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Mo zerrte an seinen Fesseln. Vergeblich, denn Fabienne und Leyla hatten ihn so fest gebunden, wie es nur ging. Egal wie doll er zog, er erreichte nichts außer schmerzenden Handgelenken. So ein bisschen war die Situation hier ja auch seine eigene Schuld. Also, nicht nur ein bisschen. Er war mal wieder aufmüpfig gewesen, nichts besonderes eigentlich, aber diesmal war es Fabienne wohl zu viel gewesen. Und weiter hatte Mo natürlich nicht gedacht. Er war in den Raum gestürzt, hatte Fabienne und Leyla im Bett gesehen und nicht anders gekonnt, als mehr oder weniger scherzhaft "Habt ihr etwa Spaß ohne mich?" zu kommentieren.
Mit Fabienne alleine hätte Mo es aufnehmen können, vielleicht sogar gleichzeitig mit Fabienne und Leyla in ihrem eigenen Körper. Aber Leyla steckte jetzt in Tristans Körper und der war deutlich kräftiger als er schien. Mo hatte auch nicht bedacht, wie sehr sich Fabienne und Leyla inzwischen verbündet hatten. Klar, es hätte ihm auffallen können, schließlich waren sie zusammen im Bett gelandet.
Jedenfalls hatte Fabienne seinen dummen Kommentar diesmal nicht ignoriert. Hatte ihn nicht mit einem genervten Lächeln abgetan, wie sonst so oft. Stattdessen hatte sie Leyla vielsagend angegrinst, sich dann wieder an Mo gewandt und mit herausfordernden Ton eine Frage in den Raum gestellt.
"Du willst also mit uns Spaß haben?"
Damit hatte sie ihm bereits den Wind aus den Segeln genommen und so stand Mo nur bedröppelt mitten im Raum. Er nickte und ein Grinsen schlich sich zurück in sein Gesicht. Er hatte schon von Anfang an kein Geheimnis daraus gemacht, dass er Tristan durchaus attraktiv fand. Und auch der Fakt, dass jetzt Leyla in Tristans Körper steckte, tat dem keinen Abbruch. Im Gegenteil, sie schien seinen Körper mit noch ganz anderem Leben zu füllen.
Fabienne und Leyla waren aufgesprungen und kaum, dass Mo sichs versah, hatte Leyla ihn an den Holzpfahl gedrückt, der das Dach stützte. Dann spürte er auch schon, wie Fabienne ihm die Hände hinter dem Pfahl zusammenband. Woher sie plötzlich das Tau hatte, darüber konnte Mo jetzt nicht mehr nachdenken. Viel zu sehr hatte ihm dieser Bruchteil von Sekunden schon die Sinne vernebelt.
Plötzlich wurde ihm die Hose heruntergezogen. Mo keuchte theatralisch auf und schloss die Augen. Als er sie wieder aufschlug, hatte sich Fabienne direkt vor ihm aufgebaut und musterte ihn, ihr Gesicht nur wenige Zentimeter von seinem entfernt. Hinter ihr tauchte Leyla auf. Tristans Körper war fast zehn Zentimeter größer als Mos und auch, wenn Mo sich gerne selbstsicher und unberührbar gab, so war er nun doch ein wenig eingeschüchtert.
Leyla blickte an ihm herunter und grinste. "Ich sehe, du hast auch Bock auf Spaß?"
Die Beule in Mos Unterhose ließ sich natürlich nicht verbergen. Er fuhr mit der Zunge über seine Unterlippe und entgegnete: "Mit euch zwei Hübschen doch immer."
Fabienne lachte auf, dann wurde sie wieder ernst und näherte sich erneut Mos Gesicht. Er konnte schon ihren Atem auf seinen Lippen spüren und neigte sich ihr erwartungsvoll entgegen, doch im letzten Augenblick wandte sie sich von ihm ab und zog stattdessen Leyla in einen tiefen Kuss, was Mo ein überraschtes Grunzen entlockte.
"He!", protestierte er, wurde jedoch gekonnt ignoriert. Wie Fabienne und Leyla eng umschlungen, die Hände gegenseitig in den Haaren, immer und immer wieder leidenschaftliche Küsse austauschten, über diesen Anblick konnte Mo sich nun wirklich nicht beschweren. Aber es war eben nicht das, was er erwartet hatte und er bekam gerne das, was er erwartete.
Er wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, in der er einfach nur da stand und tatenlos zusehen musste, bis Fabienne sich ihm wieder zuwandte. "Du kannst ja tatsächlich auch mal still sein."
"Was soll das denn heißen?", fragte Mo schnippisch. "Als ob ich ständig…" Er verstummte. Wenn er ehrlich war, gab er wirklich ständig überall seinen Senf dazu.
Leyla und Fabienne hatten sich inzwischen ausgezogen und kurz spürte Mo Eifersucht über Tristans Körper in sich aufkochen, die er aber sofort wieder aus seinem Bewusstsein verbannte. Fabienne und er hatten sich schließlich darauf geeinigt, in ihrer Zeit hier auf der Insel auch mit anderen Personen Sex haben zu dürfen und wenn sie das jetzt sogar zusammen taten, umso besser.
Seine Frau ließ wieder von Leyla ab und ging auf Mo zu. Sanft schob sie ihm die Hände unter das T-Shirt, fuhr ihm durchs Brusthaar und umkreiste mit den Fingern seine Nippel, was ihm eine Gänsehaut über den ganzen Körper jagte. Diesmal war sie nah genug, dass er dabei vorsichtig ihren Hals küssen konnte.
Unvermittelt griff eine Hand in Mos Schritt und ließ ihn überrascht aufstöhnen. Das war nicht Fabiennes Hand, nein, diese hier war größer und kräftiger. Leyla hatte sich neben Fabienne gestellt und massierte Mos Eier durch seine Unterhose. "Fuuuck", entfuhr es ihm. Er schloss die Augen und biss sich auf die Unterlippe. Gerade wollte er Leyla seine Hüfte entgegen schieben, da hatte sie ihn schon wieder losgelassen. "Fuck!", wimmerte er.
"Sei nicht immer so ungeduldig", tadelte Fabienne Mo. Sein Blick verfinsterte sich. "Ich bin gar nicht ungeduldig", versuchte er sich herauszureden. "Aber ihr fangt hier eine Sache an und lasst mich dann hängen."
"Weißt du was? Je mehr du dich beschwerst, desto länger musst du warten. Falls du überhaupt was bekommst." Fabienne stand nun mit verschränkten Armen vor Mo und sah ihm geradewegs in die Augen. Er schluckte.
Macht doch, was ihr wollt
, hätte er gerne geantwortet, stattdessen gab er sich diplomatisch. "Dann halte ich jetzt die Klappe."
Dass Fabiennes "So ist's brav" ihn so aus der Bahn werfen würde, damit hatte er nicht gerechnet. Und zugeben würde er es schon gar nicht. Schlimm genug, dass er sich von seiner Frau so herumkommandieren ließ; dass ihm dann noch auf das Lob einer abging, passte so gar nicht in sein Selbstbild. Mo blieb nun also stumm, in der Hoffnung auf baldige Erlösung, während sein harter Schwanz pulsierte.
Die Erlösung schien nicht lange auf sich warten zu lassen, denn im nächsten Augenblick ging Leyla vor ihm auf die Knie und zog ihm die Unterhose herunter. Seine befreite Erektion fühlte sich schon viel besser an. Erwartungsvoll blickte er an sich herunter und hielt den Anblick, der sich ihm bot, kaum aus. Zu gerne wäre er Leyla mit den Händen in die Haare gefahren, hätte ihren Kopf zu seinem Schwanz dirigiert - aber er konnte ja nicht. Die Fesseln schnitten plötzlich schmerzhaft in seine Handgelenke und er stöhnte auf, halb vor Schmerz, halb vor Lust.
Doch wieder tat sich nichts. Mo wimmerte und presste seinen Kopf gegen den Pfeiler. "Hast du etwa das Sprechen verlernt?", neckte Fabienne ihn. Er schnaubte. "Ich dachte, ich soll die Klappe halten."
"Das hab ich nicht gesagt", antwortete seine Frau. "Ich habe gesagt, dass du aufhören sollst, dich zu beschweren. Aber du musst uns schon sagen, was du möchtest."
"Macht es mir einfach", sagte Mo und es klang fast bettelnd. Fabienne bedachte ihn mit einem Grinsen. "Wie heißt das Zauberwort?"
"Bitte?", flehte Mo.
"Geht doch."
Leyla senkte ihren Kopf in Mos Schritt und begann, mit der Zunge seinen Schwanz entlang zu fahren, bis hin zur Spitze, was ihm ein tiefes, genießerisches Brummen entlockte. Dann ließ sie ihn ganz in ihren Mund hineingleiten. Mo erzitterte, beinahe gaben seine Beine nach. Doch genauso schnell, wie er sich hingegeben hatte, war es auch schon wieder vorbei.
"Das könnt ihr doch nicht machen", protestierte er mit weinerlicher Stimme.
"Halt die Klappe, Mo", wies Fabienne ihn zurecht. "Wir machen mit dir, was wir wollen. Es gefällt mir übrigens sehr, wie du hier bettelst. Das tut dir gut."
Fabiennes strenger Ton ließ Mos Schwanz zucken. Er stöhnte und wandte sich in den Fesseln, seine Lust war fast unerträglich.
Die beiden Frauen brachten hier sein wahres, bemitleidenswertes Ich zum Vorschein, das er sonst immer mehr oder weniger geschickt mit übertriebener Prolligkeit und schlechten Witzen überspielte.
Mo spürte, wie sich seine Augen mit Tränen füllten.
Das konnte doch nicht wahr sein
. Er würde jetzt nicht weinen, nur weil er hier festgebunden und ausgeliefert war. Er hob den Kopf und schaute an die Decke, in der Hoffnung, dass so seine Tränen versiegten, doch es half nichts.
Das war natürlich auch Fabiennes aufmerksamen Blick nicht entgangen. Sie bedeutete Leyla, ein Stück zur Seite zu rutschen, damit sie sich direkt vor Mo stellen konnte. Sanft strich sie ihm über die Wange, über die sich eine feuchte Spur gezogen hatte, dann legte sie ihre Lippen auf seine. Erleichtert lehnte Mo sich in den Kuss, ließ ihre Zunge in seinen Mund fahren. Am liebsten hätte er sich nie aus dem Kuss gelöst, doch irgendwann musste er nach Luft schnappen und Fabienne nutzte den Moment, um sich wieder seiner Reichweite zu entziehen.
Leyla griff nach Fabiennes Hand und zog sie aufs Bett, nur wenige Schritte vom Pfahl entfernt, an den Mo gebunden war. Fabienne ließ sich auf den Rücken fallen und spreizte die Beine, damit Leyla sich über sie beugen konnte. Diese begann, sie zu küssen und ihren Körper zu liebkosen. Unwillkürlich fiel Mos Blick auf ihre Erektion und nur mit Mühe konnte er ein Stöhnen unterdrücken. Er sah, wie Fabienne ihre Beine um Leylas Rücken legte und sie ihre Hüfte an sie heran zog. Leyla rieb ihren Schwanz an Fabienne und stöhnte ihr in den offenen Mund.
Vergeblich versuchte Mo die Aufmerksamkeit mit einem Räuspern zurück auf sich zu lenken. Seine Kehle war wie zugeschnürt. Es war unverschämt, wie er hier einfach stehen gelassen wurde, während sich direkt vor ihm Fabienne und Leyla miteinander vergnügten. Er musste tatenlos zusehen, wie seine Frau Leyla packte, auf den Rücken drehte und begann, sie zu reiten.
Mo startete einen neuen Versuch, sich Gehör zu verschaffen. "Hallo? Ich bin auch noch hier." Ohje, das klang weitaus weinerlicher, als er erwartet hatte. Aber es reichte aus, damit Fabienne ihn anschaute und über ihre Lippen leckte. Sie grinste spöttisch, als sie sah, wie er sich verzweifelt den Pfahl herunterrutschen ließ und auf die Knie sackte.
Dann wandte sie sich wieder Leyla zu und ritt sie immer schneller und heftiger, bis sie beide mit lautem Stöhnen kamen. Sie ließ sich auf ihre Brust sinken und atmete für einige lange Sekunden tief durch, dann drehte sie sich von ihr ab auf den Rücken.
"Bitte", flehte Mo. "Bitte ignoriert mich nicht. Kommt schon, ich habe jetzt die ganze Zeit meine Klappe gehalten."
Fabienne erhob sich langsam vom Bett und schritt auf ihn zu. "Warum hockst du denn hier unten wie ein nasser Lappen? Hoch mit dir!"
Mühevoll versuchte Mo, auf seine zitternden Beine zu kommen, doch es gelang ihm nicht. Resigniert ließ er sich auf seinen Po sinken und lehnte den Kopf gegen den Pfahl.
Plötzlich griffen ihn zwei kräftige Hände unter den Achseln und zogen ihn hoch. Mit einem übertriebenen Schnaufen stemmte er sich auf, damit Leyla nicht sein gesamtes Gewicht tragen musste. Kaum stand er, nahm Fabienne wieder das Ruder in die Hand. "Na, dann wollen wir uns mal um dich kümmern, hm?", säuselte sie. Fast hätte Mo ein "Na endlich" abgelassen, doch er konnte gerade noch die Lippen zusammenpressen.
Leyla war wieder vor ihm auf die Knie gegangen und hatte mit einer Hand seine Erektion gegriffen, während ihre andere Hand mit leichtem Druck seine Eier massierte. Er stöhnte genüsslich und lehnte seinen Kopf gegen Fabienne, die sich neben ihn gestellt hatte, um seine Brust und seinen Bauch zu streicheln. Und fast musste er wieder weinen, denn die beiden gingen so sanft mit ihm um, während er gleichzeitig vor Lust beinahe explodierte.
Mo spürte, wie Leylas warmer Mund sich um seinen Schwanz schloss und ihre Zunge seine Spitze umspielte. Vorsichtig begann er, ihr seine Hüfte entgegen zu bewegen, testete die Grenzen aus, die die beiden Frauen ihm wortlos auferlegt hatten. Immer, wenn seine Bewegungen zu fordernd wurden, hielt Leyla inne. Mo begriff sehr schnell, dass bei den beiden keine Eile herrschte und er sich nur hingeben konnte.
Sein Atem wurde flacher und schneller, er merkte, wie er sich dem Höhepunkt näherte. "Ich komme gleich", presste er hervor und sofort ließ Leyla seinen Schwanz aus ihrem Mund gleiten. Mo ächzte. Das war genau die Reaktion, die er erwartet hatte und trotz der Kraft, die es ihn kostete, machte es ihn verdammt geil.
“Tief durchatmen”, hauchte Fabienne ihm ins Ohr, atmete ihm dann in den Nacken und jagte ihm damit einen wohligen Schauer über den Rücken. Mo schloss die Augen und tatsächlich, sein Herz beruhigte sich wieder ein wenig.
Unvermittelt griff seine Frau seine ihr abgewandte Wange und drehte seinen Kopf, um ihm einen heißen Kuss auf den Mund zu drücken. Kurz darauf wurde es erneut warm um seinen Schwanz, was ihn fast sofort wieder an den Rand eines Orgasmus brachte. Mo musste sämtliche Willenskraft aufbringen, um seinen Höhepunkt hinauszuzögern.
Er sah, wie Fabienne Leyla in die Haare griff, um sie sanft von Mo wegzuziehen. Natürlich kannte sie seine Signale ganz genau und wusste, dass er sonst sofort kommen würde.
Zärtlich legte sie ihm die Hände auf die Wangen. “Du solltest lieber nochmal eine Pause machen.” Mo nickte nur schwach, ihm blieb ja nichts anderes übrig. Sein Blick wanderte zwischen Leyla und Fabienne hin und her und blieb dann an Fabienne hängen. “Ich liebe dich”, sagte er sanft. Er wusste nicht, warum er das ausgerechnet jetzt gesagt hatte, doch es erschien ihm passend. Fabienne lächelte. “Ich dich auch.” Damit drückte sie ihm einen weiteren Kuss auf die Lippen.
Mo konnte nicht sagen, wie viel Zeit vergangen war, bis er endlich erlöst wurde. Leyla hatte wieder angefangen, seinen Schwanz mit ihrem Mund zu verwöhnen, diesmal nahm sie außerdem ihre Hand zur Hilfe und massierte ihn schneller und fordernder. Er konnte sich jetzt nicht mehr zurückhalten und stieß in ihren Mund, bis auf einmal die Zeit stillzustehen schien und er sich laut stöhnend in ihr ergoss.
Wäre er nicht festgebunden gewesen, wäre er sicher an Ort und Stelle auf die Knie gefallen, so erschöpft war Mo auf einmal. Leyla leckte seinen immer noch gereizten Schwanz sauber, was ihn unwillkürlich zusammenzucken ließ, dann erhob sie sich und küsste Fabienne leidenschaftlich. “Das war großartig. Dieser Körper ist großartig.” Eng umschlungen stolperten sie zum Bett und ließen sich darauf fallen.
“Macht ihr mich noch los?”, fragte Mo.
Keine Reaktion.
“Hallooo? Ich bin auch noch hier. So langsam tun mir die Handgelenke weh.”
Leyla und Fabienne schauten ihn an, dann drehten sie ihre Köpfe wieder zueinander und kicherten.
Dann wohl nicht
. Aus irgendeinem Grund hatte er es wahrscheinlich auch genauso verdient.
----- CHAPTER BREAK -----
"Guten Morgen, mein Sonnenschein", brummte Mo mit noch halb geschlossenen Augen. Fabienne lachte. Mo war die letzten Tage ungewohnt gut gelaunt und schon fast gruselig liebevoll ihr gegenüber. Sie strich ihm durchs Haar und küsste ihn sanft auf den Mund. Er lehnte sich ihr entgegen und als sie ihren Kuss lösten, schlug Mo endlich die Augen auf.
Die Sonne fiel durch eine Lücke in den Gardinen aufs Bett und ließ Mos blaue Augen noch heller erstrahlen, als sie es sonst schon taten. Sein lockiges, dunkelbraunes Haar war verwuschelt vom Schlaf. Kurz verlor sich Fabienne in dem Anblick, dann spürte sich Mos Hand auf ihrer Taille. Er zog sie zu sich heran und umschlang sie mit Armen und Beinen.
"Lass uns noch ein bisschen liegen bleiben", murmelte ihr Mann ihr ins Ohr. "Wir haben doch alle Zeit der Welt."
Sie kuschelte sich kurz dichter an ihn, dann wand sich ein wenig aus seinem Griff, damit sie ihm mit der Hand über die Brust streichen konnte.
In der Nacht nach dem Sex mit Leyla hatten Mo und Fabienne sehr lange geredet. Die Zurechtweisungen und der Kontrollverlust schienen irgendetwas in ihm gelöst zu haben, sodass er Fabienne all seine Unsicherheiten preisgegeben hatte. Vieles davon hatte sie sich schon gedacht - seine Unzufriedenheit mit seinem Körper und damit einhergehend sein Drang, sich mit anderen Männern zu vergleichen - aber sie war froh, es endlich aus seinem Mund gehört zu haben. Seine angestauten Emotionen hatten sich in Tränen entladen, während Fabienne Mo in den Armen gehalten und ihm immer wieder versichert hatte, dass es gut war, dass er sich ihr geöffnet hatte.
Mo war jetzt vollends wach, er umfasste Fabiennes Hüfte, drehte sich auf den Rücken und zog sie dabei auf sich. Sie kicherte überrascht und musste sich an seiner Brust abstützen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Dann wurde sie wieder ernster, strich bedächtig durch sein Brusthaar, hinunter zu seinem Bauch und umkreiste mit einem Finger seinen Bauchnabel.
Langsam ließ Mo seine Hände über Fabiennes Oberschenkel wandern. Sie saß genau auf seinem Schwanz, der inzwischen hart geworden war. Er biss sich auf die Unterlippe; wie gut es sich anfühlen würde, wenn sie jetzt ihren Schritt an ihm reiben würde, doch er sagte nichts. Stattdessen ließ er seine Hand zwischen ihre Beine gleiten.
Entgegen seiner Erwartung lehnte sich Fabienne jedoch nicht in die Berührung, sondern griff mit einer raschen Bewegung seine beiden Hände und drückte sie mit ihrem Körpergewicht neben Mos Kopf in die Matratze. Das hielt ihn aber nicht davon ab, seine Hüfte gegen ihren Schritt zu pressen. Fabienne grinste - sie wusste, was Mo wollte und, dass er es nicht so einfach bekommen würde.
Mos Handgelenke immer noch fest im Griff, lehnte Fabienne sich weiter nach vorne, sodass ihre Nasen sich fast berührten und ihre Nippel über Mos Brust strichen. Sie wusste genau, dass es ihn verrückt machte, wenn sie ihm so nah war, aber er keine Chance hatte, sich zu rühren. "Du hältst jetzt mal ganz still", sagte sie ruhig, aber bestimmend. "Ich hab nämlich etwas für dich."
Erwartungsvoll hob Mo die Augenbrauen. Etwas für ihn ist immer gut, dachte er sich. Fabienne lehnte sich über den Bettrand und Mo konnte nicht anders, als nach ihrem Po zu greifen. Wenn sie ihn schon so schön präsentierte…
"Hände weg!", rief sie von unten und hob gleich darauf ihren Oberkörper wieder zurück aufs Bett. In der Hand hatte sie ein Halsband und eine Leine, die sie jetzt vor Mos Gesicht baumeln ließ. Zuckersüß säuselte sie: "Das lege ich dir jetzt um, denn anders lässt du dich ja anscheinend nicht bändigen."
Zugegeben, er fühlte sich geschmeichelt. Wild und unbändig, das war genau die Art von Mann, die Mo für richtig hielt und glaubte, zu sein. Und wenn es so schien, als ob er sich von Fabienne etwas vorschreiben ließ, dann lag das natürlich nur daran, weil er es von sich aus wollte. Davon war zumindest Mo überzeugt.
Fabienne hatte nun seine Handgelenke wieder losgelassen, damit sie ihm das Halsband anlegen konnte. Sie schob es hinter seinem Nacken hindurch, dann schloss sie die Schnalle - recht eng, wie Mo feststellte. Er konnte ohne Probleme atmen, wenn er ruhig liegen blieb, doch wenn er versuchte, den Kopf zu heben, drückte es unangenehm auf seinen Kehlkopf.
Mit der Leine in der Hand setzte sich Fabienne auf und betrachtete Mo. "Steht dir", kommentierte sie. "Danke", grinste ihr Mann. Er sah sehr von sich überzeugt aus. "Ich kann einfach alles tragen."
Da war er wieder, der gespielt selbstsichere Mo, der sich gerne in den höchsten Tönen selbst lobte.
"Das ist zwar nicht ganz falsch", sagte Fabienne, "aber komm mal wieder runter. Lass uns dein Selbstbewusstsein mal auf ein gesundes Level bringen." Mit diesen Worten setzte sie sich auf seine Hüfte und begann, sich an seinem Schwanz zu reiben.
Mo entfuhr ein entzücktes Stöhnen. Er presste seinen Kopf ins Kissen und hob seine Hände, um sie an Fabiennes Taille zu legen, doch sie tadelte ihn sofort: "Ah-ah. Du lässt deine Hände schön bei dir." Es kostete ihn Überwindung, doch er ließ sie wieder sinken.
Seine Frau verstand es, ihn scharf zu machen und zappeln zu lassen. Genüsslich ließ sie ihre Hüfte kreisen und achtete dabei ganz genau auf seine Reaktionen. Als sie Mos Schwanz schließlich mit der Hand griff und in sich aufnahm, konnte er nicht anders, als ein "Verdammt, Fabienne!" hervorzupressen.
Sofort unterbrach sie ihre Bewegungen wieder, nahm die Leine und wickelte sie zweimal um die mittlere Stange am Kopfende des Bettes. "Damit du still hältst", erklärte sie, und wie zur Demonstration zog sie daran, sodass die Leine zwischen dem Halsband und dem Bettgestell sich spannte. Mo hob die Augenbrauen, doch ließ es einfach über sich geschehen.
"So gefällst du mir", flüsterte Fabienne ihm ins Ohr, bevor sie sich wieder erhob und erneut begann, ihn zu reiten. Dabei beobachtete sie ihn genau. Ihr Mann hatte inzwischen die Augen geschlossen und atmete schwer, seine Brust war rot vor Anstrengung geworden. Fabienne wusste, dass er kurz vor dem Kommen war und versuchte, es hinauszuzögern.
Ein letztes Mal presste sie ihre Hüfte fester an ihn, dann ließ sie seinen Schwanz herausgleiten, was Mo mit einem gequälten Grummeln kommentierte. Sie beschloss, nicht darauf einzugehen. Stattdessen setzte sie sich auf seine Oberschenkel und begann, Mos Bauch mit einer Hand zu kraulen. Sanft fuhr sie über seine Haut, griff ab und zu ins Haar, patschte seinen Bauch mit beiden Händen. Fabienne spürte, wie ihr Mann sich entspannte und sogar die Augen schloss.
Sie ließ die Liebkosungen höher wandern, hin zu Mos Brust. Hin und wieder erhöhte sie den Druck, sodass sie ihn fast massierte, dann wieder setzte sie zärtliche, fast gehauchte Küsse auf seine Haut. Sie sah genau, welche Berührungen Mo ruhiger atmen ließen und welche seinen Puls erhöhten und spielte geschickt damit.
Nach und nach wanderten Fabiennes Hände wieder nach unten, über Mos Hüfte, die Außenseiten seiner Oberschenkel entlang und schließlich zurück in seinen Schritt. Er grummelte genüsslich, als sie begann, seine Eier zu kneten.
Fabienne gönnte ihm jedoch den Genuss nicht lange, sondern ging dazu über, sich wieder an Mos Schwanz zu reiben. Mit einer Hand hielt sie ihn in Position, mit der anderen griff sie die Leine, um sie wieder fester zu ziehen. Sie schloss die Augen und ließ sich treiben, während Mo sich auf die Lippen biss und dennoch ein lautes Stöhnen nicht unterdrücken konnte.
Wenig später durchfuhr ein Zucken Fabiennes ganzen Körper und sie brach lachend über ihrem Mann zusammen. Die Zeit schien stillzustehen, als sie dort lag, den Kopf auf Mos Brust, die sich inzwischen wieder langsamer hob und senkte. Als sie irgendwann aufblickte, sah sie in sein fragendes Gesicht.
"Machst du mich wieder los, oder…?" Er hob die Hände und zeigte auf das Halsband.
Doch Fabienne grinste nur: "Ah, du denkst, ich bin schon fertig? Falsch gedacht. So leicht kommst du mir nicht davon."
Mo ließ seine Hände wieder sinken und hob dafür die Augenbrauen. Doch er fragte nicht nach. Was auch immer seine Frau vorhatte, da musste er durch.
Kaum hatte Fabienne sich auf seinen Oberschenkeln aufgesetzt, war auch er wieder hart geworden. Ohne zu zögern, hatte sie erneut angefangen, ihn zu reiten. Ganz behutsam war sie und trotzdem musste Mo seine Hände ins Laken krallen.
Während Fabienne sich hingab, bemühte sich Mo mit aller Kraft, nicht zu kommen. Er schloss die Augen und hielt den Atem an, als seine Frau zum zweiten Mal an diesem Morgen zum Höhepunkt kam. Leise keuchte er, als sie von ihm herabstieg und sich neben ihn aufs Bett fallen ließ.
"Man man man, du liegst hier ja wie ein Häufchen Elend." Fabiennes Stimme holte Mo ins Hier und Jetzt zurück. Und sie hatte Recht, er war erschöpft, verschwitzt, sehnte sich nach Erlösung. Sein Versuch, Worte zu formulieren, scheiterte, seinem Mund kam nur ein unverständliches Grummeln. Fabienne lachte.
"Dann wollen wir uns mal um dich kümmern", erklärte sie großzügig. Mo atmete erleichtert auf.
Er spürte, wie der Zug an seinem Hals nachließ. Fabienne hatte die Leine vom Bett gelöst und hielt sie nun in der Hand.
"Setz dich auf, mon amour", hauchte sie Mo ins Ohr.
Mo tat, wie ihm geheißen, oder zumindest versuchte er es. Seine Arme zitterten und gaben nach, als er sich aufstützen wollte. Er merkte erst jetzt, wie viel Anstrengung es ihn gekostet hatte, seinen eigenen Organsmus herauszuzögern.
Seine Frau beobachtete ihn mit amüsiertem Blick, und als er endlich den Oberkörper in der Luft hatte, machte sie es sich hinter ihm gemütlich, sodass er nun zwischen ihren Beinen saß. Mo spürte, wie sie sich an seinen Rücken schmiegte, den Kopf auf seiner Schulter ablegte und ihn mit den Armen umschlang.
Als Fabienne nach seinem Schwanz griff und anfing, ihn zu massieren, entfuhr ihm ein leises Wimmern. Ihre Hand fühlte sich so gut an.
"Aber nicht so eilig", ermahnte sie Mo leise, während sie geschickt Tempo und Druck variierte und an seine Reaktionen anpasste.
Wenn Mo zu fordernd seine Hüfte gegen ihre Hand stieß, zog sie sanft an der Leine, um ihn zu ermahnen. Er gehorchte, auch wenn er sich inzwischen an den Druck an seinem Hals gewöhnt hatte, ihn sogar ziemlich anregend fand, und Fabienne hin und wieder mit Absicht provozierte.
Irgendwann konnte er sich nicht mehr zurückhalten. Mo stöhnte immer lauter, während er sich ungehemmt in Fabiennes Hand bewegte. Auch sie hatte längst verstanden und zog fester an der Leine, während sie sich eng an ihren Mann presste.
Als der Orgasmus Mo durchfuhr, bäumte er sich keuchend auf und sackte gleich darauf gegen Fabienne, die beinahe das Gleichgewicht verlor. Überrascht lachte sie auf, dann lehnte sie sich wieder aufrecht und hielt den erschöpften Mo in ihren Armen.
"So gefällst du mir", sagte sie sanft und drückte ihm einen zärtlichen Kuss auf die Wange.
----- CHAPTER BREAK -----
Mo nahm einen tiefen Zug an seiner Zigarette, dann legte er den Kopf in den Nacken und blies entspannt den Rauch aus. Dabei kniff er ein wenig die Augen zusammen, denn die warme Sonne schien ihm direkt auf das Gesicht. Es war ein milder Herbsttag, warm genug, dass er im Hemd hier auf dem Hof am Tisch sitzen und die Zeit auf der Insel genießen konnte.
Er hörte schnelle Schritte, dann sah er Fabienne und Leyla auf den Hof laufen. Die beiden gingen seit einigen Wochen regelmäßig gemeinsam joggen, denn Leyla hatte sich vorgenommen, in Tristans Körper wieder all den Sport auszuüben, den sie vor langer Zeit aufgegeben hatte.
"Na, Ladies", rief Mo den beiden zu und drückte seine Zigarette im Aschenbecher aus.
Die beiden Frauen kamen näher, Fabienne lachte, dann klopfte sie auf Mos Schulter. "Und wann kommst du mal mit Joggen?", fragte sie zwischen zwei tiefen Atemzügen.
"Ich würde euch doch bloß abhängen", behauptete ihr Mann und sah sehr von sich überzeugt aus.
Fabienne wuschelte ihm durchs Haar, dann drückte sie ihm einen Kuss auf die Stirn. "Spinner", sagte sie. "Leyla und ich gehen hoch, uns frisch machen."
Mit den Worten verschwanden sie in dem Haus, das Leyla und Tristan während ihrer Zeit auf der Insel bewohnten.
Mo blickte ihnen hinterher, dann zündete er sich die nächste Zigarette an. Er würde hier geduldig auf Fabienne warten und sie dann zu einem Überraschungs-Picknick einladen. Auf diese Idee, die ihm vor ein paar Tagen gekommen war, war er mächtig stolz. Auch, wenn er es nicht immer so zeigen konnte, wie er wollte, hielt er sich für einen ausgesprochenen Romantiker und da es hier wenige Verpflichtungen gab, hatte er genügend Zeit, sich liebevolle Gesten für Fabienne zu überlegen.
Nachdem auch die zweite Zigarette aufgeraucht war, wurde Mo nun doch ungeduldig. Was machten die beiden denn so lange? Nicht, dass Fabienne etwa schon zurück bei ihnen im Haus war und er es gar nicht mitbekommen hatte. Er beschloss, nachschauen zu gehen.
Mo klopfte an die Tür und wartete, doch keine Reaktion. Also drückte er die Klinke hinunter und ging langsam die Treppe hinauf. Wie es sich gehörte, betätigte er die Glocke, die am Geländer hing, um seinen Besuch anzukündigen. Dann trat er ins Zimmer.
Vor dem Bett stand Leyla, nur in Unterhose und mit nassen Haaren, und war anscheinend gerade dabei, sich frisch einzukleiden. Mo blieb stehen. "Sorry. Störe ich? Ist Fabienne noch hier?", fragte er vorsichtig.
Leyla drehte sich um und schaute ihn an. "Alles gut. Fabienne ist noch unter der Dusche." Sie deutete in die Richtung, in der das Bad war.
"Ah", machte Mo. Jetzt hörte er
natürlich
auch das Wasser laufen. Verloren stand er im Zimmer herum und wusste nichts mit sich anzufangen. "Na dann…gehe ich mal wieder und warte draußen auf sie", sagte er irgendwann. Leyla winkte ab. "Quatsch, bleib doch hier. Machs dir gemütlich." Sie zeigte auf das Sofa.
Während Mo hinüber ging und sich auf das Sofa plumpsen ließ, zog sie sich noch schnell ein T-Shirt über, dann setzte sie sich zu ihm.
"Tristan ist gar nicht hier?", fragte Mo. Leyla schüttelte den Kopf. "Er geht jetzt immer zum Yoga. Das hilft ihm, besser mit meinem…" - sie stockte, lächelte verkniffen - "seinem Körper klarzukommen."
"M-hm, freut mich." Mo versuchte, verständnisvoll zu klingen. "Und läuft es jetzt besser mit euch? In der Beziehung?"
Leylas Augen leuchteten auf. "Ich glaube, Tristan hat endlich verstanden, wie es mir die ganze Zeit ging. Er gibt sich richtig Mühe. Und schau mal." Sie öffnete den Gitarrenkoffer, der neben dem Sofa lag, nahm die Gitarre heraus und setzte die Finger auf dem Hals in Position.
Dann fing sie an, mit der anderen Hand über die Saiten zu streichen und zu der Akkordfolge, die sie spielte, eine Melodie zu summen. Als sie fertig war, strahlte Leyla in Mos aufmerksames Gesicht. "Wegen des Muskelgedächtnisses von Tristans Körper konnte ich die Griffe so schnell lernen", erklärte sie begeistert. "Tristan weiß sie natürlich alle aus dem Kopf, er hat sie mir aufgeschrieben und es hat sich sofort angefühlt, als hätte ich nie etwas anderes gemacht."
"Leyla?", tönte es in diesem Moment aus dem Bad. "Könntest du mir bitte ein Handtuch bringen?" Leyla sprang auf und legte hastig die Gitarre zurück in den Koffer, dann griff sie nach dem Handtuch, das auf dem Bett lag und eilte ins Bad. Mo blieb alleine auf dem Sofa zurück, aber Leyla würde ja gleich wiederkommen.
Dachte er zumindest, auch als er Fabienne und Leyla kichern hörte. Doch dann vergingen zwei Minuten, fünf Minuten, und er wurde unruhig. Hörte er Wasser plätschern? Er war sich nicht sicher. Mo versuchte, durch die Glaswand, die das Bad vom Zimmer trennte, zu erkennen, was vor sich ging, doch mehr als schemenhafte Umrisse konnte er nicht ausmachen.
Also stand er auf, ging zögernd ein paar Schritte auf die Wand zu und blieb dann stehen. Jetzt konnte er auch hören, wie das Wasser lief. Weiter zu gehen hielt er für unhöflich, also machte er sich mit lauter Stimme bemerkbar. "Wie lange braucht ihr beiden denn? So dreckig könnt ihr doch nicht sein. Hah! Oder kann ich euch irgendwie helfen?"
Das Wasser ging aus und er hörte ein "Was?" aus dem Bad. "Ob ich euch helfen kann", wiederholte Mo seine Frage. Stille, dann wieder ein Kichern. Leyla, erneut nur in Unterhose, kam hinter der Wand hervor, und ehe Mo sich wundern konnte, hatte sie ihn gepackt und ins Bad bugsiert. Dort fand er sich Fabienne gegenüber, der Wassertropfen über die nackte Haut ronnen.
Sie musterte ihren Mann prüfend. "Wenn hier jemand Hilfe braucht, dann bist das ja wohl du", stellte sie fest. "Ich glaube, wir sollten dir mal den Kopf waschen." Mo sagte nichts. "Willst du, dass deine Klamotten nass werden oder ziehst du dich aus?", fragte Fabienne. Mo fing sich wieder und begann zögernd, sein Hemd zu öffnen, dann streifte er die Hose herunter und entledigte sich auch der Socken und seiner Unterhose.
Er wurde von Leyla sanft, aber nachdrücklich in die Ecke, in der die Duscharmatur angebracht war, bugsiert und Fabienne drehte das Wasser wieder auf, das nun genau auf Mos Kopf prasselte. Überrascht schnappte er nach Luft. Dann merkte er, wie er an den Schultern nach unten gedrückt wurde und ging ungelenk auf die Knie, aber nicht, ohne sich zu beschweren: "He, immer mit der Ruhe, meine Knie sind so etwas nicht mehr gewohnt."
"Na, dann sei doch mal ruhig", sagte Leyla und baute sich vor Mo auf. Sie legte ihre rechte Hand unter Mos Kinn und hob seinen Kopf leicht nach oben, dann griff ihre linke in sein Haar und dirigierte sein Gesicht in ihren Schritt. Er verstand und öffnete bereitwillig seinen Mund. "M-hmmm, so ist gut", stöhnte Leyla, als Mo ihre Erektion ganz aufnahm.
Fabienne trat an die beiden heran, sodass sie hinter Mo stand und sich über ihn hinweg in einen leidenschaftlichen Kuss mit Leyla lehnen konnte, die ihr lustvoll in den Mund stöhnte. Das Wasser prasselte sanft auf sie herab, während ihre Hände gegenseitig ihre Körper erkundeten, Finger zärtlich über Haut fuhren, Formen zeichneten und hier und dort zugriffen.
Bis auf gelegentliches Nach-Luft-Schnappen war auch von Mo nichts zu hören, zielstrebig und inzwischen recht gekonnt bewegte er seine Zunge und den Mund um Leylas Schwanz. Diese hatte den Griff in seinem Haar nicht ein einziges Mal gelockert, sondern behielt ganz die Kontrolle über das Tempo.
Dann drückte sie ihn unvermittelt noch fester in ihren Schritt und Mo spürte, wie sie in seinem Mund kam. Einen Moment lang verharrte Leyla in dieser Position, bevor sie ihren Schwanz aus Mos Mund herauszog und sich erschöpft gegen die geflieste Wand lehnte. Mo schluckte, fuhr sich mit dem Handrücken über den Mund, konnte dann endlich tief Luft holen.
Er konnte nicht die Kraft aufbringen, sich aufzurichten und so kniete er weiter in der Dusche, seine Haare inzwischen triefend nass. Langsam kehrte sein Körpergefühl zurück und er spürte seine Erektion. Ob er die beiden Frauen darum bitten konnte, sich um ihn zu kümmern? Benommen hatte er sich ja, also würden sie seinen Wunsch sicher nicht ausschlagen können.
"Fabienne…", setzte er an, doch wurde sofort unterbrochen. "Steh erstmal auf", befahl ihm Fabienne und griff seine Hand, die er ihr entgegen streckte. Mühsam erhob Mo sich, dann wandte er sich seiner Frau zu und schaute sie bittend an. Sie machte einen Schritt auf ihn zu, sodass ihre Körper sich fast berührten, dann führte sie seine Hand, die sie immer noch hielt, an seinen Schwanz und schloss seine Finger darum.
Sie beugte sich vor, Mo spürte ihren Atem auf seiner nassen Haut, und raunte ihm ins Ohr: "Machs dir doch einfach selbst."
Ihm entfuhr ein unkontrolliertes Stöhnen und er konnte nicht anders, als Fabienne seine Hüfte entgegen zu stoßen. Als sie ihre Hand zurückzog, brauchte Mo einen Moment, um zu begreifen, dass er seine Hand nun selbst bewegen musste.
Fabienne beobachtete ihren Mann kurz, dann legte sie ihre Arme um seine Schultern und zog ihn in einen leidenschaftlichen Kuss. Mo stöhnte in ihren Mund, während seine Hand an seinem Schwanz auf und ab fuhr. Er drängte sich so dicht an Fabienne, dass er gerade genug Spielraum für seine Bewegungen hatte, spürte ihre Nippel an seiner Brust, ihre Hand, die nun in seinen Haaren lag.
Mit einem tiefen Seufzen kam er schließlich über seine Hand. Er taumelte kurz, beinahe sackte er zusammen, doch Fabienne hatte ihn weiterhin im Griff und zog seinen Kopf an ihre Schulter, den er dankbar ablegte. Schwer atmete er gegen ihr Schlüsselbein, Fabiennes Hände um seinen Nacken gelegt, während das Wasser auf seinen Rücken prasselte.
Irgendwann wurde das Wasser abgedreht. Mo blickte auf, es war Leyla, die ihm und Fabienne zwei Handtücher hin hielt. Fabienne nahm beide entgegen, das eine legte sie sich selbst um die Schulter, dann begann sie, Mo mit dem anderen trocken zu rubbeln. Sie ging ihm damit durch die Haare, die jetzt verwuschelt in jede Richtung abstanden. Schließlich wickelte sie ihn in das Handtuch ein, schlang ihre Arme um ihn und legte den Kopf auf seine Schulter.
Mo neigte seinen Kopf gegen Fabiennes und lächelte zufrieden. Heute war ein guter Tag.
----- CHAPTER BREAK -----
"Scheiße, Scheiße, Scheiße!", fluchte Mo. Er hatte alles so penibel vorbereitet und jetzt fehlte trotzdem etwas. Vor ihm auf dem Tisch lagen verschiedene Lebensmittel, Geschirr und Besteck. Und ausgerechnet der Wein fehlte.
Mo fiel jetzt auch ein, warum. Fabienne und er hatten vor zwei Nächten eine Flasche geleert, von der er eigentlich dachte, sie wäre die vorletzte gewesen. Doch anscheinend hatte er sich verrechnet und jetzt stand er ohne dieses Getränk, das seiner Meinung nach das Picknick erst richtig abrunden würde, da.
Er überlegte, wo er nun Ersatz herholen könnte. Ezra wollte er nicht wieder darum bitten müssen. Er war wohl das ein oder andere Mal zu oft bei ihr gewesen, denn zuletzt hatte sie ihm den Alkohol nur zögernd und nicht ohne besorgten Blick ausgehändigt.
Seit Roman seinen Rückfall hatte, waren alle auf der Insel vorsichtiger geworden. Der Entzug war diesmal um einiges mühsamer gewesen, da ja die Möglichkeit des Körpertausches nicht mehr bestand.
Mo tigerte kurz vor dem Tisch auf und ab, dann kam ihm die Idee, bei Leyla und Tristan nachzufragen. Als er das letzte Mal bei den beiden war, hatte er gesehen, dass sie noch zwei Flaschen Wein lagerten, wenn nicht sogar mehr.
Hastig packte er alles in den Korb und legte eine weiche Decke darüber. Ein ganz klassisches Picknick sollte es werden, am Wasser im Halbschatten der Bäume. Entspannt das Gebäck und den Wein genießen, dabei dem sanften Rauschen des Wassers und der Blätter lauschen und vor allem reden. Er wollte Fabienne zeigen, dass er nicht nur romantisch sein konnte, sondern auch durchaus in der Lage war, zuzuhören.
Mit dem Korb in der Hand verließ Mo das Haus, blickte sich unauffällig um, ob Fabienne nicht doch unerwartet auf dem Weg zurück war. Doch es war nichts von ihr zu sehen, also eilte er zur Hütte auf der anderen Seite des Hofs.
Die Tür war wie immer offen, und wie immer betätigte er die Glocke, bevor er nach Leyla und Tristan rief.
Tristan erschien am oberen Treppenabsatz.
“Hey Mo, komm doch hoch.” Er machte eine einladende Geste und so machte Mo sich auf den Weg nach oben, den schweren Korb vorsichtig vor sich tragend. Oben angekommen, setze er den Korb ab, stemmte die Hände in die Knie und schnaufte.
“Gut, dass sie uns nicht diese Hütte zugeteilt haben. Wäre nicht gut gewesen für meine Knie, hah!”, kommentierte er, griff wieder nach dem Korb und stellte ihn mitten auf den Tisch.
Tristan hatte ihn währenddessen stumm beobachtet.
“Tristan, ich brauch deine Hilfe”, ergriff Mo wieder das Wort. “Du weißt ja, dass ich bei Fabienne einiges gut zu machen habe. Ich will sie zum Picknick einladen, als Beweis, dass ich der romantische, aufmerksame Ehemann sein kann, der seiner Frau zuhört…” Er unterbrach sich, als er Tristans fragenden Blick sah. “Naja, jedenfalls fehlt mir Wein. Und Picknick ohne Wein…”, Mo machte eine unbestimmte Geste mit der Hand, “Habt ihr nicht zufällig noch eine Flasche übrig?”
Tristan zögerte kurz. “Wir haben schon noch eine Flasche da, aber ich weiß nicht, ob Leyla…” - Er wurde prompt von Mo unterbrochen. “Ihr bekommt sie auch so bald wie möglich wieder. Du weiß doch, wie vorsichtig Ezra gerade ist. Bitte, Tristan.”
Mo beobachtete, wie Tristan zum Kaffeetisch ging, eine der Weinflaschen in die Hand nahm und sie gedankenverloren betrachtete. Dann drehte er sich um, hielt Mo die Flasche hin, der sie ihm abnahm. “Falls Leyla fragt, werde ich ihr aber sagen, dass sie das mit dir klären soll.”
“Es ist nicht wirklich wegen Leyla, oder?” Mo blickte ihm herausfordernd in die Augen. “Es ist immer noch wegen der Sache mit dem Kuss und so. Du bist immer noch nicht okay damit. Solltest du auch nicht, das war scheiße von mir. Aber man, Tristan!” - seine Stimme hatte nun fast einen mauligen Unterton - “Beschwer dich doch mal! Sag mir doch mal ins Gesicht, was du von mir hältst. Sonst wird das zwischen uns immer komisch bleiben.”
Stille. Dann ein zaghaftes "Es ist okay. Ehrlich." aus Tristans Mund. Seine Augen waren auf den Boden vor Mo gerichtet, doch dann riss er sich zusammen und erwiderte Mos Blick. Der blinzelte irritiert.
"Ist es nicht!", versuchte er erneut, Tristan aus der Reserve zu locken. "Sag's mir ins Gesicht, komm! Oder meinetwegen schlag mich, so wie du es damals machen wolltest. Was eine absolut angemessene Reaktion von dir war, übrigens."
"Lass gut sein, Mo", setzte Tristan an, wandte sich ab, um eine Weinflasche zu holen, als er ein leises "Feigling" vernahm. Er stockte, hielt kurz inne, dann drehte er sich wieder um. "Was war das?"
"Feigling", wiederholte Mo nun etwas lauter. Er hatte die Arme zur Seite ausgebreitet und Tristan fest im Blick. "Zeig mir, dass du kein Feigling bist."
Tristans Kiefermuskulatur spannte sich, und Mo konnte förmlich sehen, wie ihm Gedanken durch den Kopf gingen. Er schien mit sich selbst zu kämpfen, was wohl die beste Reaktion auf diese Provokation war. Die Entscheidung dauerte nicht lange. Seine Augenbrauen wütend zusammengezogen, ging er mit wenigen großen Schritten auf Mo zu, umfasste zielsicher seine Kehle und drängte ihn so an den nächstgelegenen Pfeiler.
Unsanft stieß Mo mit dem Rücken gegen das Holz, seine Arme, die er vor Schreck wie zur Verteidigung gehoben hatte, ließ er jetzt sinken. Stattdessen huschte ein Grinsen über sein Gesicht. "Aha!", machte er, Tristans Hand immer noch fest an seinem Hals.
Eine Weile lang sagte Tristan gar nichts, er starrte Mo nur in die Augen. Und auf einmal fühlte es sich richtig an, er fühlte sich in Kontrolle, ermutigt, endlich seiner Meinung Ausdruck zu verleihen. Mo hatte an sich gearbeitet, das war klar zu erkennen, und trotzdem stand da immer dieser Vorfall zwischen ihnen. Er hatte ernsthaft versucht, sich zu entschuldigen und jetzt war es an Tristan, darauf einzugehen.
Tristan löste seine Hand von Mos Hals. "Sorry", sagte er, dann hielt er inne. "Obwohl, nein, eigentlich nicht. Das musste sein." Er überlegte kurz, beobachtete dabei, wie Mo sich mit der Hand die Kehle rieb.
"Das war absolut nicht in Ordnung, wie du mich überfallen hast. Was hast du dir dabei gedacht?"
Mo setzte dazu an, Tristan anerkennend auf die Schulter zu patschen, doch er hielt sich zurück. Stattdessen machte er leise "Hah", dann war er einige Sekunden lang still, während er nervös an seinem Armband herumfummelte. "Ich weiß nicht mehr genau…", gab er schließlich kleinlaut zu. "Es tut mir Leid."
Tristan war inzwischen einen Schritt zurückgetreten. "Hemd auf", sagte er. Mo blinzelte irritiert. "Was?" - "Mach dein Hemd auf, sagte ich", wiederholte Tristan etwas nachdrücklicher. Überraschenderweise gehorchte Mo und knöpfte langsam sein Hemd auf, trotz seines weiterhin verwirrten Gesichtsausdruckes. Plötzlich wurde es nass auf seinem Bauch. "Was zum…?", setzte er an, blickte an sich herunter und sah, dass Tristan ihn angespuckt hatte.
"Wie findest du das?", fragte Tristan hitzig. "Findest du das gut? Merkst du, wie erniedrigend sich das anfühlt?" Er schrie fast. Mo öffnete den Mund, dann schloss er ihn wieder, ohne etwas zu sagen, wie ein Fisch. Erneut traf ihn Tristans Speichel auf dem Bauch. Er schloss die Augen und versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, doch es war zu spät. In seiner Hose regte sich bereits etwas.
Das blieb natürlich auch Tristan nicht verborgen. Er starrte Mo an, dann lachte er. Kein lockeres, beruhigtes Lachen, sondern ein angespanntes, beinahe dreckiges. Dann wurde er wieder ernst. "Du findest das wirklich gut", stellte er trocken fest. "Deshalb…"
"Es tut mir wirklich Leid, Tristan" Mo rang mit sich, die Entschuldigung meinte er weiterhin ernst, aber er war sich nicht sicher, ob er sich erklären sollte. Tristan nahm ihm die Entscheidung ab.
"Du findest das gut und wolltest ausprobieren, ob es an deinem Körper liegt. Ob ich das in deinem Körper auch gut finden würde. Aber… Warum bist du so?" Es war mehr eine rhetorische Frage, als dass er eine Antwort darauf erwartete.
"Ich habe eine Bestrafung verdient, Tristan", setzte Mo erneut an. "Du darfst mit mir machen, was du für richtig hältst."
"Aha, ist das so?" Unvermittelt hatte Tristan ihn wieder am Hals gepackt, immer noch vorsichtig, doch dann wurde er mutiger und drückte etwas fester zu. "Wäre das nicht eher eine Belohnung für dich?" Sein Blick wanderte Mos Körper hinunter bis zu seinem Schritt, wo sich inzwischen eine deutliche Beule abzeichnete.
Er drückte noch einmal zu, dann ließ er Mos Hals los. "Vielleicht sollte ich dich ein bisschen betteln lassen", überlegte Tristan laut. Dann befahl er: "Zieh dein Hemd ganz aus. Und deine Hose."
Mo entledigte sich des Hemdes, dann stieg er hastig aus seiner Hose und stand nun fast nackt vor Tristan. "Schön. Und jetzt aufs Bett", Tristan deutete mit der Hand hinter sich. Auch dieser Anweisung gehorchte Mo und ließ sich ungelenk aufs Bett plumpsen.
Er beobachtete Tristan dabei, wie er sich ebenfalls auszog und dann am Nachttisch herumkramte. Offensichtlich suchte er etwas, was er auch kurz darauf fand und auf das Bett warf. Ein Strap-On Harness.
Na großartig
, dachte Mo und seufzte.
Tristan kramte weiter und nacheinander landeten erst einer, dann ein weiterer und schließlich ein dritter Dildo auf dem Bett. Er stand wieder auf, ließ seinen Blick über Mo gleiten und sagte zu ihm: "Auf alle Viere mit dir."
Mo wollte dazu ansetzen, sich über seine Knie zu beschweren, doch Tristan schmetterte das direkt ab. "Hab dich nicht so, das Bett ist weich genug."
So hockte er nun also in eindeutiger Pose, während Tristan laut darüber nachdachte, welchen Dildo er benutzen sollte. Ungeduldig fing Mo an zu zappeln, woraufhin Tristan ihn tadelte. "Entspann dich. Wenn du zappelst, lasse ich mir noch mehr Zeit. Welchen sollen wir denn nehmen?" - "Den kleinsten, den du hast?", fragte Mo vorsichtig. "Hmmm…", machte Tristan, tat so, als würde es sich hier um eine äußerst schwierige Entscheidung handeln, dann stimmte er zu.
Betont langsam, aber gekonnt, legte er sich das Harness um, befestigte den Dildo und holte eine Flasche Gleitgel hervor. Er gab ein wenig davon auf seine Finger, dann wandte er sich Mo zu und begann, das Gel um dessen Poloch aufzutragen.
Mo zuckte ob der unerwarteten Kälte, dann riss er sich zusammen und ließ Tristan gewähren. Tristans Finger waren geschickt und sanft, wie sie ihn neckten, umkreisten, immer wieder kurz eindrangen. Es war ungewohnt für Mo, doch er gab sich hin und entspannte sich von Minute zu Minute mehr, bis nicht nur einer, sondern zwei von Tristans Finger bis zum Knöchel in ihm waren.
Dann waren die Finger auf einmal weg und stattdessen etwas anderes an seinem Hintern. Tristans Hand fand den Weg zu Mos Schwanz, umfasste ihn und begann ihn zu massieren, während er langsam mit dem Strap-On in ihn eindrang. Mo entfuhr ein lautes Stöhnen.
Während Tristan schrittweise das Tempo erhöhte, wurde Mo immer ungeduldiger und schob ihm seinen Po entgegen, bis Tristan schließlich sämtliche Bewegung einstellte.
"Mo. Mo, du bist so ungeduldig. Entspann dich. Ich bestimme das Tempo und je mehr du drängst, desto länger werde ich dich zappeln lassen."
"Du bist wie Fabienne", maulte Mo zwischen angestrengten Atemzügen. "Achja?", machte Tristan, dann zog er den Dildo heraus und begann stattdessen, Mos Oberschenkel und Hintern mit den Fingern abzustreichen. Er konnte sehen, wie sich eine Gänsehaut bildete.
"Bitte, Tristan", jammerte Mo. "Du kannst mich nicht so zappeln lassen."
Doch Tristan blieb streng, trieb Mo weiter mit sanftem Druck in den Wahnsinn, bis er der Meinung war, dass der Mann, der da so erbärmlich vor ihm auf allen Vieren hockte, genug gebettelt hatte.
Also kam der Strap-On wieder zum Einsatz, während er Mos Schwanz quälend langsam massierte. Irgendwann stockte der keuchende Atem, ein tiefes, lautes Stöhnen war zu vernehmen und der Schwanz in Tristans Hand spannte sich. Mo kam heftig, ließ den Kopf ins Bett sinken und verharrte schwer atmend in dieser Position.
Tristan war inzwischen aufgestanden, hatte sich des Harness entledigt und gesäubert. Er warf Mo eine Packung Taschentücher an den Po, der erschrak und sich verwirrt umsah. "Damit du die Sauerei wegmachen kannst", sagte Tristan nur.
Als Mo genug Kraft gesammelt hatte, um sich ebenfalls zu erheben, stand Tristan in Unterhose vor ihm, mit einer Weinflasche in der Hand. "Für dein Date. Ich stell sie dir auf den Tisch. Musst du uns auch nicht wiedergeben. Viel Erfolg mit Fabienne!" Mit den Worten ließ er Mo sitzen und verschwand ins Bad.
----- CHAPTER BREAK -----
Das Wetter an diesem Tag hätte nicht besser sein können. Seit dem Sonnenaufgang war keine einzige Wolke am Himmel gewesen und auch nach Sonnenuntergang war der Himmel sternenklar. Eigentlich war es viel zu warm für die Jahreszeit, aber so konnten die Gäste den Abschied des alten Jahres draußen aus dem Hof statt, wie zuvor geplant, in der Scheune feiern.
Lichterketten tauchten den Hof in warmes, schummriges Licht, und fröhliches Stimmengewirr und Gelächter füllten die Luft. Dieser Silvesterabend würde auch der vorerst letzte Abend auf der Insel sein. Es war ein entspanntes Zusammenkommen mit Buffet, allerlei Getränken und Live-Musik, ganz wie am ersten Abend an diesem Ort, nur, dass sich heute alle kannten und voneinander verabschiedeten.
Die Musik verklang, Stella räusperte sich ins Mikrofon. Gespannt wanderten alle Blicke zu ihr.
“Schön, dass ihr alle hier seid”, sagte sie. “Wie ihr wisst, ist heute nicht nur der letzte Abwend des Jahres, sondern auch der letzte gemeinsame Abend für uns alle hier auf der Insel. Ich freue mich so sehr, dass ihr Roman und mich noch so lange weiter begleitet habt.”
Sie verstummte, musste schlucken, dann sammelte sie sich und setzte erneut an.
“Es war nicht einfach, nachdem mein Vater verstorben ist. Aber ich glaube, er wäre stolz auf uns, auf das, was wir aus der Situation gemacht haben.”
Bevor Stella weitersprechen konnte, wurde sie von Applaus und Jubel unterbrochen. Sie wandte sich zu Roman um, der hinter ihr stand und ihr aufmunternd zulächelte. Als der Applaus abgeebbt war, sprach sie weiter. “Ihr habt es ja schon in der Einladung gelesen, wer möchte, kann gerne im Laufe des Abends auf die Bühne kommen und berichten, was er oder sie aus der Zeit hier auf der Insel mitnehmen wird und wofür er oder sie dankbar ist. Aber jetzt ist erstmal das Buffet eröffnet!”
***
Wie schon beim Kennenlernen saßen Mo, Fabienne, Leyla und Tristan an einem Tisch. Heute war die Stimmung zwischen ihnen entspannt, Fabienne und Leyla unterhielten sich angeregt, während Mo nur sprach, wenn er etwas gefragt wurde. Tristan war größtenteils stiller Beobachter; er betrachtete Leyla, die so aufgeblüht war, mit liebevollem Blick, warf hier und dort etwas in die Unterhaltung ein und lauschte ansonsten in die Nacht hinein.
Sie sahen, wie Stella auf ihren Tisch zukam, ein strahlendes Lächeln auf dem Gesicht.
"Ihr Lieben", begann sie, als sie vor ihnen stand. "Ich gehe gerade rum, um mich noch in Ruhe persönlich von allen verabschieden zu können." Dann breitete sie die Arme aus und nahm jeden der Reihe nach in eine feste Umarmung.
Bei Leyla blieb sie etwas länger stehen. Als sie sich aus der Umarmung lösten, legte Stella ihr die Hände auf die Schultern und schaute ihr tief in die Augen. "Ich bin so, so froh, dass du hergekommen bist und das Experiment gewagt hast. Euch beiden wünsche ich alles Glück der Welt. Und lasst ganz bald wieder von euch hören!" Damit knuffte sie Tristan an die Schulter, zwinkerte allen Vieren zu und machte sich auf den Weg, ihre Runde über den Hof fortzusetzen.
***
Zwischen den Liedern, die die Band spielte, waren immer mal wieder einzelne Personen auf die Bühne gestiegen, um ein paar Worte des Dankes oder auch längere Reden loszuwerden. Alle wurden gleichermaßen mit Applaus geehrt, die Stimmung auf dem Hof wechselte zwischen allen Abstufungen von ausgelassen bis emotional.
Mo hatte gerade zum vierten Mal dem ganzen Tisch Wein nachgegossen. Er nahm sein Glas, trank einen großen Schluck, dann erhob er sich. Fabienne war nicht entgangen, wie er den Wein in sich hinein gekippt hatte und musterte ihn leicht besorgt. Er erwiderte ihren Blick mit einem sanften Lächeln, das bedeuten sollte, dass sie sich keine Sorgen zu machen brauchte - so zumindest in seiner Vorstellung, in Wirklichkeit war er bereits so angetrunken, dass er über das gesamte Gesicht grinste - und machte sich leicht wankend auf den Weg zur Bühne.
Vorsichtig stieg er die drei Treppenstufen hinauf, flüsterte dem Keyboarder etwas ins Ohr und stellte sich dann an das Mikro. Der Schlagzeuger zählte ein, Akkorde auf dem Klavier erklangen und Mo setzte zum Singen an.
“When it's love you give, I'll be a man of good faith
Then in love you'll live, I'll make a stand and won't break
I'll be the rock you can build on
Be there when you're old, to have and to hold”
***
Fabienne verschluckte sich beinahe an ihrem Wein. Mit einer Rede hatte sie fast gerechnet, die Gelegenheit hätte sich Mo nicht entgehen lassen. Aber dass er singen würde -
schon wieder
- war ihr unangenehm. Sie spürte die Hitze in ihr Gesicht steigen und starrte gebannt auf das, was dort auf der Bühne passierte.
War sein Auftritt mit
Für immer und dich
nicht ausreichend gewesen? Musste er sich erneut zum Affen machen, um ihr und der ganzen Insel zu beweisen, wie sehr er sie liebte? Hätte er es nicht wie alle anderen bei einer Rede belassen können, egal wie schmalzig sie auch ausgefallen wäre? Andererseits, sie hatte ihn ja gerade deswegen geheiratet, weil er
nicht
wie alle anderen war.
Etwas entspannter lehnte sich Fabienne in ihrem Stuhl zurück und beobachtete Mo, wie er inbrünstig die Ballade zum Besten gab und dabei auf der Bühne hin und her schritt. Dann hörte sie, wie er ihren Namen rief.
***
“Fabienne! Liebe meines Lebens!” Mo nutzte das Klaviersolo, um einige Worte an seine Frau zu richten. “Ich möchte dich bitten, zu mir auf die Bühne zu kommen.” Er streckte seine Hand in ihre grobe Richtung aus und wartete auf ihre Reaktion. Fabienne lachte, schüttelte unsicher den hochroten Kopf. So peinlich berührt hatte er sie bisher selten erlebt.
Doch er ließ nicht locker. “Komm, trau dich”, forderte er sie auf, die Hand weiter nach ihr ausgestreckt. “Dieser Song ist für dich!” Mo sah, wie Leyla und Tristan Fabienne aufmunternd zusprachen, bis sie sich dann doch erhob und zögerlich zur Bühne schritt. Er kam ihr entgegen, griff nach ihrer Hand und führte sie die Treppe hinauf.
Die Band hatte inzwischen stur die Bridge immer und immer wieder gespielt, doch jetzt bedeutete Mo ihnen, mit dem Refrain fortzusetzen. Er ging vor Fabienne in die Knie, dann sang er inbrünstig ins Mikrofon.
“Let's make it! All for one and all for love
Let the one you hold be the one you want, the one you need
'Cause when it's all for one, it's one for all - It's one for all
When there's someone that should know, then just let your feelings show
When there's someone that you want, someone that you need, let's make it”
***
So glücklich, wie er sie gerade anstrahlte, hatte Fabienne ihren Mann das letzte Mal bei ihrer Hochzeit gesehen. Als er wieder aufstand, nur um daraufhin ihre Hüfte zu umfassen und sie in seinem Arm sanft in die Tiefe zu führen, stiegen ihr Tränen in die Augen und ließen die Welt um sie herum verschwimmen. Sie wurde wieder aufgerichtet, schwankte kurz, dann stand sie wieder fest mit beiden Beinen auf der Bühne, während Mo zum allerletzten Refrain ansetzte.
Noch bevor die letzten Akkorde verklungen waren, verkündete Mo ins Mikrofon: “Diese Hammerfrau hier an meiner Seite hat mich geheiratet! Glaubt ihr das?! Ich auch nicht. Aber es ist wahr. Hah! Und zwar vor acht Jahren.” Dann wandte er sich Fabienne zu. “Ich weiß, es war nicht immer einfach.
Ich
war nicht immer einfach. Aber ich danke dir, dass du an meiner Seite geblieben bist und dieses Experiment auf dieser Insel als Chance gesehen hast. Danke für die wunderbaren vergangenen acht Jahre. Ich freue mich auf die nächsten acht und hoffe, dass auch danach noch ganz viele weitere folgen werden.”
Damit drückte er ihr einen leidenschaftlichen Kuss auf die Lippen und zog sie dann in eine innige Umarmung. So versanken sie in Applaus und Jubelrufen, bis sie irgendwann Arm in Arm von der Bühne stolperten.
