrer Hand vor ihrem Gesicht herumwedelt.„Oh, Mina-san! T-Tut mir leid, aber ich -“, fängt Lucy an, doch da sieht sie wie Mina schmunzeln muss.„Hast du mich gerade ‚Mina-san‘ genannt?“, will die S-Klasse Magierin wissen.„Ja?“, gibt Lucy nun als Antwort, wobei sich die Antwort eher wie eine Frage anhört.„Wieso?“„Wieso?! Du bist schließlich Fairy Tails stärkste Magierin!“Nun schüttelt Mina lächelnd den Kopf, bevor sie Lucy wieder ansieht.„Du bist ja noch neu, also kannst du das noch nicht wissen. Ich mag es nicht sonderlich, wenn man mich ‚Mina-san‘ nennt. Nenn mich einfach nur Mina, das ist ok.“, erklärt Mina lächelnd.„Ok! Aber ich möchte nochmal klarstellen, dass ich dir wirklich nicht gefolgt bin! Ich... Ich hab dich nur zufällig gesehen und dich dann vielleicht ein wenig beobachtet... aber mehr auch nicht!“, meint Lucy nun laut, weshalb noch mehr Passanten zu den beiden Magierinnen gucken.Mit missfälligen Blicken wird vor allem die S-Klasse Magierin angesehen, während viele der Passanten kopfschüttelnd weitergehen.Lucy, die die Blicke der Passanten mitbekommt, interessiert es ob Mina diese Blicke auch bemerkt hat. Doch da die Feenkaiserin darauf nicht reagiert denkt sich die Blondine, dass sie es vielleicht gar nicht mitbekommen hat.„Na gut, dann glaube ich dir. Du scheinst mir nicht der Typ Mensch zu sein, der andere anlügt.“, gibt Mina lächelnd von sich, während sie sich eine ihrer Haarsträhnen hinters Ohr streicht.Erleichtert muss Lucy seufzen, ehe sie auch lächeln muss.„Also Lucy, ...“, fängt Mina an, woraufhin die Jüngere die Schwarzhaarige ansieht.„... da du hier stehst und keine Anstalten machst wegzugehen, gehe ich mal davon aus, dass du gerade Zeit hast, oder?“, beendet sie nun den Satz, weshalb die Blondine nickt.„Wieso fragst du?“, will sie unsicher wissen, weshalb die Ältere etwas lächelt und den Kopf schüttelt.„Ich war mir relativ sicher, dass du mich etwas fragen wolltest. Falls das immer noch der Fall ist, dann hätte ich jetzt Zeit.“„Wirklich? Das fände ich toll!“, gibt Lucy begeistert von sich.„Nun gut. Begleitest du mich dann etwas? Dann können wir auch reden.“„Natürlich!“Daraufhin begeben sich die Beiden auf den Weg. Sie scheinen kein bestimmtes Ziel zu haben, da sie nur durch Magnolia schlendern.„Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel, dass ich dir deine Fragen vorhin noch nicht beantworten konnte. Ich... wollte bloß erstmal allen ‚Hallo‘ sagen.“, erklärt Mina nun.Lucy schüttelt daraufhin heftig den Kopf und entgegnet: „Aber nein! Ich verstehe das! Das ist wirklich nicht schlimm!“„Da bin ich aber erleichtert.“, gibt Mina nun lächelnd von sich.„Darf ich dich etwas fragen, Mina?“, stellt Lucy eine Frage in den Raum, woraufhin die Angesprochene nickt.„Du wolltest mich schließlich ein paar Dinge fragen, soweit ich mich daran erinnere.“„Ach deswegen... ich wollte nicht so aufdringlich wirken... tut mir leid...“„Nicht doch. Du wirkst nicht aufdringlich. Frag nur.“, bestärkt Mina die Blondine lächelnd.„Mit welcher Frage fange ich denn an? Es gibt so vieles was ich dich fragen möchte...“Nun fängt Lucy an zu grübeln, bis sie endlich eine Idee hat.„Warum nennt man dich eigentlich Feenkaiserin?“Daraufhin bleibt Mina stehen und sieht Lucy verwundert an. „Das interessiert dich?“, fragt Mina sichtlich irritiert, was Lucy etwas unsicher werden lässt.„Ja?“, gibt sie unsicher von sich, wobei sich die Antwort eher wie eine Frage anhört.„Wieso?“„Wieso?! Diesen Titel kennt jeder! Egal in welcher Stadt man diesen Namen nennt, jeder weiß wer gemeint ist!“Überrascht sieht Mina die Blondine an. Sie hat nicht gewusst, dass Lucy so großes Interesse an ihr hat, da sie mit so viel Enthusiasmus spricht. Doch dann muss sie lachen, was Lucy nun irritiert.„Wenn dich nur das interessiert... Erza und Mirajane haben mir diesen Titel irgendwann mal gegeben und ihn in Zusammenhang mit meinem Namen immer wieder erwähnt. Ich denke daher kommt das.“, erklärt Mina nun.„Wirklich?“Nun begeben sich die Beiden wieder in Bewegung.„Ja, wirklich. Da Erza und Mirajane den Namen Titania und Dämonin erhalten haben waren sie der Ansicht, dass ich auch einen Titel verdiene. Es sollte etwas mit Fee zu tun haben, was aber höher als die Feenkönigin Titania eingestuft ist. Deshalb sind sie auf Feenkaiserin gekommen, aber frag mich nicht wieso. Ich fande den Namen in Ordnung, deswegen habe ich keine Einwende dagegen gegeben.“„Verstehe, ... aber warum wird Mira denn Dämonin genannt?“„Wegen ihrer Magie. Mirajane benutzt nämlich ähnlich wie Elfman Take Over Magie. Nur sie kann einen vollständigen Take Over anwenden. Durch diese Take Overs hat sie dann nun mal den Namen Dämonin erhalten.“„Achso.“„Hast du noch weitere Fragen, Lucy?“, will Mina wissen, als die beiden Magierinnen am südlichen Stadtpark ankommen.„Lass mich mal überlegen...“, murmelt Lucy, während die Beiden zum Baum im Zentrum des Parks treten und sich unter diesem niederlassen. Den schwarzen Umhang behält Mina jedoch an, auch wenn sie ihn nicht mag.„Ja! Eine Frage brennt mir besonders unter den Nägeln!“„Und die wäre?“„Hast du wirklich ganz alleine gegen die Dunkelgilde Dark Melody gekämpft?“Verwundert sieht Mina Lucy an, bevor er sie lächelnd nickt.„Und das mit 18?!“, fragt Lucy schockiert. Wieder nickt Mina.„Alleine gegen 85 Magier?!“Nun sieht Mina peinlich berührt zur Seite.„Wie es scheint hast du den Artikel im Weekly Sorcerer gelesen...“„Natürlich hab ich ihn gelesen!“Nun dreht sich Mina mit leicht geröteten Wangen wieder zu Lucy.„Aber es waren 86 Magier...“„Wirklich?“Nickend spricht Mina fort: „Irgendwie haben sie entweder den Gildenmeister und seine rechte Hand gar nicht mehr mitgezählt, aber ich weiß nicht wen von beidem sie nicht mitgezählt haben...“„Wie hast du das geschafft?“Mina denkt nun etwas nach, bevor sie Lucy lächelnd ansieht.„Vielleicht sollte ich da von Anfang an erzählen...“„Ja, bitte!“

----- CHAPTER BREAK -----

|| Erzähler Sicht ||Mina schaut nun hoch zu der Baumkrone des riesigen Baums unter dem die beiden Frauen sitzen. Das Sonnenlicht scheint sanft durch die Blätter, weshalb es leicht auf die Gesichter von ihnen trifft. Nun schließt die Schwarzhaarige ihre Augen, bevor sie sie wieder öffnet und Lucy ansieht.„Es war ein Auftrag in der Nähe des Hakobe-Gebirges. Das war vor meinem Zwei-Jahres Auftrag.“, fängt Mina an, während sie in ihren Erinnerungen nach den Geschehnissen des Auftrags gräbt.*.*~.*~* Flashback *~*.~*.*(Jahr X782)Es ist Mitte Mai. Eigentlich sollte es warm und sonnig sein. Jedoch nicht im Hakobe-Gebirge, was Mina auch feststellen muss.Nicht nur, dass die 18-Jährige das Gefühl hat, als wäre sie tagelang gereist, sondern auch dass sie in einer Art tiefen Winter steckt. Im Hakobe-Gebirge ist der Frühling anscheinend noch nicht angekommen, da überall Schneedecken liegen, die die Magierin beim Gehen hindern.Sie muss seufzen, denn eigentlich wollte sie gar nicht hier sein. Nein, ganz und gar nicht! Würde es nach ihr gehen, dann würde sie nun bei sich zu Hause sein und die warmen Sonnenstrahlen auf ihrer Haut genießen. Doch weil ihr Großvater, gleichzeitig ihr Gildenmeister, sie verzweifelt darum gebeten hat, diesen Auftrag vom Rat anzunehmen, hat sie eingewilligt. Allerdings verwundert es sie, dass der Rat bei Problemen immer bei ihr ankommt.Sie watet vorsichtig durch den Schnee, als sie alle wichtigen Informationen des Auftrags erneut in ihrem Kopf abspielt.Erstens: der Auftrag verlangt, dass sie sich ins Hakobe-Gebirge begibt. Genauer gesagt zum Dorf am Fuße des Mount Hakobe.Zweitens: man verlangt, dass sie unverzüglich mit dem Bürgermeister in Kontakt tritt. Er ist außerdem der Ansprechpartner für alle wichtigen Fragen, die auftreten könnten.Drittens: man verlangt, dass Hinweise auf das spurlose Verschwinden der Mädchen des Dorfes gefunden werden und diese an den Bürgermeister weitergegeben werden.Viertens: es wird darum gebeten, dass ebenfalls Untersuchungen zu der, in der Nähe herumtreibenden, Dunkelgilde angestellt werden und sie vertrieben werden sollen, da sie überall Angst und Schrecken verbreiten. Außerdem soll untersucht werden ob sie etwas mit dem Verschwinden der Mädchen zu tun haben.Seufzend schaut sich Mina um, während sie inne hält. Der Schnee pfeift um ihre Ohren und ihre Finger fühlen sich an als würden sie abfrieren. Allmählich klappern auch ihre Zähne und sie reibt sich über die Arme unter ihrem dünnen grünen Umhang. Hätte sie gewusst, dass es hier so kalt ist, dann hätte sie sich wärmer angezogen. Aber woher sollte sie denn wissen, dass sie zu so einem kalten Ort reisen muss?Im Schneefall kann sie gar nichts erkennen. Weder ein Dorf, noch einen Berg oder irgendeine Menschenseele. Sie kann sich keinen Reim darauf machen wo dieses verfluchte Dorf sein soll.Allmählich lassen ihre zitternden Beine nach und die Müdigkeit in ihr breitet sich immer weiter aus. Nicht nur dass der Fußmarsch schon kräftezehrend war, sondern auch die Kälte scheint sie ihrer letzten Kräfte zu berauben. Doch auch der Hunger, den Mina nun auch wahrnimmt, scheint nichts gutes zu bewirken.Alle diese Dinge machen sie zwar müde und schläfrig, aber noch etwas anderes. Es macht Mina wütend. Zwar würde sie liebend gerne in den Schnee fallen und friedlich einschlafen, aber das kann sie nicht. Mina ist schließlich seit mehreren Stunden im Schnee unterwegs, aber sie hat dieses Dorf am Fuße des Mount Hakobe noch immer nicht entdeckt. Das macht sie so wütend, denn schließlich kann ein Dorf nicht unsichtbar sein. Es ist zum Haare raufen!Nun sackt die Schwarzhaarige auf ihre Knie. Die Kälte erfüllt nun vollständig ihre Beine und steigt allmählich höher.Mina ist so müde, aber auch so wütend, sodass sie ihre Augen nicht schließen kann. Dann atmet sie tief durch, soweit es ihr Zittern erlaubt. Die kalte Luft erfüllt ihre Lungen und ihr warmer Atem lässt kleine Dampfwolken in der Luft entstehen.Zwar benebelt die Kälte ihr Gefühl in ihren Fingern, aber nicht ihre Sinne und ihren Verstand, weshalb Mina scharf nachdenkt. Sie könnte gehen und einfach so tun, als hätte sie das Dorf nicht gefunden, was auch der Fall ist. Allerdings entspricht das nicht den Prinzipien der Gilde und es wäre eine Schande, wenn Mina einfach so weggehen würde.Ein anderer spontaner Gedanke schlüpft in Minas Kopf, weshalb sie inne hält. Was ist denn wenn ein Schutzzauber über dem Dorf liegt? Doch diesen Gedanken verwirft sie schnell, da es unwahrscheinlich ist, dass jemand einen Schutzzauber über das Dorf gelegt hat, da keiner aus dem Dorf Magie beherrscht. „Ein Versuch ist es dennoch wert...“, murmelt Mina nun und stellt sich allmählich wieder auf. Ihre Beine zittern nun noch mehr unter den Kälteeinwirkungen und die Nässe durch den Schnee macht das auch nicht besser.Vorsichtig streckt Mina ihre Hände vor, während sie ihre Augen schließt.„Mirror Magic: Magic Finder!“, sagt Mina fest, weshalb ihre Hände etwas aufleuchten. Als sie wieder ihre Augen öffnet bilden sich aus ihren Handflächen kleine Spiegelsplitter, die sich zunächst in der Gegend verteilen. Leicht kann man sie im Schneegestöber erkennen, da sich ihr Funkeln von dem Funkeln von Schneeflocken unterscheidet.Zunächst passiert nichts, weshalb Mina wartet. Doch als auch nach mehreren Stunden nichts passiert, wird sie allmählich ungeduldig. War die Idee überhaupt gut? Könnte sie die Zeit nicht besser nutzen und selbst erneut nach dem Dorf suchen? Als Mina die Hoffnung komplett aufgeben will ändert sich etwas an den Spiegelsplittern. Anstatt einfach um sie herum zu schweben wirbeln sie zunächst schneller um den zierlichen Körper der S-Klasse Magierin. Dann richten sich die Splitter in eine Richtung aus und bilden sozusagen eine Art Spur. Zum einen ist Mina erleichtert, da sie nun endlich weiß wo lang sie muss, doch zum anderen ist sie extrem verwirrt. Warum haben ihre Spiegel eine Magiespur wahrgenommen? Etwa wegen der Dunkelgilde oder etwa doch wegen einem Schutzzauber, der über dem Dorf liegt?Voller Hoffnung, aber auch voller Misstrauen, folgt sie der Spur aus Spiegelsplittern. Sie folgt der Spiegelsplitterspur eine ganze Weile, bevor sie an einem See zum Stehen kommt. Die Splitter schwirren nun in Kreisen über dem Wasser des Sees, bevor sie um Mina schwirren und sich dann in Spiegelstaub auflösen, der auf den Schnee fällt.Verwundert schaut sich Mina um. Kann das denn richtig sein? Warum soll schließlich ein See Magie ausstrahlen? Vorsichtig tritt die S-Klasse Magierin an den See heran. Doch dann erkennt sie zu ihrer Verwunderung, dass der See gar nicht zugefroren ist, was bei diesen Temperaturen beinahe unmöglich ist.Nun hockt sich die Magierin hin, um den See besser betrachten zu können. Doch schnell merkt sie, dass dieser See nichts normales an sich hat. Als Mina sich hingehockt hat landet die Spitze ihres Umhangs im Wasser. Daraufhin ist ein Knistern und eine Art Brausen zu hören. Verwundert sieht die S-Klasse Magierin hinab ins Wasser, nur um zu sehen, dass die Spitze ihres Umhangs, welche bis eben noch im Wasser hing, allmählich anfängt sich aufzulösen.Hektisch zieht sie den Umhang aus dem See, damit er sich nicht noch mehr auflöst, was dann auch der Fall ist.„Könnte es sein...?“, fängt Mina an und beugt sich erneut über den See. Dort wo ihr Mantel das Wasser berührt hat sieht man noch ein paar grüne Farbpartikel des Umhangs, bevor sich diese komplett auflösen.„Säure...“, murmelt sie schockiert und sieht sich um. Der See ist doch tatsächlich ein Säuresee, wie Mina zu ihrem Schrecken feststellen muss. Als sie zu den Schneeflocken schaut muss sie erkennen, dass sich diese bereits in der Luft über den See auflösen. Dass sie das nicht zuvor bemerkt hat verwundert die Feenkaiserin alle Male. Nun versteht sie auch, weshalb ihre Spiegel sie hierher geführt haben, da dieser See niemals von Natur aus entstanden ist. Ihr Verdacht bestätigt sich, als sie sich konzentriert. Dadurch spürt sie noch den Rest Magie, der vom See ausgestrahlt wird.Zwar kocht in Mina die Wut auf und sie möchte den Übeltäter das Handwerk legen, aber sie muss sich auch um ihren Auftrag kümmern. Außerdem hat sie die Hoffnung, dass sie durch das Aufspüren der Dunkelgilde ohnehin den Übeltäter ertappt.Widerwillig wendet sie sich also ab und sucht weiter nach dem Dorf.Nach einem Marsch, der sich wie eine Ewigkeit angefühlt hat, erblickt sie endlich das von ihr gesuchte Dorf. Erleichterung macht sich in Mina breit und sie holt ihre letzten Kraftreserven hervor um das Dorf schneller zu erreichen. Doch als Mina das Dorf erreicht verschwindet ihre Freude schneller als sie aufgekommen ist. Das Dorf wirkt ziemlich leer, genauer gesagt leergefegt. Man könnte denken es handelt sich um ein Geisterdorf.„Hallo? Ist hier jemand?“, ruft Mina, doch das Pfeifen des Windes lässt ihre Rufe teilweise verstummen, weshalb sie keine Antwort erhält.Sie schaut sich weiter um und erkennt eine Bar. Da der Schneefall zunimmt entschließt sich Mina in die Bar zu gehen und dort neben einem Unterschlupf vielleicht auch Hinweise auf die Bewohner des Dorfes zu finden.In der Bar herrscht kein Licht, weshalb Mina eine Blitzkugel in ihrer Hand erzeugt, die ihr ein wenig Licht spendet.„Hallo? Ist jemand da?“, fragt sie in den dunklen und scheinbar leeren Raum. Doch dann sind Schritte zu vernehmen und ehe sich Mina versieht erhält sie einen Schlag auf ihren Kopf, von dem ein metallischer Klang ausgeht. „AU!“, gibt sie noch von sich bevor sie durch den Schlag auf den Boden fällt. Vorsichtig setzt sie sich auf und hält ihre schmerzende Stelle am Kopf fest, die allmählich pocht.Mina hält nun ihre Blitzkugel hoch und sieht auf. Dadurch erkennt sie ihren Angreifer, der sich als Mann mittleren Alters mit kurzen schwarzen Haaren. Seine braunen Augen funkeln Mina böse an. Doch die tiefen Augenringe unter seinen Augen, wie auch sein Bierbauch, scheinen sein Erscheinungsbild erheblich zu stören.„Verschwinde von hier! Du gehörst doch sicherlich auch zu diesen Hunden!“, meint der Mann wütend, während er den metallischen Gegenstand hochhält mit den er Mina geschlagen hat. Dieser entpuppt sich als eine Bratpfanne.„Wie bitte?“, fragt Mina verwundert.„Du hast mich schon verstanden! Reicht es euch nicht langsam mal? Habt ihr nicht genug?“„Ich verstehe nicht ganz...“„Wir wollen keinen Deal mit euch eingehen!“„Ich glaube Sie verwechseln mich mit jemanden...“, gibt Mina nun von sich, doch da holt der Mann erneut mit der Pfanne aus.Sofort presst Mina ihre Augen zu und wartet auf den erneuten Aufprall, der nie eintrifft. Stattdessen erklingt ein lautes „Genug!“, weshalb Mina ihre Augen öffnet. Der Mann sieht zur Tür, weshalb Mina ebenfalls dorthin sieht. Dort steht ein älterer Mann im Alter von 80 Jahren. Von der Größe kommt er der von Makarov nahe, allerdings hat er mehr Haare auf dem Kopf als Minas Großvater, jedoch keinen Bart. Mit einer größeren weißen Kerze tritt er in die Bar ein und schüttelt dabei den Schnee von sich ab.„Aber, Herr Bürgermeister,...“, fängt der Mann an, weshalb der Ältere ihn unterbricht.„Ich sagte es ist genug, Schamal.“Widerwillig nimmt der Mann, der auf den Namen Schamal hört, die Bratpfanne runter. Der Bürgermeister tritt nun zu Mina, die noch immer auf den Boden sitzt, und sieht sie lächelnd an.„Ich habe sie hierher bestellt.“„Aber, Herr Bürgermeister!“„Du bist sicherlich die Magierin der Gilde Fairy Tail, richtig?“, fragt er Mina sanft, weshalb sie nickt.Nun wirkt Schamal schockiert, ehe er Mina auf die Beine hilft und anschließend hinter dem Tresen tritt, um dort die Kerzen erneut anzuzünden.„Ich darf also vermuten, dass Sie der Auftraggeber sind?“, fragt Mina den Bürgermeister, welcher nickt.„Sehr wohl. Ich bin Dai Harashi, der Bürgermeister dieses Dorfes.“„Ich heiße Mina Dreyar und bin zutiefst erfreut ihre Bekanntschaft zu machen.“, entgegnet Mina lächelnd.„Die Freude liegt ganz auf meiner Seite. Jedoch muss ich mich für Schamal entschuldigen.“, sagt Dai auf Schamal deutend, der nun alle Kerzen in der Bar angezündet hat.„Wollen wir uns erstmal setzen?“, fragt Dai, was Mina bejaht. Schamal bereitet hingegen erstmal warme Getränke vor und stellt diese zu den Beiden auf den Tisch und setzt sich dann dazu.„Hast du den Auftrag verstanden, den ich aufgesetzt habe?“„Ja, das habe ich, doch ich hätte noch die ein oder andere Frage diesbezüglich.“Dai nickt nun, weshalb Mina fortfährt: „Was für Informationen haben Sie, wegen der Entführungen, für mich?“„Nun ja... es sind drei Mädchen nachts aus unserem Dorf verschwunden. Genauer gesagt aus den Häusern. Man findet lediglich etwas Wasser auf dem Boden, vermutlich vom Schnee.“, erklärt Dai.„Verstehe. Und was genau hat es mit der Dunkelgilde auf sich?“„Bei der Dunkelgilde handelt es sich um Dark Melody. Sie treiben sich hier herum und jagen allen Angst und Schrecken ein.“„Wieso?“„Weil wir nicht auf ihren Deal eingehen.“, meint Schamal genervt.Verwundert hebt Mina ihre Augenbraue hoch, bevor Dai weiterspricht: „Sie wollen, dass wir ihnen 250.000 Jewel pro Monat bezahlen und als Gegenleistung beschützen sie uns. Wir haben das abgelehnt und seitdem tyrannisieren sie uns.“Mina trinkt nun einen Schluck Tee, ehe sie fragt: „War das Angebot vor den Entführungen oder danach?“Dai denkt nach und meint dann: „Soweit ich mich erinnere war das davor.“Nun scheint Schamal zu begreifen worauf Mina hinaus will.„Du glaubst doch nicht, dass Dark Melody etwas damit zu tun hat?“„Doch das denke ich schon. Ihr habt schließlich ihr Angebot ausgeschlagen und das hat sie vermutlich wütend gemacht. Aber darauf will ich mich nicht stützen.“„Kann ich daraus schließen, dass du den Auftrag annimmst?“, will Dai wissen.„Ja, das können Sie daraus schließen.“„Halten Sie das für eine gute Idee?“, fragt Schamal nun den Bürgermeister.„Wieso sollte es nicht, Schamal?“„Nun ja... sie...“, fängt er an und sieht Mina eindringlich an.„Etwa wegen ihrem Aussehen?“, will der Bürgermeister wissen.„Was soll damit sein?“, fragt Mina nun.„Du musst wissen, dass alle verschwundenen Mädchen ebenfalls schwarze Haare und blaue Augen haben.“„Tatsächlich?“„Benutzen Sie sie etwa nur als Köder?“„Keineswegs Schamal! Ihr Gildenmeister und auch der magische Rat versicherten mir, dass sie eine der Besten sei.“„Wenn ich mich einmischen dürfte...“, fängt Mina an, weshalb sie angesehen wird.„... ich sehe vielleicht nicht so stark aus, aber ich bin eine der stärksten Magier meiner Gilde und sogar die stärkste Magierin meiner Gilde. Ich kann das.“, versichert Mina mit festen Blick.„Na gut. Dann will ich das mal hoffen.“Über den See verliert Mina jedoch kein Wort, da sie keinen der beiden Männer verunsichern will. In Minas Augen haben sie ohnehin genug Probleme und sollen sich deshalb nicht noch mit einem Säuresee herumschlagen.Als Mina ihren Tee ausgetrunken hat verabschiedet sich der Bürgermeister und bittet Schamal noch darum Mina ein Zimmer zum Ausruhen bereitzustellen. Dann verlässt er die Bar.„Dann folg‘ mir. Ich zeige dir dein Zimmer.“, und damit steht Schamal auf und geht vor. Mina folgt ihm. Auf dem Weg zum Zimmer entschuldigt er sich bei Mina wegen des Schlags mit der Bratpfanne und erklärt ihr, dass er dachte dass sie zu Dark Melody gehört. Mina jedoch erklärt, dass es nicht schlimm sei.„Da sind wir.“, meint er und betritt ein Zimmer, was ziemlich dürftig ausgestattet ist. Es hat lediglich ein Doppelbett, ein Fenster, einen Nachttisch und einen Kamin.„Hier kannst du schlafen.“„Dankeschön.“„Eine Sache verwundert mich jedoch.“, meint Schamal nun, als Mina ihren Umhang auszieht und diesen aufs Bett legt.„Die da wäre?“„Mich wundert es, dass noch ein Mitglied von Fairy Tail hierhin geschickt wird nachdem selbst eure Feenkaiserin gegen Dark Melody verloren hat.“„Bitte?“, fragt Mina überrascht und sieht Schamal ungläubig an.„Wundert dich das? Komisch. Du bist doch ein Mitglied Fairy Tails, also müsstest du das doch wissen.“Mina versteht jedoch gar nicht, doch Schamal fährt weiter fort: „Außerdem war noch ein weiteres Mitglied deiner Gilde hier. Ich glaube sein Name war... genau sein Name war Laxus.“Mina ist nun sichtlich schockiert. Warum hat ihr Makarov nichts davon gesagt? Oder weiß er selbst nichts davon?„Dieser Laxus meinte jedenfalls, dass Dark Melody stärker als Fairy Tail sei. Das sieht man ja auch daran, dass eure Feenkaiserin gegen Dark Melody verloren hat.“Skeptisch sieht Mina Schamal an, der ihr weiter berichtet, doch sie fragt sich noch immer was hier eigentlich gespielt wird. Allmählich verliert sie den Überblick. Doch dann kocht in Mina die Wut auf, da Lügen über sie und die Gilde erzählt werden. Keiner hat das Recht Fairy Tail in den Dreck zu ziehen, doch sie möchte nicht an Schamal ihre Wut auslassen, da er nichts dafür kann.„Ich hätte noch eine Frage an dich.“, meint Schamal nun und holt Mina somit aus ihren Gedanken.„Ja, bitte?“„Könnte es sein, dass du und dieser Laxus verwandt sind? Ihr habt euch schließlich mit dem selben Nachnamen vorgestellt.“Stumm sieht Mina ihren Gegenüber an, bevor sie sich ein gefälschtes Lächeln aufsetzt und erklärt: „Ja, wir sind so etwas wie verwandt.“„Verstehe. Na dann gehe ich mal. Ich wünsche eine gute Nacht.“, und damit verlässt Schamal das Zimmer und lässt eine wütende und leicht irritierte Mina zurück, die sich nun überlegt wie sie am morgigen Tag vorgehen soll.*.*~.*~* Time Skip *~*.~*.*(Der nächste Tag)Die Nacht verlief unruhig für Mina, zumal wegen des draußen tobenden Schneesturms und zum anderen wegen des Erlöschens des Kaminfeuers.Trotz der unangenehmen Kälte konnte Mina zum Teil schlafen, aber nicht wirklich viel.Nun ist der neue Tag angebrochen und Mina macht sich fertig, um heute nach den Mädchen und nach Dark Melody zu suchen.Nachdem sie sich umgezogen hat nimmt Mina ihren grünen Umhang in die Hand und verlässt das Zimmer um loszugehen.Als sie in der Bar ankommt stellt sie fest, dass Schamal bereits wach ist und etwas sauber macht.„Guten Morgen.“, begrüßt Mina ihn, weshalb er sie ansieht.„Morgen.“, meint er und fragt ob Mina etwas trinken möchte, was sie verneint.Als er den Umhang in den Händen der Magierin sieht zieht er skeptisch seine Augenbraue hoch.„Was hast du vor?“, fragt er nun, weshalb Mina verwundert ist.„Ich suche heute nach den Mädchen und der Dunkelgilde. Was sonst?“„Etwa mit diesem dünnen Umhang?“, will Schamal nun wissen, was Mina überrascht.„Wieso nicht?“„Nun ja... das Gildengebäude von Dark Melody befindet sich womöglich im Gebirge. Dort oben ist es sehr kalt und mit diesem dünnen Umhang erfrierst du eher, als dass du irgendwen findest.“, erklärt Schamal ihr nun.„Aber... ich habe nur den...“Schamal stellt nun den Besen ab, mit dem er zuvor etwas gekehrt hatte, und verschwindet daraufhin kurz in einem Hinterzimmer der Bar. Als er wieder rauskommt hält er einen blauen Schal, braune Handschuhe, eine rote Mütze und einen dicken grauen Umhang in seinen Händen.„Zieh das an.“Lächelnd bedankt sich Mina und zieht dann die Sachen an. Jedoch zieht sie ihren grünen Umhang unter dem grauen an. Dadurch wirkt sie etwas fülliger als sonst, aber es stört sie relativ wenig.Mina verabschiedet sich dann von Schamal und verlässt die Bar. Heute schneit es nicht, aber es liegt mehr Schnee als am Tag zuvor, denn heute geht der Schnee bis zu ihren Oberschenkeln. Seufzend schaut sich Mina um und erkennt, dass heute auch Menschen umherlaufen und Schnee schippen oder mit Streusalz streuen.Lächelnd schüttelt Mina den Kopf und macht sich dann auf den Weg ins Gebirge, auch wenn es schwer ist durch den hohen Schnee zu gehen.Je weiter sie ins Gebirge vordringt desto kälter wird es. Aber nicht nur das ist ein Problem, sondern auch noch beginnender Schneefall verbessert die Lage nicht. Je tiefer Mina nun ins Gebirge vordringt desto stärker schneit es bis Mina irgendwann nich mehr recht die Hand vor ihrem Auge erkennen kann.Sie muss seufzen, als sie ins endgültige Zittern ausbricht. Mina hat keine Lust orientierungslos in diesem kalten Gebirge herumzulaufen, aber sie tut es dennoch.„Wer soll denn hier freiwillig hinkommen?“, fragt Mina leise.Dann vernimmt sie im Schneegestöber ein Geräusch, weshalb Mina inne hält. Sie schaut sich um, aber sieht nicht wirklich was. Dann bebt die Erde unmittelbar unter ihren Füßen, ehe eine große weiße Gestalt vor ihr auftaucht.Zu ihrem Missfallen muss Mina feststellen, dass es sich um ein Vulcan/Balkan handelt.„Auch das noch...“, murmelt Mina genervt.Der Vulcan/Balkan hüpft nun auf und ab, bevor er breit grinst.„Hübsche Frau!“, schreit er dann und hüpft erneut auf und ab.„Ganz ehrlich... du nervst!“, schreit Mina wütend und lässt ihre Blitze um sich herum aufzucken. Der Vulcan/Balkan ignoriert das jedoch und springt weiter umher.Als das Ungetüm Mina ergreifen will wendet die Magierin ‚Lightning Body‘ an um auszuweichen. In Form eines Blitzes gelangt sie hinter den Vulcan/Balkan und will ihn von dort aus angreifen, welcher jedoch nun mit seiner Hand nach Mina ausschlägt.Genau in diesem Moment erscheint eine Silhouette vor der Magierin, die zum riesigen Affen gewendet steht. Die Person hebt ihren Arm und in dem Moment wird der Vulcan/Balkan an seiner Seite getroffen. Was jedoch verwunderlich ist ist die Tatsache, dass sein Fell an der Stelle des Treffers verschwindet, etwa so als wären sie... weggeätzt wurden.Das Tier gibt nun Schmerzenslaute von sich, ehe es im Schutze des Schneefalls verschwindet.Die Person dreht sich nun zu Mina um und stellt sich als Mann heraus, als sie auf Mina zukommt. Ihr „Retter“ lächelt nun charmant, bevor er sich nach Minas Wohlbefinden erkundigt.„Mir geht es gut. Jedoch muss ich mich für dieses schnelle Eingreifen bedanken.“, meint Mina nun lächelnd, doch sie denkt sich, dass es eigentlich nicht nötig gewesen wäre, da sie gut auf sich selbst aufpassen kann.Nun betrachtet Mina den Mann genauer. Er scheint etwas älter zu sein als sie, so um die 20. Seine kurzen roten Haare sind vom Wind etwas zerzaust und mit Schnee bedeckt. Sein heller Teint gleicht beinahe der Farbe des Schnees und seine schwarzen Augen haften förmlich an Mina. „Darf ich fragen wie das hübsche Fräulein heißt?“, will der Mann wissen, als er sich etwas zu Mina herunterbeugt.„Zunächst nennt man seinen Namen bevor man nach dem Namen seines Gegenübers fragt.“, gibt sie von sich.„Oh, wo bleiben meine Manieren? Darf ich mich vorstellen: Laxus Dreyar.“Verwunderung und Wut steigt in Mina auf. Dieser Mann gibt sich ernsthaft als ihr Bruder aus? Welches Recht der Welt nimmt er sich, dass er das tut?Nun zählt Mina eins und eins zusammen. Könnte es nicht sein, dass Schamal von diesem Mann redete als er von Laxus sprach?Zwar würde sie ihm gerne an die Gurgel springen, aber sie nimmt sich zurück und geht anders vor.„Laxus Dreyar? Etwa der große Laxus Dreyar von Fairy Tail?“, fragt Mina mit großen Augen.„Ganz recht.“„Wow! Ich kann es nicht glauben! Ich wurde tatsächlich von Laxus Dreyar gerettet!“Der Mann grinst nun und meint: „Dem ist so.“„Vielleicht sieht man mir das nicht an, aber ich bin ein riesiger Fairy Tail Fan!“, meint die Magierin nun mit großer Begeisterung.„Tatsächlich? Bist du etwa auch eine Magierin?“Nun sieht sie etwas verlegen zu Boden, ehe sie den falschen Laxus schüchtern ansieht.„Naja... ich bin noch nicht wirklich gut, aber ich bin eine Magierin.“„Verstehe.“Nun legt der Mann seinen Finger ans Kinn und er scheint nachzudenken. Dann hellt sich seine Miene auf und Mina meint ein kurzes Grinsen erblickt zu haben, bevor ihr Gegenüber sein freundlichstes Lächeln aufsetzt und sagt: „Hör mal. Ich kann dir zwar nichts versprechen, aber ich mache dir einen Vorschlag. Ich könnte dich mit zur Gilde nehmen und Master fragen, ob er dich als Mitglied aufnimmt. Was würdest du davon halten?“Die Feenkaiserin muss sich ein Grinsen verkneifen und lächelt stattdessen zuckersüß.„Das würdest du wirklich für mich tun?“„Für so eine hübsche Dame würde ich das alle Male tun.“„Ich würde mich darüber wirklich freuen.“„Na dann komm mit mir. Wenn wir an der Gilde angekommen sind, dann wird dir auch schnell viel wärmer.“Erleichterung steigt in Mina auf.„Das hört man doch gerne.“Bald kommen sie an einem Gebäude an, welches ziemlich mitgenommen aussieht, doch richtig viel kann Mina durch den Schnee nicht erkennen.„Du sag mal... das ist aber nicht Fairy Tails Gildengebäude, oder?“„Selbstverständlich nicht, aber ich muss noch kurz meinen Auftrag abschließen, dann können wir sofort los.“, erklärt der Mann, woraufhin Mina nickt.Nun hält er ihr die Tür auf, weshalb sich Mina nickend bedankt und schnell ins Innere des Gebäudes schlüpft.Zunächst ist sie vom Licht erschlagen und muss deshalb zuerst die Augen zusammenkneifen. Während ihre Augen versuchen sich an das Licht zu gewöhnen hört Mina wie sich die schwere Holztür hinter ihr schließt. Mehrere Männerstimmen sind nun zu vernehmen, ehe sich eine Hand auf ihre Schulter legt.Allmählich haben sich ihre Augen ans Licht gewöhnt und sie schaut sich um. Der falsche Laxus hat seine Hand auf Minas Schulter gelegt und starrt nach vorne mit einem breiten Grinsen. Mina folgt mit ihren Augen seinem Blick und muss feststellen, dass im diesem Raum mehrere Männer sitzen. Doch das ist nicht das einzige was Mina sieht, denn ein Symbol, welches auf dem Hals eines Mannes prangt, erblickt sie ebenfalls. Dabei handelt es sich um eine schwarze Musiknote.„Dark Melody...“, murmelt Mina ungläubig und mit geweiteten Augen, ehe sich der Arm des falschen Laxus nun über Minas Schultern gleitet und sich um diese legt.„Na, meine Hübsche. Was hast du denn?“, fragt nun der falsche Laxus mit einem dreckigen Grinsen.Minas Blick legt sich nun auf die Tür und muss feststellen, dass diese mit Runen belegt ist.„Durch diese Tür kommst du nicht mehr raus. Jedenfalls jetzt noch nicht.“, meint ihr Nebenmann, weshalb sie ihn wieder ansieht.„Ich hoffe du hast damit kein Problem.“Am liebsten würde Mina ihm jetzt ins Gesicht schlagen, aber irgendetwas hindert sie daran. Entweder ist es ihr Gewissen oder überhaupt ihre Vernunft.Nun sieht Mina auf den Boden und gibt ein „Interessant“ von sich.„Da hast du ja mal wieder einen tollen Fang gemacht. Sie passt perfekt ins Beuteschema.“, sagt einer der anderen Männer.„Wer ist diese Schönheit überhaupt?“, will nun ein anderer wissen. Nun stellt sich der falsche Laxus hinter Mina und flüstert ihr ins Ohr: „Genau, wer bist du überhaupt? Wobei...“Jetzt zieht er Mina den Schal aus und fährt fort: „... ist ja eigentlich egal. Namen sind unwichtig.“„Gibst du dich deshalb als Laxus aus?“, fragt Mina nach.„Ganz recht.“, und damit gibt er ihr einen Kuss auf den Nacken.„Und jetzt lass uns etwas Spaß haben.“, haucht er gegen Minas Ohr und fängt an sie ihrer Winterkleidung zu entledigen.„Aber nicht zu viel!“, ruft einer, weshalb der falsche Laxus inne hält.„Wieso?“„Damit unsere Klienten noch genug von ihr haben. Außerdem würde das Master auch nicht gut heißen, wenn du sie für dich beanspruchst.“„Master ist aber nicht hier! Also lass mich machen!“Nun ist für Mina ein Punkt erreicht an dem es genug ist. Sie hüllt nun ihre Faust in ihre violetten Blitze und verpasst dem falschen Laxus einen gewaltigen Schlag ins Gesicht. Dieser fliegt gegen die nächste Wand und hinterlässt dort durch den Aufprall einen gewaltigen Krater.„Ich habe kein Problem damit wenn man mich schlecht redet, aber niemand hat das Recht sich als mein Bruder auszugeben oder meine Gilde schlecht zu machen.“, gibt Mina nun kalt von sich. Violette Blitze zucken um sie auf, als sie sich umschaut.„Ihr wollt wissen wer ich bin?“Nun entledigt sich Mina dem Rest ihrer Winterkleidung, bis sie nur noch im dunkelgrauen Sweatshirt und ihrer schwarzen Hose sowie ihren schwarzen Stiefeln dort steht.Die rechte Seite ihres Sweatshirts zieht sie an der Schulter herunter, sodass ihr blaues Gildenzeichen zu sehen ist. Jeder erkennt das Symbol und jetzt scheint jeder zu wissen, um wen es sich bei der Frau handelt.„Mein Name ist Mina Dreyar und ich bin Fairy Tails Feenkaiserin.“Ohne auf eine Reaktion zu warten dreht sich zum falschen Laxus um, der überrascht an der Wand sitzt.„Du bist Mina Dreyar?“„Ganz recht, du Penner!“Nun muss er lachen, bevor er weiterspricht: „Oh man! Das ist ja mal ziemlich in die Hose gegangen! Aber... wer hätte gedacht, dass es so hübsche Mädchen bei Fairy Tail gibt?“„Wer bist du und woher nimmst du dir das Recht dich als mein Bruder auszugeben und meine Gilde in den Dreck zu ziehen?!“, fragt Mina wütend, weshalb ihr Gegenüber aufhört zu lachen. Doch dann muss er grinsen ehe er aufsteht.„Ich bin nicht Laxus, wohl wahr. Mein Name ist Gumo. Vermutlich hast du auch schon gemerkt, dass ich zu Dark Melody gehöre.“„Und warum glaubst du kannst du dich als mein Bruder ausgeben und meine Gilde schlecht reden?!“„Weil es nun mal so einfach ist.“, gibt Gumo nun lachend von sich.„Ich verstehe nicht...“, fängt Mina an, weshalb Gumo sie unterbricht.„Der Name Laxus und Fairy Tail ist hier sehr wohl bekannt, allerdings sind die Gesichter von euch nicht so sehr bekannt. Zumindest ist es hier der Fall. Daher ist es wirklich einfach sich hier niederzulassen und unter dem Namen Laxus Unruhe zu stiften.“„Und das ist deine Begründung dafür?!“, fragt Mina nun ungläubig und sauer, als Gumo aufsteht und langsam zu Mina tritt.„Natürlich ist es das.“„Dann verrate mir etwas anderes...“, fängt Mina nach einer längeren Stille an, weshalb Gumo sie nun ansieht als er neben ihr steht.„Was habt ihr mit den Mädchen vor? Ist es eine Rache dafür, weil die Dorfbewohner eure Hilfe nicht wollen?“„Das verstehst du nicht richtig.“, meint Gumo, als er seinen Kopf nun etwas neigt und breit grinst.„So?“„Es ist keine Rache, sondern lediglich eine kleine Lektion.“„Und wann bekommen sie die Mädchen zurück? Etwa wenn sie euch bezahlen?“Nun lachen alle Personen bis auf Mina.„Was ist so witzig?“„Wer sagt, dass die Mädchen zurück können?“Nun ist Mina verwundert.„Aber du sagtest doch -“„Aber es war keine Rede davon, dass sie zurück können. Wieso sollten wir potenzielle Ware zurückgeben?“„Potenzielle... Ware?“, fragt Mina überrascht.„Ja. Sie sind schließlich in naher Zukunft Sklaven in Bosco.“„Wie bitte?!“„Und unsere Klienten legen darauf wert, dass alle Sklaven schwarzhaarig mit blauen Augen sind.“, meint Gumo nun, während er eine von Minas Haarsträhnen zwischen seine Finger nimmt und daran riecht.„Jedoch... würde ich dich gerne für mich behalten.“, murmelt er nun, weshalb Mina ihm aus Wut eine Ohrfeige verpasst.Verwunderung steigt in Gumos Gesicht auf, als er Mina ansieht und dabei seine gerötete Wange festhält.„Aua...“„Was nimmst du dir überhaupt heraus?! Denkst du wirklich ich würde das wollen?!“Nun schaut Gumo überrascht ehe er grinst und meint: „Dumm nur, dass dich keiner nach deiner Meinung gefragt hat.“„Wie schön, dann muss ich diese Bitte ja auch nicht ausschlagen.“Nun zucken violette Blitze um Mina auf, als sie fortfährt: „Jetzt hör mir mal gut zu, du kleiner Mistkerl. Ihr werdet hier niemanden verkaufen oder behalten. Dafür werde ich höchstpersönlich sorgen.“„Achso? Na dann, probier es doch. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass du hier nicht mehr rauskommst.“Nun grinst Mina breit und sagt dann: „Das entscheide immer noch ich.“Im nächsten Moment hebt Mina ihre Hand aus welcher nun violette Blitze aufzucken. Aus diesen Blitzen bildet sich eine Blitzkugel die langsam auf Gumo zufliegt. Dieser weicht misstrauisch etwas zurück, wobei er sich noch nicht ganz sicher ist was es mit dieser Kugel auf sich hat.Als die Kugel nun nah genug an Gumo ist murmelt Mina „Lightning Whirlwind“ bevor sie schnipst. Die Kugel leuchtet nun auf ehe Blitze aus ihr ausschlagen und sie explodiert. Aus dieser Explosion heraus entsteht eine violette Blitzsäule, der Gumo nur gerade so ausweichen kann. Jedoch kommt er nicht ganz unverletzt davon, da seine Seite von der Säule gestreift wurde. Das Ergebnis ist, dass Gumo zum Teil von Blitzen geschockt wird und deshalb etwas außer Atem ist.Mit wütenden Blick sieht er Mina an, die ebenfalls ziemlich wütend wirkt.„Du wagst es...“, fängt Gumo an und man kann sogar förmlich seine Zähne knirschen hören. Seine Hände ballen sich zu Fäusten, als er fortfährt: „... mich anzugreifen?!“„Ja, ich wage es dich anzugreifen!“, meint Mina in ihrer eigenen Wut, dadurch merkt sie auch gar nicht wie durch Gumos Konzentration seiner Magie, der Boden unter seinen Füßen allmählich anfängt zu schmelzen und sich dadurch kleine Löcher bilden. Minas Blick wendet sich nun an die Magier hinter ihr, als sie über ihre Schulter guckt.„Wollt ihr euch etwa mit mir anlegen?“, fragt Mina nun kalt und mit böser Miene.„Da du die Frechheit besitzt und in unserem Gildengebäude den Kampf beginnst, dann bleibt uns nichts anderes übrig!“Doch bevor Mina den Kampf mit ihnen aufnehmen kann merkt sie urplötzlich wie der Boden langsam unter ihren Stiefeln nachgibt. Verwundert schaut sie auf den Boden herab, um festzustellen, dass der Boden an ihren Sohlen klebt.„Was zum...?“, fängt Mina an, doch da wird sie bereits unterbrochen.„G-Gumo... beruhige dich doch...“Minas Blick schnellt nun zu Gumo, welcher noch immer an der gleichen Stelle steht, wie zuvor. Jedoch fangen seine Arme an zu dampfen, sowie seine Füße, die dafür sorgen, dass der Boden sich immer mehr auflöst.„Du kommst hierher... und meinst hier was melden zu müssen... machst unseren Plan kaputt... für wen hältst du dich eigentlich, huh?!“, gibt Gumo nun mit finsterer Stimme von sich, während seine Haare seine Augen verdecken.Leicht genervt stemmt Mina ihre rechte Hand in ihre Hüfte und gibt folgendes von sich: „Wie gesagt, ich bin Mina Dreyar, aber ich dachte, dass wir eigentlich schon längst über diese Schwelle hinausgekommen sind.“Daraufhin bricht Gumo in einem krankhaften Gelächter aus.„Entspann dich doch...“, meint nun ein anderes Mitglied.„Gumo... du sollst dich nicht aufregen...“„Wenn du dich weiter aufregst, d-dann löst sich die Gilde noch auf...“„Gilde auflösen?“, murmelt Mina nun, ehe sie allmählich versteht.„Du besitzt Säuremagie...“, gibt die Feenkaiserin nun ihre Gedanken preis, weshalb Gumo verstummt. Fragend sieht er Mina an, wodurch er sich nun weniger auf seine Magie konzentriert und seine Säure somit nicht mehr den Boden befällt.Ohne auf eine weitere Antwort zu warten fährt Mina fort: „Dann hast du den See also auch in einen Säuresee verwandelt.“Nun bildet sich ein krankhaftes Grinsen auf Gumos Lippen, ehe er spricht: „Wie recht du doch hast.“„Wieso...? Wieso tut man sowas?“, fragt Mina nun sichtlich schockiert.„Du könntest das als die Rache bezeichnen, die du vorher angesprochen hast. Außerdem ist es doch eine schöne Idee. Stell dir vor diese jämmerlichen Leute lösen sich bei Berührung mit diesem See komplett auf. Wäre das nicht ein wunderbarer Anblick?“Nun reicht es Mina vollkommen. Sie beschwört sich nun einen Spiegelspeer in ihre rechte Hand, welchen sie mit ihren violetten Blitzen auflädt. Anschließend stürmt sie auf Gumo zu, um ihn anzugreifen, doch dieser weicht mit Leichtigkeit aus.Abrupt bleibt Mina stehen und schaut sich hektisch um, auf der Suche nach dem Säuremagier. Schnell erblickt sie ihn an einem der Tische, wo er seelenruhig sitzt.„Wie gestört muss man denn sein, um auf so eine kranke Idee zu kommen?!“, will Mina mit Wut in ihrer Stimme wissen.„So wie du fragst muss man schon ziemlich krank sein, um auf eine solch brillante Idee zu kommen.“, entgegnet Gumo.Minas Griff um ihren Speer wird fester. Er wird so fest, dass der Speer schon anfängt in ihrer Hand zu zittern.„Ich muss mich jetzt etwas abreagieren, bevor ich auf dumme Ideen komme. ...“, fängt Gumo an, „Dementsprechend kann ich leider nicht gegen dich kämpfen. Aber... an Gegnern sollte es dir wohl nicht mangeln, oder?“Mina hat seine Andeutung jedoch sehr wohl verstanden und schaut Gumo in die Augen.„Hast du etwa Angst?“, fragt sie ihn.„Keineswegs, aber ich denke es wird interessanter sein dir zu zu sehen, als gegen dich zu kämpfen.“Mina scheint nun wohl nicht richtig zu hören. Meint Gumo etwa, dass sie schwach ist?„Etwa weil ich ein Mädchen bin?“„Ja, das auch.“Nun schlägt ein violetter Blitz von Minas Speer aus und trifft neben Gumo auf den Boden. Dieser schaut etwas überrascht zur Schwarzhaarigen.„Beurteile meine Stärke niemals anhand meines Geschlechts.“, meint sie kühl.„Wenn du meinst, dann zeig mal was du kannst.“, und damit stürmen die ersten Magier auf Mina zu. Diese gibt lediglich ein leises „Tsk“ von sich, ehe sie vor den Augen der Magier verschwindet. Nur noch ein violetter Blitz und seine Funken sind an Ort und Stelle, welches jedoch auch sehr schnell erlöschen.„Was?!“„Aber... wo ist sie denn nun?“Fragend schauen sich die Magier der Dunkelgilde um, auf der Suche nach der Schwarzhaarigen. Gumo scheint der Erste zu sein, der Mina erblickt, und das auch ziemlich schnell. Etwas belustigt sieht er nach oben zur Decke des Gildengebäudes. Dort sitzt die Magierin in aller Ruhe auf einem der stützenden Holzbalken und wartet darauf, dass die restlichen Magier sie bemerken.Doch die andere scheinen sie nicht zu bemerken, was die junge Frau zum seufzen bringt. „Männer...“Als ihr das jedoch zu lange dauert steckt sie sich die Spitzen ihres Daumens und ihres Zeigefingers in den Mund und gibt einen kurzen, aber lauten Pfiff von sich. Daraufhin richten sich alle Blicke auf sie.„Es scheint als hättest du gerade etwas Angst, Feenkaiserin.“, meint Gumo nun grinsend.„Keineswegs. Ich möchte hier nur mal etwas klarstellen, bevor sich alle auf mich stürzen.“, meint Mina nun genervt. Ihre hellblauen Augen legen sich auf die Mitglieder, ehe sie sagt: „Ich gebe euch jetzt die Möglichkeit der Kapitulation.“„Wie bitte?“„Wenn ihr euch jetzt ergebt und die Mädchen rausrückt, dann kann ich dafür sorgen, dass ihr vielleicht nicht ganz so lange eingesperrt seid, wie es momentan der Fall sein würde.“, erklärt Mina nun zu Ende.„Woher kommt denn dieses äußerst nette Angebot von dir?“, will Gumo nun wissen.„Naja... mal davon ab dass ich eine überaus nette Person sein kann, ist es so dass ihr bezüglich mehrerer Dinge lebenslänglich inhaftiert werden könnt. Einmal seid ihr eine kriminelle und nicht anerkannte Organisation, was alleine schon Grund genug ist euch für lange Zeit einzusperren. Dazu kommt Erpressung, Entführung, der Versuch des Menschenhandels und der Versuch gefährlicher Körperverletzung.“, zählt Mina auf.Dann legt sie ihren Zeigefinger an ihre Lippen und fährt weiter fort: „Ich überlege nur wie viel noch für die Täuschung und die Behauptung unwahrer Tatsachen, im Bezug auf meine Gilde, meines Bruders und meiner Person, dazukommt.“„Und du behauptest du könntest die Haftstrafe verkürzen?“, fragt nun eines der Mitglieder nach.„Ich behaupte es nicht nur, sondern ich werde dafür sorgen, dass eure Haft verkürzt wird. Schließlich seid ihr mir egal.“, meint Mina und deutet auf die Menschenmenge unter ihr.„Aber er erhält die volle Haftstrafe.“, und damit zeigt Mina auf Gumo, welcher lächelnd den Kopf schüttelt.„Sie lügt.“, mischt sich nun Gumo ein.„Woher willst du das wissen, Gumo?“„Ja, vielleicht hat sie wirklich so viel Einfluss beim Rat.“Nun bricht eine Diskussion zwischen den Mitgliedern von Dark Melody aus. Ein Lächeln ziert Minas Gesicht, da sich die Männer nun ziemlich unsicher sind. Es ist genau das passiert was Mina wollte. Sie hat die Unsicherheit der Gildenmitglieder ausgenutzt und diese Unsicherheit noch mehr verstärkt, durch ihre Lügen, wodurch es zu dieser Diskussion gekommen ist.Lächelnd hüpft Mina vom Balken herunter und landet beinahe elegant auf dem Boden etwas abseits der Mitglieder. Dabei steht sie vor Gumo und schaut diesen böse an.„Was hast du vor? Willst du dich durch deine Lügen aus dem Kampf entziehen und abhauen?“, fragt Gumo etwas belustigt, während sich seine schwarzen Augen auf ihr verharren.Mina sieht ihn kalt an und schweigt, während sie die Klingenspitze ihres Spiegelspeers auf den Fußboden hält, sodass die Spitze die Dielen berührt. Ab der Stelle wo die Klinge den Boden berührt legt sich eine Spiegelschicht über den Fußboden, sodass die aufgebrachte und diskutierende Menge auf einem Spiegel stehen, ohne dass diese das bemerken.„Mirror Trap...“, murmelt die Schwarzhaarige daraufhin und sofort kleben die Schuhe der Magier an dem Spiegel fest, wodurch sie erst bemerken, dass sie nicht mehr auf den Holzdielen des Gildenbodens stehen sondern auf einem Spiegel. „Was zum Teufel-?!“„Hey! Wann ist die denn hier runter gekommen?!“„Wieso kleb ich hier fest?!“„Halt die Klappe! Nicht nur du klebst fest!“Gumo sieht nun langsam zwischen Mina und seinen Kameraden hin und her ehe er sich aufrecht hinsetzt und in einem spöttischen Ton fragt: „Und jetzt? Hast du vor mit Ihnen ein kleines Puppentheater aufzuführen?“Mina ignoriert seine Frage daraufhin und fährt mit ihrer Klingenspitze über den Spiegel und meint: „So gerne ich mit euch allen kämpfen will, leider habe ich keine Zeit für solche Kleinigkeiten.“Dann fährt Minas Spiegelspeer schwungvoll über die Spiegelfläche ehe sie sagt: „Mirror Cage.“Ohne ein weiteres Warnsignal werden die Mitglieder die auf dem Spiegel standen unter Schreien und Protesten in den Spiegel gesogen. Anschließend schrumpft der Spiegel auf die Größe einer Handfläche und verharrt auf dem Boden. In seinem inneren befinden sich nun die Mitglieder von Dark Melody, außer Gumo.Nun sieht Mina Gumo finster an und meint: „Ich bin vielleicht eine Frau, ja, aber das gibt dir noch lange nicht das Recht mich auf mein Geschlecht zu reduzieren oder meine Stärke anhand meines Geschlechts zu ermitteln.“„Wenn du meinst.“, meint Gumo grinsend, weshalb Mina blitzschnell die Klinge ihres Spiegelspeers an seinen Hals hält und ihm damit beinahe droht die Klinge in seinen Hals zu bohren.Ein leichtes Lachen schlüpft aus Gumos Kehle, bevor er seine Stimme erhebt: „Ok und was jetzt? Willst du mich umbringen? Ich meine, nur zu, versuche es ruhig. Dann muss ich wenigstens kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich dich dann töte.“„Gumo...“, fängt Mina an und tritt dabei einen Schritt näher an Gumo heran, ohne die Klinge noch weiter in seinen Hals zu bohren.„... ich, Mina Dreyar, nehme dich im Namen des magischen Rates vom Königreich Fiore fest. Unternimm bloß keine hastigen Bewegungen oder dieser Speer bohrt sich in deinen Hals. Also steh langsam auf und denk bloß nicht daran irgendwelche Tricks zu probieren.“, fährt Mina weiter fort.Zuerst sieht Gumo Mina überrascht an, ehe er anfängt zu lachen.„Was ist so lustig?“, will die Feenkaiserin wissen.„Was so witzig ist? Na du!“, meint Gumo lachend.„Das war kein Scherz von mir.“„Das ist mir bewusst.“, entgegnet Gumo und packt mit seiner Hand Minas Speer.„Es ist nur unvorstellbar witzig, dass du tatsächlich glaubst dass ich mich ungeschlagen ergeben.“, und damit funkelt er Mina aus dem Augenwinkel heraus böse an, bevor Säure aus seiner Hand austritt und Minas Speer wegätzt. Schnell lässt Mina den Speer los, ehe ihre Hand ebenfalls von der Säure befallen wurden wäre.„Hoppla... das wollte ich aber nicht...“, sagt Gumo nun und packt Mina am Handgelenk, bevor er sie über den Tisch wirft, an dem er saß.„Oh nein, wie ist denn das möglich? Sind wir heute etwas tollpatschig, Mina Dreyar?“, fragt Gumo nun sarkastisch, während er sich vom Tisch erhebt und um diesen herum schreitet, um zur am Boden liegenden Mina heranzutreten. Diese liegt, durch den spontanen Angriff von Gumo, auf dem Bauch, sodass sie nicht sieht, dass Gumo zu ihr schreitet. Sie bemerkt es erst, als sie die Schuhe von Gumo innerhalb ihres Blickfeldes erkennen kann. Doch als sie seine Schuhe sehen kann packt Gumo sie an ihren Haaren und zerrt Mina wieder auf ihre Füße.„Weißt du, du bereitest mir gerade ganz schöne Probleme... besonders wenn Master wiederkommt.“„Hättest du dir das nicht vorher überlegen sollen?“, fragt Mina ihn dann, ehe sie ihm ihren Ellbogen in den Magen rammt. Gumo gibt daraufhin einen kurzen Schmerzenslaut von sich und lässt aus Reflex Minas Haare los. Die Möglichkeit nutzt die Feenkaiserin und erschafft sich ein Spiegelschwert, wobei sie sich zu ihrem Gegner umdreht und Gumo mit ihrer Klinge an der Wange streift. Gumo weicht dabei nach hinten aus, um etwas Distanz zwischen sich und seiner Gegnerin zu bringen.„Ach, so spielen wir beide? Na gut, dann lass uns anfangen.“, sagt Gumo und manifestiert sich ein Schwert, welches aus fester Säure besteht.Mina stürmt nun auf Gumo los, welcher ihre Angriffe mit seinem „Acid Sword“ pariert. Spiegel trifft nun auf Säure und Säure trifft auf Spiegel. Dies geschieht in einem immer währenden Schwertertanz der beiden Magier.„Für ein Mädchen gar nicht mal so schlecht.“, murmelt nun Gumo, ehe er mit seinem Schwert Minas linken Ärmel streift. „Aber auch nicht herausragend gut, liebe Feenkaiserin.“, und damit beginnt Minas Ärmel wegzuätzen. Schnell reißt sich Mina ihren linken Ärmel ab und meint wütend: „Ich sagte es dir doch schon! Beurteile meine Kampfkünste nicht anhand der Tatsache, dass ich ein Mädchen bin!“„Dann zeig mir einen Grund dafür!“Bevor Mina sich versehen kann, legt sich nun eine Peitsche um ihren linken Arm und schleudert die Feenkaiserin gegen eine der Wände. An der Wand liegend sieht die Schwarzhaarige auf nur um zu sehen, dass Gumo sein Säureschwert in eine Säurepeitsche verformt hat, womit er das Mädchen durch den Raum geschleudert hat. Spuren der Peitschenschnur sind nun in Form von leichten Verätzungen an Minas linken Arm zu sehen.„Wie wäre es, wenn du mir stattdessen zeigst wie gut du tanzen kannst?“Damit holt Gumo mit seiner Peitsche nach Mina aus, welche mit Hechtrolle rechtzeitig ausweicht, bevor Gumo sie mit der Peitsche trifft. „Nein danke, lassen wir das lieber.“, gibt Mina dann von sich und springt auf, bevor sie mit ihrem Spiegelschwert erneut auf Gumo zustürmt.Gumo hingegen zielt mit seiner Peitsche weiterhin gezielt auf Mina, welche immer zu versucht aufzuweichen. Als sie nicht mehr ausweichen kann versucht sie die Peitschenhiebe mit ihrem Schwert zu parieren, wodurch ihr Schwert lediglich weggeätzt wird.„Jetzt hab ich dich!“, und damit holt Gumo erneut nach Mina aus, welche nun einen Spiegel vor sich erschafft. „Mirror...“, fängt sie an, während der Peitschenhieb auf den Spiegel zu rast.„... Trap.“, und als die Peitschenschnur nun auf den verfestigten Spiegel trifft bleibt diese am Spiegel haften.„Was zum-?!“„Mirror Cage“, und damit wird die Peitsche in den Spiegel gezogen, weshalb Gumo seine Peitsche sehr schnell loslässt.Als die Peitsche eingezogen ist zerfällt dieser Spiegel jedoch in kleine Stücke, wodurch Gumo nun wieder einen Blick hinter den Spiegel werfen kann. Mina steht dort nicht mehr, aber es ist ein zweiter Spiegel zu erkennen.„Wo ist sie...?“Schnell will sich Gumo umschauen, als er zunächst hinter sich schaut. Dadurch hat er Mina bemerkt, da diese durch einen weiteren Spiegel nun hinter Gumo aufgetaucht ist. Die Feenkaiserin drückt dann ihre linke Handfläche auf die Spiegeloberfläche, in welcher sie noch mit ihrem Unterkörper drinsteckt, um sich aus dem Spiegel zu drücken. „Hab dich, kleines Mädchen!“, meint Gumo und will nach Mina greifen.„Glaubst du... Lightning Body.“, und damit wird Minas Körper von violetten Blitzen umhüllt, ehe sie sich selbst zu violetten Blitzen manifestiert, um so besser ausweichen zu können.Ein kurzer Stück hinter oder, in diesem Fall, vor Gumo verfestigt sie sich wieder in ihre normale Form und die Blitze die ihren Körper erhellten erlöschen. Jedoch sind an ihrer rechten Hand violette Funken zu sehen. Gumo, der bemerkt hat, dass Mina ihn bei dem Ausweichmanöver berührt hat, schaut verwundert zu seiner linken Seite herunter, dort wo Mina ihn mit ihrer rechten Hand berührt hat. Auch dort sind violette Funken zu sehen.„Lightning Impact.“, murmelt Mina bevor sie ihre von Funken umhüllte Hand zu einer Faust schließt. Es ist daraufhin lautes Donnergrollen zu hören, ehe die Funken hell aufleuchten. Dann, wie aus dem Nichts, bricht ein gewaltiger violetter Blitz durch die Decke des Gildengebäudes und streckt Gumo nieder. Unter qualvollen Schreien fällt er zu Boden, wodurch sich dieser Kampf zum Ende geneigt hat. Mina atmet erleichtert aus, ehe sie sich etwas streckt, bevor sie zu Gumo tritt. Dieser liegt nun schwer atmend unterhalb des Lochs in der Decke, wodurch die Schneeflocken auf ihn fallen. Der Schneesturm scheint nun etwas abgeklungen zu sein, da es weniger Schneeflocken sind die auf ihn fallen, als zuvor außerhalb des Gildengebäudes.Als Mina nun neben ihm steht sieht Gumo zu ihr hinauf und kann erkennen wie sich der Schnee in ihren schwarzen Haaren festsetzt. Der Schnee schmilzt jedoch sofort, durch die noch vorhandene Wärme im inneren des Gebäudes.Er will sich aufsetzen, um den Kampf weiter fortzuführen, jedoch lässt ihn sein Körper im Stich.„Wieso... kann ich mich nicht bewegen...?“„Der Blitz von eben hat deinen Körper betäubt. Du solltest jetzt erstmal für längere Zeit nicht in der Lage sein dich zu bewegen.“, erklärt Mina, wodurch Gumo etwas erschöpft lacht.„Also hab ich verloren...“„Ja, und das gegen ein Mädchen.“, meint Mina nun trocken, wodurch Gumo noch mehr lacht.„Stimmt, das auch noch... Master wird ganz schön verärgert sein...“„Das ist nicht mein Problem.“„Noch nicht, Feenkaiserin... noch... nicht.“„Wo sind die Mädchen?“, fragt Mina, absichtlich die Frage ignorierend.Mit seinem Kopf deutet Gumo nun leicht nach links, weshalb Mina in diese Richtung schaut. Dort ist eine schmale Holztür zu erkennen.„Du solltest dich beeilen... Mina Dreyar...“, murmelt Gumo, weshalb die Feenkaiserin ihn ansieht.„Du willst nicht hier sein, wenn Master wiederkommt...“„Das entscheide immer noch ich.“, entgegnet ihm Mina, welche nun in Richtung der Tür schreitet.„Du hast ja keine Ahnung...“An der Tür angekommen versucht Mina diese erstmal zu öffnen, jedoch merkt sie schnell, dass diese Tür abgeschlossen ist. Jedoch hängt ein Schlüssel neben der Tür an der Wand, weshalb sie den Schlüssel nimmt und versucht die Tür aufzuschließen. Der Versuch scheitert jedoch.„Wofür ist dieser Schlüssel?“, fragt Mina durch das fast leere Gebäude und dreht sich dabei zu Gumo um. „Nicht für diese Tür..“, meint dieser etwas schmunzelnd. „Was du nicht sagst.“, gibt Mina genervt von sich, bevor sie sich dazu entscheidet die Tür einzutreten.Gesagt, getan und die Tür fällt krachend auf den Boden. Vor ihr ist nun Gang zu erkennen mit vielen Treppenstufen, die nach unten führen. Der Gang wird jedoch durch Fackeln etwas erleuchtet. Den Schlüssel packt Mina geistesgegenwärtig in ihre Hosentasche. Danach schreitet sie nach unten, in der Hoffnung die Mädchen wohl auf zu finden. Schnell kommt sie am Ende der Treppe an und steht nun vor einer schweren Eisentür.Mina greift nun in ihre Hosentasche und holt den Schlüssel hervor, welcher oben nicht gepasst hat. Nun versucht sie die Eisentür mit diesem Schlüssel aufzuschließen, was zu ihrer Verwunderung funktioniert.Schnell, oder so schnell wie es mit der schweren Tür funktioniert, reißt Mina die Eisentür auf. Das schwache Licht der Fackeln scheint nun sanft in den Raum hinter der Eisentür. Jedoch wird der Raum kaum erhellt. Dennoch kann Mina die Umrisse von drei Gestalten erkennen, die sich in einer Ecke des Raumes zusammengekauert haben, um so vermutlich genug Wärme zu erhalten. Langsam, sodass sie die Personen nicht erschreckt, tritt Mina nun näher an die Gestalten, nur um zu erkennen, dass es sich um die drei vermissten Mädchen handelt.Als sie bei ihnen angekommen ist beugt sie sich vorsichtig herunter und berührt eines der Mädchen sanft an der Schulter.Diese sieht etwas erschöpft zu Mina, welche sie sanft anlächelt.„Hallo. Ich bin Mina und ich bin hier um euch drei zu retten.“„Wirklich?“, fragt das ca. 15 Jahre alte Mädchen erschöpft, woraufhin die Ältere nickt.„Euer Bürgermeister hat mich geschickt.“„Dich hat Opa geschickt?“, fragt nun ein anderes Mädchen, weshalb Mina zu ihr sieht. In der Dunkelheit kann sie nicht viel erkennen, aber sie kann sehen, dass sie die kleinste von den dreien ist. Wahrscheinlich ist sie 4 oder 5 Jahre alt. „Ja, sie sind schon alle krank vor Sorge. Seid ihr verletzt?“, fragt Mina dann, woraufhin alle den Kopf schütteln.„Gott sei dank. Könnt ihr laufen?“, will die Feenkaiserin daraufhin wissen.„Ich glaube sie kann nicht laufen.“, meint die älteste der drei und deutet auf die etwas jüngere, welche ca. 8 bis 9 Jahre alt zu sein scheint. „Nein, ich kann laufen.“, entgegnet diese daraufhin und versucht aufzustehen. Doch augenblicklich fällt sie wieder zu Boden.„So wird das nichts. Komm auf meinen Rücken, dann trage ich dich.“, und damit dreht sich Mina um, sodass sie mit dem Rücken zu den drei Mädchen sitzt. Mit Hilfe von Mina und dem ältesten Mädchen schafft es die 8-Jährige den Rücken von Mina, sodass diese sie tragen kann.Gemeinsam machen sich die vier dann zurück auf den Weg nach oben, wobei sich die jüngste an der 15-Jährigen festhält.Oben angekommen ist Mina zunächst verwundert, da sie mit etwas konfrontiert wird, was gar nicht der Fall sein sollte. Gumo steht nun unterhalb des Lochs in der Decke und sieht schweratmend zu Boden. Vorsichtig lässt Mina das Mädchen von ihrem Rücken, weshalb sich die älteste der drei vor die 8-Jährige und die 5-Jährige stellt. Mina steht vor den drei Mädchen, als sie zu Gumo spricht: „Du solltest eigentlich noch gar nicht in der Lage sein zu stehen.“Gumo murmelt daraufhin etwas, für Mina, sehr unverständliches, was vermutlich auch durch die Distanz bedingt ist die die beiden zwischen sich haben.„Ja, du hast recht, er sollte eventuell nicht in der Lage dazu sein zu stehen.“, erklingt auf einmal eine Stimme die Mina nicht kennt, weshalb sie sich augenblicklich in die Richtung dreht, wo sie die Stimme wahrgenommen hat.Dort erkennt sie einen Mann, der an einem der Tische sitzt. Er hat kurze blonde Haare und rote Augen, welche im Vergleich zu seiner hellen Haut sehr hervorstechen. Jedoch scheint er kleiner als Gumo zu sein, weshalb er auch fast als 16 bis 18-jähriger Junge durchgehen könnte. Doch das was Minas Aufmerksamkeit auf sich lenkt ist die Tatsache, dass diese Person einen Spiegel in der Hand hält. Doch nicht irgendeinen Spiegel, sondern den Spiegel in dem Mina die anderen Mitglieder Dark Melodys eingeschlossen hat.„Einen Spiegel der Menschen einschließt... schwarze Haare... blaue Augen...“, fängt der Mann an und sieht Mina dann eindringlich an.„Du scheinst Fairy Tails Feenkaiserin zu sein. Mina Dreyar, nicht wahr?“, beendet der Mann seinen Gedankengang und lächelt die Schwarzhaarige an. Doch dieses Lächeln ist falsch, da es seine Augen nicht erreicht.„Gut möglich.“, meint Mina nur.„Master...“, gibt Gumo von sich, wobei er direkt unterbrochen wird.„Sei still, Gumo. Du hattest vorhin deine Chance dich zu erklären.“„Du bist der Gildenmeister?“, mischt sich Mina nun in das Gespräch ein, weshalb der Mann sie wieder ansieht.„Oh, natürlich. Das weißt du ja gar nicht. Ganz recht, ich bin der Gildenmeister Zutra.“„Master...“„Gumo, still jetzt.“, meint Zutra mit lauter Stimme, während sich sein Griff um den Spiegel verstärkt.„Was hast du mit dem Spiegel vor?“, will Mina nun wissen.„Hmm? Achso, mit dem? Ich weiß nicht.“, gibt Zutra von sich und wirbelt den Spiegel herum.„Du solltest vorsichtig sein. Das ist immerhin ein Spiegel. Spiegel gehen oft schnell kaputt.“, erklärt Mina.„Das lass mal mein Problem sein. Ich muss mich ohnehin von diesen Schwächlingen entledigen.“„Master, bitte...“„Weißt du was Gumo? Wie wärs, wenn du dich jetzt um diese Magierin kümmerst?“, unterbricht Zutra Gumo und macht eine Handbewegung die Gumo andeuten soll, dass er anfangen soll. Augenblicklich darauf fängt Gumo an sich auf Mina zuzubewegen.„Gumo, stell dich uns nicht in den Weg.“„Ich kann nicht anders...“, murmelt er und beschwört sich ein Säureschwert herauf.„Hör doch auf. Du musst bestimmt Schmerzen haben. Unter Schmerzen sollte man nicht über seine Grenze hinaus kämpfen.“, versucht Mina ihn umzustimmen, doch dann nimmt sie Zutras Lachen wahr.„Vergiss es. Gumo kann das gerade nicht kontrollieren, was er tut. Sondern er tut das, was ich will, egal ob er will.“, erklärt Zutra.„Was..?“, doch bevor Mina ihren Gedanken nur weitersagen geschweige denn weiterdenken kann stürmt Gumo plötzlich auf sie zu.Sofort erschafft Mina eine Spiegelwand zwischen sich und die drei Mädchen und ein Spiegelschwert für ihre rechte Hand. Mit ihrem Schwert wehrt sie die Attacke von Gumo ab, wobei Gumo sie gegen die Spiegelwand presst.Mina tritt Gumo dann auf den Fuß. Als er etwas zurückweicht gibt Mina ihm einen Kopfnuss, um Abstand zu gewinnen und so dann ausweichen zu können. Doch kaum weicht Mina aus greift Gumo sie schon wieder an mit großen und ausfallenden Bewegungen. Als Mina seine Angriffe pariert nutzt Gumo die Möglichkeit und tritt Mina in den Magen, weshalb die Feenkaiserin ein Stück weiter hinten auf den Boden fällt.Er ist stärker als vorher, dass fällt Mina natürlich auf. Außerdem sind eine Angriffsmuster anders als im vorherigen Kampf. Sie hat eine Vermutung wieso das der Fall ist, doch sicher kann sie es nicht behaupten.Schnell springt die Feenkaiserin wieder auf ihre Füße und beschwört sich einen Spiegelspeer in ihre linke Hand.Vorsichtig weicht sie etwas zurück, um sich eine Strategie zu überlegen.„Gumo, würdest du dich bitte mal beeilen.“, erklingt Zutras Stimme.„Ja, Master...“, und damit stürmt Gumo wieder auf Mina zu. Diese hält ihren Speer bereit und tut das einzige was ihr Kopf ihr als Möglichkeit bietet... sie rammt ihm den Speer in den Bauch. Gumo lässt daraufhin sein Säureschwert fallen, welches sich daraufhin auf dem Boden auflöst.Doch anstatt, dass Gumo sich von Mina losreißt oder versucht den Speer aus seinem Bauch zu ziehen verharrt er so. Es scheint beinahe so als wäre Gumo wie eingefroren, wäre da nicht seine schwere Atmung und seine Schmerzlaute.„Was zum...“, fängt Mina an, als Zutra sich einmischt.„Probleme da vorne?“, fragt dieser während er den Spiegel in seiner Hand nun hochwirft und anschließend wieder fängt.„Nein, Master...“„Ach nein? Warum lässt du dann dein Schwert fallen?“, will Zutra genervt wissen und fängt den Spiegel dabei wieder auf ohne ihn erneut zu werfen.„Weil... es so verdammt weh tut...“, gibt Gumo unter Schmerzen von sich, während nun ein Rinnsal Blut seinen Mundwinkel hinabfließt.Mina sieht ihn ungläubig an, bevor sie sagt: „Dann beweg dich doch und bleib nicht angewurzelt stehen.“„Denkst du... ich würde hier noch stehen... wenn ich mich bewegen könnte..?“Nun weiten sich Minas Augen, da sich ihre Vermutung bestätigt hat.„Genau Gumo. Beweg dich und unternimm was gegen deine Schmerzen.“, meint Zutra desinteressiert und macht eine Handbewegung, wodurch sich Gumo wieder bewegt. Doch anstatt nach hinten zu treten tritt er nun mit zusammengepressten Zähnen vor, sodass der Speer nun durch Gumos Bauch gleitet und beim Rücken wieder austritt.Mina ist bei dem Anblick wie versteinert. Sie mag sich nicht mal vorstellen, wie sehr das Schmerzen muss, da die Gefahr besteht, dass nun einige innere Organe verletzt sind.Mina ist erst wieder in der Lage sich zu bewegen, als sie spürt wie Gumo seine Hände auf ihre Schultern legt. Sie schaut auf und sieht, dass Gumo nun wenige Zentimeter vor ihr steht.Nun beugt er seinen Kopf zu ihrem Hals herunter, als sich sein Griff verstärkt und Gumo dann in Minas Hals beißt. Währenddessen tritt aus Gumos Händen Säure aus, welche auf Minas Schultern trifft. Das Mädchen schreit nun auf, während sie unter Schmerzen den Speer loslässt, welcher daraufhin zu Spiegelstaub zerfällt. Mit aller Kraft versucht sie den Mann von sich zu stoßen, doch dadurch wird sein Griff nur stärker und sein Biss fester.Letzten Endes packt sie Gumo an den Haaren, ehe sie ihn mit seinen Blitzen schockt. Dadurch wird sein Griff um ihre Schultern lockerer, sowie sein Biss an ihrem Hals, weshalb sich Mina schnell losreißt.„Gumo, was soll das?“, fragt Zutra nun laut und schmeißt den Spiegel auf den Tisch. Schnell schaut Mina zum Tisch, um zu überprüfen, dass der Spiegel nicht zerbrochen ist, was er auch nicht ist.„Wieso fragst du dich das nicht selbst?“, wirft Mina nun ein, weshalb Zutra sie ansieht.„Anstatt Gumo herum zu befehlen kannst du doch selbst mal kämpfen.“„Bitte?“, und damit hat Mina Zutras vollkommene Aufmerksamkeit, wodurch Gumo eine kleine Pause erhält, was er gegebenenfalls auch mal nötig hat.„Nichts bitte. Du verwendest Körper-Kontrolle-Magie, um Gumo zu steuern. Mal davon ab, dass diese Magietechnik verboten ist ist es auch feige auf diese Art und Weise zu kämpfen. Jemanden kämpfen zu lassen, der bereits an seiner Grenze angekommen ist, nur um sich selbst die Finger nicht dreckig zu machen, ist erbärmlich. Dass sich so jemand Gildenmeister nennt ist lachhaft.“„Hör nicht auf sie, Master... mir macht das nichts...“, versucht sich Gumo einzumischen, welcher von Zutra unterbrochen wird.„Nein, weißt du Gumo, irgendwie hat sie recht.“, und damit tritt Zutra zu Gumo, welcher regungslos dasteht und auch weiterhin keine Anstalten macht sich zu bewegen.„Du bist ja bereits erschöpft und körperlich an deiner Grenze.“, meint Zutra und fährt mit seinen Fingern über Gumos Schultern, als er um ihn herumschreitet.„Ich als Gildenmeister sollte es daher besser wissen, als dich kämpfen zu lassen.“„Master...“„Allerdings bin ich auch extrem enttäuscht von dir. Von dir und dem Rest dieser erbärmlichen Würmer, die sich als Mitglieder meiner Gilde schimpfen.“„Master, nicht...“„Halten sich alle für toll und dann ist keiner von euch in der Lage ein kleines Mädchen aufzuhalten. Nicht mal du, Gumo, meine rechte Hand. Nein... nein... stattdessen wird meine Gilde verunstaltet und der Rest meiner Mitglieder eingesperrt, sowie unsere Gefangenen befreit.“, und damit deutet Zutra am Schluss seiner Rede zu den drei Mädchen, die sich so weit es geht hinter dem Spiegel verstecken.Nun bleibt Zutra genau vor Gumo stehen, sodass er mit dem Rücken zu Mina steht. Zuvor waren Zutras Augen undurchdringbar und Gumos waren aufmerksam, doch nun kann Mina Zutras Augen nicht mehr erkennen und seine Gefühle anhand dieser deuten, während Gumos Augen weit aufgerissen sind und vor Angst nur so schreien.„Master... e-es tut mir leid..!“„Aber nicht doch Gumo. Ich bin nicht wütend auf dich.“, gibt Zutra von sich und legt seine linke Hand auf Gumos Kopf. Aus seiner Stimme ist ein Lächeln wahrzunehmen, welches vermutlich erneut seine Augen nicht erreicht.„Allerdings bin ich enttäuscht und das ist nicht das erste Mal, Gumo. Aber keine Sorge, das wird das letzte Mal sein, dass du mich enttäuscht, denn ein solches Verhalten kann ich als Gildenmeister nicht dulden.“„Master..! Bitte nicht!“Zutra schüttelt nur den Kopf, bevor er mit seiner rechten Hand schnipst. Augenblicklich darauf verbiegt sich Gumos Rücken um 180 Grad nach hinten. Nach einem erneuten Schnipsen ist nur noch ein lautes Knacken zu vernehmen, ehe Gumo leblos zu Boden fällt.Mina sieht schockiert zu Gumo, welcher nun regungslos auf dem Boden liegt und mit glasigen Augen zu ihr starrt, während das Blut aus seiner Stichwunde die Dielen der Gilde in Rot färbt.„Ich hätte mich von Anfang an um das alles selbst kümmern sollen.“, murmelt Zutra nun und dreht sich wieder zu Mina um. Diese starrt stattdessen immer noch Gumos Leichnam an, auf welchen nun auch die Schneeflocken ruhen.„Es tut mir wirklich leid, dass du dich mit diesen Schwächlingen herumschlagen musstest. Solch ein Fehler sollte mir nicht unterlaufen.“„Du hast ihn umgebracht...“, gibt die Feenkaiserin nur leise von sich. Dann sieht sich Zutra an und meint: „Du hast ihn einfach umgebracht.“„Ja, und?“„Und? Er war ein Mitglied deiner Gilde!“„Aber er war schwach. So wie die anderen auch. Aber keine Sorge, ich finde schon Ersatz für ihn.“, gibt Zutra nun kalt und voller Desinteresse von sich.So etwas war für Mina stets ein Mysterium. Die Gilde ist für sie alles. Dort ist ihre Familie. All ihre Freunde. Die Gilde ist einfach ihr Leben. Denn in ihr erlebt sie alles. Freude. Liebe. Geborgenheit. Menschlichkeit. Das hat sie von ihrem Großvater so beigebracht bekommen.Doch wenn sie dann mit Magiern von Dunkelgilden zu tun hat, die so sind wie Zutra, da fragt sie sich wo die Menschlichkeit ist. Wo die Liebe und die Geborgenheit ist. Oder wo die Freude eines jeden Mitglieds ist.So etwas zu sehen macht sie traurig, aber auch wütend zugleich.Wie kann es nur so viel Gleichgültigkeit geben?Mina sieht Zutra dann wieder in die Augen und sagt: „Dennoch kannst du ihn nicht einfach umbringen. Er ist schließlich ein Mensch mit Gedanken, Wünschen und Gefühlen. So einen Tod hat niemand verdient.“„Was stellst du dich so an Feenkaiserin? Das war doch nichts.“„Das war nichts?! Ein solcher Tod ist sinnlos und barbarisch! Das ist alles andere als menschlich!“Nun wirkt Zutra verwundert als er Mina ansieht.„Findest du? Ich finde er hatte Sinn, da ich mich von so einem Schwächling entledigen musste. Aber das ist doch jetzt egal.“, und damit hebt Zutra seine Hand, weshalb sich Mina wieder kampfbereit macht.„Das was interessant ist ist unser Kampf, oder meinst du nicht?“Nun krümmt Zutra gleichzeitig seinen Zeige- und Mittelfinger, weshalb Mina augenblicklich eine Bewegung aus dem Augenwinkel heraus sieht, sowie eine Gestalt die sich auf sie zubewegt. Sie kann noch rechtzeitig ausweichen, ehe sie getroffen wird. Als sie ausgewichen ist kann sie jedoch erkennen worum es sich bei dieser Gestalt handelt.„Gumo?“, fragt Mina schockiert, da Gumos lebloser Körper auf sie zugerast ist.„Nur sein Körper. Eine Hülle sozusagen. Das, meine Liebe, ist Teil meiner Körper-Kontroll-Magie. Die ‚Dead-Body-Control‘.“Gumos Körper steht nun wieder regungslos da, bevor Zutra seine Stimme erhebt: „Dann amüsiert euch mal.“Nun hebt Zutra seinen Zeigefinger wieder an, weshalb Gumos Körper sofort auf Mina zuströmt. Diese weicht erneut aus, diesmal jedoch nicht rechtzeitig, weshalb sie Gumos Körper in die Seite tritt, was Mina dazu treibt zur Seite zu taumeln.Während Mina nun wieder versucht ihr Gleichgewicht wieder zu erlangen lässt Zutra durch schnelle Handbewegungen in Gumos Hand ein Säureschwert erscheinen. Sofort greift er Mina an, welche noch schnell mit einem neu beschworenen Spiegelschwert den Angriff parieren kann.Nun trifft Spiegel auf Säure, weshalb ab und an zu hören ist wie die Säure den Spiegel wegätzt.Doch Mina schlägt Gumo schnell das Schwert aus der Hand. Als Mina dann zum erneuten Angriff ausholt fällt Gumos Körper urplötzlich wieder leblos zu Boden.Bevor Mina jedoch selbst realisieren kann was jetzt passiert fühlt sie sich urplötzlich so steif an, weshalb sie ihr Schwert fallen lässt. Ohne es selbst zu wollen dreht sich ihr Kopf in Richtung von Zutra, sodass sie ihn ansehen muss.„Du verlierst, Mina Dreyar. Aber mach dir nichts draus. Gegen mich gewinnt niemand.“, und mit einer Handdrehung wird Minas Kopf schnell und gewaltsam zur Seite gedreht. Letztlich ist nur noch ein lautes Knacken zu hören, was signalisieren soll, dass Minas Genick gebrochen ist oder so scheint es zumindest. Denn zu Zutras Verwunderung scheint durch den Genickbruch nun Minas Kopf von ihrem Hals getrennt worden zu sein. Der Kopf fällt nun zu Boden, wobei er bei Bodenkontakt augenblicklich in tausend Stücke zerbricht, welche sich als Spiegelstücke entpuppen. Kaum ist der Kopf zerbrochen verblasst die Farbe vom noch vorhandenen Körper, sodass deutlich zu sehen ist, dass es sich um ein nun kopfloses Spiegelabbild von Mina handelt. Dieser kopflose Körper sackt nun in sich zusammen, ehe er ebenfalls zu Boden fällt und zerbricht.„Was zum-?!“, gibt Zutra schockiert von sich, während er den Haufen Spiegelsplitter auf dem Boden betrachtet. Nun realisiert er was passiert ist und er schaut sich schnell um, in der Hoffnung Mina zu finden. Als er sie findet, und sieht wie sie aus einem Spiegel tritt, lässt er Gumos leblosen Körper auferstehen, um seinen letzten Trumpf zu nutzen. Er lässt Gumo eine gewaltige Säurewelle heraufbeschwören, welche auf die Feenkaiserin zurast. Mina sieht diese zwar rechtzeitig, jedoch rührt sie sich nicht, nachdem sie vollständig aus dem Spiegel getreten ist. Sie bleibt regungslos stehen und starrt nur auf die Säurewelle, welche erbarmungslos auf sie zurast.Zutra versteht das nicht. Will sie etwa sterben? Oder hat die den Kampf aufgegeben?Zu spät bemerkt Zutra das Grinsen in Minas Gesicht, wie auch die Tatsache, dass sich das Licht, welches den Raum erhellt, vor ihr spiegelt. Er bemerkt diese Tatsachen erst, als die Säurewelle vor Mina auf eine unsichtbare Barriere trifft. Beim Treffen auf diese Barriere wird der Widerstand sichtbar. Es ist ein gewaltiger Spiegel, der die Welle durch den Widerstand in eine andere Richtung weiterleitet. Doch auch in dieser Richtung trifft die Welle auf einen Spiegel. Ehe sich Zutra versieht bemerkt er, dass er sich in einer Art Kaleidoskop aus einer Ansammlung von Spiegeln befindet, in dessen Zentrum er (und Gumos lebloser Körper) steht. Dies bezweckt natürlich auch, dass die Säurewelle auf ihn zurast und droht Zutra in sich aufzunehmen und ihn somit aufzulösen.„N-Nein... unmöglich! Das kann nicht sein!“Zutra versucht ausweichen, doch er weiß nicht wohin, also tritt er einfach immer weiter zurück. Jedoch bleibt er dann am Boden kleben, weshalb er hastig zu Boden sieht. Zutra muss dann feststellen, dass er mit seinen Füßen an einem Spiegel festklebt.„Willst du mich etwa umbringen?!“, will Zutra wissen, jedoch erhält er keine Antwort von Mina. Stattdessen sieht Zutra seinem Ende entgegen, oder so glaubt er. Denn bevor die Welle auf ihn trifft wird er in den Spiegel gezogen.Somit bleibt nur noch die Säure im Kaleidoskop zurück, welche jedoch auch schnell durch einen Spiegel abfließt. Nachdem die Säure abgeflossen ist zerfallen die Spiegel, sodass man sehen kann was noch im Inneren des Kaleidoskops war. Auf dem Boden liegt neben einem handgroßen Spiegel Gumos Leiche, die sich durch die Säure nun zersetzt hat.Mit traurigem Blick tritt Mina nun zu Gumos Leichnam um auf diesen herabzusehen.„Es tut mir leid, dass es so kommen musste.“, murmelt Mina, ehe sie eine Spiegelkuppel über ihm erschafft.Anschließend tritt Mina zum kleinen Spiegel, um diesen aufzuheben. In seinem inneren befindet sich nun niemand geringeres als der Gildenmeister von Dark Melody, Zutra.„Tja, du hast dich wohl geirrt, Zutra. Das kleine Mädchen hat dich fertig gemacht und das ohne dich umzubringen.“, gibt Mina nun von sich, während Zutra mit aller Macht versucht aus dem Spiegel zu kommen, jedoch ohne Erfolg.„Hiermit bist du, sowie auch deine Mitglieder, festgenommen.“, erklärt Mina und geht mit dem Spiegel in der Hand zu dem Tisch an den Zutra zuvor saß. Dort nimmt sie auch den zweiten Spiegel wieder an sich, ehe sie beiden Spiegel in ihre Hosentasche steckt.„Alles klar, ihr könnt rauskommen!“, ruft Mina nun in Richtung der Spiegelwand, hinter welcher vorsichtig die Mädchen hervortreten.„Hast du gewonnen?“, fragt das älteste Mädchen, weshalb sich Mina umsieht um anschließend wieder zu den Mädchen zu sehen.„Ich denke schon, aber spielt das eine Rolle?“, stellt Mina lächelnd eine Gegenfrage.„Ich möchte nach Hause... es ist hier kalt.“, meint die 8-jährige nun.Mina nickt daraufhin, ehe sie ihre entledigte Kleidung auf die drei Mädchen aufteilt, sodass die Mädchen nicht all zu sehr im Schnee frieren müssen.„Ich hoffe ihr kennt euch etwas im Gebirge aus, weil ich es nicht tue.“, gibt Mina von sich, während das 8-jährige Mädchen auf Minas Rücken klettert.„Ja, keine Sorge. Solange der Schneefall nicht zunimmt müssten wir uns gut zurechtfinden können.“Mina nickt daraufhin und will losgehen, als die jüngste fragt: „Was ist denn da unter der Kuppel?“Die Feenkaiserin sieht daraufhin in die Richtung der Kuppel, ehe sie meint: „Nichts wichtiges.“Und damit begeben sich die vier wieder zurück zum Dorf.Die Reise zurück verlief schneller als der Weg zur Gilde, vermutlich weil Mina auch nicht wusste wo sie hin musste und der Schneesturm sie auch mehr aufhielt als der sanfte Schneefall in der momentanen Situation.Als die vier am Dorf ankommen warten bereits mehrere der Dorfbewohner auf ihre Ankunft. Mina spürt nun wie die Freude der Mädchen übersteigt, ehe die 5-Jährige in Richtung des Bürgermeisters läuft.„Opa! Opa!“, ruft sie voller Vorfreude und mit Tränen in den Augen, als sie in die Arme ihres Großvaters springt. Dieser Anblick zaubert Mina ein kleines Lächeln auf die Lippen. Sie muss dabei an ihren Großvater und sich selbst denken.„Du kannst mich gerne runter lassen.“, meint die 8-Jährige nun zu Mina, welche skeptisch zur jüngeren sieht.„Bist du sicher, dass du gehen kannst?“Das Mädchen nickt daraufhin nur, weshalb Mina sie runterlässt. Sofort läuft sie, in einem langsamen Schritttempo, zu ihren Eltern, während die 15-Jährige nun bei Schamal steht, welcher sie fest umarmt. Scheinbar ist er der Vater von ihr.Mina bleibt nun etwas abseits stehen, weil sie das Wiedersehen nicht stören will. Jedoch sieht Schamal das anders, da er kurze Zeit später auf sie zukommt und sie ebenfalls umarmt und das nicht gerade sanft. Verblüfft bleibt Mina wie angewurzelt stehen, ehe Schamal ein „Dankeschön“ von sich gibt. Lächelnd erwidert Mina die Umarmung. Als Schamal und sie die Umarmung dann wieder lösen boxt er ihr gegen die Schulter und meint: „Dafür lade ich dich auf ein hausgemachtes Bier und einen Eintopf ein!“Mina gibt daraufhin einen kurzen Schmerzenslaut von sich, da Schamal ihr gegen die Stelle an der Schulter geboxt hat, die durch Gumos Säure verletzt wurde.„Papa sei vorsichtig! Sie wurde von einem der Männer an den Schultern verletzt.“„Na dann kommst du erst recht mit rein! Dann behandeln wir das!“, und bevor Mina auch nur protestieren kann wird sie von Schamal schon mit in die Bar geschleift.„Das ist wirklich nett, Schamal, aber ich muss mich zuerst beim Rat melden, damit ich den Auftrag beenden kann.“, erklärt Mina.„Das kannst du doch auch hier unten machen. Währenddessen bereite ich etwas zum Essen vor.“, gibt Schamal von sich, bevor er sich zu seiner Tochter wendet.„Hast du Hunger, mein Liebling?“Seine Tochter nickt daraufhin, weshalb Schamal sagt dass er ihr auch etwas zubereitet.Mina beobachtet kurz diese Konversation, bevor nach oben geht, um sich ihren Kommunikationslacrima zu holen. Nachdem sie den Lacrima hat geht sie zusammen mit diesem wieder nach unten. Jedoch kontaktiert sie auf dem Weg nach unten bereits Lahar von den Runenrittern.Nach einer langen Zeit des Wartens ist ein Rauschen wahrzunehmen, ehe der Kontakt hergestellt ist.„Hallo?“„Hallo, Lahar. Hier spricht Mina.“„Ah, hallo Mina. Schön von dir zu hören. Was kann ich für dich tun?“Nun ist Mina wieder unten in der Bar angekommen, als sie sich an die Bar zu Schamal und seiner Tochter setzt.„Du erinnerst dich daran, dass ich vom Rat einen Auftrag erhalten habe?“, fragt Mina nach, während sie aus ihrer Hosentasche die Spiegel hervorholt in denen die Magier eingesperrt sind. Diese legt sie auf dem Tresen ab.„Ja, daran erinnere ich mich.“„Ich bin mit dem Auftrag fertig.“„Schon? Wo bist du denn?“„Hakobe-Gebirge.“„Lass mich raten. Ich soll vorbeikommen und deine Gefangenen mitnehmen.“„Ja. Wann wärst du hier?“„So in etwa zwei bis drei Stunden.“„Ok, gut. Bis später.“, und damit beendet Mina das Gespräch, ohne auf eine Antwort zu warten.Nun seufzt Mina etwas, bevor Schamal sie aus den Gedanken reißt.„Hier, trink erstmal einen Schluck. Anschließend kümmern wir uns um deine Wunden.“, und damit stellt Schamal ihr erstmal einen Krug Bier hin.„Das ist wirklich nicht nötig. Ich kümmere mich ruhig um meine Wunden, wenn ich wieder zu Hause bin.“„Quatsch! Du hast mir meine Tochter wieder nach Hause gebracht. Lass mich mich wenigstens erkenntlich zeigen.“Erneut seufzt Mina, bevor sie zustimmt.Nachdem Mina also etwas getrunken hat will sich Schamal um ihre Wunden kümmern, weshalb Mina ihr Oberteil ausziehen soll. Nach einer langen Diskussion zieht sie widerwillig ihr Oberteil aus, sodass sie obenrum nur noch einen BH anhat. Dadurch hat Schamal einen guten Blick auf ihre Schultern.„Hmm... das sind zum Glück keine schweren Verätzungen. Wir reinigen sie erstmal und dann verbinden wir sie, damit sich dort kein Dreck festsetzt.“„Warte, Papa. Ich hole Verbandszeug.“, meint Schamals Tochter daraufhin und verschwindet schnell in einem der Hinterzimmer.„Das ist wirklich sehr freundlich.“, bedankt sich Mina. Als Schamals Tochter Verbandszeug geholt hat beginnt Schamal mit der Versorgung der Wunden.„Vergiss nicht die Wunde am Hals, Papa.“Dadurch ist Schamal verwundert und bemerkt zuerst die Bisswunde am Hals.Also versorgt er nicht nur Minas Schultern sondern auch ihren Hals.„Du, sag mal...“, fängt das jüngere Mädchen an, weshalb Mina sie ansieht.„Bist du wirklich Fairy Tails Feenkaiserin?“Nun verschluckt sich Schamal fast an seiner eigenen Spucke, als Mina das bestätigt.„Was?! Du bist Fairy Tails Feenkaiserin?!“, fragt Schamal nach, woraufhin Mina nur nickt.„Oh Gott! Das wusste ich nicht! Es tut mir schrecklich leid, dass ich so viel Mist über dich geredet habe!“„Ach, nein. Alles gut. Ich nehme Ihnen das wirklich nicht böse.“, beruhigt Mina Schamal, als sich seine Tochter wieder einmischt.„Aber... du bist noch so jung...“ „Ich bin ja auch erst 18.“„Du bist nur drei Jahre älter als ich?! Aber... du bist schon so stark!“„Das macht nur mein Training aus. Wobei... eher ist das der Verdienst meiner Lehrer...“, murmelt Mina nun.„Trotz deines jungen Alters bist du schon mit so vielen Narben übersät...“, gibt Schamal von sich, als er Minas Rücken betrachtet.Mina verstummt daraufhin kurz, ehe sie lächelnd meint: „Das passiert wenn man unvorsichtig wird.“Was jedoch keiner der beiden merkt ist, dass dieses sanfte Lächeln auf Minas Lippen gespielt ist. Es ist so falsch und aufgesetzt wie die Tatsache, dass ein junges 18-jähriges Mädchen mit Narben am Rücken und am rechten Arm übersät ist. Das weiß Mina, das weiß sie wirklich all zu gut, und dennoch akzeptiert sie es. Ich meine... was soll sie sonst tun, als es zu akzeptieren..?Danach zieht sich Mina wieder an und sie erzählt lang und breit der Jüngeren wie ihr Leben momentan ist und berichtet ihr, dass sie durch ihre Aufträge vom Rat viele Möglichkeiten zum Reisen hat, besonders viele Möglichkeiten der langen und weiten Reisen.Die beiden vergessen sogar ganz die Zeit, ehe sie von Lahar unterbrochen werden, der mit weiteren Runenrittern in die Bar tritt.„Ah, hallo Lahar.“, begrüßt die Feenkaiserin ihren Gegenüber und steht auf. Die Spiegel hält sie dabei in der Hand.„Hallo Mina. Wo sind denn deine Gefangenen?“„Was für eine Begrüßung...“, gibt sie leise von sich, bevor sie ihm die Spiegel reicht. Still begutachtet er die Spiegel mit den gefangenen Magiern, ehe er nickt.„Ich würde sie gerne später rauslassen, wegen zwei Dingen.“, meint Mina, weshalb Lahar sie fragend ansieht.„Die da wären?“„Erstens der Gildenmeister beherrscht Körper-Kontroll-Magie.“„Verstehe.“, und damit überreicht Lahar die Spiegel an einen der Runenritter.„Und zweitens... ich würde dir gerne etwas zeigen. Würdest du bitte mitkommen, Lahar?“Dieser seufzt, bevor er nickt und Mina nach draußen folgt. Den Runenrittern teilt er mit, dass sie hier auf ihn warten sollen.Die beiden gehen ein ganzes Stück, bevor Mina an einem See stehen bleibt, was Lahar ihr gleichtut.„Das wollte ich dir zeigen.“, meint Mina und deutet auf den See. Lahar erkennt sofort wo das Problem liegt und sieht Mina an.„Weißt du wer das war?“„Ja.“„Dann lassen wir die Person die Säure aus dem See entfernen.“„Geht nicht. Er ist tot.“„Verstehe... ich werde mir dafür was einfallen lassen.“, und damit dreht sich Lahar um und geht wieder in Richtung des Dorfes.„Soll ich nicht helfen?“, will Mina wissen als sie aufholt.„Nein, brauchst du nicht. Fahr du ruhig zurück. Vorher holst du mir aber noch die Magier aus den Spiegeln.“„Klar.“Als sie zurück am Dorf sind löst Mina ihren Zauber, sodass die Magier wieder außerhalb der Spiegel sind und sie ordnungsgemäß verhaftet werden können. Anschließend packt sie ihre Sachen und macht sich bereit für die Abreise.Die Belohnung hat sie jedoch nicht angenommen, jedoch hat sie vom Dorf ein Geschenk in Höhe von 850.000 Jewel erhalten.Oh und keine Sorge. Lahar hat mithilfe einiger Runenritter den See wieder von der Säure befreit.

----- CHAPTER BREAK -----

|| Erzähler Sicht ||„Tja... so war das nun mal.“, beendet Mina ihre Geschichte. Ihr Blick verharrt noch immer auf den Blättern der Baumkrone und den Sonnenstrahlen, die sanft durch die Blätter des Baums dringen.Lächelnd sieht Mina dann wieder von der Baumkrone ab und zur Seite zu Lucy, welche ihrer Geschichte gebannt zugehört hat.„Wow...“, gibt Lucy leise von sich, ehe man ein Funkeln in ihren Augen erkennen kann. Nun packt Lucy Minas Hände voller Begeisterung und fragt laut: „Und das hast du mit nur 18 Jahren geschafft?!“Verwundert sieht Mina Lucy an, bevor langsam nickt.„Eigentlich ist das nicht verwunderlich... das ist ja nur etwas mehr als zwei Jahre her...“, murmelt Mina nun.„Deine Lehrer müssen bestimmt erstklassig sein, wenn du so viel von ihnen gelernt hast! Die würde ich gerne kennenlernen!“Nun zieht Mina ihre Hände sanft von Lucys Händen weg, bevor sie etwas zur Seite sieht.„Das wird nicht so leicht möglich sein...“, sagt Mina nun, weshalb Lucy sie fragend ansieht. Die Feenkaiserin sieht dann wieder zu Lucy und lächelt die Blondine sanft an.„Meine Lehrer wohnen nicht hier in Magnolia, daher wird es nicht so leicht sein sie anzutreffen.“, erklärt ihr Mina, jedoch wirkt sie etwas traurig trotz ihres Lächelns.„Oh man, wie schade!“, und damit lässt sich Lucy gegen den Baumstamm fallen und starrt hoch in die Baumkronen. Mina lächelt die Jüngere nun etwas an, ehe sie es ihr gleich tut.Lange Zeit herrscht Stille zwischen den Beiden, doch dann beginnt Lucy wieder das Gespräch.„Weißt du nach deiner Geschichte muss ich mich etwas daran erinnern, wie ich Natsu kennengelernt habe und was ich bisher hier erlebt habe.“, sagt Lucy nun leise, so ob diese Aussage eher für sie selbst gedacht war als für Mina. Die Schwarzhaarige sieht Lucy nun an, bevor sie fragt: „Ach wirklich?“Lucy nickt nun heftig, ehe sie sich aufsetzt und zu Mina dreht.„Weißt du Natsu habe ich am Hargeon-Hafen kennengelernt und das wegen eines Betrügers, der sich als Salamander ausgegeben hat.“Nun hört Mina Lucy aufmerksam zu.„Ich wollte unbedingt Fairy Tail beitreten, weil das mein Traum war seitdem ich klein bin. Als ich dann in Hargeon angekommen bin war die Rede davon, dass Salamander dort ist. Ich habe diesen Salamander-Typen dann getroffen und er meinte ich könnte Fairy Tail beitreten. Doch dieser Betrüger hat sich als Frauenhändler herausgestellt, aber Natsu hat mich und die anderen Frauen gerettet und mich anschließend mit hierher genommen.“Mina nickt nun und meint dann lächelnd: „Das hört sich auf jeden Fall abenteuerlich an.“„Das war es auch! Allerdings ist der Hafen dabei etwas zerstört wurden... aber das war noch gar nichts.“„Ach nein?“„Nein, zumindest war das nicht so schlimm wie der Vorfall mit Lullaby.“„Welcher Vorfall?“, fragt Mina nun nach.„Naja, die Dunkelgilde Eisenwald wollte die Gildenmeister mithilfe magischen Flöte Lullaby umbringen.“„Etwa der Dämon aus dem Buch Zerefs?“, will Mina nun wissen, woraufhin Lucy nur nickt. Danach erzählt Lucy wie Team Natsu gegen die Dunkelgilde Eisenwald gekämpft hat und Erza, Gray und Natsu letzten Endes gegen die magische Flöte Lullaby gekämpft haben, weil dessen Magie nicht mehr funktionierte.„Und... durch diesen Kampf ist leider Gottes das Gebäude zerstört wurden in dem die Gildenmeister ihre Treffen abhalten... aber, ja... so war das...“, beendet Lucy ihre Erzählung und kratzt sich etwas verlegen am Nacken.Mina kratzt sich nun etwas nachdenklich am Kinn und starrt auf die Wiese unter ihr. Anschließend sieht die Schwarzhaarige die Jüngere wieder an und fragt lächelnd: „Wie gefällt es dir denn ansonsten bei uns in der Gilde?“Trotz des Lächelns auf Minas Lippen merkt Lucy, dass Mina etwas an dieser Erzählung nicht gefiel, dennoch will sie dieses Thema lieber nicht ansprechen.„Mir gefällt es hier sehr gut. Alle sind nett und auch etwas verrückt... und machen alles kaputt und prügeln sich... dennoch fühle ich mich irgendwie wie...“„Wie..?“„Wie zu Hause.“, gibt Lucy breit lächelnd von sich.„Das freut mich.“„Sag mal Lucy, möchtest du eigentlich noch etwas von mir wissen?“Nun überlegt Lucy etwas bis ihr etwas einfällt.„Wieso benutzt du eigentlich lieber deine Spiegelmagie, als deine Blitzmagie?“Über diese Frage ist Mina sichtlich verwundert, weshalb die Mina überrascht ansieht.„Woher kommt denn auf einmal diese Frage?“„Naja... beim Kampf gegen Natsu hast du fast nur deine Spiegelmagie genutzt und bei deiner Erzählung war es ebenfalls so...“„Weißt du, ich bin jemand der sich eher mit Spiegelmagie identifizieren kann. Blitzmagie ist eher etwas, was mir bei meinem Kampfstil den Feinschliff gibt. Durch die Spiegelmagie hingegen kann ich auf die Art und Weise kämpfen wie ich will. Verstehst du?“, erklärt ihr Mina, woraufhin Lucy nickt. Jedoch weiß Lucy nicht, dass es sich hierbei um eine halbe Wahrheit handelt.„Gibt es sonst noch irgendwelche Fragen, die dir unter den Nägeln brennen?“„Oh, eine Frage hätte ich da noch.“Mina sieht gespannt zu Lucy und wartet auf die Frage der Blondine.„Es scheint als wären zwischen dir und Laxus Unstimmigkeiten. Woher kommt das?“Ungläubig sieht Mina Lucy an, aber nicht weil die Stellargeistmagierin ihr diese Frage gestellt hat, sondern weil ihr das überhaupt aufgefallen ist.„Wieso interessiert dich das?“, bringt Mina nach langer Zeit des Schweigens als einzige Frage heraus.„Ehm... Mira und Erza sagten mir, dass ihr euch von heute auf morgen nicht mehr verstanden habt und ich würde gerne wissen, woran das liegt. Also nur wenn du darüber reden willst!“Mina schweigt nun und sieht Lucy nur eindringlich an. Dann sieht sie zu ihren Händen herunter und meint traurig: „Früher haben wir uns tatsächlich mal sehr gut verstanden... aber ich habe seine Gefühle verletzt, ihn angelogen und sein Vertrauen ausgenutzt, daher hasst er mich.“, erklärt Mina Lucy und sieht anschließend Lucy mit einem traurigen Lächeln an. Nun merkt Lucy, dass sie einen wunden Punkt getroffen hat und sie beschließt sich nicht weiter nachzufragen.Minas Gedanken hingegen kreisen nun um den Tag vor fast sechs Jahren.Sie fragt sie wieso es soweit kommen musste. Wieso konnte sie Laxus nicht von Anfang an die Wahrheit sagen? Aber selbst wenn sie von Anfang an die Wahrheit gesagt hätte, hätte das etwas an der momentanen Situation geändert oder hätte Laxus lediglich früher diesen abgrundtiefen Hass gegen sie entwickelt.Da sie so sehr in ihre Gedanken vertieft ist merkt sie nicht, dass Lucy versucht ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Sie merkt das erst, als Lucy sie an der Schulter antippt.„Mina?“„Hmm?“, durch das Antippen sieht Mina die Blondine an.„Entschuldige Lucy, ich war etwas in meine Gedanken vertieft.“Lucy schüttelt daraufhin den Kopf und meint: „Das macht doch nichts.“„Es war schön dieses Gespräch mit dir zu führen, aber ich glaube ich gehe mal nach Hause und ruhe mich etwas aus.“, gibt Mina lächelnd von sich, bevor sie aufsteht und sich die Hose etwas abklopft.„Ok.“, sagt Lucy nur, weshalb Mina ihre Tasche nimmt und anschließend den Park verlässt, um sich auf den Weg nach Hause zu machen.Als Mina nach einer Weile zu Hause angekommen ist atmet sie erstmal erleichtert aus. Zunächst einmal ist sie erleichtert, weil sie die Ruhe genießen kann. Ich meine natürlich kann man in einem kleinen Haus im Wald die Ruhe wirklich gut wahrnehmen und diese auch genießen. Es ist schließlich ein guter und deutlicher Kontrast zu dem Toben der Stadt und dem Chaos der Gilde.Vermutlich ist das auch einer der Gründe warum sich Mina dieses kleine Haus im Wald direkt neben einem See ausgesucht hat. Damit sie etwas Ruhe und Frieden von der Gilde erhält. Dennoch ist das nicht der einzige Grund und das weiß Mina nur all zu gut.Dennoch sollte man sich bei einem Preis von 1.500.000 Jewel nicht beschweren. Bereits bevor Mina das Innere ihres Hauses sieht weiß sie, dass sich nichts verändert hat. Ich meine wie denn auch, wenn sie alleine wohnt? Und dennoch breitet sich in Mina ein Gefühl der Sicherheit aus mit der Gewissheit, dass alles vermutlich so sein wird, wie sie es zurückgelassen hat.Als Mina jedoch den Schlüssel in ihrem Türschloss herumdreht und die Tür zum ersten Mal seit zwei Jahren öffnet muss sie feststellen, dass nicht alles so ist wie sie es zurückgelassen hat, denn ein sauberer und staubfreier Flur kommt in ihr Blickfeld. Mina tritt also ein und schließt die Tür hinter sich. Sie schreitet dann zu dem Schuhschrank, wobei Mina den Ganzkörperspiegel passiert, ohne sich selbst in diesem zu betrachten. An dem Schuhschrank angekommen legt sie zuerst ihren Schlüssel ab und zieht sich ihre Schuhe aus, welche sie anschließend in den Schrank stellt.„Vermutlich war Opa hier und hat saubergemacht...“, murmelt die Feenkaiserin dann und legt ihren Umhang ab, um ihn dann an der Garderobe aufzuhängen. Dann kramt sie in ihrer Tasche herum und holt ihren alten grünen Umhang hervor, um diesen ebenfalls aufzuhängen.Anschließend streift ihr Blick die Wand an der mehrere Bilder hängen, die Mina sehr am Herzen liegen. Nicht wegen der Motive, sondern wegen der Erinnerungen die an ihnen haften.Sie schaut sich die Bilder nur kurz an, bevor sie die Tasche abstellt und dann ins Gästebad tritt, zu welchem man gelangt wenn man die erste Tür auf der rechten Seite durchschreitet. Dort wäscht sich Mina zunächst am Waschbecken ihre Hände und dann ihr Gesicht, damit sie auch wieder klare Gedanken hat, denn seit ihrem Gespräch mit Lucy muss sie die ganze Zeit an ihren Bruder denken. Nicht dass das schlecht wäre, jedoch stimmen Gedanken an Laxus Mina immer zu traurig, weshalb sie diese Gedanken schnell wieder loswerden will.Als Mina jedoch merkt, dass diese Methode keinen Effekt hat seufzt sie, ehe sie das Wasser abstellt und sich das Gesicht und ihre Hände abtrocknet. Anschließend geht sie zurück in den Flur, um geradeaus durch ins Wohnzimmer zu gelangen. Die Tasche nimmt sie jedoch mit. Im Wohnzimmer angekommen atmet Mina das erste Mal richtig durch. Es riecht noch immer nach den komischen Duftkerzen, die ihr Mirajane vor langer Zeit geschenkt hat und welche sie vor ihrer Abreise mal angezündet hat. Es ist ein stechender Geruch von Vanille und Zimt gewesen, weshalb Mina die Kerzen augenblicklich wieder ausgemacht hatte. Dennoch war noch immer die Vanillenote zu riechen, doch vom Zimt fehlt jede Spur.„Hoffentlich schenkt mir Mirajane nicht noch mehr dieser Kerzen...“Nun schaut Mina zum Sofa. Sie könnte sich hinlegen und einfach etwas schlafen. Die Ruhe genießen und heute einfach nichts mehr machen. Allerdings geht das nicht, weil sie sich waschen muss und das mal unter einer richtigen Dusche.Mina muss seufzen, ehe sie leise von sich gibt: „Nicht mal jetzt kann ich mich einfach hinlegen...“Mit schweren Schritten geht Mina dann in Richtung ihrer Küche. Dort angekommen schaut sie zunächst in ihren Kühlschrank. Nach einem Blick ins Innere muss sie feststellen, dass sie einkaufen muss. Ich meine wen wundert es? Sie war zwei Jahre weg, natürlich wird dann nichts brauchbares mehr im Kühlschrank sein. Jedoch hat Mina nicht gedacht, dass ihr Kühlschrank gähnende Leere anzeigen wird. Daraufhin schließt Mina den Kühlschrank und verlässt die Küche, um anschließend ins Esszimmer zu gelangen. Von dort aus führt eine Leiter hoch zu den anderen Räumlichkeiten, welche Mina aufsuchen möchte. Also klettert Mina mit ihrer Tasche die Leiter hoch und kommt somit in ihrem Bücherzimmer aus.Dort stellt sie ihre Tasche erstmal auf der Sitzgelegenheit ab, um dann aus dem besagten Gegenstand zwei Bücher hervorzuholen, welche sie in ihr Bücherregal einräumt.„Ob ich zu viele Bücher habe..?“, fragt Mina sich selbst als sie die Bücher eingeräumt hat und sieht wie ihr Bücherregal beinahe aus allen Nähten platzt.„Glaube nicht.“, gibt sie dann schulterzuckend von sich. Anschließend nimmt Mina ihre Tasche und betritt damit das Schlafzimmer. Dieses ist extrem geräumig und bietet die Möglichkeit entweder links das Badezimmer durch eine Tür zu betreten oder geradeaus durch den begehbaren Kleiderschrank durch eine Spiegeltür zu betreten. Zunächst betritt Mina das Badezimmer, wo sie ihre schmutzige Wäsche aus der Tasche hervorholt und in den Wäschekorb wirft. Danach verlässt Mina das Badezimmer, um die Tasche auf dem Bett abzustellen, um anschließend wieder ins Bad zu gehen. Dort holt sie zunächst ein paar Handtücher hervor, ehe sie sich ihrer Kleidung und ihrer Verbände zu entledigen, um sich dann unter die Dusche zu werfen. Die Verbände lässt sie am Waschbecken liegen und die Kleidung kommt in den Wäschekorb.Nachdem Mina sich dann geduscht hat wickelt sie sich ein Handtuch um und betritt erneut ihr Schlafzimmer. Dort geht sie zunächst zu ihrem Bett und lässt sich auf dieses fallen, sodass sie auf ihrem Bauch landet. Ihre nassen Haare hinterlassen nun Wasserflecken auf dem Bezug, doch das interessiert die Feenkaiserin nicht, da Wasser ja trocknet. Stattdessen vergräbt sie ihre Nase in ihrem Bettbezug und atmet tief ein. Ein wohltuender Geruch von Lavendel steigt ihr in die Nase, weshalb Mina leicht lächelt.„Ich bin zu Hause... endlich...“In dieser Position verharrt Mina etwas, bevor sie sich aufsetzt und aus ihrer Tasche eine Musikschatulle hervorholt. Diese stellt sie behutsam auf ihrem Nachttisch ab, bevor sie aufsteht und zu ihrer Spiegeltür tritt. Sie legt ihre Hand auf den Griff, als ihr Blick auf ihre Gestalt im Spiegel fällt. Ihre Haare tropfen von der Dusche noch und wirken durch den Fall aufs Bett etwas zerzaust. Jedoch merkt sie auch, dass ihre Haare etwas länger geworden sind. Dennoch fixiert sich Minas Blick auf ihre schwarzen Haare. Das Schwarz. Wie sehr sie diese Haarfarbe hasst. Immer wieder wird sie bei dem Anblick ihrer Haare an die Person erinnert die sie mehr als alles andere auf der Welt hasst. Sogar mehr als sie Verachtung gegenüber dem magischen Rat hegt.Nun fällt Minas Blick auf ihre linke Schulter dort prangt eine gewaltige Narbe, die einmal zu ihrer Brust senkrecht herunter führt, sowie über ihren Rücken senkrecht herunter führt. Sie kann sich noch sehr gut daran erinnern, wie sie diese Narbe erhalten hat. Ist sie stolz darauf? Etwas vielleicht. Jedoch hat sich Mina danach geschworen niemals wieder so einen Auftrag für den Rat zu erledigen. Dann fällt ihr Blick auf ihren rechten Arm, welcher den Griff der Tür festhält. Dieser ist nur so mit kleinen und großen Narben übersät. Auch hierbei kann sich daran erinnern woher sie diese Narben hat, denn sie stammen wie auch ihre Narben vom Rücken vom selben Ereignis. Ist sie stolz auf diese Narben? Auf keinen Fall. Für diese Narben schämt sie sich, wobei sie eher die Narben auf ihrem Arm zeigt als die auf dem Rücken.Nun schüttelt Mina ihren Kopf, bevor sie die Tür zum Ankleidezimmer öffnet, welche sich als Schiebetür entpuppt, um dieses dann zu betreten. Dort entscheidet sich die S-Klasse Magierin für ein bordeauxrotes Top mit einer dunkelblauen Hose. Dadurch, dass Minas Haare noch nass sind wird ihr Top hinten am Rücken ebenfalls etwas nass, doch das stört die Feenkaiserin herzlich wenig.Nun verlässt Mina das Ankleidezimmer, um wieder ins Badezimmer zu gehen. Dort legt sie sich einen Verband an ihrem rechten Arm an, sodass ihre Narben verdeckt sind. Glücklicherweise kann man ihre Narben am Rücken zurzeit nicht sehen. Die einzige Narbe die nun noch gesehen werden kann ist die Narbe an ihrer linken Schulter, doch das stört Mina nicht.Nun atmet Mina etwas genervt aus.„Vielleicht sollte ich wirklich mal etwas kürzer treten. Dann hab ich auch mal weniger Narben...“*.*~.*~* Währenddessen bei Lucy *~*.~*.*Nach dem Gespräch mit Mina hat sich Lucy auf dem Weg zu ihrer eigenen Wohnung gemacht, jedoch kreisen ihre Gedanken um das Gespräch mit Mina. Hat sie etwa einen wunden Punkt erwischt? Wahrscheinlich hatten ihr deshalb Mira und Erza davon abgeraten sich dabei einzumischen. Doch was tut Lucy? Sie mischt sich ein indem sie Mina auf eins der einzigen Themen anspricht, die ihr wahrscheinlich unangenehm sind. Das muss man auch erstmal hinbekommen.An ihrer Wohnungstür angekommen denkt Lucy weiter nach. Sie hätte Mina eventuell wirklich hinterher gehen sollen, um sich bei ihr zu entschuldigen, doch nun hat das keinen Sinn mehr, da Lucy nicht die geringste Ahnung hat wo Mina wohnt.Sie seufzt nun, bevor sie den Haustürschlüssel im Schloss herumdreht und die Wohnungstür somit öffnet. Als sie die Wohnung betritt schwelgen ihre Gedanken trotzdem noch bei Mina. Eventuell könnte sie Master Makarov oder Mirajane fragen wo Mina wohnt, um sich somit bei ihr zu entschuldigen, denn wer weiß ob Mina heute noch zur Gilde geht.Sie ist so sehr in ihre Gedanken vertieft, dass sie die Geräusche aus ihrer Wohnung gar nicht wahrnimmt. Sie bemerkt erst, dass etwas nicht stimmt, als sie in die Küche tritt und dabei merkt sie auch nur, dass etwas nicht stimmt, weil sie sehen kann dass etwas gewaltig schief läuft. Das was schief läuft ist die Tatsache, dass fremde Leute bei ihr in der Küche sitzen und sich den Bauch mit ihren Lebensmitteln voll schlagen. Ok, was heißt fremde Leute? Bei den Leuten handelt es sich eigentlich nur um Natsu und Happy, doch es geht sich ums Prinzip.„Yo Lu-“, fängt Natsu an, doch bevor er weitersprechen kann tritt ihn Lucy bereits ins Gesicht und schreit dabei: „WAS MACHT IHR IN MEINER WOHNUNG?! DAS NENNT MAN HAUSFRIEDENSBRUCH!"„Aua, das tat weh Luce.", gibt Natsu lediglich von sich, während er sich seine schmerzende Wange festhält.„Aye. Sehr nett war das ja nicht von dir.“, gibt Happy lediglich von sich.„NETT IST ES NICHT IN MEINE WOHNUNG EINZUBRECHEN UND MEIN ESSEN ZU ESSEN!“"Aber damit haben wir dir doch einen Gefallen getan.""Aye. Dann wirst du nicht noch dicker.""Wie war das..? ICH BIN NICHT DICK!", und damit verpasst sie den Beiden einen kräftigen Schlag auf die Kopf.Doch dann fällt Lucy auf, dass es eigentlich recht gut ist, dass Natsu und Happy gerade jetzt in ihre Wohnung eingebrochen sind, da sie ihre Hilfe gebrauchen könnte.„Sagt mal ihr zwei, habt ihr eigentlich eine Ahnung wo Mina wohnt?“„Nö, keinen blassen Schimmer. Wieso?“, will Natsu wissen, während er sich auf Lucys Bett schmeißt, um es sich dort gemütlich zu machen.„Ach... nur so...“„Mina wohnt etwas weiter weg von hier.“, meint Natsu dann.„Aye. Sie wohnt irgendwo außerhalb der Stadt im Wald.“, ergänzt Happy, bevor beide im Chor sagen: „Aber so genau wissen wir nicht.“Lucy ignoriert einfach die Tatsache, dass die beiden synchron gesprochen haben und überlegt sich nun wie sie sich bei Mina entschuldigen soll, als Natsu sie aus ihren Gedanken reißt.„Aber sag mal Luce, warum willst du wissen wo Mina wohnt?“„Ehm... naja... ich wollte mich bei ihr entschuldigen, wisst ihr...“, doch weiter kommt Lucy nicht, da Natsu sie unterbricht.„Hast du sie sauer gemacht?!“„Was?“, fragt Lucy verdutzt, doch Natsu und Happy ignorieren sie schon.„Natsu, was machen wir denn jetzt?“Natsu, der nun jegliche Farbe aus dem Gesicht verloren hat, meint leise: „Wir könnten ihr Lucy zum Fraß vorwerfen...“„Hä?“„Aber Natsu, das wird doch nicht klappen.“„Stimmt... oh, Happy ich hab’s! Wir warnen zuerst die anderen und dann überlegen wir uns etwas!“Nun realisiert Lucy erst was passiert und sie versucht sich einzumischen.„Leute, wartet mal. Ich habe nicht...“„Gute Idee, Natsu! Ich fliege schon mal vor!“, und damit fliegt Happy aus dem Fenster, welches vermutlich auch das Fenster war durch welches sie in Lucys Wohnung gelangt sind. Doch kaum ist Happy aus dem Fenster geflogen springt Natsu ihm bereits hinterher.„Warte, Happy! Ich komme schon!“„Hey, wartet doch mal!“, doch die beiden hören Lucy schon gar nicht mehr.„Das kann doch nicht wahr sein...“, gibt Lucy nur von sich, bevor sie wieder aus ihrer Tür stürmt und sich auf den Weg zur Gilde macht.In der Gilde angekommen muss Lucy feststellen, dass sie bereits zu spät ist. Es wirkt nämlich so, als ob man das Ende der Welt heraufbeschworen hätte und die Auswirkung davon ist nun zu sehen.„Na toll... was haben Natsu und Happy nur erzählt?“, fragt Lucy leise, als sie in die Gilde eintritt. Durch die Schritte werden alle hellhörig und starren augenblicklich in Richtung Tür, nur um festzustellen, dass Lucy in die Gilde getreten ist. Erleichterung macht sich etwas breit, doch nur etwas.„LUCY!“, schreit Natsu und rennt auf die Blondine zu, ehe er sich an ihr festklammert.„Oh Gott, was kommt jetzt..?“Diese Aussage komplett ignorierend gibt Natsu nur eine Bitte von sich: „Bitte beschütze mich...“Natsus Blick haftet jedoch nicht auf der Stellargeistmagierin, sondern starrt in Richtung Tür, um sicherzustellen dass sonst keiner die Gilde betritt.„Ehm... und darf ich auch wissen wovor ich dich beschützen soll?“, will Lucy nun wissen, weshalb Natsu sie mit einem angsterfüllten Blick ansieht.„Vor einer...“, fängt Natsu an und muss schwer schlucken, „... einer wütenden Mina.“„UND WIE SOLL ICH DICH VOR MINA BESCHÜTZEN?!“„Lucy.“, erklingt nun die Stimme von Erza, weshalb sich die Blondine erfreut in ihre Richtung dreht. Jedoch hält Lucys Freude nicht lange an, da sie feststelllen muss, dass auch Erza nicht ganz sie selbst zu sein scheint. Sie wirkt etwas eingeschüchtert, was die Stellargeistmagierin sehr überrascht.„Weißt du... wo Mina ist?“„Vermutlich zu Hause, wieso?“„Natsu meinte du hättest sie wütend gemacht, deshalb wollte ich nachfragen ob du weißt wo sie ist. Es ist niemals schlecht zu wissen wo sich jemand befindet, der dir...“, doch dann hört Erza auf zu sprechen ohne ihren Satz zu beenden.„Der dir was?“, fragt Lucy eingeschüchtert, doch da dreht sich die Rothaarige bereits weg und geht wieder in Richtung Tresen.„Der dir was, Erza?!“, doch Lucy erhält keine Antwort von der S-Klasse Magierin.„Lucy...“, erklingt nun Grays Stimme, weshalb die Angesprochene zu ihm schaut. Gray steht vor der Blondine und richtet seinen Blick auf den Fußboden. Dann legt er seine Hand auf Lucys Schulter und hebt seinen Blick, sodass sie seinen nervösen Blick sehen kann.„Wieso hast du nicht versucht Mina zu besänftigen..?“„Moment mal. Ich habe Natsu extra gefragt wo Mina wohnt, damit ich mit ihr reden kann. Außerdem ha-“, doch da hört Gray ihr bereits nicht mehr zu, stattdessen sieht er Natsu böse an und packt ihn an seinem Schal. Dann zerrt er Natsu zu sich, sodass die beiden Kopf-an-Kopf stehen.„Sag mal du Flammenhirn, wieso sagst du Lucy denn nicht wo Mina wohnt?!“„Huh?“, und damit schubst Natsu Gray von sich weg, was ebenfalls bezweckt, dass Lucy etwas beiseite geschubst wird.„DENKST DU NICHT DAS HÄTTE ICH, WENN ICH WÜSSTE WO SIE WOHNT?! UND ZIEH DIR GEFÄLLIGST WAS AN!“, schreit Natsu nun den Dunkelhaarigen an, welcher sich erneut ohne es selbst bemerkt zu haben sein Oberteil und seine Hose ausgezogen hat.„SCHEIßE! WIE IST DAS PASSIERT?! UND SCHREI MICH BLOß NICHT AN!“„DU SCHREIST DOCH SELBST!“„Was stimmt nur nicht mit den beiden..?“, gibt Lucy nur leise von sich.Dann sieht sich die Stellargeistmagierin um, nur um festzustellen, dass jeder der Anwesenden völlig neben der Spur wirkt. Naja, alle bis auf Mirajane, welche seelenruhig das Geschirr sauber macht. Jedoch wirkt es nun wieder extrem ruhig, weshalb Lucy erneut zu Natsu und Gray schaut. Zu ihrem Erstaunen haben die beiden ihren Streit beiseite gelegt und sich stattdessen in eine dunkle Ecke der Gilde verzogen. Dort sitzen sie und schweigen sich an, jedoch ist ihre Angst förmlich zu spüren. Happy gesellt sich nach kurzer Zeit sogar zu ihnen.Leicht verstört tritt Lucy zum Tresen, um dort Hilfe bei Erza zu suchen.„Du, Erza? Mit Natsu, Gray und Happy stimmt etwas nicht. Kannst du die drei nicht wieder zur Vernunft bringen?“, fragt die Blondine, während sie zu den besagten drei schaut. Dadurch merkt sie gar nicht, dass Erza sie nicht mal ansieht. Da Lucy jedoch keine Antwort erhält sieht sie zu der S-Klasse Magierin und tippt dieser vorsichtig auf die Schulter.„Ehm... Erza..? Hast du mir zugehört?“Erza sieht nun zu Lucy und auch in ihrem Blick ist ganz klar ihre Nervosität zu spüren.„Was..?“, fragt Erza nun, sichtlich unangenehm durch diese Situation.Erst dadurch begreift Lucy, dass Erza ihr nicht mal zugehört hat.„Oh mein Gott, Erza! Geht es dir gut?“Nun schaut Erza wieder vor sich auf den Tresen, ehe sie ein einfaches „Ja klar... sicher doch...“ von sich gibt. Vor ihr auf dem Tresen steht ihr Stück Erdbeertorte, welches sie jedoch nicht isst, sondern lediglich anstarrt.„Erza?“„Wir werden alle draufgehen...“„NICHT DU AUCH NOCH!“Lucy schaut sich nun hektisch in der Gilde um, um zu schauen dass sie von irgendjemandem Hilfe erhält. Doch zu ihrem Schrecken muss sie feststellen, dass es jedem so ähnlich geht wie dem Rest von Team Natsu.Ihre einzige Hoffnung? Mirajane.„Mira! Du musst mir helfen!“, spuckt Lucy diese Worte aus und wendet sich sofort zu der weißhaarigen Bardame.„Ja, bitte? Wie kann ich dir helfen, Lucy?“, fragt Mira mit einem Lächeln auf den Lippen, welches sie stets in ihrem Gesicht trägt.„Du musst mir helfen alles wieder in Ordnung zu bringen!“„Und... was genau willst du in Ordnung bringen?“Ungläubig sieht Lucy Mira an, ehe sie lautstark von sich gibt: „ALLES HIER!“„Und was soll ich dabei tun?“Stumm sieht Lucy die Bardame an, ehe sie leise meint: „Keine Ahnung... soweit habe ich leider nicht gedacht...“Doch bevor Lucy auch nur etwas weiteres sagen kann wird Miras Lächeln breiter und sie winkt jemanden zu, ehe sie laut sagt: „Hallo, Mina. Schön dich zu sehen.“Sofort merkt man dass sich die Stimmung in der Gilde noch mehr anspannt. Lucy dreht sich um und sieht tatsächlich Mina Dreyar am Eingang der Gilde stehen.Ihre feuchten Strähnen hängen sanft über den Schultern und Wasser tropft von den Spitzen herunter, als sie langsam in Richtung Tresen tritt.„Was machst du denn hier? Ich dachte nicht, dass du heute nochmal zur Gilde kommst. Wolltest du dich nicht ausruhen?“, fängt Mirajane das Gespräch an, als sich die Schwarzhaarige nun in der Gilde umschaut.„Das wollte ich eigentlich schon...“„Suchst du etwa Master? Wenn ja, dann muss ich dich enttäuschen. Master hat zuvor die Gilde verlassen, weil er noch etwas erledigen wollte.“„Naja... ich muss eigentlich noch etwas mit Erza besprechen, was leider nicht bis morgen warten kann.“„Achso, verstehe.“, und damit trocknet Mirajane nun eines der gereinigten Gläser ab.„Wirklich, Mira? Mehr sagst du dazu nicht?“, fragt Lucy leise, weshalb die Weißhaarige fragend zu der Blondine sieht.„Oh, da ist ja Erza.“, merkt Mina an und geht auf die Rothaarige zu. Diese wirkt etwas verängstigt, als ihr der Angstschweiß die Stirn heruntertropft.Durch Erzas Kopf schießen nun einige unterschiedliche Gedanken. Zum einen der Gedanke was Mina überhaupt von ihr möchte? Hat sie etwas falsch gemacht? Oder will sich Mina lediglich über etwas beschweren? Innerlich schüttelt Erza nun den Kopf, da Mina sie nicht extra aufsuchen würde, wenn sie sich lediglich beschweren möchte.Doch als nächstes denkt sich Erza nur eines: sie muss aus diesem Gebäude verschwinden. Und zwar... So. Schnell. Wie. Möglich.Es fallen ihr genau drei Möglichkeiten ein.Erste Möglichkeit: Flucht. Jedoch wäre das zu riskant, weil Mina sie sofort aufhalten würde.Zweite Möglichkeit: Kampf. Jedoch nicht in Form der gewaltsamen Konfrontation, sondern in Form einer Aussprache. Also dann eher als Verteidigung als Kampf. Auch zu riskant. Wenn sie Mina direkt auf das Problem ansprechen sollte, könnte das eventuell gewaltig schief gehen. Außerdem wäre es bei dieser Möglichkeit wirklich praktisch, wenn sie wüsste was genau das Problem ist.Bleibt also nur noch die dritte Möglichkeit: Täuschung oder auch Verteidigung in Form einer Täuschung. Sie täuscht Mina um so der Situation zu entgehen. Dadurch erregt sie keinen Verdacht und sie hat die Möglichkeit normal zu wirken. Durch diese ganzen Szenarien in Erzas Kopf hat die Rothaarige gar nicht bemerkt, dass Mina nun genau hinter ihr steht. Lucy ist etwas zur Seite getreten und lässt sich auf Minas und Mirajanes Wunsch hin am Tresen nieder. Skeptisch beobachtet Mina Erza und die Tatsache, dass die Jüngere stumm vor einem Stück Kuchen sitzt. Vor einem Stück Erdbeerkuchen. Ihrem Lieblingskuchen. Daraufhin seufzt die Schwarzhaarige und fragt Erza: „Sag mal, willst du nicht dein Stück Kuchen essen?“Sofort zuckt die Angesprochene zusammen, was Mina etwas leid tut, da ihre Stimme vermutlich schroffer rauskam als gewollt. Jedoch ist Mina nun auch bewusst, dass sich Erza Sorgen macht und sie weiß vermutlich auch wieso.Besagte Rothaarige dreht sich nun um nur um zu sehen, dass sich Mina auf den freien Stuhl neben ihr setzt.„Hä?“, gibt Erza nur von sich, weshalb die Ältere erneut seufzt, während sie mit ihren Fingern über den Tresen gleitet. Dann zeigt sie auf Erzas Teller, auf welchem noch immer das Stück Kuchen steht.„Dein Kuchen.“„W-Was ist damit?“Nun würde Mina am liebsten ihren Kopf auf den Tresen schlagen, da sie nun genau weiß, dass Erza sich zu viele Gedanken macht und ihr auch einfach nicht zugehört hat.„Willst du deinen Kuchen nicht essen?“„D-Den... den Kuchen?“, fragt Erza verwundert und in die Richtung in die Minas Finger zeigt um ihren eigenen Teller und ihren Kuchen zu sehen.„Ach, nein..! Ich habe gar keinen Hunger...“Die Schwarzhaarige sieht Erza daraufhin nur an. Ihr einziger Gedanke ist, dass Erza eine verdammt schlechte Lügnerin ist.„Iss deinen Kuchen.“, sagt Mina bloß monoton, weshalb Erza ein kleines Stück von ihrem Kuchen isst.„Du Erza, ich wollte mal mit dir reden.“„J-Ja...“, fragt Erza mit zittriger Stimme und sie kann schwören, dass sie ihr Herz lautstark im ihren Ohren pochen hören kann.Minas Blick richtet sich kurz auf ihre Hand, die sanft auf dem Tresen liegt, ehe sie ihre Frage stellt: „Willst du mir irgendetwas mitteilen?“Nun ist Erza verwirrt. Was hat sie vergessen Mina mitzuteilen?„Und?“, unterbricht Mina Erzas Gedankengang, ohne von ihrer Hand aufzusehen.„Ehm... ich glaube nicht...“Nun sieht Mina von ihrer Hand auf und kühl in Erzas Augen. Da wird Erza klar, dass das die falsche Antwort war.„Ach, nicht? Das finde ich aber witzig.“, meint Mina nun und sieht wieder herunter zum Tresen, während ihre Finger Kreise auf das Holz ziehen.„Witzig? Was... ist denn so witzig..?“„Naja, ich finde es witzig, dass ich von Lucy erfahren muss, dass ihr gegen einen Dämon aus dem Buch Zerefs gekämpft habt.“Jetzt verflucht Erza ihre Entscheidung nicht die Fluchtmöglichkeit gewählt zu haben.„Erza...“, fängt Mina an und legt nun ihre Hände in ihren Schoß. Sie sieht dann wieder auf und zu der Rothaarigen, als sie weiterspricht: „... ich bin nicht wütend, oder etwas dergleichen. Allerdings würde ich sehr gerne wissen, wieso ich nicht von dir vom Lullaby-Vorfall erfahren habe.“Vielleicht schreit Mina nicht, oder sieht sie nicht böse an, jedoch verunsichert Minas Ruhe Erza und macht sie nur noch nervöser.„Also? Ich warte, Erza Scarlet.“Jetzt merkt Erza, dass sie aufpassen muss was sie sagt, denn wenn Mina jemanden mit dem Vor- und Nachnamen anspricht, dann ist sie bereits gereizt.„W-Weil du dich nicht unnötig aufregen sollst..?“Mina sieht Erza nun an und fragt nach: „Ist das eine Frage oder eine Aussage?“„Eine Aussage..?“„Interessant.“Als Erza fragen will was Mina damit meint ergreift diese erneut das Wort: „Wo sind überhaupt Natsu und Gray? Mit denen wollte ich auch sprechen.“Bevor Erza ihr antworten kann stehen die besagten am Tresen und wirken leicht verängstigt.„W-Wir sind hier...“, meint Gray, weshalb Mina ihren Blick von Erza abwendet und zu den Beiden Magiern schaut.„Aye...“, murmelt Natsu nur.Die Schwarzhaarige dreht sich nun um, sodass sie sich am Tresen anlehnen kann und verschränkt währenddessen ihre Arme vor der Brust. Skeptisch sieht sie zwischen den beiden hin und her.„Ihr zwei seid doch sonst solche Plaudertaschen...“, beginnt Mina, wobei Gray sie unterbricht.„Sind wir das..?“„Unterbrich mich nicht.“, meint Mina kalt.„Entschuldigung...“„Warum habt ihr also nichts von Lullaby erwähnt? Und sagt bloß nicht, weil ihr mich nicht unnötig aufregen wolltet, denn das glaube ich euch nicht.“„Weil... wir es nicht für nötig hielten..?“, gibt Gray nun von sich, wobei seine Antwort sich eher als Frage anhört, als als Aussage.„Weil ihr es nicht für nötig gehalten habt?“, fragt Mina nach, wobei ihre Stimme lauter wird.„Aye..?“„Natsu kannst du auch etwas anderes sagen?“„Eh... aye..?“Nun hebt Mina ihr Kinn an und spricht mit einer lauten Stimme: „Also ihr drei wollt mir sagen, dass es nicht wichtig ist mir mitzuteilen, dass mein Gildenmeister, der gleichzeitig mein Großvater ist, und auch die anderen Gildenmeister beinahe von Lullaby, einem Dämon aus dem Buch Zerefs, getötet wurden sind? Verstehe ich das richtig?“Nun sieht Mina zwischen den drei Magiern hin und her, welche sie stumm ansehen. Ihr Blick ist undurchdringbar, aber auch fest. Wenn Blicke töten könnten, dann wären die drei in diesem Moment mehr als einmal tot umgefallen.„Ich habe gefragt, ob ich das richtig verstehe.“, gibt Mina nun mit einer etwas gereizteren Stimme von sich.„Aye...“„Natsu Dragneel, ich schwöre dir, wenn du noch einmal ‚Aye‘ sagst, dann schneide ich dir die Zunge raus.“, sagt Mina nun bestimmend, weshalb Natsu es nun meidet in Minas Augen zu sehen.„Du bist doch gerade den ersten Tag wieder da...“, fängt Erza an, weshalb Mina sie aus dem Augenwinkel heraus anfunkelt. Dadurch springt die Rothaarige auf und stellt sich mit langsamen Schritt zu Natsu und Gray. Vermutlich um etwas Distanz zwischen sich selbst und der Älteren zu gewinnen. Mina verfolgt mit ihrem Blick jedoch jeden einzelnen Schritt der Requip-Magierin.„... wir dachten, dass du eventuell noch nicht damit behelligt werden willst...“, beendet Erza den Satz.„Nicht behelligt werden?“, fragt Mina nach legt ihren Arm auf den Tresen, um dann mit ihrer Hand ihren Kopf abstützen zu können. Ihre blauen Augen wirken nun finster und bedrohlich. Fast schon geheimnisvoll.Für einen kurzen Moment schließt die Schwarzhaarige ihre Augen.„Das ist das Dümmste was ich jemals gehört habe.“Jetzt öffnet Mina ihre Augen und sieht erneut zu den drei Magiern.„Euch ist bewusst, dass ich als S-Klasse Magierin über so etwas informiert werden will. Außerdem erwarte ich, dass mir besonders andere S-Klasse Magier solche Vorfälle mitteilen, besonders wenn ich für eine so lange Zeit nicht anwesend war oder mein Großvater und Gildemeister in diesen Vorfall mit involviert war.“Bevor jemand noch etwas sagen kann, ergreift Mina jedoch erneut das Wort: „Aber lassen wir das mal beiseite. Eine andere Frage. Wieso zerstört ihr das Gebäude in dem die Gildenmeister ihre Treffen abhalten?“Nun verschluckt sich Lucy beinahe an ihrer Spucke, da sie sieht wie sich Natsu, Gray und Erza vor Mina verbeugen.„Wir... wir bitte vielmals um Vergebung, Mina...“, gibt Erza von sich.„D-Das war ja keine Absicht...“, ergänzt Gray daraufhin.„A-“, fängt Natsu an und sieht dann vorsichtig zu Mina auf, welche ihn finster ansieht. Ihre rechte Hand, mit welcher sie sich nicht am Kopf abstützt, ist leicht geöffnet und in dieser sind violette Funken zu sehen. Der ein oder andere kleine Blitz entsteht dabei zwischen ihren Fingern. „K-Kommt nicht wieder vor...“, murmelt Natsu dann und sieht wieder auf den Boden.Mina wirkt jedoch unbeeindruckt und steht nun auf, um sich vor die drei zu stellen und ihre Arme vor der Brust zu verschränken.„Wie oft habe ich das bereits von euch gehört? Wie oft habe ich diese Aussage überhaupt schon von irgendjemandem in diesem Gebäude gehört?“, stellt Mina ihre Fragen und sieht dabei leicht durch die Gilde. Alle Anwesenden fühlen sich dabei angesprochen, außer Lucy und Mirajane, wobei sich Lucy dennoch unwohl fühlt. Mirajane hingegen macht unbeirrt weiter sauber.Nun sieht Mina zu Natsu und spricht den Feuermagier direkt an: „Sag mal Natsu, wie oft sind wegen deiner Kopflosigkeit Gebäude zerstört wurden? Und dabei habe ich den Hafen von Hargeon noch gar nicht mitgezählt.“Natsu schweigt, aber dafür verliert er jegliche Farbe im Gesicht. Gray hebt daraufhin seinen Kopf etwas an, sodass er den Dragon Slayer ansehen kann. Als er jedoch etwas mit einem Grinsen im Gesicht sagen will mischt sich Mina augenblicklich ein: „Wag es jetzt bloß nicht irgendetwas zu sagen. Du bist nicht besser, Gray Fullbuster.“Dadurch schweigt Gray ebenfalls.„Du bist mindestens genauso schlimm wie Natsu. Du machst genauso viel Chaos wie er und wenn ihr euch prügelt geht alles zu Bruch. Und wir brauchen gar nicht erst damit anfangen, wenn ihr mal durch einen Zufall einen Auftrag zusammen macht. Ihr beide als Kombination macht genug kaputt!“Schweigend hören die beiden Streithähne der Älteren zu, welche nun ihre Hände in die Hüften stemmt und sich nun an Erza wendet: „Und jetzt zu dir, Erza! Du bist doch eine S-Klasse Magierin, oder irre ich mich dabei?“„Nein... du irrst dich nicht...“„Willst du mir dann mal verraten, wie es sein kann, dass du mindestens genauso viele Gebäude zerstörst wie die beiden da?“, und damit zeigt Mina auf den Eis- und Feuermagier.„Besonders du als S-Klasse Magierin solltest eigentlich wissen welchen Schaden diese Zerstörungswut auf unseren Ruf hat. Gerade deswegen solltest du als Vorbild vorangehen und weniger chaotisch und zerstörerisch sein. Jetzt hört endlich mit dem Mist auf und stellt euch gerade hin! Ich will euch in die Augen sehen, wenn ich mit euch rede und das wisst ihr!“Nun stellen sich die Angesprochenen gerade hin und sehen Mina mit blassen Gesichtern an. Naja, nicht alle...„Gray. Wieso siehst du weg?“„N-Nur so...“„SCHAU MICH GEFÄLLIGST AN, WENN ICH MIT DIR REDE!“, schreit Mina, weshalb jeder etwas zusammenzuckt. Selbst Mirajane. Mina ist eigentlich keine laute Person, weshalb sie selten schreit. Natürlich wird sie mal lauter, aber es ist ein seltenes Erlebnis Mina schreien zu hören, weshalb sich auch Mirajane erschrocken hat.Sofort schaut Gray zu Mina und sieht, dass sich Falten auf ihrer Stirn bilden, dadurch dass sie ihre Stirn runzelt. Doch kaum schaut Gray zu ihr wird ihr Blick etwas weicher. Dennoch schaut sie streng zu dreien.„Euch ist bewusst, dass Opa oder ich für eure Zerstörungswut beim Rat geradestehen müssen, oder?“Doch Mina erwartet diesmal keine Antwort darauf, sondern wendet sich nun an den Rest der Gilde.„Dasselbe gilt auch für euch! Ich glaube aber, dass ich nicht mal wissen will, warum ihr so viel kaputt macht!“Nun lässt sich Mina zurück auf den Stuhl fallen, auf dem sie vorhin noch saß. Sie hält ihre linke Hand dann an ihre Schläfe und schließt ihre Augen, ehe sie ihren Kopf schüttelt.„Was mache ich nur mit euch..? Kann ich nicht einmal wieder nach Hause kommen und Ruhe und Harmonie vorfinden..?“Bevor Mina jedoch noch was sagen kann spürt sie wie sich plötzlich zwei Hände auf ihre Schultern legen. Die Schwarzhaarige muss sich nicht mal umdrehen und die Augen öffnen um herausfinden, dass es sich hierbei um Loki handelt, ein Mann mit orange-braunen Haaren, haselnussbraunen Augen und einer Brille auf der Nase. Er ist das was man ganz klar als Frauenheld bezeichnet.„Ach, meine liebe Mina. Zu viel Aufregung ist doch nicht gut für dich.“, gibt der Brillenträger von sich und versucht seinen Charme spielen zu lassen, während er anfängt Minas Schultern zu massieren.„Da wirkt eine Massage doch gerade entspannend.“„Loki.“, fängt sie an, weshalb er aufhorcht.„Ja, meine wundervolle Mina?“Die S-Klasse Magierin öffnet nun ihre Augen und blickt hinter sich in die Augen des Mannes. Mit genervten Blick sieht sie in Lokis verwirrtes Gesicht.„Wenn dir deine Finger lieb sind, dann hör jetzt auf. Ansonsten breche ich sie dir.“„Aber, aber... kein Grund so wütend zu werden.“Doch da reißt Mina der Geduldsfaden, weshalb Mina seine Hand packt und ihn über ihre Schulter schleudert. Dadurch landet er vor ihren Füßen auf dem Rücken auf dem Boden, jedoch behält sie seine Hand in ihrer. Allerdings drückt sie so fest zu, dass der am Boden liegende das Gefühl hat als würden seine Finger gleich weg brechen.„Loki...“„Ok, ist gut! Ich hab’s verstanden! Bitte lass los ich brauche meine Finger noch!“Nun lässt Mina Lokis Hand los, bevor sie ihre Hände an ihre Schläfen legt und murmelt: „Ich bin nur von Idioten umzingelt...“Dann sieht Mina zu ihren Füßen, nur um festzustellen dass Loki noch immer dort liegt.„Loki, wieso liegst du noch auf dem Boden?“„Weil ich mich dir immer wieder gerne zu Füßen werfe.“„Steh sofort auf.“, gibt Mina genervt von sich, weshalb Loki augenblicklich aufsteht. „Ihr macht mich alle fertig, wisst ihr das..?“, sagt Mina nun, während sie den Kopf schüttelt.„Es tut uns wirklich leid...“, fängt Erza an, doch Mina unterbricht sie sofort.„Wie auch immer... Ich will einfach mal hoffen, dass das keine leeren Versprechungen sind und dass ihr euch bessert.“„Mina...“, erklingt nun erneut Erzas Stimme, doch Mina winkt sie bloß ab.„Ich will gar nichts hören. Worauf wartet ihr? Macht was ihr immer tut. Amüsiert euch. Aber lasst bitte das Gildeninventar unversehrt.“Ohne auf eine weitere Antwort zu warten dreht sich Mina zu der Bardame um, welche sie lächelnd ansieht.„Du Mira, machst du mir eventuell ein Bier?“, fragt Mina daraufhin mit einem sanften Lächeln auf den Lippen.„Natürlich.“Langsam aber vorsichtig trauen sich die ersten Gildenmitglieder wieder sich zu bewegen, wodurch mit der Zeit die Ruhe etwas verfliegt und der normale Alltag weitergeht.Mina reibt sich nun jedoch die Schläfen und murmelt: „Mein Gott, macht mich das alles fertig...“„Du darfst dir dieses Verhalten nicht zu sehr zu Herzen nehmen. Du weißt doch wie sie sind. Und zu sehr aufregen solltest du dich auch nicht, Mina, sonst kriegst du noch Kopfschmerzen.“, meint die Bardame nun sanft und legt ihre Hand beruhigend auf die Schulter der Schwarzhaarigen.„Ich weiß, ich weiß. Leider ist das nicht so einfach, Mira...“Nun lässt Mina ihre Schläfen los und fährt sich mit ihrer Hand durchs Haar, ehe sie auf den Stuhl neben sich schaut. Auf diesem Stuhl sollte eigentlich Erza sitzen und nun genüsslich ihr Stück Erdbeerkuchen essen, jedoch ist der Stuhl leer. Verwundert schaut sich Mina um, nur um zu sehen dass die Rothaarige etwas hinter ihr steht und zögerlich in Richtung Tresen schreitet.„Was tust du da?“, fragt Mina verwundert, weshalb Erza zusammenzuckt.„Ich...“„Steh da nicht so blöd rum. Komm her und iss deinen Kuchen, oder ich tue es für dich.“, gibt die Feenkaiserin von sich, ehe sie sich umdreht und das Bier entgegennimmt, welches ihr Mirajane reicht. Damit ist an dieser Stelle auch das Gespräch für Mina gelaufen und das merkt auch Erza. Lächelnd tritt sie also zum Tresen, um sich hinzusetzen und ihr Stück Kuchen zu essen. Voller Freude isst Titania nun ihr Stück Kuchen und blendet schnell ihre Umgebung dabei aus, sehr zur Belustigung von Mina.„Wieso bist du auf einmal so erfreut, Mina?“, will Mira nun wissen, weshalb sie den Kopf schüttelt.„Es ist nur... ich finde es immer wieder höchst amüsant, wie schnell Erza ihre Umgebung komplett ausblendet, wenn sie ein Stück Kuchen isst. Besonders wenn sie ihren Lieblingskuchen isst.“„Verstehe.“Nun schaut Mina zu Lucy, welche stumm neben ihr am Tresen sitzt. Ihr Blick ist jedoch starr auf den Tresen fixiert.„Lucy?“, gibt Mina von sich und berührt die Blondine leicht an ihrer Schulter, welche sich erschreckt. Sofort Lucy zu Mina, welche sie leicht besorgt ansieht.„Alles in Ordnung bei dir?“„Ja, natürlich! Es ist nur... ich fühle mich echt schlecht, weil die anderen wegen mir Ärger bekommen haben.“Verwundert sieht Mina zu der Stellargeistmagierin, ehe sie den Kopf schüttelt.„Nein, das hatte nichts mit dir zu tun. Es ist nichts Neues, dass ich ihnen mal die Köpfe zurechtrücken muss. Mach dir also keine Sorgen.“, erklärt Mina und trinkt einen Schluck von ihrem Bier.„Aber sag mal Mina, findest du nicht dass du ein bisschen streng mit ihnen warst?“, mischt sich nun Mirajane ein, weshalb Mina diese überrascht ansieht.„Was meinst du?“Nun beugt sich Mira etwas vor, sodass lediglich Mina und Lucy sie hören können.„Ich meine gehört zu haben, dass bei deinem Auftrag ebenfalls Häuser zerstört wurden, oder irre ich mich da?“Stumm sieht die Schwarzhaarige die Bardame an, ehe sie knapp von sich gibt: „Nein, tust du nicht.“Überrascht sieht Lucy zu Mina, welche jedoch sofort weiterspricht: „Trotzdem weiß ich nicht wovon du redest.“„Solltest du dir dann nicht selbst eine Standpauke halten?“, stellt Mira nun ihre Frage, woraufhin Mina ihren Kopf schüttelt.„Nein, ich glaube nicht, da das eine völlig andere Situation war.“„Inwiefern?“„Nun ja, erstens nimmt meine Zerstörungswut nicht ein solches Ausmaß an. Zweitens bezahle ich selbst für meine Zerstörungen und stehe auch selbst dafür gerade. Und drittens habe ich gar nichts zerstört. Das war Gildarts Schuld, weil dieser Idiot keine Ahnung hat wie er sich unter Menschen zu benehmen hat.“, erklärt Mina nun.„Verstehe, dennoch solltest du nicht immer so streng sein.“„Ich versuche es, Mira.“„Du Mina..?“, fängt Mira an, doch Mina winkt sie direkt ab.„Wenn du mich erneut über meinen Auftrag ausfragen willst, dann lass es direkt. Ich muss zuerst mit Opa über manche Einzelheiten sprechen und anschließend kann ich dir ausführlich deine Fragen beantworten, Mirajane.“Mirajane zieht nun ihre Augenbrauen skeptisch zusammen, ehe sich Erza lachend einmischt.„Du hättest mit dieser Antwort eigentlich rechnen können, Mira.“, gibt die Rothaarige von sich, während sie ihre Gabel auf den leeren Kuchenteller legt.„Und jetzt blendet Erza wieder ihre Umgebung ein...“, schmunzelt Mina, jedoch wird sie von Erza sowie von Mirajane ignoriert.„Man wird doch wohl mal fragen dürfen, Erza...“, gibt Mira schmollend von sich.Nun seufzt Mina und kratzt sich etwas am Nacken.„Du, Erza?“„Ja, bitte?“„Hättest du später Zeit?“, fragt Mina nun die Jüngere, welche ihr nun die vollkommene Aufmerksamkeit schenkt.„Ja, wieso fragst du mich das?“„Ich... muss einkaufen gehen und ich hab keine Lust alleine zu gehen...“Nun muss Erza etwas lachen, bevor sie versichert Mina bei ihrem Einkauf zu begleiten und zu unterstützen.„Und was ist mit mir? Willst du meine Hilfe etwa nicht in Anspruch nehmen?“, will Mira wissen, weshalb Mina und Erza die Weißhaarige ansehen.„Wenn du Zeit hast kannst du auch gerne mitkommen.“, meint Mina daraufhin nur, wobei Mirajane scheinbar nicht auf diese Art und Weise gefragt werden wollte, da sie nun schmollt.„Mirajane, möchtest du mich ebenfalls beim Einkauf begleiten?“, fragt Mina dann, woraufhin Mira mit einem „Ja“ antwortet. Doch bevor die Damen ein weiteres Gespräch beginnen können ist zu hören wie der erste Tisch zerbricht. Minas Blick richtet sich sofort zur Geräuschsquelle, nur um festzustellen dass Natsu und Gray erneut in einen Streit geraten sind.Seufzend steht die Schwarzhaarige auf nur um sich zu den beiden Streithähnen zu begeben. Dort angekommen schnipst sie erstmal, sodass ein gewaltiger Blitz Natsu und Gray erstmal niederstreckt. Jedoch springen die beiden schnell wieder auf nur um eine wütende Mina zu sehen.„Seid ihr schwerhörig?“, fragt sie wütend während sie ihre Arme verschränkt.„Hä?“„Ich habe euch doch gerade eben noch etwas über Zerstörungen gesagt oder nicht? Außerdem sagte ich doch, dass ihr das Inventar nicht zerstören sollt!“Anschließend fängt Mina damit an Natsu und Gray zurechtzuweisen, was sie widerwillig über sich ergehen lassen, sehr zur Belustigung von Erza und Mirajane.„Ich glaube, dass Mina der Zwei-Jahres-Auftrag gut getan hat.“, sagt Mira dann aus heiterem Himmel.„Wie kommst du denn jetzt darauf?“, fragt Erza dann verwundert.„Sie ist irgendwie ruhiger und regt sich nicht mehr ganz so schnell auf.“„Findest du?“, will Erza wissen, als sie, Lucy und Mira sich zur besagten Magierin umdrehen. Diese schießt in diesen Moment Blitze auf Natsu, sehr zur Belustigung von Gray, weshalb er ebenfalls mit einem Blitz niedergestreckt wird.„Irgendwie ja schon.“, sagt Mirajane lächelnd, weshalb Erza und Lucy sie ungläubig ansehen.„Aber Mina ist schon sehr furchteinflössend...“, murmelt Lucy nun, wobei diese Aussage nur für sie selbst sein sollte, jedoch hört Erza diese Aussage klar und deutlich.„Ja, aber das ist was du eben erlebt hast war noch gar nichts.“„Wie?“Nun wendet sich Erza zur weißhaarigen Bardame, welche sie verwundert ansieht.„Sag mal Mira, erinnerst du dich noch daran wie Mina uns zwei stets zurechtgewiesen hat?“Zuerst sieht Mira die Rothaarige überrascht an, ehe sie sich ein Lachen verkneifen muss.„Ja, natürlich kann ich mich daran erinnern. So rot habe ich Minas Kopf schon lange nicht mehr anlaufen sehen.“, gibt Mira lachend von sich.„Was? Etwa vor Wut?“, will Lucy wissen, woraufhin Mira und Erza nicken.„Du musst wissen, dass Mira und ich uns früher gar nicht gut verstanden haben.“„Du hast recht. Das kann ich wirklich schwer glauben...“, murmelt Lucy dann.„Wir haben uns um die kleinsten Kleinigkeiten gestritten. Zum Beispiel haben wir uns einmal darum gestritten wer Erzas letztes Stück Kuchen gegessen. Erza dachte ich war es und ich dachte sie war es selbst.“, erklärt Mira.„Letzten Endes war es aber Natsu.“, sagt Erza.„Darum geht es jetzt aber nicht.“Mirajane räuspert sich nun und meint dann: „Jedenfalls hat Mina uns dann immer wieder mit ihren Blitzen angegriffen, wenn wir uns gestritten haben.“ „Und sie hat geschrien.“, fügt Erza hinzu.„Und sie hatte diesen irren Blick drauf, der einen das Blut in den Adern gefrieren lässt.“, beendet Mira ihre Erzählung, weshalb Lucy etwas zittert.„Gruselig...“„Aber seitdem habe ich sie sehr selten so wütend gesehen. Sie wirkt reifer.“, merkt Erza nun an.Die drei Frauen sehen nun wieder zur Schwarzhaarigen, welche noch immer den beiden Magiern eine Standpauke darüber hält, dass sie dass ihre Zerstörung minimieren müssen oder Mina die beiden höchstpersönlich beim Rat abliefert, damit sie inhaftiert werden.„Ja... reifer...“, murmelt Lucy.Doch egal wie man es dreht und wendet... Jeder scheint irgendwie froh darüber zu sein, dass die schwarzhaarige S-Klasse Magierin wieder zu Hause ist.

----- CHAPTER BREAK -----

|| Erzähler Sicht ||Mina öffnet langsam ihre Augen und starrt in ein dunkles Nichts. Schnell bemerkt sie, dass sie auf einem kalten Boden liegt, weshalb sie sich aufsetzt. Ihr Block richtet sich auf ihre Umgebung, jedoch können ihre blauen Augen nichts weiter ausmachen als die pure Finsternis um sie herum.Als ihre Augen sich jedoch allmählich an die Dunkelheit gewöhnen kann sie einen kleinen Raum ausmachen, in dem sie zurzeit sitzt. Dieser Raum erinnert sie an den alten Keller, der in ihrem Elternhaus aufzufinden ist. Verwunderlich ist jedoch nicht die Tatsache, dass sie scheinbar in ihrem alten Keller sitzt, sondern die Tatsache, dass sie ohne jegliche Probleme in diesem kleinen Raum sitzen kann. Eigentlich sollte ihre Klaustrophobie ihr dies nicht möglich machen können und dennoch sitzt sie in aller Seelenruhe auf dem Boden des beengten Raumes.Doch schnell merkt Mina wieso sich ihre Platzangst nicht bemerkbar macht, da Mina an sich heruntersieht. Sie erblickt kleine Hände mit zarten Fingerchen und einen kleinen Körper. Wenn Mina schätzen müsste, dann würde sie vermuten, dass sie vermutlich 6 Jahre alt sein muss. In diesem Alter hat sich ihre Klaustrophobie noch nicht entwickelt, wenn sie es richtig im Kopf hat.Nun sind Schritte zu vernehmen, die sich in Richtung des Kellers bewegen zu scheinen. Vorsichtig bewegt sich Minas kleiner Körper von der Tür weg, fast so als würde sie unter einem Zauber stehen, da sie selbst nicht versteht wovor sie zu flüchten scheint. Nun erklingt das Knarzen der Treppenstufen, weshalb das kleine Mädchen etwas zusammenzuckt. Sie zittert nun am gesamten Körper, doch sie versteht nicht wirklich wieso. Ihr Atem und ihr Puls beschleunigen sich, doch dies scheint nicht durch die Klaustrophobie begründet zu sein.Ihr Rücken ist an die gegenüberliegende Wand der Tür gepresst, während das kleine Mädchen angespannt und verängstigt auf die Tür starrt. Ihre Beine zieht sie zu ihrer Brust, als sie allmählich hört wie sich die Schritte verlangsamen, ehe die Person scheinbar stehenbleibt. Es ist hören wie sich ein Schlüssel im Schloss herumdreht, bevor sich die Tür quietschend öffnet.Mina blickt zur Tür um dort eine Gestalt oder eher die Silhouette einer Person zu erkennen. Durch das helle Licht von außen dauert es einen Moment, bis Mina ausmachen kann wer dort im Türrahmen steht und zu ihr schaut. Als ihre Augen sich an das einfallende Licht angepasst haben und sie ausmachen kann wer dort vor ihr steht steht ihr der Schock und die Angst ins Gesicht geschrieben.Schnell vergräbt das kleine Mädchen ihr Gesicht in ihren Beinen, ehe ungewollte Tränen aus ihren Augen quellen.„Warum sitzt du denn auf dem Boden, Mina-chan?“, erklingt die tiefe Stimme der Person, weshalb sich auf Minas Haut eine Gänsehaut bildet. Mina-chan... wie sehr sie diesen Namen doch hasst. Dieser Name ist für sie das Schlimmste was sie hören kann.Erbsengroße Tränen schießen nur so aus ihren Augen, während das Blut schlagartig durch ihre Adern schießt. Sie will das nicht. Sie will nicht alleine mit dieser Person in einem Raum sein. Mit so gut wie jeder anderen Person schon, nur nicht mit ihm.Ehe sie sich versieht erklingen wieder Schritte, weshalb Mina ihren kleinen Kopf anhebt. Als sie zur Tür blickt erkennt sie, dass der Mann in den kleinen Keller getreten ist und die Hand nun an die Tür gelegt hat.„Komm her, Mina-chan. Du bist doch schließlich ein gutes Kind.“, meint der Mann nun, weshalb Mina ihre feuchten Augen zukneift, um aus dieser Hölle zu kommen. Dann knallt er die Tür mit viel Krach zu und umhüllt das kleine Mädchen somit wieder mit der puren Finsternis.______________________Schweißgebadet wacht Mina auf und schaut sich mit geweiteten Augen um. Schnell setzt sie sich auf, um sich panisch umzusehen. Schwer atmend, beinahe Luft nötig, blickt sie sich um, nur um sicher zu gehen, dass sie noch immer zu Hause ist und nicht im Keller ihres alten Elternhauses.Als sie sich sicher ist noch immer zu Hause zu sein hält sie sich vorsichtig ihre rechte Hand an ihren Hals, um sich so auf ihre Atmung konzentrieren zu können. Nach kurzer Zeit beruhigt sie sich und atmet wieder ruhig ein und aus.Vorsichtig schließt Mina ihre Augen, um sich dann zurück aufs Kissen fallen lassen. Langsam öffnet sie ihre Augen, während ihre rechte Hand weiterhin auf ihrem Hals verharrt. Ihre Hand verbleibt auf ihrem Hals, damit sie weiterhin ruhig atmet, da Mina so jeden Atemzug spürt.Als Mina sich beruhigt hat lässt sie von ihrem Hals ab und legt ihren rechten Arm über ihre Augen, um so die Welt um sich herum etwas auszublenden.„Nur ein Traum...“, murmelt Mina. Erfreut klingt sie jedoch nicht, selbst wenn es nur ein Traum war.„Wieder derselbe Traum...“, murmelt sie dann, ehe sie sich aufsetzt und ihren Arm herunterbaumeln lässt.Mina fährt mit ihrer Hand nun durch ihre Haar, bevor sie vorsichtig aufstehen will. Jedoch bleibt Mina an der Bettkante sitzen und starrt auf ihren rechten Arm. Ihr Blick zählt die Narben, seien es die kleinen oder großen Narben.Der Blick der Schwarzhaarigen wird traurig, beinahe schmerzverzerrt. Doch selbst wenn die Narben nun nicht mehr schmerzen, so schmerzt der Gedanke wie sie diese erhalten hat.Die S-Klasse Magierin seufzt nun und steht auf, um zum Fenster zu treten. Als sie ans Fenster tritt erkennt sie, dass es bereits morgen ist, weshalb sie sich dazu entschließt sich allmählich fertig zu machen.Sie betritt ihren Kleiderschrank um sich ihren Schlafanzug auszuziehen, welcher lediglich aus einem Top und einer kurzen Hose besteht. Danach sucht sich die Feenkaiserin ein schwarzes Top und eine schwarze Hose sowie eine rote Stoffjacke, zum Überziehen, ehe sie sich umzieht. Der Verband der normalerweise sie und ihren von Narben übersäten Arm vor verwunderten oder mitleidigen Blicken schützt lässt sie für den heutigen Tag aus, da Mina sich jetzt nicht die Mühe machen will den Arm zu verbinden.Als Mina dann ihren Kleiderschrank verlässt schaut sie sich im Spiegel an, welcher gleichzeitig ihre Tür zum Kleiderschrank ist, an. Ihre Haare stehen leicht ab und sind verknotet, da sich die Schwarzhaarige nicht die Mühe gemacht hat diese zuzubinden bevor sie schlafen gegangen ist. Jedoch schaut sie gerade nicht auf ihre Haare, sondern auf ihre Haut. Sie wirkt blass, beinahe so blass als hätte sie eine Leiche gesehen.Als nächstes fällt Minas Blick auf ihre Augen. Ihre blauen Augen wirken rötlich und verweint. Scheinbar hat sie im Schlaf tatsächlich geweint.Seufzend tritt Mina ins Badezimmer um sich fertig zu machen und um ihre Haare zu bändigen.Als sie es nach vielen Versuchen endlich hinbekommen hat macht sie sich endlich auf den Weg nach unten um erstmal zu frühstücken. Als sie den Kühlschrank öffnet durchwühlt sie ihn erstmal und schaut sich alles an, was Erza und Mirajane zusammen mit ihr am vorherigen Tag gekauft haben.Jedoch vergeht ihr schnell der Appetit, als sie sich alles angeguckt hat und Mina ist sich nicht mal sicher weshalb ihr der Appetit vergangen ist. Doch sie weiß, dass ihr schlecht wird je länger sie die gekühlten Lebensmittel anstarrt, weshalb sie den Kühlschrank schließt ohne etwas hervorzuholen.Widerwillig macht sich die Feenkaiserin dann fertig, um mit leeren Magen zur Gilde zu gehen.Durch die frühe Uhrzeit ist ziemlich wenig los, weshalb es Mina relativ schnell zur Gilde schafft. Durch die frühe Uhrzeit steht die Gildentür auch noch nicht sperrangelweit offen, sondern ist geschlossen, um so die kühle Morgenbrise nicht in die geschlossenen Räume wehen zu lassen und somit noch etwas Wärme im Inneren zu bewahren.Seufzend legt Mina ihre Hand auf den Türgriff, um die Tür langsam und fast schon behutsam zu öffnen. Jedoch streckt Mina zunächst ihren Kopf durch den Türspalt, um zu schauen wer alles schon da ist. Ihr Blick trifft auf die mehrere Gestalten, weshalb Mina leicht verwundert ist. Für ihre Verhältnisse sind bereits zu viele Personen in der Gilde, da sie so früh morgens weniger Leute erwartet hätte.Zunächst erblickt Mina Cana, die mit Macao und Wakaba an einem der Tische sitzt und sich bereits zu so früher Stunde die Seele aus dem Leib trinkt. Währenddessen unterhalten sich die beiden Männer über Gott und die Welt. Mina schüttelt nun den Kopf, sie weiß jedoch nicht ob aus Fassungslosigkeit, Belustigung oder Enttäuschung. Vielleicht ist es ja auch eine Mischung aus allem...Als nächstes sieht die Schwarzhaarige Levy, die zusammen mit Jet und Droy an einem anderen Tisch sitzt. Während Jet und Droy Levy anhimmeln liest die kleinere Magierin ein Buch. In dieses Buch scheint sie so sehr vertieft zu sein, dass sie die beiden Männer komplett ausblendet die um ihre Aufmerksamkeit buhlen.Mina ist auch hierüber wenig verwundert und schmunzelt bloß über dieses Bild.Zum Schluss fällt Minas Blick zum Tresen. An diesem sitzt Elfman, welcher sich mit seiner älteren Schwester Mira unterhält. Die weißhaarige Bardame hingegen steht hinter dem Tresen und poliert ein paar Gläser, während sie den Worten ihres jüngeren Bruders lauscht. Das Lächeln verlässt dabei jedoch nicht Mirajanes Gesicht. Das zaubert Mina ebenfalls ein Lächeln ins Gesicht.Ebenfalls am Tresen vorzufinden ist ihr Großvater, Master Makarov. Dieser hat es sich auf dem Tresen bequem gemacht und die Augen dabei geschlossen. Es wirkt fast so als würde er über etwas nachdenken.Nun betritt Mina die Gilde und schließt die Tür vorsichtig hinter sich damit sie niemanden aus der angenehmen Ruhe reißt. Mit leisen Schritten schreitet sie in Richtung Tresen, doch sie wird schnell von Makarov bemerkt, weshalb er seine Augen öffnet und zu seiner Enkelin sieht. Verwundert sieht er zur Uhr, ehe er seine Enkelin erneut ansieht, welche nun am Tresen niederlässt.„Guten Morgen, Mina.“, wird sie von Mirajane freudig begrüßt.„Morgen.“, gibt Mina leicht lächelnd von sich, als sie sich hinsetzt.„Etwa nicht gut geschlafen?“, will Makarov nun.„Dir auch einen guten Morgen, Opa...“Nun schaut die Feenkaiserin zu dem großen Mann neben ihr und meint lächelnd: „Morgen, Elfmann.“„Guten Morgen, Mina. Du siehst furchtbar aus.“, meint dieser dann, woraufhin Mina ihren Kopf sanft auf den Tresen legt.„Stimmt, jetzt wo du es sagst, du siehst wirklich nicht sonderlich fit aus. Du bist so blass.“, merkt Mirajane an, weshalb Mina bloß murmelt: „Ich fühle mich auch wie ein Wrack...“„Das ist nicht wirklich männlich.“Nun dreht die Schwarzhaarige ihren Kopf in Richtung des Take Over Magiers, ehe sie ihn verwirrt ansieht.„Ich wüsste auch nicht, wie das in irgendeiner Hinsicht männlich sein könnte, Elfman.“, meint Mina, wobei man ihre Verwirrung auch in ihrer Stimme hört.„Fazit, du hast also schlecht geschlafen.“, gibt nun Makarov von sich, weshalb Mina ihren Kopf zu ihm dreht.„Gut möglich, wieso willst du das eigentlich wissen?“Makarov sieht nun seine Enkelin lange und eindringlich a, bevor er meint: „Sonst wärst du noch lange nicht in der Gilde.“„Dein Ernst?“„Oh da habe ich etwas gutes für dich!“, mischt sich Mirajane nun ein, ehe sie etwas hinter dem Tresen sucht. Dadurch hat sie die Aufmerksamkeit von den dreien wieder auf sich gelenkt. Nach kurzer Zeit des Suchens stellt die weißhaarige Bardame drei Behälter auf den Tresen. Auf jeden Behälter klebt ein Zettel auf dem ein Wort steht. Scheinbar handelt es sich um Kräuterdosen, da Kräuter-/Pflanzennamen auf den Zetteln stehen.„Wenn du willst kann ich dir einen Kräutertee machen, der entspannend wirkt und somit deine Schlafprobleme löst.“, sagt die Weißhaarige nun, weshalb sich Mina die Behälter genauer ansieht.„Lavendel, Melisse und... Kamille?“, fragt die Ältere nach, als sie den Behälter mit Kamille in die Hände nimmt und sich aufrecht hinsetzt.„Ich wusste nicht mal, dass wir auch Kräuter für Kräutertees haben.“, meint Elfman und nimmt sich ebenfalls einen Behälter.„Ich auch nicht...“, murmelt Makarov nun verwirrt.„Und ich wusste nicht, dass Kamille Abhilfe bei Schlafproblemen schaffen soll...“, gibt Mina verwundert von sich, als sie den Behälter etwas dreht. Anschließend öffnet sie den Behälter und riecht an den Kräutern.„Tatsächlich Kamille...“„Wir haben diverse Kräuter hier, nicht nur für Schlafprobleme, sondern auch für Erkältungen oder andere Probleme.“, erklärt Mirajane.„Wäre es eventuell nicht trotzdem besser eine Öltinktur zu verwenden als einen Kräutertee?“, fragt Makarov nach, weshalb Mirajane ihn verwundert ansieht.„Ja, stimmt. Lavendel- oder Melisseöle sollen gut gegen Schlafprobleme helfen, Nee-chan.“, mischt sich nun wieder Elfman, während Mina weiterhin über die Tatsache schockiert ist, dass Kamille gegen Schlafprobleme helfen soll.„Sehe ich aus wie jemand der Öle herstellen kann?“, fragt Mira nun überrascht, bevor Mina sich wieder einmischt.„Kamille hilft wirklich gegen Schlafprobleme?“„Ich meine schon. Allerdings habe ich es selbst noch nicht ausprobiert.“, erklärt Mirajane, weshalb Mina nickt.„Ich hoffe du willst ihr nicht jetzt einen dieser Tees machen?“, fragt Makarov nun nach.„Doch natürlich.“„Das ist wirklich nett, Mira. Wäre es aber nicht irgendwie besser so einen Tee vor dem Schlafen zu trinken?“, will Makarov von der Bardame wissen.„Möglich.“„Ich habe aber nicht vor jetzt wieder schlafen zu gehen...“, mischt sich Mina ein.„Dann mach ich dir später einen.“„Ich bezweifle, dass das was bringt...“, murmelt Mina nun, weshalb Mirajane sie fragend ansieht.„Ich habe bereits Lavendel- und Melissetees ausprobiert. Öle und Kamillentee jedoch noch nicht...“, merkt Mina an.„Dann probieren wir später einfach mal einen Kamillentee.“, und damit stellt Mira die Kräuter wieder weg.„Darf ich dann solange einen Kaffee?“„Na gut, aber du solltest heute nicht zu viel Kaffee trinken, sonst klappt das mit dem Tee auch nicht.“„Ja, Mira...“„Wieso hast du denn Schlafprobleme, Mina-chan?“„Nenn mich bitte nicht so, Opa...“Nun legt Mina ihren Kopf in den Nacken und meint: „Ich hasse diesen Namen...“Dann sieht sie wieder Makarov an und sagt: „Ich habe keine schönen Träume, deshalb schlafe ich schlecht.“„Achso?“„Ja...“, doch bevor Makarov noch etwas sagen kann stellt Mina eine Tasse Kaffee vor Mina auf den Tresen.„Bitte sehr, Mina. Schwarz, so wie immer.“„Dankeschön, Mira.“Erfreut nimmt Mina einen Schluck von ihrem Kaffee, wodurch sie schnell eine wohlige Wärme durch ihren Körper schießt.Als Mina dann zu ihrem Großvater sieht bemerkt sie schnell, dass dieser das Thema noch immer nicht abgeschlossen hat und noch immer darüber reden will. Doch Mina wechselt schnell das Gesprächsthema, um von ihrem Grund des Schlafproblems bloß nicht anfangen zu müssen.„Du Opa, wie sieht es jetzt eigentlich mit dem Gebäude aus, wo ihr eure Gildenmeistertreffen abhaltet? Müssen wir dafür aufkommen?“Kaum hat Mina diese Worte ausgesprochen bemerkt sie, dass jegliche Farbe aus dem Gesicht ihres Großvater verschwindet.„Also hast du davon auch gehört..?“„Ja, habe ich. Also wie sieht’s aus? Bezahlen wir das?“Makarov schweigt nun und starrt lediglich auf den Tresen.„Das heißt also ja... wie teuer wird es denn?“Makarov räuspert sich nun etwas bevor er meint: „Teuer genug...“„Willst du das ich mit dem Rat was aushandle?“, fragt Mina nun, ehe sie einen Schluck Kaffee nimmt.Lange Zeit schweigt Makarov, weshalb Mina die Befürchtung hat, dass er sie nicht gehört hat, doch dann schüttelt er den Kopf.„Nein, alles gut. Ich kriege das schon so hin. Unser Einkommen gibt das noch hin.“Skeptisch sieht Mina zu ihrem Großvater während sie noch einen großen Schluck Kaffee nimmt. Selbst wenn Makarov es nicht hinbekommen würde diese Summe zu bezahlen, so würde er es niemals seiner Enkelin mitteilen, da er nicht möchte dass sie diese Kosten auf sich nimmt.Seufzend schüttelt Mina ihren Kopf, bevor Makarov erneut ansetzt.„Also... haben du und Laxus gestern noch miteinander geredet?“Nun schweigt Mina und sie schließt ihre Augen. Die Schwarzhaarige gibt daraufhin ein „Möglich.“ von sich, bevor sie sanft ihre Augen öffnet und an die Decke starrt.„Er hasst mich.“Still sehen Makarov, Mirajane und Elfman die S-Klasse Magierin an, ehe die Bardame etwas sagt.„Sag das doch nicht. Ihr seid schließlich Geschwister.“„Es ist keine Vermutung, sondern eine Feststellung. Natürlich sind wir Geschwister und dennoch... hasst er mich. Selbst nach all den Jahren...“Traurig sieht Mina herunter zum Tresen, ehe sie lächelt. Ein trauriges Lächeln, welches jeglichen Schmerz verdecken soll.„... ich kann es ihm nicht mal übel nehmen, dass er mich hasst. Mehr noch... sein Hass ist begründet. Doch ich glaube, dass sein Hass nun noch viel stärker mir gegenüber ist, als er es vor meinem Auftrag war.“, erklärt Mina und legt sich ihre Hand in den Nacken.Stumm sieht Makarov seine Enkelin an, ehe er das Thema wechseln will.„Du sag mal, Mina...“, fängt er an, weshalb seine Enkelin ihn fragend ansieht.„... was hältst du davon, wenn wir mal deinen Auftrag besprechen?“Überrascht sieht Mina ihren Großvater an, bevor sie langsam nickt.„Gut.“, und damit hüpft Makarov vom Tresen herunter und schreitet zur Treppe, um nach oben zu gelangen. Schnell trinkt Mina ihren Kaffee aus, bevor sie ihrem Großvater folgt.Kaum ist Mina jedoch an der Treppe angekommen wird die Gildentür lautstark aufgerissen, weshalb alle etwas aufschrecken.„MORGEN LEUTE!“, erklingt die Stimme vom Feuer Dragon Slayer, weshalb Mina augenblicklich seufzt. Es ist schon verwunderlich wie schnell eine ruhige Atmosphäre durch eine Person zerstört werden kann.Schnell erhält Natsu einen Schlag auf den Hinterkopf, ehe die Stimme eines bestimmten Eismagiers erklingt: „Du brauchst nicht zu schreien. Wir sind schließlich nicht taub, du Feuerschlucker.“„WIE HAST DU MICH GENANNT, FROSTBEULE?“„DU HAST MICH VERSTANDEN, FLAMMENWERFER!“„ICH HOFFE DAS HABE ICH NICHT!“„Na super...“, murmelt Mina bloß, da die beiden nun in eine Prügelei geraten.„Aus mit der Ruhe...“, gibt Mina dann nun leise von sich, während sie das Spektakel weiter beobachtet.Lucy und Happy, die zusammen mit Natsu und Gray zur Gilde gekommen sind suchen schnell das Weite und verstecken sich letztendlich in der Nähe des Tresens. Elfman steigt kurzerhand auch in die Prügelei ein, um die beiden voneinander zu lösen, was auch nicht so wirklich gut klappt. Macao und Wakaba beobachten das Geschehen nur und schmunzeln bloß über diese „Jugend von heute“. Levy und Cana blenden diese Rauferei komplett aus, während Jet und Droy versuchen Levy vor herumfliegenden Dingen zu beschützen. Mirajane hingegen sieht das Drama und entscheidet sich bloß dazu lächelnd das Geschehen zu beobachten und weiterhin die Gläser zu polieren.Zu allem übel hat Erza nun auch die Gilde betreten. Schnell will sie den Streit schlichten, da sie die Befürchtung hat, dass Mina dieser Anblick nicht gefallen könnte. Dies ist auch der Fall, doch Erza scheint auch nicht gemerkt zu haben, dass Mina bereits da ist.Leider Gottes trifft ein Faustschlag die Scharlachrothaarige genau auf die Nase, was eine starke Rötung nach sich zieht und eine wütende Erza, die mit ihren Schwertern in den Kampf einschreiten will.„Was stimmt nur nicht mit dieser Gilde..?“, fragt sich Mina nun leise und seufzt. Dann atmet sie tief ein, ehe sie sich räuspert.„Ok, Leute es reicht!“, ruft Mina in das Chaos hinein, doch die Prügelnden scheinen Mina nicht zu hören.„Leute..?“, doch noch immer wird Mina überhört.Sie seufzt nun erneut, bevor sie schnipst und ein violetter Blitz neben die prügelnde Menge einschlägt. Sofort halten sie inne und sehen sich in der Gilde um, nur um zu sehen, dass Mina mit verschränkten Armen an der Treppe zum ersten Stock steht.„Oh, Mina... du bist ja schon da.“, merkt Erza an.„Ja, in der Tat.“„Wie lange bist du denn schon da?“, will Gray mit leiser Stimme wissen.„Etwas länger. Ich war schon hier, bevor ihr die Gilde betreten habt.“, und damit deutet sie auf Natsu und Gray.„Oh...“, geben Natsu und Gray von sich.„Kämpfst du gegen mich?“, will Natsu dann wissen, weshalb Mina ihn überrascht ansieht.„Bestimmt will sie das nicht, du Vollidiot!“, und damit schlägt Gray Natsu erneut gegen den Hinterkopf.„WIE WAR DAS?!“„Könnt ihr nicht einfach wie normal zivilisierte Menschen in die Gilde kommen und euch auch so unterhalten?“, mischt sich Mina ein damit nicht noch ein Streit vom Zaun bricht, während sie ihren Kopf in den Nacken legt.„Vermutlich können sie das nicht.“, meint nun Wakaba, weshalb Mina ihn ansieht.„Findest du das witzig?“, will sie genervt wissen, woraufhin der Ältere ein bloßes „Nein, nein.“ von sich gibt.„Mina, kommst du?“, erklingt nun Makarovs Stimme vom ersten Stock, weshalb Mina die Treppe hinaufschaut. Oben an der Treppe steht der Gildenmeister und wartet auf seine Enkelin.„Ich komme, Opa.“Schnell wendet sich Mina zurück an den Haufen und meint: „Leider habe ich momentan keine Zeit für einen kleinen Kampf. Vielleicht später, Natsu.“Bevor sie eine Antwort erhalten kann sprintet Mina bereits die Treppe hinauf und folgt ihrem Großvater in sein Büro.„Und benehmt euch bitte.“, ruft Mina herunter, bevor sie mit ihrem Großvater in seinem Büro ist und sie die Tür vorsichtig hinter sich schließt.Still sehen die Beteiligten zunächst hoch zum ersten Stock, bevor sie allmählich etwas herunterkommen.Erza gesellt sich zu Mirajane an den Tresen, wobei sich Lucy, Elfman und Happy dort auch niederlassen. Natsu und Gray setzen sich zu Wakaba, Macao und Cana an den Tisch.„Du sag mal, Mira... wie lange ist Mina schon hier?“, fragt Erza die Bardame nun, welche daraufhin von den Gläser aufsieht und in das Gesicht der Requip-Magierin. „Noch nicht wirklich lange. Vielleicht eine halbe Stunde...“„Verstehe.“„Wo ist Mina denn mit Master hingegangen?“, will Lucy nun wissen, weshalb Mirajane die Gläser beiseite stellt.„Master wollte mit Mina über ihren Auftrag sprechen und ist mit ihr deswegen in sein Büro gegangen.“, erklärt Mirajane lächelnd.„Worüber handelte denn Minas Auftrag?“, möchte die Stellargeistmagierin wissen.„Das weiß ich leider nicht, Lucy. Der Auftrag war streng geheim. Etwas zwischen Mina, Master und dem magischen Rat.“, meint Mirajane daraufhin.„Was echt? So geheim?“, gibt Lucy überrascht von sich, woraufhin Mira nickt.Doch dann wirft Erza wie aus dem Nichts ein Schwert in Richtung der Treppe, welches vor Natsus Nase in der Wand stecken bleibt, welcher zur Treppe gehen wollte. Dieser verliert durch den Schock jegliche Farbe aus dem Gesicht.„Darf ich erfahren, was du da vorhast, Natsu?“, möchte die Rothaarige wissen.„Ach komm schon, Erza! Willst du etwa nicht wissen, worüber die beiden reden?“„Eventuell. Dennoch darfst du den ersten Stock nicht betreten und das weißt du Natsu.“, entgegnet Erza nun und verschränkt ihre Arme vor der Brust.„Guck einfach weg, dann siehst du nicht wie ich die Treppe hochgehe.“„Vergiss es.“„Aber Erza...“„Natsu...“, fängt Erza lauter an, weshalb der Dragon Slayer schnell zurückweicht.„Ich würde aber auch sehr gerne wissen worüber Master mit Mina-san sprechen will...“, gibt Lucy leise von sich. Dieser Gedanke ist eigentlich nur für sie gedacht, weshalb sie überrascht ist, dass Erza ihr antwortet.„Vergiss es, Lucy. Der erste Stock ist nur für S-Rang Magier zugänglich.“„Du Erza? Hängt oben eigentlich noch ein S-Rang Auftrag?“, will Mira wissen und unterbricht somit schnell die Diskussion wer nach oben darf und wer nicht.„Ich weiß nicht recht... wieso fragst du mich das?“„Könntest du eventuell kurz gucken gehen? Ich habe hier unten noch ein paar S-Rang Aufträge liegen und wollte wissen, ob ich diese schon aufhängen soll, oder noch nicht.“, erklärt Mirajane woraufhin Erza nickt und kurzerhand aufsteht, um sich auf den Weg nach oben zu machen. Oben angekommen geht die S-Klasse Magierin augenblicklich zur Pinnwand um zu erkennen, dass dort nur noch ein S-Rang Auftrag hängt.„Also man könnte hier zwei neue Aufträge aufhängen, Mira.“, ruft Erza vom ersten Stock herunter. Die Angesprochene nickt daraufhin und macht sich mit zwei neuen S-Rang Aufträgen auf den Weg nach oben, wo sie diese aufhängt.„Gut, das wäre dann auch erledigt...“, murmelt Erza daraufhin und will sich abwenden, um wieder runterzugehen, als sie inne hält. Wieso? Da sie sieht wie die weißhaarige Bardame zum Büro des Gildenmeisters schreitet um an der Tür zu lauschen.„Mira, was tust du da?“, will die Rothaarige wissen.„Wonach sieht es wohl aus? Ich will Details zu Minas Auftrag!“, gibt Mirajane von sich, wobei sie versucht zu flüstern.„Indem du Mina und Master belauschst?“„Genau!“Erza ist daraufhin schockiert, als sie beobachtet wie die Weißhaarige ihr Ohr an die Tür legt und das Gespräch übers Minas geheimen Auftrag belauscht.„Das kann nicht dein Ernst sein...“„Doch und jetzt... psst!“Erza beobachtet die andere S-Klasse Magierin noch etwas, bevor sich ihre Neugierde ebenfalls bemerkbar macht. Sie würde sehr gerne wissen worüber Mina und Master Makarov reden, schließlich war Mina zwei Jahre unterwegs und hat bisher noch nicht über diese Zeit berichtet. Jetzt ist also die perfekte Gelegenheit Informationen zu erlangen, denn man weiß ja nicht ob Mina später erneut über ihren Auftrag berichten möchte oder lieber nicht.Erzas Neugierde überwiegt also und sie stellt sich zu Mirajane, um ebenfalls an der Tür lauschen zu können.Zuerst nehmen die beiden dumpf die Stimmen von Makarov und Mina wahr, bevor Makarovs Stimme klarer zu hören ist.„Also warst du in Ondraxs um Black Widow zu finden?“„Ja, in Shirotsume habe ich schließlich diese Information erhalten...“, fängt Mina an, doch dann wird ihre Stimme wieder etwas dumpfer und es ist ein Rascheln zu hören. Es scheint so, als würde jemand von den beiden viele Papiere durchblättern.„... wie viele Zerstörungen gab es hier während ich weg war?“, ist schließlich wieder Minas Stimme zu hören gefolgt von einem lauten Räuspern. Als nächstes sind nur noch abgehakte Sätze zu verstehen, da viel in Papieren gekramt wird.„Wenn du willst... Rat reden... diese besänftigen...“„Nicht nötig... Finanzen geben... mach dir keine Sorgen, aber... reden, oder meinst du nicht?“„Verstehst du wovon sie reden?“, fragt Mirajane die Rothaarige.„Ich bin mir nicht sicher...“„Euch ist bewusst, dass das selbst unter eurer Würde ist, oder?“, erklingt dann die spöttische Stimme eines gewissen S-Klasse Magiers. Sofort schnellen die Blicke der Magierinnen zu der Geräuschsquelle, nur um den von sich selbst überzeugten S-Klasse Magier mit blonden Haaren zu sehen... Laxus Dreyar. Sein dämliches Grinsen verlässt dabei nicht sein Gesicht.„Oder habt ihr eure verbliebene Würde ebenfalls abgelegt?“„Was interessiert es dich?“, fragt Erza daraufhin, während Mirajane die beiden mahnend ansieht.„Psst! Ich will nicht, dass wir auffliegen...“„Ihr beide seid ja noch größere Idioten, als der Rest der Gilde.“, meint Laxus daraufhin, während er sich lachend an die Wand lehnt, weshalb Erza ihre Augen verdreht.„Und wieso stehst du jetzt hier?“, will Erza wissen, während sie sich aufrecht hinstellt und ihre Arme vor der Brust verschränkt.„Ich will nur sehen wie ihr, als vorbildliche Magierinnen, bestraft werdet, wenn ihr erwischt werdet. Man soll schließlich private Gespräche nicht belauschen.“, gibt Laxus von sich, während sein Grinsen breiter wird.„Psst!“, mahnt Mira daraufhin, weshalb Laxus seine Augenbraue fragend hochzieht.„Was genau belauscht ihr eigentlich?“„Wen.“, gibt Mira von sich, weshalb Laxus verwundert zu ihr schaut.„Was?“„Nicht was, sondern wen...“, murmelt Mirajane daraufhin und verfällt dann wieder in Stille.„Wir hören Master und Minas Gespräch zu. Die beiden wollten über Minas Auftrag reden.“, erklärt Erza, woraufhin Laxus Grinsen verschwindet. Er wirkt nun von der Situation genervt.„Was interessiert euch der Auftrag von dieser inkompetenten Magierin?“„Mal davon abgesehen, dass du nicht so über deine eigene Schwester reden solltest... interessiert es dich nicht, was Mina die letzten zwei Jahre über getan hat?“, stellt Erza eine Gegenfrage.„Sieht es etwa so aus?“Erza schweigt daraufhin nur, weshalb Laxus weiterspricht.„Würde ich mich für diese fehlerhafte Gestalt interessieren, dann würde man das schon merken, Titania.“Erzas Nackenhaare sträuben sich nun. Das tun sie immer, wenn Laxus ihren Titel so stark betont. Weshalb kann sie nur spekulieren, doch etwas anderes erregt Erzas Aufmerksamkeit.„Fehlerhafte Gestalt? Dir ist schon bewusst, dass du hier über deine Schwester redest oder?“„Möglich.“, gibt Laxus desinteressiert von sich, weshalb Erza ihre Zähne zusammenpresst.Ist sein Hass in den zwei Jahren wirklich so sehr verstärkt wurden? Ist er nicht etwas vergangen?Im Inneren des Büros sitzt Mina noch immer vor dem Schreibtisch ihres Gildenmeisters, während sie die Finanzen weiter durchsieht. Währenddessen erzählt sie Makarov von ihrem Auftrag.„... und so konnte ich Black Widow stellen. Augenblicklich darauf habe ich mich in den Zug gesetzt, um weiterzureisen, nur um von Gildarts abgefangen wurden zu sein, welcher mich nicht mehr aus den Augen gelassen hat.“, beendet Mina vorerst ihre Erzählung, woraufhin Makarov nickt.„Verstehe... konnte dir Gildarts wenigstens einigermaßen helfen?“Nun sieht die S-Klasse Magierin von den Finanzen auf und sieht genervt in das Gesicht ihres Großvaters.„Willst du darauf tatsächlich eine Antwort?“„Wieso so ein Gesicht? Gildarts ist schließlich kompetent.“„Ja, kompetent im betrinken und nerven.“„Eigentlich meinte ich als Magier, Mina...“Nun sieht Mina erneut von den Finanzen auf und meint zu Makarov: „Du solltest dich mit sowas nicht befassen.“„Mit deinem Auftrag?“„Mit den Finanzen, Opa. Das tut deinem Herzen nicht gut.“„Ich bin Gildenmeister. Natürlich muss ich mich dann um die Finanzen kümmern.“Erneut sieht seine Enkelin hinunter zu den Finanzen, als sie sagt: „Oder du könntest dir durch jemanden Unterstützung holen. Jemanden der für dich das Vermögen der Gilde verwaltet und die Finanzen überwacht. Das nimmt dir auch Arbeit ab.“„Möglich... aber das war eigentlich nicht der Grund, warum wir hier hochgekommen sind.“Verwundert sieht Mina auf, als ihr bewusst wird, dass sie vom Thema abgekommen ist.„‘Tschuldigung.“„Wo wart ihr denn in der restlichen Zeit?“, will Makarov wissen, während er seiner Enkelin die Papiere abnimmt.„Mal hier, mal da. Größtenteils waren wir hier in Fiore unterwegs, aber wir waren auch im Königreich Bosco. Besonders in der Hauptstadt...“, murmelt Mina und lehnt sich im Stuhl etwas zurück.„Ach ja?“„Ja... es war furchtbar.“, gibt sie traurig und fast still von sich.Lange sieht Makarov Mina an, welche dann wieder ihre Stimme erhebt.„Ich bin einfach froh wieder hier zu sein.“Makarov versteht was seine Enkelin damit sagen will, ohne dass sie es sagen muss. Sie hat es in Bosco gehasst und hat dort scheinbar etwas gesehen, was sie nicht sehen wollte. Scheinbar war es etwas was sie tief im Herzen bereut, weil sie es nicht verhindern konnte.Makarov seufzt daraufhin, ehe er nickt.„Konntest du denn Fortschritte machen?“Verwundert sieht Mina zu ihrem Großvater, ehe sie den Kopf schüttelt.„Nicht wirklich. Ich bin quasi noch immer am Anfang.“„Das hört man nicht gerne.“, gibt Makarov von sich.„Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich weniger Zwischenfälle mit ihr erlebe...“„Tatsächlich?“, nun ist Makarov derjenige der verwundert ist. Mina nickt nun und meint: „Dennoch komme ich mir vor, als wäre ich mir selbst fremd, wenn die Übernahme meines Körpers zu Ende ist.“„Und Gildarts konnte dir nicht helfen?“„Nein, konnte er nicht. Das Einzige was Gildarts kann ist seinen Senf dazu zutun, aber nicht helfen.“Der Ältere nickt nun und wirkt nachdenklich. Er und Gildarts sind bestimmt die Einzigen, die von Minas Geheimnis wissen. Um das Geheimnis der Gestalt, die auf den Namen Akira hört und in Mina haust. Doch leider ist weder ihm noch Gildarts klar, wie man seiner Enkelin helfen kann.„Willst du sonst noch etwas wissen?“, fragt Mina nun und sieht gespannt zu ihrem Großvater.Überrascht sieht Makarov seine Enkelin an, ehe ihm noch etwas einfällt.„Tatsächlich ja... konntest du dich um meinen Gefallen kümmern?“Sofort nickt die Schwarzhaarige und setzt sich etwas aufrecht hin.„Ich habe mich umgehört und recherchiert. Letztendlich habe ich herausgefunden, dass Ivan nun selbst ein Gildenmeister ist.“„Wirklich?“, fragt Makarov überrascht nach, woraufhin Mina nickt.„Die Gilde heißt Raven Tail und es handelt sich hierbei wahrscheinlich um eine Dunkelgilde.“Makarov nickt, weshalb Mina fortfährt: „Er hat ein Eliteteam bestehend aus vier Mitgliedern, die sozusagen auch als S-Klasse Magier gelten können.“Nun schaut sich Mina um, bevor sie fragt: „Hast du hier zufällig eine Karte?“„Lass mich mal überlegen... dort im Regal glaube ich...“Mina steht also auf und tritt zum Regal, auf welches ihr Großvater zuvor gezeigt hatte, um sich dort nach einer Landkarte umzusehen. Als sie eine Karte findet geht sie zurück zum Tisch um die Karte dort abzulegen.„So lass mich mal sehen...“, fängt Mina an, als sie sich einen Stift in die Hand nimmt.„Also laut meinen Informationen sollte ich hier, in der mysteriösen Schlucht Hinweise zu Raven Tail finden...“, beginnt Mina und markiert die betreffende Stelle im Norden von Fiore.„Von dort aus wurde ich zum Flussdorf weitergeleitet, wo ich weitere Informationen erhalten sollte...“, erklärt Mina und zeichnet den Weg von der Schlucht zum Dorf mit Pfeilen ein.„Im Flussdorf habe ich herausgefunden, dass sie jemanden vom Eliteteam in Richtung der vergessenen Wüste gesehen haben, also habe ich mich auf zur Wüste gemacht.“, fährt Mina weiter fort und markiert den Weg zur Wüste in Richtung Süden.„In der Wüste habe ich nach längeren Recherchen im Wüstendorf Informationen und eine tatsächliche Spur erhalten. In Oak Town sollte ich ein paar der Mitglieder ausfindig machen können.“, erzählt Mina und markiert den Weg zu Oak Town.„Dort habe ich die besagten Mitglieder ausfindig machen können und bin ihnen gefolgt, doch leider habe ich sie etwa... hier verloren...“, beendet Mina ihre Geschichte und zeichnet ein kurzes Stück weiter westlich von Oak Town ein Kreuz auf die Karte, um zu signalisieren dass sie hier jegliche Spur verloren hat.„Ich verstehe...“, murmelt Makarov nun und nimmt sich die Karte um diese zu betrachten.„Tut mir leid, dass ich keine weiteren Informationen für dich habe.“, gibt Mina von sich und reicht Makarov den Stift.„Keine Sorge. Das ist so in Ordnung.“, meint Makarov bloß und nimmt seiner Enkelin den Stift ab, welche sich dann wieder auf den Stuhl setzt.„Vielen Dank, Mina. Ich kann mir vorstellen, dass das ziemlich unangenehm für dich war.“Verwundert sieht Mina ihren Großvater an, als sie überrascht fragt: „Wieso sollte es?“„Weil du Hinweise gesucht hast, die deinen Vater beschuldigen eine Dunkelgilde gegründet zu haben und diese zu führen.“„Mir macht das rein gar nichts, da ich Ivan lange nicht mehr als meinen Vater ansehe.“, erklärt Mina und verschränkt ihre Arme vor der Brust.Bevor Makarov nachfragen kann stellt Mina eine Gegenfrage: „Außerdem ist er dein Sohn. Sollte dich dann diese Situation nicht irgendwie belasten?“„Das tut es.“, beantwortet Makarov die Frage, weshalb Mina ihn überrascht ansieht.„Allerdings weiß ich nun was er tut und das beruhigt mich etwas.“, meint der Ältere nun und lächelt traurig.Nun will Mina etwas erwidern, doch sie wird durch Stimmen unterbrochen, die von draußen zu hören sind.„Nanu?“, gibt Mina von sich und wendet ihren Kopf in Richtung Tür. Lange starrt sie in Richtung Tür, so als würde sie sich erhoffen mit der Zeit durch die Tür schauen zu können und so erkennen zu können wer dort draußen steht. Jedoch ist kurz darauf erneut eine Stimme zu hören, die nun klar und deutlich zu hören ist.„Was bildest du dir ein?!“„Ist das Erza?“, fragt Mina verwundert, woraufhin Makarov seufzt. Seine Enkelin sieht ihn wieder an und fragt ihn daraufhin: „Meinst du wir wurden belauscht?“„Es gibt nur eine Möglichkeit das herauszufinden, obwohl ich die Antwort vermutlich schon weiß...“, murmelt Makarov und steht auf. Seine Enkelin sieht ihm bloß hinterher, während er sich auf den Weg zur Tür macht.„Wartet...“, murmelt Mirajane nun, weshalb Laxus und Erza die Weißhaarige ansehen.„Ich höre gar nichts mehr...“Verwundert legt Erza ihr Ohr wieder an die Tür, um zu überprüfen ob das Gespräch tatsächlich zu Ende ist, was den Blonden nur noch mehr amüsiert.„Scheint als wäre das Gespräch zu Ende...“Es sind keine Stimmen mehr zu hören, dafür aber Schritte. Erza tritt nun etwas zurück, Mira jedoch nicht. Schnell merkt die Weißhaarige, dass das ein Fehler ist, da die Tür aufgerissen wird und die Bardame nach vorne fällt und mit voller Wucht auf ihre Nase knallt.Makarov, der die Tür geöffnet hat wirkt überrascht, als Mirajane vor ihm auf den Boden fällt. Dann sieht er auf und in Erzas schockiertes Gesicht, da sie nicht damit gerechnet hatte dass die Tür plötzlich aufgerissen wird, weshalb Makarov seufzt und sich an die Schläfen fasst. Mina hingegen, die noch immer auf ihrem Stuhl sitzt und in Richtung Tür starrt, muss sich nach ihrer Überraschung nun ein Lachen verkneifen. Wieso? Weil es erstens extrem witzig aussah wie Mirajane auf ihre Nase gefallen ist und zweitens Mirajane dabei ein kurzen Schrei des Schocks von sich gelassen hat.Doch dann entschließt sich Mina dazu der Bardame wieder auf die Füße zu helfen, weshalb sie zu ihr tritt.„Mira? Alles gut bei dir?“, fragt Mina während sie sich ihr Lachen verkneift. Die Jüngere setzt sich nun auf und sieht Mina nun mit feuchten Augen an. Jedoch behält sie ihr Lächeln auf den Lippen.„Ja, natürlich. Was sollte denn nicht gut bei mir sein?“Minas Blick ist jedoch auf die Nase der Weißhaarigen gerichtet, da diese stark gerötet ist. Doch nicht nur das...„Du Mira... du...“, fängt Mina an, weshalb die Take Over Magierin die Schwarzhaarige ansieht. Mina deutet nur auf Miras Nase, weshalb Mirajane ihre Nase berührt, sowie das umliegende Gebiet. Neben den Schmerzen bemerkt Mirajane nun auch was Mina meinte, da die Jüngere nun Nasenbluten hat.„Oh... vielleicht sollte ich das ein bisschen sauber machen...“, und damit steht Mirajane auf.„Brauchst du Hilfe?“„Ach nein, alles gut Mina. Mach dir keine Sorgen.“Kaum hat Mirajane das Büro verlassen fühlt sich Erza nun etwas in die Ecke gedrängt.„Darf ich wissen, was ihr hier veranstaltet habt, Erza?“, will Makarov nun wissen, weshalb Erza jegliche Farbe aus dem Gesicht verliert. Nun tritt Mina auch neben Makarov und stemmt ihre Hände in die Hüfte.„Ich... das war nicht meine Idee!“, entgegnet Erza, weshalb Mina und Makarov ihre Augenbraue anheben. Es könnte sehr witzig sein, da sich die beiden in der Mimik nun stark ähneln, wenn die Situation nicht so bedrückend für die Rothaarige wäre.„Was genau war denn nicht deine Idee?“, fragt nun Mina verwundert.„Naja...“„Ihr habt gelauscht, oder?“, unterbricht Mina die Jüngere, welche etwas beschämt zu Boden schaut.„Wessen Idee war das?“, fragt Makarov nun streng.„Also man kann es nicht wirklich als Idee auffassen... es hat sich in der Situation ergeben...“„Es war Miras Idee, oder?“, unterbricht Mina erneut Erza woraufhin die Requip Magierin schweigt.„Das heißt also ja.“, murmelt Mina nun und seufzt, während Makarov den Kopf schüttelt.„Darüber können wir später reden...“, fängt der Gildenmeister an, doch da unterbricht ihn Erza.„Und was ist mit ihm?“, will Erza wissen und deutet auf die Wand neben der Tür. Verwundert sehen Makarov und seine Enkelin zu der Stelle, um dann wieder zu Erza zu sehen.„Was soll da sein?“, will Mina wissen und lehnt sich an den Türrahmen an. Erza dreht sich selbst dorthin, um deutlich zu machen, dass Laxus noch immer an der Wand steht, nur um selbst zu merken, dass er schon lange nicht mehr dort steht.„Hä...“Überrascht schaut sich Erza um, nur um zu merken, dass Laxus nun an einem der Tische, auf dieser Etage, sitzt und am Platz vor sich hindöst, oder so tut. Scheinbar hat er die Situation entsprechend gedeutet und schnell das Weite gesucht. Wieso? Das kann ich euch nicht sagen, aber vermutlich deshalb weil er keine Lust hat sich mit solchen „Kleinigkeiten“ zu beschäftigen.„Das gibts doch nicht... jetzt tut er so, als ob nichts wäre...“, gibt Erza von sich.„Wie bitte?“, will Makarov wissen.„Naja Laxus war eben schließlich auch hier und jetzt tut er so, als ob er nichts von all dem mitbekommen hat.“, rechtfertigt sich nun Erza, weshalb Mina sowie Makarov verwundert zum blondhaarigen S-Klasse Magier schauen. Dieser regt sich jedoch nicht im geringsten. Vermutlich hat er Erza nicht gehört oder es interessiert ihn nicht. Man kann leider nie sagen, was im Kopf dieses Mannes vor sich geht.„Du hast dich also über Laxus aufgeregt?“, will Mina wissen, woraufhin Erza leicht nickt. Doch Mina will die Rothaarige nicht fragen, worüber sie sich genau aufgeregt hat, da sie es vermutlich schon selbst weiß.„Entschuldigst du mich, Opa..?“, murmelt Mina leise, wobei sich das eher als eine Frage als eine Aussage anhört. Bevor Makarov etwas entgegnen kann geht Mina bereits in Richtung des Tisches an dem ihr Bruder sitzt.Neben dem Tisch bleibt sie stehen und stemmt ihre Hände in die Hüften.„Laxus.“, sagt Mina.„Mina.“, erwidert der Magier kühl ohne sich umzudrehen.„Wie lange bist du schon da?“Nun dreht sich Laxus um um seine Schwester genervt anzusehen.„Was interessiert es dich?“„Weil ich wissen will wie viel du von der Unterhaltung von Opa und mir mitbekommen hast.“Verwundert sieht Laxus seine Schwester an, bevor er lauthals anfängt loszulachen.„Ach, so ist das! Und ich dachte schon du interessierst dich für mein Leben.“, gibt er lachend von sich.„Kannst du mir einfach die Frage beantworten? Dann ist dieses Gespräch, zu unser beider Freuden, auch schnell genug vorbei.“, meint Mina nun und verdreht dabei ihre Augen, während sie ihre Hände vor der Brust verschränkt.Laxus legt seinen Kopf nun in den Nacken und fragt: „Woher willst du überhaupt wissen, dass ich euch belauscht habe?“„Erza hat sowas angedeutet.“Erneut fängt Laxus lautstark an zu lachen.„Also nochmal... Ich soll euch belauscht haben? Und wovon träumst du nachts?“Mina verbleibt still und horcht weiter Laxus Worte.„Du solltest mich doch wohl besser kennen und wissen, dass das was Erza behauptet nicht stimmen kann. Oder man sollte zumindest meinen, dass du mich besser kennst, findest du etwa nicht, Schwesterherz?“, will Laxus von Mina wissen und sieht sie aus dem Augenwinkel heraus an.Mina hebt nun ihre Augenbraue an. Sie mag es nicht, wenn Laxus sie ‚Schwesterherz‘ nennt, da es stets diesen spöttischen Unterton mit sich bringt. Doch Mina hält nicht deshalb inne, sondern weil sie merkt dass Laxus recht hat. Die Schwarzhaarige kennt ihren Bruder schließlich gut genug und Laxus ist wirklich nicht der Art Typ der Leute heimlich belauscht. Sollte Laxus doch mal ein Gespräch mitbekommen für welches er sich interessiert, dann würde er sofort seinen Senf dazugeben.Mina seufzt nun und murmelt: „Stimmt, das du bist nicht der Typ der lauscht.“„Siehst du! Und da ich mich für das Gespräch zwischen dir und dem alten Mann so wenig interessiere wie für dich kannst du mich ja jetzt wohl in Ruhe lassen, oder nicht?“, und ohne auf eine weitere Antwort zu warten wendet er seinen Blick von seiner Schwester ab.Erneut verdreht Mina ihre Augen, ehe sie sich abwendet und zurück zu ihren Großvater und der rothaarigen S-Klasse Magierin.„Ein einfaches ‚Nein, habe ich nicht‘ hätte es auch getan...“, murmelt Mina, als sie wieder am Büro ankommt. Noch immer stehen Makarov und Erza vor dem Büro und unterhalten sich.„Wir werden noch über dieses Verhalten von euch reden.“, gibt Makarov nun streng von sich woraufhin Erza nur nickt.„Ja, Master.“„Ich denke Erza hat es verstanden und wird das auch Mira mitteilen, oder etwa nicht?“, mischt sich Mina nun ein, als sie zur Jüngeren sieht. Diese versteht was Mina vorhat und erwidert augenblicklich: „Aber natürlich.“„Mina...“, fängt Makarov an, doch Mina unterbricht ihn.„Opa, ich bin mir sicher, dass sie nichts mitbekommen haben was zwingend unter uns bleiben muss.“Nun mischt sich Erza ein, indem sie von sich gibt: „Ehrlich gesagt, haben wir fast gar nichts mitbekommen.“„Na, siehst du!“, meint Mina lächelnd, wobei Makarov nicht so begeistert wirkt.„Waren wir soweit eigentlich fertig, Opa?“, will Mina nun wissen, weshalb Makarov überlegt.„Ich denke schon. Ich müsste ohnehin noch etwas Papierkram erledigen.“, gibt Makarov von sich, während er sich umdreht um in sein Büro zu gehen.Mina deutet Erza daraufhin mit einem Kopfnicken an mit ihr runter zur Bar zu gehen, was die beiden dann auch tun, wissend dass sie wenn sie unten ankommen sollten Mirajane nun nicht mehr davon abhalten kann ihr fragen über ihren Auftrag zu stellen.

----- CHAPTER BREAK -----

|| Erzähler Sicht ||Es sind nun bereits mehrere Stunden vergangen seitdem Mina und Makarov über Minas Auftrag gesprochen hatten. Zudem hat sich die Gilde nun zum Großteil gefüllt und wie es sich anhand der Menschenmenge vermuten lässt herrscht auch eine gewaltige Lautstärke im Gebäude.Man könnte meinen das alles beim alten ist. Was ist nicht gänzlich zu sein scheint...Während Erza zusammen mit Mirajane am Tresen befindet und die beiden über den vorherigen Zwischenfall nachdenken, hat sich Mina auf den Weg gemacht etwas frische Luft zu schnappen, weshalb die beiden Frauen erneut für sich selbst sind.„Es ist doch komisch...“, murmelt Erza leise, was Mirajane jedoch hören kann.„Ja, das finde ich auch.“Verwundert sieht Erza die Weißhaarige an, die weiterfortfährt.„Mina wirkte nicht mal wütend, als sie erfahren hat, dass wir gelauscht haben. Sie wirkte beinahe etwas... erfreut oder auch sorglos.“Nun denkt Erza nach. Das war eigentlich nicht das was sie meinte, aber jetzt wo sie darüber nachdenkt hat Mira schon recht. Es schien Mina nicht mal wirklich zu interessieren ob sie und Master belauscht wurden oder nicht.„Ja, das stimmt schon... aber das meinte ich eigentlich gar nicht.“, entgegnet Erza, weshalb Mira sie nun verwundert ansieht.„Sondern?“„Naja... findest du nicht, dass Mina nach dem Gespräch... ich weiß irgendwie auch nicht, aber... findest du nicht, dass sie etwas ruhig wirkte..?“Stumm sieht Mirajane die Rothaarige an und denkt anschließend scharf nach.„Vielleicht war Mina etwas ruhiger, das stimmt schon. Aber ich weiß nicht wieso dich das so sehr wundert.“Erza sieht nun etwas nachdenklich auf den Tresen vor sich, als sie meint: „Mich wundert es nur, weil sie sehr in sich gekehrt wirkte, beinahe so als ob... als ob sie in ihrem Herzen Leid empfindet.“„Was...“, fängt Mirajane an, doch unterbricht sich selbst, als Erza ihre Hände auf den Tresen legt.„Es bringt doch alles nichts.“, gibt diese von sich und steht auf, was das laute Quietschen der Barhockers nach sich zieht, da dessen Beine über den Gildenboden scharren.„Ich bin mal kurz weg.“, sagt Erza kurz und geht in Richtung Tür ohne auf eine Antwort von Mira zu warten.Die Bardame sagt jedoch nichts mehr, da sie genau weiß dass ihre Gegenüber rausgeht um nach Mina zu schauen, da ihr Gewissen es ihr sonst nicht verzeihen würde.Überrascht sieht Mira lediglich Erza hinterher, da sie nicht ganz versteht was ihre Gegenüber zuvor gemeint hat oder auch woher sie wissen will, dass Mina etwas bedrückt.Doch Erza hat es im Gefühl das Mina etwas auf der Seele brennt was ihr mehr Schmerz zufügt als man sich vorstellen kann. Doch verwunderlich ist es nicht, dass Erza das gemerkt hat, da auch sie in ihrem Herzen unendliches Leid spürt. Das jedoch nicht nur jetzt, sondern stetig, wie eine Glut die niemals erlischt.Vielleicht ist das sowas wie ein sechster Sinn, den nur Gleichgesinnte haben...❀❁❀❁❀❁❀❁❀❁Mina ist während der Zeit als sie die Gilde verlassen hat durch die Stadt geschlendert.Eigentlich wollte sie nur kurz etwas frische Luft schnappen und die Ruhe des Morgens genießen, doch irgendwie hat es sie auf eine Bank in der Nähe des Parks verschlagen, wo sie sich hingesetzt hat und nun dort noch immer verharrt.Ihr Kopf hängt nun in ihrem Nacken, sodass dieser beinahe über die Rückenlehne hängt, während sie in den Himmel starrt. Auch wenn der blaue Himmel und die warme Sonne ein schöner Anblick sind, so sind Minas Gedanken weit weg vom jetzigen Geschehen. *.*~.*~* Flashback *~*.~*.*Es war ein stürmischer Samstagnachmittag im Herbst, fast 15 Jahre her. Bei dem Wetter draußen könnte man fast von einem Platzregen sprechen, so sehr regnete es.Während die Herren der Dreyar Familie (sprich Makarov, Ivan und Laxus) den Tag gemeinsam verbrachten, so verbrachten auch Liliana und Mina den Tag gemeinsam. Der besagte Geschlechtertag, oder wie es das Ehepaar bezeichnen würde... der besagte „Männer-“ und „Frauentag“.Die Männer wollten eigentlich den Tag damit verbringen zu angeln, doch vermutlich hatten sie sich bei dem plötzlich auftretenden Regen doch eine andere Tätigkeit gesucht, denn es wäre kompletter Unsinn bei dem Wetter zu angeln.Die Frauen hingegen hatten sich dazu entschlossen zu backen. Ein Meisterwerk von Kuchen war bereits aus dem Ofen geholt wurden, während die Kekse nach und nach nun in den Backofen geschoben wurden. Währenddessen saßen Liliana und Mina im Wohnzimmer gemeinsam mit Minas Puppe, die den Namen Mimi trug (die Puppe bestand jedoch nur aus einem Tuch als Körper und einen aufgenähten Kopf), und Liliana nutzte die Zeit, um ihrer Tochter Geschichten von ihrem Mann und sich zu erzählen. Mina störte das nicht, ganz im Gegenteil. Sie liebte es den Geschichten ihrer Eltern zuzuhören.„Stimmt das wirklich, Mama?“„Aber sicher doch. Euer Vater war früher extrem schüchtern. Er hat kaum ein Wort aus dem Mund bekommen, als wir uns das erste Mal begegnet sind.“Ein lautes Lachen entschlüpfte Mina, während sie meinte: „Aber Papa wirkt gar nicht so schüchtern!“„Er ist aber immer so rot wie eine Tomate angelaufen, wenn wir uns gesehen haben. Einige Zeit lang habe ich tatsächlich geglaubt das wäre seine normale Hautfarbe, aber da hatte ich mich geirrt. Richtig sprechen konnte euer Vater aber auch nicht. Er hat immer gestottert, so nervös war er.“, gab Liliana lächelnd von sich.Nachdem Mina sich beruhigt hatte, fragte sie ihre Mutter mit unschuldigen Augen: „Mama, erzählst du mir, wie Papa und du euch kennengelernt habt? Das habt ihr nämlich nie erzählt.“„Wirklich nicht?“Zur Bestätigung schüttelte Mina ihren kleinen Kopf, weshalb Liliana überrascht zu ihrer Tochter sah.„Wenn das so ist, dann bleibt mir ja nichts anderes übrig, als dir das zu erzählen. Aber erst nachdem ich die Kekse aus dem Ofen geholt habe.“, und damit stand Liliana auf und ging in die Küche, während sie ihrer Tochter zurief, dass sie gleich wieder da ist.Während Liliana also in der Küche war, um die Kekse aus dem Ofen zu holen spielte Mina mit ihrer Puppe. Unschuldig bewegt das kleine Mädchen die Puppe in ihren Hände hin und her, während sie die scheinbare Stimme ihrer Mimi imitiert.Doch ehe sich das Mädchen versah war ein Geräusch zu hören. Es war nicht laut. Nein. Es war ein kurzes dumpfes Geräusch. So kurz und leise, dass man es hätte leicht überhören können, oder vielleicht vielleicht lag es auch nur daran, dass draußen ein Unwetter tobte. Sei es drum... Mina hörte es... sie hörte dieses dumpfe Geräusch, was sich danach anhörte, dass ein Stück Holz von einer Anhöhe herunterfällt. Und so wie kleine (6-jährige) Kinder sind wollte auch Minas Neugierde sie nicht daran hindern, dieses Geräusch zu inspizieren.Schnell sprang das Mädchen auf und guckte mit ihrem winzigen Kopf vorsichtig den Flur hinunter.„Was meinst du war das, Mimi?“, fragte sie beinahe still, während sie ihre Puppe fester an sich drückte.Nun nickte Mina mutig und meinte: „Gut. Wir werden nachsehen was das war, aber bleib bei mir.“Schnell huschte Mina in den Flur und schaute sich eifrig um. Doch weit und breit war nichts zu sehen.„Komisch...“, gab Mina leise von sich.Kurze Zeit darauf hob das Mädchen ihre Puppe empor, um dieser in ihre Knopfaugen sehen zu können.„Vielleicht haben wir uns auch einfach nur verhört, oder was meinst du Mimi?“Als Mina jedoch nun wieder ins Wohnzimmer schreiten wollte fiel ihr ein leerer Fleck an der Wand auf. „Nanu..?“Leere Stellen an einer Wand sind normalerweise nicht komisch, sondern viel mehr normal, da kein Mensch seine Wand komplett voll behängt, doch in dieser Situation war es komisch.Wieso? Nun ja, die Stelle die Mina anstarrte und dort blank zu sehen war war normalerweise bedeckt. Mit einer Maske. Einer schwarzen Holzmaske, die Mina den ein oder anderen Alptraum beschert hatte (nicht dass sie es zugeben würde und schon gar nicht gegenüber ihres blöden Bruders!). Es war diese blöde Maske, die ihre Mutter von einem Auftrag mitgebracht hatte, die nun an dieser Wand fehlte.Mina schaute nun an der Wand herunter und konnte die Maske zum Teil hinter der alten Kommode ausmachen, die unter der Stelle stand, wo zuvor die Maske hing.„Ah, da bist du ja!“Schnell fischt das Mädchen die Maske hinter der Kommode hervor und rennt damit ins Wohnzimmer, um ihrer Mutter mitzuteilen, dass die Maske heruntergefallen war.Im Wohnzimmer jedoch angekommen hielt das Mädchen kurz inne und starrte die Maske wieder an. Die Holzmaske war bereits älter und man konnte sehen, dass sie abgenutzt war, da überall Kratzer zu sehen war. Dennoch schien etwas in dieser Maske Mina in seinen Bann zu ziehen. Waren es die feinen Schnitzereien die die geschlossenen Augenlidern, die Nase, den zum Teil geöffneten Mund oder die Wangenknochen darstellten? Oder vielleicht doch eher die ganzen anderen Gesichtsdetails die bis auf das kleinste Detail ins Holz geschnitzt wurden? Vermutlich war es dann doch die Tatsache, dass sich allmählich leuchtend rote Markierungen auf der Maske bildeten, die sich langsam zum Auge hervor arbeiteten. „Cool...“Als die Markierungen und Symbole jedoch an den Augenlidern ankamen öffneten sich diese schlagartig wodurch Mina und die Maske Blickkontakt hatten. Beim Blick in die glühenden roten Augen überkam das kleine Mädchen eine plötzliche Müdig- und Kraftlosigkeit, weshalb sie nach hinten wegkippte und auf den Boden fiel. Die Maske knallte dabei auf den Boden und eine Dunkelheit umgab Mina vollständig.Es war zwar nur ein kurzer Blickkontakt, doch dieser genügte um das kleine Mädchen in einen Zustand der vollständigen Bewusstlosigkeit zu befördern._____________________Als das kleine Mädchen jedoch wieder wach wurde lag sie in mitten von Wasser. Doch drohte sie nicht in diesem Wasser zu versinken, stattdessen lag sie schon beinahe auf der Wasseroberfläche, so als handelte es sich um einen ganz normalen Boden. Das einzige was deutlich machte, dass es sich bei diesem Boden um Wasser handelte war die Tatsache, dass die Klamotten, sowie die Haut und die Haare des Mädchens allmählich nass wurden.Vorsichtig setzte sie sich auf und sah sich erstmal um. Zu sehen war neben den dunklen Wassermassen unter ihr nichts weiter als ihre finstere Umgebung. Keine Person war zu sehen. Kein Gegenstand. Nicht mal die Puppe des kleinen Mädchens war zu sehen... „Wo bin ich..?“, hallte Minas leise Stimme durch dieses dunkle Nichts.„Mama, wo bist du?“, rief das Mädchen nun etwas lauter, doch sie erhielt keine Antwort.„Mama...“, gab das Mädchen beinahe stumm von sich, während sie sich hinkauerte und sich selbst dazu ermahnte nicht zu weinen.Das Mädchen war so sehr in ihren Gedanken vertieft, dass sie nicht bemerkte wie das Wasser plätscherte und schnell Schritte offenbarte, die sich ihr näherten. Sie bemerkte auch nicht, wie sich die Gestalt, zu der die Schritte gehörten, sich ihr näherte und letzten Endes vor dem Mädchen zum Stehen kam.„Nanu. Was haben wir denn hier?“, erklang eine spöttische Stimme, weshalb Mina endlich realisierte, dass jemand neben ihr stand.Mit feuchten Augen sah das kleine Mädchen auf und erkannte eine Gestalt. Vielmehr eine Person. Eine Frau mit glühend roten Augen, die auf das Mädchen hinabsah. Diese purpurroten Augen stachen bei ihren hellen Haut extrem hervor, weshalb Mina diese anstarrte. Es wirkte beinahe so, als würden sie diese Augen in ihren Bann ziehen.„Wer... wer bist du..?“, fragte Mina leicht verunsichert und mit zittriger Stimme.Schmunzelnd schüttelte die Frau ihren Kopf, ehe sie sich neben das Mädchen hockte. Strähnen ihrer langen dunkelbraunen Haare legten sich dadurch auf die Wasseroberfläche.„Haben dir deine Eltern nicht beigebracht, dass es unhöflich ist nach dem Namen anderer zu fragen, ohne seinen eigenen Namen zu nennen?“, wollte die Frau nun von ihr wissen, während sie sich eine ihrer langen Haarsträhnen hinters Ohr strich.Das Mädchen war sich ziemlich unsicher, ob es nun auf die Frage antworten sollte oder lieber nicht. Schließlich soll man Fremden nicht seinen Namen geben, richtig?Doch in dieser Situation hielt es Mina für richtig ihr zu antworten.„Ich... Mein Name ist Mina. Mina Dreyar.“, gab sie leise von sich.„Mina? Was für ein interessanter Name.“, murmelte die Frau nun nickte etwas.„Und wer bist du..?“Verwundert sah die Frau das kleine Mädchen an.„Wer ich bin? Du kannst mich Akira nennen. Aber sag mal, kleine Mina. Wie alt bist du eigentlich? Du bist doch bestimmt noch ein kleines Kind.“Heftig schüttelte Mina also ihren Kopf und meinte ganz stolz, während sie mit ihren Fingern deutete: „Ich bin schon 6!“Akira seufzte nun und murmelte: „Also hat mich ein Kind erweckt...“„Ich bin kein Kind!“, gab das Mädchen nun von sich, weshalb die Frau sie verwundert ansah. Leicht verunsichert sieht das kleine Mädchen zu Boden und meinte leise: „M-Mein Papa sagt... dass ich schon eine junge Dame bin...“„Verstehe...“, und damit schloss Akira ihre Auge, weshalb Mina sie vorsichtig beobachtete.Mina konnte diese Akira zwar nicht einschätzen, aber dennoch wollte sie dieser Person freundlich gegenübertreten. Selbst wenn sie sich fürchtete.„Ich...“, fing sie an, weshalb die Frau sie wieder ansah.„E-Es... freut mich dich kennenzulernen.“, meinte Mina freundlich und streckte der Dame vorsichtig ihre Hand entgegen, so als wollte sie ihre Hand schütteln. Ein kleines, aber dennoch sichtbares Lächeln zierte ihre Lippen.„Das solltest du nicht sagen...“, gab Akira nun monoton von sich.Verwundert sah das kleine Mädchen zu ihrem Gesprächspartner, nur um festzustellen, dass dort eine ganz andere Person zu sein schien. Neben ihr war eine Frau, die zwar die selbe Statur wie Akira aufwies, aber dennoch komplett anders aussah. Ihre Haare und Haut hatten eine schwarze Farbe, während sich weiße Augen durch das Mädchen bohrten. Die zuvor sanft fallenden Haare von Akira klebten nun förmlich an ihrem Körper. Während Akira nun eine Hand anhob, um Minas Gesucht zu berühren bemerkte, dass Mädchen, dass sich eine dicke schwarze Masse immer wieder vom Arm der Frau löste, beinahe so als ob ihr Körper aus dieser Masse bestand. Bei näherer Betrachtung glitt diese besagte Masse stellenweise am gesamten Körper der Frau hinunter.Diese Masse war kalt... und klebte. Das merkte das Mädchen, als die Hand von Akira sich auf ihre Wange legte. Das was für Mina jedoch am schlimmsten bei diesen Anblick war war dieses breite Grinsen, was die Frau auf ihren Lippen zeigte. Es war übertrieben, beinahe spöttisch... und auch trügerisch.„... du dummes kleines Kind. Du weißt gar nicht wie lange ich auf diesen Tag gewartet habe.“Akiras Hand glitt nun Minas Gesicht hinunter, ehe sie am Hals inne hielt. Kaum dort angekommen drückte Akira zu und presste das kleine Mädchen mit all ihrer Kraft unter die Wasseroberfläche. Minas Instinkte brauchten nicht lange um in Aktion zu treten, denn schnell schlug und trat das kleine Mädchen um sich und versuchte an der Hand zu zerren, die sich fest um ihren Hals gelegt hatte. Sie probierte alles um wieder an die Wasseroberfläche zu kommen, um Luft zu schnappen. Doch vergebens, denn die Hand und auch die Person wollten sich keinen Zentimeter rühren.„Versuch es gar nicht. Wehr dich doch nicht. Du kommst von mir nicht weg.“Die Luft wurde immer weniger und das kleine Mädchen drohte zu ertrinken, wenn es so weitergehen würde. Nach einem langen Überlebenskampf wurden allmählich ihre Augen schwerer und ihr Kopf fühlte sich leichter an. Doch bevor das Mädchen ihr komplettes Bewusstsein verlor, hörte sie Akira noch ganz dumpf sagen: „Du wirst mir noch sehr gute Dienste leisten.., kleine Mina.“___________________Was genau danach passiert war, weiß Mina nicht, denn sie erwachte erst viel später wieder. Sie war wieder im Wohnzimmer, doch es wirkte so... suspekt? Ok, vielleicht ist „suspekt“ nicht das richtige Wort, aber es wirkte verdächtig ruhig. Viel zu still, was Mina stutzig werden ließ.„Mama..?“, fragte das Mädchen leise, während sie sich aufsetzte. Doch sie erhielt keine Antwort.„Mama, wo bist du..?“, ihre Stimme war zittrig und beinahe stumm.Erst jetzt bemerkte das Mädchen, dass sich ihre Hand auf einer kalten und klebrigen Substanz befand, weshalb sie auf ihre Hand heruntersah. Ihre Augen weiteten sich da sich unter ihrer Hand eine große Blutlache befand und somit ihre Hand mit der Flüssigkeit benetzte.Mina wusste nicht woher das Blut stammte, doch sie wusste eines. Nämlich dass sie weg wollte. Und zwar weit weg. Ängstlich rutschte das Mädchen nun über den Boden, um von diesen Blutfleck wegzukommen. Doch schnell kam das Mädchen zum Stehen, da sie mit ihrem Rücken gegen etwas stieß.Vorsichtig drehte sich das Mädchen um, um ihren größten Alptraum zu sehen: ihre blutverschmierte Mutter, die regungslos auf dem Boden lag. Mit weit aufgerissenen Augen war Lilianas Blick an einen Punkt gerichtet, den das kleine Mädchen nicht deuten konnte.„M-Mama..?“Vorsichtig berührte Mina die Schulter ihrer Mutter, dennoch erhielt sie keine Reaktion.„Mama... bitte sag was...“, schluchzte das Mädchen nun, da unbemerkt Tränen aus ihren Augen quollen.Heftig schüttelte sie ihre Mutter, um sie so auf sich aufmerksam zu machen, doch vergebens.Das Mädchen verstand nicht, dass die kalte Haut ihrer Mutter nie wieder die angenehme Wärme abgeben würde, mit der sie sonst Laxus und sie in den Schlaf wog. Sie verstand nicht, dass die trüben Augen ihrer Mutter nie wieder mit dem Leuchten strahlen würden wie sie es zuvor taten.In ihrer Verzweiflung merkte das Mädchen nämlich nicht die große klaffende Wunde die den Bauch ihrer Mutter ziert. Diese Wunde hatte Schuld daran, dass jegliche Wärme von ihr verloren ging, da das Blut in Massen aus dieser trat. Ebenso war diese Wunde Schuld daran, dass Mina wie auch ihre Mutter blutverschmiert war, was das kleine Mädchen noch gar nicht bemerkt hatte.Mina verstand es nicht... doch sie würde es bald verstehen.Es vergingen gefühlt Jahre, ehe Ivan und Laxus zu Hause eintrafen. Mina nahm sie jedoch nicht wahr, vielleicht weil sie miteinander flüsterten. Dann hörte man nur noch schnelle Schritte, die die Treppe hinaufliefen, welche vermutlich zu Laxus gehörten, ehe schwere Schritte in Richtung Wohnzimmer kamen.„Wo sind denn mein beiden Lieblinge?“, erklang nun Ivans freudige Stimme, ehe seine Schritte abrupt zum Stehen kamen.Vor ihm entfaltete sich ein grausames Bild. Seine Frau lag leblos auf dem Boden, während seine Tochter blutverschmiert neben ihr saß.Das Mädchen reagierte gar nicht auf ihren Vater, erst als Ivan sie von Liliana wegstieß kam das Mädchen wieder zu Sinnen.Verweint sah das Mädchen ihren Vater an, der den leblosen Körper seine Frau fest an sich drückte.„Liliana! Liliana, mein Liebling, wach auch!“Er wusste was los war. Ivan wusste, dass er dem leblosen Körper seiner Frau kein Leben mehr einhauchen konnte. Dennoch wollte er es nicht wahr haben.Tränen liefen seine Wangen herunter während er innig hoffte, dass seine Frau ihn ansah und anlächelte, wie sie es immer tat. Doch er wusste es besser. Es waren nur leere Hoffnungen, die so schnell erloschen wie sie entstanden waren.Während Mina ihre Eltern weiterhin beobachtete merkten weder sie noch ihr Vater wie Laxus ebenfalls zum Geschehen kam.Als der kleine Junge jedoch die Situation analysiert hatte glitt sein Blick zu seiner Schwester. Als er sah wie sie dort zusammengekauert saß brauchte es nicht viel, damit er zu seiner kleinen Schwester eilte und sie fest an sich drückte. Das Mädchen erstarrte bei der plötzlichen Umarmung, ehe sie ihre kleinen Händen vorsichtig an das T-Shirt ihres Bruders legten. Schnell klammerte sie sich an ihm fest während immer mehr Tränen ihre Wangen hinunterliefen und ihr Körper vor Angst bebte. Laxus Hand glitt über Minas Haar, während er ihr leise Nichtigkeiten ins Ohr flüsterte. Er versuchte sie zu beruhigen indem er ihr Dinge sagte wie dass alles wieder gut werden würde und dass sie sich keine Sorgen machen musste. Doch Mina reagierte darauf nicht, da sich vor ihrem geistigen Auge alles verdunkelte und sie zurück an den dunklen Ort mit dem Wasser zog indem sie scheinbar nicht versinken konnte.In dieser Dunkelheit fand sie erneut Akira vor, die vor ihr stand. Mit einem undurchschaubaren Blick sah sie auf das Mädchen hinab, welches nun am Boden kauerte.„Was ist denn los, kleine Mina? Warum weinst du?“Mit zittriger Stimme fragte Mina: „I-Ist... meine Mama... tot..?“„Ja.“, gab Akira von sich. In ihrer Stimme weder Mitleid noch Trauer zu hören. Jegliche Emotion schien hierbei aus Akiras Körper verflogen zu sein.Wütend, mit tränengefüllten Augen, sah das kleine Mädchen auf und wollte wissen: „Wieso hast du das getan?! Wieso nimmst du mir meine Mama weg?!“ „Bitte?“„Du warst das doch, du Monster! Du hast meine Mama..“„Ich glaube du missverstehst da was.“, unterbrach Akira nun das Mädchen, während sie sich nun hinkniete, um nicht weiterhin auf Mina hinabzuschauen.„Nicht ich habe deine Mutter umgebracht, sondern du.“„Was..?“, gab Mina bloß von sich, während jegliche Farbe ihr Gesicht verließ.„Warum sonst glaubst du bist du voller Blut?“Ohne auf eine Antwort von Mina zu warten ging stand Akira auf und ging, sodass nur noch eine Silhouette von ihr übrig blieb. Dann kam sie zum stehen, ehe sie sich umdrehte und sagte: „Vielleicht solltest du nochmal darüber nachdenken wer von uns beiden hier das Monster ist.“Anschließend ging Akira, sodass auch ihre Silhouette in der Dunkelheit verschwand.Die besagte Dunkelheit verschwand daraufhin auch vor Minas geistigen Auge.Als Mina also erneut mit dem Bild ihrer toten Mutter konfrontiert wurde und sie dabei Laxus Worte hörte, der ihr immer zu ins Ohr flüsterte, dass alles wieder gut werden würde und es Liliana bald besser gehen würde, da wusste es Mina besser.Das Mädchen kam nun zur Erkenntnis, dass ihre Mutter niemals wieder zurück ins Leben kommen würde und dass das alleine ihre Schuld war...*.*~.*~* Flashback Ende *~*.~*.*Ihre blauen Augen starren in den leeren Himmel, während sie leicht seufzt.„Wieso muss ich jetzt an diesem Tag denken..?“, murmelt Mina für sich selbst, während sie ihre Augen schließt.Sie hat schon ewig nicht mehr an diesen Tag zurück gedacht. Doch nun tut sie es. Ganz plötzlich. Aus dem nichts heraus. Wieso nur? Es ist Mina schleierhaft.Vielleicht ist das Gespräch mit ihrem Großvater der Auslöser dafür gewesen. Dies scheint auch für Mina eine logische Schlussfolgerung zu sein. Schließlich hat sie Makarov gegenüber erwähnt, dass sie mit Gildarts in Bosco war und vermutlich haben sie die Gedanken an diesen furchtbaren Ort gedanklich an diesen schicksalshaften Tag zurückgeholt.Komisch ist aber auch noch eine Sache... immer wenn sich Mina an ihre Mutter zurückerinnert dann erinnert sie sich nur daran wie schön sie war.Wie schön sie lächelte.Wie sanft ihr braunes Haar förmlich im Wind schwebte, auf welches Mina stets neidisch war.Wie leuchtend ihre blauen Augen waren, die Mina natürlich von ihr erben musste.Wie weich ihre Hände waren, mit denen sie immer vorsichtig durch das Haar von Laxus und ihr glitt und wie sie mit diesen weichen Händen stets die Wunden der beiden pflegte.Wie lieblich ihre Stimme war mit der sie jeden noch so lauten Streit schneller beenden konnte, als Mina jemals in der Lage dazu wäre.Einfach... wie perfekt ihre Mutter in ihren Augen für sie war.Doch niemals hatte Mina daran gedacht wie ihre Mutter an ihrem Todestag aussah. Na gut, das war gelogen. Natürlich hatte sie daran gedacht, doch nicht wenn sie sich nach all den Jahren an ihre Mutter zurückerinnerte. Nie hatte sie dann daran gedacht wie diese große klaffende Wunde den anmutigen Körper ihrer Mutter schändete. Nie hatte sie daran gedacht wie das gesamte Blut aus ihrem Körper floss und nicht nur den Teppich diesen unverkennbaren roten Ton gab und dieser metallische Geruch den Duft der frisch gebackenen Kekse überdeckte, sondern auch die wunderschöne Gestalt ihrer Mutter verunreinigte. Wie das Rot ihre Mutter beschmutzte. Ihr die Schönheit raubte und ihr entwich, um sie unbeachtet zurückzulassen, selbst wenn sie nun sterben sollte. Niemals. Bis auf jetzt.Es war nicht richtig... es war falsch. Falsch so zu denken. Falsch daran zu denken wie ihre Mutter im letzten Augenblick ihres Todes aussah.Nie wollte Mina so nach all der Zeit an ihre Mutter zurückdenken. Liliana sollte stets wie der sanfte Engel in ihren Gedanken leben, der sie war, und nicht wie diese blutbedeckte Gestalt, die Mina aus ihr gemacht hatte.Und dennoch... denkt Mina genau in diesem Moment so an ihre Mutter zurück. Und das frustrierte Mina, weil es einfach nicht richtig war...Nun legt sich ein Schatten über sie, welcher Mina augenblicklich aus ihren Gedanken reißt. Als die Schwarzhaarige aufsieht muss sie feststellen, dass der Schatten zu niemand geringeren als zu Erza gehört, die neben ihr steht.„Hey Erza. Was gibt’s?“Die Angesprochene schüttelt bloß den Kopf, um anzudeuten, dass es nichts gibt. Stattdessen stellt sie eine Gegenfrage.„Darf ich mich zu dir setzen?“„Ist zwar nicht meine Bank, aber ich vermute schon.“Still setzt sich die Rothaarige also dazu und schaut wie auch Mina hoch in den Himmel.Gerade als Erza ihre Stimme erheben will, um Mina etwas zu fragen, winkt diese ab und es bildet sich ein sanftes aber dennoch kaum sichtbares Lächeln auf ihren Lippen.„Mir geht es gut.“Verwundert sieht Erza Mina an, weshalb die Ältere ihren Blick ebenfalls vom Himmel abwendet und zu der Jüngeren schaut.„Das wolltest du mich doch fragen, oder etwa nicht Erza?“„Es ist nur so... du wirktest sehr in Gedanken vertieft, nach deinem Gespräch mit Master...“Schmunzelnd wendet Mina ihren Blick ab und schaut wieder in den Himmel.„Findest du? Entschuldige ich wollte dir keine Sorgen bereiten.“Wieder herrscht Stille zwischen den Beiden bevor Mina wieder spricht.„Weißt du... es ist nur wunderbar wieder zu Hause zu sein, wenn ich bedenke wie es mancherorts heute doch noch zu sich geht...“Lächelnd sieht Mina dann Erza an und fährt fort: „Das ist alles worüber ich nachdenke.“Auch wenn Mina nicht wirklich gesagt hat, was los ist, so hat es Erza doch verstanden. Wie ich bereits sagte, wahrscheinlich sowas wie ein sechster Sinn. Doch Erza äußert sich dazu nicht, stattdessen sieht sie zu Boden und meint lächelnd: „Es geht doch nichts über zu Hause.“Kaum merkbar nickt Mina, während sich ihr Blick wieder in den Himmel richtet.„Es geht nichts über das Leben...“Nun richtet auch Erza ihren Blick wieder in den wolkenlosen Himmel, ehe sie flüstert: „Es geht nichts über unser Leben...“Still verharren sie nun weiterhin dort auf der Bank, während ihre Blicke weiter in den Himmel gerichtet sind. Es ist jedoch keine merkwürdige Stille, sondern viel mehr eine angenehme Ruhe, wie wenn sich zwei sehr gute Freunde nach Jahren wiedersehen, die jedoch nicht mal miteinander sprechen müssen um sich wieder wie geborgen zu fühlen, sondern deren bloße Anwesenheit reicht um zu zeigen, dass dieses Gefühl von Heimat und Heim nie verschwunden ist.

----- CHAPTER BREAK -----

|| Erzähler Sicht ||Nach einem langen und ereignislosen Tag des Nichtstun, und damit gemeinsam mit Erza im Park und anschließend gemeinsam mit ihr und Mira in der Gilde, hat sich Mina auf den Rückweg nach Hause gemacht. Mirajane hatte ihr zwar ein paar neue S-Rang Aufträge gezeigt, jedoch will Mina nicht sofort wieder neue Aufträge annehmen, da sie gerade erst wieder zu Hause angekommen ist. Sie will sich wenigstens etwas erholen, auch wenn sie weiß dass sie am morgigen Tag wieder los muss um Aufträge für den Rat zu erfüllen.Nach kurzer Zeit des Laufens befindet sich die schwarzhaarige Magierin bereits im Waldstück, welches zu ihrem trauten Heim führt. Anstatt jedoch mit schnellen Schritt sich nach Hause zu begeben läuft Mina mit Absicht etwas langsamer. Dabei richtet sich ihr Blick etwas weiter nach oben in die Baumkronen. Obwohl der Tag allmählich dem Ende entgegen schreitet stellt die untergehende Sonne dennoch ein wunderschönes Bild über den Baumkronen dar. Wie die orange-roten Strahlen durch die dunkelgrünen Blätter brechen erwärmt Minas Herz aus einem ihr unerklärlichen Grund. Vielleicht liegt es einfach an der gewohnten Umgebung die sie nach zwei Jahren der Abwesenheit wieder in vollen Zügen genießen kann anstelle ihrer Fantasievorstellungen.Mina konnte bei dem Anblick nicht anders als etwas zu lächeln, ehe sie bald ihr Haus erblickt und dieses schneller betritt als es ihr lieb ist.
Dort wird sie jedoch erneut mit Stille begrüßt. Stören tut es sie jedoch nicht, da es ein gewohntes Szenario ist. Dennoch kann Mina nicht anders als bei der willkommenen Stille zu seufzen.Da ihr nur noch danach ist sich hinzulegen und zu schlafen begibt sich Mina augenblicklich nach oben um sich bettfertig zu machen. Allerdings hält Mina im Schlafzimmer kurz inne und setzt sich auf ihrem Bett hin.
Ihr Blick gleitet nun zu einem der Gegenstände den sie vor nicht all zu langer Zeit aus ihrer Tasche geholt hat. Es ist eine kleine Musikschatulle beinahe in Form einer goldener Kugel. Dunkelblaue Akzente und viele kleine Verzierungen schmücken die Musikschatulle. Lächelnd nimmt Mina den Gegenstand in die Hand. Um den Mechanismus zu aktivieren muss man ein kleines dunkelblaues Rädchen drehen, um so für die Wiedergabe der Musik zu sorgen, was sie kurzerhand danach tut.
Erinnerungen erscheinen vor ihrem geistigen Auge an welche sich Mina nur allzu gerne erinnert.*.*~.*~* Flashback *~*.~*.*Es ist ein verschneiter Wintertag, 16 Jahre zurück in der Vergangenheit. Auch wenn der Boden mit leichtem Schnee bedeckt ist anstelle der matschigen Variante, die einige Tage zuvor ebenfalls die Welt umgab, so ist es außerhalb des Hauses Dreyar enorm still. Es ist so still, dass das einzige was man hören könnte das Geräusch des fallenden Schnees ist, wenn dieser das geringste Geräusch von sich geben würde.
Obwohl draußen das weiße Wunderland in völliger Stille strahlt ist es im Hause Dreyar das komplette Gegenteil, was bei einem Haushalt mit zwei Kindern unter 10 Jahren nicht verwunderlich ist.„ Hab dich! Du bist, Mina!“, ruft Laxus während er die Schulter seiner kleinen Schwester berührt. Das Mädchen bleibt daraufhin stehen und dreht sich lachend um.
Nun läuft Mina ihrem großen Bruder hinterher, in dem Spiel des Fangens. Gelächter schallt durch das Haus während die Kinder in ihren Schlafanzügen das Haus auf den Kopf stellen.„Fertig.“, gibt Liliana lächelnd von sich während sie den Gegenstand in ihrer Hand beobachtet, wobei ihre Stimme unter dem Lachen komplett untergeht.
„Kinder!“, ruft die Brünette nun, doch ihre Worte scheinen auf taube Ohren zu fallen.
Gerade als sie aus dem Wohnzimmer tritt um zu schauen wo ihre Kinder sind rasen diese an ihr vorbei, durch den Flur, und stürmen in die Küche, wo sie beinahe ihren Vater umrennen.
„Vorsicht!“, gibt Ivan laut von sich, während er die gespülten Teller hochhält sodass diese nicht zu Boden fallen.
„Kinder, es reicht!“, ruft Liliana, wodurch Laxus abrupt stehenbleibt und Mina gegen ihn knallt. Dies bezweckt, dass beide Kinder umfallen, doch anstatt durch den harten Aufprall zu weinen fangen beide Kinder an herzlich zu lachen.Verwundert tritt Ivan aus der Küche nur um voller Sorge zu fragen: „Habt ihr euch wehgetan?“
„Nein Papa.“, antwortet Laxus lachend während sich der 7-jährige aufsetzt. Seine 5-jährige Schwester liegt stattdessen noch immer auf dem Boden und meint bloß: „Das war witzig!“
„Wie oft habe ich euch gesagt, dass ihr nicht im Haus rennen sollt?“, gibt Liliana nun streng von sich.
„Uns war aber langweilig.“, gibt Mina nun von sich als sie sich ebenfalls aufsetzt.
„Und da könnt ihr euch nicht anderweitig beschäftigen?“, will Liliana nun wissen, woraufhin ihre Kinder sich erst gegenseitig ansehen, ehe sie wieder ihre Mutter ansehen und mit den Schultern zucken. Ivan schmunzelt daraufhin etwas während seine Frau lediglich seufzt.„Was haltet ihr davon wenn ihr eure Energie etwas einteilt? Schließlich sind wir später auch noch draußen unterwegs wenn euer Großvater kommt.“, mischt sich Ivan ein, woraufhin ihn seine Kinder ansehen. Anschließend sehen sich die beiden wieder an und meinen dann zu ihren Eltern: „Vielleicht können wir ja etwas anderes als Fangen spielen.“
Sofort springen die Kinder auf und wollen ins Wohnzimmer rennen, ehe Liliana sie aufhält.„Wartet, ich habe hier noch etwas.“
Verwundert sehen die Kinder ihre Mutter an und bemerken erst jetzt, dass Liliana etwas hinter ihrem Rücken versteckt.
„Was hast du denn hinter deinem Rücken, Mama?“, erkundigt sich Laxus.
„Naja, ich weiß zwar, dass erst heute Abend die Geschenke ausgepackt werden, doch das wollte ich Mina schon vorab geben, da das in dem Sinne kein richtiges Geschenk ist.“, erklärt Liliana ehe sie eine kleine Stoffpuppe hinter ihrem Rücken hervorholt. Die Augen des Mädchens fangen an zu strahlen, bevor sie die Puppe hastig aus den Händen ihren Mutter nimmt. Es handelt sich hierbei nämlich um Minas Puppe, die sie Mimi getauft hat.
„Du hast sie repariert!“, meint das Mädchen erfreut und mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
„Es war nicht schwer den Kopf wieder anzunähen. Pass beim Spielen das nächste Mal aber besser auf, ja?“
Mina nickt daraufhin heftig bevor sie ihre Mutter stürmisch umarmt.
„Danke, Mama!“, und ohne auf eine Antwort zu warten huschen die beiden Kinder wieder ins Wohnzimmer.Doch kaum sind die beiden Kinder im Wohnzimmer steht schon das nächste Problem bevor.
„Papa! Mama!“, ruft Laxus, weshalb die beiden ins Wohnzimmer kommen.
„Was ist los?“
„Der Stern ist runtergefallen.“, antwortet Mina leise, während die Kinder sich die kaputten Überreste der Spitze des Tannenbaums ansehen.
„Wartet da. Ich hole was zum Kehren.“, gibt Ivan von sich und geht sofort in die Küche, um den Besen zu holen. Während Ivan die Scherben aufkehrt begutachtet Liliana die Füße ihrer Kinder, um sicherzugehen dass sie sich keine Schnittwunden zugezogen haben, was sie auch nicht haben.Anschließend bekommt der Tannenbaum eine neue Spitze. Doch zum Missfallen der Kinder.
„Ich mag die Spitze nicht…“, murmelt Mina während ihre kleinen Augen die rote Kugel betrachten die nun auf der Spitze sitzt. Dabei drückt sie ihre Puppe etwas an sich.
„Ich auch nicht. Der Stern war da deutlich besser.“, ergänzt Laxus.
„Der Stern ist aber kaputt und heute bekommen wir auch keinen neuen mehr.“, gibt Ivan von sich während er die Kugel noch richtig positioniert, um sicher zu sein dass die Kugel nicht auch noch runterfällt.
„Ok…“, geben die Kinder ohne jegliche Begeisterung von sich.„Na kommt zieht euch um. Dann können wir gleich raus wenn euer Großvater da ist.“
„Ok, Papa. Wer zuerst oben ist hat gewonnen!“
„Hey! Nii-san, das ist gemein! Du hast doch viel mehr Vorsprung als ich!“, ruft Mina ihrem Bruder hinterher und läuft ebenfalls los.
„Was habe übers Laufen im Haus gesagt?“, erklingt nun Lilianas Stimme, doch da sind die Kinder schon auf der Treppe und auf dem Weg nach oben.
„Erster!“, ruft Laxus erfreut, ehe Mina zusammen mit ihrer Puppe oben ankommt.
„Du hast geschummelt! Deswegen hast du gewonnen!“
„Stimmt nicht!“, und damit streckt Laxus seiner Schwester die Zunge raus, woraufhin diese sauer in ihr Zimmer stampft.
„Du bist blöd!“, ruft sie ihrem Bruder noch zu woraufhin er ihr mit den Schultern zuckt. Anschließend knallt sie ihre Zimmertür zu, um sich hastig umzuziehen und somit vor ihrem Bruder wieder unten anzukommen. Nachdem sich das Mädchen also ausgezogen hat zieht sie sich schnell wieder an, um dann wieder aus ihrem Zimmer zu stürmen. Doch draußen knallt sie augenblicklich gegen ihren Bruder.„Aua…“, murmelt Mina nur als sie sich ihre schmerzende Nase festhält.
„Hast du dir wehgetan?“, fragt Laxus besorgt, wobei Mina ihren Kopf schüttelt.
„Lass mal sehen.“, und damit begutachtet der Blondhaarige die Nase seiner Schwester, doch dann hält er kurz inne.
„Was ist denn, Nii-san?“
„Sag mal, trägst du den Pullover falsch herum?“
Verwundert sieht Mina an sich herunter um ihren weißen Rollkragenpullover anzusehen. Tatsächlich sieht etwas daran nicht richtig aus, weshalb das Mädchen in den Rollkragen sieht, um festzustellen, dass ihr Bruder recht hat. Sofort rennt Mina ohne ein weiteres Wort zu sagen in ihr Zimmer nur um von Laxus noch zu hören, dass sie sich doch bitte Socken anziehen soll. Scheinbar hat sie diese in der Eile ebenfalls vergessen…Nachdem sie den Pullover nun richtig angezogen hat überprüft sie ebenfalls ihre schwarze Hose, doch die sitzt so wie sie sein soll. Die rosa Plüschsocken sind ebenfalls an ihren Füßen, weshalb sie zusammen mit Mimi nach unten läuft.
Unten angekommen läuft sie ins Wohnzimmer um dort zu sehen, wie ihre Mutter den blauen Rollkragen von Laxus Pullover richtet.
„Fertig.“, gibt Liliana dann lächelnd von sich.
„Danke Mama!“, grinst Laxus breit, woraufhin seine Mutter etwas schmunzeln muss.
Doch dann fällt Lilianas Blick auf Mina.
„Oh Mina, mein Schatz. Komm mal kurz zu mir.“
Verwundert tritt das Mädchen zu ihrer Mutter und legt dann ihre Puppe aufs Sofa ab. Sanft legt Liliana ihre Hände an Minas Nacken um dann die Haare aus ihrem Rollkragen hervorzuholen.
„Soll ich dir Zöpfe in die Haare machen?“, fragt Liliana nun mit sanfter Stimme als alle Haare aus dem Pullover hervorgeholt wurden. Das Mädchen überlegt kurz, ehe sie heftig nickt. Daraufhin bindet Liliana ihrer Tochter die Haare in zwei Zöpfen zusammen. Als Liliana fertig ist strahlt Mina sie an und meint mit breiten Grinsen: „Danke, Mama!“
Lächelnd gibt ihre Mutter ihr einen Kuss auf die Stirn, weshalb Mina etwas kichern muss.„Mina, spielen wir noch etwas bevor Opa kommt?“
„Oh, ja! Spielen wir ‚Wer bin ich‘?“, erkundigt sich Mina bei ihrem Bruder, welcher den Vorschlag freudig annimmt.
Doch bevor die beiden auch nur Papier und Stifte holen können werden sie von Ivan unterbrochen der ebenfalls ins Wohnzimmer kommt.
„Seid ihr soweit fertig?“
„Ich dachte wir warten auf deinen Vater?“, fragt Liliana verwundert nach, weshalb die Kinder ebenfalls inne halten und ihren Vater ansehen.
„Eigentlich schon, aber mein alter Herr meint er schafft es rechtzeitig deshalb kommt er später dazu.“
„Was?“
„Das ist aber blöd…“
„Sollten wir nicht vielleicht trotzdem warten?“, will Liliana wissen, woraufhin Ivan den Kopf schüttelt.
„Du kennst doch den Alten. Wenn mein Vater sagt, dass wir vorgehen sollten dann gehen wir auch vor.“
Dann dreht sich Ivan zu seinen Kindern und meint „Abflug“ während er mit seinen Kopf in die entsprechende Richtung deutet. Sofort springen die beiden auf und laufen in Richtung Flur, als Mina inne hält.
„Ich habe Mimi vergessen!“, ruft sie und läuft wieder zum Sofa.
„Willst du sie wirklich mit nach draußen nehmen? Nicht dass du sie verlierst.“
Stumm sieht Mina ihre Mutter an, ehe sie nickt.„Na komm, Prinzessin. Zieh dir schonmal deine Schuhe und deine Jacke an.“
„Ok, Papa!“, und damit läuft das kleine Mädchen zu ihrem Bruder in den Flur.
Während Mina sich nun auf die Treppe setzt um sich ihre kleinen Stiefel anzieht ist Laxus bereits dabei sich seine Jacke zuzuknöpfen.
„Soll ich dir die Stiefel zuschnüren?“, fragt Laxus seine kleine Schwester, woraufhin diese nickt.
Als Laxus ihr die Stiefel zugeschnürt hat meint er: „Weißt du, du solltest vielleicht mal lernen dir selbst die Schuhe zuzubinden.“
„Wieso? Du machst das doch.“
„Aber doch nicht für immer…“
„Dann machen das doch Mama und Papa für mich.“
Laxus verdreht nun die Augen und murmelt: „Soll mir doch egal sein.“Während Mina dann aufspringt um sich ihre Jacke überzuziehen kramt Laxus die Schale und Handschuhe aus den Schubladen der Kommode. Nachdem die Kinder sich ihre Sachen angezogen haben laufen sie zur Tür.
„Wir sind schonmal draußen!“, rufen beide lautstark ehe sie die Tür öffnen und in den Schnee stürmen.„Oh wie schön! Richtiger Schnee!“, gibt Mina von sich ehe sie sich in den Schnee fallen lässt.
Laxus lässt sich daraufhin ebenfalls in den Schnee fällen und fängt an seine Arme und Beine hin und herzubewegen.
„Was machst du da?“, fragt Mina dann während sie sich aufsetzt.
„Einen Schneeengel.“
Sofort leuchtet Minas Gesicht auf und sie beginnt ebenfalls einen Schneeengel zu machen.
„Fertig!“, ruft Laxus und setzt sich auf. Mina tut es ihm kurze Zeit danach gleich.
„Mein Schneengel ist schöner!“
„Dafür ist meiner größer!“Während die Kinder diskutieren werden ihnen plötzlich Mützen angezogen, weshalb sich die beiden verwundert umdrehen. Hinter ihnen steht niemand geringeres als Liliana, die die Mützen ihrer Kinder richtet.
„Ich habe euch schon oft genug gesagt, dass ihr nicht ohne Mützen bei so einem Wetter rausgehen sollt. Sonst frieren euch noch eure Ohren ab.“
„Das ist aber nicht leicht sich die Ohren abzufrieren…“, gibt Laxus leise von sich, weshalb Mina kichert.„Bauen wir einen Schneemann, Nii-san?“
„Oh ja!“, und damit stürmen die beiden Kinder zu einer freien Stelle um Schneemänner zu bauen.
Liliana seufzt daraufhin ehe ihr Mann zu ihrer Seite kommt.
„Lass die beiden doch etwas toben. Dann sind sie später im Haus etwas ruhiger.“
„Ja, du hast recht.“, gibt sie leise von sich.So verbringt die Familie mehrere Stunden im Schnee, bevor es wieder ins warme Heim geht.
„Los, schnell rein mit euch.“, meint Ivan während er seine Kinder rein scheucht. Drinnen angekommen ziehen sich alle die Jacken, Schuhe und das Zubehör aus, bevor ein Geräusch aus dem Wohnzimmer zu vernehmen war.
„Was war das denn?“, fragt Liliana leise, doch bevor Ivan etwas sagen kann huschen die beiden Kinder bereits ins Wohnzimmer.
Dort angekommen entdecken sie einen Weihnachtsbaum unter dem ein Berg von Geschenken steht, wobei hinter dem Tannenbaum eine Gestalt hervorkommt. Diese Person ist niemand geringeres als…„Opa!“, und mit diesem freudigen Ausruf stürzen beide Kinder auf ihren Großvater, welcher durch die Wucht gemeinsam mit seinen Enkeln zu Boden fällt.
„Langsam Kinder…“, gibt Makarov lachend von sich während Liliana besorgt zu den dreien tritt.
„Kinder nicht so hektisch.“, sagt Liliana und zieht ihren beiden Kindern die Mützen aus, da beide in der Eile vergessen haben sich diese auszuziehen.
Die beiden setzen sich daraufhin auf.
„Opa, bist du etwa der Weihnachtsmann?“, fragt Mina mit unschuldigen Augen, weshalb Makarov sie verwundert ansieht.
„Nein, Mina! Jeder weiß doch, dass der Weihnachtsmann ein alter fetter Mann ist.“, erklärt Laxus seiner kleinen Schwester.
„Laxus, woher hast du diese Worte denn?“, mischt sich Ivan nun ein, weshalb Laxus zu seinem Vater aufsieht.
„Von Onkel Macao und Onkel Wakaba.“
„Du sollst sowas nicht sagen. Das ist nicht nett einen Menschen so zu beschreiben.“, erklärt Liliana ihrem Sohn, während Ivan seinem Vater aufhilft.„Aber Opa ist hier zusammen mit den Geschenken. Wie soll das gehen, wenn Opa nicht der Weihnachtsmann ist?“, fragt Mina nach, weshalb Makarov etwas schmunzelt.
„Weißt du, meine Kleine, als ich angekommen bin waren die Geschenke bereits hier. Deshalb habe ich nach dem Weihnachtsmann gesucht und dabei das gefunden…“, fängt Makarov an und zeigt seinen Kindern hinter dem Tannenbaum Ruß auf dem Teppich. Dieser Ruß hat die Form von Stiefelabdrücken die zum Kamin gehen und von diesem zum Geschenkeberg führen.„Oh Nii-san, guck mal! Das sind die Fußabdrücke von Weihnachtsmann!“
„Die sind aber ein bisschen groß für Opas Abdrücke meinst du nicht?“, will Laxus von seiner Schwester wissen woraufhin diese heftig nickt. Während die beiden Kinder also weiterhin über den Fußspuren hocken und über diese Spekulationen anstellen schauen Liliana und Ivan ob es Makarov tatsächlich gut geht oder ob er sich beim Sturz irgendwie verletzt hat.„Kann Opa nicht seine Größe verändern?“, fragt Mina nun ihren Bruder, welcher etwas überlegt.
„Doch schon… aber Opa würde niemals mit dreckigen Schuhen über den Teppich laufen, weil er weiß dass Mama das nicht mag.“, erklärt ihr Laxus, während Mina in einem offenen Karton neben dem Kamin herumwühlt, da sie neugierig ist was für Sachen dort drin lauern.
„Vielleicht hast du recht.“, gibt sie von sich und zieht ein bestimmtes Teil aus dem Karton heraus. In ihrer Hand hält sie die rote Kugel die eigentlich als Tannenbaumspitze herhalten sollte.
„Haben wir zwei davon?“, fragt Laxus seine Schwester während diese mit ihren Schultern zuckt.
„Weiß nicht.“„Was schaut ihr beiden denn da?“, will Ivan nun wissen da die so lange vor dem Karton sitzen.
„Papa, haben wir zwei rote Kugeln die man als Spitze verwenden kann?“, fragt Laxus nun, weshalb Ivan den Kopf schüttelt.
„Nein, da das eigentlich nur ein Ersatz ist. Wieso fragt ihr?“
„Hier.“, meint Mina kurz und reicht ihrem Vater die rote Spitze. Verwundert sieht er diese an, ehe er zum Tannenbaum sieht. Anschließend schmunzelt er etwas und sieht dann lächelnd zu seinen Kindern.
„Tja, dann denke ich hat der Weihnachtsmann eine neue Spitze mitgebracht.“Fragend sehen die Kinder sich daraufhin den Tannenbaum und seine Spitze an. Auf der Spitze des Tannenbaums befindet sich nicht mehr eine rote Kugel, sondern nun eine goldene Kugel auf welcher oben ein Engel sitzt mit weißen Gewand und goldenen Locken.
„Oh wie schön!“, gibt Mina breit lächelnd von sich.
„Die alte Spitze war trotzdem besser.“, meint Laxus daraufhin grummelnd, weshalb Mina ihn überrascht ansieht.
„Aber die Spitze ist besser als die rote. Oder findest du nicht, Nii-san?“
„Ja, das stimmt.“
Ivan beobachtet noch für kurze Zeit lächelnd seine beiden Kinder, die noch immer über die Spitze diskutieren, bevor er aufsteht und in die Küche geht, wo er das Essen zubereitet. Liliana folgt ihm kurze Zeit später, um ihm zu helfen. Da die Kinder wissen, dass die Bescherung erst nach dem Essen stattfindet fragen sie gar nicht mehr ob sie bereits jetzt ein paar Geschenke auspacken dürfen. Zwar ist die Versuchung enorm groß die Geschenke bereits jetzt auszupacken, doch sie wissen dass sie von ihren Eltern (besonders von ihrer Mutter) Ärger bekommen werden, weshalb sie sich versuchen zu beherrschen.
Während sich nun also Ivan und Liliana um das Essen kümmern sind die Kinder mit Makarov im Wohnzimmer, wo er seinen Enkelkindern ein paar Geschichten erzählt, damit für sie die Zeit schneller vorbei geht.Und das tat sie, denn kurze Zeit später ist das Essen angerichtet. Doch bevor das Essen beginnt wird wie sonst auch ein Tischgebet durchgeführt.
„Gut. Faltet eure Hände, dann beten wir.“, gibt Liliana von sich nachdem sich alle am Tisch niedergelassen haben.
„Muss das heute sein?“, will Laxus wissen.
„Ja, wir machen es so wie sonst auch.“, antwortet die Angesprochene und sieht ihren Sohn an, welcher gegenüber von ihr sitzt.
„Aber -“, fängt Mina an, weshalb sie von ihrem Vater unterbrochen wird, welcher gegenüber von dem Mädchen sitzt.
„Ihr habt eure Mutter gehört, also keine Widerworte.“
Die Kinder seufzen nun, aber Falten wie verlangt ihre Hände und schließen daraufhin ihre Augen. Makarov, der am Kopfende des Tisches neben Liliana und Laxus sitzt, muss es schmunzeln aber tut es seinen Enkeln gleich, wie auch kurz danach Liliana und Ivan.„Gepriesen bist du Gott - Schöpfer des Himmels und der Erde - für das Wasser, das uns reinigt und erfrischt.“, fängt Liliana mit dem Tischgebet an, „Gepriesen bist du Gott - Schöpfer des Himmels und der Erde - für das Brot, das uns nährt und stärkt.“
Während Liliana nun das Tischgebet spricht will sich Laxus nun schnell ein Stück des Truthahns nehmen, bevor er merkt, dass sein Großvater ihn mit dem rechten Auge beobachtet. Dann schüttelt Makarov leicht lächelnd den Kopf, ehe er das rechte Auge wieder schließt und so tut als hätte er nichts gesehen. Schnell stopft sich Laxus also ein kleines Stück Fleisch in den Mund, was zu seinem Bedauern seine Schwester mitbekommen hat die ihn schockiert ansieht. Er deutet schnell, dass Mina still sein soll, welche dafür auch ein Stück Fleisch möchte. Doch Laxus haut ihr aus Reflex auf die Hand.„Aua…“, murmelt Mina, weshalb Ivan nun sein linkes Auge öffnet und zwischen seinen Kindern hin und hersieht.
„Gepriesen bist du -“, versucht Liliana weiterzumachen, bevor Mina sie unterbricht.
„Nii-san hat mich gehauen.“
„Schimmd nich!“
Nun öffnet Liliana auch ihre Augen und sieht Laxus fragend an.
„Laxus hast du was im Mund?“, fragt Ivan seinen Sohn, welcher nun heftig den Kopf schüttelt.
„Lügner!“, gibt Mina von sich.
„Benehmt euch.“, meint Ivan streng weshalb beide Kinder verstummen.
Seufzend gibt Liliana von sich: „Amen. Das Tischgebet ist zu Ende. Guten Appetit.“
Daraufhin stürzen sich die Kinder schnell auf ihr Essen sehr zum Amüsement von Makarov und Liliana und sehr zum Leiden von Ivan.
Der Rest des Essens verläuft jedoch sonst ohne Zwischenfälle.Nach dem Essen räumen alle zusammen den Tisch ab, ehe die Kinder endlich ihre Geschenke auspacken dürfen.
Bisher hat Laxus einen Holzzug, neue Holzklötze (da er für seine Konstruktionen mehr Klötze benötigt als er zur Zeit hat) und Zaubererumhang bekommen (da er gerne kleine Zaubertricks seiner Schwester vorführt). Mina hingegen hat bisher einen neuen pinken Haarreifen, Kreide zum Malen (da sie gerne mit Kreide vor dem Haus malt) und ein Buch zum Blumenpressen bekommen.
„Oh! Hier, das ist noch für dich Nii-san!“, und damit legt Mina ihre Puppe in ihren Schoß und reicht ihrem Bruder eine kleine quadratische Schachtel. Der Inhalt stellt sich als eine silberne Taschenuhr raus, welche viele kleine Verzierungen aufweist. Auch wenn die Taschenuhr sehr fein und glänzend aussieht kann man feststellen, dass diese bereits einige Jahre hinter sich gebracht hat. Verwunderlich ist dies nicht, da diese Taschenuhr Makarov gehörte und er diese Laxus schenkt, da der Junge von dieser stets angetan war.„Danke, Opa!“, und damit springt Laxus seinem Geoßvater um den Hals.
„Laxus nicht so stürmisch.“, versucht Ivan seinen Sohn zu beruhigen, während er gleichzeitig schaut dass sein Vater durch den Griff seines Sohnes nicht erstickt.
Währenddessen reicht Liliana ihrer Tochter auch noch ein Geschenk. Auch dies scheint ein kleines Geschenk zu sein, da es ebenfalls eine kleine Schachtel als Verpackung hat. Der Inhalt ist eine goldene rundliche Dose mit dunkelblauen Akzenten und Verzierungen. Vorne an der Dose ist ein kleines dunkelblaues Rad zu sehen, doch die Funktion hinter diesem scheint das Mädchen noch nicht zu begreifen, weshalb sie ihre Mutter fragend ansieht.„Dreh ruhig am Rad.“, ermutigt Liliana ihre Tochter, während sie voller Hoffnung ihrer Tochter dabei zusieht wie sie das eigentliche Geschenk erblickt.
Als Mina das Rad dreht öffnet sich der Deckel der Dose und zum Vorschein kommt ein Schwanenbild im Deckel der Dose. Durch den dunklen Hintergrund kommt der weiße Schwan hierbei gut hervor. Doch das was Minas Aufmerksamkeit erregt sind die zwei tanzende Figuren die in der Mitte der Dose zum Vorschein gekommen sind und sich nun im Takt der erklingenden Melodie drehen.
„Eine Spieluhr!“, gibt das Mädchen freudig von sich, weshalb Liliana lächelnd nickt.
„Gefällt sie dir?“
„Ja!“, und damit springt das Mädchen auf um ihre Mutter zu umarmen.
„Danke Mama!“
Liliana verkneift sich ein Lachen und gibt ihrer Tochter einen Kuss auf die Stirn und streicht ihr sanft durchs Haar, bevor das Mädchen aufspringt und zu ihrem Vater rennt, welcher versucht Laxus von Makarov wegzuziehen, da sein Vater nun langsam Sauerstoffmangel aufweist.„Papa?“
Nun sehen die drei Männer zu dem kleinen Mädchen, weshalb Laxus Griff um Makarovs Hals lockerer wird und der Ältere daraufhin wieder mehr Luft bekommt.
„Papa, tanzt du mit mir?“, will das kleine Mädchen nun mit großen Augen wissen.
„Natürlich.“, gibt Ivan lachend von sich, weshalb Mina ihn auf die Beine zieht. Während Ivan die kleinen Hände seiner Tochter ergreift stellt sich diese auf seine Füße und zusammen tanzen beide im Takt der Melodie der Spieluhr.Mit Abstand lässt sich sagen, dass dies eins der schönsten Weihnachtsfeste der Familie Dreyar ist.*.*~.*~* Flashback Ende *~*.~*.*Mina hat sich schon lange nicht mehr an diesen Tag zurückerinnert, weshalb die Erinnerung beinahe surreal wirkt. So als wäre alles nur ein Traum gewesen, den sie vor langer Zeit einst erlebt hatte.
Sie ist so sehr in Gedanken versunken, dass sie gar nicht merkt wie die Musikschatulle verstummt und den Raum zurück in die gewohnte Stille wiegt.„Dir ist bewusst, dass die Melodie nicht von vorne beginnt wenn du nichts tust, oder?“, erklingt nun Akiras Stimme dumpf in Minas Kopf, weshalb die Schwarzhaarige aus ihren Gedanken geholt wird. Allmählich spürt sie wie die Stille sie wieder umgibt und sie realisiert, dass die Spieluhr lange verstummt war.
Anstatt Akira jedoch zu antworten starrt Mina nun wieder auf die Musikschatulle. Mit ihrem Finger fährt sie die dunkelblauen Verzierungen entlang bevor sie sanft die Figuren berührt.„Warum schmeißt du sie eigentlich nicht weg?“
Fast geistesabwesend stellt Mina Akira nun eine Gegenfrage: „Warum sollte ich sie wegschmeißen?“
„Das Ding ist schließlich schon so alt. Außerdem benutzt du sie kaum. Die ist nur ein blöder Staubfänger und zu mehr taugt sie nicht.“
„Vielleicht für dich, aber für mich ist sie eine Erinnerung an eine wundervolle Zeit. Doch ich erwarte nicht, dass du das verstehst…“
Damit schließt Mina nun die Musikschatulle und konzentriert sich nun auf die Ruhe die sie umgibt. Doch anstatt der angenehmen Stille die sie sonst umgibt wirkt die Stille nun unangenehm und beinahe erdrückend.
Ohne es zu merken laufen Tränen Minas Wangen hinunter. In Momenten wie jetzt merkt Mina erst recht wie einsam sie sich manchmal fühlt.Ob sie jemals wieder so glücklich sein wird wie sie damals war?

----- CHAPTER BREAK -----

|| Erzähler Sicht ||Nach einer stillen Nacht wird Mina erneut von ihren allzu bekannten Albträumen geweckt. Doch dieses Mal scheint der Albtraum kräftezehrender gewesen zu sein als die Tage zuvor, da die Schwarzhaarige nicht die Kraft dazu findet aufzustehen, was sie doch etwas verunsichert. Albträume kennt sie ja nun bereits zu genüge, aber dass ihr danach jegliche Kraft fehlt ist ihr ebenfalls neu.Nach einer weiteren Stunde die verstrichen ist kann Mina allmählich die Kraft aufbringen sich hinzusetzen und kräftig durchzuatmen. Doch als sie aufrecht sitzt merkt sie wie sie ein Gefühl von Schwindel überkommt und sie sich wieder so kraftlos fühlt, weshalb sich die Feenkaiserin erneut ins Bett fallen lässt.„Vielleicht ist das ja eine Grippe…“, murmelt sie leise bevor sie zum Fenster schaut. Die Sonne ist bereits aufgegangen, weshalb Mina vermutet, dass es bereits nach 8 sein muss.Als sie jedoch merkt wie die Müdigkeit sie wieder einholt versucht Mina noch ein weiteres Mal aufzustehen, was ihr nun auch gelingt. Langsam schlendert sie ins Badezimmer um dann in ihr Spiegelbild zu sehen. Zu behaupten, dass Mina sich erschrocken hat ist untertrieben. Ihre Haut ist blass und sie ist komplett verschwitzt. Mit ihren mehr als geröteten Augen muss sie sich erstmal klar erfassen. Ihr war gar nicht klar, dass sie die Nacht so sehr geweint hatte.„Ich sage einfach, dass ist die Allergie…“, gibt sie leise von sich, ehe sie sich dazu entschließt sich zu duschen.Schlechteste Idee überhaupt! Wieso? Nun, da Mina durch ihren Allgemeinzustand in der heißen Dusche beinahe kollabiert ist. Durch ihre Narbenkontrakturen am rechten Bein hat sie heute auch wieder einen schlechteren Stand auf den Beinen, da das Bein ihr heute wieder mehr Probleme bereitet. Doch Mina ist sich nie sicher ob das wegen ihrer Narben ist oder wegen einer (eventuell) schlecht verheilten Fraktur - letzteres schließt Polyushka allerdings aus.Mit viel Mühe und Anstrengung schafft es Mina jedoch doch wieder aus der Dusche. Genervt und beinahe schon wütend starrt sie auf ihr Bein hinunter.„Blödes Ding… machst mir nur Probleme…“, murmelt sie bevor sie inne hält. Der Anblick ihres Bein ist der einzige der sie an ihrem gesamten Körper ekelt. Warum? Nun ja da diese Narben keine kleinen Narben sind sondern große die sich über ihr gesamtes rechtes Bein erstrecken. Diese Narben sehen aus als wäre die Haut von innen aufgeplatzt und aufgerissen wurden, sodass sie anschließend stümperhaft zusammengenäht wurde und so dann wieder zusammengewachsen ist. Dementsprechend schmerzt das Bein ab und zu auch und bereitet Mina den ein oder anderen schweren Tag. So auch wieder heute.„Ich hätte heute einfach im Bett bleiben sollen…“, schimpft Mina mit sich selbst während sie langsam zu ihrem Kleiderschrank schlendert und sich die nächstbesten Klamotten raussucht, die sie dann anzieht.Doch wie gesagt schlimmer geht es immer. Als wäre das Bein, welches heute einfach das macht was es will, nicht schon schlimm genug fällt Mina auch noch die Leiter herunter, stößt sich mit dem kleinen Zeh an dem Türrahmen, zerbricht einen Teller und versalzt sich ihr Frühstück, von welchem sie ohnehin nicht viel hätte essen können durch die nun aufkommende Übelkeit.Das ist die Definition von einem beschissenen Tag und dabei ist nicht mal der halbe Tage vergangen…Wäre es nur das könnte man ja vielleicht den Tag noch einigermaßen überstehen, doch kaum verlässt Mina ihr Haus bleibt sie erstmal stehen. Dann schaut sie angestrengt nach oben zu den Baumkronen und durch diese hindurch zum Himmel, welcher von grauen Wolken bedeckt ist.„Mir scheint so als würde heute ein Sturm aufziehen…“Damit meint Mina jedoch nicht einen Sturm im wörtlichen Sinne, sondern eher ein schlechtes Omen. Vielleicht ist das ja auch nur Einbildung, aber trotzdem mag es Mina einfach nicht aus dem Kopf gehen.Sie seufzt nun und will ihren Blick vom Himmel abwenden, doch leider zu spät. Bevor Mina ihren Blick auch nur abwenden kann erblickt sie einen kleinen schwarzen Fleck der auf sie zurast. Zu spät merkt Mina jedoch was es ist und der beschriebene Fleck landet genau auf ihrer Wange.Röte schießt ihr vor Wut und Scham ins Gesicht, bevor sie wütend schreit: „SO EINE SCHEISSE! DAS KANN DOCH NICHT WAHR SEIN!“Nun ja, leider doch…Die liebe Mina hat gerade tatsächlich Vogelscheiße abbekommen.❀᪥❀᪥❀᪥❀᪥Nach einem abenteuerlichen Weg (und einem erneuten Abstecher nach Hause) ist Mina nach langer Zeit endlich im Zentrum von Magnolia angekommen, weshalb sie erleichtert aufatmet.„Jetzt einfach schnell zur Gilde, einen Auftrag annehmen und dann weg von hier…“, grummelt sie mürrisch vor sich her, da ihr der Tag bisher jegliche gute Laune vertrieben hat. Verwunderlich ist dies jedoch nicht.An einem Schaufenster hält Mina jedoch inne. Es sind viele Bücher im Schaufenster zu sehen, besonders große Wälzer, die so aussehen als hätten sie bereits Jahrzehnte hinter sich gebracht und Dinge miterlebt von denen man sich verkneift darüber zu sprechen.Minas Blick gleitet daraufhin etwas weiter nach oben und bleibt an einem Schriftzug hängen, der auf dem Schaufenster prangert. In einer dunkelgrauer Schrift steht dort in Großbuchstaben “𝐑𝐄𝐘𝐊𝐀𝐒 𝐁𝐔̈𝐂𝐇𝐄𝐑𝐖𝐄𝐋𝐓“ geschrieben. Mina lächelt sanft bevor sie sich dazu entschließt den Laden zu betreten. Als sie die schwere Holztür aufstemmt ist das sanfte Läuten des Glöckchens zu hören, welches an der Tür montiert wurde um den Besuch von Kunden zu signalisieren.Im Laden angekommen stellt Mina fest, dass die einzige Lichtquelle neben ein paar Kerzen lediglich das Schaufenster ist, da die Holztür nun auch hinter ihr wieder zugefallen ist. Die Helligkeit des Tages offenbart dadurch die angenehme Atmosphäre in dem Buchladen. Es stehen mehrere Holzregale auf vier Reihen verteilt im hinteren Teil des Ladens, während die Wände ebenfalls Holzregale vorstehen haben. In jedem der Regale sind unzählige Bücher vorzufinden - seien es kleine, große, dicke oder dünne Einbände. Doch eines haben alle Bücher gemeinsam - sie haben bereits einige Jahre hinter sich gebracht, das merkt man besonders an dem sich vermischenden Geruch von Gras-Noten, einem Hauch Vanille und einer Spur Säure.Die Schwarzhaarige atmet einmal tief ein bevor sich ein breites Grinsen auf ihrem Gesicht breit macht.‚Hier hat sich wirklich nichts verändert.‘, denkt sich die Feenkaiserin voller Freude, bevor sie sich doch etwas verwundert umsieht.„Wo ist sie denn nur?“, murmelt sie bevor sie sich umschaut.„Reyka?“, ruft sie jedoch erhält sie keine Reaktion.„Reyka, bist du da?“Immer noch keine Reaktion, was Mina stutzig werden lässt. Normalerweise ist die Ladeninhaberin stets vorne anzutreffen, aber falls sie doch mal nicht vorne am Tresen zu finden ist kommt sie dennoch nach vorne sobald sie das Glöckchen vernimmt.Nun hört Mina ein leises Rumpeln aus dem Hinterzimmer, weshalb sie in die Richting schreitet.„Reyka?“, fragt sie erneut aber es antwortet noch immer niemand. Nun vernimmt die Schwarzhaarige jedoch ein leichtes Grummeln, bevor sie ihren Kopf durch den Türschlitz vom Hinterzimmer steckt. Allerdings stellt sich das als blöde Idee dar, da in diesem Moment die Tür zum Hinterzimmer zugeschlagen wird, oder zumindest wird der Versuch unternommen. Dadurch das Minas Kopf durch den Türschlitz gesteckt ist knallt die Tür mit voller Wucht gegen Minas Kopf, was bei der Magierin starke Schmerzen nach sich zieht.„Au- Scheiße!“, gibt Mina kurz von sich, weshalb die Tür sofort aufgerissen wird.Vor ihr steht nun eine weibliche Person mit ganz hellen violetten Haaren, die beinahe schon als grau gekennzeichnet werden können. Diese Haare hat sie hochgesteckt und unter ihre Kopfbedeckung versteckt, welcher dem Hut eines Sultans gleicht. Neben ihrem Hut scheint auch der Rest ihres Outfits eher auf eine wüstenartige Gegend ausgelegt zu sein. Durch ihre schwarze Brille starrt die Person Mina mit ihren dunkelblauen Augen an. Zuerst mustert sie Mina etwas bevor ihre Augen aufleuchten und sie beinahe schockiert dreinschaut.„Mina?“, gibt sie beinahe stumm von sich, während sich die Angesprochene den Kopf reibt.„Also hätte ich gewusst, dass du mir bei unserer nächsten Begegnung versuchst den Kopf abzuschlagen wäre ich heute nicht vorbeigekommen, Reyka.“, erklärt Mina ihr bevor sie leicht lacht. Anschließend sieht Mina zu ihrer Gegenüber herunter - da diese kleiner ist als Mina - ehe sie merkt, dass sich in Reykas Augen Tränen bilden.„Reyka, was -“, doch bevor sie zu Ende sprechen kann fällt ihr die besagte Person bereits um den Hals.„Mina! Du weißt gar nicht wie froh ich bin, dass es dir gut geht!“, gibt sie mit einer Stimme wieder die einerseits klar und klingend, aber gleichzeitig etwas rau ist, so als wäre sie durch das Leben abgenutzt worden. Das ist auch nicht verwunderlich, da Reyka stets gleich aussah, so als würde sie nicht altern. Bereits als Mina Reyka kennenlernte - was vor mehr als 7 Jahren war - hatte sie das Aussehen eines in etwa 15-jährigen Mädchens, während ihre Stimme immer dieses Abgenutzte aufwies. Doch wie alt sie wirklich ist weiß Mina nicht, da Reyka hierüber keine Auskunft gibt.Nun lässt sie Mina los und betrachtet sie wieder etwas.„Du hast dich aber ganz schön verändert.“„Du dich dafür aber gar nicht.“, gibt Mina leise von sich.Reyka lächelt daraufhin breit bevor sie sich etwas räuspert und meint: „Du kannst nicht einfach für so lange Zeit verschwinden!“Sie dreht sich daraufhin um und räumt weiter ein paar Kisten im Hinterzimmer weg. Dann fährt sie weiter fort: „Als du weg warst habe ich meine beste Kundin verloren! Deshalb hoffe ich, dass du mir das nächste Mal wenigstens Bescheid gibst wenn du einfach so verschwindest!“Auch wenn Reyka gerade ziemlich streng klingt so kennt Mina sie bereits lang genug um zu wissen, dass sich die Kleinere enorme Sorgen gemacht haben muss. Mina schüttelt daraufhin leicht den Kopf, entschließt sich aber dazu nicht allzu sehr auf das Thema weiter einzugehen.„Das werde ich Reyka. Versprochen.“Schlagartig dreht sich die Angesprochene um und lächelt etwas.„Gut.“Schnell hüpft die Kleinere aus dem Hinterzimmer, ehe sie die Tür schließt und sich dann erneut an Mina wendet.„Was kann ich denn heute für dich tun?“Mina schüttelt daraufhin nur den Kopf und meint: „Gar nichts. Ich bin eigentlich nur da um dir ‚Hallo‘ zu sagen.“Entgeistert blickt Reyka Mina an und gibt von sich: „Aber du kannst doch nicht einfach reinkommen ohne etwas kaufen zu wollen!“Mina seufzt nun und fragt sich warum sie eigentlich nicht überrascht über die Tatsache ist, dass Reyka ihr wieder irgendwelche Bücher andrehen will die sie bestimmt schon zu Hause stehen hat. Dann wird Mina bewusst, dass das eigentlich stets das Vorgehen der Buchhändlerin ist.„Hast du denn irgendetwas da, was ich noch nicht habe?“, fragt Mina nach, während sie sich umschaut.Reykas Augen leuchten auf, bevor sie in den hinteren Teil des Ladens sprintet. Kurze Zeit später kommt sie mit einem dicken Wälzer zurück der so aussieht als würde er beim bloßen Anblick zerfallen.„Reyka, was ist das?“Stumm sieht die Angesprochene zwischen Mina und dem Buch hin und her, ehe sie monoton antwortet: „Ein Buch.“„Das sehe ich, aber es sieht so…“, fängt Mina an und scheint das passende Wort zu suchen, um ihrer Beschreibung und Sorge Ausdruck zu verleihen.„Groß?“, fragt Reyka nach, doch Mina schüttelt den Kopf und meint beinahe stumm: „… empfindlich aus…“„Ach das meinst du nur, aber es ist wirklich sehr widerstandsfähig.“„Wie denn? Es ist ein Buch.“„Willst du nun das Buch oder nicht?!“Seufzend nimmt Mina das Buch entgegen, obwohl sie diesmal kein Buch kaufen wollte. Schließlich weiß sie auch nicht mehr wo sie Platz für neue Bücher schaffen soll…„Das ist ein Buch über magische Geschöpfe der Welt. Ich dachte dich würde das interessieren, weil du mir mal von Lupussen berichtet hattest.“, erklärt Reyka, weshalb Mina nickt.„Aber es geht sich schon um richtige Geschöpfe und nicht um Fabelwesen, oder?“, hakt Mina nach.„Frag mich nochmal sowas und ich verprügle dich mit dem Buch.“, meint Reyka und stemmt ihre Hände in die Hüften.„Ist ja gut! Wie viel schulde ich dir?“Reyka denkt nun stumm nach, bevor sie Mina lächelnd ansieht.„Nichts.“„Wie?“„Es ist ein Geschenk. Dafür, dass du wieder da bist.“Überrascht sieht Mina Reyka an, ehe sie sanft lächelt.„Wirklich? Vielen Dank.“„Aber ich verlange, dass du dich öfters hier blicken lässt! Ist das klar?“Lachend dreht sich Mina um und geht in Richtung Tür.„Hallo?! Ich habe dich gefragt ob du verstanden hast!“An der Tür bleibt Mina stehen und dreht sich nochmal zu Reyka um.„Ja, ist angekommen. Wir sehen uns!“, und damit stemmt Mina erneut die Holztür auf und schreitet wieder raus, bevor diese hinter ihr wieder zufällt.Draußen angekommen seufzt Mina erstmal. Warum muss sie sich auch immer bequatschen lassen Dinge zu nehmen, die sie nicht zwingend braucht? Jedoch denkt sie sich ebenfalls, dass man Geschenke nicht ablehnen soll also muss sich Mina lediglich noch überlegen wo sie das Buch einräumen wird, da ihr Bücherregal keinen Platz mehr aufweist.Zu sehr in Gedanken versunken, merkt Mina gar nicht wie sie einer anderen Person im Weg ist und wird kurzerhand umgerannt.„Au- Man scheiße!“, flucht Mina. Die zuvor vergessenen Kopfschmerzen, durch Reykas Aktion mit der Tür, sind nun wieder da, so wie ihre Pechsträhne des Tages.Bevor Mina jedoch aufstehen kann wird ihr bereits die Hand gereicht und sie hört ein genuscheltes „Tut mir leid“. Augenverdrehend und leicht angenervt ergreift Mina die Hand und sieht auf, um in ein für sie vertrautes Gesicht zu schauen.„Gray?“Der Angesprochene scheint auch jetzt erst bemerkt zu haben wen er umgerannt hat, da er ebenso erstaunt wirkt wie Mina.„Mina? Oh man, tut mir echt leid.“, gibt Gray von sich, wobei er es meidet Mina in die Augen zu sehen. Bei näherer Betrachtung scheint sie zu merken, dass er Nervosität ausstrahlt. Ob es daran liegt, dass er sie umgerannt hat?„Ach kein Problem. Mein Tag läuft ohnehin schon blöd genug, also ist es kein Drama.“, erklärt Mina lachend, um die Stimmung etwas aufzuheitern aber Gray scheint dies nicht wirklich wahrzunehmen, da er nur murmelt, „Hört sich toll an. Würd gerne mit dir weiterreden, aber ich muss weg.“Bevor Mina noch was sagen kann läuft der Magier bereits los und ruft noch ein kurzes „Tschau!“ ehe er aus ihrem Blickfeld verschwindet.Zu sagen, dass etwas nicht stimmt wäre untertrieben, da Grays Verhalten Mina echt stutzig macht.Sie hebt noch schnell ihr Buch auf, bevor sie sich mit pochendem Schädel wieder auf den Weg zur Gilde macht. In der Gilde angekommen hält sie erstmal inne, da eine gewaltige Spannung in der Luft ist oder so scheint es zumindest. Schock und Wut kreisen umher und lassen niemand unbeeinflusst. Nun ja niemanden außer Laxus, da er als einziger belustigt und beinahe schon freudig wirkt. Zumindest bis er das Gesicht seiner Schwester erblickt, denn als er sieht dass Mina einen Schritt in die Gilde setzt vergeht ihm sofort die Freude und er verdreht die Augen, ehe er vom Geländer des ersten Stock tritt um vermutlich zu seinem Tisch zu gehen. Verwundert beobachtet Mina dies bevor sie sich nun komplett in die Gilde traut.„Was ist denn hier los?“, fragt Mina in die Runde, ehe sie nun auch bemerkt wird.„Oh, Mina! Du bist ja noch hier!“, gibt Levy von sich, die ausnahmsweise ohne Jet und Droy unterwegs ist.„Ja, ich bin noch da. Wieso sollte ich nicht?“„Master meinte, dass du vermutlich schon auf einem anderen Auftrag für den Rat unterwegs bist.“, erklärt Cana, die nun zu Levy und Mina tritt. „Eigentlich schon, aber ich habe mich spontan dann doch anders entschieden.“, dabei verkneift sich Mina die Erklärung ihres beschissenen Tages, der wie es scheint noch beschissener werden wird.„Aber Master, sollten wir nicht Erza noch hinterher schicken?“, vernimmt Mina nun Mirajanes Stimme, weshalb die drei Frauen zur Bardame sehen. Diese steht zusammen mit Makarov und Erza am Tresen, wobei Sorge in ihren Gesichtern sichtbar ist, wie auch ein Hauch von Wut.„Ja, das wäre die beste Idee.“, murmelt er ehe er sich umschaut und kurzerhand seine Enkelin entdeckt.„Mina? Du bist auch noch hier?“, gibt er verwundert von sich, weshalb die beiden anderen auch zu ihr sehen.„Ja, und allmählich wünschte ich mir ich wäre es nicht…“, gibt sie von sich, wobei sie letzteres für sich murmelt. Vorsichtig geht sie zum Tresen und fragt: „Will mir mal einer sagen was los ist?“„Es ist schrecklich!“, entgegnet Mira, weshalb Mina verwundert ihre Augenbraue anhebt. Am Tresen angekommen legt sie ihr Buch ab und fragt nach was denn so schrecklich sei.„Natsu, Happy und Lucy haben einen S-Rang Auftrag angenommen.“, gibt Erza mit leicht gereizter Stimme wieder. Zu meinen sie sei wütend ist mehr als untertrieben.„Und mit wem? Ich sehe ja du, Mira und Laxus sind noch da. Waren Mystogan oder Gildarts etwa da und sie haben sich heimlich einem angeschlossen, oder haben wir einen anderen S-Rang Magier von dem ich nichts weiß?“, fragt Mina leicht lachend, doch schnell merkt sie, dass das scheinbar keine Situation für solche Scherze ist.„Nein, keiner war da.“, entgegnet Makarov, weshalb Mina ihn verwundert anschaut.„Das verstehe ich nicht. Willst du mir damit sagen, dass sie verbotenerweise einen S-Rang Auftrag angenommen haben? Komm schon, so blöd sind nicht mal Natsu und Happy.“, versucht Mina die Gemüter zu beschwichtigen, doch das bringt in der Situation bereits nichts mehr.„Aber das ist genau der Fall. Laxus hat selbst berichtet, dass Happy sich einen S-Rang Auftrag geschnappt hat und damit weggeflogen ist.“, deutet Mira ihr an, weshalb Mina nun ihre Arme vor der Brust verschränkt.„Laxus hat das gesagt? Was hat denn jetzt Laxus damit zu tun?“„Dein werter Herr Bruder war hier, als Happy den Auftrag genommen hat und hat nichts gemacht!“, gibt Erza laut von sich, was Mina noch mehr verwundert.„Ach wirklich?“, fragt Mina nach und sieht aus ihrem Augenwinkel heraus nach oben zum ersten Stock, jedoch kann sie ihren Bruder nicht ausmachen, vermutlich weil er sich wieder hingesetzt hat.„Aber woher wollt ihr wissen, dass neben Natsu und Happy auch Lucy mitgegangen ist?“, will Mina wissen, während sie wieder in die Runde schaut.„Weil Natsu, Happy und Lucy seit Lucys Beitritt in die Gilde auf jeden Auftrag zusammen gegangen sind.“, erklärt Mirajane woraufhin Mina nickt. Eigentlich hätte sie Lucy nicht als eine Person eingestuft die verbotenerweise irgendwelche Aufträge annimmt. Sie hätte das nicht mal Natsu und Happy zugetraut und doch befinden sie sich jetzt in genau dieser Situation.Seufzend fasst sich Mina an den Kopf. Sie wusste dass es ein schlechter Tag wird. Warum ist sie nicht einfach im Bett liegen geblieben?„Ich hatte Gray bereits losgeschickt, da Erza noch nicht hier war und ich dachte, dass du heute gar nicht kommst.“, erklärt Makarov daraufhin weshalb Mina nickt. Ursprünglich war es ja auch Minas Plan nicht zur Gilde zu kommen - genauso wenig wie sie vor hatte einen Auftrag vom Rat anzunehmen so wie es ihr Großvater vermutet hat, aber das muss er ja nicht wissen, dass sie sich heute vielleicht doch frei nehmen wollte oder?Doch dann denkt Mina über ihre Begegnung mit Gray nach. Vermutlich ist das auch der Grund, warum Gray so nervös war und sie so schnell abgewimmelt hat.„Welchen Auftrag haben sie denn genommen?“, fragt Mina dann nach und stemmt ihre Hände in die Hüften.„Den Galuna Auftrag.“, murmelt Mirajane, woraufhin Mina nickt. Schleierhaft kann sie sich noch an die Auftragsdetails erinnern, aber mit dem pochenden Schädel gestaltet sich das als alles andere als leicht.„Haben wir noch eine Kopie des Auftrags, Mira?“, will Mina nun wissen, woraufhin die Bardame nachschauen geht.„Also geht ihr zwei hinterher?“, fragt Makarov deutlich nach, woraufhin die beiden Frauen nicken.„Ich meine ich habe heute eh nichts besseres mehr vor also können wir auch die drei wieder einfangen.“, gibt Mina von sich, weshalb Makarov sie entgeistert ansieht.„Warum klingt das bei dir so als würdest du ein Tier fangen wollen?“Mina ignoriert nun die Worte ihres Großvaters und fragt stattdessen: „Was ist mit Laxus?“„Was soll mit dem sein?“, stellt Erza nun eine Gegenfrage, wobei sie etwas lauter wird. Scheinbar ist sie heute nicht gut auf Minas Bruder zu sprechen. Verwunderlich ist dies jedoch in solch einer Situation nicht…„Ich meine er hat zugesehen wie Happy den Auftrag genommen hat. Dadurch ist er nicht -“, fängt Mina an, doch schnell wird sie von Makarov unterbrochen.„Das klären wir bei Gelegenheit.“, antwortet Makarov und schaut aus dem Augenwinkel heraus zum ersten Stock, doch von Laxus gibt es scheinbar kein Zeichen. Jedenfalls reagiert dieser nicht.Genervt dreht sich Mina nun zum ersten Stock und ruft: „Willst du dazu gar nichts sagen?!“Verwundert sehen nun die Beteiligten zwischen Mina und dem freien Geländer hin und her, da Mina sonst nicht in der Gilde ruft um mit Laxus zu sprechen oder es zumindest zu versuchen.„Was denn? Antwortest du mir jetzt nicht mal mehr?!“, will Mina nach einer langen Zeit der Stille wissen, während Mirajane mit einer Kopie des Auftrages zurückkommt.„Mina lass es. Das bringt doch gerade auch nichts.“, versucht Mirajane die Schwarzhaarige zu beschwichtigen, doch diese wird dadurch nur noch gereizt.Mit Falten auf der Stirn geht sie in Richtung der Treppe um kurzerhand später von Makarov aufgehalten zu werden.„Mina, ich würde dich und Erza darum bitten sofort loszugehen.“„Aber Opa -“„Nein, es eilt und das weißt du.“, unterbricht Makarov seine Enkelin, da er bedenken hat seine Enkelkinder wieder aufeinandertreffen zu lassen. Doch das scheint der Schwarzhaarigen zu missfallen.„Opa, ich kann das ja verstehen, aber willst du nichts wegen Laxus machen? Soll sein Verhalten einfach gebilligt werden?“, hakt Mina eindringlich nach während sie inständig hofft, dass ihr Großvater ihre Sorge nachvollzieht, doch er schüttelt den Kopf.„Mina, dies ist nicht der Moment um über sowas zu streiten.“„Dann lass uns nicht streiten sondern zieh ihn zur Rechenschaft. Laxus sollte als S-Rang Magier wissen, dass er hätte eingreifen müssen als Happy den Auftrag mitgenommen hat!“„Mina…“„Du weißt das genauso sehr wie ich.“, unterbricht Mina nun ihren Großvater, welcher seufzt bevor er sie wieder ansieht.„Ich werde mit Laxus später darüber reden.“Enttäuscht und beinahe ungläubig sieht Mina ihren Großvater an. Sie weiß ja, dass Makarov die Gilde und besonders seine Familie stets in Schutz nehmen würde. Doch gerade in diesem Moment hätte sie sich erhofft, dass er Laxus nicht in Schutz nimmt.Mina schüttelt etwas den Kopf ehe sie zu Mirajane und Erza blickt, die sie etwas besorgt ansehen. Anschließend wandert ihr Blick zurück zum ersten Stock, um zu prüfen ob es ihren Bruder überhaupt interessiert was über ihn gesagt wurde, jedoch ist dort keine Regung zu bemerken.Hätte Laxus wenigstens sich bemerkbar gemacht hätte Mina über die Tatsache hinwegsehen können, dass Makarov Laxus später hierfür zu einem Gespräch ziehen wird - wobei es den Blonden vermutlich nicht so sehr interessieren würde. Doch als Mina merkt, dass kein Lebenszeichen von ihrem Bruder bemerkbar ist macht es sie wütend. Nicht nur, dass es ihm gleich ist dass Mitglieder der Gilde einen Auftrag nehmen der zu schwer für ihren Rang ist, sondern ihm scheinen die Konsequenzen hierfür ebenfalls egal zu sein.„Du willst mit Laxus vielleicht später darüber reden, …“, fängt Mina an und sieht ihren Großvater wieder an, „… aber ich werde jetzt mit ihm darüber sprechen.“Ohne auf ein weiteres Wort zu warten geht sie an ihrem Großvater vorbei um zum ersten Stock zu gelangen, jedoch merkt sie nicht wie Makarov sie augenblicklich verfolgt.„Laxus!“, gibt Mina laut von sich, um die Aufmerksamkeit ihres Bruders zu erhalten, welcher wie sonst auch an seinem designierten Tisch sitzt. Mit seinem Rücken ist er zur Treppe gewendet und demnach zu Mina und Makarov. Reagieren tut er jedoch immer noch nicht.Sofort schreitet Mina zu ihrem Bruder und ruft erneut seinen Namen, jedoch kommt noch immer keine Reaktion. Als Mina am Tisch ankommt bemerkt sie auch weshalb. Laxus hört lautstark Musik über seine Kopfhörer und hat die Augen geschlossen, während sein Kopf und seine Füße zum Rhythmus der Musik wippen, wobei sich letzteres - sehr zum Unmut der Jüngeren - auf dem Tisch befindet. Für einen Moment steht Mina ungläubig hinter ihrem Bruder, bevor sie ihm die Kopfhörer vom Kopf reißt - sehr zum Missfallen des Blonden.„Was zum Teufel…?“, gibt Laxus von sich, bevor er sich umdreht. Als er hinter sich blickt entdeckt er seine jüngere Schwester wie sie seine Kopfhörer in den Händen hält.„Warum bin ich nicht verwundert dich hier zu sehen?“, fragt Laxus nun genervt in den Raum bevor er sich mit verschränkten Armen vor der Brust erneut umdreht, um Mina so signalisieren nicht mit ihr sprechen zu wollen. Jedoch scheint Laxus seine Schwester schlecht einschätzen zu können, wenn er glaubt dies würde sie aufhalten können ein Gespräch mit ihm zu führen.„Vielleicht bist du ja nicht verwundert. Ich dafür aber umso mehr.“, spukt Mina ihm förmlich die Worte entgegen. Um anschließend wieder die Aufmerksamkeit ihres Bruders zu erhalten meint sie laut, „Nimm deine scheiß Füße vom Tisch!“, und schlägt daraufhin die Füße ihres Bruders vom Tisch.Genervt und augenverdrehend seufzt der Angesprochene und setzt sich aufrecht hin bevor er seine Schwester ansieht.„Was willst du?“Mina hingegen ignoriert seine Frage komplett und stellt ihm eine Gegenfrage: „Solltest du nicht gerade woanders sein, als dich hier auf die faule Haut zu legen?“Verwundert mustert der Ältere Mina mit erhobener Augenbraue und fragt nach: „Willst du auf irgendetwas hinaus?“Den spöttischen Ton in Laxus Ton ignoriert Mina komplett sondern sie fragt nun deutlicher: „Ich will wissen warum du noch hier bist, wenn du weißt dass Happy einen S-Rang Auftrag genommen hat?“„Erwartest du jetzt, dass ich eine fliegende Katze verfolge? Ich habe wohl nichts besseres mit meiner Zeit anzufangen, oder?“, gibt Laxus nun lachend von sich, bevor er sich wieder in seinem Stuhl anlehnt und erneut seine Füße auf den Tisch legt. „Scheinbar ja nicht, wenn du bloß deine scheiß Musik hörst anstatt etwas gescheites zu tun.“, spukt Mina ihm entgegen. Ihr Blick wandert dann zu Laxus Füßen, die es sich wieder auf dem Tisch gemütlich gemacht haben.„Füße runter.“, sagt sie streng, doch ihre Worte fallen auf taube Ohren. Wütend beschwört sich Mina einen Spiegelspeer den sie kurze Zeit später neben die Füße ihres Bruders in den Tisch rammt. Ohne zusammenzuzucken sieht Laxus nun zwischen dem Speer und seiner Schwester hin und her, bevor er hinterfragt: „Sollte mir das nun Angst machen?“„Wenn du deine Füße behalten willst dann ja.“Minas Anspielung verstehend schmunzelt er erst, doch als er sieht wie Mina sich allmählich einen zweiten Spiegelspeer beschwört ist es ihm lieber seine Füße doch noch vom Tisch zu nehmen. Nur weil er keine Lust auf unnötige Diskussionen hat und nicht etwa weil er Angst davor hat wirklich seine Füße zu verlieren. Seine Schwester würde sowas schließlich nicht tun. So glaubt und hofft er zumindest.„Ich frage dich nochmal, Laxus.“, fängt Mina an, während der Spiegelspeer auf dem Tisch nun zu Staub zerfällt, „Wieso bist du noch immer hier?“„Erwartest du jetzt wirklich, dass ich einer fliegenden Katze, einem pinkhaarigen Idioten und irgendeinem Mädchen hinterherlaufe, nur weil die drei keine Augen im Kopf haben und sehen können, dass dieser Auftrag nicht für sie gemacht ist?“„Ja.“, gibt Mina bloß von sich, weshalb Laxus genervt schnaubt.Verwundert sieht Mina Laxus an. Wie kann es ihrem Bruder nur so gleichgültig sein, was mit seinen Kameraden passiert? Allmählich steigt die Wut in Mina auf, weshalb sie wütend den Spiegelspeer aus ihrer Hand auf den Tisch knallt, wodurch dieser ebenfalls augenblicklich zu Staub zerfällt.„Oh, etwa schlecht drauf?“, fragt Laxus nun grinsend.„Lass den Scheiß!“, zischt Mina, was Laxus nun noch mehr belustigt.„Etwa mit dem falschen Fuß aufgestanden? Oder werden wir etwa gerade wütend?“, will Laxus nun wissen, während sein Grinsen nur noch breiter wird.„Wie kann es sein, dass dir das so gleichgültig ist?“, will Mina nun wissen, während ihre Stimme vor Zorn nur so bebt.Schulterzuckend lehnt sich Laxus nun wieder zurück, was in Mina die Wut noch mehr aufschäumen lässt.„Du bist ein S-Rang Magier! Wenn du also siehst, dass Magier einen Auftrag an sich nehmen, der nicht für sie bestimmt ist ist es deine Aufgabe sie davon abzuhalten!“„Es ist doch nicht meine Schuld wenn sich die drei überschätzen. Sie sollen dann einfach mal sehen, was passiert wenn man sich überschätzt.“, erklärt Laxus ihr, bevor er Mina seine Hand entgegenstreckt. Verwundert und irritiert sieht sie seine Hand an.„Was soll ich damit?“„Meine Kopfhörer.“, meint der Ältere, was Mina verstummen lässt. Erst jetzt bemerkt sie das vergessene Accessoire ihres Bruders in ihrer Hand und sieht dieses an, bevor sie wieder ihren Bruder ansieht.Nach langer Zeit der Stille fragt sie fast stumm: „Deine Kopfhörer?“„Ja, meine Kopfhörer. Bitte.“Nun verschlägt es Mina komplett die Sprache. Sind ihm seine Kopfhörer gerade wichtiger als das Leben von Gildenmitgliedern?„Ist das dein Ernst?“, fragt sie ihren Bruder leise, welcher sie überrascht ansieht.„Sind dir deine Kopfhörer nun wichtiger als das Leben deiner Kameraden?“„Gerade schon.“, meint er monoton, wodurch Mina die Luft wegbleibt.Lange sieht sie ihren Bruder schweigend an, weshalb er schon glaubt, dass sie das Sprechen verlernt hat.Doch dann meint Mina abfällig: „Wenn Mutter dich nur sehen könnte…“Schockiert sieht Laxus nun seine Schwester an. Sein Grinsen ist nun komplett aus seinem Gesicht verschwunden. Mina von seiner und ihrer Mutter sprechen zu hören ist selten. Umso mehr missfällt es dem Älteren solche Worte von seiner Schwester zu hören, weshalb er aufspringt und auf Mina herabsieht.„Fang bloß nicht von Mutter an.“„Wieso? Kriegst du da etwa ein schlechtes Gewissen?“, fragt Mina ihn nun eindringlich, was Laxus augenblicklich verneint.„Nein, sondern weil du dir jegliches Recht verwirkt hast von ihr zu reden.“„Ist es wirklich das?“, will Mina nun von ihm wissen, woraufhin Laxus sie stumm ansieht. Ohne auf ein weiteres Wort zu warten schmeißt sie ihm die Kopfhörer auf den Tisch und murmelt ein „Ich hoffe du bist stolz auf dich. Selbst wenn ihnen etwas passieren sollte.“ und dreht sich um um zu gehen.Laxus blickt nun auf den Tisch, um seine Kopfhörer zu sehen, bevor er sich erneut zu seiner Schwester umdreht, die nun die Treppe runtergeht. Lediglich Makarov ist neben Laxus noch oben vorzufinden, doch bevor Makarov noch etwas zu seinem Enkel sagen kann setzt sich der Jüngere wieder auf seinen Stuhl und meint bloß: „Versuch es erst gar nicht, alter Mann. Es interessiert mich nicht.“Makarov sieht seinen Enkel traurig an, bevor er ebenfalls den Weg nach unten antritt.Was Makarov jedoch nicht weiß ist, dass Laxus sich noch einmal zu seinem Großvater umdreht, um zu sehen ob Makarov wenigstens versucht mit Laxus zu reden. Doch so schnell wie er sich umdreht schwindet auch seine Hoffnung, da er nur einen kurzen Blick auf seinen Großvater werfen kann, ehe er auf der Treppe verschwindet.Genervt und beinahe enttäuscht dreht sich Laxus zu seinen Tisch, um und zieht sich die Kopfhörer wieder über. Er murmelt ein leises „War ja klar…“ bevor er seine Musik wieder lautstark aufdreht.Unten angekommen nimmt sie Mirajane unsanft die Kopie des Auftrages aus der Hand und macht sich auf in Richtung Tür.Als Erza sie für ihr Verhalten hinterfragen will ruft Mina lediglich: „Wenn du mitkommen willst, dann komm jetzt!“Die Rothaarige entschuldigt sich schnell für Minas Verhalten, bevor sie der schwarzhaarigen Magierin folgt. Als Makarov unten angekommen ist haben Erza und seine Enkelin die Gilde bereits verlassen. ❁❀❁❀❁❀❁❀❁❀Der Weg zum Bahnhof so wie die bisherige Fahrt zum Hafen von Hargeon verlaufen ziemlich ruhig, da Mina und Erza nur die nötigsten Worte miteinander wechseln. Der Grund hierfür ist das Geschehen in der Gilde, da Erza befürchtet Mina wütend zu stimmen, wenn sie sie auf den Vorfall in der Gilde anspricht. Mina hingegen ist zu sehr in Gedanken versunken, als dass sie SmallTalk mit Erza halten kann und möchte.Erst dieser miese Start in den Tag und dann der verbotenerweise ausgeführte Auftrag. Nachdenklich legt Mina ihre Hand an ihre Schläfe. Wäre sie doch wirklich lieber im Bett liegen geblieben…Nun gibt Mina einen kurzen Schmerzlaut von sich, weshalb Erza augenblicklich hellhörig wird.„Alles gut, Mina?“, fragt sie besorgt, doch Mina winkt einfach ab und lächelt sanft. Normalerweise würde Erza sich keine Gedanken darum machen, doch da sich Mina nun das rechte Bein abtastet wird sie stutzig.Die zuvor vergessenen Beinschmerzen machen sich nun wieder bemerkbar und dazu kommen ihre Kopfschmerzen hinzu. Kann der Tag nicht jetzt wenigstens angenehm verlaufen?„Hast du dich am Bein verletzt?“, will Erza besorgt wissen und reißt Mina somit aus den Gedanken.„Nein, nein. Nur ein blöder Krampf.“, lügt Mina, aber versucht diese Lüge direkt zu beschönigen, „Ist aber gar nicht mehr so schlimm.“Man muss kein Hellseher sein, um Lügen aufzudecken, besonders die Lügen der Feenkaiserin. Auch jetzt weiß Erza, dass Mina lügt, was sie noch stutziger macht.Das Thema beiseite geschoben, sehr zum Missfallen der Rothaarigen, fragt sie sich was Mina so sehr in Gedanken schwelgen lässt, was Erza kurze Zeit später hinterfragt.„Mina?“, und zur Kenntnisnahme gibt die Angesprochene einen kurzen Laut von sich.„Worüber denkst du gerade nach?“Die Schwarzhaarige betrachtet nun die Kopie des Auftrages in ihrer Hand, bevor sie zur rothaarigen Magierin aufsieht.„Hab mich nur an etwas erinnert…“„Und an was?“Lange sieht Mina Erza schweigend an, bevor sie ihren Blick abwendet und aus dem Zugfenster sieht.„Ist nicht so wichtig. Konzentrieren wir uns lieber darauf unsere verlorenen Schäfchen wiederzufinden.“Erza seufzt nun hörbar und schüttelt anschließend schmunzelnd den Kopf. Makarov hatte Recht… für Mina ist es sowas wie Tiere einzufangen. Oder so scheint es zumindest, da ihr Blick nur allzu gut von der Sorge erzählt die der Schwarzhaarigen im Kopf herumschwirrt.„Wie genau sieht also unser Plan aus?“, fragt nun Erza, während Mina überlegt.„Nun ja… ich würde sagen, wir schauen ob wir herausfinden wer die Überfahrt organisiert hat und versuchen anschließend selbst eine Überfahrt nach Galuna zu bekommen.“„Du glaubst also nicht, dass sie noch am Hafen sind?“Nun schüttelt Mina den Kopf, ehe sie spricht: „Selbst wenn Gray sie eingeholt hat werden sie sicher schon auf dem Weg zur Insel Galuna sein, wenn sie nicht bereits dort sind.“„Und Gray?“„Drei Möglichkeiten…“, fängt Mina an und zählt auf, „Erste Möglichkeit: Gray ist noch immer am Hafen und wurde von ihnen abgeschüttelt oder konnte sie nicht einholen.“Erza nickt daraufhin, bevor Mina fortfährt: „Zweite Möglichkeit: Natsu hat Gray bewusstlos geschlagen und ihn mitgenommen oder ihn am Hafen liegen gelassen.“„Hältst du das für wahrscheinlich?“, will Erza wissen, weshalb Mina mit den Schultern zuckt. „Ich weiß es nicht…“„Was ist denn die dritte Möglichkeit?“Mina seufzt nun bevor sie die Arme vor der Brust verschränkt und erklärt: „Die dritte Möglichkeit ist, dass Gray sich den Drei angeschlossen hat und sie den Auftrag nun zu viert durchführen.“Dann verstummt Mina. Von allen Möglichkeiten die vorliegen hofft sie am wenigsten, dass es Möglichkeit Nummer drei ist. Doch irgendwie hat sie im Gefühl, dass sie mit der dritten Möglichkeit gar nicht so falsch liegt.„Alles keine schönen Aussichten…“, murmelt Erza nun, weshalb Mina zustimmend nickt.„Schauen wir einfach was uns am Hafen erwartet.“, gibt Mina von sich, womit sich Erza ebenfalls anfreunden kann.Minas Blick gleitet erneut aus dem Fenster. Sie hofft inständig, dass die vier keine Dummheiten anstellen....Zur gleichen Zeit auf der Insel Galuna sind die drei Ausreißer und deren Verfolger bereits angekommen. In einer Hütte angekommen gehen sie nochmal die Auftragsdetails durch mit denen sie vertraut gemacht wurden. Jedoch scheinen sie noch immer nicht glauben zu können, was von ihnen verlangt wird.„Also die wollen wirklich von uns, dass wir den Mond zerstören…“, murmelt Gray leise vor sich hin. Zwar war es irgendwie klar, dass bei einem Auftrag der verfluchten Insel Galuna der Fluch aufgehoben werden soll, aber dass der Mond hierfür zerstört werden muss ist wirklich ein bisschen viel…„Happy, geh vom Fenster weg. Der Dorfhäuptling hat uns doch davor gewarnt den Mond zu lange anzugucken.“, mahnt Lucy die blaue Katze, welche bereits seit geraumer Zeit den violetten Mond anstarrt. Augenblicklich tritt Happy vom Fenster weg und zieht die Vorhänge zu, bevor er sich wieder hinsetzt und seinen Fisch genüsslich mampft.Lange Zeit sitzen die vier schweigend da, ehe sie fragt: „Wie sollen wir denn den Mond zerstören?“„Das ist es ja! Es ist unmöglich…“, entgegnet Gray, der es allmählich bereut sich ihnen angeschlossen zu haben.„Aber so lautet nun mal unser Auftrag.“, mischt sich nun Natsu ein, weshalb die anderen überlegen. Zwar lautet so der Auftrag, aber wie soll man diese Aufgabe erfüllen?Als Lucy wieder in die Runde sieht bleibt ihr beinahe die Spucke weg. Aus der zuvor nachdenklichen und dennoch motivierten Stimmung ist nun eine bedrückte Stimmung geworden, während Nervosität in der Luft schwebt, von der jeder außer Lucy betroffen zu sein scheint.„Was ist denn mit euch los?“, fragt sie überrascht nach.Gray versucht zu erklären, welches Gefühl ihn ereilt hat, doch er bekommt nichts als stotternde Worte raus. Natsu hingegen bringt kein einziges Wort heraus. Nachdem Gray sich geräuspert hat fängt er an: „Irgendwie habe ich das Gefühl… a-als würden Mina und Erza h-hierher kommen…“„Aye…“, bringt Natsu nur heraus.„Schon wieder Happy Nummer zwei…“, murmelt Lucy woraufhin Happy mit einem bloßen „Aye“ antwortet.Dann schüttelt Natsu heftig den Kopf und verschränkt die Arme vor der Brust, während er stolz meint: „Aber selbst wenn die beiden hier auftauchen sollten, werden wir dennoch den Auftrag beenden und ihnen zeigen aus welchem Holz wir geschnitzt sind!“„Aye Sir!“„Das kann doch nicht dein Ernst sein, Natsu..?“, gibt Gray von sich, doch er wird von dem Dragon Slayer ignoriert, was wieder einen Streit der Beiden nach sich zieht. Lucy hingegen versucht ihre Nervosität mit einem Lachen zu überspielen, was jedoch nicht so gut funktioniert.Sollten Mina und Erza jedoch wirklich auf dem Weg zu ihnen sein würden sie wahrscheinlich in großen Schwierigkeiten stecken…Doch wie schnell sollen die beiden bitte schon auf der Insel Galuna ankommen?...Mina und Erza hingegen sind nun in der Hafenstadt Hargeon angekommen. Beinahe steif schreiten beide Damen aus dem Zug, um sich erstmal ordentlich zu strecken, was Minas Bein nicht wirklich beweglicher macht und etwas Schmerzen nach sich zieht.„Also… was machen wir jetzt?“, fragt Erza nach einer längeren Zeit des Schweigens.„Ich würde ja sagen, dass wir uns erstmal eine Mitfahrgelegenheit suchen und dann schauen wir mal weiter.“, gibt Mina von sich woraufhin Erza nickt.„Erinnert dich das nicht an etwas, Mina-chan?“, dröhnt Akiras Stimme nun in Minas Kopf, was bei ihren pochenden Kopfschmerzen nicht gerade angenehm ist. Sie versucht zwar die weibliche Stimme zu ignorieren, doch mit dieser Person im Kopf ist das nicht all zu leicht.„Versuchst du mich zu ignorieren?“Mina verdreht nun die Augen und folgt Erza still in Richtung der Anlegestellen.„Es ist genauso wie damals, findest du nicht?“Daraufhin bleibt Mina stehen, was Akira etwas schmunzeln lässt.„Wieder jemand der verbotenerweise einen S-Rang Auftrag angenommen hat. Stell dir nun mal vor deine Gilde wüsste das was du damals getan hast. Denkst du dann würde dir jemand irgendwann noch einmal vertrauen?“Still verweilt Mina nun in ihren Gedanken. Ihr ist bewusst, dass Akira nicht unrecht hat, aber möglicherweise muss es nicht so schlimm verlaufen… Doch dann wird die schwarzhaarige Magierin unsanft aus ihren Gedanken gerissen, als Erza sie grob an der Schulter packt.„Hast du mir überhaupt zugehört?“, will die Rothaarige wissen, weshalb Mina sie verwundert ansieht.„Entschuldige, ich habe gar nicht mitbekommen, dass du was gesagt hast…“, gibt Mina zu, weshalb Erza sie nun besorgt ansieht.„Geht es dir gut?“, fragt die jüngere nun besorgt, weshalb Mina nickt.„Mach dir keine Sorgen. Sag mir einfach was du vorher gesagt hattest.“, winkt Mina nun ab. Die Rothaarige sieht sie skeptisch an, ehe sie seufzt und erklärt: „Ich hatte nur gefragt, an welcher Seite der Anlegestellen wir anfangen wollen.“Mina überlegt nun, bevor sie meint: „Ich würde einfach die großen Schiffe ablaufen, da ich bezweifle, dass sie mit einem kleinen Boot zur Insel gerudert sind.“Zwar wirkt Mina bei dieser Aussage ziemlich sicher, doch den Mitgliedern Fairy Tails würde sie alles zutrauen, selbst mit einem kleinen Ruderboot bis zur Insel Galuna zu rudern…❁❀❁❀❁❀❁❀❁❀Nach längerer Zeit der Recherche und der Rundfragen, kommen Erza und Mina wieder zum Stehen.„Es kann doch nicht sein, dass keines dieser Schiffe zur Insel Galuna segeln möchte.“, gibt Erza missbilligend von sich, während die Schwarzhaarige etwas überlegt.„Naja, da die Insel verflucht zu sein scheint kann ich es ihnen auch nicht verübeln.“, gibt Mina von sich.„Aber irgendwer muss sie doch hinübergefahren haben!“„Wer auch immer sie zur Insel gebracht hat ist bestimmt schon weg. Es sei denn…“, fängt Mina und starrt auf die offene See.„Es sei denn was?“„Es sei denn, sie sind tatsächlich mit einem Ruderboot zu Insel gelangt.“Lange schweigen sich die beiden Frauen an, ehe sie lachend den Kopf schütteln. So verrückt sind nicht mal Natsu, Happy und Gray, richtig?Doch das sind sie und das weiß Mina eigentlich auch selbst. Aber würde sie bei all den Verrückten wirklich annehmen, dass sie mit einem kleinen Ruderboot über das Meer zu einer verfluchten Insel rudern? Eigentlich nicht, doch nach all den Jahren in denen sie Mitglied der Gilde ist, sollte sie es besser wissen…Doch dann fällt der Blick der beiden Frauen auf ein Schiff, welches sie zuvor noch nicht besichtigt haben.„Erza?“„Ja, Mina?“„War das Schiff eben auch schon da?“Stille kehrt zwischen den beiden ein ehe die Rothaarige ein knappes „Glaub nicht“ von sich gibt.„Verstehe.“Die beiden Frauen schauen sich weiterhin das Schiff an. Ein großes Schiff mit schwarzen Segeln, welche mit einem orangefarbenen Kopf verziert sind unter welchem sich ein Messer und eine Gabel kreuzen.Ein Piratenschiff. Kein Zweifel.„Denkst du die nehmen uns mit?“, fragt Erza nun die Ältere welche mit ihren Schultern zuckt.„Wenn nicht die, dann weiß ich allmählich nicht mehr wen wir sonst fragen sollen.“, und damit macht sich Mina auf in Richtung Piratenschiff, dicht gefolgt von Erza.Kaum betreten die beiden besagtes Piratenschiff werden sie bereits mit den Schwertklingen der Piraten begrüßt. Daraufhin macht sich die Rothaarige bereit eines ihrer Schwerter zu beschwören, doch Mina hält sie vorerst zurück.„Warum so feindselig?“, fragt die Feenkaiserin während sie ihre Hände in die Hüften stemmt.„Weil ihr einfach auf unser Schiff gekommen seid.“, antwortet der eine Pirat von sich, was viel Zustimmung der anderen mit sich zieht.„Wollt ihr sagen, dass ihr so mit allen Gästen umgeht? Also ich verstehe da etwas anderes unter Gastfreundlichkeit.“, gibt Mina nun von sich, während sie in die Runde sieht, was unter den Piraten ziemlich viel Verwunderung hervorbringt.„Wer hat hier das Kommando?“„Unser Kapitän… so wie das nun mal sein sollte…“, sagt der eine fast stumm, während er darüber nachdenkt, was diese beiden komischen Frauen von Piraten wollen.„Offensichtlich…“, murmelt Erza nun, was Mina etwas schmunzeln lässt.„Dann holt ihn doch mal her. Ich müsste mit ihm mal über anständiges Verhalten gegenüber Gästen sprechen.“, gibt Mina bestimmend von sich, wobei sie sich ein Lachen verkneifen muss, da Erza hinter etwas anfängt zu kichern.„Ich… also…“, fängt ein anderer Pirat an, doch er weiß gar nicht was man hierzu noch sagen sollte.Erza die sich das Lachen fast nicht mehr verkneifen kann hält sich sogar die Hand vor den Mund, um nicht lautstark loszulachen.„Reiß dich zusammen.“, gibt Mina ihr leise zu verstehen, was für die Schwarzhaarige selbst auch schwierig ist, da diese ganze Situation bereits ihren eigenen Witz hat.Während die beiden Frauen weiter miteinander diskutieren um nicht laut loszulachen, merken sie nicht dass eine weitere Person zu der Runde stößt.„Was ist denn hier los?“, fragt die Person in die Runde.„Ich bin mir nicht sicher, Kapitän. Diese beiden Frauen sind einfach hier aufgetaucht.“„Soso.“, gibt scheinbar der Kapitän von sich, während Mina und Erza weiterhin in ihrem eigenen Gespräch vertieft sind.„Ich glaube die beiden sind verrückt.“„Wieso, was wollen die denn?“„Keine Ahnung! Die standen plötzlich hier und meinten irgendwas von wegen Gastfreundlichkeit und sie wollten wissen wer hier das Kommando hat.“, erklärt der eine Pirat, weshalb sein Kapitän etwas verwirrt dreinschaut. Warum sollten diese zwei Frauen auch so komisches Zeug von sich geben.„Ladies…“, fängt der Kapitän an, doch wird prompt von Erza und Mina ignoriert.„Sei doch etwas professioneller.“, meint Erza leise zur Älteren, welche empört zu ihr sieht.„Ich soll professioneller sein? Du bist hier doch fast die ganze Zeit am Lachen.“„Entschuldigung…“, versucht der Kapitän es erneut, doch ohne Erfolg.„Die ganze Zeit? Also ich bitte dich, so witzig war das ganze auch nicht.“„Sah aber für mich nicht so aus.“, gibt Mina nun hochnäsig von sich.„HEY!“, ruft der Kapitän nun, weshalb die beiden Frauen überrascht zu ihm sehen. Beinahe gleichen sie Rehen mit ihren großen Augen. Aber nur beinahe…„Hä?“, gibt Mina nur von sich, während Erza ihre Arme vor der Brust verschränkt und bloß fragt: „Wer ist der Knirps denn?“„Das ist unser Boss, ihr schrägen Vögel!“, meint der eine Pirat nun empört, während sich der scheinbare Kapitän voller Stolz das Kinn erhebt.„Was, dieser Knirps etwa?“, fragt Mina unbeeindruckt, weshalb Erza den Kopf schüttelt.„Also du bist hier der Kapitän?“, will die Rothaarige wissen, während Mina ihren Blick über den kleineren Mann wandern lässt. Graue Haare und ein grauer Vollbart, der sein Gesicht verziert, wie auch eine schwarze Augenklappe die sein linkes Auge bedeckt sodass nur sein rechtes schwarzes Auge die beiden Frauen betrachten kann. Sein Haar wird mit einem schwarzen Hut bedeckt, welcher die selben Symbole aufweist wie die schwarze Flagge des Schiffs. Mit seiner linken Hakenhand kratzt er sich etwas am Kopf, wodurch der weiße Pelz am Kragen seiner violetten Jacke seine dicke Nase streift. Dadurch rümpft er sich etwas die Nase und scharrt mit seinen schwarzen Stiefeln etwas über den Boden. Wie ein Kapitän sieht dieser Herr vielleicht aus, aber nicht wie einer den sich die beiden Frauen vorgestellt haben.Langsam geht er auf die beiden Damen zu während seine rechte Hand sich nun an den violetten Griff seines Schwertes legt, welches in seinem braunen Gürtel steckt, und gefährlich nah seine blaue Hose streift, weshalb Mina glaubt dass er sich gut die Hose und dann das Bein aufschlitzen könnte, so wie er damit umherläuft.„Das stimmt, ich habe hier das Kommando. Darf ich erfahren, was ihr beiden von mir wollt?“, fragt nun der Kapitän als er vor den beiden Frauen zum Stehen kommt.„Also wir -“, fängt Erza an und wird kurzerhand von Mina unterbrochen, indem sie fragt: „Befahrt ihr alle Meere?“„Ja..?“„Und ihr segelt auch jede Insel an?“, will Mina nun wissen, während sie ihre Arme vor der Brust verschränkt.„Ja, das stimmt, aber wieso wollt ihr das wissen?“„Nur um etwas zu überprüfen. Nach dieser Recherche können meine Freundin und ich aber eine Sache feststellen…“, sagt Mina nun, weshalb Erza sie verwundert ansieht.„Können wir das?“, fragt die Rothaarige leise, woraufhin Mina nickt.„Und das wäre?“, will der Kapitän wissen.„Einfach: Ihr nehmt uns mit.“, und nach Minas Aussage fangen die Piraten herzlich an zu lachen.„Was ist so lustig?“, will Mina nun wissen.„War das etwa euer Ernst?“, fragt der Kapitän nun lachend nach.„Wir scherzen nicht.“, gibt Erza nun trocken von sich.„Nein?“„Nein.“, sagt Mina knapp.„Wisst ihr denn überhaupt wo ihr seid?“, will der Kapitän nun überrascht wissen.„Selbstverständlich wissen wir das. Wir sind auf einem Piratenschiff.“„Genau! Wir sind Piraten und keine Wohlfahrt! Also verschwindet endlich, ihr langweilt uns!“, gibt der Kapitän nun etwas verärgert von sich, weshalb Mina ihre Augenbraue anhebt.„Bitte?“, fragt Erza nun leicht empört nach, und macht sich bereit dem Kapitän eine reinzuhauen, als Mina sie etwas zurückhält.„Nun das war aber keine Frage, ob ihr uns mitnehmt, sondern eine Tatsache.“, stellt Mina fest, und dreht sich etwas zu Erza zurück.„Lass mich das machen.“, murmelt sie und wendet sich dann wieder an den Kapitän.„Wir werden euch nicht mitnehmen! Und damit ist die Diskussion beendet!“Mina streckt nun ihren rechten Arm vor, während sie ihre magische Kraft konzentriert. In der Piratenmenge bilden sich nun violette Funken, während die Luft anfängt zu knistern und die Spannung förmlich zu spüren ist. Mina schnipst dann, ehe ein gewaltiger violetter Blitz in der Menge einschlägt und augenblicklich mehrere Piraten niederstreckt. Schreie hängen in der Luft, bevor sie vom Knistern erneut überdeckt werden und die Funkenansammlung sich vermehrt.„Wollt ihr das vielleicht nochmal überdenken? Ich kann das nämlich den ganzen Tag machen.“, meint Mina grinsend.Leichenblass sieht der Kapitän nun Mina an, ehe er sich räuspert: „Männer, macht alles bereit zur Abfahrt!“„Aye, aye!“Daraufhin senkt Mina ihren Arm wieder und die Funken verschwinden wie auch das Knistern in der Luft.Lächelnd dreht sich Mina wieder zu Erza und meint: „So einfach geht das.“Erza hingegen schüttelt nun lächelnd den Kopf.Als das Schiff ablegt fragt der Kapitän, während er am Steuer steht: „Ehm… also… darf man die Damen denn fragen wohin es gehen soll?“„Zur Insel Galuna.“, gibt Erza nun trocken von sich, während die Damen sich zum Kapitän gesellen.„Warte, was?!“„Gibt es dabei ein Problem?“, will Mina wissen, weshalb der Kapitän heftig mit dem Kopf schüttelt.„Es ist nur… ihr wisst, dass die Insel verflucht ist?“„Das wissen wir.“, gibt Mina von sich und stellt sich an die Reling des Schiffs.„Aber… normalerweise macht man eine Runde um solche Inseln…“„Wir aber nicht.“, meint Erza nun und gesellt sich damit zu Mina an die Reling.Während die beiden Frauen nun an der Reling stehen gleiten ihre Blicke über die sanften Wellen des Meeres. Es ist eine angenehme Stille zwischen den beiden, während um sie herum Gespräche der Piraten, das Rauschen des Meeres und die Windbrise zu hören ist, die den beiden um die Ohren weht.Dieses Szenario ist beinahe das eines Traums, wenn nur nicht die Tatsache im Raum stehen würde, dass sie vier flüchtige Mitglieder der Gilde schnappen müssen. Ziemlich ernüchternd.„Meinst du es geht ihnen gut?“, fragt Mina nach einer langen Zeit der Stille ihre rothaarige Freundin.Verwundert sieht Erza Mina an, bevor sie meint: „Natürlich geht es ihnen gut!“Nun sieht Mina Erza entgeistert an und sagt: „Für dich ist das einfach zu beurteilen. Du warst ja keine zwei Jahre weg.“Erza wird dadurch eigentlich erst bewusst was Mina meint. Sie selbst war die letzten zwei Jahre beinahe tagtäglich in der Gilde und konnte betrachten wie sich jeder in der Gilde innerhalb dieser zwei Jahre weiterentwickeln konnte. Mina hingegen war die letzten zwei Jahre nicht in der Gilde und kann diese Einschätzung wahrscheinlich nicht so einfach machen wie es Erza möglich ist.Leicht lächelnd sieht die Rothaarige die Ältere an und meint: „Ich bin mir sicher, dass es ihnen gut geht. Sie sind schließlich sehr widerstandsfähig.“„Wenn du meinst.“, gibt Mina seufzend von sich und lässt ihren Blick wieder aufs Meer gleiten. Erza seufzt nun ebenfalls und betrachtet ebenfalls wieder die Wellen des Meeres. ❁❀❁❀❁❀❁❀❁❀Nach einer langen und dennoch ereignislosen Reise ist nun Land in Sicht. Als die beiden Magierinnen jedoch von der weiten Distanz niemanden erkennen können dreht sich Mina zum Kapitän um.„Können wir nicht näher heran?“„D-Doch… wir können hier anlegen…“, meint der Kapitän leise, weshalb Mina die Augen verdreht. Wie kann man als Kapitän nur so wenig Rückgrat haben?Daraufhin schauen sich Mina und Erza weiter nach den Mitgliedern ihrer Gilde um, doch bei dieser Dunkelheit der anbrechenden Nacht und der Entfernung zum Strand ist es schwierig überhaupt irgendetwas zu erkennen.Als das Schiff jedoch etwas näher an die Insel gelangt sind leichte Silhouetten am Strand zu erkennen. Bei genauerem Hinsehen ist die eine Gestalt gewaltig im Vergleich zu den anderen beiden Silhouetten. Nachdem das Schiff nun nah genug an der Insel angekommen ist ist auch erkennbar wer da am Strand eigentlich umherläuft…„Erza?“„Ja, Mina?“„Du siehst nicht zufällig dasselbe wie ich, oder?“, fragt Mina verwundert. Daraufhin stellt Erza ihr ebenso verwundert eine Gegenfrage: „Das ist nicht zufällig wie Lucy und Happy von einer riesigen Ratte verfolgt werden, oder?“„Doch…“„Dann sehe ich dasselbe wie du.“„Verstehe.“, gibt Mina nun von sich.Nach einer kurzen Zeit der Stille fängt Erza an: „Meinst du wir sollten..?“„Wir sollten ihnen helfen?“, beendet Mina Erzas Satz und sieht die Jüngere an.„Ja, genau.“„Weiß nicht. Vielleicht sollten wir sie etwas schmoren lassen.“Nun sieht Erza Mina vollkommen entgeistert an.„Was denn?“, fragt Mina nun überrascht.„Mina…“Die Angesprochene sieht nun wieder zum Strand und bemerkt, dass Lucy und Happy eventuell unterlegen ist.„Vielleicht hast du recht.“, und damit springt Mina vom Schiff.Erza will sofort hinterher, doch dreht sich nochmal zu den Piraten um und meint: „Und ihr wartet hier.“Dann springt sie ebenfalls von Bord, um gemeinsam mit Mina Lucy und Happy zur Hilfe zu eilen.An Bord bleiben die Piraten zurück, die nun darüber nachdenken einfach abzuhauen. Jedoch stellt sich dabei eine Frage:Wäre das bei der weiblichen Gesellschaft wirklich ratsam?...„Du könntest mich auch tragen, Happy!“, ruft die blonde Stellargeistmagierin ihrem fliegenden Kompagnon zu, während sie hinter der blauen Katze herläuft.„Würde ich gerne, aber…“, fängt Happy nun an, weshalb Lucy ihn fragend ansieht.„… du bist zu schwer.“„WIE BITTE?!“, gibt Lucy entgeistert von sich und sieht über ihre Schulter zurück, nur um festzustellen, dass die riesige Ratte, die auf den Namen Angelica hört, noch immer hinter ihnen her ist. Wer hätte denn auch annehmen können, dass nach dem Sieg über Sherry ihre Ratte noch immer weiterkämpfen möchte, geschweige denn Rache nehmen möchte.Happy schmunzelt nun etwas und hält sich die Pfoten über den Mund und meint: „Du solltest wirklich eine Diät machen, Lucy.“„HALT DIE KLAPPE, BLÖDE KATZE!“Während die beiden noch miteinander diskutieren merken sie gar nicht wie die Luft um sie herum anfängt zu knistern und so viel Spannung in der Luft schwebt, dass man diese beinahe schmecken kann. Als nun ein lautes Zischen zu vernehmen ist drehen sich Happy und Lucy um, nur um zu sehen wie Angelica in diesem Moment von einem gewaltigen Blitz niedergestreckt wird.Lucy blinzelt nun etwas verwundert, bevor Happy fragt: „Nennt man das etwa eine glückliche Fügung des Schicksals?“„Vielleicht…“, murmelt Lucy nun, während sie nun die Funken betrachtet die noch immer um Angelica herumfliegen. Diese haben nämlich eine etwas ungewöhnliche Farbe.„Violette Funken..?“, stellt Lucy ihren Gedankengang in den Raum, doch bevor Happy und Lucy nun realisieren was oder wer ihnen geholfen hat erklingt eine Stimme hinter ihnen, die beiden einen Schauer über den Rücken jagt.„Ich weiß ja nicht wirklich ob ich das eine glückliche Fügung des Schicksals nennen würde. Zumindest für euch würde ich das nicht.“, erklingt nun eine strenge Stimme. Beide drehen sich nun vorsichtig um und machen sich bereit wegzulaufen, nur um festzustellen, dass eine für sie bekannte schwarzhaarige Magierin hinter ihnen steht.„M-Mina-san?“, gibt Lucy leise von sich, während Mina ihre Arme vor der Brust verschränkt.Bevor noch jemand etwas sagen kann erscheint eine weitere Person hinter Mina, nämlich eine gewisse rothaarige Magierin.„Erza ist auch da?!“, gibt Happy nun von sich, weshalb Mina ihren Kopf zur rothaarigen dreht.„Wo warst du solange? Hab mir schon Sorgen gemacht, dass du nicht mehr schwimmen kannst.“, gibt Mina leicht spöttisch von sich, weshalb Erza sie genervt ansieht.„Wenn du so vorsprintest kann ich doch nicht anders als später anzukommen. Du hättest mir wenigstens was übrig lassen können.“Unschuldig zuckt Mina mit den Schultern und meint: „‘Tschuldigung..?“„Was macht ihr beiden denn hier?“, stellt Lucy ihre Frage in den Raum, weshalb die beiden S-Rang Magierinnen sie fragend ansehen.„Was wir hier machen?“, fängt Mina mit einer Gegenfrage an und hebt skeptisch ihre Augenbraue. Erza stemmt nun ihre Hände in die Hüften und entgegnet: „Dasselbe könnten wir euch fragen. Schließlich dürft ihr hier nicht mal sein.“„Lucy, wieso fragst du sie auch sowas?“, will nun Happy wissen. Augenblicklich bereut Lucy ihre Entscheidung diese Frage gestellt zu haben, da dies nun wirklich eine dumme Frage war und unter keinen Umständen für ihre Unschuld spricht. Da bleibt nur noch eine Möglichkeit sich die eigene Haut zu retten… und zwar lügen, denn jeder ist sich selbst am nächsten, oder nicht?Doch bevor Lucy auch nur etwas sagen kann kommt ihr Happy zuvor…„Rettet mich! Sie haben mich dazu gezwungen!“, gibt die blaue Katze von sich und fliegt hinter die beiden S-Rang Magierinnen.Doch entgegen seiner Hoffnung scheinen die beiden ihm nicht mal ansatzweise zu glauben, was in Lucy nun die Vermutung offen lässt, dass ihre Lüge ebenfalls nichts gebracht hätte....Gegen Anbruch des Morgens kommt nun der schwarzhaarige Eismagier wieder im Dorf an. Komplett in Gedanken versunken macht er sich auf den Weg zurück zum Zelt ohne dabei auf seine Umgebung und die tuschelnden Dorfbewohner zu achten, die sich zu Teilen um das Zelt versammelt haben.Als Gray das Zelt betritt wird er jedoch abrupt aus seinen Gedanken gerissen, da ihn die harte Realität eingeholt hat. Vor ihm sitzen Lucy und Happy gefesselt auf dem Boden, während eine gewisse rothaarige Magierin neben ihnen auf einem Stuhl sitzt. Erzas Blick fixiert die beiden gefesselten Personen auf dem Boden, die die Tränen bereits in den Augen stehen haben, weshalb Gray die Möglichkeit nutzen will und das Zelt augenblicklich wieder verlassen will.Doch kaum macht er einen Schritt zurück räuspert sich eine Person neben ihm, weshalb er augenblicklich inne hält. „Willst du etwa schon gehen, Gray?“, erklingt eine kühle Stimme, die dem Schwarzhaarigen sofort einen Schauer über den Rücken jagt. Vorsichtig blickt er neben sich nur um zu erkennen, dass neben ihm an der Zeltwand Mina steht, die ihre Arme vor der Brust verschränkt.Gray muss schwer schlucken. Wäre er doch lieber aus dem Zelt gestürmt… oder erst gar nicht hereingekommen…„Oh… i-ihr hier..? Das… hätte ich nicht gedacht…“, gibt Gray mit einem nervösen Lachen von sich.„Das kann ich mir vorstellen.“, meint Mina nun trocken, bevor Erza ihre Stimme erhebt.„Könntest du uns erklären, wieso ihr hier seid?“Gray wendet seinen Blick daraufhin zu Erza. Den Schweiß auf der Stirn stehend sieht er zwischen Erza und seinen gefesselten Freunden hin und her.„Was?“, fragt er nun beinahe stumm, während Lucy und Happy in weinend ansehen und dabei ein leises ‚Hilfe‘ murmeln.„Warum macht ihr den Auftrag?“, stellt Erza ihre Frage nun etwas anders mit einer strengen Stimme.„Nun ja…“, fängt Gray an und sieht nun wieder zu Mina, die noch immer mit verschränkten Armen an der Wand steht und nun skeptisch ihre Augenbraue hebt.„Also…“, fängt Gray an und kratzt sich etwas am Nacken.„… genau genommen war das nicht… meine Idee..?“, äußert Gray nun seinen Gedankengang, wobei diese Äußerung eher nach einer Frage klingt.„Und dennoch bist du ebenfalls hier.“, stellt Erza fest, weshalb Gray nun etwas beiseite sieht.Wo sie recht hat hat sie recht. Gray sollte eigentlich nur die Drei zurückholen, aber dennoch hat er sich erst bewusstlos schlagen und anschließend bequatschen lassen.Gray seufzt nun. Auch wenn das ursprünglich nicht so geplant war… wie soll er jetzt erklären, dass die Entscheidung - den Auftrag doch durchzuführen - nicht verkehrt war?„Ihr dürftet gar nicht hier sein und dennoch macht ihr den Auftrag.“, mischt sich nun Mina ein und mustert Gray, dessen Blick nun auf den Boden gerichtet ist.„Ich weiß.“, gibt Gray nun von sich ohne aufzusehen, was Mina etwas stutzig werden lässt.„Gut…“, fängt Erza an und steht auf, „… dann werdet ihr augenblicklich mit uns zurückkommen.“„Nein.“Lucys und Happys Augen weiten sich bevor sich die Beiden ungläubig sehen. Auch Mina und Erza wirken überrascht.„Gray, das war keine Frage!“, entgegnet Erza, weshalb der Jüngere sie ansieht und mit fester Stimme meint: „Gut. Dann muss ich meine Antwort nicht wiederholen.“Als sich Gray abwenden will beschwört sich Erza ein Schwert, welches sie ihm an die Kehle hält. Während Lucy und Happy nun kreidebleich werden wirkt Mina sichtlich verwirrt.„Nein Gray, so läuft das nicht! Ob ihr mitkommt oder hierbleibt steht hier gar nicht zur Debatte! Ihr kommt mit und das ist das letzte Wort!“, gibt Erza laut von sich, während die Wut ihre Gesichtszüge zeichnet.„Nein. Ich führe das jetzt zu Ende. Wenn du mich töten musst, dann tu es! Aber dann halt mich jetzt auf!"Schockiert von dieser Antwort wirkt Erza wie erstarrt. Diese Regungslosigkeit will Gray nutzen und das Zelt verlassen, als sich Mina ihm in den Weg stellt. Sofort schreckt der Schwarzhaarige etwas zurück. Er hatte bereits vergessen, dass die Blitzmagierin ebenfalls da ist, weil sie bereits für geraume Zeit kein Wort mehr gesprochen hat.Er atmet nun etwas durch. Erza zu überzeugen war bereits schwer, aber Mina ist für ihn wie ein Buch mit sieben Siegeln - schwer zu lesen und zu verstehen. Sie zu überzeugen könnte deutlich schwieriger werden.„Mina, bitte ich -“„Beantworte mir eine Frage.“, unterbricht Mina ihn, weshalb er verstummt. Ihre Stimme klingt nicht mal verstimmt, sondern viel mehr… ruhig und besonnen.Der Eismagier nickt nun, weshalb die Ältere fortfährt: „Warum willst du diesen Auftrag zu Ende bringen?“Gray sieht sie überrascht an, weshalb Mina fortfährt: „Ist es etwas persönliches oder ist es wegen der Belohnung?“Minas Augen mustern nun Grays Gesicht, der ihr ohne nachzudenken antwortet: „Es ist was persönliches.“Lange Zeit fixiert sie den Jüngeren, der sich nun fragt, ob es klug wäre seinen Standpunkt erneut zu äußern, doch gerade als er anfangen möchte tritt Mina beiseite. Verwundert und beinahe schockiert sieht der Jüngere Mina nun an, die ihn unbeeindruckt ansieht.„Mina -“, fängt er an - vermutlich um sich zu bedanken, doch die Ältere winkt ab.„Wenn du nicht innerhalb von drei Sekunden dieses Zelt verlässt überlege ich es mir anders.“, gibt sie nun von sich, weshalb Gray augenblicklich das Zelt verlässt.Mina wirkt etwas in Gedanken versunken, bevor sie zu Erza aufsieht, welche noch immer ihr Schwert in der Hand hält.„Und nun?“, will die Rothaarige wissen.„Was wohl? Schneid sie los.“, gibt Mina als Antwort und deutet mit ihrem Kopf in Richtung von Happy und Lucy, ehe sie ebenfalls das Zelt verlässt.Seufzend dreht sich die Rothaarige nun zu den besagten Personen um und tut was Mina verlangt hat.❁❀❁❀❁❀❁❀❁❀Außerhalb des Dorfes machen sich die fünf nun auf den Weg zu einer Ruine, während Gray und Lucy Mina und Erza berichten, was es mit dem Auftrag auf sich hat und inwieweit Grays ehemaliger Mitschüler und Freund Lyon darin involviert ist.„Also damit ich das richtig verstehe…“, fängt Mina nun an während sie alles was ihnen bereits erzählt wurden ist zusammenfasst, „… die Dorfbewohner verwandeln sich nachts zu Monstern, weil der Mond violettes Licht ausstrahlt. Das soll an der Mondlicht-… Tropfen-… Dingsbums Zeremonie liegen, die dein Mitschüler Lyon mit seinen Sidekicks durchführt. Soweit richtig?“„Ehemaliger… wir sind schließlich nicht mehr Schüler von Ul.“, erklärt Gray woraufhin Mina nickt.„Wirklich? Das ist dein einziges Problem bei ihrer Zusammenfassung?“, flüstert Lucy ihm nun zu weshalb er sie verwirrt anschaut, was Lucy nun verwundert - schließlich sind Begriffe wie ‚Mondlicht-… Tropfen-… Dingsbums Zeremonie‘ und ‚Sidekicks‘ etwas grob gefasst und nicht angemessen für die Erläuterung dieser Situation, so zumindest Lucys Gedankengang.„Ok, dann halt dein ehemaliger Mitschüler und seine Sidekicks. Jedenfalls versuchen die Deliora - der Dämon aus dem Buch Zerefs - wieder zum Leben zu erwecken, weil Lyon gegen diesen kämpfen will um eure Lehrerin zu übertrumpfen, welche ihn nicht besiegen konnte sondern ihn mittels ‚Iced Shell‘ versiegelt hat. Weil es sich aber um ‚Iced Shell‘ handelt und nicht um normales Eis, kann es nicht normal geschmolzen werden, weshalb es mit dieser komischen Zeremonie mittels der Mondtropfen bewerkstelligt wird. Richtig?“, führt Mina nun aus, weshalb Gray nur nickt.„Verstehe.“, gibt Mina nun von sich und denkt etwas nach, was Happy nun verwundert.„Hä?! Das war alles?! Und was ist mit dem Rest?! Was ist mit Grays Rache und Uls Opfer und -“, fängt Happy an, doch da merkt er, dass um ihn herum violette Funken durch die Luft schwirren, weshalb er inne hält. Gerade rechtzeitig merkt er noch wie ein Zischen zu vernehmen kann weshalb die blaue Katze rechtzeitig ausweicht, sodass ein violetter Blitz unmittelbar neben ihm im Boden einschlägt.„WAS SOLLTE DAS DENN?!“, will die Katze empört wissen, weshalb Mina stehenbleibt und ihn finster anlächelt.„Wenn du weiter so ein Zeug redest verfehle ich dich nicht mehr, Happy.“, und damit dreht sich Mina wieder um und folgt dem Rest der Truppe, die sich gar nicht erst die Mühe gemacht haben stehenzubleiben.„Was..?“, fragt Happy beinahe stumm, doch laut genug sodass es Mina hört. Diese hebt nun ihre rechte Hand und bereitet sich auf ein Schnipsen vor.„Soll ich es demonstrieren?“„NEIN! ES TUT MIR LEID!“, und damit fliegt die Katze schnell aus der Schussbahn und der Truppe hinterher, weshalb Mina ihre Hand wieder senkt.Sie seufzt etwas. Dass Grays Dorf von Deliora zerstört wurde und er als Kind als einziger Überlebender hervortrat ist nichts was man breittrampeln muss. Ebenso wenig die Tatsache, dass Gray deshalb Rache an diesem Dämon nehmen wollte und Ul ihr Leben gab, um ihn mit ‚Iced Shell‘ zu versiegeln und somit ihren Schüler Gray zu retten und sie somit selbst zum Eis wurde was Deliora umgibt. Solche Dinge können eine Person all zu sehr belasten, was Mina nur zu gut weiß. Der Gedanke, dass sich Ul für Gray aufopferte erinnert Mina ebenfalls an eine Person, die sie einst sehr gut kannte. Wobei eine Person doch untertrieben ist… es gab genug Menschen in Minas Leben die vor ihren Augen gestorben sind… Menschen die ihr vollkommen egal waren oder Menschen die für sie die Welt bedeuteten. Doch gerade der Punkt der Aufopferung lässt Mina nicht kalt zurück.Kein Wunder also, dass Gray den Auftrag zu Ende bringen möchte. „Man wäre Natsu hier…“, murmelt Happy nun, weshalb die beiden S-Rang Magierinnen aufhorchen.„Apropos… wo ist Natsu eigentlich?“, will Erza nun wissen. Erst jetzt fällt auch der Schwarzhaarigen auf, dass der Dragon Slayer seit ihrer Ankunft auf der Insel nicht anzutreffen war.„Ehm…“, fängt Lucy an - unwissend wie sie das nun erklären soll - doch Gray beendet den Satz für sie. „Den haben wir in der Ruine gelassen.“„Was?!“, geben Erza und Mina nun von sich, wobei Erzas Stimme lauter ist als die von Mina. Dennoch wirken beide etwas ungläubig.„Das ist eine etwas längere Geschichte…“, versucht Lucy zu erklären, doch da wird sie erneut unterbrochen.„Du, Lucy?“„Unterbrich mich nicht ständig, Gray!“„Ja, aber war die Ruine vorhin ebenfalls so schief..?“, will der Eismagier nun wissen, während er die Blondine nun ansieht und sein Finger in Richtung der Ruine zeigt.Die Blondine sieht nun - wie die beiden S-Rang Magierinnen und die Katze - zur Ruine um festzustellen, dass diese wirklich schief im Boden verankert zu sein scheint.„Wie geht das denn?!“, stellt die Stellargeistmagierin nun in den Raum, weshalb Gray erleichtert ausatmet, sehr zur Verwunderung von den beiden S-Rang Magierinnen.„Wieso bist du über diese Tatsache erleichtert?“, fragt Erza verwundert nach, woraufhin Gray erwidert „Weil ich so weiß, dass ich entweder nicht verrückt bin oder Lucy und ich einfach blind sind.“Diese Äußerung lässt Erza schmunzeln, während Mina sich ein Lachen verkneifen muss, doch Lucy scheint hierüber nicht erfreut zu sein.„Ich bin nicht blind!“„Aber dafür schwer.“„HALT DIE KLAPPE BLÖDE KATZE!“„Wenigstens kommen so die Mondtropfen nicht mehr zu Deliora.“, stellt Gray fest.„Vielleicht sollten wir reingehen. Schließlich kann das Ritual jederzeit weiter durchgeführt werden.“, erklärt Erza und will reinstürmen, doch Mina hält sie zurück.„Gray, geh du schon vor. Wir müssen hier noch was erledigen.“, meint Mina nun und deutet mit ihrem Kopf etwas in Richtung der Gebüsche. Der Eismagier scheint zu verstehen und läuft los.„Oh, nein! Das wird nichts!“, und damit stürzen Magier aus dem Gebüsch und dem Wald, die die Truppe umzingeln.„W-Was? Wir sind ja umstellt?!“, gibt Happy schockiert von sich, weshalb Lucy ihn entgeistert ansieht.„Nein?! Was du nicht sagst!", gibt sie sarkastisch von sich.„Mina, warum sagst du das nicht früher?!“Verwirrt sieht die Blitzmagierin die Katze an und meint trocken: „Das habe ich doch.“„ABER NICHT OFFENSICHTLICH GENUG!“, entgegnen Happy und Lucy daraufhin, weshalb Mina mit ihren Schultern zuckt."Gray! Geh du zur Ruine! Wir halten sie auf.", gibt Erza in einem Befehlston von sich, was sich der Eismagier nicht zweimal sagen lässt. Der Rest konzentriert sich daraufhin auf die Gegner vor ihnen."Kansou: Tenrin no Yoroi!", und somit rüstet Erza sich mit der Rüstung des Himmelrings aus - eine komplett stählerne Rüstung mit Flügeln und einem Rock. Mit dieser Rüstung beschwört sie sich ein gesamtes Waffenrad an Schwertern herbei, welches sich hinter ihr befindet und beginnt die Gegner anzugreifen.„Mirror Flowers!“, und ehe man sich versieht bilden sich gläserne Spiegelblumen die fünf der Gegner umschlingen - beinahe so wie Ranken. Auf den ersten Blick wirkt es lediglich so als würden die Blumen die Gegner nur bewegungsunfähig machen, aber schnell wird klar dass diese Blumen einen positiven Nebeneffekt haben - nämlich das Aussagen magischer Kraft. Von hinten versucht nun jemand die Feenkaiserin hinterrücks anzugreifen, was die Schwarzhaarige merkt. Schnell weicht sie dem Angriff aus.„Mirror Spear“, und damit beschwört sich die S-Rang Magierin einen gläsernen Spiegelspeer mit welchem sie einen Gegenangriff startet der ihren Gegner von den Füßen haut.„Fire Swing!“, startet nun eine weitere Person einen Angriff auf Mina. Zu spät bemerkt sie diesen Angriff, was ihr keine Zeit zum Ausweichen lässt, wodurch die Flammenattacke ihre Position trifft und Rauch entsteht. Doch als sich der Rauch lichtet wird klar, dass nicht Mina vom Angriff getroffen wurde, sondern viel mehr Erza. Mit einer schwarzen Rüstung, die rot-orange Verzierungungen aufweist, hat sie den Angriff abgefangen, da diese Rüstung - Entei no Yoroi - eine Flammenrüstung ist und somit Feuerresistenz aufweist.„Danke dir, Erza.“„Du musst mehr auf deine Rückendeckung achten.“, gibt Erza als Antwort woraufhin Mina nur nickt.Lucy hingegen zieht nun einen goldenen Schlüssel aus ihrer Tasche, was Mina etwas überrascht, schließlich hätte sie Lucy niemals als eine Stellargeistmagierin eingeschätzt.„Öffne dich Tor zum goldenen Bullen: Taurus!“Zum Vorschein kommt ein Stier, der auf zwei Beinen steht und eine riesige Axt schwingt. Doch anders als man es erwarten würde ist er nicht nur am Kampf interessiert…„Oh Lucy mit ihrem Nice Body!“Die Worte des Stiers ignorierend meint die Blondine: „Taurus! Mach sie fertig!“„Muuhh! Ich werde Lucys Nice Body beschützen!", und damit eilt Taurus in den Kampf.Diesen komischen Kauz ignorierend fährt Mina mit ihrer freien Hand über ihren Speer und lässt ihre Blitzmagie in den gläsernen Gegenstand fließen. Durch die Fähigkeit des Spiegels Magie für einen bestimmten Zeitraum aufnehmen zu können - bevor diese wieder entladen werden - funktioniert dies gut sodass ihr Speer nun elektrisch geladen ist und violette Funken um ihn zu sehen sind.Sofort greift sie den nächsten Gegner in ihrer unmittelbaren Umgebung an, welcher mit keinem Frontalangriff gerechnet hat. Sie richtet ihren Speer auf ihren Gegner und bündelt dessen gespeicherte elektrische Magie ehe sie diese in Form eines Strahls entlädt und dieser ihren Gegner umgibt, bevor dieser geschockt wird und zu Boden fällt.Erza rüstet sich erneut ihre Rüstung des Himmelsrings aus, ehe sie einen Angriff startet. „Tenrin: Burūmenburatto!“ und um die rothaarige Magierin erscheint ein Kranz aus Schwertern, der hinter ihr rotiert während sie zwei Schwerter in ihren Händen führt. Mit ihrem „Blumenblatt“ kann sie die Schwerter hinter sich nutzen um Gegner anzugreifen, während die Schwerter in ihren Händen sie beim Nahkampf unterstützen. Schnell fliegt sie zwischen ihren Gegnern hin und her - was ihr ihre stählernen Metallflügel ermöglichen - und hinterlässt nichts anderes als eine Art Schlachtfeld.„Mirror Trap!“, ruft Mina daraufhin und beschwört ein gewaltiges Spiegelfeld unterhalb ihrer Gegner, durch welches sie an ihrem Ort festkleben. Erza versteht diesen Schachzug und macht sich sofort zum Angriff bereit.„Tenrin: Sākuru Sōdo!“ ruft Erza aus und beschwört sich ihr „kreisendes Schwert“, wodurch sich erneut ein Schwerterkreis um sie bildet.„Tanzt, meine Schwerter!“, und mit diesem Stichwort beginnen sich die Schwerter zu drehen ehe sich der Kreis auflöst und die Schwerter auf die Gegner zufliegen. Durch Minas Schachzug sind sie jedoch relativ schnell getroffen und richten erheblichen Schaden an.Nach jenem Angriff ist der Kampf schnell gewonnen und die Magierinnen - inklusive Happy - schnappen erstmal etwas Luft.„Das… waren ganz schön viele…“, gibt Lucy leicht erschöpft von sich, ehe sie zu den beiden S-Rang Magierinnen. Doch als sie die beiden ansieht bleibt ihr beinahe die Spucke weg, da diese eher enttäuscht als erleichtert aussehen.„Waren das etwa schon alle?“, fragt Mina verwundert.„Scheint so.“, gibt Erza von sich, während sie ihre Standardrüstung anlegt.„Schade und ich hatte mich auf mehr eingestimmt.“, meint Mina nun ehe sie ihren Speer zerfallen lässt. Erza nickt etwas und murmelt: „Wem sagst du das.“Ungläubig sieht die Blondine die beiden Frauen an.„WAS IN ALLER WELT STIMMT NICHT MIT EUCH?!“, kommt lediglich von der Stellargeistmagierin, weshalb sie überrascht angesehen wird. Ihr war klar, dass S-Rang Magier aus einem anderen Holz geschnitzt sind, aber dass sie so viel Stamina besitzen wusste sie nicht. Noch dass sie so sehr auf Kämpfe zu stehen scheinen.Mina zuckt nun mit den Schultern und Erza scheint über Lucys Frage weiterhin nachzudenken.„Was nicht mit uns stimmt..? Was sollte den nicht mit uns stimmen?“„Also wenn ich es nicht besser wüsste würde ich fast meinen dass das eine rhetorische Frage war, Erza.“, entgegnet nun Mina, weshalb Erza sie entgeistert ansieht.„Das war mir schon klar, aber ich weiß nicht unter welchem Zusammenhang.“„Nun…, vermutlich unter dem dass…“, fängt Mina an und scheint lange Zeit nachzudenken, bevor sie zu dem Entschluss kommt, dass sie keine Ahnung hat.Lucy verstummt daraufhin. Verwirren wollte sie die beiden Frauen nicht, aber wurden diese etwa noch nie auf ihre Kampfeslust oder ihr Stamina angesprochen? Oder vielleicht war das ja auch ein Einstiegskriterium um als S-Rang Magier eingestuft zu werden. Auf der anderen Seite jedoch war dies ebenso ein Kriterium für die restlichen Mitglieder der Gilde, wenn sie Natsu und Gray zusätzlich betrachten würde. Also vielleicht sollte sich Lucy eher fragen, was mit ihr selbst nicht stimmt da sie in ihrem Team aus der Rolle zu fallen scheint.„Sollten wir nicht erstmal Natsu und Gray finden und später dann auf diese Thematik zurückkommen?“, erkundigt sich Mina bei der rothaarigen was wohl in ihrem Interesse ist, sehr zu Lucys Erleichterung.Doch als sich die vier erneut zur Ruine umdrehen halten sie inne. Warum? Nun die Ruine ist allem Anschein nach wieder in ihre ursprüngliche Position zurückgekehrt und wieder auf geraden Grund vorzufinden.„Warum ist die Ruine wieder gerade?“, fragt Happy erstaunt, weshalb Mina sich fragend ans Kinn fast.„Entweder sind wir alle blöd oder wir sind alle blind.“, gibt sie leise von sich doch laut genug dass Lucy und Erza dies hören.„Gray sagte nicht dass wir blöd sind sondern verrückt…“, führt Lucy an, weshalb Mina mit den Schultern zuckt.„Ich bin aber weder blöd noch blind.“, meint Lucy daraufhin. Doch als sie diesen Satz ausgesprochen hat vernimmt sie ein Kichern. Als sich Lucy daraufhin zur Geräuschsquelle umdreht sieht sie wie sich Happy die Pfoten vor Gesicht hält und sich versucht ein Lachen zu unterdrücken. „WEHE DU SAGST NOCH EINMAL DASS ICH DICK BIN!“„Dafür bist du schwer.“, kichert Happy.„HALT DIE KLAPPE!“„Wir sollten vielleicht nachschauen gehen, was mit der Ruine passiert ist.“, fängt Erza nun an, weshalb Mina nickt.„Dann finden wir auch Natsu und Gray.“, meint Mina, doch sie verkneift es sich zu sagen dass sie die beiden finden will bevor sie etwas zerstören. Bei ihrem Glück würden sie ohnehin etwas zerstören bevor sie alle wieder beisammen sind.Den Gedanken beiseite schiebend kommen die Beteiligten in der Ruine an und schauen sich erstmal um. Von innen sieht sie eigentlich sehr unbeschadet aus, wenn man bedenkt, dass die Ruine zuvor aus ihrem Stand gerissen war und schief in der Landschaft war.„Vielleicht sollten wir uns aufteilen.“, gibt die Schwarzhaarige von sich, woraufhin Lucy meint, „Stimmt, das wäre gut, da jemand die Zeremonie beenden muss und wir auch Natsu und Gray suchen sollten.“ Jedoch scheint Lucy eher mit sich selbst geredet zu haben als diesen Satz in die Runde geworfen zu haben.„In Ordnung. Lucy…“, fängt Erza an, weshalb die Blondine sie ansieht, „… du und Happy sucht nach Natsu und Gray. Mina und ich werden die Zeremonie beenden und dann stoßen wir zu euch.“Verwirrt und leicht verwundert sehen Lucy und Happy sich an, ehe sie zu Mina sehen. Mina wirkt etwas skeptisch aber zuckt mit ihren Schultern und wendet sich in Richtung des Gangs der nach oben zu führen scheint.„Ok… wenn du meinst, dann machen wir das so, oder Happy?“„Aye sir!“, und damit verlassen Happy und Lucy die beiden S-Rang Magierinnen - oder eher Erza, da Mina sich bereits auf den Weg gemacht hat, was die rothaarige Magierin auch bemerkt und dieser daraufhin folgt.„Mina?“„Hmm?“, gibt die Schwarzhaarige von sich, sodass die Jüngere merkt dass ihr Gehör geschenkt wird.„Alles in Ordnung?“, will sie wissen, weshalb Mina sich verwirrt umdreht.„Warum fragst du?“„Nun ja…“, fängt Erza an und fasst sich unsicher an den Nacken, „… du wirkst so still.“Stumm sieht Mina zu der Jüngeren ehe sie etwas seufzt. Manchmal scheint die Blitzmagierin einfach zu sehr in Gedanken zu schwelgen.„Bei mir ist alles in Ordnung. Ich dachte mir einfach nur, dass es einen Grund haben muss Lucy und Happy alleine loszuschicken Natsu und Gray zu suchen. Mehr nicht.“, als Mina dies geäußert hat wirkt Erza nun überrascht. Doch dann schmunzelt sie etwas: „Die beiden sind stark. Stark genug, um das alleine zu schaffen. Wir beide würden ihnen, und ganz besonders Gray, im Weg stehen. Daher hielt ich diese Aufteilung für besser.“„Naja, du musst das wissen. Schließlich kennst du sie besser als ich.“, entgegnet Mina nun und wendet sich wieder ab. Erza runzelt daraufhin die Stirn. Missfällt es Mina etwa so sehr, dass sie die anderen so schlecht einschätzen kann, oder was genau stört sie gerade?Bevor die Rothaarige jedoch erneut auf diese Thematik eingehen kann haben die beiden die Spitze der Ruine erreicht und befinden sich erneut unter dem klaren Himmel. Verwunderlich ist lediglich nur, dass der Mond einen violetten Glanz angenommen hat. Unterhalb von diesen befinden sich verschleierte Personen, die sich in einem Kreis zusammengesetzt haben und beten. Durch dieses Gebet entstehen magische Kreise durch welche die Mondenergie scheinbar gebündelt wird und somit Mondtropfen extrahiert werden und durch die gesamte Ruine befördert werden um somit Deliora erneut zum Leben zu erwecken.Die beiden Frauen sehen sich an und nicken, bevor sich Mina erneut einen Spiegelspeer und Erza ein Schwert beschwört. Schnell machen sie sich daran die Versammlung aufzulösen. Da sie die Mitglieder jedoch in einen Kampf verwickeln wird die Zeremonie automatisch unterbrochen, da keiner mehr das Gebet fortsetzen kann. Doch der Kampf ist viel schneller beendet als man schauen kann… oder so scheint es zumindest…„Waren das alle..?“, fragt Mina etwas ungläubig als sie ihren Speer in ihrer Hand kreisen lässt.„Ich wage es zu bezweifeln…“, murmelt Erza nun, doch es ist noch laut genug dass die Blitzmagierin dies hören kann.„Wie meinst du das?“Erza deutet jedoch erneut auf den Mond und erst dadurch erkennt Mina was sie meint. Unterhalb des Mondes haben sich erneut magische Kreise gebildet die wieder die Energie des Mondes bündeln und somit die Mondtropfen gesammelt werden können.„Aber wer sollte..?“, fängt Mina an, doch schnell verstummt sie als sie sieht wer die Zeremonie weiter fortführt. Es ist ein Magier mit einem Hundegesicht - also ein Hundemensch? Hundemagier? Ein Mensch mit hundeartigem Aussehen oder vielleicht auch ein Hund mit menschlichen Körper? Wie dem auch sei - dieses Geschöpf führt die Zeremonie weiter durch, doch bevor Mina oder Erza ihn auch nur zu greifen bekommen ist ein ohrenbetäubendes Gebrüll zu hören. Sofort halten sich Mina und Erza die Ohren zu um das Gebrüll etwas Abdämpfen zu können.„Was ist das?!“„Vermutlich Deliora!“Der Hundemensch fängt an zu lachen, was Mina noch dumpf ausmachen kann als sie ihn betrachtet, doch da schickt Erza ihn bereits ins Reich der Träume.Mit rasendem Herzen stürmen die beiden S-Rang Magierinnen also in die unteren Etagen der Ruine, um ihren Kameraden beim Kampf gegen Deliora beizustehen.Mit einem Dämon konfrontiert zu sein ist schließlich das eine, aber mit einem Dämon aus dem Buch Zerefs konfrontiert zu sein ist etwas ganz anderes und zumal eine äußerst heikle und gefährliche Situation - man könnte sogar meinen dass dies eine Selbstmordaktion ist.Doch als sie unten angekommen sind sehen sie etwas unglaubliches: es ist Natsu, der Deliora mit nur einem Schlag besiegt.Erleichtert atmet Mina aus. Es scheint so als hätte ihm die Zeit im Eis enorm geschwächt, weshalb Natsu ihn auch so schnell besiegen konnte. Demnach wäre es eine Untertreibung zu behaupten, dass Mina beruhigt ist dass alle wohlauf sind.Zwar haben Gray, Lucy und Happy Mina und Erza bereits zuvor gesehen und wirken deshalb nicht allzu überrascht als sie sich umdrehen und die beiden Magierinnen entdecken, aber Natsu kann nicht von dieser Art Glück sprechen - falls man dies überhaupt als Glück bezeichnen kann. Als er sich umdreht entweicht ihm erstmal jegliche Farbe aus dem Gesicht. Vorsichtig zeigt er mit dem Finger auf die beiden S-Rang Magierinnen und fragt die Personen neben sich: „Träume… ich etwa?“„Nein, Natsu.“, entgegnet Lucy, weshalb der Dragon Slayer wieder zu den beiden Magierinnen schaut. Mina hebt skeptisch ihre Augenbraue und stemmt ihre Hände in die Hüften, während Erza ihre Arme vor der Brust verschränkt.Nun verfällt der Magier in eine Art Schockzustand, da ihm scheinbar erst jetzt bewusst wird in welchen Schwierigkeiten sie doch stecken.„W-Was macht ihr denn h-hier?“, fragt er mit zitternder Stimme. Erza räuspert sich daraufhin und meint: „Denkst du wirklich, dass wir es euch durchgehen lassen, wenn ihr einen S-Klasse Auftrag stehlt und diesen verbotenerweise auch noch macht?“Erza wirkt nicht wütend, dennoch ist ihr Blick eindringlich, beinahe durchbohrend, sodass er selbst Mina etwas verunsichert.Die Schwarzhaarige seufzt daraufhin und sieht die anderen Magier an. Diese wirken eingeschüchtert, dennoch still - beinahe so als würden sie auf eine weitere Standpauke warten. Mina schüttelt nun den Kopf und wendet sich ab, um anschließend den Weg nach draußen anzustreben. Jedoch wird sie von Erza aus den Gedanken gerissen.„Willst du nichts sagen, Mina?“Die Angesprochene dreht sich um und sieht die Rothaarige an. Still gleitet ihr Blick zwischen der S-Rang Magierin und den Unruhestiftern hin und her, ehe sie erneut zu Erza schaut - diesmal jedoch mit einem sanften Lächeln.„Nicht wirklich. Denn das was ich zu sagen habe entspricht nicht einer solchen Dringlichkeit, dass ich diese Worte sofort aussprechen muss.“, und damit wendet sich Mina endgültig ab. Doch bevor jemand fragen kann, welche Worte dies sind meint Mina noch: „Schließlich sollte ihnen bewusst sein, dass es eine Strafe geben wird sobald wir wieder zu Hause sind.“An der Treppe angekommen sieht sich Mina erneut um. Es scheint als wären ihre Worte nun angekommen, denn Natsu und Gray scheinen bereits über die Art der Strafe nachzudenken, während Lucy befürchtet aus der Gilde zu fliegen. Etwas schmunzelnd schüttelt Mina den Kopf, ehe sie ruft: „Was ist denn? Wollt ihr nicht den Auftrag zu Ende bringen?“„Hä? Wie sollen wir das denn machen?“, will Gray wissen.„Wir können schließlich nicht den Mond zerstören…“, fügt Lucy hinzu, was von Happy mit einem „Aye“ untermalt.„Ach, wisst ihr…“, fängt Mina an, „… ich denke das wird einfacher, als ihr euch vorstellt.“Ungläubig sehen sich der Schwarzhaarige und die Blondine an, bevor Natsu kundgibt: „Ja! Lasst uns den Auftrag zu Ende bringen!“*.*~.*~* Time Skip *~*.~*.*Wieder im Dorf angekommen können Mina und Erza das Ausmaß des Fluches ausmachen. Sie werden sofort von Dämonen umzingelt, die behaupten normale Menschen zu sein, die sich beim Anblick des violetten Mondes in Monster verwandeln. Doch mit dem Licht der Sonne werden sie wieder zu normalen Menschen - zumindest teilweise. Unter dem Licht des violetten Mondes verlangt der Dorfhäuptling nun, dass besagter Mond zerstört wird um den Fluch zu brechen, der auf ihm und seinem Dorf liegt, was an sich eine Problematik darstellen könnte.Die Betonung liegt auf könnte, da dies mit einem normalen Mond nicht möglich wäre. Doch was an diesem Auftrag scheint auch bitte normal zu sein?Minas Blick wendet sich an Erza, die sich eine andere Rüstung ausrüstet.„Kansou: Kyojin no Yoroi!“In ihrer Gigantenrüstung - eine massive goldene Rüstung mit violetter Verzierung und einem massiven Speer - wendet sie sich an Natsu.„Natsu.“, fängt sie an, weshalb der Magier sie ansieht, „Lass uns den Mond zerstören.“Grinsend hüllt er seine Faust in Flammen und schreit: „Ich brenne schon darauf!“Auf dem Aussichtsturm richtet Erza also ihren Speer in Richtung des Himmels und zielt auf den prallen violetten Mond.„Ok. Los geht’s, Natsu!“„Ja!“, und damit hüllt der Dragon Slayer seine Faust in Flammen ein.„Karyū no Tekken!“, und mit seiner Eisenfaust des Feuerdrachens schlägt er aufs Ende des Speers wodurch die Waffe einen hohen Antrieb erhält und mit rasender Geschwindigkeit auf den Mond zufliegt. Doch dann scheint es als würde der Speer auf den Mond treffen und dieser zerbersten, was beinahe alle Anwesenden zum Staunen bringt. Jedoch breiten sich die Risse weiter über den Himmel aus ehe dieser dann endgültig zerbricht und zum Vorschein kommt der Sternenhimmel und ein wundervoller Vollmond in seiner natürlichen Pracht."Was ist jetzt passiert?", fragt Lucy total schockiert."Ist das ein Spiegel oder sowas?", will Gray wissen, Lucys Frage ignorierend - vermutlich weil er die Antwort nicht weiß."Es war.", meint Erza daraufhin, sehr zur Überraschung aller."Aber warum sind die Dorfbewohner noch Dämonen?""Das kann ich erklären. Sie waren schon immer Dämonen.", fängt Mina an, was die anderen schockiert."WAS?!""ABER WIE GEHT DAS?!""GENAU UND WARUM WUSSTEN SIE DAS SELBER NICHT MAL?!""Das ist eigentlich sehr einfach. Dadurch dass die Zeremonie abgehalten wurde, und das auch nicht für eine kurze Dauer, hat sich eine Art Spiegel oder eher gesagt Kuppel über dem Dorf und somit vor dem Mond gebildet. Diese ist, wie schon eben erwähnt, durch das Sammeln der Mondtropfen entstanden und durch diese wirkte der Mond auch violett. Diese Kuppel hat auch dafür gesorgt dass die Dorfbewohner vergessen haben wer sie waren und sie in eine Art Illusion gefangen. In der Illusion, dass sie früher Menschen waren und jetzt verflucht wurden.", erklärt Mina ausführlich die Sachlage während die anderen gespannt zuhören.Doch als würde dies nicht verwirrend genug sein erscheint auch noch der lang geglaubte verstorbene Sohn des Dorfhäuptlings - mit Namen Bobo - der von der Insel floh um dem Fluch oder eher der Illusion zu entgehen und somit konnte er im Hafen von Hargeon nach Hilfe suchen. Zwar freuen sich alle Bewohner des Dorfes, doch strukturierter wird die Situation hierdurch eher nicht. Jedoch ist dies ein Grund zu feiern, weshalb ein riesiges Fest veranstaltet wird - zum Dank für das Brechen der Illusion und zur Wiederkehr von Bobo.Während sich die meisten Personen um das Lagerfeuer scharen, und die Wärme nutzen um zu tanzen und Geschichten zu verbreiten, befinden sich manche Personen etwas außerhalb der Runde und versuchen die Zeit zu nutzen um etwas zu entspannen und Ruhe zu finden. Hierzu gehört auch Mina. Sie steht etwas abseits der Feiernden und starrt verträumt in den Himmel. Doch anstatt den Mond zu betrachten, wie es viele Personen nach solch einem Auftrag tun würden, schaut sie sich die Sterne an.Dabei scheint sie so sehr in Gedanken versunken zu sein, dass sie nicht merkt wie sich eine Person zu ihr gesellt. Es ist ein Räuspern zu vernehmen, weshalb sich Mina überrascht umdreht. Es ist Erza - wer auch sonst.„Störe ich?“, erkundigt sich die Rothaarige, woraufhin Mina sie herzlich anlächelt.„Überhaupt nicht.“Vorsichtig schreitet sie zu Mina und schaut die Schwarzhaarige an, ehe die Ältere wieder in den Himmel schaut.„Was siehst du dir an?“„Nur die Sterne.“, gibt Mina knapp als Antwort, weshalb Erza ihrem Blick folgt. Stumm schauen beide Frauen wieder in den Himmel, bevor Erza wieder anfängt: „Bist du sauer?“Verwundert sieht die Schwarzhaarige die Jüngere an, nur um den besorgten Blick von Erza zu begegnen.„Warum sollte ich sauer sein?“„Nun ja…“, fängt Erza an und sieht etwas unsicher zur Seite, „… du schienst sauer zu sein, als ich lediglich Lucy und Happy hinter Natsu und Gray hergeschickt habe.“„So?“, gibt Mina nur von sich, während Erza die nun verwirrt ansieht.„Ja! Außerdem wirkest du auch komisch als wir wieder zu den anderen gestoßen sind und bist du jetzt auch die gesamte Zeit abseits des Festes und da dachte ich du wärst vielleicht sauer.“Stumm sieht Mina Erza an, ehe sie meint: „Ich wusste gar nicht, dass du das so auffasst…“„Was?“„Ich war nicht sauer und bin es auch jetzt nicht. Tatsächlich schockiert es mich etwas, dass du mich so einschätzt, Erza.“, erklärt Mina, was die Jüngere nur noch mehr verwirrt. Als Mina dann ihren Blick sieht muss sie herzlich lachen.„Oh man, du solltest dein Gesicht sehen! Du siehst aus wie ein verschrecktes Reh!“„Lenk nicht ab…“, murmelt Erza, doch die Feenkaiserin muss sich erst wieder beruhigen ehe sie weitererzählen kann.„Es ist nur… naja es ist eigentlich wie ich es schon mal zu dir gesagt habe…“, sagt Mina und wischt sich die Tränen weg die ihr durch das Lachen in die Augen geschossen sind, „Ich war nun zwei Jahre lang weg. Da kann ich fast keinen mehr einschätzen. Du warst aber für die zwei Jahre weiterhin in Magnolia und kannst dir somit ein besseres Bild zu ihnen machen als ich es je könnte. Was soll ich also großartig sagen, wenn das deine Einschätzung ist?“Als Mina mit ihrer Erklärung fertig ist sieht sie Erza eindringlich an. Erst jetzt scheint Erza zu verstehen was Mina zuvor meinte, als sie sagte Erza kenne die Unruhestifter besser als sie. Wenn man für diese lange Zeit weg war muss man sich nun mal auf das Urteil anderer verlassen, unabhängig davon ob es einem gefällt oder nicht. Selbst wenn Mina Erza vertrauen sollte so ist die Schwarzhaarige eine dieser Personen die ihr eigenes Urteil fällen möchte. Dies ist der Grund warum Mina diese Situation nicht gefallen hat - sie war nicht sauer, sondern nur genervt.„Verstehe… tut mir leid, dass -“, fängt Erza an, doch da wird sie von der Älteren unterbrochen.„Nicht. Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Du hast deine Einschätzung und ich die meine und eben jene Einschätzung hilft uns ungemein auf unserem Lebensweg, da sie uns meist nie im Stich lässt.“Erza lächelt sanft, ehe sie fragt: „Da das also geklärt ist: Möchtest du dich dann mit ans Feuer gesellen?“ Mina sieht Erza nun, bevor sie mit einem dumpfen „Nein“ antwortet.„Was, aber ich dachte du bist nicht sauer?“„Bin ich auch nicht. Jedoch muss ich gleich mit Opa noch Rücksprache halten im Bezug auf den Auftrag und ich sagte dir ja auch schon, dass ich die Sterne beobachte.“Nun wirkt Erza verwirrt.„Was musst du denn Master im Bezug auf den Auftrag mitteilen?“„Naja… ich muss ihm mitteilen, dass der Auftrag beendet ist und ich muss ihm schon mal ansagen was in etwa passiert ist.“„Kannst du ihm das nicht sagen, wenn wir zurück sind?“, will Erza wissen, weshalb Mina etwas überlegt.„Ich könnte, aber bei all den Geschehnissen wäre es besser ihn schon mal vorzuwarnen.“, gibt Mina von sich, was Erza zwar etwas skeptisch macht, aber nachfragen tut sie nicht.„Ok… aber wieso betrachtest du die Sterne?“Nun sieht Mina die Rothaarige stumm an, bevor sie sanft lächelt.„Kennst du den Spruch, dass Sterne wie unsere Ideale sind?“Nun sieht Erza Mina verwundert an, weshalb die Schwarzhaarige fortführt: „Man sagt, dass Sterne wie unsere Ideale sind. Manche strahlen heller als andere, da manche Ideale und Träume auch reiner und stärker sind als andere. Wir können sie zwar nicht immer ausmachen, aber dennoch sind sie da und umgeben uns.“Erza hört weiter zu als Mina erzählt. Die Blitzmagierin sieht Erza nun an und meint: „Beim Anblick der Sterne musste ich deshalb irgendwie an uns alle denken.“„An uns?“„Nun ja… mehr an Gray.“„Wieso das denn?“„Jeder von uns hat seine Ideale - seine ganz eigenen Träume - die uns durch unser Leben führen. So war auch bei diesem Auftrag. Grays Ideal sein Leben weiterzuführen, welches ihm von seiner Lehrerin erneut geschenkt wurde, führte ihn hierhin. Zu dieser Insel, sodass er hier ihr Vermächtnis schützen konnte. Es ist etwas was ihn sein Leben lang prägen wird, weshalb dieser Traum auch so hell strahlt wie ein Stern. Jedoch wird er eines Tages schwächer werden bis er nicht mehr sichtbar ist, doch…“, und damit hält Mina inne und legt ihre Hand auf ihre Brust, „… er wird niemals gänzlich verschwinden, denn in seinem Herzen wird er weiter fortbestehen.“Bei der Erzählung hat Erza aufmerksam zugehört. Für sie scheint es so als würde Mina aus eigener Erfahrung sprechen. Doch bevor sie etwas dazu sagen kann nehmen die beiden Frauen etwas Unruhe hinter sich wahr, weshalb sie sich umschauen.Bei der Feier sind urplötzlich zwei fremde Personen aufgetaucht, durch welche die Unruhe entstanden sind. Es sind eine Frau mit pinken Haaren, die zu zwei Zöpfen zusammengebunden sind, und ein Mann mit breiten Augenbrauen und blauen Haaren.„Wer ist das denn?“, fragt Erza verwundert, weshalb Mina mit den Schultern zuckt. Doch dann vernehmen die beiden S-Rang Magierinnen laute Zwischenrufe, weshalb sie etwas aufhorchen. Diese Zwischenrufe gehen wohl von ihren Leuten aus.„Ihr zwei?“, ist von Lucy zu hören, bevor Gray fragt was sie hier machen.„Ihr habt Lyon besiegt und wir wollen es euch heimzahlen.“, meint der Mann mit den dicken Augenbrauen, weshalb Natsu anfängt zu grinsen und seine Faust in Flammen hüllt, „Gut, dann zeigt mir mal was ihr könnt!“„Wartet!“, erklingt nun die Stimme von Bobo, dem Sohn des Dorfhäuptlings, weshalb sich die Beteiligten zu ihm drehen. Sofort wird klar was er ansprechen möchte, da sich alle Dorfbewohner hinter ihm versammelt haben.„Wir können uns nicht immer auf euch verlassen!“, fängt er an woraufhin die Dorfbewohner ihm zustimmen und meinen sie müssen sich selbstständig verteidigen können.„Vielleicht sollte jemand von uns eingreifen.“, meint Erza, weshalb Mina ihre Hände hochhebt.„Mach du ruhig. Ich nutze dann die Möglichkeit und kontaktiere Opa.“, gibt Mina nur von sich und greift in ihre Tasche um ein Kommunikationslacrima hervorzuholen. Erza nickt ihr zu und geht in Richtung des Tumults, während sie der Menge zuruft: „Nein, schon ok. Ich erledige das.“Lächelnd schüttelt Mina den Kopf, ehe sie sich abwendet und etwas weiter weg vom Geschehen tritt um ihrem Großvater einige Informationen über den Auftrag zu geben. Wie er es auffassen wird, dass sie den Auftrag dennoch beendet haben - obwohl Mina und Erza mit den Ausreißern sofort zurückkommen sollten - weiß die Feenkaiserin zwar noch nicht mit Gewissheit, aber sie vermutet dass es ihm nicht so sehr gefallen wird wie es den Dorfbewohner gefällt.Sie seufzt daraufhin. Vermutlich ist es aus diesem Grund gut, dass Mina diejenige ist die ihm diese Informationen mitteilt. Schließlich ist sie seine Enkelin und daher wird er ihr gegenüber vermutlich etwas sanfter sein als er es mit den anderen wären.Andererseits sagte er ihr bereits zu genüge, dass gerade sie als seine Enkelin - als Enkelin des Gildenmeisters - wissen sollte was in Ordnung ist und was nicht. Mina könnte sich die Haare raufen. Vermutlich ist es doch keine so gute Idee, wenn sie ihren Großvater nun kontaktiert. Andererseits… wer außer ihr würde denn diesem Zorn noch standhalten wollen..?Als Erza den beiden Personen hingegen in einem Kampf gegenübertritt besiegt sie diese schnell mit zwei Faustschlägen - ganz ohne Magie. Verwundert über diese Situation bekommt die Truppe - sowie das gesamte Dorf - erklärt was mit „heimzahlen“ gemeint war. Es war nicht gemeint, dass sie sich für Lyon rächen wollen, sondern viel mehr war gemeint, dass sie für ihre Taten gegenüber den Dorfbewohnern büßen wollen. Da sie die Taten jedoch nicht rückgängig machen können war dies die Art der Bestrafung die sie für ihre Taten auserkoren haben.Obwohl dies eine drastische Maßnahme ist scheint sie doch verständlich. Kurzerhand entscheidet Natsu daraufhin, dass die beiden ebenfalls zum Fest eingeladen werden sollten und hat sie somit selbst dazu bestellt. Ob dies ist um die Situation aufzulockern, oder lediglich um ihr schlechtes Gewissen zu lindern ist schwer zu beurteilen. Eventuell wurde diese Einladung auch nur ausgesprochen, weil der Dragon Slayer einfach mehr Leute bei dieser Feier haben möchte. So oder so - die Gründe nun dahingestellt - diese Einladung hat die Stimmung erneut aufgelockert, weshalb die Festlichkeiten schnell weitergehen.Doch bis zum Ende der Festlichkeiten ist Mina nicht mehr aufgetaucht. Jedoch scheint es ebenfalls so als hätte dies niemand bemerkt.*.*~.*~* Time Skip *~*.~*.* Der nächste Tag bricht an und alle scheinen erst relativ spät aus den Betten zu kommen. Diese Tatsache ist jedoch nicht verwunderlich, wenn man im Kopf behält wie lange die Festlichkeiten gingen. Die Menschen feierten sogar noch hinein in den neuen Tag und bis der Mond allmählich verschwand um somit Platz für die Sonne am Himmelszelt zu schaffen.Dementsprechend müde scheinen alle Beteiligten zu sein, da der Schlaf nach dem Feiern nicht so schnell eintreffen wollte wie es normal war. Jedoch scheint Mina als einzige nicht dem Schlaf nachzutrauern, da sie bereits in einem langen Gespräch mit dem Häuptling verwickelt ist als der Rest ihrer Gruppe aus den Zelten tritt. Der Dorfhäuptling wirkt jedoch - im Vergleich zur Feenkaiserin - ziemlich ausgelaugt, was den anderen auch auffällt. Als sie dann zu den beiden können sie auch hören worüber sie sprechen.„Aber was ist, wenn wir es euch nicht als Belohnung sondern viel mehr als Geschenk geben würden?“Mina schüttelt nun den Kopf und lächelt ihn sanft an: „Es würde zwar nicht sehr freundlich sein, wenn wir es ablehnen, aber dennoch können wir das nicht annehmen.“„Aber…“„Zum einen sind 70 Millionen Jewel als Geschenk eine viel zu gewaltige Summe und zum anderen spricht dies gegen die Prinzipien unserer Gilde.“, erklärt ihm Mina freundlich, weshalb er verstummt.Erst jetzt scheinen die anderen zu verstehen was hier eigentlich los ist. Denn wie es scheint ist es gerade so dass Mina die Belohnung für den Auftrag ablehnt. Sehr zum Schock von den vier Ausreißern.„Mina…“, fängt Erza an, weshalb sich die Schwarzhaarige umdreht.„Guten Morgen.“, gibt diese freundlich von sich, als Erza zu ihr tritt, dicht gefolgt von den anderen.„Worüber redet ihr denn?“„Ach, nichts wichtiges. Ich hatte nur versucht gerade klar zu machen, dass wir keine Belohnung annehmen können, selbst wenn diese als Geschenk deklariert wird.“Nun mischt sich der Dorfhäuptling ins Gespräch ein und gibt von sich: „Aber das geht doch nicht! Ihr habt so viel für uns getan, da könnt ihr doch nicht mit leeren Händen zurückgehen!“„Stimmt, da hat er recht! Wir haben uns das verdient!“, gibt Natsu lautstark von sich, woraufhin Happy mit einem „Da hat Natsu vollkommen recht!“ antwortet - sehr zum Missfallen der anderen.„Halt doch einfach die Klappe, du Vollidiot.“, zischt Gray ihn von der Seite leise an, doch leider hat Mina die beiden schon gehört und sieht diese mit einem finsteren Blick an. Augenblicklich verstummen beide und Mina dreht sich erneut lächelnd zum Dorfhäuptling um.„Wie können wir uns eine Belohnung verdient haben, wenn dieser Auftrag im Grunde nicht mal stattgegeben wurden ist? Ich kann ihre Bitte wirklich nachvollziehen, aber so leid mir das tut es steht außer Frage die Belohnung abzulehnen. Es entspricht nicht den Prinzipien unserer Gilde, also müssen wir die Belohnung ablehnen.“, erklärt Mina, weshalb der Häuptling etwas traurig wirkt.„Ich verstehe.“, gibt er von sich doch da mischt sich Erza ein.„Moment, ein Geschenk können wir annehmen.“Nun wirkt Mina verwundert und sieht Erza fragend an.„Können wir?“„Ja, wir würden gerne den Schlüssel mitnehmen.“, und damit deutet Erza auf einen goldenen Schlüssel den der Häuptling in der Hand hält.„DEN WILL ABER KEINER!", schreien Natsu und Gray.„DOCH ICH WILL DEN!", schreit Lucy zurück.„Natürlich nur wenn das für dich in Ordnung ist.“, und damit wendet sich Erza nun an Mina - die anderen ignorierend - welche mit ihren Schultern zuckt.„Es ist ja schließlich kein Geld, also soll mir recht sein.“Daraufhin strahlen die Augen des Häuptlings, der ihnen glücklich den Schlüssel überreicht. Da Mina ihn jedoch ohnehin nicht wollte hat Erza ihn eingesteckt.„Wir würden uns dann auch auf den Weg machen.“, gibt Mina kund.„Es wäre mir eine Freude euch zurück zu bringen." sagt Bobo - der Sohn des Dorfhäuptlings - daraufhin, weshalb sich Mina und Erza etwas verlegen am Hinterkopf kratzen.„Danke, dass ist sehr freundlich, aber...", fängt Mina an und stockt. Sie weiß nicht recht wie sie erklären soll, dass sie bereits eine etwas merkwürdige Mitfahrgelegenheit hat.„Naja… irgendwie haben wir bereits eine Mitfahrgelegenheit…“, fährt Erza fort und stockt ebenfalls. Irgendwie eine Mitfahrgelegenheit zu haben ist auch etwas grob gefasst, oder nicht? Nun ja, eventuell ist dies auch etwas falsch gefasst, aber hinterfragen wir dies nicht weiter.Verwundert folgen die Beteiligten den beiden S-Rang Magierinnen an den Strand. Man könnte sagen, dass dort kein ungewohntes Bild zu sehen ist - wäre da nicht ein Schiff mit schwarzen Segeln, auf denen ein Totenkopf zu sehen ist, welches am Strand angelegt hat.„Ist das… ein Pirattenschiff..?“, fragt Lucy ungläubig, als laute Jubelrufe dazwischen geraten.„Hallo, verehrte Fräulein! Wir haben hier auf euch gewartet, so wie ihr wolltet.“, ruft nun der kleine Mann mit grauen Vollbart, der für alle als Kapitän sichtbar ist. Währenddessen winkt der Rest der Besatzung den Personen am Strand zu.„Hervorragend!“, ruft Mina und deutet dann auf das ausgerissene Vierergespann, „Das sind unsere Kameraden, die ihr ebenfalls mitnehmen werdet!“„Aber selbstverständlich!“, ruft der Kapitän nun zurück während er lächelt. Man muss jedoch kein Hellseher sein um zu sehen, dass dieses Lächeln nur aufgesetzt war. Nein, viel eher ist es so, dass selbst ein Blinder sehen kann dass dieser Pirat Mina und Erza so schnell es geht loswerden möchte. Das ist aber in Ordnung, denn dies stört die Feenkaiserin beispielsweise nicht. Hauptsache sie und ihre Kameraden kommen am ihr Ziel und selbst eine Bande von Piraten würde diesem Ziel zu genüge entsprechen können.Als die Strickleiter von der Reling gelassen wird, sodass die Helden ans Deck gelangen können, ergreift Lucy erneut das Wort.„Wartet mal! Seid ihr wirklich mit diesen Piraten mitgefahren?“„Ja, wieso?“, gibt Erza nun von sich, weshalb sich Lucy vorsichtig umschaut. Dann tritt sie zu den beiden S-Rang Magierinnen und murmelt: „Das sind doch Piraten. Es ist nicht sicher mit denen zu reisen.“Mina und Erza schauen sich dann gegenseitig an, bevor die Schwarzhaarige das Wort an die Blondine richtet: „Seid ihr nicht mit einer wildfremden Person zur Insel gekommen?“„Ja, aber…“„Ich persönlich finde es ja gefährlicher mit einer Person zu reisen von der ich nicht mal weiß ob und was für eine Gefahr von ihr ausgeht als mit jemanden zu reisen bei dem ich mit seiner Gefährlichkeit bewusst bin.“, gibt Mina nun von sich. Bevor Lucy jedoch noch etwas sagen kann ergreift der Eismagier das Wort: „Und die Piraten haben euch einfach so mitgenommen?“„Nein.“, meint Erza daraufhin, weshalb Lucy und Gray nun beide verwirrt zu sein scheinen. Natsu hingegen starrt noch immer auf das gewaltige Piratenschiff. Was in seinem Kopf vor sich geht kann man nicht genau sagen, doch vermutlich kreisen Gedanken darüber wie er sich schnell eine Alternative einfallen lassen kann um um das Piratenschiff herum zu kommen und dennoch am Hafen von Hargeon ankommen zu können.„Wie habt ihr die Piraten dann dazu gebracht euch mitzunehmen?“, will Gray wissen, während er seine Arme vor der Brust verschränkt. Lucy nickt nur und tut es ihm gleich.Erza und Mina schauen sich nun gegenseitig an, bevor ihr Blick wieder an die anderen gerichtet ist und sie gleichzeitig sagen: „Wir haben das Schiff gekapert.“Die beiden Magier sind daraufhin sprachlos und starren die S-Rang Magierinnen einfach nur noch an. Ob zu diesem Zeitpunkt etwas in ihren Köpfen vor sich ging weiß man nicht so genau, jedoch ist dies der Moment an dem für die Blitzmagierin das Gespräch gelaufen ist.„Ok, genug geplaudert. Ab aufs Schiff mit euch, damit wir endlich abreisen können.“Noch immer voller Verwunderung machen sich Erza, Gray und Lucy in Richtung Deck auf. Natsu, Happy und Mina hingegen verbleiben noch am Strand, da der Dragon Slayer so seine Vorbehalte hat. „Natsu…“, fängt Happy an, doch der Feuermagier schüttelt den Kopf.„Hast du dir dieses Schiff mal angeguckt?! Da gehe ich doch nicht drauf!“Mina verschränkt daraufhin ihre Arme vor der Brust und fragt: „Bist du dir da sicher?“Sofort sieht Natsu zu der Blitzmagierin und meint: „Ja! Keine zehn Pferde kriegen mich auf dieses Höllenschiff!“Nun hebt Mina skeptisch ihre Augenbraue. Das mit dem Dragon Slayer und seiner Reisekrankheit war schon immer so eine Sache, aber leider hatte Mina verdrängt wie anstrengend das werden kann.„Und wie glaubst du sonst zum Hafen kommen zu können?“, will Mina wissen, weshalb Natsu grinst.„Ganz einfach!“, und damit zeigt Natsu auf seinen fliegenden Kumpanen, „Dank Happy werde ich sogar vor euch am Hafen ankommen!“ Stumm sieht Mina den Jüngeren an. Sie fragt sich ob dies ein Scherz sein soll oder im Ernst gemeint ist. Doch dann fällt ihr folgendes ein: Es geht sich um Natsu - einen Fairy Tail Magier - und wenn das nicht im Ernst gemeint ist dann weiß sie selbst nicht mehr was wahr ist und was nicht.Ihr Blick gleitet also zu Happy der etwas verlegen zur Seite sieht.Mit einem neckischen Grinsen sieht Mina dann wieder zu Natsu und meint: „Das ist ja eine wunderbare Idee, aber hast du Happy auch mal gefragt ob er diese Strecke fliegen kann?“„Was, aber wieso?“, doch nun mischt sich Happy ein.„Natsu… so gerne ich dich tragen würde… diese weite Strecke schaffe ich vermutlich nicht.“Ungläubig sieht er seinen Freund an, bevor er Happy sanft mit der Hand über den Kopf fährt.„Das ist ok.“„Wirklich?“„Ja, sicher.“, versichert Natsu, weshalb Mina erleichtert ausatmet. Doch ihre Vorfreude währt nicht ewig.„Ich werde einfach schwimmen!“Mina entgleiten daraufhin die Gesichtszüge. Hat er gerade wirklich gesagt, dass er bis nach Hargeon schwimmen will?„Das ist nicht dein Ernst?“„Doch selbstverständlich! Hauptsache ich muss nicht auf dieses Schiff!“Stumm sieht Mina den Dragon Slayer an. Sie hat es im Guten versucht, aber allmählich reißt auch ihr der Geduldsfaden.„Sind das deine letzten Worte?“, fragt Mina nun streng, in der Hoffnung er möge seine Entscheidung nochmal überdenken. Jedoch hat sie Natsu dabei falsch eingeschätzt.„Ja, ich werde nicht mit diesem Schiff fahren!“„Na, fein… du wolltest es nicht anders.“Bevor Natsu nun fragen kann was Mina meint schlägt sie ihn mit der Faust in den Bauch. Durch die Wucht des Schlags wird der Dragon Slayer bewusstlos und Mina kann ihn ohne weitere Diskussionen aufs Schiff schleppen - naja zumindest ohne weitere Diskussionen von Natsus Seite, aber mit Happy sieht das anders aus…„Mina! Wie kannst du nur?!“„Wie kann ich was?“„Natsu bewusstlos schlagen! Wir hätten eine andere Möglichkeit finden können!“„Du wolltest ihn doch nicht tragen.“„ABER ER WOLLTE SCHWIMMEN!“Nun sieht Mina den fliegenden Kater an. Scheinbar ist sie in einem Irrenhaus gelandet. Wobei… eigentlich ist sie niemals aus diesem herausgekommen…„Willst du ihn jetzt tragen, oder nicht?“, will Mina genervt wissen, weshalb Happy nun etwas vor sich hin stammelt.„Also… ähm… vielleicht…“„Wenn du ihn also nicht tragen willst, dann halt die Klappe oder ich stopfe sie dir.“, und damit deutet Mina an, dass sie auch Happy eine runterhauen will - sehr zum Missfallen des Katers. Sofort legt sich Happy die Pfoten vor den Mund um so jeglichen Ton zu unterdrücken.„Geht doch…“, murmelt Mina und begibt sich mit Natsu auf der Schulter und Happy im Schlepptau an Bord.„Wir können dann jetzt los!“, ruft Erza dem Kapitän zu, als auch die letzten der Runde an Bord angekommen sind.Als das Schiff also ablegt schmeißt Mina Natsu relativ unsanft auf den Boden und fängt sich an zu strecken.„WAS SOLL DAS DENN?!“, gibt Happy nun panisch von sich, doch Mina scheint ihn zu ignorieren. Stattdessen meint sie leise: „Scheiße, ich glaube ich habe mir irgendwas verknackst…“Ungläubig wendet sich der blaue Kater wieder seinem Freund zu und schaut ob es ihm gut geht, doch dieser ist noch immer bewusstlos.Mina hingegen tritt nun an die Reling zu Erza, Gray und Lucy, wo sie sich von den Dorfbewohnern verabschieden."Auf Wiedersehen!" "Kommt gut nach Hause!" "Kommt uns mal wieder besuchen!""Dann können wir auch wieder zusammen tanzen!"Die Fairy Tail Magier winken zum Abschied, als sich Erza an Lucy wendet.„Lucy…“, fängt sie an und reicht der Blondine den goldenen Schlüssel den die Magier als Geschenk vom Häuptling angenommen haben.„Aber…“„Du sollst den haben. Das ist schließlich ein Stellarschlüssel und du bist die einzige Stellargeistmagierin, die wir kennen.“Unsicher sieht Lucy nun zu Mina, die ebenso überrascht wirkt wie die Stellargeistmagierin.„Mina stimmt mir da bestimmt zu, oder?“, meint Erza nun und sieht die Blitzmagierin an. Zu sagen Mina sei verwirrt ist untertrieben. Warum sollte Lucy ein Geschenk erhalten, wenn sie ebenso wie Natsu, Gray und Happy den Auftrag verbotenerweise durchgeführt hat? Dies scheint sich der S-Rang Magierin nicht zu erschließen. Minas Blick geht zwischen Erza und Lucy hin und her bevor sie sich abwendet um zum Heck des Schiffes zu gehen.„Keine Sorge, das heißt nur dass Mina nichts dagegen hat.“, versichert Erza Lucy, weshalb die Blondine den goldenen Schlüssel - den Schlüssel des Schützen Sagittarius - entgegennimmt. Erza hingegen gesellt sich zu Mina, die aufs Meer starrt, während Lucy und Gray zu Natsu und Happy gehen.„Sag mal Erza…“, fängt Mina an, als die Rothaarige zu ihr gekommen ist.„… wieso bekommt Lucy ein Geschenk, wenn sie doch ebenso verbotenerweise den Auftrag durchgeführt hat, wie der Rest der Truppe?“„Ganz einfach. Lucy wurde bestimmt von Natsu und Happy mitgeschleppt ohne dass sie es eigentlich wollte. Sie ist noch neu und weiß dementsprechend nicht, welche Konsequenzen so etwas hat.“Nun dreht sich Mina zu Erza um und sieht sie streng an: „Also übermitteln wir ihr, dass dieses Verhalten falsch war, indem wir sie belohnen?“„Siehst du das so?“, fragt Erza nun überrascht woraufhin Mina nickt.„Ich meine ‚Ja‘. Wie sollte man das sonst auffassen? Ich sage, es wird eine Bestrafung folgen, und du gibst ihr ein Geschenk. Ich weiß ja nicht wie sie das aufgefasst hat, aber ich würde es nicht soweit verstehen, dass ich etwas falsch gemacht habe.“„Was soll ich jetzt machen? Ihr das Geschenk wieder wegnehmen?“, will Erza nun wissen, woraufhin Mina den Kopf schüttelt.„Nein, du hast ihr den Schlüssel schließlich geschenkt. Ein Geschenk zurückzunehmen gehört sich nicht.“Nun wendet sich Mina ab, doch sie sagt noch: „Ich fände es einfach das nächste Mal schön, wenn wir uns vorher diesbezüglich absprechen könnten und dann nicht so widersprüchliche Aussagen treffen. Schließlich war Lucy ebenso verwirrt wie ich.“Erza seufzt nun, ehe sie sich mit dem Rücken an die Reling lehnt. Mina hingegen stützt sich mit den Ellbogen auf der Reling ab und starrt aufs Meer, während Erzas Blick der Chaostruppe zugewandt ist.„Was hat Master gesagt?“, fragt Erza nun und wechselt somit das Gesprächsthema, aber zum Missfallen von Mina.„Wirklich? Mehr willst du zu diesem Thema nicht sagen?“, entgegnet Mina und sieht Erza nun an. Diese sieht Mina ebenfalls an und meint: „Nein, ich möchte dieses Thema nicht weiter vertiefen.“„Verstehe.“, gibt Mina von sich und streicht sich etwas die Haare aus dem Gesicht, die vom Wind in jenes geweht wurden.„Was Opa gesagt hat..? Naja, er war nicht begeistert. Eigentlich dachte er, dass wir genug Verstand hätten sofort zurückzukommen anstatt den Auftrag gleich mal zu Ende zu bringen.“„Verständlich.“, gibt Erza von sich, während sie die Hand ans Kinn legt.„Ja.“, meint Mina knapp und starrt weiter aufs Meer.„Hat Master denn sonst noch was gesagt?“Mina verbleibt erstmal still, weshalb Erza glaubt dass sie sie nicht gehört hätte - was durch den Zugwind und das Rauschen der Wellen nicht verwunderlich ist. Doch als Erza erneut fragen will ergreift Mina das Wort: „Nichts relevantes für euch.“„Wie meinst du das?“„Naja… Opa hatte mir noch etwas mitgeteilt im Bezug auf den Rat, aber das ist für euch nicht wirklich wichtig.“Erza ist nun verstummt. Sie weiß was Mina damit sagen will. Der magische Rat hat von Makarov wissen wollen wo seine Enkelin ist, da sie erneut einen Auftrag für sie haben. Doch Mina will keine Hilfe, denn sie erledigt alle ihre Aufträge stets alleine. Das stört Erza und das weiß Mina, aber dennoch hat sie nicht das Bedürfnis Erza etwas mehr über das besagte Gespräch zu erzählen. Noch hat sie das Bedürfnis Erza um Hilfe zu bitten. Sowas macht Mina auch nicht, denn so ist sie nicht, aber dennoch stört es die Rothaarige.„Hat er denn sonst noch was gesagt?“„Nein.“Nun verzieht Erza das Gesicht. Nein. Wie sehr sie dieses Wort hasst. Besonders wenn Mina es im Zusammenhang mit dem Rat verwendet.„Du willst es mir nicht sagen, oder?“Mina sieht Erza nicht mal an als sie antwortet: „Nicht wirklich, aber selbst wenn ich es wollte könnte ich es nicht. Opa hat mir selbst nicht sagen können was der Rat will.“Erza seufzt. Warum kann die Blitzmagierin nicht einmal wenigstens offener sein, was ihre Aufträge beim Rat angehen?„Willst du meine Hilfe denn wenigstens dieses Mal annehmen?“„Nein.“, und damit sieht Mina Erza aus dem Augenwinkel heraus an. Für sie ist das Gespräch beendet, aber die Frage ist… ist das Thema auch für die Jüngere beendet?Erza seufzt nun und blickt über ihre Schulter um ebenfalls die Wellen des Meeres zu beobachten.„Wenn du meinst, dass das die richtige Entscheidung ist, dann will ich dir da nicht weiter reinreden.“, gibt die Rothaarige von sich, weshalb Mina etwas skeptisch ist. Mina weiß was Erza damit sagen will - sie glaubt es ist dumm, dass Mina alles alleine bewerkstelligen will, doch weil sie gegen Mina nicht ankommt gibt sie diese Diskussion auf.Bevor Mina jedoch noch weiter über Erzas Worte nachdenken kann stellt sich die Jüngere wieder normal hin und sieht die Blitzmagierin an, weshalb Mina sie ebenfalls ansieht.„Jedoch sollst du wissen, dass du dir meine Hilfe jederzeit erfragen kannst.“„Das wird bestimmt nicht nötig sein, …“, fängt Mina an bevor sie mit einer sanftmütigen Stimme fortfährt, „… aber ich danke dir.“Erza nickt ihr zu und verlässt sie dann, um in Richtung des Vierergespanns zu gehen, da Natsu nun scheinbar wachgeworden ist, aber durch seine Reisekrankheit von starker Übelkeit betroffen ist.Lange sieht Mina Erza hinterher, ehe sie wieder aufs weite Meer blickt, während ihre Arme noch immer auf der Reling verharren.Vorsichtig schließt sie ihre Augen und nimmt ihre Umgebung mit ihren Sinnen wahr. Der Geschmack der salzigen Meerluft in der Luft, das Rauschen der Wellen in den Ohren und wie der Bug des Schiffs aufs Wasser trifft und durch die Wellen bricht. Doch auch das Zischen des Windes, welcher ihr um die Ohren weht ist zu hören, während die Reling feucht vom peitschenden Wasser ist.Diese Art der Wahrnehmung zaubert Mina ein Lächeln ins Gesicht. Sie nimmt viel zu selten ihre Umgebung auf diese Art und Weise wahr und wenn sie es doch tun sollte, dann nicht für so eine lange Zeit wie es ihr auf dem Schiff möglich ist.Sie ist so sehr in Gedanken versunken, dass sie die Schritte hinter sich nicht bemerkt. Erst als die Schritte neben ihr aufhören horcht sie etwas auf.„Mina?“, erklingt nun eine männliche Stimme, weshalb die Schwarzhaarige sofort ihre Augen öffnet und neben sich schaut.„Gray?“, gibt sie verwundert von sich und schaut den Eismagier überrascht an.„Darf ich…“, fängt er an und fährt sich mit seiner Hand nervös über den Nacken, „… ähm… ich meine: Können wir kurz reden?“Verwundert sieht die Ältere ihn an, ehe sie mit ihrer Hand an die Reling deutet. Diese Botschaft versteht der Jüngere sofort und er lehnt sich ebenfalls an die Reling, wobei er sich mit den Händen abstürzt und somit etwas aufrechter steht als Mina.„Ist es nicht beruhigend so übers Meer zu schauen und die Atmosphäre zu genießen?“, fragt Mina Gray lächelnd während sie übers Meer starrt, woraufhin der Jüngere nur nickt.„Oh, entschuldige! Du wolltest ja mit mir über etwas reden.“, fällt Mina plötzlich wieder ein, weshalb sie Gray anschaut, der nervös seine Hände zusammenfährt und mit seinen Fingern spielt.„Ähm… genau… Ich habe eigentlich… nur eine Frage.“Verwundert stellt sich Mina etwas auf und stützt sich nun ebenfalls auf ihren Händen ab, sodass sie und Gray in etwa auf gleicher Augenhöhe miteinander reden können.„Ok.“, gibt Mina von sich.„Naja, es ist vielleicht eine blöde Frage… aber… wieso durften wir den Auftrag beenden?“Stumm sieht Mina Gray an. Sie hätte nicht gedacht, dass Gray dies noch durch den Kopf gehen würde.„Wieso willst du das wissen?“, stellt Mina ihm nun eine Gegenfrage, neugierig was der Jüngere zu sagen hat.„Nun… Erza und du solltet uns zurückbringen, weil wir den Auftrag nicht machen sollten. Ich sollte das auch tun, aber hab mich bequatschen lassen. Doch du und Erza seid S-Rang Magierinnen. Dass ihr euch bequatschen lasst ist sehr unwahrscheinlich. Also…“, nun stockt Gray, da er nicht wirklich weiß wie er seine Erleichterung, aber auch seine Verwunderung überbringen soll. Er ist froh, dass er seine Fehler der Vergangenheit zu Teilen beheben konnte, doch… womit hatte er dieses Glück verdient.Mina sieht ihn nun ernst an, bevor sie fragt: „Bereust du es?“„Was?“„Den Auftrag beendet zu haben. Bereust du das?“Überrascht sieht der Eismagier sie an, ehe er heftig den Kopf schüttelt.„NEIN! I-Ich…“, erneut stockt ihm der Atem, was Mina nun selbst verwundert.„Warum interessiert es dich dann? Sei doch froh, dass ihr den Auftrag beenden durftet.“„Das will ich aber nicht! Ich… Ich habe damals so viele Fehler gemacht! Fehler, die das Leben meiner Lehrerin und vieler weiterer Menschen gekostet haben… dass… dass ich all das nun bis zu einem bestimmten Grad beheben und das Vermächtnis meiner Lehrerin schützen konnte… es macht mich einfach so unendlich froh.“, erklärt Gray, jedoch ballen sich seine Hände zu Fäusten was der Blitzmagierin nicht entgeht.„Und dennoch ist die Situation nicht zufriedenstellend für dich?“, will Mina nun wissen, weshalb sich der Blick ihres Gesprächspartners senkt.„Ja…“„Wieso?“Gray seufzt, bevor er in den Himmel starrt.„Weil diese Tat meine Fehler nicht ungeschehen macht. Uls Tod. Lyons Hass. All das hätte verhindert werden können, wäre ich von Ul nicht gerettet wurden.“Still sieht Mina Gray an. Zwar versteht sie den Eismagier in vielerlei Hinsicht nicht, doch in diesem Punkt kann sie sich in ihn hineinversetzen. Doch gerade diese Tatsache ist alles andere als befriedigend für sie. Niemand sollte so fühlen… schon recht niemad der noch sein gesamtes Leben vor sich hat.„Und genau aus dieser Tatsache heraus ließ ich euch den Auftrag beenden.“, bricht Mina die Stille, weshalb der Eismagier sie verwundert ansieht.„Auch wenn du es nicht glaubst… ich verstehe dich. In vielerlei Hinsicht wünschte ich ich könnte die Vergangenheit ungeschehen machen. Doch leider wurde mir der Gefallen nicht gewährt. Nicht mal die Tatsache meine Fehler zu teilen zu beheben. Stattdessen werden meine Fehler gravierender und verfolgen einen bis sie komplett ausgemerzt werden müssen und nichts als Schuld zurücklassen.“, erklärt Mina und lässt ihren Blick wieder aufs Meer gleiten.„Als du dann sagtest du willst den Auftrag beenden, weil der Auftrag etwas persönliches ist, konnte ich nicht anders als dir eine Chance zu geben. Eine Chance die ich nur zu gerne selbst gehabt hätte. Auch wenn es so nicht laufen sollte…“, fährt Mina fort und sieht danach Gray wieder eindringlich an, „… bereue ich es nicht.“Verwirrt und beinahe sogar schockiert sieht Gray sie an, weshalb Mina etwas leicht lächelt.„Du solltest das Geschenk, was Ul dir gegeben hat, niemals so abfällig behandeln. Sie schenkte dir nicht umsonst ein zweites Leben. Selbst wenn du in der Zeit zurückreisen würdest… niemand könnte mit Gewissheit sagen, dass alles anders laufen würde, nur weil Ul dich in dieser Zeit nicht retten würde. Nimm dieses Geschenk lieber an und lebe dein Leben für dich… und auch für sie. Das bist du ihr schuldig.“Sprachlos sieht Gray Mina an, ehe er sich mit der Faust über die Augen reibt, wissend dass ihm Tränen aus den Augen quellen würden, wenn er es nicht tun würde. Dies belustigt die Ältere etwas, weshalb sie lächelnd den Kopf schüttelt.„Mina…“, fängt Gray dann an, weshalb die Ältere ihn ansieht.Er sieht herunter zu seinen Händen die noch immer auf der Reling gestemmt sind. Jedoch sind seine Hände nun nicht mehr zu Fäusten geballt. Vielmehr sind sie entspannt und ruhen dort, so als hätten sie endlich ihre wohlverdiente Ruhe nach einer endlosen Schlacht erlangt.„Danke…“, murmelt er, bevor dicke Tränen auf seine Hände fallen.„Ich… danke dir.“Stumm sieht sie den jungen Mann an, bevor sie zurück aufs Meer starrt.„Nicht der Rede wert.“„Mina…“, fängt er erneut an, weshalb die Schwarzhaarige nur einen Ton von sich gibt, der andeutet, dass sie ihm zuhört.„Es… es tut mir leid…“Nun erstarrt Mina. Warum sollte Gray sich bei ihr entschuldigen? Etwa weil er sich hat bequatschen lassen, den Auftrag mitzumachen?„E-Es tut mir leid… dass du ebenfalls… so etwas… miterleben musstest…“Noch rollen Tränen die Wangen des Eismagiers herunter, während die Blitzmagierin wie versteinert wirkt. Ihre Hände zittern nicht, aber bewegen sich auch ansonsten keinen Zentimeter.„Ist in Ordnung. Es ist… schließlich bereits lange her.“Sie traut sich nicht ihn anzuschauen, sondern blickt weiter aufs Meer. Nicht weil sie nicht sehen kann wie jemand weint, sondern vielmehr weil sie sonst ihre eigenen Emotionen nicht kontrollieren könnte. Dies hätte Gray gemerkt, wenn er nicht selbst mit weinen beschäftigt gewesen wäre. Hätte er nicht so bitterlich geweint hätte er gemerkt wie Minas Stimme im letzten Satz etwas brüchiger wirkte.Es war nicht in Ordnung.Mina war gebrochen. Doch das sah niemand. Nicht mal sie selbst. Doch in diesen einen Moment brach ihre Fassade für einen kleinen Moment.Leider… sah es niemand.

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