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3 Monate vorher - 31. Juli 2002 – Fuchsbau
George beobachte, wie Harry sich erhob, sobald er dachte, niemand würde es bemerken und sich langsam von der Feier entfernte, hastiger, als wenn man einfach so aufgestanden wäre.Er schien von seiner eigenen Geburtstagsfeier zu flüchten und auch wenn George nicht wusste warum, so kannte er doch die Momente wenn einem alles zu viel wurde, wenn man das Lachen der anderen nicht mehr ertrug, weil man wusste, dass es nicht ganz echt war, wenn man alleine sein wollte, aber nicht alleine sein sollte.George wusste das wohl besser, als jeder andere, also stand er auf, um Harry zu folgen. Gerade als er sich erhob warf ihm sein jüngster Bruder einen besorgten Blick zu. „Alles gut.“, erwiderte George und wusste, dass Ron ihm nicht glaube, denn seit Jahren war nichts mehr gut, aber immerhin ließ er ihn ohne weiter Nachfragen gehen.Bevor er sich auf den Weg zu Harry machte, schnappte er sich noch eine Flasche Feuerwhiskey aus dem Regal. Manchmal war es besser nichts zu fühlen, als den Schmerz zuzulassen, dachte George dabei bitter.Harry saß zusammengesunken mit Blick auf die Bäume am Rande des Gartens, verborgen von ein paar Büschen und sah nicht auf als George sich neben ihn fallen ließ, seine Hand zuckte nur kurz reflexartig zu seinem Zauberstab, bevor er sich wieder entspannte.Der Rothaarige nahm einen Schluck aus der Flasche und reichte sie an Harry weiterer. „Willst du auch?“Dankbar nickend griff Harry nach der Flasche und starrte dann wieder in die Ferne. Nachdem er getrunken hatte, war es eine Weile still, bis Harry irgendwann leise sagte,„Ich habe so sehr gehofft, dass du nicht Ginny bist oder Ron.“George lachte und nahm Harry, die Flasche wieder aus der Hand. „Warum das?“„Es ist einfach seltsam.“ Harry zuckte mit den Schultern.„Seit ihr euch getrennt habt?“, fragte George, weil er sich nicht ganz sicher war, was Harry meinte.Dieser schien nicht zu wissen, was er sagen sollte, denn er nahm einen Schluck, bevor er weitersprach, schien sich dann zu sammeln und erklärte, „Ja, also eigentlich nein, davor war es auch schon komischen. Seitdem der Krieg vorbei ist, ist irgendwie alles komisch und das gehört zu den verrückten Sachen, die man einfach niemandem erzählen kann. Man würde meinen, dass nach dem Krieg der schwere Teil vorbei ist, dass danach alles einfacher wird. Ich meine, eigentlich sollte ich heute Abend glücklich sein, weil ich eine lange Zeit nicht gedacht hätte, dass ich überhaupt 22 werde, aber alles woran ich denken kann, ist, dass ich jetzt älter bin, als meine Eltern jemals waren, dass ich sie jetzt offiziell überlebt habe. Und so albern es vielleicht auch klingt, aber ich habe wahnsinnige Angst davor, dass die Leute aufhören mir zu sagen, dass ich aussehe wie mein Vater, einfach, weil ich viel älter bin, als er jemals war.“George nickte nur, er konnte Harry so gut verstehen, konnte verstehen, wie es war, wenn einem ein Teil seiner Identität fehlen. Wie es war jeden Morgen den Blick in den Spiegel zu fürchten, weil einem daraus nicht nur das eigene Gesicht entgegensah.Neben ihm begann Harry zu schluchzen, „Ich wünschte einfach sie wären wieder da, sie wären alle wieder da.“„Ich weiß, Kumpel, ich auch.“, sagte der andere mitfühlen und schlang einen Arm um Harrys Schultern. „Ich verstehe dich so gut.“Harry vergrub sein Gesicht an George Schulter, ließ seinen Tränen freien Lauf, während auch der Rothaarige bemerkte, wie sich Feuchtigkeit auf seinen Wangen ausbreitet.So saßen die beiden noch lange da, bis ihre Tränen versiegt waren, bevor sie schließlich zu den anderen zurückkehrten.
----- CHAPTER BREAK -----
23 Jahre vorher - 1979 – Grimmauldplatz Nr. 12, London
„Das ist es, das ist es, das muss es sein.“, murmelte der junge Mann immer wieder, während er sich dichter über das Pergament beugte. Hektisch fuhr er sich durch die Haare, er hatte nicht mehr viel Zeit, er musste seine letzten Erkenntnisse niederschreiben, musste seine Unterlagen an seinen Bruder schicken, musste hoffen, dass er es verstand.
Ein Knall ließ den jungen Mann aufschrecken, doch es war nur der Hauself der Familie. Eilig kritzelte er noch eine letzte Notiz auf das Blatt und stopfte seine Unterlagen in ein Fach an der Unterseite seines Schreibtisches, bevor er aufstand. Es war zu spät.
„Ist der Master bereit?“, fragte der Hauself, woraufhin der Mann, der fast noch ein Junge war, nur entschlossen nickte, auch wenn ihm das Herz vor Angst am liebsten aus der Brust gesprungen wäre.
Er sah sich noch einmal um, bevor er nach der Hand des Elfen griff. Er wusste, er würde nicht zurückkehren.
Der junge Mann wusste, dass er an diesem Abend sterben würde.
Gegenwart - 31. Oktober 2002 – Grimmauldplatz Nr. 12, London
Eigentlich hatte Harry geplant sich heute bis zur Besinnungslosigkeit zu betrinken und einfach zu vergessen, was für ein Tag war. Der Gedanke daran, was dieses Datum bedeutete tat zu sehr weh, er wollte und konnte einfach nicht darüber nachdenken, dass seine Eltern heute genauso lange tot waren, wie sie gelebt hatten.Doch sein ursprünglicher Plan war dadurch gecrasht worden, dass er heute Teddy hatte. Auch wenn das ursprünglich anders geplant gewesen war, denn der Kleine hätte bei seiner Oma sein sollen. Es war immerhin Andromedas Woche, doch Andromeda hatte sich nicht gut gefühlt und Harry gebeten, ihn diese Woche zu nehmen. Harry konnte das verstehen, denn eine angeschlagene Großmutter passte nicht zu dem Temperament des 4-jährigen.Dankbar dachte Harry daran zurück, wie sie damals nach der Schlacht sofort gesagt hatte, dass sie den Kleinen erst einmal zu sich nehmen würde, bis Harry dafür bereit war, für ihn zu sorgen. Er wusste nicht, was er getan hätte, wenn man ihm, einem traumatisierten 18-Jährigen, zu dieser Zeit einfach Baby-Teddy in die Hand gedrückt hätte.Damals wusste er nichts. Nicht wie man Windeln wechselt, wie man ein Baby füttert. Harry wusste damals ja nicht mal, wie er sich um sich selbst kümmern sollte und hatte jedes Mal wenn er Teddy ansah ein schlechtes Gewissen.Nach ein paar Monaten, in denen er Andromeda und Teddy oft besucht hatte und sie ihm alles beigebracht hatte, was er wissen musste, um Teddy gut zu versorgen, hatte er den Kleinen immer mal wieder ein Wochenende genommen, bevor es dann jedes Wochenende war und sie sich danach auf die eine Woche Andromeda, eine Woche Harry Regelung einigten.Irgendwann würde es wohl langsam in die andere Richtung kippen und das war okay, auch wenn Harry sich immer noch nicht bereit dafür fühlte. Ein Gefühl, dass laut Hermine völlig normal war und vielen jungen Eltern hatten, in diesem Punkt hatte Molly ihr bereit lächelnd zugestimmt, mit dem Hinweis, dass es beim zweiten Kind meist schon einfacher war und spätestens beim vierten kein Problem mehr. Damals hatte Molly noch gehofft, dass Harry und Ginny doch wieder zusammenfinden würden.Eltern da war es wieder, der schmerzhafte Verlust der Harry und Teddy so tief verband. Nicht zum ersten Mal fragte sich Harry, wie Remus es ertragen hatte, so viel von James und Lily in ihm zu sehen.Harrys Herz brach jedes Mal, wenn Remus Augen ihn aus Teddys Gesicht heraus ansahen oder seine Haare in das Bonbonrosa wechselten, dass Tonks so geliebt hatte. Für Remus musste das Ganze noch viel Schlimmer gewesen sein, denn er hatte nicht für Harry da sein können und ihn außerdem in einem Alter wieder getroffen, in dem er seinerzeit Lily und James schon gekannt hatte.Er fragte sich wie es werden würde wenn Teddy älter war, würde es besser oder schlimmer werden? Würde er es schaffen, Teddy auch als eigenständigen Charakter zu sehen, ohne ständig in ihm nach seinen Eltern zu suchen? Harry hoffte es, denn Teddy war ein eigener Mensch und hatte es auch verdient als solcher gesehen zu werden. Der Kleine sollte sich nie fragen müssen, ob Harry ihn liebte oder nur die Erinnerung an Remus und Tonks.Jetzt gerade war Teddy vier und spielte mit seinen Tierfiguren, die Geräusche machen, wenn man sie ein magisches Kind berührte, auf dem Teppich während Harry auf der Couch saß und sich fragte, ob er sich nicht doch dazu hätte durchringen sollen, mit Teddy um die Häuser zu ziehen. Er wollte nicht, dass der Kleine auf diese Erfahrung verzichten musste, nur weil Harry es nicht schaffte die verschwommene Erinnerung an Schreie und grüne Blitze abzulegen. Alleine bei dem Gedanken lief ihm ein eiskalter Schauer über den Nacken.Er dachte gerade darüber nach, dass er wohl noch 1-2 Jahre Zeit hätte, bevor sein schlechtes Gewissen ihn an Halloween aus dem Haus zwingen würde und er sich mit dem Gedanken diesen Tag zu feiern anfreunden müsste, als es im Kamin rauschte und Hermine herausstolperte.„Hallo Harry. Hallo Teddy.“, begrüßte sie die beiden und beugte sich zu dem Kleinen herunter, um ihm über das zerzauste rabenschwarze Haar zu streichen.Dieser warf sich vor Freude jauchzend in Hermines Arme und vergrub das Gesicht in ihren buschigen Locken, während sein eigenes Haar heller und kringeliger wurde.„Was ist das?“, fragte er und deute auf ihr Gesicht, aus dem lange Schnurrhaare sprossen, außerdem schauten spitze Katzenohren unter ihrem Haar hervor und hinter ihr schwang ein buschiger Katzenschwanz.Hermine lachte und erklärte dann, „Das ist ein Kostüm, ich bin als Katze verkleidet.“Harry musste lächeln und dachte daran, wie Hermine im zweiten Schuljahr aussah, als sie aus Versehen Vielsaftrank mit Katzenhaaren getrunken hatte und musste zugeben, dass das Kostüm ihr besser stand als das Fell im Gesicht, damals.„Süßer, ich muss noch einmal kurz mit Harry sprechen, danach habe ich aber eine Überraschung für dich.“„Okay.“, sagte Teddy und wandte sich wieder seinen Tieren zu.Hermine ließ sich seufzend zu Harry auf Sofa fallen. „Ich wollte fragen, ob ich Teddy zur Halloween Party von meinen Eltern mitnehmen kann, dass machen sie jedes Jahr, sie lieben Halloween und ich liebe sie, also verkleide ich mich jedes Jahr und helfe bei der Party.“Harry sah sie irritiert an, damit hätte er nicht gerechnet, also fragte er, „Zahnärzte lieben Halloween?“„Ja auf jeden Fall, sie sagen immer, dass das eine wunderbare Gelegenheit ist, Kindern die Wichtigkeit von Zahnhygiene zu vermitteln, also verteilen sie zuckerfreien Süßkram und Minizahnbürsten. Wir könnten auch ein bisschen mit Teddy von Tür zu Tür gehen und du könntest dir ein bisschen Zeit für dich nehmen.“ Das und dann musst du dir keine Vorwürfe machen, dass Teddy wegen dir eine wertvolle Erfahrung nicht machen kann, sprach Hermine zwar nicht aus, aber es schwang in ihrer Stimme mit, als sie Harry eine Hand aufs Knie legte.In diesem Moment hätte Harry sie küssen können, Hermine war aus unendliche vielen verdammt guten Gründen seine beste Freundin und dass sie versuchte an solchen Tagen für ihn dazu sein und es ihm einfacher zu machen, auch wenn er gerade keine Nähe ertragen konnte, war nur einer davon.„Danke Mine.“, sagte er also mit einem Lächeln, dass fast seine Augen erreichte, bevor er sich an seinen Patensohn wandte, „Hey Teddy, hast du Lust, den Abend mit Ron und Hermine zu verbringen?“„Oh ja.“, freute sich der Kleine und änderte seine Haare zu wirren roten Locken. --------------------------Eine Stunde später, war Harry wieder alleine und auf dem besten Weg betrunken zu werden. Hermine hatte Teddy in ein niedliches Kürbiskostüm gesteckt, samt fest gehexter Mütze, die seine sich verändernde Haarfarbe vor den Augen der Muggel verbarg. Doch auf der Couch liegen kam für Harry nicht in Frage, dazu war er viel zu unruhig. Er wollte, nein, er musste irgendetwas tun und darum beschloss er mit dem Entrümpeln des Hauses weiterzumachen, denn immer noch hatte er es nicht geschafft sich einen Überblick über alle Räume zu machen. In den letzten 4 Jahren hatte Harry jedoch erreicht, dass die untere Etage, samt Küche, Eingangsbereichs und Wohnzimmer bewohnbar waren, sowie das Hauptschlafzimmer, in dem er schlief, Teddys Zimmer nebenan und ein Gästezimmer für Andromeda und eins für Ron und Hermine.An Sirius Zimmer hatte er sich noch nicht herangetraut, Harry wusste nicht, ob er es jemals über sich bringen würde diesen Raum zu verändern, also ging er auch heute an Sirius Tür vorbei und direkt zu Regulus Zimmer.Regulus, der unerkannte Held, manchmal fragte Harry sich was für ein Mensch der junge Mann gewesen war, doch es gab niemanden mehr, der ihm von ihm erzählen konnte, denn die meisten Menschen, die Regulus gekannt hatten, waren ebenfalls tot.Wobei gab es nicht eine Verbindung zwischen den Malfoys und den Blacks? Vielleicht sollte er einen Brief an Narcissa schreiben, dachte Harry kurz, bevor er seinen Blick durch das Zimmer schweifen ließ.Auch hier hatte sich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel verändert, denn die einzige Sache für die Harry den Raum im Moment nutze, war als Aufbewahrungsort für die Heiligtümer des Todes.Harry überlegte gerade ob er wirklich ein weiteres Gästezimmer brauchte oder was er sonst mit diesem Raum tun könnte, als ihm eine Ecke unter dem Schreibtisch ins Auge fiel, an dem ein Teil der Rückwand abstand und etwas, das aussah, wie die Ecke eines Pergaments zum Vorschein kam.Neugierig kniete Harry sich unter den Schreibtisch und löste mehr von der Rückwand bis ihm mehrere Seiten Pergament entgegenfielen, die alle eng mit einer scharf gestochenen Schrift bedeckt waren. So wie es aussah handelte es sich um eine Mischung aus Runen und einer fremden Sprache, die Harry nicht verstand. Vielleicht Französisch, vermutete er, währenden sein Blick, weiter über die Seiten fuhr, bis er am unteren Rand der letzten Seite eine Notiz entdeckte, die in Englisch verfasst war.
Für die Menschen, die wir verloren haben
à
Nihil est finitum
Allem Anschein nach handelte es sich dabei um einen Zauberspruch und Harry juckte es in den Finger ihn auszuprobieren, auch wenn ihm nicht ganz klar war, was er bewirken sollte, ließ der Zusatz ihn nicht los.Eigentlich hatte er sich nach der Sache mit Malfoy geschworen nie wieder einen Zauber zu verwenden, dessen Wirkung er nicht kannte, aber diesmal war es anders, oder? Der Zauber wurde nicht gegen eine andere Person gerichtet, nichts wies darauf hin, dass er einen negativen Einfluss haben würde, denn ganz im Gegenteil, die Notiz sprach von Liebe und Vermissen, außerdem hinterließen die Worte der magischen Formel ein warmes Gefühl in Harrys Körper.Schließlich gewann seine Neugier vielleicht auch durch den Alkohol begünstigt. Er zog seinen Zauberstab, stellte sich mitten in den Raum und sprach die Worte.„Nihil est finitum“Harry spürte, wie seine Magie durch seinen Körper zu seinem Zauberstab floss, sah ein paar rosafarbene Funken aus dessen Spitze schießen und dann herrschte wieder Stille, nichts geschah, außer, dass Harry sich auf einmal unheimlich ausgelaugt und erschöpft fühlte.Immer noch irritiert davon, was das zu bedeuten hatte, beschloss er einfach ins Bett zu gehen und morgen Hermine zu fragen, ob sie etwas über diesen Zauber wusste oder ob sie die Schrift auf den Pergamenten entziffern konnte, doch für heute wollte Harry nur noch schlafen.-------------------Am nächsten Morgen erwachte Harry mit schmerzemden Kopf. Er rief nach Kreacher, doch dieser reagierte nicht, also trottete er nur in Boxershorts in die Küche, um sich selbst einen Kaffee zu machen, doch als er die Küche gerade betreten wollte, blieb er wie erstarrt stehen und war auf einmal hellwach, denn mit dem, was ihn an seinem Esstisch erwartete, hätte er niemals nicht gerechnet.Harry fühlte sich, als ob er in der Zeit zurückgereist wäre und fragte sich, ob er noch träumte, denn, dort vor ihm am Tisch saß ein schlanker Mann um die 40, der in einem Klitterer blätterte und exakt so aussah wie Sirius.Als Harry sich nährte sah der Mann auf und seine grauen Augen weiteten sich überrascht,„James?“, fragte der Mann irritiert, während Harry nur, „Sirius.“, über die Lippen bringen konnte.Jetzt von Nahmen konnte Harry erkennen, dass der Mann schmaler war als Sirius und vermutlich kleiner, seine Gesichtszüge etwas spitzer, fast schon zu scharfkantig. Unwillkürlich dachte Harry daran, dass der Mann aussah, wie eine Mischung aus Sirius und Malfoy, bevor er den Gedanken verwarf und sich wieder daran erinnerte, dass der Mann ihn eben mit dem Namen seines Vaters angesprochen hatte.„Ich bin Harry.“, sagte er deswegen nur und beäugte den anderen kritisch, „Was machen Sie in meinem Haus und wie sind Sie überhaupt hereingekommen?“Harry verfluchte sich, dafür, dass er seinen Zauberstab im Schlafzimmer gelassen hatte und wurde sich auf einmal sehr bewusst, dass er nur ein Paar Boxershorts in Cannons Orange trug.Der Mann ließ die Zeitung sinken, „Kreacher hat mich hereingelassen, aber er konnte mir leider nicht erzählen, wer du bist und was du im Haus meiner Familie machst, sagte du hättest ihm verboten irgendjemandem ohne deine Erlaubnis persönliche Informationen von dir weiterzugeben.“In diesem Moment fiel es Harry wie Schuppen von den Augen, dort vor ihm saß Regulus Arcturus Black. „Sie sind Regulus?“, entfuhr es ihm, worauf der andere ihn einen Moment lang musterte, bevor er nickte, „Ja.“„Aber Sie sind tot, die Inferi…“, Harry brach ab und starrte den anderen einfach nur an.Dieser lächelte, „Okay, dann bin ich in diesem Universum, doch in der Höhle umgekommen und konnte mich nicht im letzten Moment retten. Das ich jetzt hier bin muss bedeuten, dass du ein unfassbar mächtiger Zauberer bist Harry. Liege ich richtig, dass wir den 01. November 2002 haben?“„Ja.“, Harry ließ sich müde auf den Stuhl gegen über von Regulus fallen. Damit waren auch alle seine Bedenken, ob das vor ihm wirklich der echte Regulus war, verschwunden, außer ihm kannten diese Geschichte nämlich nur zwei weitere lebende Menschen, Ron und Hermine.„Dann hat bei dem dünnen Schleier zwischen den Welten an Halloween, deine Magie wohl ausgereicht, um mich zurückzubringen.“, sagte Regulus mehr zu sich selbst und sah sich erneut in der Küche um, während Harry ihn nur irritiert anstarrte, es war doch unmöglich tote Personen wirklich zurückzubringen, nicht einmal der Tod hatte die Macht dazu. Doch hier vor ihm saß eindeutig ein verdammt lebendiger Regulus Black.„Zurück zu bringen?“, fragte Harry der nichts mehr verstand. Regulus nickte und begann zu erzählen, davon das er wusste, dass er sterben würde, wie er versuchte einen Weg zu finden, wie man die Toten wirklich wahrhaftig zurückbringen konnte, nicht nur als Schatten ihrer selbst wie mit dem Stein der Auferstehung, wie er dabei auf das Energie-Erhaltungsgesetzt der Muggel Physik stieß, das besagt, dass Energie nicht verloren gehen kann, darauf, dass niemand je ganz tot ist, außer er wird vergessen und auf die Existenz von Paralleluniversen. Er erklärte, wie er die Möglichkeiten erforscht hatte, das ähnlichste Universum zu finden und daraus Menschen in unsere Welt zu bringen, wie er die theoretische Lösung fand, aber nicht genug Kraft hatte, sie zu testen und zu wenig Zeit. Wie er versuchte, dass alles noch vor seinem Tod herauszufinden und Sirius seine Aufzeichnungen zukommen zu lassen, doch nicht mehr dazu kam. Irgendwann während seiner Erzählungen hatte Harry sich einen Kaffee gemacht und zumindest ein Shirt und Jogginghosen übergezogen, um nicht mehr halb nackt vor dem anderen zu sitzen, sein Kopf schwirrte ihm von den ganzen neuen Informationen.Als Regulus gerade mit seiner Erklärung fertig war, rauschte es im Kamin und Hermine, Ron und Teddy stolperten in die Küche. Teddys Haare waren ebenso rabenschwarz wie Harrys, als er auf ihn zu rannte und auf seinen Schoß kletterte.„Hey Großer. War es schön?“„Ja, Haha es war ganz toll und Mrs. Granger hat mir eine Zahnbürste geschenkt, guck mal in blau.“, plapperte der Kleine sofort los, doch dann verstummte er, als sein Blick auf den Fremden am Tisch fiel.„Wer bist du?“, fragte Teddy neugierig.„Ja, wer ist das?“, kam es nun auch von Ron und er zog langsam seinen Zauberstab, wahrscheinlich eine alte Gewohnheit, die noch aus seiner Zeit als Auror stammte, Immer wachsam.„Ich bin Regulus Black.“, sagte dieser schlicht und Teddy sah ihn aus großen Augen an, bevor er eine kleine Kinderhand über den Tisch streckte, „Ich bin Teddy Lupin.“Regulus starrte erst Teddy dann Harry an, „Remus hat ein Kind, aber mit wem und wie geht es meinem Bruder damit?“Er weiß es nicht, natürlich wie sollte er auch, dachte Harry und ihm stiegen die Tränen in die Augen, bei dem Gedanken, dass er Regulus jetzt diese Nachricht überbringen musste, dann sagte er sehr langsam, „Regulus, sie sind alle tot, Remus, Sirius, meine Eltern.“Regulus Gesicht wurde bei diesen Worten völlig ausdruckslos und Harry wusste nicht, was er tun sollte, also saß auch er einfach nur da und sah den anderen an, bis Hermine eine Hand auf seine Schulter legte, sich zu Teddy beugte und leise sagte, „Teddy Schatz, willst du ein bisschen im Wohnzimmer mit Kreacher spielen gehen?“„Oh ja mit Kreacher spielen. Dann kann ich ihm meine Zahnbürste zeigen.“, freute sich der Kleine und lief in den Nebenraum. Vielleicht lag es an dem Viertel Black Blut in seinen Adern oder daran, dass Kreacher im Alter doch milder wurde, aber er liebte den kleinen Jungen abgöttisch.Nachdem Teddy verschwunden war, sah Harry wieder zu Regulus und dann zu seinen beiden besten Freunden, „Setzt euch, ich glaube wir haben einiges zu besprechen.“„Worüber?“, fragte Ron.„Naja, weil wir sie wieder zurückbringen können.“
