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It Takes Two Qimir Ff

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PrologHexen, Piraten, Jedi, Kopfgeldjäger. Mit so vielen hatte ich schon zusammen gearbeitet und mit so vielen hatte ich schon gekämpft und dennoch bin ich zum ersten Mal beeindruckt von dem, was ich sah. Ein Mann, zwei Mädchen. Die andere und ich. So eine grobe Ahnung verriet mir, dass sie einst zu den Hexen gehörte. Doch sie hatte kein Hexenmal. Forschend blickte ich sie an.Beide hatten mich noch nicht bemerkt. Sie schienen nicht zu kämpfen oder zumindest nicht zu trainieren. Der Mann, muskulös, dunkle Augen, schwarze Haare und mindestens ein Kopf größer als ich, blockte sie mit seiner Macht bei jedem Angriff ab. Sie versuchte immer wieder näher an ihn heran zu kommen, doch scheiterte. Dann flog ein Lichtschwert durch die Büsche, knapp an meinem Ohr vorbei. Mitten im Flug zu der Hand des Mädchens, schnappte ich es aus der Luft. Ich hasste es mich zu verstecken und zu observieren.Doch als ich im Inbegriff war aus den Schatten heraus zu treten, damit die Frage von allen beantwortet war wer wer ist, stockte ich als ich das Lichtschwert öffnete und es mir rot entgegen schien. Ich wusste, dass Menschen eine rot-grün Schwäche haben konnten. Aber das war eindeutiges leuchtendes rot. Wie war das möglich? Verwirrt schaute ich es mir näher an und ließ zu, dass sie mir zu nah kamen.„Wer seid Ihr?", fragte sie mich als Erste, doch mein Blick war starr auf das Lichtschwert gesenkt und meine Ohren waren taub. Mein Mund wurde trocken bei dem Gedanken, dass einer von ihnen oder gar beide Sith sein könnten.Zu lange war ich dafür nicht mehr auf einen eingetroffen. Der letzte starb im Gefängnis von den Jedi, welchen ich geholfen hatte, um ihn zu finden. Ein leichter Sog zerrte nach dem Lichtschwert. Es war das Mädchen. Aber ich war stärker und ließ nicht los. Nicht, wenn ich nicht einen Namen besaß.„Wie heißt ihr?", fragte ich die beiden. Nur das Mädchen reagierte.„Osha."„Hm...", erwiderte ich. Mein Kopf ratterte. Mein Blick fiel auf den Mann. Ich reichte ihm das Lichtschwert. Er nahm es an.„Es gehört mir nicht."Warm, wissend, mächtig, mysteriös. Wie konnte er das alles in einem Satz zur Geltung bringen? Ich sah ihn viel zu lange an. Ich wusste, dass es ihm gehörte. Und bei den Namen Osha klingelte auch irgendwas in meinem Hinterkopf. Doch statt meine Fragen beantworten zu lassen, zählte ich erstmal die Fakten auf, um aus der Starre zu kommen.„Du bist kein Jedi.", sagte ich, laut genug um sicher zu klingen, obwohl ich es nicht war. Er nickte stumm.„Sie war kurz davor einer zu werden."Sie tat nichts. Sie starrte mich nur an, so wie ich ihn angestarrt hatte. Dann machte es bei mir Klick. Hatte auch ziemlich lange gedauert für meine Verhältnisse.„Osha, wie in May und Osha? Die Kinder der Hexen?"Ertappt. Geschockt schritt sie mit einem Fuß zurück. Jetzt fing an, alles Sinn zu ergeben.

----- CHAPTER BREAK -----

„Wollen wir uns wirklich alle anstarren?", fragte ich, mehr belustigt als ernst, doch erhielt ein Schulter zucken von beiden. Nicht das ich nervös war, nein, wieso sollte ich? Na gut, ich war's doch. Aber ich konnte echt nichts dafür. Man hatte mich auf den Typen und zwei Mädchen angesetzt... das eine nun direkt vor meiner Nase zusammen mit ihm. Doch ich hatte keinerlei Informationen zu ihnen bekommen.Und schon im nächstens Moment kam ein grünes Lichtschwert wie aus dem nichts zum vor scheinen. Jedi. Sie hatten mich beauftragt, sie zu finden. Jetzt waren sie an der Reihe. Doch irgendwas in meinem Herzen ließ es nicht zu. Der Machtsog an dem Lichtschwert, als das Mädchen versuchte es an sich zu nehmen, die komische Art von dem Typen... ich...„Stellen Sie sich oder es wird zu Konsequenzen kommen."Die Jedi-Ritter erschienen direkt vor unserer Nase wie aus dem Nichts. Sie waren vor einer Minute noch so weit entfernt gewesen und jetzt waren sie plötzlich einfach da. Ein Schauer fiel mir über den Rücken. Ich wusste nicht weswegen, aber als ich einem von ihnen in die Augen sah, wusste ich, dass es nichts gutes für die zwei vor mir hieß. Sie waren zwar nur mein Auftrag... aber irgendwas nagerte sich an in mir wegen ihnen fest.Ich hatte ja schon immer eine Faszination für die dunkle Seite in mir... nicht nur, weil schon mein Vater zur dunklen Seite gehörte. Aber es hatte nie meine Aufträge beeinflusst. Nun konnte ich mich deswegen nicht von der Stelle bewegen. Und ich hatte dem Typen geradewegs eine Möglichkeit gegeben, zu verschwinden. Unsere drei Blicken glitten sofort zu dem Lichtschwert in seine Hand.Ich war mir sicher, dass das Mädchen und er mir nichts tun würden, aber die anderen würden auf jeden Fall nicht einfach so davon kommen. Nur, wenn ich mich dazu entschied ihnen zu helfen.„Ares, komm weg von ihnen." , sagte einer der Jedi, rührte mich aber trotzdem nicht vom Fleck. Der Typ sah mich fragend an, bevor er dann sein Lichtschwert wieder öffnete, welches ich geschlossen hatte als ich es ihm gegeben hatte und schwenkte es, zum Angriff bereit.Sollte ich jetzt verschwinden? , fragte ich mich. Doch die onyxfarbenen Augen des Mannes versicherten mir, dass wir noch nicht fertig waren.„Ich hab meinen Auftrag erfüllt. Ich kann tun und lassen was ich will.", erklärte ich dann, als auch die Jedi sich für den Kampf fertig machten, jedoch auf meine Antwort abwarteten.„Ares?"Seine leise Stimme nur zwei Meter von mir entfernt und trotzdem so nah, ließ mich erschüttern. Dieser Mann wusste auf jeden Fall, wie man Leute für sich gewann. Ich schüttelte nur abwimmelnd den Kopf und lehnte mich an einen Baum... gelangweilt und abwartend, wer wohl gewinnen wird, trotzdem bereit um zu kämpfen.Ich wollte nun echt nicht während eines Kampfes gegen Jedi erklären müssen, wieso ich nicht gleich meinen Namen genannt hatte. Aber er war Vergangenheit... und ich wollte sie echt nicht wieder aufholen müssen für zwei nahe zu Fremde.Dann begann der wirkliche Kampf. Ich sah, wie sie und er die Oberhand hatten, trotz dessen das es fünf Jedi waren, die sie angriffen. Das Mädchen hatte kein Lichtschwert, aber ihre Verbindung zur Macht war viel stärker als die von den Jedi und einen Jedi lockte sie tatsächlich aus, in dem sie ihn gegen einen Baum warf. Der Typ schien kein bisschen Schwierigkeit zu haben. Es sah aus, als würde er das alles nur als Training ansahen, wobei er doch gegen drei von ihnen gleichzeitig kämpfte. Ein kleines schlechtes Gewissen machte sich in mur breit, dass ich ihnen vielleicht doch helfen sollte. Und dann, als ich es am wenigsten vermutet hatte, blickte ich weg. Alle drei Jedi lagen auf dem Boden... der vierte, noch letzte lebende von ihnen wurde genau wie der erste von dem Mädchen gegen einen Baum geworfen. Ich konnte spüren, wie von allen fünf Körpern die Macht verschwand.Und plötzlich lagen die Blicke von dem Mädchen und dem Typen wieder auf mir.„Es ist Zeit zu gehen.", sagte der Mann dann zu dem Mädchen. Ich wartete. Nichts passierte. Dann durchfuhr mich ein Stechen.Ich wachte auf. Schweiß gebadet, wurde ich von Yord begrüßt. Ich war eine Jedi. Ich lebte im Tempel auf Coruscant. Ich hatte nie den Auftrag, die drei zu finden. Sie waren nicht echt.„Du bist hast einen ganz schön tiefen Schlaf, dafür das du Albträume hast.", sagte Yord, lächelte und half mir mit einer Hand aus meinem Bett raus.„Warten sie schon lange?", fragte ich jedoch, das Thema abwimmelnd.„Nur ganz kurz.", erwiderte Yord. Ich seufzte. Schon seit Tagen plagen mich diese Träume und ich konnte sie einfach nicht zu etwas logisches zusammen basteln. Plus und das war ja wohl das schlimmste daran, ich immer schweißgebadet aufwachte und zu spät käme, wenn Yord nicht wäre.So schnell wie möglich zog ich mich um, uninteressiert an Yords Anwesenheit und schnappte dann seine Hand um ihn hinter mir her zu ziehen zum Rat der Jedi.Auf halbem Weg war er wieder aus seiner Schockstarre gekommen und lief schneller, sodass wir innerhalb einer Minute dort waren.„Guten Morgen.", kam es nicht gerade sehr erfreut von den anderen, als sie und sahen.„Guten Morgen...", wisperte ich, stellte mich auf meinen Platz und blieb von da an still.„Heute morgen hat uns eine Nachricht ereilt. Eine nicht verifizierte Machtnutzerin hat eine von uns getötet. Laut den Beschreibungen von den vor Ort gewesenen Zivilisten, handelte es sich dabei um niemand geringeres als Verosha, eine frühere Padawanin von uns. Wir werden ein Team auf die Mission schicken, sie hierher bringen zu lassen. Freiwillige?"Als ich den Namen hörte und das Hologram sah, stockte ich sofort. Tagelang, wochenlang habe ich von dieser Frau geträumt. Jetzt war sie gesucht wegen Mordes eines Jedi. Ich versuchte so gut wie möglich mich nicht von meinen Gefühlen leiten zu lassen und mich freiwillig zu melden.Doch ich war mir sicher, dass ich früher oder später auf sie noch treffen würde, nun da sie real war. Es konnte kein Zufall sein, dass ich sie nachts in meinen Träumen sah.Und wie aus dem Nichts hob Yord die Hand. Dann Sol. Ich konnte nicht glauben was sie beide taten. Zu mal Yord derzeitig der einzige war, der mich noch hier hielt. Ich wollte nicht, dass er geht. Sofort ließ ich meine Gedanken abschalten. Gefühle wie diese, durfte ein Jedi nicht haben. Sie waren zu gefährlich und verleiteten zur Bösen Seite der Macht. Ich musste sie unter Kontrolle bringen. Doch sobald ich es halbwegs geschafft hatte, beendeten die Jedi die Sitzung und ein Schatten erschien mir.Ich blinzelte und der Schatten war verschwunden. Wenn jetzt auch noch Halluzinationen meinen Verstand raubten, konnte ich gleich mich selbst gefangen nehmen und in die Arrestzelle der Jedi stecken.„Ares, alles in Ordnung?", fragte Yord, welcher mich zur Seite zog, während die anderen Jedi den Raum verließen und ihren Dingen nach gingen.„Ja, alles bestens."Nur eine halbe Lüge, aber immer noch gelogen. Ich wollte Yord nicht anlügen. Aber sobald herauskommen würde, dass ich von dieser Verosha Träume hatte...„Ist es, weil ich mit auf die Mission gehe?", fragte Yord mich besorgt. Ich sah zu ihm hoch.„Es ist in Ordnung, ich komme auch ein paar Tage ohne dich aus Yord.", grinste ich, verschränkte die Arme und lehnte mich an einen der Stützpfosten vom Raum, ein Beim von mir dabei angewinkelt. Ich konnte einfach nicht anders. Yord machte sich immer viel zu sehr sorgen um mich und ich... nun ja, ich mochte es, wie er sich um mich, aber auch um andere sorgte. Nicht auf eine romantische Ebene. Mehr Bruder und Schwester mäßig. Und ich wusste, wie es ihn aufbrachte, wenn ich genau das tat, denn es verletzte die klitzekleinste Regel im Codexbuch der Jedi. Und er liebte dieses Buch.„Könntest du bitte...", schimpfte er, konnte aber sich kein Lächeln verkneifen und verdrehte seine Augen.„Ich hab es mir nur bequem gemacht."Ich stieß mich von dem Pfosten ab und ging voran. Das Training würde nicht so geduldig warten, wie der Rat.

----- CHAPTER BREAK -----

Als wir durch die Gänge liefen, betrachtete ich Yord noch einmal genauer. Er sah eigentlich ganz gut aus. Er war in Form und über die Jahre ist aus ihm ein staatlicher Jedi geworden. Seine Haare waren mittlerweile kürzer und sein Gesicht war voller markanter Züge. Er war fast einen Kopf größer als ich.„Was?“, fragte er, als er meinen Blick bemerkte.
„Nichts weiter. Du hast dich bloß ganz schön verändert. Ich meine… na ja, du bist nicht mehr der kleine Junge von früher.“, erwiderte ich.
Er fing an zu schmunzeln.
„Du bist auch nicht mehr dasselbe kleine Mädchen.“Der Trainingsraum war nur eine Minute vom Jedi Rat Raum entfernt und als wir dort ankamen, verabschiedete sich Yord. Er würde jetzt meditieren gehen. Ich würde mit Sol trainieren. Auch wenn es unüblich war, dass er mit mir trainierte. Normalerweise wurden die Trainingspartner oder Gruppe nach Midichlorianwerte bestimmt. Um so mehr im Blut vorhanden waren, desto stärker die Gruppe oder der Partner, dem man zugeteilt wurde. Ich war weitaus stärker als Sol. Doch er hatte es sich so gewünscht.„Hey Sol...", grüßte ich ihn, während ich den Raum betrat und mein Lichtschwert heraus holte.„Hey...", erwiderte er, während er durch die Trainingslichtschwerter sah.Für Jedi, Padawane und Jedi Meister, sowie Jedi Wächter, war es ungewöhnlich mit richtigen Lichtschwertern zu trainieren.Doch ich machte es trotz des hohen Risikos.Erst hatte es aus Spaß angefangen. Yord und ich wollte. Es mal probieren, um für den richtigen Kampf gerüstet zu sein. Aber nach ein paar Versuchen (und Brandwunden), hatten wir keine Lust mehr.Wenige Monate darauf, kamen wir von einer Mission zurück. Danach... sagen wir einfach, dass wir uns sehr verändert hatten.Wir griffen nicht mehr nach den Trainingslichtschwertern. Nicht wenn wir miteinander trainierten.Als Sol mich wegen des Trainings kontaktiert hatte, war ich ein wenig überrascht, sobald er meinte, ich sollte mit ihm so trainieren, wie ich es mit Yord tat. Ich hatte eine große Welle von Angst und Hass gespürt, als er mich fragte. Doch ich hatte nicht weiter widersprochen. Es war sein Wunsch. Es war also auch sein Risiko.Und dennoch war ich mir nicht sicher, ob ich ihn wirklich angreifen sollte. Mit meinem richtigen Lichtschwert. Irgendwas an Sol hatte sich verändert. Und ich konnte es diesmal nicht mehr auf seine Neugierde abschieben. Sol hatte irgendwas getroffen. Irgendwas, was ihn von innen heraus zerstörte. Aber ich wollte es nicht hinterfragen. Nicht, wenn ich wusste, dass Sol einer der offensten und ehrlichsten Jedi war.„Wieso zögerst du?"Mittlerweile hatte Sol ein Lichtschwert gefunden, es angemacht und sich in Position gestellt. Ich war so in Gedanken gewesen, dass ich es beinahe nicht bemerkt hätte. Immer noch zögernd, drückte ich auf den Zündknopf.Ein lilanes Leuchten kam mir entgegen. Die meisten Jedi zuckten dabei zurück wenn sie es sahen. Gut, ich hatte Verständnis für die dunkle Seite. Aber machte mich das gleich zu einer der Sith? Außerdem, worüber ich gerne prallte, hatte ich ja noch ein zweites. Denn was viele außen vor ließen, war das ich auch Talent hatte. Sie haben mich nicht nur zu einer Jedi Meisterin ausgebildet, nein, ich wurde bald eine Jedi Wächterin. Eine Ehre die nur einer handvoll Jedi gewährt wurde.Plötzlich griff Sol an. Er wusste, war ich einmal abgelenkt, war ich ein leichtes Ziel, doch das hatte ich wirklich nicht erwartet. Ich parierte so gut ich konnte, ohne ihn zu verletzen.„Wie lange schon?", fragte er mich dann und ließ mich verwirrter als zuvor erstarren.„Wie lange, was?"Ein weiterer Schachzug von Sol, der mich zurück stolpern ließ, nur weil ich eine böse Vorahnung von dem hatte, was er damit andeuten wollte.„Diese Träume... Yord hat mir von ihnen erzählt."Sein Blick stach durch mich hindurch und ließ mich einfrieren.Yord hatte mich verraten. Mein Yord, hatte mich verraten. Mein ganzes Leben lang, hatte ich ihm vertraut. Yord wurde zu dem Bruder, den ich nie hatte. Wir sorgten uns umeinander... nie wurde ein Geheimnis einfach so weiter erzählt ohne es dem anderen vorher zu sagen. Ich senkte mein Lichtschwert.Mein Mund öffnete sich, doch kein Wort wollte ihm entweichen.Dann riss ich mich wieder zusammen. Vielleicht wusste Yord nicht, dass es ein Geheimnis war... aber was auch immer ich mir versuchte ein zu reden, der Verrat blieb in meinem Herzen vom ersten Moment, wo Sol mich damit konfrontiert hatte.„Er macht sich Sorgen, Ares."„Das macht es besser?"Ich griff Sol an. Er parierte. Ich verletzte ihn an seiner Hand. Er bekam dort eine kleine Brandwunde, aber es war eine Brandwunde und ehe ich mich versah, machte ich das Lichtschwert aus und ich ergab mich, sein Lichtschwert an meiner Kehle.„Zügel deine Gefühle, kämpf dagegen an, ich weiß du kannst es, Ares."Doch er wusste gar nichts über mich.„Wovon auch immer du träumtest, was auch immer dich in diesem Moment heimsucht... lass nicht zu, dass es dich übernimmt. Angst, Wut, selbst Geheimnisse, können einen Jedi zerstören."Er hatte Angst. Ich konnte es spüren. Angst vor mir.Neugierig legte ich meinen Kopf schief. Sol hatte noch nie Angst vor mir. Jetzt war seine Angst so groß, dass er seine Brandwunde vergaß.„Geh weg von mir Sol und behalte deinen Rat für dich."Ich versuchte wirklich nicht, meine Gefühle meine Instinkte und Fähigkeiten als Jedi einschränken zu lassen.Aber die Angst von Sol, der ja eindeutig von Yord kontaktiert wurde, um mit mir über die Träume zu reden, stach mich wie tausend Nadeln in meinem Rücken.„Ares, du musst jemandem von deinen Träumen erzählen, bevor sie Kontrolle über dich erlangen."Die sie bereits über mich hatten.„Du hast eine Brandwunde an deiner Hand. Verarzte sie lieber bevor du noch bleibende Narben kriegst.“Und ich ging aus dem Trainingsraum zur einzigen weiteren Person, die keine Angst vor mir hatte; Arty.Oder Artemis, wenn man es so wollte.Ich wusste, dass sie gerade erst aufgestanden und nun in der Kantine zu finden war. Ich atmete zweimal ein und aus vor der Trainingsraumtür, dann packte ich mein Lichtschwert wieder an meinen Gürtel und verschwand zu ihr.Der Gedanke an ihr hellte bereits meinen viel zu viel denkenden Kopf in einen mit nur wenigen Wolken und viel Sonnenschein auf. Wenn es jemanden gab, der mir wirklich einen Rat geben konnte, und nicht falsch verstehen, denn eigentlich verstanden Sol und ich uns gut und waren zusammen schon auf mehrere Missionen geschickt worden, war es Arty, die doch immer die richtigen Worte fand, trotz dessen, dass sie eine Beziehung gegen Hilfe hegte.Sie war außerdem genau wie ich in der Wächterausbildung.Ich brauchte jemanden, der nicht Yord war.Und das war ein genereller übermäßiger Ausnahmefall.Als ich sie dann erblickte, nach einem 15 Minuten marsch, waren alle Sorgen wie weggeweht. Anscheinend konnte es anderen Wesen noch viel schlechter gehen, als mir. Sofort ging ich zu ihr, besorgter um sie als jemals um mich zuvor.„Artemis, was ist passiert?"Ihre müden Augen blickten erst jetzt zu mir hoch und entdeckten mich.Doch selbst meine Anwesenheit und der starke Kaffee vor ihrer Nase, welchen ich von drei Meter Entfernung schon riechen konnte, ließen ihr kein klitzekleines Lächeln auf den Lippen. Sie sah schon fast mehr als nur fertig aus.Ich setzte mich auf die andere Seite des Tisches und griff schon fast automatisch zu ihrer Hand, um sie leicht beruhigend und aufmunternd zu drücken.„Arty..."„Nenn mich nicht so."Abrupt ließ ich ihre Hand los. Ein solches feixen hab ich von ihr noch nie gehört.„Artemis, was ist los mit dir? So hab ich dich ja noch nie erlebt..."Artemis schien nicht nur fertig zu sein, sondern auch noch aufgebracht zugleich. Ein Seufzer und ihr feixen war vergessen.„Ich... Mission... ach, Ares..."„Schon gut."Ich gab ihr einen mitfühlenden Blick und klopfte auf ihre Schulter.„Du brauchst es mir nicht zu erzählen, wenn..."Sie hob die Hand und schnitt meine Worte ab.„Weswegen warst du so aufgebracht?", fragte sie mich dann.„Yord, er... ach egal. Gibt es noch Kaffee?"Ihr Blick wurde härter und forschender. Eigentlich wollte ich ihr davon erzählen, aber nun...Ich wusste, dass es ihr echt mies ging von der Mission und ich wusste auch selber, wie es noch war, als ich aktiv selbst auf solcher Art Missionen war.Mit Yord.Ein kleiner Kloß in meinem Hals ließ mich trotzdem nicht weiter reden.Artemis war zwei Jahre älter als er und ich. Dennoch hatten wir uns schnell angefreundet. Vielleicht kam es auch daher, dass ich mit ihr zusammen auf meiner ersten Mission war.Doch die letzte mit Yord, diejenige, die uns zu den echten Lichtschwertern greifen ließ, hatte mich ferngehalten, weiteren Missionen beizutreten. Und da niemand hier dazu gezwungen war an weiteren teilzunehmen... ich war froh schon seit langem nicht mehr dieses Gefühl, welches Arty bei sich trug, mit mir zu tragen.Yord hingegen, war weiterhin auf Missionen gegangen.„Kaffee, hallo?", versuchte ich es zum Zweiten.„Kaffee ist immer da.", wies mich Arty darauf hin, einen Daumen auf die Kaffeekannen an den anderen Tischen gerichtet.Ich sah in ihre kristallblauen Augen. Sie standen im totalen Kontrast zu ihrem lockigem schwarzem Haar. Sie sah selbst nur an ihren Kurven betrachtet, die man eigentlich durch due Jedi Kleidung nicht sehen konnte, doch bei ihr schon, wie eine natürliche Schönheit aus. Die zwei Hörner an ihrem Kopf waren, so wie ein paar Strähnen, mit Gold verziert, welches in Spiralen die Hörner hoch lief. Selbst ihre Fingernägel hatten die perfekte länge und waren an den Nägelenden vergoldet... zumindest sah es so aus. Das einzige, was sie wieder wie jemand normales aussehen ließ war, dass wir nur 11 Zentimeter Größenunterschied hatten.Ich griff zur Kaffeekanne an unserem Tisch und ließ sie genauso schnell wieder los. Nicht nur der Schatten, den ich im Jedirat gesehen hatte, war wieder da, sondern Yord auch noch dazu. Und er sah so aus, als hätte er es gerade mit mir richtig verbockt. Was er auch hatte und wahrscheinlich direkt von Sol gesagt bekommen hatte.Arty blickte in dieselbe Richtung wie ich.„Da kommt ja der Jedi der Stunde.", kommentierte sie, mehr gelangweilt und müde, als neugierig weshalb ich nun so wütend auf Yord war.„Ares, ich wusste nicht...", fing Yord an sich zu entschuldigen, doch ich schnitt ihn sofort ab mit meiner Hand.„Sol hat deswegen eine Brandwunde, wir sind quitt. Aber behalt sowas später lieber für dich, okay?", bat ich ihn. Er nickte bedrückt, unsicher, was er nun tun sollte.„Setzt dich einfach, Yord.", sagte Arty dann und deutete auf den Platz neben sich.Yord erschrak fast zu Tode als er sie so sah. Amscheinend hatte er Arty's Laune vorher nicht bemerkt und auch nicht ihre Müdigkeit, die sich in ihrer Haltung und den Augenringen widerspiegelte.Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Und schon war alles wieder vergeben und vergessen, als auch er und Arty zu schmunzeln begannen. Kopf schüttelnd, setzte er sich dann neben sie.Der Schatten an der Kantineneingangstür verschwand.

----- CHAPTER BREAK -----

"Ich hab drüber nachgedacht...", fing Yord dann an, sein Blick auf Arty und mich gelegt, als würde er sich schon im Voraus entschuldigen wollen."Was ist?", fragte ich ihn, um mehr aus ihm herauszubekommen, da er zu eingeschüchtert aussah um uns mehr zu erzählen."Ares, du warst jetzt solange nur an einem Ort. Denkst du nicht, dass es langsam Zeit wird?""Zeit wird? Zeit wird wofür?"Meine Vorahnungen machten mich fertig heute. Auch jetzt halfen sie mir nicht, ruhig Blut zu bewahren."Vielleicht solltest du mit uns mitkommen."Arty senkte ihren Kaffee an dem sie gerade noch genippt hatte. Mein Blick durchbohrte Yords Augen und kam bei seinem Hinterkopf wieder heraus. Ich dachte, ich hätte den Schatten verscheucht, doch jetzt war er direkt hinter Yord. Ich blendete einfach die Worte von Yord und Arty's Reaktion aus."Folge dem Pfad.", sagte der Schatten dann zu mir, seine doch so sanfte Stimme mir Gänsehaut über den ganzen Körper verpassend. Ich wollte mich fort von ihm bewegen. Den Kopf schütteln. Aber ich blieb starr. Meine Augen wanderten den Schatten entlang, geradewegs nach oben. Ich kannte dieses Gesicht. Ich hasste es. Wenn eines aus meinen Träumen wahr ist, dann er.Meine dunkle Vergangenheit. Meine düstere Verwandtschaft.Er war zwar nicht mein Vater, doch selbst als mein Großvater machte er mir Angst. Mein Vater starb viel zu früh. Dieser Mann, dieser Schatten, dieser selbsternannte Sith, hatte mich groß gezogen, als würde ich selber diesen Pfad auch wählen wollen. Ich empfand ihn damals schon als grausam. Bis die Jedi uns fanden. Viel mehr unseren Stamm, der meinen Großvater vergötterte, als wäre er die Macht selbst. Ein Schauer lief mir über den Rücken. Die Gänsehaut wurde noch stärker, als ich an das alles zurück dachte und diesen Schatten von ihn sah. Zum ersten Mal seit 19 Jahren."Ares, Ares!"Yord schüttelte mich.Ich blinzelte viermal und sah dann in die schockierten Augen meiner Freunde.Der Schatten war endgültig weg. Ich sah zehnmal nach um sicher zu gehen."Was ist passiert?"Kopfschmerzen und verschwommene Sicht machte sich bei mir breit, meine Hand fuhr zu meiner Schläfe und massierte sie."Deine Augen... ich weiß auch nicht, sie, sie wurden so gelb, aber ganz langsam.", stammelte Yord vor sich her. Da erst bemerkte ich meine andere freie Hand unter dem Tisch, die zu einer Faust geballt war und die meine Fingernägel in meine Haut stachen ließ."Gelb?""Ja, gelb.", gab Arty ihm recht. Sofort schlug ich ein anderes Thema an, bevor sich Angst in mir breit machen konnte... Angst vor mir selbst."Was wolltest du vorher von mir?", fragte ich also Yord; meine Kopfschmerzen akzeptierend und ihm Versuch die verschwommene Sicht zu ignorieren."Ich... vielleicht solltest du wieder auf eine Mission, die mit Sol, Jecki und mir zum Beispiel. Das wird dir gut tun."Vielleicht hatte er recht, war der erste Gedanke der mir durch den Kopf schoss. Dann hörte ich zum zweiten Mal die Worte "Folge dem Pfad.".Was wäre also, wenn ich durch die Annahme von Yords Angebot etwas falsch machte? Ich schüttelte ruckartig den Kopf. Jetzt redete Arty auf mich ein."Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlimm deine letzte Mission war aber... Ares, selbst ich werde wieder auf Missionen gehen und du siehst doch selbst wie es mir gerade geht, dasss hat sogar schon Yord fast zu Tode erschreckt."Erst jetzt fielen mir die vielen kleinen Wunden bei ihr auf. Ich schien sie die ganze Zeit ausgeblendet zu haben."Ich werde nicht auf eine Mission gehen, die mich wieder zu... zu solchen Dingen bringt.", würgte ich heraus, alleine schon den Gedanken an meine letzte Mission hassend."Ich weiß, gegen deine Familie anzutreten war nichts leichtes und auch ich habe mich damals schwach gefühlt gegen sie, aber jetzt sind wir besser. Wir sind stärker geworden Ares und weiser. Wir können viel besser agieren und auch auf uns besser aufpassen als wie damals.""Yord.... du verstehst nicht. Drehte ich auch nur einmal so einem Sith gegenüber... Ich kann einfach nicht!"Der halbe Raum begann aufmerksamer zu werden. Alleine das Wort "Sith" war hier verbotenes Terrain. Die Furcht vor mir, die die anderen hatten, war berechtigt. Aber ich war nicht meine Familie. Trotzdem wollte ich den Sprung nicht riskieren."Wenn du hier weiterhin bliebst, wird es nur schlimmer. Du musst dagegen angehen.""Du klingst schon fast so wie Sol vorhin."Es war nur noch ein Wispern, was aus meiner Kehle gelangte, doch er hörte es dennoch."Überleg es dir. Morgen früh brechen wir auf."Und somit war die Sache gegessen. Yord ging. Ich stand ebenfalls auf, wechselte aber noch einen Blick mit Artemis. Sie sah wirklich fertig aus. Doch wenn sie wieder auf eine Mission ging...Nein, sagte ich zu mir selbst. Ich wollte nicht, dass der Schatten bekam was er will. Auch wenn er nur ein Schatten war, er war viel zu lebendig dafür. Und alle alten Wunden in mir, wurden durch ihn wieder aufgerissen. Erst die Träume, dann das. Ich konnte einfach nicht mehr. Mal abgesehen von Sol's Verletzung... wenn es so weiter ging, würde ich den Orden verlassen müssen. Wie konnte also Yord denken, dass diese Mission alles besser machen würde? Wo er mich doch eben noch gesehen hatte? Kopfschüttelnd lief ich davon in meine Räume...Wie zu einer Eisskulptur auf Hoth erstarrt, saß ich auf meinem Bett. Es war schön hier. Warm. Die Farben der Wände waren in einem dunklen Beige gehalten, es erinnerte fast schon an Kaffee mit Milch gemischt. Das Bett hatte graue Bettwäsche, das Laken war weiß. Ich hatte einen kleinen Nachttisch neben meinem Bett. Er war in Holzfarben. Es besserte gar nichts. Die Träume, Sol's Rat und Wunde, mein Großvater, der mich als Schatten verfolgte, der Streit mit Yord, die zerstörte Artemis, die Worte meines Großvaters, die Mission. Es war zu viel, alles zu viel.Und wenn ich jetzt die Augen schließen würde, wäre ich auch wieder bei diesem Fremden mit Osha, die gesucht wurde, wegen Mordes an einem Jedi.

----- CHAPTER BREAK -----

„Willst du nur starren?“
Seine Stimme, seine Haltung, das immer noch leuchtende rote Lichtschwert… etwas ließ mich kurz verwirrt da stehen. Etwas, was mich an eine andere Version von mir erinnerte. Doch in einer Sekunde war das Etwas verschwunden. Dann sah ich zu Boden.Ich konnte nicht mehr genau zählen, wie viele es waren, dabei war ich mir sicher, einst die Zahl gewusst zu haben. Jetzt entdeckte ich drei mir bekannte Jedi wieder… vier.Ein zweites Ich kam wie aus dem Nichts hervor geschlichen und drückte den Typen mit einem lilanen Lichtschwert an einen der Bäume.Das Mädchen war spurlos verschwunden. Nur noch ich, der Typ und mein anderes ich waren da. Nun schien es, als wäre ich unsichtbar geworden. Es war wie ein Standbild. Keiner bewegte sich. Sah ich die Zukunft? Die Unmöglichkeit war zu groß. Und doch fühlte etwas sich komisch an… unreal. Ich trat auf die beiden zu.Doch wie aus dem Nichts er griff jemand meinen Fuß und hielt mich zurück. Mein Blick schnellte nach unten.„Wer-?“
„Beschütze uns, Ares!“Es war Yord. Yord Fandar. Neben ihm lag Sol und neben Sol… Jecki.Wieder einmal schweiß gebadet, wachte ich auf.Ich musste meine Augen geschlossen haben, als mir all die schlechten Dinge wieder eingefallen waren.
Ich wusste noch, dass ich langsam nach vorne gefallen war.Nun war der nächste Morgen angebrochen. Die Sonne ließ keinen Zweifel daran. Und auch nicht die kleine Notiz auf meinem Nachttisch. Sie war von Yord.„Wir brechen um 7:30 Uhr auf.“
Direkter ging es nicht. Mein Kopf tat immer noch weh. Meine Gedanken ließen mir keine Ruhe. Meine verschwommene Sicht wurde langsam wieder besser.Es war ein Wunder, dass sie so lange angehalten hatte.Und doch setzte ich einen Fuß nach dem anderen auf den Boden und hievte mich aus dem Bett. Zog mich um. Packte mein Lichtschwert an meine Seite.Dann, wobei ich es wahrscheinlich schlecht durchdacht hatte, sah ich nach meinem Notizheft. Es war eine schlechte Angewohnheit, doch dort hielt ich alte Erinnerungen fest. Erinnerungen an früher, an die Padawan Ausbildung, den Jedi Rat, meine Wächter Ausbildung, Artemis und auch an Yord.Seit wann ließ ich mir schon Dinge von einem Schatten befehlen?Ich sah runter auf das Bild was ich damals gezeichnet hatte, wo ich und Yord uns zum ersten Mal begegneten. Wir waren zu verschiedenen Zeiten ausgebildet worden. Dennoch, und da wir im gleichen Alter waren, wurde aus uns gute Partner.Ich sah auf die Uhr.Vielleicht hatte ich gestern überreagiert. Vielleicht hatte er recht. Vielleicht würden meine Träume dann aufhören und vielleicht würden meine Halluzinationen verschwinden.Es war 7:25 Uhr. Meine letzte Chance.Mit einem Schwung war ich aufgestanden und rannte aus meinem Zimmer raus.Zehn Minuten die man bräuchte, würde man den Jedi Weg einschlagen. Fünf, wenn man meine Abkürzung in betracht zog, die ich vor drei Jahren gefunden hatte.7:31 Uhr. Ich hatte eine Uhr um. Meine einzige Uhr, ein Wertstück, was bei Jedi eigentlich unüblich war. Doch auch mein Com Gerät und ein Standort Scanner waren mit Inbegriffen und so durfte ich die Uhr behalten.7:31 Uhr… und als ich um die Ecke bog, wartete ein ungeduldiger Yord Fandar im Hangar auf der Rampe des Schiffes auf mich.„YORD!“, schrie ich aus voller Kraft, total aus der Puste vom Rennen, aber laut genug, damit er mich glücklicherweise hören konnte von 200 Meter Entfernung. Dann waren es nur noch 150. 130. 90 Meter. 10.„Du bist doch gekommen…“
Ein schmunzelnder Yord legte eine Hand sanft auf meine Schulter, seine andere auf meinen Rücken, damit er mich leicht nach vorne ins Schiff bringen konnte.Aber einen kurzen Blick auf meine Kleidung konnte er nicht aus lassen.„War so ein geschlafen…“, murmelte ich also entschuldigender vor mir her. Doch er schüttelte nur lächelnd seinen Kopf, als wir oben ankamen.„Ares!“
Voller Freude wurde ich von Jecki, Sol’s Padawanin, umarmt und in empfang genommen. Ich hatte schon lange nicht mehr mit ihr geredet, doch sie schien kaum verändert seit dem. Ich erwiderte die Umarmung, dann sah ich zu Yord‘s Padawanin. Wir redeten kaum miteinander, noch war es unsere Pflicht, dennoch tauschten wir mit einem Nicken eine freundliche Begrüßung aus.„Was wissen wir bisher?“, fragte ich nach der Umarmung, setzte mich zu Yord an den Tisch und bekam nur neben sächlich mit, wie Sol das Schiff startete.„Ich-?“
„Ares…“, unterbrach eben jener Yord. Er schien auf Automatik gestellt zu haben. Mein Blick schnellte sofort zur Brandwunde. Sie war kaum noch zu sehen. Er musste sie gestern schnell verarztet haben.„Sol… es tut mir leid wegen gestern. Ich war bloß… es tut mir wirklich leid.“
„Schon gut. Wir haben wichtigeres als kleine Wunden zu besprechen. Zu mal ich wollte, dass du dein richtiges Lichtschwert nimmst. Fehler werden gemacht. Fehler lehren uns.“Ich lächelte leicht und atmete aus, als Sol das Lächeln erwiderte. Er schien nicht allzu nachtragend damit zu sein.„Also?“, fragte Jecki dann Yord.„Also… wir haben herausgefunden, dass sie auf einem Schiff der Handelsförderation arbeitet. Wir werden sie auf ein Gefangenenschiff bringen und das war‘s.“„Klingt ja fast schon öde.“
Alle starrten mich an. Ich zuckte nur mit den Schultern.„Mal ernsthaft, dass ist meine erste Mission seit Jahren und das ist alles? Ich dachte da käme irgendwas heftigeres bei raus.“
„Sie hat eine Jedi getötet…“, warf Yord zurück.
„Wie dem auch sei… ähm, ich gehe mich mal umziehen.“, erwiderte ich, als auch noch die Padawaninnen auf meine zerknitterte Kleidung sahen, stand auf und ging in einen der Schlafräume.Als ich wieder kam, waren wir bereits da. Yord und seine Padawanin schienen vorgegangen zu sein. Sol und Jecki warteten hier mit mir. Dann kamen sie wieder.„Wie war deine erste Mission seit langem?“, eine scherzhafte Frage die man von Yord nicht oft hören würde.„Können wir einfach wieder zurück fliegen? Schien ja wirklich nicht so aufregend zu sein…“, gähnte ich fast schon, weil das ganze fast eine Stunde gedauert hatte. Yord nickte.„Aber gib es zu… es hat geholfen.“
Ich konnte ihm nicht widersprechen. Dafür gab ich ihm ein kleines Lächeln. Dann setzten wir uns alle wieder an den Tisch, nachdem Sol die Automatik wieder angeschaltet hatte und wir uns im Hyperraum befanden.Ich dachte, mit dieser Mission wäre etwas faul gewesen. Ich dachte, irgendwas würde passieren. Doch das sie nur mit abwarten gleich beendet war, hätte ich nicht erwartet.Eine Last schien mir danach, als wir die Rampe des Schiffes wieder runter gingen und zu unseren Räumen liefen, von meinen Schultern zu fallen.Mein Leben schien einfacher. Ich hätte schon viel früher an Missionen teilnehmen sollen.Trotz dessen, dass im Hinterkopf meinerseits immer noch die Stimme des Schattens nicht aufhörte zu reden.Ich war froh, dass es auf Anhieb so glatt lief… so wohl für mich als auch für Yord und seine Padawanin. Ich wusste schon fast nicht mehr, wieso ich die letzte Mission mit allen folgenden Vergleichen wollte. Dann fiel mir etwas auf.„Yord?“„Hm?“„Sag mal, weiß der Jedi Rat überhaupt, dass ich mitgekommen bin?“Erwischt. Er sprach kein Wort mehr und wurde rot. Yord brach zum ersten Mal den Jedicodex. Und das alles nur damit ich meine Angst bewältigen konnte.„Danke.“„Sag ihnen bloß nichts davon.“„Kein Problem.“Und schon waren wir bei unseren Zimmern angekommen.„Ach ja, und Yord?“„Ja, Ares?“„Vielleicht hattest du recht.“So lief ich also wieder zurück in mein Zimmer, es war schon später Abend, wechselte meine Sachen und legte mich ins Bett.Wieso hatte ich mir eigentlich sorgen gemacht?Den nächsten Morgen wachte ich auf. Keine Albträume mehr. Kein Zweites ich. Keine andere Person die ich war. Nicht schweißgebadet. Es fühlte sich fast schon wie Erholungsurlaub an.Dann stürmte Yord in mein Zimmer.

----- CHAPTER BREAK -----

„Yord? Was ist los?“
Er sah völlig aufgelöst aus. Selbst seine Frisur hat unter dem wahrscheinlichem Rennen gelitten.
"Das Gefängnisschiff... Osha... geflohen... abgestürzt..."Nur stockartige Worte ohne Zusammenhang. Doch ich wusste sofort wovon er sprach. Osha war geflohen. Das Gefangenenschiff war abgestürzt.
"Yord, du denkst doch nicht, dass sie wieder jemanden-?"
"Ich weiß es nicht. Aber der Jedirat will sie suchen gehen... oder zumindest wen los schicken."Ich tauschte einen Blick mit ihm aus, bevor mein Blick nach draußen wanderte.
"Wen?"
"Nun... Sol meldete sich freiwillig und ich werde auch gehen."Ich seufzte. Jetzt da ich wieder klare Sicht und keine Albträume mehr hatte, machte die wirkliche Osha in der realen Galaxy Probleme.
Ich konnte das nicht einfach auf mir sitzen lassen."Ich komme mit euch."Yord sah überrascht aus. Doch so könnte ich vielleicht endlich meine Geschichte hinter mir lassen und, außerdem, was ich leider zugeben musste, fiel mir unweigerlich auf der gestrigen Mission auf, wie sehr mir das Reisen fehlte. Verschiedene Planeten, Galaxien, Raumschiffe, sogar Ökosysteme galt es zu erkunden."Du wirst was tun?"
"Mit euch mitkommen. Ich sag dem Jedirat bescheid. Ihr hab doch nichts dagegen, du und die anderen?""Nein, ich... ich war bloß überrascht, dass ist alles."
"Wieso bist du denn sonst hergerannt? Nur um es mir zu erzählen?"
"Ich..." fing Yord an zu stammeln, doch stoppte sich selbst.Irgendetwas hatte sich in ihm veränderte bei der Mission. Ich würde nur liebend gerne wissen was... doch ich zwang ihn nicht dazu zu erzählen, wenn er es bei mir doch auch nicht tat."Sonst noch was?""Ares, nur weil du eine leichte Mission hattest, solltest du es jetzt nicht überstürzen.""Du warst doch derjenige, der unbedingt wollte, dass ich wieder an Missionen teilnehme.""Ja schon...""Aber?""Das ist anders. Osha ist geflohen. Gesucht wegen Mordes an einer Jedi. Ich werde dich nicht weiter in Gefahr bringen wollen.""Gut, dass es meine Entscheidung ist."Yord zögerte bei seinen nächsten Worten, wo er doch meine Sturheit gewöhnt war und wusste, dass er gegen eine Wand sprach, sobald ich mich entschieden hatte."Wir kennen Osha.""Was?""Wir... kennen sie. Sie war in unserem Jahrgang. Du hattest bloß nie ein Wort mit ihr gewechselt, du warst zu oft bei den älteren dafür zu finden, als das du sie hättest kennenlernen können, wie ich."Verblüfft starrte ich ihn an. Ich hatte meine Sprache verloren. Wenn das stimmte..."Yord...""Schon gut, bloß... pass auf dich auf, wenn du wirklich mitkommen willst."Ich bekam nur ein Nicken zustande. Wenn ich schon eine solche Verbindung zu Osha hatte, nur durch meine Träume, wie stark war dann die von Yord zu ihr? Und wieso hatte er mir nicht früher davon erzählt?Auch wenn er noch nicht wusste, dass ich von ihr geträumt hatte... er könnte mir dennoch von seinen Sorgen und Problemen erzählen."Yord. Ich muss dir etwas sagen.", fasste ich dann meinen Mut zusammen, da Yord zu eingeschüchtert aussah, um mir von Osha und ihm zu erzählen. Verwirrt sah er mich an und wartete."Osha war das Mädchen in meinem Träumen."Die Verwirrtheit schlug um ins perplex sein."Was?!""Ich... wollte es nicht noch schlimmer damit gerade machen, aber ich dachte du solltest wissen, dass du nicht alleine bist. Auch wenn es für mich unwichtiger ist, ich glaube, die Träume mit ihr sollten mir etwas zeigen. Ihre Zukunft.""Ares..."Jetzt war ich es, die ihm die Sprache stahl."Was denn? Ich dachte es sein nicht wichtig.""Wir müssen das dem Jedi Rat erzählen."Er hatte Angst und war verwirrter als je zuvor. Ich konnte es spüren."Yord, es ist unwichtig.""Aber was wenn-?""Yord, es sind nur Träume gewesen.""Ich-?""Nein, Yord."Ich stand auf und ging zu ihm."Ares, bitte bleib hier. Bring dich nicht in Gefahr.""Yord, ich werde mitkommen. Gefühlschaos von uns beiden hin oder her."Plötzlich klopfte es. Yord und ich schreckten ruckartig zusammen."Ares... bist du da? Ich wollte mit dir über etwas reden. Unter vier Augen."Ich starrte Yord an. Yord starrte zurück. Unser Gespräch würde sowieso nur ins unendliche weitergehen... ohne das jemand salutieren würde."Es geht um Yord."Ich sah Yord skeptisch an. Seit wann wollte Arty mit mir über ihn reden? Was hatte er angestellt.Yord und meine Augen weiteten sich, als wir realisierten, dass Arty doch einfach so hereinkommen konnte. Und Yord stand mitten im Eingang.Ein weiterer Blickaustausch mit Yord und er verstand. Ich wusste er war neugierig. Genau wie ich. Außerdem ging es um ihn. Ich würde ihm nichts mehr verheimlichen. Also schloss er sich kurz um im Bad ein. Dann öffnete ich mit einer Handbewegung meine Tür."Über Yord, ja? Seit wann willst du über ihn mit mir reden?"Artemis sah immer noch müde aus... erschöpft.Doch etwas neues schlich sich in ihr Gesicht. War es Chaos? Wut? Verwirrtheit? Ich konnte es nicht ganz deuten."Ich... du hattest mir doch von deinen Träumen früher erzählt, du weißt schon, als du noch eine Padawanin warst. Die über die Zukunft?Ich starrte Arty an. Das war schon fast ein gefühltes Jahrzehnt her. Selbst als Yoda mich noch als seine Padawanin trainierte, hatte ich kaum noch welche."Weißt du, wie lange das her ist?"Ich ließ einfach die Tatsache aus, dass ich auch welche in den letzten Monaten gehabt hatte. Nur Yord und... nun ja, Sol, wussten davon. Arty hatte ich nicht darin eingeweiht."Ares... ich habe auch welche. Und sie sind alle über Yord."Zweifel. Oder Verzweiflung, we auch immer man es nahm, es war auf alle Fälle das, was ich in Arty's Gesicht auf dem ersten Blick nicht genau erkennen konnte. Dennoch kannte ich diese Facette, dieses Gesicht. Ich hatte es ebenfalls, als ich damals noch von anderen Dingen geträumt hatte. Jedi und Sith und Hexen und allerlei. Und dann waren da noch die von jemandem, der den Jedi Orden verlassen hatte... ich schüttelte den Kopf bei dem Gedanken an ihn. Es würde mich nur wieder fertig machen, wenn ich an ihn und seine Jahre hier denken würde.Doch ich konnte es nicht ganz unterdrücken. In meinem Hals bildete sich ein kleiner Kloß. Vor allem als mir wieder einfiel, wie sehr ihn doch gemocht und danach vermisst hatte."Über Yord, sagst du? Wieso sind sie alle über Yord?"Ich versuchte, meine Verwirrtheit meine anderen Gefühle übertönen zu lassen, vor allem das Gefühl der Verbundenheit und Wärme, die ich zu dem damaligen Padawan gespürt hatte. Auch Trauer und Wut drangen dann in mir hoch."Ich... ich hab da so eine Vermutung aber... ich will nicht, dass sie stimmt."Schlagartig wurde mir bewusst, weswegen Artemis zu mir kommen wollte. Weswegen sie mir das alles beichtete. Weswegen sie Träume über Yords Zukunft hatte. Es war genauso wie bei mir damals."Arty, du bist doch nicht etwa... du hast doch nicht etwa-?""Ich... ich weiß es auch nicht. Ich kam auf einmal von meiner Mission wieder und war so am Ende und dann warst du da und Yord und der Tee und die Hilfe bei der Wundversorgung und... und... und...""Moment Mal, was? Tee und Wundenversorgung? Wovon redest du?""Yord war noch am selben Tag bei mir, nachdem ihr euch so... anregend unterhalten habt. Wir haben über meine Mission geredet gehabt und er brachte Tee und neue Verbände mit. Ich... ich hätte dir das alles schon früher erzählt, aber ihr wart ja sofort am nächsten Tag weg und.... und..."Nun schien Artemis komplett am Ende ihrer Tage zu sein und aufgelöst zugleich vor sich her stammelnd."Artemis, alles wieder gut, ja? Vielleicht... sollten wir ein andern Mal darüber reden, aber jetzt leg dich erstmal hin und beruhige dich. Wie wär's mit einer Pyjamaparty?""Na... na gut..."

----- CHAPTER BREAK -----

Als sie sich auf mein Bett zusammen krümmte, sah ich zu meiner verschlossenen Badezimmertür. Wo ich vorher noch dachte, Yord mithören zulassen, war nichts schlimmes, wollte ich ihn jetzt doch wegscheuchen.Das nächste Gespräch mit Arty würde sicherlich über etwas anderes als Träume gehen, davon war ich überzeugt. Und es würde nichts für Yords Ohren sein. Nicht wenn ich wusste, in welche Richtung das Gespräch schlagen würde."Weg mich in 'ner Stunde.", kam noch von Arty. Fünf Minuten später war sie schon eingeschlafen."Komm raus Yord."Ein leises klicken von der Badezimmertür ertönte und ein fragend blickender Yord kam mir entgegen. Mittlerweile saß ich neben Artemis auf meinem Bett."Weswegen träumt sie von meiner Zukunft...""Yord, stop.", warnte ich ihn mit einer gehobenen Hand weiter zu fragen."Was ist?""Geh einfach. Das brauchst du nicht weiter zu belauschen, glaub mir.""Ich verstehe nicht ganz, was dein Problem ist... so schlimm kann es doch nicht sein! Ich hab ihr schließlich immer nur geholfen, also wieso darf ich nicht bleiben?""Yord, verschwinde verdammt!"Die unterdrückte Wut stieg wieder in mir hoch. Auch die Trauer bannte sich einen Weg nach oben.Jedi durften es nicht. Männer oder wohl eher männliche Wesen im allgemeinen, so humanoid sie auch waren, sahen es nicht, sobald es direkt vor ihren Augen passierte.Yord war keine Ausnahme. Und ich wollte nicht, dass er mithörte, wenn Artemis es aussprach. Jedi waren verdammt dazu, nichts zu fühlen. Es vernebelte die Sinne. Wenn Yord auch noch eingreifen würde, wäre es ihr beider Ende.Yord war kurzzeitig geschockt von mir. Dann entschied er sich und ging... nur noch Artemis und ich blieben in meinem Zimmer.Ich stand auf, die ersten richtigen Sonnenstrahlen des Tages genießend. Ich tat das nicht oft.Schönheit war etwas flüchtiges und genauso war es auch der Moment. Wut war ebenfalls flüchtig.Doch die Trauer hielt lange an.Alte Gefühle in mir aufbrausen zu spüren, ließ mich auch wieder an mein altes Leben zurück denken.Ich hatte damals jeden Tag die Sonnenstrahlen auf meiner Haut betrachtet. Hatte die Wärme meinen Körper erfüllen lassen. Atmete zwei Mal tief ein und wieder aus, bevor ich mich dem Lernen, dem Meditieren und dem Training gewidmet hatte.Ich vermisste es, mein altes Ich zu sein. Es war ausgeglichen. Perfekt balanciert zwischen gut und böse.Und doch, hatte ich mich zu der verändert, die ich jetzt war. Ich sah zurück zu Artemis. Sie schlief friedlich, doch ich konnte ihre innere Unruhe spüren. Mein Blick wanderte ihren Arm entlang, hoch zu ihrer Hand, welche knapp vor meinem Notizbuch endete.Ich ging auf meinen Nachttisch zu und öffnete es wieder. Sentimentalität war mir eigentlich verwehrt worden, zu haben. Aber dann fiel es auf eine bestimmte Seite.Mein Daumen ging die eingedrückten Linien von meinem Bleistift entlang. Ich zeichnete dieses Bild vor über fünf Jahren. Es sah immer noch so aus, als hätte ich es gerade erst angefertigt.Mein Großvater war wieder da. Direkt vor meiner Nase, tauchte sein Schatten auf. Aber diesmal erschreckte ich mich nicht, ich seufzte."Du hast das richtige getan."Wieder über kam mich eine Gänsehaut. Erst seit wenigen Stunden wusste ich überhaupt, dass er reden konnte. Mit "Folge dem Pfad.", hatte er mich außer Bahn gebracht. Auch wenn er nun behauptete, dass ich das richtige getan hatte, fürchtete ich, dass falsche getan zu haben. Klar, er entstand nur aus meinen alten Erinnerungen, anders war es gar nicht möglich. Aber noch nie hatte er solche Sätze benutzt. Die waren frei erfunden. Und ich wusste nicht, ob sie aus meiner Angst entstanden oder von ihm selbst."Wenn du damit meinst, dass ich mit der Mission Verfolgung das richtige getan hab, verschwinde.""Ich meinte deine Gefühle zu akzeptieren."Ich starrte die Zeichnung an und stoppte in meiner Bewegung, bevor sich meine Augen langsam weiteten und hoch sahen zu dem Gesicht des Schatten.Es war noch mein Großvater... dessen war ich mir sehr sicher, aber er war nicht mehr mein Großvater. Er war viel zu jung um mein Großvater zu sein.Seine faltige Haut straffte sich zurück wie bei einer Verjüngerungskur. Er hatte schwarzes verwegenes Haar, eine Strähne aus der Reihe tanzend eines seiner Augen zierend. Es war gestylt. Mein Großvater hatte sich nie gestylt. Seine Augen waren dasselbe onyxschwarz wie von jemandem, den ich kannte, doch ich konnte mich nicht mehr genau erinnern, wer es war. Der wabernde Schatten um ihn herum wich und wurde zu einem schwarzem gut anliegendem Oberteil und Röhrenjeans. Ich wusste nicht einmal, dass mein Großvater mal Muskeln hatte, wie diese. Ein Dreitagebart wuchs ihm, doch er sah gepflegt aus. Ich war verwirrt und doch nicht ganz verwirrt. Es war dennoch mein Großvater, dessen war sich mein Gehirn sicher, mehr als nur das, es wusste es. Dennoch war er anders. Er war nicht... furchteinflößend oder gar mächtig. Er schien nur noch ein gutaussehender Kerl mittleren Alters zu sein, der einer alten Bekannten half, zu ihrem selbst zu finden."Wie ist das-?""Erinnere dich zurück."Ich erinnerte mich tatsächlich aufs Stichwort zurück. Ich hatte ihn schon einmal gesehen. Am Todestag meines Vaters hatte ich ein Foto von ihm in der Hand gehabt.Ich wusste damals nicht, dass es mein Großvater war. Als mich die Jedi mitgenommen hatten, hatte ich bereits das Bild übertragen in mein Notizbuch. Die Jedi hatten nicht einmal gewusst, dass ich es mit mir genommen hatte.Erst später wurde es von Yoda entdeckt, als wir auf einer Mission waren, mitten im Nirgendwo auf einem Sandplaneten. Es war mir wegen des Windes weggeflogen. Ich hatte eine ganze Woche gebraucht um den Sand daraus zu entfernen. Yoda hatte es mir nicht entnommen. Ich war ihm immer noch dankbar dafür.Ich sah zurück auf die Seiten mit der Zeichnung. Der Padawan von dem ich einst geträumt hatte war darauf zu sehen. Ich fragte mich, wieso es auf einmal eine Verbindung mit meinem Großvater hergestellt hatte und auch, wieso es ihn verjüngert hatte und er mir nun half. Es ergab alles kein Sinn."Du wirst es noch herausfinden.", sagte er dann. Seine normalerweise so sanfte Stimme hatte nun etwas raues. Er klang... wunderschön. Auch wenn mir die Stimme selbst noch einen Angstzustand bereitete. Schließlich hatte sie mich jahrelang als Kind zurecht gewiesen."Was werde ich noch raus fin-?"Der Schatten verschwand. Artemis wachte auf. Sofort versteckte ich das Notizbuch in einer Schublade und versuchte wieder auf klare Gedanken zu kommen.Ich musste vergessen, was so eben passiert war, sonst würden meine Gefühle mich schon wieder überwältigen. Ich wusste gar nicht, wieso er meinte, dass ich meine Gefühle akzeptiert hatte, wo ich doch immer noch so stark gegen sie ankämpfte.Aber der Schatten von ihm, die Zeichnung des Padawans, das Foto und mein früheres ich verschwanden nicht mehr aus meinem Kopf.

----- CHAPTER BREAK -----

"Wie spät ist es?", hörte ich ein grummeln von Arty. Ich sah auf meine Armbanduhr. Von der hatten die Jedi schon von Anfang an gewusst."12:36... wir müssten eigentlich los zum Meditieren."
„Aber?"
„Ich bin mir sicher, dass sie verstehen, wie müde wir beide sind."
Artemis schmunzelte verschlafen."Hast du wenigstens ein bisschen geschlafen?", fragte ich sie dann, sobald sie sich aufsetzte, aber immer noch kleine Augenringe sich bei ihr bildeten und sie sich streckte, während sie gähnte."Ein bisschen... ich... Ares, hast du dich früher auch so, weiß nicht, fertig gefühlt?"Ich sah Artemis ein wenig zu lange an und bekam davon ein Dejavous, als mir ein fiel, dass ich auch Osha zu lange ansah, weil sie mich so fasziniert hatte. Sie und noch irgendwer... es bereitete mir Kopfschmerzen es zu versuchen, daran zurück zu denken, wer es nun genau war."Ehrlich gesagt, wollte ich genau deswegen mit dir reden.""Was ist denn?""Arty, du... du weißt nicht ganz genau wie du dich fühlst, richtig? Du bist müde, aber kannst nicht schlafen, bist verwirrt aber dennoch sicher. Hast Trauer und Wut in dir, aber trotzdem Wärme und Geborgenheit für andere übrig. Ist dem nicht so?""Jaa... aber-?""Wie lange fühlst du dich schon so bei Yord?""Was wird das hier, eine Therapiesitzung?"
"Du weißt doch noch, wie ich mich gefühlt habe, als ich immer bei euch war, obwohl ich eigentlich mehr mit meinem Jahrgang zu tun haben sollte.""Ja, aber das war, weiß nicht, fünf Jahre her.""Schon länger. Aber ich hab mich nicht nur so gefühlt, weil ihr älter und weiser wart als ich, auch wenn wir zusammen trainiert haben.""Das war aber nur wegen deiner Abstammung. Nichts besonderes. Passiert öfter als man denkt. Ich mein... Yoda ist auch schon uralt.""Es war wegen dem Padawan von Vernestra. Deswegen war ich immer so... anders in eurer Nähe früher."Artemis blinzelte zweimal. Sie schien sich an all die Momente sich zurück zu erinnern, in denen ich mit dem Padawan und ihr zusammen stand und redete."Aber... aber...""Er ist gegangen. Ich bin geblieben. Ich hab ihn vermisst, aber schlussendlich..."Ihh dachte zurück an das Bild von ihm in meinem Notizbuch."Ich hab damit abgeschlossen. Die Frage ist nun, ob du genau dasselbe fühlst, wie ich damals für ihn.""Ich... Ares, dass macht mich so fertig!"Ihr Gesicht füllte sich mit Schmerz, eine Welle von Gefühlen prasselte auf mich ein, die von ihr stammten. Der Schatten kam wieder, doch mein Großvater blickte nur traurig drein und legte eine Hand auf unsere Schultern, als auch ich Trauer und Wut hochkommen ließ."Alles wird wieder gut. Du wirst drüber hinweg kommen, da bin ich mir sicher.""Wie hast du es denn geschafft?"Gar nicht. Ich war immer noch im Gefühlschaos, sobald ich ein Bild sah von ihm. Sobald ich dran zurück dachte, war ich nicht mehr zu gebrauchen."Es wird besser."Sie seufzte und lehnte sich an die Bettkante meines Bettes."Es ist, als würde ich brennen. Ich hasse dieses Gefühl.""Ich hasste es auch."Ich blieb so ruhig ich konnte, wissentlich, dass der Schatten immer noch die Hände auf unserer beider Schultern hatte, so, als würde er uns aufmuntern und trösten wollen. Es war zwar gruselig... aber es bewirkte dennoch etwas."Und es wird wirklich wieder so wie früher? Ich meine... bevor ich diese Gefühle hatte?""Du bist eine Jedi die gerade zur Wächterin ausgebildet wird... ich denke, es wird viel schneller wieder so wie früher als du denkst.""Wenigstens kann ich mit einer darüber reden..."Sie schmunzelte wieder ein wenig und der Schatten verschwand. Mein Großvater hatte seine Arbeit getan."Ich werde niemandem davon erzählen, solange du es nicht willst, versprochen.""Du redest über Yord, nicht?""Ja, das tue ich. Aber, eine Frage hätte ich da noch...""Was?""Was für eine Zukunft von Yord siehst du?""Er stirbt. Ich weiß nicht genau wie, aber er kämpft und stirbt. Nicht hier. Auf einem Waldplaneten."Es klopfte wieder an meiner Tür. Wir schreckten genauso zusammen wie Yord und ich vorher, unsere Blicke schnellten zur Tür. Sie öffnete sich einfach. Jecki kam rein, zusammen mit Tasi Lowa."Was wollt ihr denn hi-?", fragte ich beide."Du kommst mit auf die Mission?", unterbrach mich Jecki zur Hälfte."Ja... wieso? Soll ich etwa hier bleiben?""Yord meinte, es wäre gefährlich.", sagte dann plötzlich Tasi. Ich starrte die beiden an. Was wollten sie mir jetzt damit sagen?"Es ist meine Entscheidung.""Wissen wir... aber... eine Jedi ist bereits gestorben.", erwiderte Jecki."Kommst du nicht auch mit auf diese Mission?""Ja, aber-""Aber?""Das ist was anderes. Ich muss mit auf diese Mission kommen, ich hab keine andere Wahl, du kannst es dir aussuchen, Ares, wir haben es hier mit einer Jedimörderin zu tun!""Und du, Tasi?""Yord lässt mich nicht mehr mitkommen."Ich seufzte und sah zu Artemis. Ihre Gedanken schienen in einer vollkommenen anderen Dimension zu sein und ich bin ehrlich, ich konnte es ihr nicht verübeln. Es war schließlich und schlussendlich Yord. Ich konnte sie verstehen."Tja, ich bin nicht Yord, also... Tee oder Kaffee? Wenn ihr keinen wollt auch gut, aber ich mache jetzt welchen... Kaffee und Tee meine ich. Wenn ihr weiter über die Mission reden wollt, sucht wen anders dafür auf."Ein einstimmiges "Tee!", kam von beiden und die Sache mit der Mission und das reden über Yord hatte sich erledigt. Auch wenn es vermutlich Artemis noch länger schmerzen würde, zumindest, konnte man jetzt über Dinge wie Training oder Planeten reden.Den ganzen Tag über taten wir nichts anderes mehr, auch Artemis schien sich so gut ablenken zu können und dann wurde es Zeit zum Schlafen. Jecki und Tasi gingen wieder, Artemis blieb bei mir und schlief nahe zu sofort ein. Ich sah noch einmal nach draußen, dann legte auch ich mich schlafen.Als ich am nächsten Morgen wieder aufwachte, war Artemis verschwunden. Sie war gegangen... ich hatte nicht einmal bemerkt. Mit Sicherheit war sie in ihr Zimmer verschwunden, denn auch der restliche Kaffee und eine Tasse von mir war weg.Ich dachte daran zurück, was sie gesagt hatte. Yord starb auf einem Waldplaneten. Ich kannte den Ort. Ich hatte selbst von ihm geträumt. Doch nicht von Yords tot, nicht wirklich zumindest. Auch das Bild hatte sich nach einer Zeit verändert. Aber... am Ende hatte ich ihn doch gesehen.Auf dem Boden hatte er nach mir gegriffen, um mich sie zu reden... Yord, Sol und Jecki.Mit einem Schwung ging meine Tür auf. Das war schon irgendwie zum Ritual mutiert, seit gestern nichts anderes passiert war."Du bist wach? Gut. Der Jedirat hat gleich seine Besprechung.", sagte Yord, als er herein trat. Er wirkte kühler als sonst. War ja auch klar wenn ich ihn doch die ganze Zeit von mir und den anderen weg stieß und wir in eine Art Dauerstreit Situation waren. Erst die Träume, dann die Mission und Artemis. Nicht gerade eine gute Woche für uns. Ach ja und dann war da auch noch diese ganze Sache mit Osha."Yord du... ich...", stammelte ich leicht vor mir her."Schon gut.", erwiderte er.Ich seufzte und lächelte leicht. Auch er lächelte, auch wenn es nur halbherzig war. Ich stand auf, ging ins Bad, machte mich fertig und ging wieder zurück zu Yord."Wir müssen sie ja nur wieder hierher bringen.""Wenn sie kooperiert, kein Problem."Ich wechselte einen Blick mit Yord, bevor wir uns auf machten Richtung Jedirat.Sofort meldete ich mich bei Vernestra für die Mission und begründete es mit meinem anstreben, wieder an mehreren teilzunehmen. Sie war nicht ganz überzeugt von meiner Begründung doch sie nahm es hin. Sie musste auch nicht alles wissen, trotz dessen das Jedi nicht für ihre Geheimnisse oder lügen bekannt waren.Sol und Yord gaben mir noch einen warnenden Blick, beließen es aber dabei. Dann fuhr der Jedi Rat fort mit den alltäglichen Dingen wie Padawanausbildungen und den anstehenden Prüfungen.Als der Jedirat dann fertig war, gingen alle ihres Weges. Nur Yord und Sol kamen zu mir."Seit ihr euch sicher, dass es das richtige ist?"Mein Großvater tauchte in der hinteren Ecke des Raumes auf. Meine Angst kroch in mir langsam wieder hoch. Was ist, wenn er mich doch anlog und mich nur manipulierte?"Ich bin mir sicher. Ich komme mit euch. Jedimörderin hin oder her.""Wenn du dir so sicher bist... wir fliegen noch heute los, nachmittags. Sonst entwischt sie uns vielleicht doch noch. Sie befindet sich derzeitig oder zumindest das Raumschiff auf dem Eisplaneten Carlac. Wir sollten keine Zeitverschwenden und nur das nötigste mitnehmen.", sagte Yord. Sol und ich nickten zustimmend. Ich kannte Carlac bereits. Yoda und ich waren mal dort für eine "Trainingsstunde". Das waren schwere Zeiten. Egal, Carlac hin oder her, ich musste meine Sachen packen gehen."Wann genau wollt ihr-?""12 Uhr.""12!? Das ist in... Zehn Minuten!""Dann wirst du wohl schnell packen müssen..."Yord grinste giftig. Er wusste, dass ich mehr als nur mein Lichtschwert brauchen würde um so eine kalte Atmosphäre aushalten zu können. Ich lebte damals auf einem Lavaplaneten. Ich hatte mich immer noch nicht ganz an das kalte Corouscant gewöhnt."Oh, dass werde ich dir sowas von heimzahlen."Auch wenn es nur spaßig gemeint war... ich rannte sofort zu meinem Räumen, griff nach etwas wärmeren Jedimantelmaterial und meinem Lichtschwert und machte mich auf zum Hangar. Ich konnte noch Yord in das Schiff gehen sehen. Ich brauchte nur eine Minute, bis ich auch dort war. Dann flogen sie ohne zu zögern einfach los."Du hast es also geschafft.", hörte ich dann Jecki's Stimme. Sofort drehte ich mich zu ihr um, aus einem purem Schrecken heraus, weil ich sie gar nicht bemerkt hatte."Ja... seit wann war das der Plan?"Sie zuckte nur mit den Schultern. Ich blickte düster drein. Damit würde Yord wirklich nicht so einfach davon kommen."Du bist also doch hier? Hm.""Tja, zum Glück kann ich ja noch rennen, nicht wahr?"Sol kam schmunzelnd um die Ecke vom Cockpit. Yord und ich hatten schon früher immer solche Herausforderungen dem anderen gegeben. Sie waren ein Zeitvertreib, doch manchmal konnten sie auch einfach nur nerven. Ich glaube sogar, dass der halbe Jedirat mit gewettet hatte damals, wer von uns beiden zu erst bei einer solchen Herausforderung verlor. Dabei war Glücksspiel und Wetten verboten.Doch es hatte Yord und mich angetrieben zu Meistern zu werden, nicht nur als Jedi, sondern auch in verschiedenen Fachgebieten. Und unsere Meister hatten einen kleinen Spaß dran uns zu zusehen, wie wir uns gegenseitig hochstachelnden um besser zu werden.Ein kleiner Ruck ließ mich aus meinen Gedanken fahren. Es verbrauchte durch den Hyperraum kaum mehr Zeit und so waren wir innerhalb von zehn Minuten, ich hatte mich an den Tisch zu Jecki gesetzt, genau wie Yord und Sol, bei Carlac angekommen.Jetzt galt also nur noch eines; das Auffinden der Jedimörderin Osha. Wenn sie wirklich eine Jedimörderin war. Und vielleicht auch, sie auszuschalten.

----- CHAPTER BREAK -----

Als wir auf Carlac landeten, stiegen Yord, Jecki, Sol und ich nacheinander aus. Es war sogar noch kälter, als ich es in Erinnerung hatte. Zumindest kam es mir so vor. Weit und breit waren nur Berge, Höhlen und Schnee zu sehen... ein kompletter Planet aus Eis, wie er im Bilderbuch stand. Ich mochte es so ganz und gar nicht hier. Da war mir sogar Tatooine lieber, und das war ein Sandplanet im Out terrain. Dort hatten die Hutts die Kontrolle. Ich konnte mich noch erinnern, sie einmal gesehen zu haben bei meinem Großvater. Aber das war Vergangenheit.Sol schien eine direkte Verbindung zu Osha gespürt zu haben, denn er lief ohne weiteres voran. Yord und Jecki folgten ihm, ich blieb hinter ihnen und sicherte uns den Rücken, nur für alle Notfälle. Schon lange hatte ich mein Lichtschwert nicht mehr außerhalb des Trainings benutzt. Aber das hieß nicht, dass es nicht wieder zum Einsatz kommen würde. Auch wenn ich mir kaum vorstellen könnte, dass jemand bei dieser kälte leben konnte unter doch so argen Bedingungen.Wir machten uns auf in die Trümmer des Gefangenenschiffes. Es sah komplett verwüstet aus und ehrlich gesagt, wüsste ich gerne wie man einen solchen Sturz überlebt haben sollte. Überall hingen Kabel, Öl von Maschinen lief Querfeldein und das Cockpit war zerstört."Jemand war hier, dass ist nicht zu übersehen.", sagte dann Jecki."Schrottsammler, Padawan.", erwiderte daraufhin Yord. Ich sah zwischen den Beiden hin und her, sah nun ebenfalls die Sicherung von etwas menschenähnlichem, dort wo vorher etwas anderes gesichert wurde und die Spuren im Schnee. Dennoch war ich mehr darauf konzentriert, nicht gleich zu erfrieren."Folgt mir."Sol merkte im selben Augenblick wie ich von einer weiteren Machtexistenz. Sofort liefen wir voran, diesmal ich mit ganz vorne. Meine erste nicht ganz so langweile Mission seit Jahren, da ließ ich mir doch nicht das Suchen ergehen, wenn wir sowieso schon zu viert waren und jeder gut genug um uns zu verteidigen. Außerdem wurde Hilfe immer benötigt.Wir stapften ein wenig unbeholfen durch den Schnee, immer wieder an den Trümmern vorbei. Dann kamen wir in eine Kluft oder Höhle, ich konnte es nicht ganz deuten. Es war schon dunkel, was nicht gerade unüblich auf Eisplaneten war und die Temperatur sink immer weiter nach unten, weswegen ich mich hauptsächlich versuchte warm zu halten, statt zu suchen. Dann sah ich wieder Spuren im Schnee. Auch wenn es vor zehn Minuten schon angefangen hatte zu schneien, so waren sie doch noch sichtbar. Entweder das war ein Schrottsammler oder wir waren kurz davor Osha zu finden.Yord öffnete auf halber Strecke sein Lichtschwert, mehr als Taschenlampe, statt als Waffe dienend. Ich hörte ein Geräusch. Steine prasselten einen Abhang hinunter."Halt! Im Namen der Republik und des Jedi Ordens!"Entdeckt. Yord hatte sie schließlich als erster gefunden. Doch als ich sie ebenfalls erblickte, sah ich, wie sie kurz vor dem Abhang stand, von dem ich eben noch die Steine prasseln gehört hatte und machte mir Sorgen, dass sie einen falschen Schritt tun würde."Osha!", stürmte Sol dann vor. Osha trete sich um. Mein Atem hielt an. Sie sah genauso aus wie in den Träumen."Sol?", hörte ich sie von der Ferne rufen."Ich war es nicht!""Komm von der Kante weg!"Irgendwas sagte mir, dass Sol sie nicht nur von den Hologrammen kannte. Ein ungutes Gefühl machte sich in mir breit. Was hatten sie mir verschwiegen?"Bitte, Sol... glaub mir!"Ihre Stimme klang nicht nur ängstlich sondern auch panisch, so laut und deutlich sie auch sprechen mochte."Ich hab's nicht-!""Osha!"Sie stolperte nach hinten. Sie fiel. Sol fang sie per Machtgriff auf. Zusammen holten wir sie wieder auf ihre Beine. Dann lächelte Sol sie kurz an, wie eine alte bekannte."Osha..."
"Mae ist am Leben."Sol nickte zustimmend."Ich glaube dir..."Er sah sie noch einmal forschend an."Du musst mit uns kommen Osha... gehen wir."Dann half er ihr hoch und brachte sie zu uns. Ich konnte nur starren. Jecki öffnete die Gefangenenfesseln, die sie mitgenommen hatte für Osha."Das wird nicht nötig sein.", versicherte uns dann doch Sol.Dann liefen wir zurück zu unserem Schiff.Wenn Sol so über sie sprach... und wer war Mae? War Osha das Mädchen aus meinen Träumen oder doch jemand ganz anderes? Ich blieb auf Abstand bis wir wieder im inneren unseres Raumschiffes waren und wartete ab...Als ich im Raumschiff für eine kurze Zeit meine Augen schloss, fern ab von Jecki, Yord, Sol und Osha, bekam ich fast eine Herzattacke.Ich sah einen Strand. Einen mir fremden Planeten. Felsen. Nur einem Wimpernschlag.Ich kniff die Augen zusammen.Sah dann jemanden, der genauso aussah wie Osha, aber nicht Osha war. Mae vielleicht, von der Osha vor fünf Sekunden mit Sol geredet hatte? Ich war mir nicht sicher, aber es war die einzige logische Erklärung.Mal abgesehen davon, dass es mir Gänsehaut bereitete, alleine schon mit Osha nun auf einem Schiff in der Realität zu sein.Nein, diese Vision oder was auch immer, wurde noch viel gruseliger und düsterer.Eine Stimme ertönte. Ich kannte sie. Aber es war nicht die von meinem Großvater. Es war die des Fremden aus meinem Traum. Keine Ahnung wieso ich mich nur an die Stimme und nicht mal ans Gesicht erinnern konnte.Schon schlimm genug, dass das alles war sein könnte, wenn meine Träume die wirkliche Zukunft zeigten.Ich rieb mir die Augen, sobald die Stimme in meinem Ohren wieder vibrierte, als wäre sie echt... was ich hoffte, nicht wahr zu haben, denn ansonsten, würde es bald schon viel schlimmere Probleme geben als nur Osha und diese Mae."Die Jedi leben in einem Traum. Einem Traum, von dem sie glauben, dass ihn alle mit ihnen teilen würden. Greift man einen Jedi mit einer Waffe an, wird man scheitern. Stahl oder Laser stellen keine Bedrohung für sie dar. Aber ein Akolyth... ein Akolyth tötet ohne eine Waffe. Ein Akolyth lässt den Traum sterben."Wörter durch eine Maske... von jemandem, den ich auf einem Felsen sehen konnte, so als würde ich neben dieser zweiten Osha die ganze Zeit hergegangen sein und nun bei den selben Steinen stehen wie sie. Ich sah sein Gesicht nicht, so war er auch in purem schwarz gekleidet und ein rotes Lichtschwert öffnete sich ihm. Doch ich sah ihres. Auch wenn halb versteckt hinter einem Tuch... es war nicht Osha, dessen war ich mir jetzt sicher.

----- CHAPTER BREAK -----

"Alles in Ordnung?"
Jecki hatte wohl meinen Rückzug bemerkt. Nach dem sie das Schiff wieder in Gang gebracht hatte... oder zumindest einen Teil davon. Ich hatte nur kurz gesehen, wie Osha ihr dabei geholfen hatte und sie es dadurch geschafft hatte. Was genau Osha zu ihr gesagt hatte, hatte ich nicht mitbekommen.
"Ja, alles bestens."
"Wirklich? Du sahst so... bleich aus."
"Mir geht's bestens Jecki."
Ich warf ihr einen Blick zu und sie ließ mich in Ruhe.Ich konnte ihnen nicht beichten, was ich so eben noch gesehen hatte. Es ging einfach nicht. Zu mal es auch meine erste Vision nach Tagen war. Ich hatte Yord nicht noch einen Grund geben wollen, um sich sorgen um mich zu machen.
Außerdem wollte ich vorher herausfinden, wer der Fremde war.Plötzlich hörte ich Stimmen, zumindest nachdem Sol ein Wort mit Yord gewechselt hatte... was schon 15 Minuten mindestens her war. Ich schien vollkommen weg zu sein, was meine Aufnahme Fähigkeiten anging. Doch dann konzentrierte ich mich und hörte tatsächlich erst Sol's, dann Osha's Stimme Richtung Hauptraum. Irgendetwas wurde geplant.
Dann setzte Yord wahrscheinlich mehr als unfreiwillig einen Kurs, der uns nicht nach Corouscant führen würde.Verwirrt ging ich zu den anderen.
"Sol? Was wird das?"
"Eine Planänderung. Es geht nicht mehr nach Corouscant. Wir fliegen nach Olega.
"Olega?"Überrascht sah ich ihn an. Zu einem anderen Jeditempel? Weswegen flogen wir dorthin und nicht nach Corouscant?
"Ich kenne die Jedi dort, sie sind nicht gerade welche der sanftesten Sorte, wenn es um Gefangene geht.", deutete ich an und zeigte mit dem Kinn zu Osha.
Ich wusste es, weil ich Geschichten von meinem Großvater über den Prozess meines Vaters gehört hatte.
Nicht gerade die Methoden, zu denen wir auf Corouscant greifen würden.Doch Sol hob beruhigend die Hand.
"Osha ist keine Gefangene mehr."Ich wusste nicht mehr, was ich denken und fühlen sollte. Vor ein paar Tagen... sie war eine Jedimörderin oder zumindest ihre Schwester. Sie ist von einem Gefangenenschiff geflohen und entweder ihre Schwester oder sie in meinem Träumen oder Visionen, was auch immer, vorgekommen. Jetzt war sie frei. Wieder frei. Sie könnte uns auf Olega einfach verlassen. Dabei wollte ich doch unbedingt herausfinden, was es mit ihr auf sich hatte! Obwohl ich niemandem wünschte, jemand gefangenes zu sein. Vor allem nicht in anderen Sternensystemen... Corouscant war da noch der beste Ort für eine Mörderin. Nun, jetzt da sie es nicht mehr war, müsste sie sich zumindest darüber keine Sorgen mehr machen.Dorthin zu gelangen würde länger dauern. Ich sah alle nacheinander an. Meine Körpertemperatur wurde wieder gleichmäßiger. Hyperraum hin oder her, ich würde mich jetzt erstmal ausruhen, auch wenn es kaum Ruhe in mir gab, da ich so viele Fragen an Osha hatte, sie aber nicht einfach stellen konnte. Schließlich waren sie alle auf die Zukunft bezogen. Und ich befürchtete, bei Yords besorgtem aber auch ängstlichem Blick, die Fragen zu stellen, alles nur schlimmer für die anderen machen würden. Es war Zeit zum Schlafen. nicht nur ich schien so zu denken... die anderen setzten sich nämlich alle hin."Ich leg mich auf's Ohr.", sagte ich dann zu ihnen. Obwohl sie es ja merken würden, wenn ich schlafen ging, war es besser Bescheid zu geben, bevor man auf einem brennendem Schiff nicht geweckt wurde. Ich hatte schon zu vieles erlebt wegen meiner eigenen Dummheit. Wenn ich erstmal alle Missionsereignisse von meinen früheren aufzählen würde, könnte ich wahrscheinlich noch ein ganzes Lichtjahr reden.Yord und Jecki nickten. Dann hörte ich ein Piepen von einem Druiden. Ein wenig erschrocken aber auch neugierig legte ich meinen Kopf schief.
"Was war das denn?"
"Das ist Pip. Mein Droide."Ich sah Osha zu lange an. Mein Traum wiederholte sich innerlich vor meinen Augen. Nur der Droide an ihrer Seite war neu. Er war in einer kleinen Tasche am Körper eingesteckt."Pip?"
Ich sah den Droiden kurz an.Dann entschied ich, dass mein Morgen sowieso nicht mehr komischer werden konnte und ging mit einem Nicken davon in die Schlafräume.Ich legte mich auf eines der Betten und starrte die Decke an. Die Betten selbst waren nur funktionsmäßig gedacht... so gesehen, ziemlich klein. Ich hatte nichts dagegen, doch ich könnte dennoch einen kleinen Puffer brauchen. Obwohl ich eine der kleinsten Jedi war... na gut, so ziemlich. Meinen alten Meister ließen wir lieber außer Acht.Ich konnte nicht schlafen. Ich versuchte es, klar, aber meine Augen wollten nicht zu fallen. Ich spürte die Angst in mir hoch quellen.Angst wieder eine dieser Visionen zu haben. Angst mich wieder zurück zu ziehen, wo ich doch gerade meinen Mut wieder gefunden hatte. Angst, nicht mehr mit Osha darüber reden zu können und Angst, dass ich nicht herausfand wer der Fremde war, bevor wir sterben würden, durch eine Jedikillerin.Ich seufzte. Das konnte auch nur mir passieren.Yoda sagte einst „Angst du nicht zu brauchen hast. Doch Gefühle man nicht unterdrücken kann.". Erst jetzt verstand ich seine weisen Worte.Doch es half mir nicht weiter. Zumindest nicht beim Einschlafen. Ich vermisste die Zeiten als Yodas Padawan. Er wusste mich immer zu beruhigen.Ich sah aus dem runden kleinen Fenster neben meinem Bett.Sowohl lebende als auch tote Sterne erhellten mein Gesicht und zogen vorbei an uns. Wir waren aus dem Hyperraum raus, doch es lag noch ein ganzes langes Stück vor uns, da wir ja nicht irgendwohin flogen.Ich fragte mich, ob das Schiff auf Automatik gestellt war. Fliegen war eines der wenigen spaßigen Dinge, die auch Jedi tun durften.Ob Jecki wohl übernommen hatte? Oder Yord seinen Stress abbaute? Ich wusste es nicht. Ich wollte es auch nicht wissen.Nicht wenn ich mir so nicht eine ganze Galaxie ansehen konnte die an uns vorbei rauschte und meine Angst linderte.Ich schmunzelte. Ich hatte es wirklich vermisst. Und umso länger ich mir die fremden Planeten ansah, desto schläfriger wurde ich...

----- CHAPTER BREAK -----

Ich hätte es nicht tun dürfen. Einschlafen. Schlechteste Idee aller Zeiten. Tue ich nie wieder. Nicht wenn ich wieder dort lande.Das ist als... weiß nicht, würde mich irgendwer dazu zwingen wollen, nachts nicht schlafen zu können und stattdessen in die Zukunft zu blicken! Das war nervtötend und nicht mehr auszuhalten.Diesmal sah ich Mae wieder. Sie war bereits auf Olega. Doch das Bild von ihr flackerte. Ich sah sie, wie sie ein kleines Mädchen bestach und in den Jeditempel gelangte.Dann brach die Verbindung ab.Der Fremde war wieder zu sehen. In voller düsterer Kleidung zusammen mit seinem düsterem Helm. Er lief eine Straße in Olega entlang, von der ich sie als Handelsroute erkannte. Überall dort waren Stände aufgebaut und kleine Läden zierten sich zwischen den zweistöckigen Häusern. Ich stand direkt neben einem der Läden. Es sah aus wie eine Art Laden für alles. Von Kräuter bis Tötungsmittel konnte ich alles sehen, als ich kurz herein blickte.Plötzlich drehte der Fremde den Kopf zu mir. Das Bild von dem angsteinflößendem Wesen wich und ruckartig schreckte ich zurück.Qimir bewegte sich auf mich zu. Er sah fürchterlich aus. Nach so vielen Jahren, in denen ich Vernestra's Padawan nicht mehr gesehen hatte, stand ich nun erstarrt da, als ich ihn endlich wieder sah. Mein Herz hatte für einen ganz kurzen Moment ausgesetzt.Seine Kleidung war zerzaust. Seine Haare waren länger geworden und fielen ihm nun in seine Augen... dieselben onyxfarbenen Augen wie damals. Er hatte außerdem sich wohl einen Bart zu gelegt.Eine Sekunde lang schien es so, als würde er direkt auf mich zu laufen, doch als er nur noch einen Leter von mir entfernt war, ging er in den Laden neben mir.Er schien mich nicht bemerkt zu haben oder... oder nicht erkannt.Ich schreckte auf. Nicht schweißgebadet. Doch ich hatte diesmal eins und eins zusammen gezählt. Und das gefiel mir gar nicht. Sofort öffnete ich mein Com Gerät meiner Uhr. Es blinkte zweimal, dann stellte ich die Frequenz noch besser ein und rief Arty an.„Artemis? Artemis bist du da?", fragte ich das flackernde Bild meiner besten Freundin.
„Ares, was ist denn mit dir los?"
„Ich... ich muss mit dir reden... über den Padawan... Vernestras... ich meine, Qimir... ich..."
„Atme, bitte atme!"Ich nahm zweimal stark Luft, doch es half nichts. Ich hyperventilierte langsam und klamm heimlich. Auch so weit von Corouscant entfernt merkte Artemis trotzdem noch, dass ich es tat.„Hey, Ares! Nichts in der Galaxie könnte gerade so schlimm sein, du bist mitten in Weltall! Dir kann ja nicht mal was passieren. Bitte, tief ein und tief aus, dann von vorne."Ich versuchte es, schaffte es mich einiger maßen wieder einzukriegen und versuchte es nochmal von Anfang an.„Ich hab dir was verschwiegen, Arty und das war vielleicht nicht das schlauste was ich je getan habe..."
„Du musst mir nichts alles erzählen, genauso wenig wie ich dir, es ist in Ordnung, dass weißt du."
„Aber Arty..."
„Musst du mich so nennen?"Ein kleines Lächeln bildete sich auf meinen Lippen. Sie hasste ihren Spitznamen und jedes Mal wenn ich ihn verwendete, auch wenn es drei Mal klappen mochte, fragte sie mich, weswegen ich sie so nannte, noch viel genervter als vorher.„Na gut... Artemis."Es ist eine lange Zeit her... aber es passierte auf einer früheren Mission.„Also gut. Was wolltest du mir erzählen?"Jedes Mal, wenn ich sie mit dem Com kontaktierte, waren wir entweder direkt zwischen Droiden und Laserstrahlen die uns hätten treffen können-„Ares? Ary? Hallo?"Oder die Verbindung wurde blockiert.
Dadurch kamen unsere Spitznamen und nun... ich zog sie immer noch damit auf, weil sie ihn so sehr hasste.„Was?"„Du wolltest mir doch gerade noch was sagen..."
„Oh... ähm... ich hab auch... ähm... also... Visionen."
„Hattest du dich nicht wieder eingekriegt?"
„Stimmt ja..."
„Warte mal, Visionen? Wie die, die ich habe von Yord?"
„Du hast noch mehr gesehen?"
„Kannst du bitte mal meine zuerst Frage beantworten?"Ich hätte nicht gedacht, dass ich durch das zusammen zählen von eins plus eins gleich so viel mit Artemis klären müsste, doch anscheinend hatte sie genauso viel zu erzählen und zu erklären.„Artemis, ich weiß jetzt wo er-?"Es klopfte. Natürlich klopfte es. Wir wurden langsamer... na ja, das Schiff zumindest. Ich sah Wasser und Klippen, dann mehr Grünfläche neben meinem Fenster auftauchen.Es war zu spät. Ich konnte Artemis nicht weiter ausfragen. Genauso wenig wie sie mich ausfragen konnte.Wir waren auf Olega.Hätte es nur länger gedauert! Wäre mir diese Vision doch schon früher in die Hände gefallen!Doch so sehr ich mich noch aufregte, brachte es mir gar nichts, außer, dass ich nun alles wissen wollte und sich mein Kopf überhitzte.Was für Träume hatte Artemis noch von Yord gehabt? Würde ich Mae und Qimir auf Olega wieder sehen? Wer waren die beiden wirklich? Wieso erkannte ich erst jetzt, dass es Zukunftsvisionen waren und was hatte es mit der komischen Vision vor vier Tagen auf sich, bevor ich überhaupt zu meinem selbst zurückgefunden hatte? Wer hatte geklopft und was würde uns noch auf Olega erwarten?„Hey, ich bin's, Jecki. Ich wollte dir nur Bescheid geben, dass wir da sind...“So schnell ich konnte brach ich die Verbindung zu Artemis ab. Es war zwar kein Geheimnis welches wir vor den anderen Jedi hatten, doch genauso viel Gesprächsbedarf wie ich mit Arty nachholen musste, wollte ich nicht auch noch dem ganzen Jedi Rat erklären und schildern müssen.Wie erzählte man auch davon, dass ein einstiger Padawan zu jemandem von der dunklen Seite geworden ist und man ihn nicht aufhalten würde, würde er versuchen gegen einen zu kämpfen und zu töten?Wie erzählte man, dass man Monatelang dachte, man träumte von der einen, doch nun stellt sich heraus, dass es zwei gibt und man sich nicht mehr sicher ist, von wem man nun wirklich geträumt hatte?Wie erzählte man, dass was auch immer in den nächsten Wochen passieren mochte, alles oder nichts bedeuten mochte?Wie erzählte man... ja, wie erzählte man von dem Schatten seines eigenen Großvaters der einen verfolgte auf Schritt und Tritt, erst einem Furcht eingeflossen hat und dann weise Ratschläge gan nachdem er sich in einen gut aussehenden jungen Kerl verwandelt hatte?Ich nahm mein Kopfkissen und schrie rein. Niemand schien es gehört zu haben. Also tat ich es noch einmal. Ich ließ meinen ganzen Frust, die ganze Angst und alle Zweifel daran aus.Dann stand ich auf als wäre nichts gewesen und ging zu den anderen.„Ausgeschlafen?", fragte mich sofort Yord, der wahrscheinlich bereits bei einem ersten Blick meine entsetzlichen Augenringe bemerkt hatte.„Nicht wirklich.", murmelte ich zurück.„Wir sind da. Wir sollten gehen.", warf dann Sol ein.Alle nickten. Auch Osha... dessen ich immer noch skeptisch war.Trotz dessen nahmen wir unsere Lichtschwerter und stiegen still aus dem Schiff. Ich wusste nicht genau, weswegen Sol Jecki mitgenommen hatte, wo es doch immer gefährlicher wurde. Selbst ich hatte so langsam meine Zweifel, ob ich es überleben würde oder nicht.Yord hatte richtig gehandelt, als es um seine Padawanin ging. Doch ich wünschte mir gerne mehr Jedi um mich, damit ich uns in Sicherheit wissen konnte. Im Gegensatz zu den meisten Jedi, hatte ich nämlich nicht die Arroganz dazu zu denken, ich könnte mich einfach so mit einem Sith anlegen. Nein, ich fürchtete mich dafür viel zu viel vor ihnen. Dafür hatte mein Großvater gesorgt.Als ich den ersten Fuß auf due Wiese vor der kleinen Festung setzte, atmete ich einmal tief ein. Frische Luft tat mir gut. Nach all den Jahren auf Corouscant, schien sie mich nahe zu zu heilen von den letzten sieben Monaten.„Alles in Ordnung?", fragte mich dann Osha. Bei ihrer Stimme zuckte ich merklich zusammen. Sie klang genauso wie die ihrer Schwester. Auch wenn sie sanfter und ruhiger war... sie ähnelten sich viel zu sehr.Nur eines fiel mir auf, was sie nicht teilten; Mae hatte ein Hexenmal. Osha nicht.„Alles bestens...", sagte ich dann, und ging voran, mit einer Andeutung, dass sie mir folgen sollte. Tatsächlich machte sie es auch.Mein Blick schweifte über den Hügel auf dem wir gelandet waren, hin zu der Festung, dem kleinen Städtchen wo der Jeditempel lag. Dort wurde also über meinen Vater verhandelt. Dort war Mae. Und dort war auch Qimir.Es nützte nichts länger drauf hinab zu starren. Also ging ich den Hügel hinunter und stürmte mich mit den anderen ins Getümmel, geradewegs zum Jeditempel…Ein Schwall Gewürzmischungen kam mir entgegen. Die Leute redeten laut und ausgefallen.Ich sah die Eingangstür vom Jeditempel. Dann den Laden in den Qimir gegangen ist.„Yord?"„Hm?"„Bin gleich wieder da."Ich verschwand einfach. Ich konnte es nicht auf mir sitzen lassen, dass er hier in diesem Laden sein könnte und mitverantwortlich für Morde an Jedi. Ich brauchte Antworten. Und er und Mae waren die Einzigen, die sie mir geben konnten.Umso länger mein Weg wurde zum Laden, desto unsicherer wurde ich langsam. Waren es doch nur wahrscheinliche Zukunftsvisionen? War es alles nur verdammt nochmal geträumt? Bin ich so leichtgläubig geworden, mit so einer verschwommenen Sicht?Dann stand ich direkt vor dem Eingang. Mein Atem ging nur noch kurzzügig. Ich hatte Angst. Wirkliche Angst. Angst vor dem, was mich nun erwarten würde. Was ich sagen würde. Was ich tun würde.Schließlich setzte ich einen Fuß hinein.Ich sah mich um. Niemand war... doch. Hinter dem Tresen. Der Blick gesenkt, doch derselbe. Ich würde ihn überall wieder erkennen.Ich sah wie die verschiedensten Tränke die Regale zierten. Dann den Schlaftrunk. Ich schnappte ihn. Stellte ihn sofort vor seine Nase. Plötzlich sah er auf... und mein Herz stoppte.Wie viel hätte ich damals für einen solchen Blick getan? Doch er sah mich an wie eine Fremde. Kein Zweifel das er es war, denn ich merkte bereits wie es in mein Herz stach. Er erkannte mich nicht.„3000 Republika."Seine Stimme gab mir Gänsehaut. Ich wich seinem Blick nicht aus, doch holte ich gleichzeitig meine Karte. Mein Herz schlag nun in einem irren Takt. Es spielte verrückt. Und all meine Tausend fragen waren weggeweht mit nur diesen zwei klitzekleinen kleinen Worten.Ich reichte ihm die Karte hin. Er nahm sie mir ab und verkaufte mir den Schlaftrunk ohne weitere Worte. Ich starrte ihn an. Bis er dann den Schlaftrunk in meine Richtung schob. Ich nahm ihn. Ich drehte mich weg. Und ging gerade mal zwei Schritte weiter.

----- CHAPTER BREAK -----

„Wen wollen Sie damit k.o. kriegen?"Ich stoppte. Mein Herz setzte aus. Ich wünschte, ich könnte diese Gefühle einfach in ihrem Keim ersticken, aber ich war zu schwach dafür. Ich drehte mich wieder zu ihm um.Sein fremder Blick blieb, doch nun spiegelte sich Neugierde in seinen Augen wieder.„K.O.? Was für eine Art Schlaftrunk ist das?"
„Ein starker."Ich sah auf den Schlaftrunk hinab. Sicher, ich hatte ihn mir einfach nur geschnappt um einen Vorwand zu haben, mit ihm zu sprechen. Aber ich hätte mir vielleicht doch noch durchlesen sollen, was ich mir da kaufte.„Ein starker? Gut. Ich brauche einen starken Schlaf."
„Wisst Ihr was das hier für ein Laden ist?"Ich sah mich um. Zuckte mit den Schultern.
„Einer um Sachen zu verkaufen, die irgendwann mal hergestellt worden?"Ein leichtes Schmunzeln bildete sich auf seinen Lippen. Heiliger Jediorden ließ das meine Knie weich werden.„Ihr solltet den vielleicht lieber wieder mir geben.", sagte er verschmitzt und hielt mir seine Hand hin.
„Keine Sorge, ich werde schon noch Verwendung dafür finden. Und wenn ich jemanden mit diesem Schlaftrunk einfach erschlage."Klein, war die Phiole in der sich der Schlaftrunk befand, schließlich nicht. Ich bekam ein Schulterzucken entgegen.„Na gut. Aber seit lieber vorsichtig."Das gerade er mich jemals auf etwas hinweisen würde, wo ich ihn doch früher immer wieder auf die Beine geholfen hatte, war gerade zu komisch. Doch er hatte sich auch verändert, dass war nicht zu übersehen.„Ich werde schon gut auf das Zeug aufpassen.", witzelte ich, bekam dieses Mal aber einen warnenden Blick zu spüren, so als würde er mir sagen wollen „Damit ist nicht zu scherzen.". So erstarb mein Lächeln und ich nickte wissentlich. Er würde mich nie erkennen. Ich war unwichtig. Und die Informationen die ich haben wollte, waren sowieso vergraben wurden von seinem dämlichen ersten Blick.Ich drehte mich wieder um. Und ging.„Du solltest dein Lichtschwert das nächste Mal verbergen. Es sind gefährliche Orte an denen du dich derzeitig rumtreibst."Ich stockte. Mein Lichtschwert. Woher-? Wieso-?„Qimir..."
Es war wie ein Berg der von meinem Herz genommen wurde. So sehr hatte ich mir gewünscht, dass er mich wieder erkannte. So sehr und doch...
Ich konnte nur erleichtert seinen Namen aussprechen. Fast so, als hätte er mir eine scharfe Chili gegeben und danach Milch.„Ich dachte nicht, dass wir uns jemals wiedersehen werden..."Er kam zu mir und Strich eine widerstrebende Strähne hinter mein Ohr. Ich sah zu ihm auf, als gebe es nur noch uns beide auf diesem Planeten. Die Berührung brannte, aber auf eine Art und Weise die ich nicht für möglich gehalten hatte; ein gutes schönes Prickeln, was sich nach mehr von alle dem wünschte.Ich zerstörte es im Keim. Diesmal wirklich, so bald ich es auch nur konnte. Ob ich ihn liebte? Wer's glaubte.„Du dachtest doch nicht, dass ich dich nicht wieder erkennen würde, oder?"Seine Stimme hatte etwas alarmierendes auch wenn sie genauso sprach wie früher... höher als für gewöhnlich und sanfter, trotz dessen das ich ihn in meinen Visionen anders erlebt hatte. Ich bekam Gänsehaut. Und er bemerkte es sofort.„Alles in Ordnung? Ist dir kalt?", fragte er mich besorgt, legte aber ohne weitere Umstände seine dünne Decke über meine Schultern, als wäre es nichts.Mir wurde warm, was seit Corouscant und meiner „ich lege drei Decken aufeinander, damit ich gut schlafen kann" Idee nicht mehr passiert war.
Dabei war sie nur ein Sechstel von einer Decke.„Besser?"Ich starrte ihn an. Nicht verträumt, nicht verliebt, nicht sehnsüchtig, sondern wie so einen Freak auf der Straße, der den Galaxie Untergang heraufbeschwor.„Was ist los?"Ganz kurz hörte ich seine Stimme tiefer gehen. Auch wenn es nur für eine Millisekunde war. Ich zog meine Augen zu schlitzen zusammen. Etwas stimmte hier nicht. Und ich war das ganz sicherlich nicht.Auch wenn ich schon wusste, dass er derjenige aus meinen Visionen war, etwas verheimlichte er mir. Ich kannte ihn. Ich kannte ihn viel zu gut um das nicht zu bemerken.Er war nervös.Flashback:
Sie hassten mich. Sie hassten mich alle. Verachteten mich. Redeten nicht mit mir.Kam es, weil ausgerechnet Großmeister Yoda mich zu seinem Padawan gemacht hatte? Oder weil ich unwissentlich immer und immer wieder ihre Regeln brach?Ich hatte keine Ahnung.Und eigentlich, so fragte man mich, müsste ich mich nicht traurig oder verärgert fühlen deswegen? Ich saß auf der Treppe, die hoch zum Jeditempel führte. Die Sonne küsste zum letzten Mal meine Haut. Mir wurde kalt. Mustafar war wesentlich wärmer als Corouscant. Und auch wenn ich nicht zurück wollte, brauchte ich hier drei Decken nachts, damit ich wirklich einschlafen konnte.Plötzlich hörte ich über mir ein Schluchzen. Ich dachte erst, dass es von mir kam. Doch ich hatte dafür zu lange bei meinem Großvater gelebt. Ich kannte dieses Gefühl nicht... den Kloß im Hals nicht, die Wut nicht, die einen Tränen verpasste und auch nicht das Gefühl, wenn man langsam aber stetig zorniger wurde und wie ein Lavablase platze und um sich schlug.Ich sah nach oben. Noch jemand, der auf den Treppen sitzt. Die Knie an sich heran gezogen und das Gesicht vergraben. Es sollte mir doch leid tun, oder? War es nicht das, was man dann fühlen sollte, wenn man jemanden sah, der vor sich hin schluchzte und eindeutig traurig war? Leid?Vielleicht sollte ich ihn beruhigen. Ihm Mut zu sprechen. Würden das nicht die Jedi tun?Stattdessen starrte ich auf den Sonnenuntergang und wartete bis das schluchzen aufhörte.Aus meinem Augenwinkel heraus, konnte ich ihn immer noch sehen, bis schließlich auch der letzte Lichtstrahl sich von mir verabschiedete und uns allein in der dunklen Kälte ließ...Ich stand auf. Wollte vorbei laufen. Doch der Junge sah zu mir hoch. Ich konnte gerade so noch in der Dunkelheit erkennen, dass er überhaupt einer war und es tat... mir direkt in die Augen sehen. Bis in die tiefsten schwarzen Stücke meines Herzens. Ich erwiderte den Blick, sah runter und setzte mich neben ihn auf die Bank.„Also?", fragte ich. Ich hatte keine Lust ihn zu fragen, aber nur herum sitzen war mir auch zu öde. Erst jetzt bemerkte ich, dass er größer war als ich. Vorher war er ja auch zusammen gekauert. Wie alt war er wohl? 6? 8? Ich konnte es nicht einschätzen. Vielleicht war er auch schon 9.Er sah mich an, wie ein Alien. Schien so als würde sich niemand für ihn vorher interessieren.„Ich...", brachte er dann hervor, redete aber nicht weiter und tat es mit einem Kopfschütteln ab.„Mach ich dir Angst?"Es wäre logisch angesichts der Tatsache, dass die anderen vor mir Angst hatten.„Nein."„Hm. Normalerweise hab ich so eine Wirkung auf andere..."„Qimir."„Was?"„Mein Name, ist Qimir."„Ares."Wir sahen still schweigend die nie müde werdende Stadt an.Ich wusste nicht, dass so das Getuschel über uns anfing.Doch das war der Start einer langen Geschichte für uns…Gegenwart:Ich starrte, bis ich mich zurück erinnerte, wie wir uns kennengelernt hatten. Es waren Jahrzehnte seit dem vergangen. Und er wusste trotzdem, was er tun musste, wenn ich mich unwohl fühlte oder Gänsehaut bekam. Doch dieses Mal war es anders.Er war nicht mehr der Junge, der meine Hilfe brauchte beim Lichtschwertkampf, um nur ansatzweise so gut zu werden wie der Durchschnitt.Er hatte keine Angst mehr. Das war es, was seinen Blick so alarmierend gemacht hatte für mich. Da war kein Funken von Angst mehr zu sehen. Doch Nervösität. Wieso? Ich wusste es nicht genau.„Sag mir, du bist doch noch eine Jedi, oder?"„Ich bin in der Ausbildung zur Wächterin, aber ja, ich bin eine Jedi."„Weswegen bist du dann hier?"Ich antwortete nicht. Ich konnte nicht. Genauso wie er es aus Angst heraus damals nicht konnte.„Ares..."Schon wieder sprach er meinen Namen aus. So... anders als früher. Ich fragte mich, weshalb es nun so anders klang.Die Spannung die sich zwischen uns aufbaute, fühlte sich an wie ein aufbauendes Gewitter auf Kamino, oder als würden dort die ersten Sonnenstrahlen über die gebauten Inseln aus Stahl scheinen. Unnatürlich und vor allem; unangenehm. Ich hasste es. Genauso wie ich das Gefühl zu lieben hasste. Es war... greifbar und dennoch unsichtbar. Ich wusste er wartete auf jemand anderes. Er wollte mich nicht wiedersehen. Er wollte... er wollte gar nichts von mir. Im Gegensatz zu dem, was ich wollte, war er mehr als nur uninteressiert. Es kam mir schon fast so vor, als würde er mich hassen... ich hatte Angst das es stimmte und dennoch war ich so... so... wütend.„Auf wen wartest du?"„Was?"„Du bist nervös und du bist angespannt... du wartest auf jemanden und willst, dass ich gehe."„Ich will dich nicht raus-?"„Sag einfach die Wahrheit, Qimir."Ich sprach seinen Namen schon fast wie eine Beleidigung aus. Zischend. Gequält. Ich wusste gar nicht mehr richtig, dass es auch die Seite von mir gab. Obwohl ich genauso vor ein paar Tagen mit Yord und Sol geredet hatte. Vielleicht auch mit den anderen, auch wenn ich es dann nicht bemerkt hatte.„Mae Aniseya. Sie heißt Mae Aniseya."„Du... d... du..."„Was ist los Ares?"Sein Blick stach mich mehr als nur tausend Dolche. Mehr als Lichtschwerte in meinem Herzen. Mehr als die Lava auf meinem Heimatplaneten schmerzen würde, wenn ich in sie fiel. Es schmerzte mehr, als jeder Schmerz den ich je erlebt hatte in meinem Leben; es war dieses scheiß verdammte Mitgefühl und die Sorgen die sich in seinem einem Blick vereinten.Ich zitterte. Zum ersten Mal zitterte ich wirklich aus Panik heraus.

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