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Als Familie

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16.09.2004 ◇ 18:00 Uhr

Charlie PoV
Gerade verließ ich die CalSci und trat zum Fahrradständer. Ich wollte gerade mein Schloss öffnen, als ich bemerkte, dass meine Reifen platt waren. Ich seufzte, wissend, dass ich mein Rad heute stehen lassen würde, um stattdessen zu Fuß nach Hause zu gehen.Gerade stehe ich an der Fußgängerampel an der Kreuzung Millner Street und Green Lane. Endlich wurde die Ampel für mich grün und ich setzte meinen Weg fort.Plötzlich, bevor ich reagieren konnte, raste ein rotes Auto auf mich zu. Ausweichen würde ich nicht mehr schaffen, also tat ich das einzige, was ich noch tun konnte, nämlich meinen Kopf und Hals so gut wie möglich zu schützen. Ich wurde über die Motorhaube geschleudert und landete auf der Gegenfahrbahn. Bevor ich entscheiden konnte, ob ich mich von der Straße retten sollte oder mich nicht bewegen sollte, um weitere oder schlimmere Verletzungen zu vermeiden, als auch schon ein zweites Fahrzeug über mich fuhr. Ich spürte noch schreckliche Schmerzen, bevor alles Schwarz wurde.
18:45 Uhr

Alans PoV
Ich saß mir gerade mit Margaret im Wohnzimmer vor dem Fernseher und sah mir einen alten Film an, als das Telefon mit einer unbekannten Nummer läutete.Stirnrunzelnd hob ich ab und meldete mich: „Alan Eppes, wie kann ich Ihnen helfen?“„Hallo, mein Name ist Becky. Ich bin Krankenschwester am General. „Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass ein gewisser Charles Eppes nach einem schweren Verkehrsunfall bei uns eingeliefert wurde.“, antwortete eine weibliche Stimme.„Ich und meine Frau kommen sofort!“, antwortete ich sofort und beendete das Gespräch.Margaret fragte besorgt: „Alan? Was ist den los?“Ich antwortete: „Das war das General. Charlie hatte einen Verkehrsunfall und wurde dort eingeliefert.“Sofort machen wir uns auf den Weg zum Krankenhaus.
20:45 Uhr

Margaretes PoV
Schon seit fast zwei Stunden warteten wir jetzt auf Nachrichten über Charlies Zustand, als endlich ein Arzt auf uns zu trat, nachfragen ob wir Charlies Familie waren und uns in sein Büro brachten.„Mr. und Mrs. Eppes, ich bin einer der Ärzte, die Ihren Sohn behandeln. Ich bitte Sie mit etwaigen Fragen zu warten, bis ich meinen Bericht beenden konnte. Ihr Sohn hat eine mittelschwere Gehirnerschütterung und war, weder als die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen, noch als er hier ankam bei Bewusstsein. Er hat mehrere gebrochene Rippen, da er, während der Fahrt im Rettungswagen, mehrfach wiederbelebt werden musste. Er hat einige weitere, durch den Unfall entstandene, Knochenbrüche. Beidseitiger Hüft- und Beckenbruch, Ober- und Unterschenkel auf beiden Seiten - rechts sogar mehrfach - Brüche von Knie, Knöchel und Fuß rechts. Seine rechte Schulter und sein Ellbogen sind ausgerenkt und es gibt einen Bruch des rechten Schlüsselbeins. Sowie Brüche in Ober- und Unterarm und Handgelenk rechts. Bei den bisher aufgezählten Verletzungen gehen wir davon aus, dass sie vollständig verheilen und es zu keinen oder nur geringen bleibenden Beeinträchtigungen kommt und alles weitgehend komplikationslos verheilen wird. Größere Sorgen machen und jedoch drei andere Verletzungen. Sämtliche Knoche in seiner rechten Hand sind gebrochen, die Knochen sind nur noch Splitter und wir wissen nicht, in wie weit, wir diese wiederherstellen können. Außerdem hat Ihr Sohn zwei Wirbelsäulenbrüche. Der eine ist im oberen Rücken und hat das Rückenmark gequetscht, dadurch kann Ihr Sohn leider nicht mehr selbstständig atmen. Da es sich jedoch nur um eine Quetschung handelt und das Rückenmark nicht beschädigt wurde, sind wir recht zuversichtlich, dass Ihr Sohn in Zukunft wieder selbstständig atmen wird. Leider trifft das nicht auf die zweite zu. Im unteren Rücken, etwa auf Hüfthöhe, sind zwei weitere Wirbel gebrochen und haben einen Teil des Rückenmarks durchtrennt. Aktuell scheinen die Teile für Bewegung komplett und die für Gefühl teilweise durchtrennt zu sein. Einzige der für die Steuerung von Blase und Darm verantwortlichen Teile sind unbeschädigt. Sowohl für die Hand als auch für die Wirbelsäule haben wir bereits einen Spezialisten kontaktiert. Dieser sollte am Montag oder Dienstag kommen. Wir haben das Rückenmark entlastet und Ihr Sohn wurde intubiert und ins künstliche Koma versetzt. Er wird am genauesten überwacht und liegt auf der Intensivstation“, erklärte der Arzt.

----- CHAPTER BREAK -----

16.09.2004 ◇ 21:30 Uhr

Alans PoV.
Nachdem der Arzt uns noch einiges zu Charlies Zustand und die weiteren Schritte erklärte, machten wir uns auf den Heimweg.Nun saßen wir im Wohnzimmer und versuchten nicht über Charlies möglicherweise bleibende Beeinträchtigungen nachzudenken. Laut dem Arzt würde Charlie wahrscheinlich den Rest seines Lebens im Rollstuhl sitzen und seine rechte Hand bestenfalls stark eingeschränkt benutzen können. Zum Glück meinte der Arzt, dass es nur zu körperlichen Beeinträchtigungen kommen würde und er geistig noch genauso fit wäre wie vorher.„Alan, ich werde ins Bett gehen, könntest du noch Don und Larry informieren?“, fragte Margaret.Ich nickte und griff nach dem Telefon und entschied mich zuerst, Larry zu informieren. Der könnte dann auch morgen dem CalSci Bescheid geben.„Larry Fleinhardt, wie kann ich helfen?“, ertönte die Stimme von Charlies etwas verwirrten Freund.„Larry, ich bin es, Alan Eppes. Ich muss dir leider mitteilen, dass Charlie in nächster Zeit wahrscheinlich nicht zum CalSci kommen wird. Könntest du am CalSci alles in die Wege leiten?“, antwortete ich.„Klar, aber warum? Ist etwas passiert?“, fragte Larry nach.„Charlie hatte einen Verkehrsunfall und liegt mit schweren Verletzungen und möglicherweise bleibenden Beeinträchtigungen im künstlichen Koma auf der Intensivstation.“, erzählte ich.„Oh, Alan, von welchen Beeinträchtigungen sprechen wir hier?“, fragte Larry.Ich seutzte: „Charlie wird wahrscheinlich im Rollstuhl sitzen und seine rechte Hand bestenfalls stark eingeschränkt benutzen können.“„Wenn ich irgendwie helfen kann, sagt bescheid und haltet mich bitte auf dem laufenden.“, antwortete Larry und wir beendeten unser Gespräch.
23:45 Uhr

Dons PoV.
Durch das Klingeln meines Handys wurde ich aus dem Schlaf geschreckt. Noch im Halbschlaf tastete ich nach meinem Telefon und blickte auf die Anruferkennung - Dad.Immer noch nicht ganz wach, nahm ich das Gespräch an.„Dad, was ist los?“, fragte ich.„Don, es geht um Charlie. Er wurde heute Abend ins Krankenhaus eingeliefert.“, antwortete Papa.Diese Worte reichen aus, um den letzten Rest Schlaf zu vertreiben. Mein Verhältnis zu Charlie war nicht gerade einfach. In unserer Kindheit war ich oft unsicher, wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte, da er oft so viel Schlauer war. Aber trotz allem empfand ich Charlie gegenüber, nur Liebe und wollte ihn unbedingt beschützen. Ich weiß nicht wie oft Charlie nach einem Albtraum oder während einem Sturm in meinem Bett gekrochen war und wie oft ich mich, während eines Migräneanfalls, um meinen kleinen Bruder gekümmert habe. Jetzt passiert etwas, wodurch Charlie im Krankenhaus gelandet ist und ich war nicht da um ihn zu beschützen.„Was ist passiert? Wie geht es ihm? Wie schlimm ist er verletzt? Wird es ihm gut gehen? Will er das ich komme?“, konnte ich meine Fragen nicht zurückhalten.Dad antwortete seufzend: „Ich weiß leider auch nicht genau, was passiert ist, aber es war wohl ein Verkehrsunfall. Ich weiß nicht wirklich, wie es ihm geht, da ich nicht mit ihm reden konnte. Er hat eine mittelschwere Gehirnerschütterung, einen Haufen gebrochener Knochen und eine ausgerenkte Schulter und Ellbogen. Die bisher aufgezählten Verletzungen sollen aber vollständig verheilen. Allerdings ist seine rechte Hand komplett zerstört - die Knochen sind wohl nur noch Splitter - die Ärzte haben zwar einen Spezialisten kontaktiert, aber wahrscheinlich wird er die Hand bestenfalls stark eingeschränkt benutzen können. Außerdem hat er im oberen Rücken einen gebrochenen Wirbel der das Rückenmark gequetscht hat und durch diese Quetschung kann Charlie aktuell nicht selbstständig atmen – die Ärzte sind ziemlich zuversichtlich, dass er wieder selbständig atmen wird, sobald die Quetschung verheilt ist. Es gibt auch noch zwei weitere gebrochene Wirbel im unteren Rücken, die das Rückenmark teilweise durchtrennt haben. Auch für die Wirbelsäulenverletzungen wurde ein Spezialist kontaktiert, aber die Ärzte sind, im Bezug auf die untere Wirbelsäulenverletzung, nicht allzu optimistisch, sie meinten das Charlie seine Beine wahrscheinlich nie wieder bewegen können und nur eingeschränktes Gefühl in den Beinen haben wird. Charlie wurde intubiert und ins künstliche Koma versetzt und liegt auf der Intensivstation im General. Er war wohl seit dem Unfall bewusstlos, aber ich denke, sobald er wieder wach ist, wird er dich wollen.“Der Gedanke, dass Charlie so schwer verletzt ist und bleibende Beeinträchtigungen haben wird, machte mir große Angst. „Dad, ich werde morgen alles mit dem Büro klären, um so schnell wie möglich zu kommen und dir dann Bescheid zu sagen. Informiere mich bitte über alle Veränderungen.“, bat ich.
17.09.2004 ◇ 7:55 Uhr

Dons PoV.
Gerade betrat ich das FBI-Gebäude und ging direkt zu Büroleiter Williams. Williams war ein freundlicher, älterer Herr und würde Verständnis zeigen. Als ich das Büro betrat meinte Williams: „Agent Eppes, dass trifft sich gut. Ich wollte Sie gerade zu mir rufen. Es geht um die Stelle als Teamleiter in LA. Es wurde entschieden, dass Sie die Stelle bekommen. Sie arbeiten noch eine Woche hier und reisen kommendes Wochenende nach LA."„Danke, Sir, das trifft sich gut, aber besteht die Möglichkeit, dass ich die kommende Woche frei bekomme?“, fragte ich, „Meine Familie lebt dort und ich bekam letzte Nacht einen Anruf von meinen Eltern, dass mein jüngerer Bruder nach einem Verkehrsunfall im Krankenhaus ist."„Nun in diesem Fall, denke ich, sie sollte sich verabschiedete und sich auf den Weg machen. Ich werde auch den Leiter des Büros in LA informieren. Keine Sorge, Sie werden in der nächsten Woche nur geholt, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.", versicherte Williams.Genau das tat ich auch, nach einer kurzen Verabschiedung bei meinen Kollegen ging ich nach Hause. Dort packte ich ein paar meiner Dinge zusammen, rief Dad an und machte mich auf den Weg.
8:00 Uhr

Larrys PoV.
Da am Freitag das Verwaltungsbüro von 8 bis 13 Uhr besetzt war, beschloss ich mich jetzt mit denen zu treffen. Außerdem hatte ich noch Professor Finch - Milly - als Leiterin des Mathematikbereichs dazu gebeten. Nun saßen wir bei Mr. Miller im Büro.„Also, Larry, du hast mich um ein Treffen gebeten und mich dann hierher zu Mr. Miller gebracht. Ich gehe also davon aus, dass uns das Thema dieses Gesprächs beide etwas angeht. Was ist los?“, fragte Milly.„Ich bekam gestern am späten Abend noch einen Anruf von Alan Eppes.“, antwortete ich.„Du meinst Charlies Vater? Was wollte der von dir? Und was hat es mit diesem Gespräch zu tun?“, fragte Milly.Ich seutzte: „Alan bat mich das CalSci über eine längere Abwesenheit von Charlie zu informieren.“„Gibt es dafür einen Grund? Charlie würde die Kurspläne nicht ohne weitere über den Haufen werfen“, stellte Milly fest.„Ich weiß auch nicht alles, aber was ich weiß, deutete auf eine längere Ausfallzeiten hin.“, begann ich, „Charlie hatte gestern Abend auf dem Weg vom hier nach Hause einen Verkehrsunfall. Näheres zu den Umständen weiß ich nicht. Charlie wurde ins Krankenhaus eingeliefert und liegt mit schweren Verletzungen im künstlichen Koma. Alan hat nicht erzählt wie schwer, aber er meinte, dass die Ärzte von bleibenden Beeinträchtigungen ausgehen. Ich bat Alan, mich auf dem laufenden zu halten.“"Oh, Gott, armer Charlie. Larry, wenn du etwas über Charlie hörst, informiere mich bitte.", antwortete Milly.

----- CHAPTER BREAK -----

20.09.2004 ◇ 9:00 Uhr

Dons PoV.
Endlich hielt ich vor dem Haus in dem ich aufgewachsen bin und trotz der Sorgen um Charlie freue ich mich, wieder zurück zu sein. Ich klopfe an die Tür und Mum öffnete sofort. Ihre Augen waren gerötet, als hätten sie geweint. Ich wurde ins Wohnzimmer gebracht, wo Dad gerade Zeitung las.„Wisst ihr schon etwas Neues? Hat sich sein Zustand verändert?“, fragte ich.Papa schüttelte den Kopf: „Nein, nicht wirklich. Charlie hat in den nächsten Wochen einige Operationen vor sich. Sie können nicht alle Knochenbrüche auf einmal versorgen, das wäre eine zu große Belastung für ihn. Vorher wollen sie ihn auch nicht aus dem Koma holen, eher wollen sie noch etwas abwarten, bis die Rückenmarksquetschung mehr geheilt ist. Sie wollen ihm den Stress der künstlichen Beatmung, während er bei Bewusstsein ist, ersparen.“In diesem Moment klingelte mein Handy. Ich hob ab und meldete mich.„Agent Eppes, ich bin Agent Johnston und leite das FBI-Büro in LA. Ich weiß, Sie sind eigentlich erst in einer Woche im Dienst, aber Ihr Vorgänger ist krank geworden. Könnten Sie auch jetzt schon beginnen? Ihr Team hat einen neuen Fall. Es geht um den Unfall deines Bruders.“„Ok, aber warum landet der bei uns und nicht beim LAPD?“, fragte ich.„Auf bitte vom Weißen Haus persönlich. Ihr Bruder verfügt über die höchste nationale Sicherheitsfreigabe und berät neben uns und dem LAPD, auch NCIS, NTSB, DEA, NSA, CIA, CDC, ATF, Homeland, Secret Service, SHILD, das Pentagon, das Weiße Haus und einige starke geheime Projekte des Militärs. Von der NASA und anderen Behörden ganz zu schweigen.“, antwortete Johnston.„Ich hatte davon keine Ahnung. Natürlich komme ich sofort.“, versicherte ich. „Das war mein neuer Boss. Ich muss ins Büro.“, sagte ich zu Dad.„Was?“, fragte Mama.„Ich habe mich schon vor einigen Wochen für die Stelle als neuer Teamleiter in LA beworben. Eigentlich würde es erst am nächsten Montag losgehen, aber mein Team soll Charlies Unfall bearbeiten. Da will ich unbedingt helfen.“, erklärte ich.
8:45 Uhr

Megans PoV.
Ich habe gerade etwas Papierkram erledigt, als Johnston auf mich zutrat.„Agent Reeves? Kann ich kurz mit Ihnen sprechen?“, fragte er und führte mich in den Konferenzraum.„Ich werde gleich noch euren neuen Teamleiter anrufen, wollte euch aber bereits die Akte zu eurem nächsten Fall übergeben. Es handelt sich um Dr. Eppes Verkehrsunfall“, erklärte Johnston und ging.Ich habe das Team zusammengebracht und versammelte sich David Sinclair, Colby Granger, Lulani McGarret. „Leute, ihr wisst ja alle schon von Charlies Unfall. Wir sollen den Fall aufklären. Johnston informiert gerade Jims Nachfolger.“, erklärte ich.In diesem Moment betrat ein junger, braunhaariger Mann den Raum. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wandte sich Don Eppes der Tafel zu und bat mich, dass Video der Verkehrskameras abzuspielen. Zu sehen, wie Charlie über eine Motorhaube geschleudert und unter den Reifen kam war schrecklich.„Kein Wunder, dass du so schwer verletzt bist, kleiner Bruder.“, murmelte Don.„Wenn ich fragen darf, wie schlimm ist es? Wir haben alle mit ihm zusammengearbeitet und sehen ihn als Freund.“, fragte Lulani.Don seutzte: „Nicht besonders gut. Er hat eine mittelschwere Gehirnerschütterung, eine Menge gebrochener Knochen, eine zertrümmerte Hand und zwei Wirbelsäulenbrüche. Wahrscheinlich wird er am Ende im Rollstuhl sitzen und seine rechte Hand nur eingeschränkt benutzen können. Aktuell halten sie ihn im künstlichen Koma.“Leider konnte man auf dem Video weder das Kennzeichen noch den Fahrer erkennen.„Ok, wir gehen alle Autos, die zu den Aufnahmen passen durch. Lulani, Megan, könntet ihr bitte versuchen, den Weg der Fahrzeuge vor und nach dem Unfall zurückzuverfolgen.", verteilte Don die Aufgaben.

----- CHAPTER BREAK -----

6.10.2004 ◇ 9:00 Uhr

Dons PoV.
Seit über zwei Wochen versuchen wir jetzt herauszufinden, wer die Fahrer waren, die Charlie das antaten und erreichten gar nichts. Heute nahm ich mir jedoch etwas Zeit, da Charlie heute wahrscheinlich aus dem Koma erwachen sollte.Tatsächlich sah ich wie Charlie seine Augen öffnete und rief sofort einen Arzt. Nach einigen Tests wurde der Tubus entfernt und Charlie über seine Verletzungen informiert, bevor Charlie und ich alleine gelassen wurden.„Don, danke, dass du da bist.“, murmelte Charlie.„Charlie, ich bin immer für dich da und du wirst mich so schnell nicht wieder los. Ich arbeite jetzt hier in LA.“ antwortete ich.„Das ist schön. „Wisst ihr schon, wer mich angefahren und überfahren hat?“, fragte Charlie.„Nein, nicht wirklich. Auf den Kameras sind Kennzeichen und Fahrer nicht zu erkennen und die Autos gibt es so häufig, dass wir nicht sagen können, wer es ist. Wir haben versucht, den Weg vor oder nach dem Unfall zu verfolgen. Nichts!“, erzählte ich.„Ich kann mich nicht an alles erinnern, es geht einfach zu schnell, aber das erste Auto hatte ein P und eine 73 im Kennzeichen.“, antwortete Charlie."Schon gut. Das ist mehr, als wir bisher wussten. Aber etwas anderes. Ich hab gehört, dass du die höchste nationale Sicherheitsfreigabe hast und für fast jede Agentur der USA als Berater tätig bist. Wann hat das den angefangen, wenn ich es den „wissen darf?“, fragte ich.„Kurz bevor ich Princeton beendete, trat Nicky auf mich zu, sie führten im Voraus eine Sicherheitsprüfung durch und sorgten für meine Freigabe.“ Ich sollte helfen, ein Flugzeug zu finden, das während des 2. Weltkriegs abstürzte und unterging. Das habe ich getan. Danach wurde ich immer wieder um Hilfe gebeten. „Mit den meisten Direktoren bin ich inzwischen per du.“ erzählte Charlie.„Nicky?“, fragte ich neugierig nach.„Nicholas Fury, Direktor von SHILD.“, ergänzte Charlie.„Nun, du kennst auf alle Fälle viele Leute.“, sagte ich, „Wie kommst du mit der Tatsache klar, dass du wahrscheinlich im Rollstuhl sitzen wirst und mit der beschädigten Hand?“„Ich hab es noch nicht wirklich realisiert, aber ich denke, ich werde mich daran gewöhnen.“, antwortete er leise und kläglich. 
11.10.2004 ◇ 10:00 Uhr

Charlies PoV.
Gerade ließ ich mich in dem Einbettzimmer auf der Normalstation nieder, als es an der Tür klopfte. Hierin traten zwei Männer mit dunkelbraunem Millitärschnitt, blauen Augen und gebräunter Haut ein. Beide trugen dunkelblaue Jeans, weiße Shirts und schwarze Lederjacken. Dazu Turnschuhe mit fester Sohle - Luan und Malio McGarret vom Secret Service.„Hey, ihr zwei. Sollt ihr wieder auf mich aufpassen?“, fragte ich.„Ja, der Präsident ist übervorsichtig. Du weißt ja, er sieht dich als Sohn, seit du seinen Drillingen Nachhilfe gegeben hast und da du mit Luke eine Art Fernbeziehung hast. Er hat übrigens vor, dich bald zu besuchen, er und Alex haben Ende Oktober einen Termin in LA. Er weiß von deinem Zustand und will, dass wir dich ausrichten, dass du ihn anrufen sollst. Scheint als reichen ihnen zwei Attentate auf dich. Wir sollen jetzt überall auf dich aufpassen. Wir haben dir noch mitgebracht.“, erklärte Malio und reichte mir eine Laptoptasche mit meinem Laptop und meinem Handy.„Danke.“, murmelte ich.Malio setzte sich auf einen Stuhl an der gegenüberliegenden Wand und Luan setzte sich draußen auf den Flur.Kurz darauf betraten Don, Dad und Mum das Zimmer. Alle beiden blickten verblüfft auf das Bild vor ihnen. Still und nur mit einer Handbewegung bedeutete ich Malio uns allein zu lassen.Als er die Tür hinter sich schloss, fragte Don: „Was war denn das? Vor der Tür sitzt auch so einer.“„Ja, ich weiß. Der Präsident ist wohl etwas übervorsichtig, nachdem dem was passiert ist. Malio und Luan sind vom Secret Service und der Präsident hat schon vor Jahren entschieden, dass die beiden mich bei Einsätzen außerhalb der Stadt begleiten. Jetzt hat er entschieden, „Dass sie mir nicht mehr von der Seite weichen dürfen, da ich mich jetzt auf keinen Fall gegen Angreifer wehren könnte“, erklärte ich.„Ähm, Charlie, erinnerst du dich noch an den Bauplan, den wir letztes Jahr entworfen haben? Ich habe alle Dateien dabei und möchte, dass du sie durchgehst und an deine jetzigen Bedürfnisse anpasst. Ich denke, es ist Zeit, das durchzuziehen.“, sagte Dad und reichte mir einen USB-Stick.Plötzlich klingelte Dons Telefon und als er das kurze Telefonat beendete, erklärte er: „Ich muss los, dass war Megan, sie haben vielleicht eine Spur zu dem Wagen.“Don hatte das Zimmer noch nicht verlassen, als Mums Telefon klingelte: „Entschuldigt bitte, ich muss auch los. Das war das Büro.“So waren es nur noch Dad und ich. Dad setzte sich neben mich und gemeinsam passten wir den Bauplan an. Ein Aufzug wurde eingefügt, die Räume allgemein barrierefrei und schon nach kurzem war alles erledigt, abgesehen vom Raum über der Garage.„So können wir das auf alle Fälle nicht machen.“, murmelte ich, „Dad, ich werde einen guten Freund bitten sich um die Einrichtung dieses Raumes zu kümmern.“Papa nickte und antwortete: „Ich werde mit einem befreundeten Bauunternehmer sprechen und alles in die Wege leiten.“Damit gingen auch Dad und Malio wieder auf seinen Stuhl. Währenddessen legte ich meinen Laptop auf meine Beine und schaltete das Gerät an. Ich aktivierte ein Programm für verschlüsselte Videoanrufe und startete einen Anruf an Tony Stark. „Guten Tag, Sie haben den Anrufbeantworter von Tony Stark erreicht. Leider ist eine Durchstellung aktuell nicht möglich. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.“, erklang Jarvis britischer Akzent.„Javis, ich weiß, dass Tony zuhört, wenn du mir nicht antwortest Tony, werde ich Javis umprogrammieren, damit er nur noch in Klingonisch spricht und zwar Rückwärts!“, schimpfte ich.„Hey, an Javis wird nicht herumgespielt. Charlie, was gibt's? Und warum sieht es aus als wärst du in einem Krankenhaus?“, fragte Tony.„Weil es genau das ist.“ antwortete ich und erzählte ihm von meinem Unfall, „Könntest du mir ein Büro und Forschungsraum mit solchen Wänden und einem Tisch wie in deinem Haus einrichten?“„Klar!“, versprach Tony und wir besprechen kurz die Details.Das Gespräch mit Tony war schnell beendet und nachdem ich Malio aus dem Raum gebeten hatte, wählte ich über meine Handy Lukes Nummer.„Hallo, mein Liebster. Wie geht es dir?“, fragte ich.„Mir geht es gut, Schatz. Was ist mit dir? Wie kommst du mit dem Unfall zurecht?“, antwortete Luke.„Ich muss mich noch an die neue Situation gewöhnen, aber es ist in Ordnung. Willst du mich trotzdem noch?“, flüsterte ich.„Natürlich will ich dich. Daran kann nichts etwas ändern! Charlie, Ian hat sich noch nicht gemeldet, er wurde kurz vor deinem Unfall losgeschickt und weiß daher noch nicht was passiert ist, aber ich bezweifle, dass er dich - uns - aufgeben wird." , entgegnete Luke wehemend.Ian war der Dritte in unserer geheimen Beziehung.

----- CHAPTER BREAK -----

11.10.2004 ◇ 10:00 Uhr

Megans PoV.
Wir suchten nun schon seit fast einem Monat nach den Fahrern dieser beiden Autos und hatten bisher nichts erreicht. Stirnrunzelnd schaue ich mir nochmal die Aufnahmen an, irgendetwas störte mich daran, aber ich kann nicht drauf sein.Colby und David suchen nach wie vor den Autos über die Liste, beschränken sich aber aktuell auf den zweiten Wagen. Lulani hatte nach Fahrzeugen mit dem Modell des ersten gesucht und die Liste alle ausspucken lassen, die ein P und die Zahl 73 enthalten. Jetzt versuchen Sie herauszufinden, welche ausgeschlossen werden könnten.„Megan, ich glaube ich hab was.“, meldete sich Lulani.Ich trat zu ihr und sie erzählte, dass es ein passendes Auto gab, das eine Stunde vor dem Unfall gestohlen wurde und am nächsten Tag am anderen Ende der Stadt auftauchte.„... Das Auffällige ist, dass der Wagen Quintin Scott gehört. Dem Bruder von Simon Scott. Simon ist ein Verbrecher, bei dessen Fall Charlie schließlich die entscheidende Spur fand.“, endete Lulani.„Ok, ich rufe Don dazu, wir versammeln alle und die kannst uns alles erzählen.“, entschied ich.
10:45 Uhr

Dons PoV.
Das ganze Team war in einem Konferenzraum versammelt.Lulani stand vorn und erzählte: „Ich habe das erste Auto gesucht und hab dabei nicht nur auf Farbe und Modell geachtet, sondern auch auf die Angaben zum Kennzeichen von Charlie. Das schränkte die Liste natürlich erheblich, aber es waren noch 6 Namen oben. Also habe.“ Ich habe mir das Video nochmal angeschaut und habe ein Farbmuster bemerkt. Die Motorhaube hat in einem hellen Rot eine Flamme aufgemalt. Das Auto gehört Quintin Scott. Dem Bruder von Simon Scott. Simon ist ein Verbrecher, Charlie hat damals die entscheidende Spur gefunden. Er war Dieser Serienmörder von vor drei Jahren. Hat an jedem Tag im Advent einen Mord begonnen. Jedes Mal ein anderer Ort, eine andere Todesursache und ein anderer Typ Opfer. Wir haben ihn schließlich erwischt, weil Charlie das System hinter den Orten fand und wir ihn auflauern „Sein Bruder Quintin hat damals Rache geschworen.“Holt ihn zum Verhör, fühlen wir ihn mal auf den Zahn. „Habt ihr schon einen Hinweis auf das zweite Auto bekommen?“, fragte ich.„Nicht wirklich, wir haben nicht genügend Daten um die Suche einschränken zu können. Allerdings schaue ich mir das Video gleich nochmal an, vielleicht finde ich ja doch noch was.“, sagte Colby.
11:25 Uhr

Colbs PoV.
Stirnrunzelnd beobachtete ich nun zum fünften Mal das Unfallvideo. Plötzlich traf mich die Erkenntnis und ich griff sofort nach der Liste mit den Fahrzeugen für Wagen zwei. Alles passte, warum bin ich nicht eher darauf gekommen dachte ich und rief alle zusammen.„Ich habe den zweiten Wagen. Er gehört Kathy Williams. Sie wurde wegen Entführung und stalking verhaft und in die Psychiatrie eingeliefert. Sie suchte sich Leute mit Geld und hoffte, möglichst viel davon zu bekommen. Aus irgendeinem Grund, den wir leider nie erfuhren, war sie hinter Charlie her. Das ging so weit, dass er sich im CalSci versteckte und zwei Leute vom Secret Service ihn begleiteten.", erklärte ich.

15:24 Uhr

Dons PoV.

Nach einem klopfen betrat ich Charlies Krankenhauszimmer und runzelte wegen dem Anblick die Stirn. Da saß Charlie mit dem Laptop auf dem Schoss und an das erhöhte Bettteil gestützt und schien eine  Videounterhaltung zu führen. Ich räusperte mich, Charlie blickte auf und verabschiedete sich hastig, bevor er den Laptop beiseite legte."Hey, Don, schön dich zu sehen. Gibt's schon was neues zu den Fahrern?", fragte er."Ja, der erste war ein Quintin Scott und der zweite eine Kathy Williams. Sie sind schon festgenommen und haben gestanden.", versicherte ich.

----- CHAPTER BREAK -----

13.10.2004 ◇ 17:35 Uhr
Ians PoV. Endlich wieder in DC. Nach knapp einem Monat auf der Jagd, wurde es auch Zeit vor allem, weil ich noch packen muss, wenn ich Ende des Monats mit Luke von DC zu Charlie nach LA ziehen wollte. Ich betrat die Wohnung und stellte meinen Rucksack nur schnell ins Schlafzimmer, bevor ich mein „Büro“ betrat, um meine Waffen einzuschließen. Da bemerkte ich einen Zettel an der Tür meines Waffensafes. „ Ian, wir müssen reden, ruf mich an, sobald du zurück bist, Luke." Stirnrunzelnd schloss ich meine Waffen weg und setzte mich ins Wohnzimmer, bevor ich Lukes Nummer wählte.„Hallo, Ian, bist du zu Hause? Ich bin Unterwegs und komme vorbei, wir müssen reden, bevor du Charlie anrufst.“, sagte Luke und ließ mir nur die Zeit, zu sagen, dass ich in der Wohnung bin, bevor er auflegte.Es dauerte keine 10 Minuten, bis Luke neben mir auf dem Sofa saß und unser Gespräch beginnen konnte.„Warum willst du mit mir reden, bevor ich mich bei Charlie melde?“, fragte ich.„Es gab einen Unfall, Ian. Charlie ist im Krankenhaus. Er wurde ziemlich schwer verletzt. Er hat mich gebeten, dich zu informieren.“, erklärte Luke."Wie schlimm?", fragte ich besorgt."Mittelschwere Gehirnerschütterung, gebrochene Knochen im rechten Arm und beiden Bein, Hüfte und Becken. Dazu Schulter und Ellbogen rechts ausgerenkt. Die rechte Hand ist komplett zerstört - er wird sie nur noch eingeschränkt bewegen können - außerdem drei gebrochene Wirbel. Einer im oberen Rücken, verursachte eine Rückenmarksquetschung - die ersten zwei Wochen lag er im künstlichen Koma und wurde beatmet. Die anderen beiden Wirbel sich im unteren Rücken und haben das Rückenmark teilweise durchtrennt - Charlie kann seine Beine nicht mehr bewegen und das Gefühl darin ist stark eingeschränkt. Ian, Charlie wird den Rest seines Lebens im Rollstuhl sitzen.", erklärte Luke. "Scheiße!", fluchte ich, bevor ich Charlie anrief."Ian?", fragte Charlie kläglich, "Hat Luke dich informiert?""Ja, kleiner Professor, ich weiß Bescheid. Charlie, es ändert nichts an meiner Liebe zu dir.", versicherte ich.
25.10.2004 ◇ 9:30 Uhr

Charlies PoV.
Nachdem ich am Nachmittag des 18. die Gipsverbände und die Rückenschiene los geworden bin - dem Medikament zur Knochenheilung und -stärkung sei dank - begann bereits die Physiotherapie. Auch die muskelstärkenden Medikamente taten ihre Wirkung, die Muskeln in den Armen funktionierten fast wie vor meinem Unfall. Das einzige wirkliche Training, dass nötig war, war das zum Thema Rollstuhl und beschädigte Hand. Dieses Training verlief jeden Tag gleich. Vormittags die Hand und Nachmittag der Rollstuhl.Als der Gips von meiner Hand entfernt wurde, erschrak ich etwas. Die Haut war von einem Netz aus feinen weißen Narben bedeckt. Ich streckte und beugte meine Finger war ohne größere Probleme möglich, obwohl immer wieder Pausen notwendig waren. Auch Messer und Gabel konnte ich gut verwenden, obwohl es mühsamer als früher war, es war wesentlich schwieriger das Besteck festzuhalten. Gläser und Tassen, traute ich mir nicht mehr zu, die Hand fing an zu zittern, wenn ich damit etwas schweres festhielt oder etwas ruhig halten sollte. Kreide oder Stift war ganz unmöglich geworden, ich konnte sie weder ruhig halten, noch leserlich schreiben. Anders sah es mit dem Tippen auf der Tastatur aus, dafür konnte ich meine Finger nach wie vor gebrauchen. Für den Rest - für Gläser und Tassen, Kreide und Stifte - musste ich auf die linke Hand umlernen.Mit dem Rollstuhl kam ich überraschend schnell ganz gut zurecht. Ich lernte von Bett, Couch, Stuhl oder Boden in den Rollstuhl zu kommen. Dazu wie ich mich richtig damit fortbewegen konnte, wie kam ich Treppenstufen hoch oder runter, wie verwendet man einen Aufzug richtig.Doch nach einer Woche intensivem Taining wurde entschieden, dass ich zurecht kam und das Krankenhaus verlassen dürfte. Die Unterlagen sind unterschrieben, meine Tasche ist gepackt und ich trug straßentaugliche Kleidung. Leider konnten weder Don noch Mum mich abholen, da beide Arbeiten mussten und sich nicht freinehmen konnten und Dad meinte, er müsse noch letzte Änderungen am Haus vornehmen. Malio und Luan würden mich nach Hause fahren, und abwechseln Wache halten.
12:30 Uhr

Larrys PoV.
Ich arbeitete einige Arbeiten durch, während ich darüber nachdachte, dass Charlie am Montag endlich wieder arbeiten würde, als es an meine Bürotür klopfte."Herein.", rief ich und stellte meine meine Tasche auf den Stuhl.Es war Amita. Sie schloss die Tür hinter sich und trat auf mich zu."Larry, ich weiß, dass ich eigentlich nicht fragen sollte, aber ich hab riesige Probleme mit meiner Doktorarbeit. Weißt du, wie es Charlie geht? Ich möchte nicht unbedingt im Krankenhaus auftauchen, wenn ich nicht weiß ob es ihm recht ist.", erzählte sie.Ich seufzte: "Ich werde ihn anrufen und fragen. Komm doch nach deinem letzten Kurs zu mir und ich werde dir eine Antwort geben können." "Klar, danke Larry.", rief sie und verließ winkend das Büro.Bevor ich mich jedoch wieder den Arbeiten zuwenden konnte, klopfte es erneut an meine Tür und Milly betrat das Zimmer."Larry, weißt du, wann Charlie wieder arbeiten wird? Ich muss mit ihm noch einige Dinge zu seiner Rückkehr klären.", sagte Milly."Meines Wissens am Montag. Ich werde ihn anrufen und fragen wann er Zeit hat. Ich melde mich bei dir.", antwortete ich."Danke.", rief Milly bevor sie ging.Kopfschüttelnd zog ich mein Handy heraus und rief Charlie an."Hey, Larry, was gibt's?", fragte Charlie."Hey, Charlie. Wie geht es dir? Weißt du schon wann du aus dem Krankenhaus raus kommst?", fragte ich, "Amita hat mich heute Vormittag gefragt, wann du Zeit hast, sie hat Probleme mit ihrer Doktorarbeit. Und gerade eben war Milly da, sie muss mit dir noch etwas wegen deiner Rückkehr ans CalSci klären.""Bin seit heute Vormittag wieder zuhause und mit einigen helfenden Händen ist auch schon fast alles eingeräumt. Komm doch selbst mit Milly gleich vorbei und schick mir Amita nach ihre Kursen mit allen Unterlagen.", antwortete Charlie."Wird gemacht.", verabschiedete ich mich, packte meine Tasche und stürmte raus.Drausen vor dem Mathematikgebäude ging Milly."Milly, ich hab' grade mit Charlie gesprochen, ich soll dich gleich schnell vorbeibringen.", erklärte ich.Gemeinsam fuhren wir also zum Haus der Familie Eppes. Wenig überrascht registrierte ich die Veränderungen am Gebäude.Alan öffnete uns die Tür und führte uns in den zweiten Stock und durch eine Art Wohnung in einen großen Raum über der Garage.Die Wände waren mit Regalen bedeckt. Davor befanden sich Glasplatten - zum Teil bereits mit verschiedenfarbigen Berechnungen und Grafiken bedeckt, auf einer war ein holographisches Diagramm zu sehen. In der Mitte des Raumes stand ein viereckiger Tisch mit Glasplatte. Darauf stand auf einer ausziehbaren Metallplatte ein schwarzes Tablet mit Tastatur, ein Behälter mit verschiedenen Stiften und eine Tasse."Charlie?", fragte ich leise.Charlie wand den Kopf und lächelte: "Ah, Larry, Milly, schön euch zu sehen. Milly, du wolltest mit mir sprechen?""Ja, Charlie, ich möchte mit dir noch ein paar Dinge klären. Larry meinte als er mich über deinen Unfall informiert, dass du möglicherweise bleibende Beeinträchtigungen davontragen würdest. Ich möchte wissen ob sich diese Prognose bewahrheitet hat und um welche es sich handelt.", antwortete Milly.Milly und ich traten um den Tisch herum und sahen Charlie im Rollstuhl sitzen."Oh!", brachte Milly heraus, "Ich sehe du sitzt im Rollstuhl?"Charlie seuftzte: "Ja, Milly, wegen Rückenmarksschäden werde ich den Rest meines Lebens im Rollstuhl sitzen. Die einzige andere bleibende Beeinträchtigung ist, dass ich meine rechte Hand nur noch eingeschränkt bewegen kann, aber ich habe bereits, bevor ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, mit Übungen auf Links umlernen."

15:15 Uhr

Amitas PoV.

Endlich war auf der letzte Kurs heute überstanden. Ich packte meine Tasche und lief zu Larrys Büro und klopfte. Fast augenblicklich wurde ich hinein gerufen."Ah, hallo Amita, wie war der Unterricht? Hast du alle Unterlagen zu deiner Arbeit bereit?", fragte mich Larry."Ja, ich habe alles da. Und der Unterricht von Charlies Vertreter ist einschläfernd, wie kann man nur so langweiligen Unterricht halten? Ich hoffe Charlie kommt bald wieder.", antwortete ich."Wenn alles nach Plan läuft, fängt Charlie am Montag wieder an. Komm, ich fahr dich zu ihm nach Hause, er meinte er würde sich dein Problem ansehen.", erklärte Larry.Eine kurze Fahrt später wurde ich in den zweiten Stock und in eine Art Büro geführt. Dort arbeitete Charlie - er saß im Rollstuhl und schrieb mit Links.

----- CHAPTER BREAK -----

30.10.2004 ◇ 13:00 Uhr

Ians PoV.
Endlich kamen wir in LA an. Bevor wie unser Zeug holten begrüßten wir Alan und Charlie. Charlie, der wirklich im Rollstuhl saß und sich davon weder verunsichert noch aufhalten ließ.Sanft, weil wir gewarnt wurden, dass Charlies Knochen immer noch etwas endpfindlich sind, umarmte zuerst Luke und dann ich unseren kleinen Professor."Hey, wie geht es dir?", fragte ich ihn, als wir etwas später aneinander gekuschelt im Wohnzimmer saßen. "Ich bin immernoch dabei mich an die Situation zu gewöhnen und es ist bestimmt nicht einfach, aber ich denke, ich komme ganz gut damit zurecht.", erzählte Charlie seuftztend.
1.11.2004 ◇ 15:00 Uhr

Charlies PoV.
Gerade beendete ich meinen letzten Unterricht und atmete erleichtert aus. Die Studenten freuen sich über meine Rückkehr, der Unterricht lief gut. Ich wusste, dass die Informationen über meinen Unfall bei allen Behörden, die ich berate angekommen sind und das würde meine Arbeit nicht stören.

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